Title:
Zeigerwerk für Uhren
Kind Code:
U1


Abstract:

Getriebe für Zeituhr-Zeigerwerk, dadurch gekennzeichnet, dass zwei koaxiale gekoppelte Umlaufgetriebe in jeweils einer Stufe die für Uhrwerke charakteristischen Untersetzungen 1:60 und 1:12 aufweisen und dabei die klassische Zeigerreihenfolge aufweisen.




Application Number:
DE202017002054U
Publication Date:
05/10/2017
Filing Date:
04/19/2017
Assignee:
HUSCHER GEORG (DE)
International Classes:



Claims:
1. Getriebe für Zeituhr-Zeigerwerk, dadurch gekennzeichnet, dass zwei koaxiale gekoppelte Umlaufgetriebe in jeweils einer Stufe die für Uhrwerke charakteristischen Untersetzungen 1:60 und 1:12 aufweisen und dabei die klassische Zeigerreihenfolge aufweisen.

2. Getriebe für Zeituhr-Zeigerwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stundenzeiger HZ als Planetenträger die Planetenräder Z4 und Z7 frei drehbar trägt derart, dass eine volle Umdrehung von Z2 zusammen mit dem Minutenzeiger MZ den Stundenzeiger HZ als Verlängerung des Planetenträgers PT2 durch Abrollen von Z7 auf Z1 im Drehzahlverhältnis 1:12 im selben Drehsinn wie Z2 mitnimmt. Dies ist wird dadurch erzielt, dass die Summe der Zähnzahlen von Z2 und zweimal Z4 gleich der von Z1 ist.

3. Getriebe für Zeituhr-Zeigerwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundenwelle SW auf der Zeigerseite (in der Figur rechts) den Sekundenzeiger SZ und auf der linken Seite einen Planetenträger PT1 trägt mit einem einzigen, frei auf diesem PT1 drehbaren Stirnzahnrad Z3 mit prinzipiell beliebiger, aber vorzugsweise möglichst kleiner Zähnezahl und dem gleichen Modul wie Z6 derart, dass bei Rotation der Sekundenwelle das Zahnrad Z3 auf Z5 und Z6 gleichzeitig abrollt, derart, dass durch die Zähnezahldifferenz 1 eine zur Sekundenwelle SW gleichsinnige Drehung der Minutenwelle MW mit dem erforderlichen Drehzahlverhältnis 1:60 bewirkt wird.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur vereinfachten Untersetzung von der Sekundenzeigerwelle zur Stundenzeigerwelle eines mechanischen Zeituhr-Zeigerwerks.

Bekannte mechanische Zeigerwerke benutzen mehrstufige Stirnradgetriebe mit Stufenrädern, um die Untersetzungsstufen 1:12 und 1:60 darzustellen. Hierzu bedarf es einiger axial versetzter Stufenräder mit Gehäuse, alles relativ aufwändig herzustellende Bauteile, außerdem mit nicht unerheblichem und sensiblem Montageaufwand.

Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, Teile- und Montageaufwand deutlich zu reduzieren und darüber hinaus z. B. für Skelettuhren, z. B. bei Wand- und Tischuhren, attraktive und kompakte Getriebekonstellationen zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in einer Ausgestaltung dadurch gelöst, dass in einem feststehenden Stirnzahnrad Z1 mit vorzugsweise 110 Zähnen eine zentrale Hohlwelle MW drehbar gelagert ist. Mit dieser Hohlwelle fest verbunden ist der Minutenzeiger MZ und das Stirnzahnrad Z2 mit einem Elftel der Zähnezahl von Z1. Auf dem rechten Ende der Hohlwelle bzw. Minutenwelle MW ist der Stundenzeiger HZ drehbar zur Hohlwelle MW angeordnet. Der Stundenzeiger HZ seinerseits trägt frei drehbar die Planetenräder Z4 und Z7 derart, dass eine volle Umdrehung von Z2 zusammen mit dem Minutenzeiger MZ den Stundenzeiger HZ als Verlängerung des Planetenträgers PT2 durch Abrollen von Z7 auf Z1 im Drehzahlverhältnis 1:12 im selben Drehsinn wie Z2 mitnimmt. Dies ist der Fall, wenn die Summe der Zähnzahlen von Z2 und zweimal Z4 gleich der von Z1 ist.

Des weiteren ist dem Zeigersystem bzgl. Z1 linksseitig gegenüber ein, Stirnzahnrad Z5 mit 59 Zähnen, aber mit dem Kopf- und Teilkreisdurchmesser eines 60-zähnigen Modulzahnrads Z6 mit Z1 koaxial fest verbunden. Z6 seinerseits ist auf der Hohlwelle MW mit dieser, also auch mit dem Minutenzeiger fest verbunden.

Die Sekundenwelle SW trägt auf der Zeigerseite (in der Figur rechts) den Sekundenzeiger SZ und auf der linken Seite einen Planetenträger PT1 mit einem einzigen, frei auf diesem PT1 drehbaren Stirnzahnrad Z3 mit prinzipiell beliebiger, aber vorzugsweise möglichst kleiner Zähnezahl und dem gleichen Modul wie Z6 derart, dass bei Rotation der Sekundenwelle das Zahnrad Z3 auf Z5 und Z6 gleichzeitig abrollt. Dies bewirkt durch die Zähnezahldifferenz 1 eine zur Sekundenwelle gleichsinnige Drehung der Minutenwelle mit dem erforderlichen Drehzahlverhältnis 1:60.

In einer Ausgestaltungsvariante der 1:12-Stufe wird das Stirnrad Z1 durch einen Innenzahnring mit gleicher Zähnezahl und Modul ersetzt derart, dass anstelle des Abrollens von Z7 auf der Aussenverzahnung von Z1 das Zwischenrad Z4 direkt auf der Innenverzahnung abrollt und damit das Kopplungszahnrad Z7 auf dem Stundenzeiger entfällt. Dies erfordert insgesamt ein Stirnrad weniger mit dem Nachteil, dass eine aufwendiger herzustellende Innenverzahnung benötigt wird.