Title:
Mit elektrischer Entladung arbeitendes Gerät
Kind Code:
B4


Abstract:

Mit elektrischer Entladung arbeitendes Gerät, umfassend
eine Eingabeeinheit (11) zum Eingeben von Daten (a1a) über eine dreidimensionale Formgebung einer Elektrode (2), Daten (a2a) über eine dreidimensionale Formgebung eines Werkstückes (8) und Daten (a4) über Bearbeitungsbedingungen;
eine Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (12, 14), welche auf der Basis von Daten (a1a) über die Formgebung der Elektrode (2), von Daten (a2) über die Formgebung des Werkstücks (8) und von Daten (a4) über Bearbeitungsbedingungen ein Bearbeitungsvolumen berechnet, das sich mit fortschreitender Bearbeitung des Werkstücks (8) durch die Elektrode (2) ändert;
eine Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15), die auf der Basis des von der Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (12, 14) berechneten Bearbeitungsvolumens eine Zeit berechnet, die für die Beendigung der Bearbeitung des Werkstücks (8) durch die Elektrode (2) erforderlich ist;
eine Anzeigeeinheit (18), welche die von der Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15) berechnete Bearbeitungszeit anzeigt.




Inventors:
SASAKI RIKA (JP)
SENDAI TOMOKO (JP)
KATOUGI HIDETAKA (JP)
Application Number:
DE10393400
Publication Date:
02/26/2009
Filing Date:
05/20/2003
Assignee:
MITSUBISHI ELECTRIC CORP (JP)
Domestic Patent References:
DE3933152A1N/A1990-04-19



Foreign References:
JP62173142A
JP9253943A
JP6297250A
JP2100822A
JP1153221A
JPS62173142A1987-07-30
JPH06297250A1994-10-25
JPH01153221A1989-06-15
JPH09253943A1997-09-30
JPH02100822A1990-04-12
Attorney, Agent or Firm:
HOFFMANN & EITLE (München)
Claims:
1. Mit elektrischer Entladung arbeitendes Gerät, umfassend
eine Eingabeeinheit (11) zum Eingeben von Daten (a1a) über eine dreidimensionale Formgebung einer Elektrode (2), Daten (a2a) über eine dreidimensionale Formgebung eines Werkstückes (8) und Daten (a4) über Bearbeitungsbedingungen;
eine Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (12, 14), welche auf der Basis von Daten (a1a) über die Formgebung der Elektrode (2), von Daten (a2) über die Formgebung des Werkstücks (8) und von Daten (a4) über Bearbeitungsbedingungen ein Bearbeitungsvolumen berechnet, das sich mit fortschreitender Bearbeitung des Werkstücks (8) durch die Elektrode (2) ändert;
eine Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15), die auf der Basis des von der Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (12, 14) berechneten Bearbeitungsvolumens eine Zeit berechnet, die für die Beendigung der Bearbeitung des Werkstücks (8) durch die Elektrode (2) erforderlich ist;
eine Anzeigeeinheit (18), welche die von der Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15) berechnete Bearbeitungszeit anzeigt.

2. Mit elektrischer Entladung arbeitendes Gerät, umfassend
eine Eingabeeinheit (11) zum Eingeben von Daten (a1a) über eine dreidimensionale Formgebung einer Elektrode (2), Daten (a2a) über eine dreidimensionale Formgebung eines Werkstückes (8), Daten (a3) über eine Bearbeitungstiefe und Daten (a4) über Bearbeitungsbedingungen; und
eine Bearbeitungsbereich-Berechnungseinheit (12), welche auf der Basis von Daten (a1a) über die Formgebung der Elektrode (2), von Daten (a2a) über die Formgebung des Werkstücks (8), von Daten über die Bearbeitungstiefe und von Daten (a4) über Bearbeitungsbedingungen einen Bearbeitungsbereich (25) berechnet, der sich mit fortschreitender Bearbeitung des Werkstücks (8) durch die Elektrode (2) ändert;
eine Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (14), welche ein Bearbeitungsvolumen berechnet auf der Basis der Änderung des von der Bearbeitungsbereich-Berechnungseinheit (12) berechneten Bearbeitungsbereiches (25);
eine Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15), die auf der Basis des von der Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (14) berechneten Bearbeitungsvolumens eine Bearbeitungszeit berechnet; und
eine Anzeigeeinheit (18), welche die von der Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15) berechnete Bearbeitungszeit anzeigt.

3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, ferner umfassend eine Bearbeitungsbereichsdaten-Speichereinheit (13), die mit der Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (12, 14) verbunden ist, zur Speicherung von Daten über Bearbeitungstiefen und Bearbeitungsbereichen, welche erforderlichen Spezifikationen genügen.

4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner umfassend eine Bearbeitungszeitdaten-Speichereinheit (16), die mit der Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15) verbunden ist, zur Speicherung von Daten über Bearbeitungsraten, welche erforderlich sind zum Berechnen der Bearbeitungszeit durch die Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15).

5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner umfassend:
eine Formcharakteristikdaten-Speichereinheit (52) zum Speichern von Daten über Formscharakeristiken einer Formgebung, welche die Bearbeitungsrate beeinflusst;
eine Formcharakteristikdaten-Extraktionseinheit (51) zum Extrahieren von Daten über aus der Formcharakteristikdaten-Speichereinheit (52) und zum Berechnen von Einflüssen auf die Bearbeitungsrate; und
eine Korrektureinheit (15) zum Korrigieren der Bearbeitungszeit entsprechend der von der Formcharakteristikdaten-Extraktionseinheit (51) extrahierten Formcharakteristik.

6. Gerät nach Anspruch 5, bei welchem die Korrektureinheit (15) die Bearbeitungszeit korrigiert unter Berücksichtigung eines Korrekturfaktors zum Korrigieren der Bearbeitungszeit entsprechend der durch Formcharakteristikdaten-Extraktionseinheit (51) extrahierten Formcharakteristik.

7. Gerät nach Anspruch 5 oder 6, bei welchem die Formcharakteristikdaten-Extraktionseinheit (51)
– Formcharakteristiken entsprechend mehrerer Querschnitte (Zi, mit i = 0 bis k) der Elektrode (2) extrahiert,
– die Querschnitte (Zi) der Elektrode (1) auf Netzbereichen (Xm, Yn) aufteilt,
– Daten (0, 1) den im Querschnitt jeweils nicht-vorhandenen oder vorhandenen Netzbereichen (Xm, Yn) zuweist, und
– die Charakteristiken der dreidimensionalen Formgebung der Elektrode (2) aus den Daten der Netzbereiche extrahiert.

8. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem die Daten (a1a) der Elektrode (2) Daten über Formgebungen mehrerer Elektroden enthalten.

9. Mit elektrischer Entladung arbeitendes Gerät, umfassend
eine Eingabeeinheit (11) zum Eingeben von Daten eines Bearbeitungsbereiches (25), der sich mit fortschreitender Bearbeitung eines Werkstückes durch eine Elektrode (2) ändert, und zum Eingeben von Daten über Bearbeitungsbedingungen;
eine Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (12, 14), welche auf der Basis von Daten über den von der Eingabeeinheit (11) eingegebenen Bearbeitungsbereich (25) ein Bearbeitungsvolumen berechnet;
eine Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15), die auf der Basis des von der Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit (12, 14) berechneten Bearbeitungsvolumens eine Bearbeitungszeit berechnet; und
eine Anzeigeeinheit (18), welche die von der Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit (15) berechnete Bearbeitungszeit anzeigt.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein mit elektrischer Entladung arbeitendes Gerät

Aus der JP 9-253 943 A ist ein mit elektrischer Entladung arbeitendes Gerät bekannt, bei welchen Bearbeitungszeiten berechnet und ausgegeben warden können.

Im Prinzip insoweit ähnliche Geräte, die mit elektrischer Entladung arbeiten, sind auch aus DE 39 33 152 A1 sowie aus den Abstracts von JP 62-173 142 A und JP 1-153 221 A bekannt.

Außerdem vermittelt die JP 9-253 943 A die Lehre, in eine Steuereinheit den Wert eines Pegels (h) eines als Arbeitsflüssigkeit dienen Öls einzugeben, das in einem Arbeitstank vorhanden ist. der Arbeitstank hat einen Oberflächenbereich, de im vorliegenden Fall eine Konstante ist. Der Ölpegel (h) steigt entsprechend dem Volumen einer eingebrachten Form-Elektrode an, wenn diese in die in dem Arbeitstank vorhandene Arbeitsflüssigkeit (Öl) eingetaucht wird. Jedesmal wenn die Elektrode in die Arbeitsflüssigkeit um einen bestimmten Betrag eingetaucht wird, erhält eine numerisch gesteuerte Einheit Daten über den jeweiligen Pegel (h) zum Berechnen des jeweiligen Durchschnittswertes der Elektrode entsprechend einer Beziehung S = hA/a.

Die JP 6-297250 offenbart ein elektrisches Entladungs-Bearbeitungsgerät, das die Bearbeitungszeit abschätzt, indem eine Bearbeitungsrate gemäß der Bearbeitungstiefe korrigiert wird.

Aus der JP 2-100 822 A ist eine mit elektrischer Entladung arbeitende Vorrichtung bekannt, bei welcher eine Formgebung der Elektrode eingegeben wird, wobei die Bearbeitungszeit entsprechend der Formgebung der Elektrode korrigiert wird.

Jedoch sind die meisten Elektroden von einer dreidimensionalen, komplexen Formgebung. Von daher verändert sich ein Bearbeitungsbereich mit der Formgebung der Elektrode, wenn die Bearbeitung fortschreitet. Von daher verändern sich die Bearbeitungsbedingungen, wie etwa Veränderungen in einem Entladungszustand in Übereinstimmung mit Bearbeitungspartikeln, die sich zwischen der Elektrode und dem Werkstück ablagern, wenn die Bearbeitung fortschreitet, und in dem Bearbeitungsbereich. Als ein Ergebnis hiervon nimmt in unvorteilhafter Weise der Unterschied zwischen der abgeschätzten Bearbeitungszeit und der tatsächlichen Bearbeitungszeit zu, und in unvorteilhafter Weise kann die genaue Abschätzung der Bearbeitungszeit nicht sichergestellt werden, indem nur die Bearbeitungsrate in Übereinstimmung mit der Bearbeitungstiefe geändert wird. Jedoch kann dabei die Bearbeitungszeit nicht für komplex ausgebildete Elektroden abgeschätzt werden.

Selbst wenn die Elektrode eine einfache Formgebung aufweist, wird die Formgebung der Elektrode durch die Subjektivität des Benutzers, der die Daten eingibt, beeinflusst und die Gleichmäßigkeit der Bearbeitung kann nicht beibehalten werden. Selbst wenn die Formgebung der Elektrode von den Charakteristika der vorab eingegebenen Formgebung nur leicht abweicht, wird die Abweichung nicht in der Bearbeitungszeit wiedergegeben.

Darüber hinaus ist häufig das Werkstück durch Schneiden oder dergleichen vorbearbeitet. Zusätzlich wird ein Werkstück häufig kontinuierlich bearbeitet, indem eine Vielzahl von Elektroden mit verschiedenen Formgebungen verwendet werden, um dadurch die endgültige Formgebung des Werkstückes zu erzielen. Wenn das Werkstück beispielsweise ein Werkstück eines zellularen Telefons ist, wird das Werkstück der Vorbearbeitung durch Schneiden und dann der Entladungs-Bearbeitung unter Verwendung einer größeren Anzahl von Arten von Elektroden mit verschiedenen Formgebungen ausgesetzt, um die endgültige Formgebung des Werkstückes zu erzielen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Entladungs-Bearbeitungsgerät zu schaffen, welches die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit einem Bearbeitungs-Fortschrittstatus genau abschätzen kann, und zwar selbst wenn eine Elektrode mit dreidimensionaler komplexer Formgebung eingesetzt wird.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe nach der Lehre des Patentanspruchs 1 oder des Patentanspruchs 2 oder des Patentanspruchs 9 gelöst.

Weiterbildungen von erfindungsgemäßen Lösungen ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.

Ein elektrisches Entladungs-Bearbeitungsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung weist folgendes auf: eine Eingabeeinheit, welche Eingaben von Daten hinsichtlich einer dreidimensionalen Formgebung einer Elektrode, hinsichtlich einer dreidimensionalen Formgebung eines Werkstückes und hinsichtlich Bearbeitungsbedingungen empfängt; eine Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit, welche basierend auf den Daten hinsichtlich der Formgebung der Elektrode, hinsichtlich der Formgebung des Werkstückes und hinsichtlich der Bearbeitungsbedingungen ein Bearbeitungsvolumen berechnet, welches sich ändert, wenn die Bearbeitung des Werkstückes mittels der Elektrode fortschreitet; eine Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit, welche basierend auf dem mittels der Bearbeitungsvolumen-Berechnungseinheit berechneten Bearbeitungsvolumen eine Bearbeitungszeit berechnet, die eine zum Fertigstellen der Bearbeitung des Werkstückes mittels der Elektrode erforderliche Zeit ist; und eine Anzeigeeinheit, welche die mittels der Bearbeitungszeit-Berechnungseinheit berechnete Bearbeitungszeit anzeigt.

Gemäß dieser Erfindung werden die Formgebung der Elektrode und die Formgebung des Werkstückes durch die dreidimensionalen Modelle ausgedrückt, das Bearbeitungsvolumen, welches sich ändert, wenn die Bearbeitung fortschreitet, wird unter Verwendung dieser Teile von Information und Bearbeitungsbedingungsdaten berechnet, und dadurch wird die Bearbeitungszeit berechnet. Selbst falls sich der Bearbeitungsbereich mit der Formgebung der Elektrode ändert, wenn die Entladungs-Bearbeitung fortschreitet, kann demzufolge die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit dem Bearbeitungszustand, d. h. gemäß einer Änderung im Bearbeitungsvolumen, berechnet werden.

Ferner werden die Formgebung der Elektrode und die Formgebung des Werkstückes mit den dreidimensionalen Modellen ausgedrückt. Von daher können die Formgebung der Elektrode und die des Werkstückes als Daten genau erfasst werden, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Die Änderung im Bearbeitungsvolumen, die dem Fortschritt der Bearbeitung nachfolgt, kann dadurch genau erfasst werden, und dadurch kann die Bearbeitungszeit angesichts des tatsächlichen Bearbeitungszustandes berechnet werden.

Darüber hinaus kann die Formgebung des Werkstückes als Daten genau erfasst werden, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Selbst wenn die Entladungs-Bearbeitung bei solch einem Werkstück ausgeführt wird, welches eine zuvor festgelegte Vorbearbeitung durchlaufen hat, kann von daher die Bearbeitungszeit angesichts der anfänglichen Bearbeitungsformgebung berechnet werden.

Selbst wenn von daher die Elektroden und das Werkstück hinsichtlich der Formgebung komplex sind, ist es gemäß der vorliegenden Erfindung möglich, die für die elektrische Entladungs-Bearbeitung erforderliche Bearbeitungszeit genau abzuschätzen.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung warden im folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.

In den Zeichnungen zeigen:

1 ein schematisches Blockschaltbild eines elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 ein Blockschaltbild einer Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung in der ersten Ausführungsform;

3 ein Beispiel von Inhalten eines Bearbeitungsbereich-Datenabschnittes;

4 ein Beispiel von Inhalten eines Bearbeitungszeit-Datenabschnittes;

5 ist ein Flussdiagramm zur Erläuterung des Abschätzens der Entladungszeit in der ersten Ausführungsform;

6 eine perspektivische Darstellung einer Elektrode;

7 eine Darstellung, die einen Zustand erläutert, in welchem Querschnitte der Elektrode extrahiert sind, und zwar jeder mittels einer zuvor festgelegten Trennweite in einer Z-Achsenrichtung einer Bearbeitungsfortschrittrichtung;

8(a), 8(b) und 8(c) Maschen- bzw. Gittereinteilungen;

9 Ansichten zur Erläuterung eines Bearbeitungsfortschritts;

10 Darstellungen zur Erläuterung einer Zunahme eines Bearbeitungsbereiches mittels eines Oszillationsradius;

11 ein schematisches Blockschaltbild eines elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

12 ein Blockdiagramm einer Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform;

13 ein Flussdiagramm zur Erläuterung des Abschätzens der elektrischen Entladungszeit in der zweiten Ausführungsform;

14 ein schematisches Blockschaltbild eines elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

15 ein Blockdiagramm einer Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform;

16 ein Beispiel von Inhalten eines Formgebungscharakteristik-Datenabschnittes;

17(a), 17(b), 17(c) und 17(d) Längsschnittansichten von Elektroden;

18 eine grafische Darstellung des Zusammenhangs von Elektrodendicke und Bearbeitungszeit;

19 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Abschätzen einer Entladungszeit in der dritten Ausführungsform;

20 ein Beispiel, in welchem die Elektrode in Querschnitte eingeteilt ist; und

21 eine Darstellung zur Erläuterung des Extrahierens von Elektroden-Formgebungscharakteristika.

Im folgenden warden die bevorzugten Ausführungsformen näher beschrieben.

Darin unterscheiden sich die Skalierungen von jeweiligen Bauteilen, um das Verständnis zu erleichtern.

ERSTE AUSFÜHRUNGSFORM

1 ist ein Blockdiagramm eines elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes 100 gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 100 weist eine Elektrode 2, einen Hauptschaft 3, der als Kopf des elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes 100 dient, eine Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 41, eine Steuerung 5, die eine Bewegung des Hauptschaftes basierend auf der mittels der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 41 festgelegten Bearbeitungszeit geeignet ansteuert und regelt, und eine Leistungsversorgung 6 auf.

Die Elektrode 2 und ein Werkstück 8 sind derart angeordnet, dass sie sich gegenüberliegen, während sie in einem Bearbeitungsbad 7 in einer Bearbeitungslösung 9 eingetaucht sind, und es wird von der Leistungsversorgung 6 ein zuvor festgelegter Strompuls an die Elektrode 2 und an das Werkstück 8 angelegt. Durch das Anlegen des Stromes tritt eine zeitweilige bzw. intermittierende Entladung bei einem Bearbeitungsspalt zwischen der Elektrode 2 und dem Werkstück 8 auf, und das Werkstück 8 wird durch die Entladung bearbeitet.

2 ist ein Blockdiagramm der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 41. Die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 41 weist folgendes auf: einen Eingabeabschnitt 11, der von einem Benutzer vorgeschriebene Spezifikationen empfängt, einen Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnitt 12, der eine Änderung im Bearbeitungsbereich berechnet, die dem Fortschritt der Entladungs-Bearbeitung nachfolgt, einen Bearbeitungsbereich-Datenabschnitt 13, der Bearbeitungstiefen und Bearbeitungsbereiche speichert, die sich für die vorgeschriebenen Spezifikationen eignen, einen Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14, der basierend auf der mittels des Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnittes 12 erzielten Änderung im Bearbeitungsbereich eine Änderung in einem Bearbeitungsvolumen berechnet, welche eine Änderung in einem von dem Werkstück 8 mittels der Entladungs-Bearbeitung entfernten Bearbeitungsmaß ist, einen Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15, der die als Bearbeitungszeit erforderliche Bearbeitungszeit anwendet, und zwar basierend auf der mittels des Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnittes 14 erzielten Änderung im Bearbeitungsvolumen und basierend auf den Bearbeitungsvorgabedaten pro Bearbeitungsmaß, einen Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16, der die Bearbeitungsvorgabedaten pro Bearbeitungsmaß speichert, die notwendig sind, um die Bearbeitungszeit in dem Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 zu berechnen, und einen Ausgabeabschnitt 17, der die mit dem Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnete Bearbeitungszeit ausgibt. Eine Anzeigevorrichtung 18, die Daten anzeigt, welche von dem Ausgabeabschnitt 17 ausgegeben werden, ist mit dem Ausgabeabschnitt 17 verbunden.

Der Bearbeitungsbereich-Datenabschnitt 13 speichert Bearbeitungstiefen und Bearbeitungsbereiche gemäß den Bearbeitungstiefen in einer beispielsweise in 3 gezeigten Datentabelle. Der Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 speichert detaillierte Bearbeitungsbedingungen und Bearbeitungsraten in Übereinstimmung mit den vorgegebenen Spezifikationen als Daten-Paare in einer beispielsweise in 4 gezeigten Datentabelle. Wie es in 4 gezeigt ist, weisen die Bearbeitungsbedingungen beispielsweise einen Bearbeitungsschaltkreis, einen Entladungsstrom, eine Leerlaufperiode und einen Oszillationsradius auf.

5 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Abschätzen der Entladungszeit unter Verwendung der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 41 in dem elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerät 100. Das Bearbeitungszeit-Abschätzverfahren durch die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 41, die wie obig erläutert aufgebaut ist, wird nun unter Hinzunahme auf das Ablaufdiagramm von 5 beschrieben.

Der Eingabeabschnitt 11 liest zuerst die vom Benutzer vorgeschriebenen Spezifikationen für die Entladungs-Bearbeitung (Schritt S101). Der Eingabeabschnitt 11 liest als die vorgeschriebenen Spezifikationen jene Daten, welche eine Elektrodenformgebung a1a, das ist eine Formgebung der Elektrode 2, die dreidimensional ausgedrückt wird, d. h. mittels eines dreidimensionalen Modells dargestellt ist, eine Werkstückformgebung a2a, das ist eine Formgebung des Werkstückes 8, die dreidimensional ausgedrückt wird, d. h. mittels eines dreidimensionalen Modells dargestellt ist, die Bearbeitungstiefe a3 und die Bearbeitungsbedingungen a4 enthalten.

Der Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnitt 12 berechnet den Bearbeitungsbereich basierend auf den mittels des Eingabeabschnittes 11 ausgelesen, vorgeschriebenen Spezifikationen (Schritt S102). Ein Bearbeitungsbereich-Berechnungsverfahren wird konkreter erläutert.

Hierbei sei angenommen, dass die dreidimensionale Elektrodenformgebung der Elektrode 2 und die dreidimensionale Werkstückformgebung des Werkstückes 8 mittels X-Y-Z-Netze bzw. X-Y-Z-Gitter ausgedrückt werden. Ein Beispiel für das Darstellen der dreidimensionalen Elektrodenformgebung mittels Netze bzw. Gitter wird erläutert, während auf die Elektrode mit einer solchen Formgebung, wie sie in 6 gezeigt ist, Bezug genommen wird.

Wie in 7 gezeigt, werden (K + 1) Querschnitte der Elektrode entsprechend Z0 bis Zk, wobei jeder Querschnitt eine bestimmte Trennweite aufweist, in einer Z-Achsenrichtung der Bearbeitungsfortschrittrichtung ausgedrückt. In bevorzugter Weise ist jeder Querschnitt jeweils bei einer erforderlichen Größengenauigkeit berechnet. Wenn jedoch die Anzahl der Einteilungen ansteigt, verursacht die Berechnung eine Ablaufverzögerung. Von daher sollte jeder Querschnittsabschnitt pro abgesetztem Betrag bzw. Maß der Elektrode oder pro etwa einem Millimeter berechnet werden.

Die Querschnittsformgebung in jeder Bearbeitungsrichtung wird in kleine Netze eingeteilt. In bevorzugter Weise ist eine Netzeinteilungsbreite pro vorgeschriebene bzw. erforderliche Größengenauigkeit berechnet. Wenn jedoch die Anzahl der Einteilungen zunimmt, bewirkt die Berechnung die Ablaufverzögerung. Von daher sollte die Querschnittsformgebung pro abgesetztem Betrag bzw. Maß der Elektrode oder pro etwa einem Millimeter berechnet werden.

Wenn die Elektrode in einer X-Achsenrichtung und einer Y-Achsenrichtung jeweils in (i + 1) und (Y + 1) eingeteilt ist, und wenn eine Positionskoordinate der grafischen Daten innerhalb der eingeteilten Netzformgebungen, wie sie beispielsweise in den 8(a) und 8(b) gezeigt werden, fällt, wird die Positionskoordinate (XD, YD, ZD) der grafischen Daten zu einer Positionskoordinate (XM, YM, ZM) der Gitterdaten, wie es in 8(b) gezeigt ist, geändert, und Information von beispielsweise "1" wird angewandt, um anzuzeigen, dass die Elektrode massiv ist. Wenn die Elektrode hohl ist, fällt die Positionskoordinate der grafischen Daten nicht in die eingeteilten Netzformgebungen. Falls dies so ist, wird Information von beispielsweise "0" angewandt, um anzuzeigen, dass die Elektrode hohl ist.

Als ein Ergebnis hiervon können Gitterdaten bei jedem eingeteilten Element von (Xn, Ym, Zl) (0 < n < i, 0 < m < j, 0 < l < k, und n, m und l sind Ganzzahlen) erzielt werden.

Demgemäss können die Elektrodenformgebung a1a der dreidimensionalen Elektrode 2 und die Werkstückformgebung a2a des dreidimensionalen Werkstückes 8 unter Verwendung der Gitterdaten dargestellt werden, und die Formgebungen der Elektrode 2 und des Werkstückes 8 können mittels dreidimensionaler Modelle ausgedrückt werden.

Als nächstes wird ein Verfahren zum Berechnen des Bearbeitungsbereiches unter Verwendung der derart erzielten Gitterdaten erläutert. 9 zeigt Ansichten, um die Bearbeitungsfortschritte zu erläutern, wie sich der Bearbeitungsbereich ändert, wenn die Bearbeitung fortschreitet. Hier sei angenommen, dass die Verarbeitung derart fortschreitet, dass das Werkstück 8 durchgegraben wird. Die positionelle Beziehung zwischen der Elektrode 2 und dem Werkstück 8 ändert sich in der Reihenfolge von 9(a)9(b)9(c). Demgemäss wird in der Reihenfolge von (a) → (b) → (c) in 9 der Bearbeitungsbereich 25 größer.

Der Bearbeitungsbereich-Datenabschnitt 13 berechnet, wie es in 3 gezeigt ist, die Bearbeitungsbereich-Daten wie folgt.

Bei den mit Netzen ausgedrückten Daten hinsichtlich der Elektrodenformgebung a1a und der Werkstückformgebung a2a wird ein Teil dichter Daten auf 1 und ein Nichtdatenteil auf 0 gesetzt. Um eine Änderung im Bearbeitungsmaß in jeder Stufe, die dem Fortschritt der Bearbeitung nachfolgt, zu erzielen, wird die Elektrodenformgebung a1a schrittweise zu einer Bearbeitungstiefe in einer Richtung des Werkstückes 8 um beispielsweise einem Millimeter pro Stück nach unten bewegt, und die Anzahl der Netze der Querschnitte in einem Abschnitt, in welchem die Elektrode 3 mit dem Werkstück 8 überlappt, wird gezählt. Dieser Ablauf wird bis herab zu einer zuvor festgelegten Bearbeitungstiefe wiederholt durchgeführt.

Der Bearbeitungsbereich kann durch die nachfolgende Beziehungsgleichung berechnet werden: Bearbeitungsbereich = (Anzahl der effektiven Netze) × (Größe von einer Seite eines Netzes) × (Größe von einer Seite eines Netzes).

Demzufolge können die Bearbeitungstiefen und die entsprechenden Bearbeitungsbereiche, wie in 3 gezeigt, berechnet werden.

Danach berechnet der Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14 ein Anfangs-Bearbeitungsmaß der Entladungs-Bearbeitung von dem Bearbeitungsbereich und der derart erzielten Bearbeitungstiefe sowie einen Oszillationsradius während der Entladungs-Bearbeitung (Schritt S103). Das Anfangs-Bearbeitungsmaß kann mittels der nachfolgenden Beziehungsgleichung berechnet werden: Anfangs-Bearbeitungsmaß = Σ((Bearbeitungstiefe für einen Schritt) × (der durch den Oszillationsradius von dem Bearbeitungsbereich vergrößerte Bereich)).

Der "mittels des Oszillationsradius von dem Bearbeitungsbereich vergrößerte Bereich" wird erklärt. Es wird ein Beispiel erläutert, in welchem eine Bodenfläche der Elektrode, d. h. eine Bearbeitungsoberfläche, die gegenüber dem Werkstück 8 liegt, im allgemeinen ein Quadrat mit einer Seite von zehn Millimeter ist, wie es in 10 gezeigt wird. Es wird ein Fall der Bearbeitung des Werkstückes 8 mit einer flachen Werkstückoberfläche unter Verwendung solch einer Elektrode 2 betrachtet. In diesem Fall entspricht die gesamte Bodenfläche der Elektrode 2 dem Bearbeitungsbereich, und der Bearbeitungsbereich 30 beträgt 10 mm × 10 mm (= 100 mm2).

Der "mittels des Oszillationsradius von dem Bearbeitungsbereich vergrößerte Bereich 32" wird in diesem Beispiel berechnet, indem der Oszillationsradius 31 von beispielsweise 0,1 mm zu einer Seite von zehn Millimeter hinzugefügt wird. Das heißt, der "mittels des Oszillationsradius von dem Bearbeitungsbereich vergrößerte Bereich 32" beträgt 10,2 mm × 10,2 mm (= 104,04 mm2).

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest die in dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 vorab als Bearbeitungsvorgabedaten gespeicherte Bearbeitungsrate pro Bearbeitungsmaß, die jede Bearbeitungsbedingung erfüllen (Schritt S104).

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnet die Bearbeitungszeit in zuvor festgelegten Bearbeitungs-Anfangsbedingungen von dem derart erzielten Anfangs-Bearbeitungsmaß, und von der von dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 ausgelesen Bearbeitungsrate (Schritt S105). Die Bearbeitungszeit kann mittels der nachfolgenden Beziehungsgleichung berechnet werden: Bearbeitungszeit = Anfangs-Bearbeitungsmaß)/Bearbeitungsrate.

Durch diese Schritte kann die Bearbeitungszeit in den Bearbeitungs-Anfangsbedingungen, die abgeschätzt werden, wenn die Bearbeitung durchgeführt wird, gemäß den vorgeschriebenen Spezifikationen berechnet werden.

Hinsichtlich End-Bearbeitungsbedingungen, die erforderlich sind, wenn die Endbearbeitung durchgeführt wird, berechnet der Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14 ähnlich zu den Anfangs-Bearbeitungsbedingungen ein End-Bearbeitungsmaß pro Bearbeitungsbedingung (Schritt 106). Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest als jene Bearbeitungsvorgabedaten, die jede End-Bearbeitungsbedingung erfüllen, die in dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 im voraus gespeicherte Bearbeitungsrate pro Bearbeitungsmaß aus (Schritt S107). Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnet die Bearbeitungszeit bei zuvor festgelegten Endbedingungen von dem derart erzielten End-Bearbeitungsmaß und von der von dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 ausgelesenen Bearbeitungsrate (Schritt S108).

Durch diese Schritte kann die Bearbeitungszeit in den End-Bearbeitungsbedingungen berechnet werden, die abgeschätzt werden, wenn die Bearbeitung gemäß den vorgeschriebenen Spezifikationen durchgeführt wird.

Letztendlich werden basierend auf diese Ergebnisse die Bearbeitungszeitabläufe bzw. Bearbeitungszeitsequenzen b1b bis bmb in den Anfangs-Bearbeitungsbedingungen zu den Endbedingungen zu dem Ausgabeabschnitt 17 gesetzt. Der Ausgabeabschnitt 17 gibt die Bearbeitungszeitabläufe b1b zu bmb zu der Anzeigevorrichtung 18 aus, wobei die Bearbeitungszeit in jeder der derart erzielten Anfangs- und Endbedingungen und die gesamte Bearbeitungszeit angezeigt werden können.

Wie soweit erläutert, drückt das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 100 die Formgebung der Elektrode 2 und die Formgebung des Werkstückes 8 mittels der dreidimensionalen Modelle aus, berechnet den Bearbeitungsbereich pro Bearbeitungstiefe und berechnet die Bearbeitungszeit.

Selbst falls sich der Bearbeitungsbereich in Übereinstimmung mit der Formgebung der Elektrode 2 ändert, wenn die Entladungs-Bearbeitung fortschreitet, kann demzufolge die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit dem Bearbeitungsstatus, d. h. in Übereinstimmung mit einer Änderung im Bearbeitungsbereich, berechnet werden.

Ferner werden die Formgebung der Elektrode 2 und die Formgebung des Werkstückes 8 mittels der dreidimensionalen Modelle ausgedrückt. Von daher können die Formgebung der Elektrode 2 und die des Werkstückes 8 als Daten genau erfasst werden, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Dadurch kann die Änderung im Bearbeitungsbereich, die dem Fortschritt der Bearbeitung nachfolgt, in Übereinstimmung mit einem tatsächlichen Bearbeitungszustand erfasst werden. Da das Bearbeitungsvolumen basierend auf dieser Änderung des Bearbeitungsbereiches erzielt wird, kann zusätzlich die Bearbeitungszeit angesichts des tatsächlichen Bearbeitungszustandes berechnet werden.

Ferner kann die Formgebung des Werkstückes 8 als die Daten genau erfasst werden, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Selbst wenn die Entladungs-Bearbeitung an solch einem Werkstück 8 ausgeführt wird, welches einer zuvor festgelegten Vorbearbeitung unterworfen war, kann von daher die Bearbeitungszeit angesichts der anfänglichen Bearbeitungsformgebung berechnet werden.

Von daher kann das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 100 genau die Bearbeitungszeit berechnen, selbst wenn die Elektrode 2 und das Werkstück 8 in der Formgebung komplex sind.

Als nächstes wird eine Abänderung des elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes 100 erläutert. In der ersten Ausführungsform werden die Daten hinsichtlich der Formgebung der Elektrode 2 und die Daten hinsichtlich der Formgebung des Werkstückes 8 als vorgeschriebene Spezifikationen in die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung eingegeben, und es werden in der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung der Bearbeitungsbereich und die Bearbeitungstiefe berechnet. Alternativ hierzu können die auf ähnliche Weise vorab erzielten Daten hinsichtlich der Änderung des Bearbeitungsbereiches und die Daten hinsichtlich der Bearbeitungstiefe, die dem Fortschritt der Bearbeitung nachfolgen, als Daten in die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung eingegeben werden.

Das heißt, die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung kann folgendes enthalten: den Eingabeabschnitt, welcher die Daten hinsichtlich der Änderung des Bearbeitungsbereiches, die dem Fortschritt der Bearbeitung nachfolgen, und die Daten hinsichtlich der Bearbeitungstiefe empfängt, den Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt, welcher das von dem Werkstück mittels der Entladungs-Bearbeitung entfernte Bearbeitungsmaß berechnet, den Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt, welcher die als Entladezeit erforderliche Bearbeitungszeit von den Daten hinsichtlich der Änderung des Bearbeitungsbereiches, die dem Fortschritt der Bearbeitung nachfolgt, und von den Daten hinsichtlich der Bearbeitungstiefe steuert, den Bearbeitungszeit-Datenabschnitt, welcher die Bearbeitungsvorgabedaten pro Bearbeitungsmaß speichert, die notwendig sind, um die Bearbeitungszeit mittels des Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnittes zu berechnen, und den Ausgabeabschnitt, welcher die mittels des Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnittes berechnete Bearbeitungszeit ausgibt.

Selbst wenn die Elektrode und das Werkstück in der Formgebung komplex sind, kann sogar mit solch einer Modifikation die Bearbeitungszeit genau abgeschätzt werden.

Ferner können neben dem Bearbeitungsbereich und der Bearbeitungstiefe jegliche Daten als jene zu den Bearbeitungszeit-Abschätzdaten eingegebenen Daten verwendet werden, solange die Daten das Bearbeitungsmaß ausdrücken können.

Gemäß der Erfindung kann die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung in einem Hauptstück des elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerät oder unabhängig vom Hauptstück, beispielsweise auf einem Arbeitsplatzrechner, vorgesehen sein.

Um darüber hinaus die Bearbeitungsmaß zu berechnen, wird zunächst der Bearbeitungsbereich berechnet, und dann wird in dieser Ausführungsform der Bearbeitungsbereich mittels des Oszillationsradius vergrößert. Alternativ hierzu braucht nicht der Bearbeitungsbereich, sondern die Bearbeitungsquerschnittsformgebung durch den Oszillationsradius vergrößert werden, und es kann der mittels des Oszillationsradius vergrößerte Bereich der Bearbeitungsquerschnittsformgebung erzielt werden. Dieses ermöglicht die Abschätzung der Bearbeitungszeit auf eine genauere Art und Weise. In diesem Fall hängt der Bearbeitungsbereich von jeder Bearbeitungsbedingung ab. Ferner können eine Reduktionsbegrenzung bzw. Verminderungsbegrenzung und ein Kontraktionsbetrag anstelle des Oszillationsradius verwendet werden. Anstelle der Eingabe der Bearbeitungstiefe kann ein NC-Programm eingegeben werden.

Obwohl ein Entladungsspalt nicht berücksichtigt wurde, wird eine genauere Abschätzung der Bearbeitungszeit möglich, wenn der Entladungsspalt berücksichtigt wird.

11 ist ein Blockdiagramm eines elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes 200 gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Um das Verständnis zu ermöglichen, werden in 11 die gleichen Bauteile, wie jene in 1, jeweils mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet, und sie werden hierin nicht detailliert erläutert.

Das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 200 weist folgendes auf: die Elektrode 2, den Hauptschaft 3, der als Kopf des elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes dient, eine Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 42, die Steuerung 5, die basierend auf einer mittels der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 42 festgelegten Bearbeitungszeit die Bewegung des Hauptschaftes geeignet ansteuert und regelt, und die Leistungsversorgung 6. Das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 200 weist als Elektrode eine Elektrode von einer Elektrodenformgebung a1a, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird, und eine Elektrode von einer Elektrodenformgebung a1aa auf, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird. Das Gerät 200 führt die elektrische Entladungs-Bearbeitung unter Verwendung der beiden Arten von Elektroden aus.

Die Elektrode 2 und ein Werkstück 8 sind gegenüberliegend angeordnet, während sie in dem Bearbeitungsbad 7 in der Bearbeitungslösung 9 eingetaucht sind, und es wird von der Leistungsversorgung 6 ein zuvor festgelegter Strompuls an die Elektrode 2 und an das Werkstück 8 angelegt. Durch das Anlegen des Stromes tritt eine unterbrochene bzw. intermittierende Entladung in dem Bearbeitungsspalt zwischen der Elektrode 2 und dem Werkstück 8 auf, und das Werkstück 8 wird mittels der Entladung bearbeitet.

12 ist ein Blockdiagramm der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 42. Die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 42 weist folgendes auf: den Eingabeabschnitt 11, welcher von dem Benutzer vorgeschriebene Spezifikationen empfängt, den Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnitt 12, welcher eine Änderung hinsichtlich des Bearbeitungsbereiches, die dem Fortschreiten der Entladungs-Bearbeitung nachfolgt, steuert, den Bearbeitungsbereich-Datenabschnitt 13, welcher Bearbeitungstiefen und Bearbeitungsbereiche in Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen Spezifikationen in Daten-Paaren speichert, den Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14, welcher basierend auf der mittels des Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnittes 12 erzielten Änderung im Bearbeitungsbereich eine Änderung hinsichtlich des Bearbeitungsvolumens berechnet, das ist eine Änderung in einem von dem Werkstück 8 durch die Entladungs-Bearbeitung entfernten Bearbeitungsmaß, den Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15, welcher die als Entladezeit erforderliche Bearbeitungszeit basierend auf der mittels des Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnittes 14 und der Bearbeitungsvorgabedaten pro Bearbeitungsmaß erzielten Änderung im Bearbeitungsvolumen steuert, den Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16, welcher die Bearbeitungsvorgabedaten pro Bearbeitungsmaß speichert, die notwendig sind, um die Bearbeitungszeit in dem Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 zu berechnen, und den Ausgabeabschnitt 17, der die mittels dem Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnete Bearbeitungszeit ausgibt. Die Anzeigevorrichtung 18, die Daten anzeigt, welche von dem Ausgabeabschnitt 17 ausgegeben werden, ist mit dem Ausgabeabschnitt 17 verbunden.

Der Bearbeitungsbereich-Datenabschnitt 13 speichert Bearbeitungstiefen und Bearbeitungsbereiche entsprechend der Bearbeitungstiefen in der in beispielsweise 3 gezeigten Datentabelle. Der Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 speichert detaillierte Bearbeitungsbedingungen und Bearbeitungsraten in Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen Spezifikationen in Daten-Paaren in der beispielsweise in 4 gezeigten Datentabelle.

13 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Abschätzen der Entladungszeit in der zweiten Ausführungsform.

Der Eingabeabschnitt 11 liest zunächst die zuerst vorgeschriebenen Spezifikationen des Benutzers für die Entladungs-Bearbeitung (Schritt S201). Der Eingabeabschnitt 11 liest als die zuerst vorgeschriebenen Spezifikationen die Elektrodenformgebung a1a, das ist die Formgebung der Elektrode 2, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird, die Werkstückformgebung a2a, das ist die Formgebung des Werkstückes 8, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird, die Bearbeitungstiefe a3 und die Bearbeitungsbedingungen a4.

Ähnlich zur ersten Ausführungsform berechnet der Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnitt 12 den Bearbeitungsbereich basierend auf den mittels des Eingabeabschnittes 11 gelesenen, zuerst vorgeschriebenen Spezifikationen (Schritt S202).

Ähnlich zur ersten Ausführungsform berechnet der Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14 das Anfangs-Bearbeitungsmaß der Entladungs-Bearbeitung von dem Bearbeitungsbereich und von der derart erzielten Bearbeitungstiefe sowie von dem Oszillationsradius während der Entladungs-Bearbeitung (Schritt S203).

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest die Bearbeitungsrate pro Bearbeitungsmaß, die in dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 vorab als jene Bearbeitungsvorgabedaten gespeichert sind, die jede Bearbeitungsbedingung erfüllen (Schritt S204).

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnet die Bearbeitungszeit in zuvor festgelegten Bearbeitungs-Anfangsbedingungen von dem derart erzielten Anfangs-Bearbeitungsmaß und von der von dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 ausgelesenen Bearbeitungsrate (Schritt S205).

Hinsichtlich End-Bearbeitungsbedingungen, die erforderlich sind, wenn die Endbearbeitung durchgeführt wird, berechnet der Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14 ähnlich zu den Anfangs-Bearbeitungsbedingungen das Endbearbeitungsmaß pro Bearbeitungsbedingung (Schritt S206). Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest als jene Bearbeitungsratendaten, die jede End-Bearbeitungsbedingung erfüllen, die in dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 vorab gespeicherte Bearbeitungsrate pro Bearbeitungsmaß (Schritt S207). Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnet die Bearbeitungszeit in zuvor festgelegten Endbedingungen von dem derart erzielten End-Bearbeitungsmaß und von der von dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 ausgelesenen Bearbeitungsrate (Schritt S208).

Durch diese Schritte kann die Bearbeitungszeit in den End-Bearbeitungsbedingungen, die abgeschätzt werden, wenn die Bearbeitung ausgeführt ist, gemäß den ersten vorgeschriebenen Spezifikationen berechnet werden.

Basierend auf diesen Ergebnissen werden die Bearbeitungszeitabläufe bzw. Bearbeitungszeitsequenzen b1b bis bmb in den Anfangs-Bearbeitungsbedingungen zu den End-Bedingungen zu dem Ausgabeabschnitt 17 gesetzt. Ferner wird die Formgebung des Werkstückes 8, nachdem es unter Verwendung der Elektrode mit der Elektrodenformgebung a1a bearbeitet wurde, bei a2aa gesetzt und in einem in dem Ausgabeabschnitt 17 vorgesehenen Speicher gespeichert.

Der Eingabeabschnitt 11 liest die anderen, zweiten vorgeschriebenen Spezifikationen des Benutzers für die Endladungsbearbeitung aus (Schritt S202). Der Eingabeabschnitt 11 liest als die zweiten vorgeschriebenen Spezifikationen die Elektrodenformgebung a1aa, das ist die Formgebung der Elektrode 2, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird, die Werkstückformgebung a2a, das ist die Formgebung des Werkstückes 8, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird, die Bearbeitungstiefe a3aa und die Bearbeitungsbedingungen a4aa aus. Diese Schritte der Prozeduren (Schritt S201) bis (Schritt S209) werden wiederholt, wodurch die Bearbeitungszeit in den Bearbeitungs-Anfangsbedingungen zu den Endbedingungen berechnet wird.

Durch diese Schritte kann die Bearbeitungszeit unter den End-Bearbeitungsbedingungen, die abgeschätzt werden, wenn die Bearbeitung in Übereinstimmung mit den beiden Arten der zweiten, verschiedenen vorgeschriebenen Spezifikationen durchgeführt wird, d. h. die Bearbeitung unter Verwendung der beiden Arten von verschiedenen Elektroden 2 ausgeführt wird, berechnet werden.

Letztendlich werden basierend auf diese Ergebnisse die Bearbeitungszeitabläufe b1bb bis bmbb in den Bearbeitungs-Anfangsbedingungen zu den End-Bearbeitungsbedingungen berechnet und zu dem Ausgabeabschnitt 17 gesetzt. Der Ausgabeabschnitt 17 gibt die Bearbeitungszeitabläufe b1bb bis bmbb und die zuerst berechneten Bearbeitungszeitabläufe b1b bis bmb zu dem Anzeigeabschnitt 18 aus, wodurch die Bearbeitungszeit in jedem der derart erzielten Anfangs- und End-Bedingungen und die gesamte Berbeitungszeit angezeigt werden können.

Wie soweit erläutert, drückt das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 200 die Formgebungen der Elektroden 2 und die Formgebung des Werkstückes 8 mittels der dreidimensionalen Modelle aus, berechnet den Bearbeitungsbereich pro Bearbeitungstiefe und berechnet die Bearbeitungszeit.

Selbst falls sich der Bearbeitungsbereich in Übereinstimmung mit den Formgebungen der Elektroden 2 ändert, wenn die Entladungs-Bearbeitung fortschreitet, kann demzufolge die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit dem Bearbeitungsstatus, d. h. in Übereinstimmung mit einer Änderung im Bearbeitungsbereich, berechnet werden.

Ferner werden die Formgebungen der Elektroden 2 und die Formgebung des Werkstückes 8 mittels der dreidimensionalen Modelle ausgedrückt. Von daher können die Formgebungen der Elektroden 2 und die des Werkstückes 8 als Daten genau erfasst werden, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Von daher kann die Änderung im Bearbeitungsbereich, die dem Fortschritt der Bearbeitung nachfolgt, genau in Übereinstimmung mit einem tatsächlichen Bearbeitungszustand erfasst werden. Da zusätzlich das Bearbeitungsvolumen basierend auf dieser Änderung des Bearbeitungsbereiches erzielt wird, kann die Bearbeitungszeit angesichts des tatsächlichen Bearbeitungszustandes berechnet werden.

Ferner kann die Formgebung des Werkstückes 8 als Daten genau erfasst werden, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Selbst wenn die Entladungs-Bearbeitung bei solch einem Werkstück 8 ausgeführt wird, welches einer bestimmten Vorbearbeitung unterworfen war, kann von daher die Bearbeitungszeit angesichts der anfänglichen Bearbeitungsformgebung berechnet werden.

Von daher kann das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 200 genau die Bearbeitungszeit abschätzen, selbst wenn die Elektroden 2 und das Werkstück 8 in der Formgebung komplex sind.

Das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 200 kann die Bearbeitungszeit berechnen, selbst wenn die Bearbeitung unter Verwendung von zwei Arten von verschiedenen Elektroden ausgeführt wird, und zwar indem zwei Arten von verschiedenen vorgeschriebenen Spezifikationen ausgelesen werden, und indem die Bearbeitungszeit berechnet wird. Selbst wenn die elektrische Entladungs-Bearbeitung unter Verwendung der verschiedenen Elektroden 2, die in der Formgebung komplex sind, ausgeführt wird, kann von daher dieses elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 200 genau die Bearbeitungszeit abschätzen.

Darüber hinaus wurde in der zweiten Ausführungsform das Beispiel des Bereitstellens von zwei Arten von vorgeschriebenen Spezifikationen erläutert. Jedoch ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Anzahl der Arten der vorgeschriebenen Spezifikationen nicht auf zwei Arten beschränkt, stattdessen können drei oder mehrere Arten von ihnen festgelegt werden. Das heißt, die Anzahl der Arten der Elektroden, die für die Entladungs-Bearbeitung verwendet werden, ist nicht auf zwei beschränkt. Selbst wenn drei oder mehrere Arten von Elektroden verwendet werden, kann die Bearbeitungszeit berechnet werden. In diesem Fall kann ähnlich zu der zweiten Ausführungsform die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit dem Bearbeitungsablaufstatus genau abgeschätzt werden. Selbst wenn die elektrische Entladungs-Bearbeitung kontinuierlich unter Verwendung einer Vielzahl von Elektroden mit verschiedenen Formgebungen ausgeführt und die endgültige Formgebung des Werkstückes ausgebildet werden, kann von daher die genaue Bearbeitungszeit abgeschätzt werden.

Obwohl ein Entladungsspalt nicht berücksichtigt wird, ist eine genaue Abschätzung der Bearbeitungszeit möglich, wenn der Entladungsspalt nicht berücksichtigt wird.

14 ist ein Blockdiagramm eines elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes 300 gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Um das Verständnis zu erleichtern, werden die gleichen Bauteile, wie die in 1, in 14 jeweils mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet, und sie werden hierin nicht detailliert erläutert.

Das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 300 weist folgendes auf: die Elektrode 2, den Hauptschaft 3, welcher als Kopf des elektrischen Entladungs-Bearbeitungsgerätes dient, eine Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 43, die Steuerung 5, welche die Bewegung des Hauptschaftes basierend auf der mittels der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 43 festgelegten Bearbeitungszeit geeignet ansteuert und regelt, und die Leistungsversorgung 6.

Die Elektrode 2 und ein Werkstück 8 sind gegenüberliegend zueinander angeordnet, während sie in dem Bearbeitungsbad 7 in der Bearbeitungslösung 9 eingetaucht sind, und der zuvor festgelegte Strompuls von der Leistungsversorgung 6 wird an die Elektrode 2 und an das Werkstück 8 angelegt. Durch das Anlegen des Stromes tritt eine intermittierende bzw. unterbrechende Entladung bei dem Bearbeitungsspalt zwischen der Elektrode 2 und dem Werkstück 8 auf, und das Werkstück 8 wird mittels der Entladung bearbeitet.

15 ist ein Blockdiagramm der Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 43. Die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 43 weist folgendes auf: den Eingabeabschnitt 11, welcher von dem Benutzer vorgeschriebene Spezifikationen empfängt, den Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnitt 12, welcher eine Änderung hinsichtlich des Bearbeitungsbereiches, die dem Fortschritt der Entladungs-Bearbeitung nachfolgt, steuert, den Bearbeitungsbereich-Datenabschnitt 13, welcher Bearbeitungstiefen und Bearbeitungsbereiche in Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen Spezifikationen in Daten-Paaren speichert, den Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14, welcher basierend auf der mittels des Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnittes 12 erzielten Änderung hinsichtlich des Bearbeitungsbereiches eine Änderung hinsichtlich des Bearbeitungsvolumens berechnet, das ist eine Änderung in einem von dem Werkstück 8 mittels der Entladungs-Bearbeitung entfernten Bearbeitungsmaß, den Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15, welcher die Bearbeitungszeit, die als Entladungszeit erforderlich ist, basierend auf der mittels des Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnittes 14 und den Bearbeitungsvorgabedaten pro Bearbeitungsmaß erzielten Änderung hinsichtlich des Bearbeitungsvolumens steuert, den Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16, welcher die Bearbeitungsvorgabedaten pro Bearbeitungsmaß speichert, die notwendig sind, um die Bearbeitungszeit in dem Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 zu berechnen, den Ausgabeabschnitt 17, welcher die mittels des Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnittes 15 berechnete Bearbeitungszeit ausgibt, und die Anzeigevorrichtung 18.

Der Bearbeitungsbereich-Datenabschnitt 13 speichert Bearbeitungstiefen und Bearbeitungsbereiche entsprechend der Bearbeitungstiefen in der beispielsweise in 3 gezeigten Datentabelle. Der Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 speichert detaillierte Bearbeitungsbedingungen und Bearbeitungsraten in Übereinstimmung mit den vorgeschriebenen Spezifikationen in Daten-Paaren in der beispielsweise in 4 gezeigten Datentabelle.

Die Bearbeitungszeit-Abschätzvorrichtung 43 weist ebenso einen Formgebungscharakteristik-Datenabschnitt 52 und einen Formgebungscharakteristik-Berechnungsabschnitt 51 auf. Der Formgebungscharakteristik-Berechnungsabschnitt 51 berechnet die Formgebungscharakteristik der Elektrode 2. Der Formgebungscharakteristik-Datenabschnitt 52 speichert die in den vorgeschriebenen Spezifikationen vorab gezeigten Formgebungscharakteristika und Formgebungscharakteristikfaktoren entsprechend den Formgebungscharakteristika in Daten-Paaren in der beispielsweise in 16 gezeigten Datentabelle.

Die Formgebungscharakteristik stellt die Charakteristik der Formgebung dar, welche die Bearbeitungsrate beeinflusst. Die 17A bis 17D sind Längsschnittansichten der Elektrode 2. Die Elektrode 2 kann verschiedene Formgebungen aufweisen, wie etwa eine Formgebung mit einem allgemein rechteckigen Längsabschnitt (17A), eine Formgebung mit einem allgemein rechtwinkligen Längsabschnitt (17B), eine Formgebung mit einem allgemein rechtwinkligen Längsabschnitt und einem konkaven Abschnitt, der in einer Bearbeitungsfläche ausgebildet ist (17C), und eine Formgebung mit einem allgemein rechtwinkligen Längsabschnitt und langen Seitenflächen (17D). Darüber hinaus ändert sich die Menge des Bearbeitungsschmutzes 61, der sich in einem Spalt zwischen der Elektrode 2 und dem Werkstück 8 ablagert, abhängig von der Formgebung der Elektrode 2, wobei die Änderung ein weiterer Faktor ist, der die Bearbeitungsrate beeinflusst.

Die Elektrodenformgebung beeinflusst die Bearbeitungsrate. 18 ist eine grafische Darstellung der Dicke der Elektrode gegenüber der Bearbeitungszeit. Sämtliche Bearbeitungsbedingungen verschieden von der Dicke der Elektrode sind die gleichen. Wie in 18 gezeigt, ändert sich die Bearbeitungsrate abhängig von der Differenz der Dicke der Elektrode, selbst wenn die anderen Bearbeitungsbedingungen die gleichen sind.

Von daher speichert der Formgebungscharakteristik-Datenabschnitt 52 die Formgebungscharakteristika während jede Formgebungscharakteristik bezeichnet wird, die die Bearbeitungsrate beeinflusst, so dass, wenn die Formgebung dadurch gekennzeichnet ist, dass "die Dicke der Elektrode 2 mm oder weniger und die Bearbeitungstiefe 5 mm oder mehr beträgt" der Formgebungscharakteristikfaktor "C1" beträgt, und so dass, wenn die Formgebung dadurch gekennzeichnet ist, dass "ein Loch rechts in der Mitte der Elektrode existiert" der Formgebungscharakteristikfaktor "C2" beträgt. Die Formgebungscharakteristikfaktoren werden als Korrekturfaktoren zum Korrigieren der Bearbeitungszeit festgelegt, um derart den jeweiligen Formgebungscharakteristika zu entsprechen. Das heißt, durch Berechnung der Bearbeitungszeit unter Verwendung des Formgebungscharakteristikfaktors ist es möglich, die Bearbeitungszeit zu berechnen, während der Einfluss der Elektrodenformgebung auf die Bearbeitungsrate berücksichtigt und korrigiert wird. Selbst wenn die Bearbeitung unter Verwendung der Elektrode der charakteristischen Elektrodenformgebung ausgeführt ist, die die Bearbeitungsrate beeinflusst, kann demgemäss eine genauere Bearbeitungszeit berechnet werden.

19 ist ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Abschätzen einer Entladungszeit in der dritten Ausführungsform.

Der Eingabeabschnitt 11 liest als erstes die vorgeschriebenen Spezifikationen des Benutzers für die Entladungs-Bearbeitung (Schritt S301). Der Eingabeabschnitt 1 liest als die vorgeschriebenen Spezifikationen die Elektrodenformgebung a1a, das ist die Formgebung der Elektrode 2, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird, die Werkstückformgebung a2a, das ist die Formgebung des Werkstückes 8, die mittels eines dreidimensionalen Modells ausgedrückt wird, die Bearbeitungstiefe a3 und die Bearbeitungsbedingungen a4.

Ähnlich zur ersten Ausführungsform berechnet der Bearbeitungsbereich-Berechnungsabschnitt 12 den Bearbeitungsbereich basierend auf den mittels dem Eingabeabschnitt 11 eingelesenen, vorgeschriebenen Spezifikationen (Schritt S302).

Der Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14 berechnet ähnlich zu der ersten Ausführungsform das Anfangs-Bearbeitungsmaß der Entladungs-Bearbeitung von dem Bearbeitungsbereich und von der derart erzielten Bearbeitungstiefe sowie von dem Oszillationsradius während der Entladungs-Bearbeitung (Schritt S303).

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest die in dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 vorab gespeicherten Bearbeitungsraten pro Bearbeitungsmaß als die Bearbeitungsvorgabedaten, die jede Bearbeitungsbedingung erfüllen (Schritt S304).

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest die mittels des Formgebungscharakteristik-Berechnungsabschnittes 51 erzielten und in dem Formgebungscharakteristik-Datenabschnitt 52 gespeicherten Formgebungscharakteristikfaktordaten (Schritt S305). Bei diesem Schritt wird die Charakteristik der Formgebung der Elektrode 2 extrahiert, und zwar basierend auf den vorab in den Eingabeabschnitt eingegebenen Daten. Die Formgebungscharakteristik entsprechend der Charakteristik der Formgebung und ein Korrekturfaktor entsprechend der Formgebungscharakteristik, d. h. der Formgebungscharakteristikfaktor, werden extrahiert.

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnet die Bearbeitungszeit in für die vorgeschriebenen Spezifikationen abgeschätzten Bearbeitungs-Anfangsbedingungen von dem Anfangs-Bearbeitungsmaß, der Bearbeitungsrate und dem Formgebungscharakteristikfaktor (Schritt S306). Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnet basierend auf dem Anfangs-Bearbeitungsmaß und der Bearbeitungsrate eine temporäre Bearbeitungszeit, und berechnet eine genaue Bearbeitungszeit, indem die temporäre Bearbeitungszeit unter Verwendung des Formgebungscharakteristikfaktors korrigiert wird. Indem der Formgebungscharakteristikfaktor verwendet wird, kann die Bearbeitungszeit berechnet werden, während der Einfluss der charakteristischen Elektrodenformgebung auf die Bearbeitungsrate berücksichtigt und korrigiert wird. Die Bearbeitungszeit in den Bearbeitungs-Anfangsbedingungen kann mittels der nachfolgenden Gleichung berechnet werden: Anfangs-Bearbeitungszeit = (temporäre Anfangs-Bearbeitungszeit) × (Formgebungscharakteristikfaktor)

Hinsichtlich der End-Bearbeitungsbedingungen, die erforderlich sind, wenn die Endbearbeitung ausgeführt wird, berechnet der Bearbeitungsmaß-Berechnungsabschnitt 14 ähnlich zu den Anfangs-Bearbeitungsbedingungen das End-Bearbeitungsmaß pro Bearbeitungsbedingung (Schritt S207). Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest als Bearbeitungsvorgabedaten, die jede End-Bearbeitungsbedingung erfüllen, die in dem Bearbeitungszeit-Datenabschnitt 16 vorab gespeicherte Bearbeitungsrate pro Bearbeitungsmaß (Schritt S308).

Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 liest die mittels des Formgebungscharakteristik-Berechnungsabschnittes 51 erzielten und in dem Formgebungscharakteristik-Datenabschnitt 52 vorab gespeicherten Formgebungscharakteristikfaktordaten (Schritt S309). Bei diesem Schritt wird basierend auf den vorab in den Eingabeabschnitt eingegebenen Daten die Charakteristik der Formgebung der Elektrode 2 extrahiert. Zusätzlich werden die Formgebungscharakteristik entsprechend der Charakteristik der Formgebung und der Korrekturfaktor entsprechend der Formgebungscharakteristik, d. h. der Formgebungscharakteristikfaktor, extrahiert.

Ferner berechnet der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 die Bearbeitungszeit in den für die vorgeschriebenen Spezifikationen abgeschätzten End-Bearbeitungsbedingungen von dem End-Bearbeitungsmaß, der Bearbeitungsrate und dem derart erzielten Formgebungscharakteristikfaktor (Schritt S306). Der Bearbeitungszeit-Berechnungsabschnitt 15 berechnet basierend auf dem Anfangs-Bearbeitungsmaß und der Bearbeitungsrate eine temporäre Bearbeitungszeit, und er berechnet eine genaue Bearbeitungszeit, indem die temporäre Bearbeitungszeit unter Verwendung des Formgebungscharakteristikfaktors korrigiert wird. Durch die Verwendung des Formgebungscharakteristikfaktors kann die Bearbeitungszeit berechnet werden, während der Einfluss der charakteristischen Elektrodenformgebung auf die Bearbeitungsrate berücksichtigt und korrigiert wird. Die Bearbeitungszeit in den Bearbeitungs-Anfangsbedingungen kann mittels der nachfolgenden Gleichung, die verwendet wird, um die Bearbeitungszeit in den Bearbeitungs-Anfangsbedingungen zu berechnen, berechnet werden.

Durch diese Schritte kann die Bearbeitungszeit in den End-Bearbeitungsbedingungen, die abgeschätzt werden, wenn die Bearbeitung gemäß den vorgeschriebenen Spezifikationen ausgeführt wird, berechnet werden.

Letztendlich werden basierend auf diesen Ergebnissen die Bearbeitungszeitabläufe b1b zu bmb in den Anfangs-Bearbeitungsbedingungen zu den Endbedingungen zu dem Ausgabeabschnitt 17 gesetzt. Der Ausgabeabschnitt 17 gibt die Bearbeitungszeitabläufe b1bb zu bmb zu dem Anzeigeabschnitt 18 aus, wodurch von daher die Bearbeitungszeit in jeder der Anfangs- und Endbedingungen erzielt und die gesamte Bearbeitungszeit angezeigt werden können.

Während 15 zeigt, dass nur eine Art einer vorgeschriebenen Spezifikation vorgesehen ist, können zwei Arten der vorgeschriebenen Spezifikationen ähnlich zu der zweiten Ausführungsform vorgesehen sein, oder es können drei oder mehrere vorgesehen sein.

Das Elektrodenformgebungsmerkmal kann mittels des nachfolgenden Verfahrens extrahiert werden. Das Verfahren des Extrahierens der Elektrodenformgebungscharakteristik wird als nächstes erläutert. Um die Elektrodenformgebungscharakteristik zu extrahieren, werden zunächst Querschnitte der Elektrode 2 in einer Richtung senkrecht zu der Bearbeitungsfortschrittrichtung extrahiert.

Wie in 20 gezeigt, werden beispielsweise Querschnitte extrahiert, die erzielt werden, indem die Elektrode 10 jeweils mittels einer zuvor festgelegten Bearbeitungstiefe in der Bearbeitungsfortschrittrichtung in zehn Querschnitte eingeteilt werden. Die Querschnittsformgebungen werden mittels X-Y-Z-Netzen bzw. X-Y-Z-Gitter ähnlich zu der ersten Ausführungsform ausgedrückt, um die Formgebung der Elektrode zu erkennen. Nachdem die Elektrodenformgebung erkannt wurde, wird die Formgebungscharakteristik der Elektrode wie folgt extrahiert.

Eine Kontur der Elektrode kann wie folgt extrahiert werden:

  • (1) Wie in 21A gezeigt, werden in den Netzen, die die Querschnittsformgebung ausdrücken, dichte Datenteile einer "1" zugeordnet, und Nicht-Datenteile werden einer "0" zugeordnet. 21A zeigt ein Beispiel, in welchem ein Loch in der Mitte ausgebildet ist.
  • (2) Teile, die sich von 0 zu 1 ändern, werden sequentiell von einem Ende gesucht, und die gesuchten Teile werden jeweils als Konturextraktions-Startpunkte festgelegt. Die Startpunkte werden jeweils von 1 zu der Konturnummer 2 geändert.
  • (3) Angrenzende Konturteile (Teile, die sich von 0 zu 1 ändern), werden gesucht, und die Daten der gesuchten Teile werden von "1" zu "2" geändert.
  • (4) Der Verfahrensschritt der Prozedur (3) wird wiederholt, bis kein nächster Konturteil vorhanden ist und Daten 2 erscheinen, wodurch die Kontur extrahiert werden kann.
  • (5) Die Konturnummer von jedem Konturteil wird auf 3 eingestellt, und die Verfahrensschritte der Prozeduren (2) bis (4) werden wiederholt ausgeführt.
  • (6) Die Verfahrensschritte der Prozeduren (1) bis (5) werden solange wiederholt, bis keine Konturextraktions-Startpunkte vorhanden sind. Die Nummer der Konturen beträgt dann "(Endkonturnummer)–1".

Dann ist es notwendig, zu unterscheiden, ob die extrahierte Kontur eine externe Kontur oder ein Loch ist. Wenn es viele externe Konturen gibt, ist die Formgebung der Elektrode beispielsweise eine Formgebung einer Mehrfachrippe. Zusätzlich gilt "die Anzahl der Konturen = die Anzahl der externen Konturen + die Anzahl der Löcher". Ob die extrahierte Kontur eine externe Kontur oder ein Loch ist, kann wie folgt ermittelt werden:

  • (1) In [i, Y-Koordinate für die Mitte der zu unterscheidenden Kontur] (i = 0, 1, 2, ...), wird i gesucht, was einer zu unterscheidenden Konturnummer entspricht. Wenn "i + 1" 0 beträgt, wird die Kontur als "externe Kontur" unterschieden, und wenn "i + 1" 0 beträgt, wird die Kontur als "Loch" unterschieden. In diesem Beispiel, wie es in 21B gezeigt ist, zeigt die Konturnummer 2 die externe Kontur, und die Konturnummer 3 das Loch.

Die Dicke der Elektrode kann mittels des nachfolgenden Verfahrens berechnet werden:

  • (1) Wie in 21C gezeigt, wird die Konturnummer von jedem Teil, deren Dicke berechnet werden muss, auf 0 geändert, und die Kontur wird erneut extrahiert.
  • (2) Der Schritt der Prozedur (1) wird wiederholt, und wenn die Kontur nicht extrahiert werden kann, kann die Dicke mittels der nachfolgenden Beziehungsgleichung berechnet werden: Dicke = (Anzahl der Wiederholungen) × 2 × (Größe von einer Seite des Gitters)

Mit diesem Verfahren kann die Formgebungscharakteristik der Elektrode 2 extrahiert werden.

Wie soweit erläutert, drückt das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 300 die Formgebung der Elektrode 2 und die Formgebung des Werkstückes 8 mittels der dreidimensionalen Modelle aus, berechnet den Bearbeitungsbereich pro Bearbeitungstiefe und berechnet die Bearbeitungszeit.

Selbst falls sich der Bearbeitungsbereich mit der Formgebung der Elektrode 2, wenn die Entladungs-Bearbeitung fortschreitet, ändert, kann demzufolge die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit dem Bearbeitungsstatus, d. h. in Übereinstimmung mit einer Änderung im Bearbeitungsbereich, berechnet werden.

Ferner werden die Formgebung der Elektrode 2 und die Formgebung des Werkstückes 8 mittels der dreidimensionalen Modelle ausgedrückt. Von daher können die Formgebung der Elektrode 2 und die des Werkstückes 8 als Daten genau bekannt sein, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Dadurch kann die Änderung im Bearbeitungsbereich, die dem Fortschreiten der Bearbeitung nachfolgt, in Übereinstimmung mit einem tatsächlichen Bearbeitungszustand genau erfasst werden. Da zusätzlich das Bearbeitungsvolumen basierend auf dieser Änderung des Bearbeitungsbereiches erzielt wird, kann die Bearbeitungszeit angesichts des tatsächlichen Bearbeitungszustandes berechnet werden.

Darüber hinaus kann die Formgebung des Werkstückes 8 als Daten genau erfasst werden, und die Daten können in der Bearbeitungszeit zum Ausdruck gebracht werden. Selbst wenn die Entladungs-Bearbeitung bei dem Werkstück 8 durchgeführt ist, welches einer zuvor festgelegten Vorbearbeitung unterworfen wurde, kann von daher die Bearbeitungszeit angesichts der anfänglichen Bearbeitungsformgebung berechnet werden.

Von daher kann das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 300 die Bearbeitungszeit, selbst wenn die Elektrode 2 und das Werkstück 8 in der Formgebung komplex sind, genau abschätzen.

Darüber hinaus extrahiert das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 300 genau die Charakteristik der Formgebung der Elektrode, wenn die Bearbeitung unter Verwendung der Elektrode 2 durchgeführt wird, führt Korrekturen in Übereinstimmung mit der extrahierten Formgebungscharakteristik aus und berechnet die Bearbeitungszeit. Als ein Ergebnis hiervon ist es möglich, genauer die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit den Charakteristika der Elektrodenformgebung zu berechnen, in welcher beispielsweise Bearbeitungsschmutz dazu neigt, während der Entladungs-Bearbeitung abgesetzt zu werden, wie es in 16 gezeigt ist, oder die Bearbeitung neigt dazu, instabil zu werden.

Selbst wenn die Bearbeitungsbedingungen dazu neigen, sich in Übereinstimmung mit der Formgebung der Elektrode 2 zu ändern, kann demzufolge das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät 300 genau die Bearbeitungszeit abschätzen.

In den obig erläuterten Ausführungsformen wurden die Fälle der Berechnung des Bearbeitungsbereiches, das sich mit dem Fortschritt der Bearbeitung ändert, der Berechnung des Bearbeitungsvolumens basierend auf der berechneten Änderung des Bearbeitungsbereiches und der Berechnung der Bearbeitungszeit erläutert. Jedoch ist das Verfahren der Berechnung des Bearbeitungsvolumens nicht auf das Verfahren basierend auf dem Bearbeitungsbereich beschränkt, und Änderungen und Modifikationen können bei dem Verfahren innerhalb des Umfanges der vorliegenden Erfindung durchgeführt werden.

Wie bereits erläutert, kann das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung die Bearbeitungszeit in Übereinstimmung mit dem Bearbeitungsstatus berechnen, selbst wenn sich der Bearbeitungsbereich mit der Formgebung der Elektrode, wenn die Entladungs-Bearbeitung fortschreitet, ändert.

Obwohl die Erfindung im Hinblick auf eine spezielle Ausführungsform für eine vollständige und klare Offenbarung beschrieben wurde, sind die beigefügten Patentansprüche nicht derart beschränkt, stattdessen sind sie als Verkörperung sämtlicher Abänderungen und alternativer Ausführungen ausgelegt, die für einen Fachmann ersichtlich sein können, welche gänzlich innerhalb die hierin ausgeführte Lehre fallen.

INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT

Das elektrische Entladungs-Bearbeitungsgerät gemäß der vorliegenden Erfindung ist bei der Abschätzung der Bearbeitungszeit der Bearbeitung unter Verwendung der Elektrode von dreidimensionaler komplexer Formgebung wirksam, im einzelnen bei der Abschätzung der Bearbeitungszeit in Bedingungen, in welchen ein Entladungszustand dazu neigt, sich während der Bearbeitung zu ändern, weil nicht nur die Elektrode, sondern auch das Werkstück vorbearbeitet sind, und weil sowohl die Elektrode als auch das Werkstück eine komplexe Formgebung aufweisen.