Title:
Internetunterstütztes mobiles Telefonieren
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zur Durchführung internetunterstützten mobilen Telefonierens aufweisend:
Übermitteln einer Anforderung von einer Mobilstation (102) an ein Gatewayfunkgerät, welches an einem drahtlosen Fernzugriffserver (118) lokalisiert ist, um eine Kommunikationsverbindung zu etablieren, beinhaltend die Übermittlung eines Zielidentifikators eines Ziels, wobei die Übermittlung über eine Luftschnittstelle eines drahtloses Kommunikationssystems (109) ausgeführt wird, das eine drahtlose Kommunikationsabdeckung im Gebiet sowohl der Mobilstation (102) als auch des Fernzugriffservers (118) bereitstellt (212);
Kontaktieren des Ziels über eine Internetverbindungssitzung, welche durch den drahtlosen Fernzugriffserver (118) ausgeführt wird (214, 216, 314, 316):
Zuweisen eines Proxyfunkgeräts (122), welches an einem drahtlosen Fernzugriffserver (118) lokalisiert ist, auf eine Antwort des Zieles hin, zur Erleichterung der Kommunikation zwischen der Mobilstation (102) und dem Ziel, wobei das Proxyfunkgerät (122) einen Proxyfunkgerätidentifikator aufweist (230, 318);
Übermitteln des Proxyfunkgerätidentifikators an die Mobilstation (102) über das drahtlose Kommunikationssystem (109) (232; 320); und
Beginnen der Kommunikation zwischen der Mobilstation (102) und...




Inventors:
BOYD RALPH WARREN (US)
RIVERA JAVIER R (US)
DORAN PATRICK J (US)
Application Number:
DE10393399
Publication Date:
10/16/2008
Filing Date:
09/26/2003
Assignee:
MOTOROLA INC (US)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10035616A1N/A2001-03-29



Foreign References:
EP09878702000-03-22
WO2001031939A22001-05-03
WO2001003392A12001-01-11
Attorney, Agent or Firm:
Kuhnen & Wacker Patent- und Rechtsanwaltsbüro (Freising)
Claims:
1. Verfahren zur Durchführung internetunterstützten mobilen Telefonierens aufweisend:
Übermitteln einer Anforderung von einer Mobilstation (102) an ein Gatewayfunkgerät, welches an einem drahtlosen Fernzugriffserver (118) lokalisiert ist, um eine Kommunikationsverbindung zu etablieren, beinhaltend die Übermittlung eines Zielidentifikators eines Ziels, wobei die Übermittlung über eine Luftschnittstelle eines drahtloses Kommunikationssystems (109) ausgeführt wird, das eine drahtlose Kommunikationsabdeckung im Gebiet sowohl der Mobilstation (102) als auch des Fernzugriffservers (118) bereitstellt (212);
Kontaktieren des Ziels über eine Internetverbindungssitzung, welche durch den drahtlosen Fernzugriffserver (118) ausgeführt wird (214, 216, 314, 316):
Zuweisen eines Proxyfunkgeräts (122), welches an einem drahtlosen Fernzugriffserver (118) lokalisiert ist, auf eine Antwort des Zieles hin, zur Erleichterung der Kommunikation zwischen der Mobilstation (102) und dem Ziel, wobei das Proxyfunkgerät (122) einen Proxyfunkgerätidentifikator aufweist (230, 318);
Übermitteln des Proxyfunkgerätidentifikators an die Mobilstation (102) über das drahtlose Kommunikationssystem (109) (232; 320); und
Beginnen der Kommunikation zwischen der Mobilstation (102) und dem Ziel über das Proxyfunkgerät (122) (234, 322).

2. Verfahren zur Durchführung internetunterstützten mobilen Telefonierens nach Anspruch 1, wobei der Schritt zur Kontaktierung des Ziels über die Internetverbindungssitzung die Kontaktierung eines Computers (104) aufweist, welcher mit dem Internet (108) verbunden ist, der eine Funkgerätemulierungs-Clientsoftware zur Vereinfachung der Kommunikation aufweist.

3. Verfahren zur Durchführung internetunterstützten mobilen Telefonierens nach Anspruch 1, wobei der drahtlose Fernzugriffserver ein erster drahtloser Fernzugriffserver (118) ist, wobei die Mobilstation eine erste Mobilstation (102) ist, welche in einer ersten Dienstregion mit dem ersten drahtlosen Fernzugriffserver (118) lokalisiert ist, wobei der Schritt der Kontaktierung des Ziels über die Internetverbindungssitzung die Kontaktierung eines zweiten drahtlosen Fernzugriffservers (134) aufweist, der in einer zweiten Dienstregion, lokalisiert ist, mit dem Identifikator einer zweiten Mobilstation (106), welche in der zweiten Dienstregion lokalisiert ist.

4. Verfahren zur Durchführung internetunterstützten mobilen Telefonierens nach Anspruch 1, wobei der drahtlose Fernzugriffserver ein erster drahtloser Fernzugriffserver (118) ist, und wobei die Mobilstation eine erste Mobilstation (102) zur Verwendung mit einem ersten drahtlosen Kommunikationssystem (109) ist, wobei der erste drahtlose Fernzugriffserver (118) in der Dienstregion des ersten drahtlosen Kommunikationssystems (109) lokalisiert ist, wobei der Schritt der Kontaktierung des Ziels über die Internetverbindungssitzung die Kontaktierung eines zweiten drahtlosen Fernzugriffservers (134) aufweist, der in einer Dienstregion eines zweiten drahtlosen Kommunikationssystems (136) lokalisiert ist, mit der Verwendung des Identifikators einer zweiten Mobilstation (106) zur Verwendung in einem zweiten drahtlosen Kommunikationssystem (136).

5. Verfahren zur Durchführung internetunterstützten mobilen Telefonierens in einem drahtlosen Fernzugriffserver (WRAS) (308) aufweisend:
Empfangen einer Anforderung zur Etablierung einer Kommunikationsverbindung von einer initiierenden Mobilstation (302) am WRAS (308), wobei die Anforderung einen Zielidentifikator eines Ziels (310) enthält, wobei die Anforderung über eine Luftschnittstelle eines drahtloses Kommunikationssystems (109) empfangen wird, das eine drahtlose Kommunikationsdienstabdeckung in einem Gebiet sowohl der initiierenden Mobilstation (302), als auch des WRAS (308) bereitstellt, wobei der Zielidentifikator eine Netzwerkadresse enthält, wobei der WRAS (308) als Teilnehmer des drahtlosen Kommunikationssystems (109), der mit dem drahtlosen Kommunikationssytem (109) kommuniziert, betrieben wird, und wobei das Empfangen der Anforderungen durch ein Gatewayfunkgerät (120) des WRAS durchgeführt wird (314);
Etablieren einer Kommunikationssitzung mit einer Netzwerkeinheit, welche mit einem Informationsnetzwerk verbunden ist und die Netzwerkadresse verwendet, wobei der WRAS funktionell mit dem Informationsnetzwerk verbunden ist (314);
Weiterleiten der Anforderung an die Netzwerkeinheit, was durch den WRAS durchgeführt wird (316);
Empfangen einer Gewährungsnachricht von der Netzwerkeinheit durch den WRAS (318);
Übermitteln einer Beginnachricht an die initiierende Mobilstation (320); und
Beginnen eines Anrufs, wodurch die initiierende Mobilstation (302) mit der Netzwerkeinheit über eine Verbindung, welche durch das drahtlose Kommunikationssystem (109) und durch den WRAS (308) ausgebildet wird, kommuniziert, wobei das Beginnen des Anrufs durch ein Proxyfunkgerät (122) des WRAS durchgeführt wird (322).

Description:
TECHNISCHES FELD

Diese Erfindung betrifft drahtlose Kommunikationssysteme im Allgemeinen, und insbesondere die Verbindung drahtloser Kommunikationssysteme mit einer Netzwerkumgebung, beispielsweise dem Internet, um Sprachsignale über derartige Netzwerke zu transportieren.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Drahtlose Kommunikationssyssteme werden in praktisch allen Ballungsgebieten der Welt eingesetzt. Gleichermaßen hat der Zugang zum Internet an Popularität gewonnen. Jedes dieser Systeme erleichtert die Kommunikation zwischen Nutzern gleicher Systeme, jedoch gab es eine Art Barriere bei der Sprachkommunikation zwischen Nutzern eines Systems mit Nutzern des anderen Systems. Sprachkommunikation über das öffentliche Internet ist mittlerweile verfügbar und wird einigermaßen weit reichend praktiziert bzw. angewendet.

Ein hauptsächliches Hindernis bei der Verbindung der beiden Systeme zur Erleichterung der Sprachkommunikation zwischen Nutzern des einen Systems und Nutzern eines anderen Systems ist der Unterschied in der Art der Übertragung der Sprachdaten. Bei herkömmlicher Telefonkommunikation werden Sprachsignale auf einen Frequenzbereich von etwa 4 KHz beschränkt, dann digitalisiert und unter Verwendung der Pulscodemodulation („pulse code modulation", PCM) kodiert. Dadurch wird ein Datenstrom erzeugt, der beispielsweise über ein öffentliches Fernsprechwählnetz von einem Punkt zu einem anderen Punkt übertragen werden kann. Bei digitalen drahtlosen Systemen werden aggressivere Kompressionskodierungsschemata, wie beispielsweise VSELP ("vector sum excited linear predictive coding", VSELP) angewendet.

Mobile Drahtlossysteme können bereits mit öffentlichen Fernsprechwählnetzen verbunden werden, so daß eine Konvertierung bzw. Umwandlung der Kompression, die sowohl zum Transport des drahtlosen Signals zur PCM, als auch in umgekehrte Richtung verwendet wird, bereits Anwendung findet. Die Ausführung lokaler Anrufe bzw. Ortsgespräche mit drahtlosen Telephonen verursacht üblicherweise lediglich eine Airtime Gebühr, und die meisten Gespräche über eine große Distanz bzw. Ferngespräche verursachen immer noch eine Ferngesprächsgebühr. Die Verwendung so genannter Voice over IP Telephonsoftware, welche dazu verwendet wird, um zwei Internetnutzer zur Sprachkommunikation zu verbinden, umgeht derartige Ferngesprächsgebühren, drahtlose Telephone haben jedoch keine derartige Möglichkeit. Daher besteht ein Bedarf, daß Nutzer drahtloser und mobiler Kommunikationsgeräte mit anderen entfernten Nutzern über das Internet verbunden werden können.

Weiterer Stand der Technik findet sich in der DE 100 35 616 A1, WO 01/03392 A1, EP 0 987 870 A1 und WO 01/31939 A2.

DE 100 35 616 A1 befasst sich mit einem Verfahren zum Aufbau einer Kommunikation mittels eines Netzes vom Typ Internet und eine dazugehörige Vorrichtung. Dabei wird zur Reduzierung der Kosten und zur Verbesserung der Qualität einer Verbindung bei einer Sprach- oder Datenkommunikation zwischen einem Anrufer und einem Angerufenen über ein Internet-Netz eine Kommunikationsverbindung direkt vom Mobiltelefonnetz ausgehend zum Internet hin mittels eines zweiten Mobiltelefons aufgebaut, das einerseits mit dem Mobiltelefonnetz und andererseits mit dem Internet-Netz verbunden ist. Die Kosten einer Kommunikation ergeben sich daher aus dem Kosten für die Verwendung des verwendeten Mobilnetzes, mit dem der Anrufer verbunden ist, und den Kosten für den Zugang zum Internet.

Aus der WO 01/03392 A1 ist ein Gatewaygerät bekannt, das ein Mobiltelefon mit einem Datennetzwerk, wie etwa dem Internet, zur Sprachkommunikation verbindet. Das Gatewaygerät ist dabei derartig konfiguriert, dass es eine konsistente Schnittstelle mit einem Benutzer der Sprachkommunikationseinrichtung vorsieht, unabhängig von einem Verfahren für den Benutzerzugriff auf die Gatewayvorrichtung und unabhängig von einem Zugriff auf das Datennetzwerk. Das Gatewaygerät ermöglicht einen Benutzerzugriff sowohl von drahtlosen wie drahtgebundenen Telefonen aus und sieht ein konsistentes Dienstleistungsprofil für den Benutzer vor, unabhängig von dem Ort des Benutzers zum Zeitpunkt des Zugriffs. Die Gatewayvorrichtung sieht eine Dienstleistung vor, wie etwa herkömmliches „Voice over the Internet" (VOIP), die es dem Benutzer ermöglicht, Telefonanrufe zu anderen VOIP-Benutzern oder anderen herkömmlichen Telefondienstleistungsnutzern durchzuführen oder zu empfangen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann der Benutzer eine tragbare Gatewayvorrichtung, wie etwa einen Laptop verwenden, um Zugriff auf das Datennetzwerk zu erhalten oder kann eine öffentlich verfügbare Mehrbenutzer-Gatewayvorrichtung verwenden, wie sie beispielsweise in Flughäfen, Hotels, Zügen und Busstationen oder auch Transportfahrzeugen wie Flugzeugen, Zügen, Automobilen usw. vorhanden sind. Nach dem Zugriff wird das User-Dienstleistungsprofil einschließlich der Kurzwahlnummern und dergleichen dem Benutzer über die Gatewayvorrichtung, die momentan benutzt wird, zur Verfügung gestellt.

EP 0 987 870 A1 offenbart eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Anrufen von drahtlosen Anschlüssen eines Kommunikationsnetzwerks. Dabei wird ein System offenbart, das Sprachkommunikation außerhalb eines LAN-Telefonnetzwerkes mittels einer drahtlosen Schnittstelle ermöglicht, die aus einem herkömmlichen bzw. standardmäßigen drahtlosen Telefon, wie einem Mobilfunktelefon, und einem Adapter gebildet wird. Der Adapter ist dabei so konfiguriert, dass er eine Schnittstelle für das herkömmliche drahtlose Telefon zudem Kommunikationsnetzwerk darstellt, so dass das drahtlose Telefon als ein drahtloser Anschluss verwendet werden kann. Insbesondere kann dabei ein Netzwerkbenutzer einen Anruf, der für jemanden außerhalb des Netzwerkes gedacht ist, initiieren, und der Anruf wird zu einer Destination über das drahtlose Telefonnetzwerk mittels des drahtlosen Telefons geroutet. Das Netzwerk und der Adapter kommunizieren miteinander unter Verwendung von standardmäßigen Netzwerksignalisierungsprotokollen. In ähnlicher Weise wird die Kommunikation zwischen dem Adapter und dem drahtlosen Telefon durchgeführt, wobei bekannte Mobilfunksignalisierungsprotokolle verwendet werden. Der Adapter dient als ein Protokollwandler, um zwischen der Netzwerksignalisierung und der drahtlosen Telefonsignalisierung zu vermitteln bzw. zu übersetzen.

Schließlich offenbart die WO 01/31939 A2 ein System und ein Verfahren zum Vorsehen einer drahtlosen Telefonie über ein paketvermittelndes Netzwerk (packet-switched network). Dabei wird ein System und ein Verfahren zum Vorsehen eines integrierten drahtlosen Telekommunikationsnetzwerks einschließlich eines Mobilfunknetzwerks und eines paketvermittelten Netzwerks vorgesehen. Der Mobilfunknetzwerkabschnitt bzw. der Zellen-Netzwerkabschnitt sieht die herkömmliche Mobilkommunikationsfunktionalität für Mobilfunkteilnehmer vor. Der Abschnitt des paket-vermittelnden Netzwerks wird zum transportieren des Nachrichtenverkehrs verwendet, wobei der Nachrichtenverkehr Verkehr aufweisen kann, der sich aus einem Mobilfunkteilnehmer herrührt, einen Verkehr der für einen Mobilfunkteilnehmer gedacht ist, oder beides. Das Netzwerk enthält ein Gateway, das zwischen den Zellennetzwerkabschnitt und dem Paket-vermittelten Netzwerkabschnitt zum Vorsehen eines Kommunikationspfades dazwischen angeordnet ist. Ein Zwischenarbeits-Interface-Modul ist zwischen den Zellen-Netzwerkabschnitt und dem paket-vermittelten Netzwerkabschnitt vorgesehen. Das Schnittstellenmodul weist vorzugsweise ein Mobility-Gateway und einen IP-Client (oder Proxy) auf, wobei das Mobility-Gateway Mobility-Managementinformation und die Übersetzung der Steuersignalinformation zwischen dem Zellennetzwerkabschnitt und dem paket-vermittelnder Netzwerkabschnitt verarbeitet. Der IP-Client verarbeitet den Kommunikationsverkehr mit einem oder mehreren asoziierten Servern, die in dem PSN angeordnet sind, hinsichtlich z. B. Mobility-Management/Sicherheit/Authentifizierung und Teilnehmerdienstleistungen der Mobilfunkteilnehmer.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 zeigt ein Blockschaltbild eines Kommunikationssystems zur Sprache-über-Internet Kommunikation;

2 zeigt ein Signalflußbild des erforderlichen Signalflusses bei der Etablierung internetunterstützten mobilen Telefonierens in Übereinstimmung mit der Erfindung; und

3 zeigt ein Signalflußbild, das ein Verfahren zur Etablierung internetunterstützten mobilen Telefonierens in Übereinstimmung mit der Erfindung darstellt.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN

Obwohl die Beschreibung mit Ansprüchen abschließt, welche die Merkmale der Erfindung definieren, die als neu angesehen werden, wird angenommen, daß die Erfindung durch eine Berücksichtigung der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen, bei welchen gleiche Bezugszeichen fortgeführt werden, besser verstanden wird.

Die Erfindung löst das Problem durch die Verwendung eines drahtlosen Fernzugriffservers („wireless remote access server", WRAS). Ein WRAS weist ein Gatewayfunkgerät sowie verschiedene Proxyfunkgeräte auf, welche mit der lokalen Drahtlosdienst-Infrastrukturausrüstung auf gleiche Weise kommunizieren, wie herkömmliche Teilnehmereinheiten. Dies ermöglicht es anderen Teilnehmereinheiten, auf die gleiche Weise mit den WRAS Funkgeräten zu kommunizieren, wie es eine Person kann, die ein Mobiltelefon verwendet, um eine andere Person, die ein anderes Mobiltelefon verwendet, anzurufen. Die im WRAS verwendeten Funkgeräte sind jedoch dafür ausgelegt, um Daten zu einem Router im WRAS zu routen, der mit dem Internet verbunden ist. Der Router sendet die Sprachdaten an das Zielgerät, beispielsweise einen PC, und kann außerdem Sprachdaten vom Zielgerät empfangen, und diese an ein Proxyfunkgerät routen, welches die Information über die Drahtlosdienst-Infrastruktur an den Teilnehmer überträgt. Ebenso erzeugen verschiedene Variationen dieses Verfahren ähnliche Ergebnisse.

Nachfolgend wird auf 1 Bezug genommen, welche eine Blockdiagramm eines Kommunikationssystems 100 zur Erleichterung der Sprache-über-Internet Kommunikation zwischen dem Nutzer eines Kommunikationsgerätes und einer zweiten Partei zeigt. Das System erlaubt es dem Nutzer eines tragbaren Kommunikationsgeräts oder einer Mobilstation 102, mit dem Nutzer eines Computers 104 oder einer anderen Mobilstation 106 mittels dem Internet 108 oder einem ähnlichen Netzwerk zu sprechen. Wie im Stand der Technik wohl praktiziert, kommuniziert die Mobilstation mit einem festen Ausrüstungsnetzwerk 109, das eine Basisstation 110 beinhaltet. Das feste Ausrüstungsnetzwerk wird von einem Dienstanbieter für drahtlose Kommunikationsdienste betrieben und stellt Teilnehmern, beispielsweise der Mobilstation 102, den drahtlosen Kommunikationsdienst zur Verfügung. Eine Basisstation etabliert eine Dienstzelle in der Umgebung der Basisstation, und Mobilstationen innerhalb dieses Dienstbereichs bzw. dieser Dienstzelle kommunizieren mit der Basisstation über eine Luftschnittstelle. Wenn sich die Mobilstation in einen anderen, angrenzenden Dienstbereich bewegt, wird die Schnittstelle der Mobilstation zur Basisstation, welche dem neuen Dienstbereich bedient, übergeben. Die Basisstationen sind funktionell mit einem zentralen Betriebsamt 112 (central Operation Office) verbunden. Das zentrale Betriebsamt weist eine verschiedenartige und gut bekannte Telekommunikationsausrüstung auf, beispielsweise ein Home Location Register bzw. ein Heimatregister, ein Visitor Location Register bzw. Besucherregister, sowie ein mobiles Schaltzentrum zur Verbindung eines Nutzers einer drahtlosen Mobilstation mit dem öffentlichen Fernsprechwählnetz („public switched telephone network", PSTN) 114, sowie zur Etablierung von Anrufen zwischen Mobilstationen. Bei derartigen drahtlosen Kommunikationssystemen ist bekannt bzw. offensichtlich, daß der Nutzer einer ersten Mobilstation in einem ersten Dienstbereich, einem, der von Basisstation 110 etabliert wurde, mit einem anderen Nutzer in einem zweiten Dienstbereich, der von einer zweiten Basisstation 116 etabliert wurde, kommunizieren kann.

Um die Kommunikation zwischen einem Nutzer einer Mobilstation und einem Internetkunden (internet client) zu erleichtern, stellt die Erfindung einen drahtlosen Fernzugriffserver (WRAS) 118 bereit. Der WRAS ist ein Kommunikationsbearbeitungsvermittler, der sich, aus der Perspektive des drahtlosen Kommunikationssystems, wie eine Mobilstation verhält, und der sich gegenüber Netzwerkeinheiten, welche mit dem Internet verbunden sind, wie viele Netzwerkeinheiten verhält. Er ist ein Schnittstellenpunkt zwischen dem drahtlosen Kommunikationssystem und dem Internet, der keine Veränderung im festen Ausrüstungsnetzwerk des Kommunikationssystems erfordert. Obwohl zahlreiche Variationen der Konfiguration eines WRAS für jene, die über entsprechendes Fachwissen verfügen, auftauchen können, weist die bevorzugte Ausführungsform eines WRAS zumindest ein Gatewayfunkgerät 120, aber vorzugsweise eine Mehrzahl von Proxyfunkgeräten auf. Das Gatewayfunkgerät und die Proxyfunkgeräte sind der Mobilstation ähnlich, die von einem gewöhnlichen Nutzer betrieben; sie hat ein ähnliches Transceiver-Design und ist in der Lage, unter Verwendung der bestimmten Luftschnittstelle der Basisstation 116 zu kommunizieren, obwohl es nicht notwendig ist, daß die Mobilstation 102 und der WRAS 118 sich in unterschiedlichen Dienstbereichen befinden. Bei der bevorzugten Ausführungsform sind das Gatewayfunkgerät und die Proxyfunkgeräte, wie die Mobilstation 102, Teilnehmer eines drahtlosen Kommunikationsdienstes, und der WRAS wird von einer dritten Partei, welche eine andere als der Anbieter für den drahtlosen Kommunikationsdienst ist, betrieben. Daher sind, sofern es das zentrale Betriebsamt 112 betrifft, sowohl das Gatewayfunkgerät, als auch die Proxyfunkgeräte normale Teilnehmermobilstationen, welche auf die gleiche Weise Systemressourcen verwenden, und wobei die Tatsache, daß es sich um das Gatewayfunkgerät sowie um Proxyfunkgeräte handelt, die als ein Teil des WRAS fungieren, bedeutungslos für das drahtlose Kommunikationssystem ist. Wie erwähnt, kann der WRAS auch von einer dritten Partei, welche eine andere als der Dienstanbieter ist, betrieben werden, wobei die dritte Partei Dienstnutzungsgebühren für jedes der Gateway- und Proxyfunkgeräte als normale Mobilstation zahlt. Im Wesentlichen sind, soweit es das feste Ausrüstungsnetzwerk des Dienstanbieters betrifft, das Gateway- sowie die Proxyfunkgeräte einfach andere Mobilstationen. Bei dieser Anordnung kann die Mobilstation 102 den WRAS auf ähnliche Weise anrufen, wie sie eine andere Mobilstation anrufen würde, und daher ist sie in der Lage, ein Sprachsignal oder Sprachinformationen an den WRAS zu senden, ebenso wie sie in der Lage ist, Sprachsignale vom WRAS durch das feste Ausrüstungsnetzwerk zu empfangen.

Innerhalb des WRAS sind sowohl das Gateway-, als auch die Proxyfunkgeräte mit einer Steuervorrichtung und einem Router 124 über ein LAN 126, oder eine äquivalente Verbindung, verbunden. Der Router ist mit dem Internet verbunden und unterstützt die Kommunikation mit anderen mit dem Internet verbundenen Geräten. Der Router bzw. die Steuervorrichtung 124 kommuniziert mit den Gateway- und Proxyfunkgeräten, die Steuerung und den Dateninformationsaustausch beinhaltend. Signale, welche vom Gatewayfunkgerät oder den Proxyfunkgeräten über die Luftschnittstelle empfangen werden, werden an die Steuervorrichtung weitergeleitet. Gleichermaßen kann die Steuervorrichtung Informationen und Signale sowohl an das Gatewayfunkgerät, als auch an die Proxyfunkgeräte weiterleiten oder übermitteln, so daß diese mittels des festen Ausrüstungsnetzwerks über die Luftschnittstelle an die Mobilstation übertragen werden können.

Der Drahtlosdienstanbieter kann auch eine direkte Internetverbindungsfähigkeit für die Mobilstationen über ein mobiles Datengateway (MDG) 128 bereitstellen, welches das feste Ausrüstungsnetzwerk 109 mit dem Internet verbindet. Das MDG erleichtert die Packetdatenkommunikation, und erlaubt einer Mobilstation mit Servern und Clients über das Internet zu handeln (transact). Diese Verbindung kann auch verwendet werden, um die Kommunikation mit dem WRAS zu ergänzen oder zu unterstützen, wie nachfolgend beschrieben wird.

Eine erste Ausführungsform der Erfindung erlaubt es dem Nutzer einer Mobilstation 102 mit dem Nutzer eines PCs 104 zu kommunizieren. Der PC ist mir einem Virtuelle-Mobilstation-Software-Client ausgebildet, um eine Mobilstation zu emulieren. Das bedeutet, die Software kann Daten empfangen, die über das Internet versendet wurden, beispielsweise Sprachdaten vom WRAS, die Daten dekodieren, und in ein Audiosignal konvertieren, so daß die Audioschaltung des Computers das Audiosignal für den Nutzer des Computers hörbar abspielen kann. Auf ähnliche Weise ist der Computer mit einem Mikrophone ausgebildet, so daß die Virtuelle-Mobilstation-Software das Sprachsignal des Computernutzers in ein geeignetes digitales Signal zum Transport über das Internet konvertieren kann, und die Daten an den WRAS über das Internet weiterleiten kann.

Bei der Etablierung eines Anrufs zwischen der Mobilstation 102 und dem PC 104, muß die Mobilstation zunächst mit der Rufnummer des Gatewayfunkgeräts 120 ausgebildet sein. Die Rufnummer kann beispielsweise eine Telephonnummer, oder ein privater Versandidentifikator zur Vereinfachung der Versandart. Die Mobilstation muß auch mit einem Mittel zur Identifizierung des PCs ausgebildet sein, mit welchem der Nutzer eine Verbindung herstellen möchte. Es gibt mehrere Wege, das zu tun, aber im vorliegenden Beispiel soll davon ausgegangen werden, daß der PC eine feste Internet-Protokoll (IP) Adresse hat, welche dem Nutzer der Mobilstation 102 bekannt ist, oder welche in der Mobilstation gespeichert ist. Da der Anruf kein gewöhnlicher Anruf ist, ist die Mobilstation mit einem Mittel zur Erleichterung eines Internetanrufs ausgebildet, beispielsweise einer Software zur Realisierung einer Internetanrufmodus-Nutzerschnittstelle. Diese Software kann als eine JAVA-Anwendung ausgeführt sein, so daß sie von einer dritten Partei entwickelt und bereitgestellt werden kann, beispielsweise dem Betreiber des WRAS. Bei einem Internetanrufmodus initiiert die Mobilstation einen Anruf, der sich von einem gewöhnlichen Anruf unterscheidet, wobei ein gewöhnlicher Anruf entweder ein herkömmlicher Zweiseitiger-Telephonanruf (duplex phone call) sein kann, oder ein einfacher Versandanruf. Beide Anrufsmittel enthalten Routingsignale durch das feste Ausrüstungsnetzwerk. Wenn ein Innternetanrufmodus initiiert wurde, verwendet die Mobilstation die Rufnummer des Gatewayfunkgeräts 120, und überträgt, nach Etablierung der Verbindung, die Internetidentität der Partei, mit welcher der Nutzer der Mobilstation kommunizieren möchte. Für das vorliegende Beispiel stellt die Mobilstation die IP-Adresse des PCs 104 bereit, und die IP-Adresse ist vorher bekannt. Das Gatewayfunkgerät 120 leitet die Anfrage an den Router 124 weiter, der die Anfrage über das Internet an die Internetdienstanbieter-(ISP)-ausrüstung 130 des Computernutzers weiterleitet, welcher die Informationen an den Computer 104 routet. Die Anfrage wird von der Virtuellen-Mobilstation-Software empfangen, und ein Alarm, einem Telefonklingeln entsprechend, wird erzeugt, so daß der Nutzer des PCs den Anruf annehmen kann. Wenn ein Anruf angenommen wurde, sendet die Virtuelle-Mobilstation-Software, die auf dem PC arbeitet, eine Akzeptanznachricht über das Internet an den WRAS zurück. Wenn die Akzeptanznachricht vom Computer am WRAS empfangen wird, übergibt die WRAS-Steuervorrichtung den Anruf an eines der Proxyfunkgeräte 122. Wie das Gatewayfunkgerät besitzt jedes Proxyfunkgerät seine eigene, einzigartige Rufnummer. Das Gatewayfunkgerät leitet dann die Akzeptanznachricht über das feste Ausrüstungsnetzwerk und die Luftschnittstelle zurück an die Mobilstation, und schließt die Rufnummer des jeweiligen Proxyfunkgeräts, an welches der WRAS den Anruf übergeben hat, ein. Gleichzeitig kann die WRAS-Steuervorrichtung das jeweils ausgewählte Proxyfunkgerät informieren, daß es den Anruf des Mobilstationsanrufindentifikators abwickelt. Wenn die Proxyfunkgerätrufnummer von der Mobilstation 102 empfangen worden ist, ruft die Mobilstation das Proxyfunkgerät und beginnt mit der Kommunikation. Bei der bevorzugten Ausführungsform geschieht dieser Vorgang automatisch durch die Mobilstation 102, so daß der Nutzer keine Handlung unternehmen muß, um das Proxyfunkgerät anzurufen. Diese Automatisierung kann beispielsweise durch eine JAVA-Anwendung oder ein Programm ausgeführt werden, welche auf der Mobilstation 102 ausgeführt werden.

Bei dem vorstehend diskutierten Beispiel wurde angenommen, daß der Nutzer der Mobilstation die IP-Adresse des PCs, oder etwas Entsprechendes, kannte. Häufiger ist dies jedoch nicht der Fall, da eine dynamische Adressvergabe von den Internetdienstanbietern verwendet wird. Jedes Mal, wenn der PC auf das Internet zugreift, kann eine unterschiedliche IP-Adresse vergeben werden. Um dieses Hindernis zu bewältigen kann ein Chatserver 132 verwendet werden. Der Chatserver erlaubt es Clients, sich mit einem Alias einzuloggen, und speichert die Netzwerkadresse des Clients. Durch die Speicherung der aktuellen Netzwerkadresse des Clients, können Clients aufeinander zugreifen, als ob sie das vom Nutzer verwandte Alias wüßten. Aus diesem Grund muß das Alias innerhalb der Domain, welche von Chatserver versorgt wird, einzigartig sein.

Gemäß der Erfindung ist der PC 104, wenn ein Alias-System zur Anwendung kommt, mit einem Chatclient-Anwendungsprogramm ausgebildet, das ein Virtuelles-Mobilstation-Programm einthält, das den Betrieb einer Mobilstation simuliert. Der Nutzer des PCs stellt ein Alias zur Verfügung, welches von der Chatclient-Anwendung verwendet wird, um sich am Chatserver 132 zu registrieren, so daß eine Mobilstation, beispielsweise Mobilstation 102, den Nutzer des PCs kontaktieren kann. Wenn die Mobilstation einen Anruf zum PC durch das Anrufen des Gatewayfunkgeräts initiiert, übermittelt sie das Alias, das vom PC verwendet wird, um sich am Chatserver zu registrieren, sowie die Chatserveradresse und den Domainnamen. Der WRAS routet die Anfrage an den Chatserver, welche im Gegenzug den PC kontaktiert, da er die aktuelle Netzwerkadresse des PCs kennt. Daraufhin antwortet der PC. Der Anruf kann dann im Wesentlichen wie vorstehend beschrieben beginnen, und entweder kann der Chatserver die Netzwerkadresse an den WRAS weiterleiten, um Signalinformationen direkt an den PC zu routen, oder der Anruf kann unter Verwendung des Chatservers als Vermittler beginnen.

Alternativ ist die Mobilstation 102 mit einer Chatanwendung ausgebildet, welche auf das Internet durch das mobile Datengateway 128 des drahtlosen Kommunikationssystems zugreifen kann. Die Chatanwendung kann den Anruf auf eine von mehreren Möglichkeiten initiieren. Die Chatanwendung würde zuerst den Chatserver 132 fragen, ob der Zielcomputer aktuell registriert oder eingeloggt ist, was bedeutet, daß der Chatclient des PCs Anrufe empfangen kann. Ein anderes Verfahren beinhaltet das Fragen des Chatserver nach der aktuellen Netzwerkadresse des Ziel-PCs, sowie die Verwendung dieser Netzwerkadresse zur Komplettierung des Anrufs. Das bedeutet, die Mobilstation 102 initiiert einen Anruf an das Gatewayfunkgerät des WRAS und schließt die aktuelle Netzwerkadresse des Ziel-PCs ein. Für jemanden, der über entsprechendes Fachwissen verfügt, ist offensichtlich, daß die Netzwerkadresse eine IP-Adresse sein kann, welche aktuell dem PC zugeordnet ist, oder sie kann beispielsweise eine IP-Adresse eines Gateways der ISP 130 sein, welche vom PC zusammen mit zusätzlichen Informationen verwendet wird, so daß die ISP Ausrüstung die Daten an den beabsichtigten PC routen kann.

Die Erfindung zur Durchführung internetunterstützten mobilen Telefonierens kann dazu verwendet werden, um andere Mobilstationen anzurufen. Anrufe zwischen Mobilstationen werden beispielsweise verwendet, wenn die Mobilstationen unterschiedliche Kommunikationssysteme verwenden, oder in unterschiedlichen Regionen lokalisiert sind, oder wenn beides zutrifft. Durch die Verwendung der Erfindung können Mobilstationen andere Mobilstationen überall auf der Welt anrufen, vorausgesetzt, daß ein WRAS in der Dienstregion arbeitet, in der die Mobilstation lokalisiert ist. Beispielsweise arbeitet ein zweiter WRAS 134 in der Dienstregion eines zweiten drahtlosen Kommunikationssystems 136. Der zweite WRAS entspricht im Wesentlichen dem ersten WRAS 118. Die Gateway- und Proxyfunkgeräte, welche im zweiten WRAS verwendet werden, werden an der Luftschnittstelle betrieben, welche vom zweiten drahtlosen Kommunikationssystem 136 verwendet wird. Das zweite drahtlose Kommunikationssystem kann die selbe Luftschnittstelle verwenden, wie das erste drahtlose Kommunikationssystem, oder es kann eine andere Luftschnittstelle verwenden, und von einem anderen Dienstanbieter betrieben werden.

Um einen Anruf an die zweite Mobilstation 106 zu initiieren, muß die initiierende Mobilstation 102 die Rufnummer der zweiten Mobilstation kennen, und sie muß Netzwerkinformationen, ein Netzwerkalias oder irgendwelche anderen Mittel zur Lokalisierung des zweiten WRAS über das Internet haben. Wenn die initiierende Mobilstation das Gatewayfunkgerät anruft, wird diese Information an das Gatewayfunkgerät übermittelt, welches im Gegenzug die Information an die Steuervorrichtung bzw. den Router 124 weitergibt, und die Steuervorrichtung bzw. der Router übermittelt eine Anfrage an den zweiten WRAS, einschließlich der Rufnummer der Zielmobilstation 106. Wenn die Anforderung am zweiten WRAS empfangen wird, wählt die Steuervorrichtung 124 ein Proxyfunkgerät zur Durchführung des Anrufs. Das ausgewählte Proxyfunkgerät ruft die Zielmobilstation über das zweite drahtlose Kommunikationssystem. Die Zielmobilstation kann in der gleichen Dienstzelle sein, wie der WRAS, oder sie kann in einer anderen Dienstzelle lokalisiert sein. An diesem Punkt ist vorzugsweise eine Kommunikationssitzung zwischen dem ersten und dem zweiten WRAS etabliert, so daß, wenn die Zielmobilstation den Anruf akteptiert, das Signal, das am ausgewählten Proxyfunkgerät der Zielmobilstation empfangen wird unmittelbar konvertiert bzw. umgewandelt und an den ersten WRAS geroutet werden kann, wo es erneut umgewandelt, und an die initiierende Mobilstation übermittelt wird. Der Anruf zwischen dem ausgewählten Proxyfunkgerät des zweiten WRAS und der Zielmobilstation wird auf die gleiche Weise durchgeführt, wie ein Anruf zwischen zwei Mobilstationen im zweiten drahtlosen Kommunikationssystem.

Um den Anruf von der initiierenden Mobilstation 102 unter Verwendung des WRAS zu initiieren, ist die Mobilstation mit einem Mittel zur Interaktion mit dem WRAS ausgebildet, da der WRAS bestimmte Informationen benötigt, um eine Kommunikationssitzung über das Internet mit dem beabsichtigten Ziel zu etablieren. Es gibt zwei bevorzugte Möglichkeiten zur Erlangung dieser Interaktion. Die erste bevorzugte Möglichkeit beinhaltet die Einbettung der Information in das Signal, das an das Gatewayfunkgerät übertragen wird. Normalerweise werden, wenn ein Anruf zwischen zwei Mobilstationen etabliert ist, Sprachinformationen zwischen diesen ausgetauscht. Das bedeutet, daß die Stimme des Nutzers an jedem Funkgerät digitalisiert, verarbeitet, kodiert, und in einzelnen Paketen oder Frames übermittelt wird. Wenn diese Pakete oder Frames empfangen werden, werden sie an der Zielmobilstation dekodiert, verarbeitet und in ein Audiosignal umgewandelt. Gemäß der Erfindung kann die initiierende Mobilstation jedoch Anrufinformationen an Stelle der Sprachinformationen in den Paketen unterbringen. Bei der bevorzugten Ausführungsform würden diese Anrufinformationen auf einem angeschlossenen Steuerkanal untergebracht sein, der neben dem Sprachkanal koexistiert, wodurch es möglich ist, daß der Sprachkanal aktiv bleibt, während es gleichzeitig möglich ist, daß Anrufinformationsdaten gesendet werden. Das Gatewayfunkgerät ist konzipiert, um zu erwarten, daß derartige Anrufinformationen empfangen werden, und statt diese als Sprachinformationen zu verarbeiten, extrahiert sie diese und verwendet sie, um den gewünschten, internetunterstützen Anruf zu etablieren. Gleichermaßen ersetzt es Steuerinformationen durch Sprachinformationen, wenn das Gatewayfunkgerät Informationen zurück an die initiierende Mobilstation sendet. Dadurch ist keine Veränderung am festen Ausrüstungsnetzwerk nötig, und, soweit es die Funkgeräte betrifft, so arbeiten diese wie bei einem gewöhnlichen Person-zu-Person Anruf.

Die Software, welche die Einfügung der Anrufinformationen an der Mobilstation durchführt, kann vom Hersteller der Mobilstation entweder als Standardmerkmal, oder als optionales Merkmal, bereitgestellt werden. Vorzugsweise wird die Software jedoch als portable Anwendung entwickelt, so wie beispielsweise ein Java-Applet. Da die Entwicklung bei mobilen Kommunikationsgeräten dahin geht, daß Softwareumgebungen bereitgestellt werden, in welche Anwendungen von dritten Parteien geladen und sicher ausgeführt werden können, beispielsweise eine Java-Umgebung, wird in Erwägung gezogen, daß der Betreiber des WRAS die Software entwickelt und vertreibt, die nötig ist, um die Mobilstation auf eine Weise zu betreiben, die den Anruf-Setupprozess unter Verwendung des WRAS automatisiert.

Nachfolgend wird auf 2 Bezug genommen, welche ein Signalflußbild 200 zeigt, das den erforderlichen Signalfluß zur Etablierung internetunterstützten mobilen Telefonierens veranschaulicht. Wenn ein Nutzer einer Mobilstation einen internetunterstützten Anruf zu machen wünscht, betreibt der Nutzer die Mobilstation über ihre Nutzershinttstelle, um einen internetunterstützten Anruf zu initiieren, und die Mobilstation wird dann als initiierende Mobilstation 202 bezeichnet. Die initiierende Mobilstation etabliert zuerst einen Anruf über das drahtlose Kommunikationssystem mit einem WRAS 203. Das wird durch die Übermittlung einer Anfrage 212 von der initiierenden Mobilstation an den WRAS erledigt. Die Übermittlung beinhaltet die Übermittlung eines Zielidentifikators eines Ziels. Die Übermittlung wird durch das feste Ausrüstungsnetzwerk ausgeführt, das eine drahtlose Kommunikationsabdeckung in dem Gebiet der Mobilstation und des WRAS bereitstellt. Die Anfrage wird vom WRAS empfangen, insbesondere von dem Element des WRAS das zum Empfang von Anfragen bestimmt ist. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist dieses Element das Gatewayfunkgerät 204. Der WRAS ist, über das Gatewayfunkgerät in der bevorzugten Ausführungsform, mit dem festen Ausrüstungsnetzwerk verbunden, wie jede andere Mobilstation, die an Kommunikationsdiensten teilnimmt. Das bedeutet, das feste Ausrüstungsnetzwerk des drahtlosen Kommunikationssystems etabliert eine Kommunikationsverbindung zwischen der initiierenden Mobilstation und dem WRAS, so wie es einen Anruf zwischen zwei Mobilstationen etablieren würde. Im WRAS leitet das Element, das den Anruf und die Anfragenachricht empfangt, diese Anfrage an das Element des WRAS weiter (214), das mit dem Internet verbindet und steuert den Betrieb des WRAS, wobei dieses Element in der bevorzugten Ausführungsform die Steuervorrichtung bzw. der Router 208 ist. In der bevorzugten Ausführungsform erfüllt das Gatewayfunkgerät diese Aufgabe. Der WRAS verwendet dann die Informationen in der Anfrage zur Kontaktierung des Zielgeräts 210 (216). Die Anfrageinformationen enthalten die Netzwerkadresse, die notwendig ist, um das Zielgerät zu kontaktieren, wobei diese Adresse eine IP-Adresse, einer Server-IP-Adresse und ein ALias, oder ein Alias und eine Port-Nummer, und so weiter, sein kann. Die Informationen stellen das Mittel bereits, mit welchem der WRAS eine Verbindung mit der Interneteinheit herstellen kann, das mit dem eigentlichen Gerät verbindet, das die Kommunikationsfunktion durchführt Diejenigen, die über entsprechendes Fachwissen verfügen, werden feststellen, daß eine große Vielfalt an Möglichkeiten existiert, wie der WRAS ein Zielgerät über ein Wide-Area-Netzwerk, beispielsweise dem Internet, kontaktieren kann. Weiterhin ist festzuhalten, daß, wie dargestellt, das Zielgerät als einzelne Einheit abstrahiert wurde, in der Praxis kann es jedoch aus mehreren Geräten bestehen, die zusammenarbeiten, so wie ein Gateway mit einem PC, oder ein zweiter WRAS, der mit einem anderen drahtlosen Kommunikationssystem betrieben wird. Beide Beispiele wurden vorstehend unter Bezugnahme auf 1 diskutiert.

Wenn das Zielgerät positiv durch die Übermittlung (218), beispielsweise einer Gewährungsnachricht, antwortet, informiert der WRAS die initiierende Mobilstation, daß das Zielgerät erreicht wurde, und positiv geantwortet hat. Die Informierung derinitiierenden Mobilstation weist in der bevorzugten Ausführungsform zwei Aufgaben auf: zuerst übermittelt die Steuervorrichtung eine Nachricht an das Gatewayfunkgerät (220). Das Gatewayfunkgerät übermittelt dann eine Nachricht zurück an die initiierende Mobilstation (222). In diese Nachricht kann die Identität eines Proxyfunkgeräts eingefügt sein, das verwendet wird, um den gegenwärtigen Anruf auszuführen. Alternativ kann die initiierende Mobilstation einen Identifikator auswählen, und die Steuervorrichtung kann direkt ein Proxyfunkgerät anweisen, die Mobilstation ohne Verwendung des Gatewayfunkgeräts zu kontaktieren. Das Proxyfunkgerät übermittelt den von der initiierenden Mobilstation gewählten Identifikatior zurück, und wenn die Mobilstation den Identifikator empfängt, erkennt sie, daß der Anruf mit dem gewählten Proxyfunkgerät beginnen wird.

Wenn die initiierende Mobilstation kontaktiert wurde, wird die WRAS-Steuervorrichtung informiert (224), und der WRAS benachrichtigt das Zielgerät (226), welches antworten kann (228), wenn es bereit ist, den Anruf zu Beginnen. Die Steuervorrichtung weist dann ein Proxyfunkgerät an (230), den Anruf auszuführen, welches daraufhin die Kommunikation mit der initiierenden Mobilstation initiiert (232). Dann beginnt der Anruf nach Vermittlungsart (relay fashion) (234), wobei die Kommunikation zwischen der initiierenden Mobilstation und dem WRAS über das drahtlose Kommunikationssystem, und zwischen dem WRAS und dem Zielgerät über das Internet beginnt.

Nachfolgend wird auf 3 Bezug genommen, welche ein Signalflußbild 300 zeigt, das ein Verfahren zur Etablierung internetunterstützten mobilen Telefonierens in Übereinstimmung mit der Erfindung illustriert. Das hierin illustrierte Verfahren ist eine Alternative des in 2 illustrierten Verfahrens, und nutzt den Vorteil einer Interneteinheit, beispielsweise eines Chatservers. Wie vorstehend beschrieben erlaubt es ein Chatserver Clientanwendungen, sich für einen Dienst zu registrieren, und dadurch erlaubt er Clients, miteinander zu kommunizieren. Üblicherweise registriert sich ein Client mit einem Alias, so daß andere Clients nur das Alias der Person zu wissen brauchen, mit der sie kommunizieren wollen. Der Chatserver registriert die aktuelle Netzwerkadresse oder Adressmittel, die zur Kommunikation mit jedem Client notwendig sind.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kommuniziert die initiierende Mobilstation 302 mit dem Chatserver 306 (304). Die Verbindung zwischen der initiierenden Mobilstation und dem Chatserver erfolgt vorzugsweise über eine Paketdaten-Kommunikationssitzung, und wird durch das mobile Datengateway erleichtert, wie unter Bezugnahme auf 1 beschrieben wurde. Daher wird der WRAS 308 nicht für diese Aufgabe benötigt. Der Chatserver kann mit dem Ziel 310 kommunizieren (309), um zu verifizieren, daß das Ziel immer noch verfügbar ist, oder um festzustellen, ob es verfügbar ist. Es wird für diese Beispiel angenommen, daß das Zielgerät ein Chatclientprogramm ausführt, und aktuell am Server registriert ist. Wenn die initiierenden Mobilstation den Chatserver kontaktiert hat, gibt sie das Alias der Zeileinheit an, welche die Mobilstation kontaktieren will. Der Chatserver antwortet (312) mit einer aktuellen Netzwerkadresse des Ziels, wenn das Ziel ebenfalls aktuell am Chatserver für einen Dienst registriert ist. Die initiierende Mobilstation ruft dann den WRAS unter Einbeziehung der Netzwerkadresse des Ziels an (314). Der WRAS nutzt im Gegenzug die Adressinformationen, um das Ziel zu kontaktieren (316). Das Ziel antwortet mit einer Nachricht, welche anzeigt, ob es den Anruf akzeptiert (318). Der WRAS antwortet daraufhin der initiierenden Mobilstation und informiert die initiierende Mobilstation über die Anrufparameter, beispielsweise die Rufnummer eines Proxyfunkgeräts. Schließlich wird der Anruf zwischen der initiierenden Mobilstation und dem Ziel eingerichtet (322).

Die Erfindung löst daher das Problem durch die Bereitstellung eines effizienten Mittels, mit welchem mobile Geräte alternative Netzwerke, beispielsweise das Internet, verwenden können, um andere Parteien leichter anzurufen. Die Erfindung stellt einen drahtlosen Fernzugriffserver bereit, der mit einem drahtlosen mobilen Kommunikationssystem auf eine Weise interagiert, die mit der einer herkömmlichen teilnehmenden Mobilstation übereinstimmt. Andere Mobilstationen können den WRAS anrufen, und einen netzwerkgestützten Anruf einer Zieleinheit beantragen. Der WRAS stellt eine Verbindungsfähigkeit zum drahtlosen Kommunikationssystem und dem Datennetzwerk zur Verfügung, und übersetzt zudem, sofern nötig, die Daten.

Obgleich die bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung illustriert und beschrieben wurden, ist offensichtlich, daß die Erfindung nicht darauf begrenzt ist. Zahlreiche Modifikationen, Veränderungen, Variationen, Ersetzungen und Äquivalente sind für jene, die über entsprechendes Fachwissen verfügen ersichtlich, ohne vom Geist und Umfang der vorliegenden Erfindung, wie sie durch die Ansprüche definiert wird, abzuweichen.