Title:
Automatisches Öffnen einer angetriebenen Tür bei anhaltender Anwesenheit
Kind Code:
A1


Abstract:

Es wird ein angetriebenes Türsystem für ein Fahrzeug bereitgestellt, das eine Vielzahl von kraftbetätigten Türen beinhaltet. Das System beinhaltet eine passive Remote-Zugangsvorrichtung, die konfiguriert ist, um ein Signal an einen oder mehrere kooperierende Fahrzeugempfänger auszusenden, und eine Steuerung, die konfiguriert ist, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, die mindestens eine kraftbetätigte Tür zu öffnen, wenn das passive Remote-Zugangsvorrichtungssignal empfangen wird und eine Person für einen vorgegebenen Zeitraum in einer vordefinierten Aktivierungszone erfasst wird. Das System beinhaltet ferner mindestens eine am Fahrzeug angebrachte Benutzererfassungsvorrichtung. Die passive Remote-Zugangsvorrichtung kann aus der Gruppe ausgewählt werden, die einen Schlüsselanhänger, einen Smartkey, eine Schlüsselkarte, ein Mobiltelefon oder Smartphone, das mit einer Telefon-als-Schlüssel-Funktion konfiguriert ist, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Mobiltelefon, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Smartphone und eine Bluetooth®-aktivierte und vom Fahrzeug erkannte Smartwatch umfasst. Es werden Verfahren zur Steuerung eines angetriebenen Türsystems für ein Fahrzeug beschrieben. embedded image




Inventors:
LINDEN HOWARD PAUL TSVI (US)
VAN WIEMEERSCH JOHN ROBERT (US)
EKANEM ONOYOM ESSIEN (US)
HAZEBROUCK LAURA VIVIANA (US)
TOPPENBERG DAVID (US)
Application Number:
DE102018103785A
Publication Date:
08/23/2018
Filing Date:
02/20/2018
Assignee:
FORD GLOBAL TECH LLC (Dearborn, Mich., US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Wablat Lange Karthaus Anwaltssozietät (Berlin, DE)
Claims:
In einem Fahrzeug, das mindestens eine kraftbetätigte Tür beinhaltet, ein Steuersystem, umfassend:
eine passive Remote-Zugangsvorrichtung, die konfiguriert ist, um ein Signal an einen oder mehrere kooperierende Fahrzeugempfänger zu senden; und
eine Steuerung, die konfiguriert ist, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, die mindestens eine kraftbetätigte Tür zu öffnen, wenn das Signal der passiven Remote-Zugangsvorrichtung empfangen und eine Person für einen vorgegebenen Zeitraum in einer vordefinierten Aktivierungszone erfasst wird.

Steuersystem nach Anspruch 1, das ferner mindestens ein am Fahrzeug angebrachtes Benutzererfassungssystem beinhaltet.

Steuersystem nach Anspruch 2, wobei das mindestens eine am Fahrzeug angebrachte Benutzererfassungssystem Vorrichtungen umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Näherungs- und/oder Anwesenheitssensor, mindestens ein am Fahrzeug angebrachtes Bildgerät, mindestens ein sensorbasiertes Ultraschall-Gestenlesegerät und Kombinationen umfasst.

Steuersystem nach Anspruch 1, wobei die passive Remote-Zugangsvorrichtung aus einer Gruppe ausgewählt ist, die einen Schlüsselanhänger, einen Smartkey, eine Schlüsselkarte, ein Mobiltelefon oder Smartphone, das mit einer Telefon-als-Schlüssel-Funktion konfiguriert ist, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Mobiltelefon, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Smartphone und eine Bluetooth®-aktivierte und vom Fahrzeug erkannte Smartwatch umfasst.

Steuersystem nach Anspruch 1, wobei der vorgegebene Zeitraum zwischen etwa 300 Millisekunden und etwa 2 Sekunden liegt.

Steuersystem nach Anspruch 1, wobei die vordefinierte Aktivierungszone durch einen Wirkbereich des mindestens einen am Fahrzeug montierten Benutzererfassungssystems definiert wird.

Steuersystem nach Anspruch 2, wobei die Steuerung konfiguriert ist, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, alle kraftbetätigten Türen zu öffnen, nur die kraftbetätigten Türen zu öffnen, die sich auf einer der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindlichen Seite des Fahrzeugs befinden, nur die der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindliche kraftbetätigte Tür zu öffnen, jede beliebige kraftbetätigte Tür zu öffnen, die sich neben einer erfassten Person befindet, oder Kombinationen davon.

Steuersystem nach Anspruch 3, wobei die Steuerung ferner konfiguriert ist, um eine oder mehrere Personen, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, zu authentifizieren.

Steuersystem nach Anspruch 8, wobei die Steuerung ferner konfiguriert ist, um die eine oder mehreren Personen zu authentifizieren, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, durch eine oder mehrere einer Bestimmung einer autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtung, einer Bildanalyse und einer Gestenanalyse.

Steuersystem nach Anspruch 9, wobei die Steuerung ferner konfiguriert ist, um die eine oder mehreren Personen zu authentifizieren, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, durch eine oder mehrere einer Bestimmung eines autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtungsidentifizierungscodes, einer Bestimmung eines vordefinierten Gestenmusters, das durch die eine oder mehreren Personen bereitgestellt wird, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, einer Gesichtserkennungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, einer Ganganalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, oder einer Kleidungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen.

Verfahren zur Steuerung eines angetriebenen Türsystems eines Fahrzeugs, umfassend:
Bereitstellen einer passive Remote-Zugangsvorrichtung, die in der Lage ist, ein Signal an eine oder mehrere kooperierende Fahrzeugempfänger zu senden; und
Bereitstellen einer Steuerung, die konfiguriert ist, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, die mindestens eine kraftbetätigte Tür zu öffnen, wenn das Signal der passiven Remote-Zugangsvorrichtung empfangen und eine Person für einen vorgegebenen Zeitraum in einer vordefinierten Aktivierungszone erfasst wird.

Verfahren nach Anspruch 11, das ferner das Bereitstellen von mindestens einem am Fahrzeug angebrachten Benutzererfassungssystem beinhaltet.

Verfahren nach Anspruch 12, beinhaltend das Bereitstellen des mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Benutzererfassungssystem, das Geräte umfasst, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Näherungs- und/oder Anwesenheitssensor, mindestens ein am Fahrzeug angebrachtes Bildgerät, mindestens ein sensorbasiertes Ultraschall-Gestenlesegerät und Kombinationen umfasst.

Verfahren nach Anspruch 11, beinhaltend das Auswählen der passiven Remote-Zugangsvorrichtung aus der Gruppe, die einen Schlüsselanhänger, einen Smartkey, eine Schlüsselkarte, ein Mobiltelefon oder Smartphone, das mit einer Telefon-als-Schlüssel-Funktion konfiguriert ist, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Mobiltelefon, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Smartphone und eine Bluetooth®-aktivierte und vom Fahrzeug erkannte Smartwatch umfasst.

Verfahren nach Anspruch 11, beinhaltend das Konfigurieren der Steuerung, um das angetriebene Fahrzeugtürsystem zu veranlassen, die eine oder mehrere der Vielzahl an kraftbetätigten Türen zu öffnen, falls die Person in der vordefinierten Aktivierungszone für etwa 300 Millisekunden bis etwa 2 Sekunden erfasst wird.

Verfahren nach Anspruch 11, beinhaltend das Definieren der vordefinierten Aktivierungszone als einen Wirkbereich des mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Benutzererfassungssystems.

Verfahren nach Anspruch 12, beinhaltend das Konfigurieren der Steuerung, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, alle kraftbetätigten Türen zu öffnen, nur die kraftbetätigten Türen zu öffnen, die sich auf einer der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindlichen Seite des Fahrzeugs befinden, nur die der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindliche kraftbetätigte Tür zu öffnen, jede beliebige kraftbetätigte Tür zu öffnen, die sich neben einer erfassten Person befindet, oder Kombinationen davon.

Verfahren nach Anspruch 13, ferner beinhaltend das Konfigurieren der Steuerung, um eine oder mehrere Personen, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, zu authentifizieren.

Verfahren nach Anspruch 18, ferner beinhaltend das Konfigurieren der Steuerung zum Authentifizieren der einen oder mehreren Personen, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, durch eine oder mehrere einer Bestimmung einer autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtung, einer Bildanalyse und einer Gestenanalyse.

Verfahren nach Anspruch 19, ferner beinhaltend das Konfigurieren der Steuerung zum Authentifizieren der einen oder mehreren Personen, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen durch eine oder mehrere einer Bestimmung eines autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtungsidentifizierungscodes, einer Bestimmung eines vordefinierten Gestenmusters, das durch die eine oder mehreren Personen bereitgestellt wird, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, einer Gesichtserkennungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, einer Ganganalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, oder einer Kleidungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen.

Description:
TECHNISCHES GEBIET

Diese Offenbarung betrifft im Allgemeinen angetriebene Fahrzeugtürsysteme. Insbesondere betrifft die Offenbarung ein angetriebenes Türsystem, das ausgelegt ist, bei Erfassen der anhaltenden Anwesenheit einer Person, die Zugang zu einem mit dem System ausgestatteten Fahrzeug erhalten möchte, zu öffnen.

ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK

Bei herkömmlichen Remote-Zugangsvorrichtungen für Fahrzeuge ist eine Handlung seitens des Benutzers erforderlich, beispielsweise Drücken eines Knopfes oder Berühren eines Sensors, der auf einem Fahrzeugtürgriff angeordnet ist, damit das Entriegeln der Tür veranlasst wird und sich die Tür im Falle eines angetriebenen Türsystems automatisch öffnet. Während bekannt ist, dass zum Entriegeln und automatischen Öffnen einer kraftbetätigten Fahrzeugtür eine passive Remote-Zugangsvorrichtung bereitgestellt wird, sind Systeme dieser Art typischerweise nur zum automatischen Entriegeln und Öffnen der Vordertür auf der Fahrerseite konzipiert.

Jedoch möchten möglicherweise auch Insassen außer dem Fahrer in den Genuss einer Tür kommen, die sich automatisch entriegelt und öffnet. Da autonome Fahrzeuge an Bedeutung gewinnen, nimmt die Notwendigkeit, die traditionelle Vordertür auf der Fahrerseite automatisch zu entriegeln/öffnen, eventuell wiederum ab, da Insassen den Sitz, auf dem Sie Platz nehmen möchten, frei auswählen können.

Ferner stellt sich das Problem, dass die Tür, die sich am nächsten zur passiven Remote-Zugangsvorrichtung befindet, möglicherweise nicht die einzige Tür ist, die automatisch geöffnet werden soll. Zum Beispiel möchte der Fahrer, der die passive Remote-Zugangsvorrichtung trägt, seine Tür eventuell automatisch öffnen, aber genauso kann ein weiterer Insasse, der auf einem hinteren Fahrgastsitz Platz nehmen möchte, Dinge mit sich tragen, die im Fahrzeug verstaut werden müssen, und hat möglicherweise keine Hand frei, um den Türmechanismus zu betätigen. In noch einem anderen Szenario kann ein Fahrer auf dem Fahrzeugrücksitz ein Kind anschnallen / einen Kindersitz befestigen wollen, bevor er sich zum Fahrersitz begibt, und hat möglicherweise keine Hand frei, um den Mechanismus der hinteren Tür zu betätigen.

Zur Lösung dieser und anderer Probleme richtet sich die vorliegende Offenbarung auf Systeme und Verfahren zur Steuerung eines kraftbetätigten Fahrzeugtürsystems, das auf eine Kombination aus einer autorisierten, passiven Remote-Zugangsvorrichtung und der erfassten anhaltenden Anwesenheit einer Person in einer vordefinierten Aktivierungszone gegründet ist. Die beschriebenen Systeme und Verfahren erlauben vorteilhafterweise das automatische Entriegeln und Öffnen jeder beliebigen angetriebenen Tür eines Fahrzeugs durch eine passive Remote-Zugangsvorrichtung, unabhängig von der Position einer Person, die die Vorrichtung hält. Ferner sind Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen, um den unerlaubten Zugang zu einem mit den beschriebenen Systemen ausgestatteten Fahrzeug zu verhindern, auch wenn die richtige passive Remote-Zugangsvorrichtung neben dem Fahrzeug angeordnet ist.

KURZDARSTELLUNG

Gemäß den hierin beschriebenen Zwecken und Vorteilen wird in einem Aspekt der vorliegenden Offenbarung ein Steuersystem für ein Fahrzeug, das mindestens eine kraftbetätigte Tür beinhaltet, bereitgestellt, umfassend eine passive Remote-Zugangsvorrichtung, die konfiguriert ist, um ein Signal an einen oder mehrere kooperierende Fahrzeugempfänger auszusenden, und eine Steuerung, die konfiguriert ist, um ein angetriebenes Türsystem zu veranlassen, die mindestens eine kraftbetätigte Tür zu öffnen, wenn das Signal von der passiven Remote-Zugangsvorrichtung empfangen und eine Person in einer vordefinierten Aktivierungszone für einen vorgegebenen Zeitraum erfasst wird. Das Steuersystem beinhaltet ferner mindestens ein am Fahrzeug angebrachtes Benutzererfassungssystem. Der vorgegebene Zeitraum kann von etwa 300 Millisekunden bis etwa 2 Sekunden reichen und die vordefinierte Aktivierungszone kann durch einen Wirkbereich des mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Benutzererfassungssystems definiert sein.

In Ausführungsformen umfasst das mindestens eine am Fahrzeug angebrachte Benutzererfassungssystem Vorrichtungen, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Näherungs- und/oder Anwesenheitssensor, mindestens ein am Fahrzeug angebrachtes Bildgerät, mindestens ein sensorbasiertes Ultraschall-Gestenlesegerät und Kombinationen umfasst. In Ausführungsformen ist die passive Remote-Zugangsvorrichtung aus einer Gruppe ausgewählt, die einen Schlüsselanhänger, einen Smartkey, eine Schlüsselkarte, ein Mobiltelefon oder Smartphone, das mit einer Telefon-als-Schlüssel-Funktion konfiguriert ist, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Mobiltelefon, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Smartphone und eine Bluetooth®-aktivierte und vom Fahrzeug erkannte Smartwatch umfasst.

In Ausführungsformen ist die Steuerung konfiguriert, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, alle kraftbetätigten Türen zu öffnen, nur die kraftbetätigten Türen zu öffnen, die sich auf einer der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindlichen Seite des Fahrzeugs befinden, nur die der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindliche kraftbetätigte Tür zu öffnen, jede beliebige kraftbetätigte Tür zu öffnen, die sich neben einer erfassten Person befindet, oder Kombinationen davon.

Die Steuerung kann ferner konfiguriert sein, um eine oder mehrere Personen zu authentifizieren, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen. Dies kann durch eine oder mehrere Bestimmungen einer autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtung, einer Bildanalyse und einer Gestenanalyse geschehen. In Ausführungsformen kann die Authentifizierung durch eine oder mehrere einer Bestimmung eines autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtungsidentifizierungscodes, einer Bestimmung eines vordefinierten Gestenmusters, das durch die eine oder mehrere Personen bereitgestellt wird, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, einer Gesichtserkennungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, einer Ganganalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, oder einer Kleidungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, geschehen.

In einem anderen Aspekt wird ein Verfahren zur Steuerung eines angetriebenen Fahrzeugtürsystems bereitgestellt, umfassend die Bereitstellung einer passiven Remote-Zugangsvorrichtung, die in der Lage ist, ein Signal an eine oder mehrere kooperierende Fahrzeugempfänger auszusenden, und die Bereitstellung einer Steuerung, die konfiguriert ist, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, die mindestens eine kraftbetätigte Tür zu öffnen, wenn das passive Remote-Zugangsvorrichtungssignal empfangen wird und eine Person für einen vorgegebenen Zeitraum in einer vordefinierten Aktivierungszone erfasst wird. Das Verfahren beinhaltet ferner das Bereitstellen von mindestens einem am Fahrzeug angebrachten Benutzererfassungssystem. In Ausführungsformen beinhaltet das Verfahren das Konfigurieren der Steuerung, um das angetriebene Fahrzeugtürsystem zu veranlassen, die eine oder mehrere der Vielzahl an kraftbetätigten Türen zu öffnen, falls die Person für etwa 300 Millisekunden bis etwa 2 Sekunden in der vordefinierten Aktivierungszone erfasst wird. Das Verfahren kann ferner das Definieren der vordefinierten Aktivierungszone als einen Wirkbereich des mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Benutzererfassungssystems beinhalten.

In Ausführungsformen umfasst das Verfahren das Bereitstellen des mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Benutzererfassungssystems, beinhaltend Vorrichtungen, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die mindestens einen am Fahrzeug angebrachten Näherungs- und/oder Anwesenheitssensor, mindestens ein am Fahrzeug angebrachtes Bildgerät, mindestens ein sensorbasiertes Ultraschall-Gestenlesegerät und Kombinationen umfasst. In Ausführungsformen beinhaltet das Verfahren das Auswählen der passiven Remote-Zugangsvorrichtung aus der Gruppe, die einen Schlüsselanhänger, einen Smartkey, eine Schlüsselkarte, ein Mobiltelefon oder Smartphone, das mit einer Telefon-als-Schlüssel-Funktion konfiguriert ist, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Mobiltelefon, ein Bluetooth®-aktiviertes und vom Fahrzeug erkanntes Smartphone und eine Bluetooth®-aktivierte und vom Fahrzeug erkannte Smartwatch umfasst.

In Ausführungsformen beinhaltet das Verfahren das Konfigurieren der Steuerung, um das angetriebene Türsystem zu veranlassen, alle der kraftbetätigten Türen zu öffnen, nur die kraftbetätigten Türen zu öffnen, die sich auf einer der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindlichen Seite des Fahrzeugs befinden, nur die der passiven Remote-Zugangsvorrichtung am nächsten befindliche kraftbetätigte Tür zu öffnen, jede beliebige kraftbetätigte Tür zu öffnen, die sich neben einer erfassten Person befindet, oder Kombinationen davon.

Das Verfahren kann ferner das Konfigurieren der Steuerung beinhalten, um eine oder mehrere Personen, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, zu authentifizieren. Dies kann Schritte zum Konfigurieren der Steuerung zum Authentifizieren der einen oder mehrerer Personen beinhalten, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, durch eine oder mehrere Bestimmungen einer autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtung, einer Bildanalyse und einer Gestenanalyse. In Ausführungsformen kann dies das weitere Konfigurieren der Steuerung zur Authentifizierung der einen oder mehreren Personen beinhalten, die versuchen, Zugang zum Fahrzeug zu erlangen, durch eine oder mehrere Bestimmungen eines autorisierten passiven Remote-Zugangsvorrichtungsidentifizierungscodes, eine Bestimmung eines vordefinierten Gestenmusters, das durch die eine oder mehrere Personen bereitgestellt wird, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, eine Gesichtserkennungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, einer Ganganalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen, oder eine Kleidungsanalyse von einem oder mehreren aufgenommenen Bildern von der einen oder mehreren Personen, die Zugang zum Fahrzeug zu erlangen versuchen.

In der folgenden Beschreibung sind Ausführungsformen der offenbarten Systeme und Verfahren zur Steuerung eines angetriebenen Fahrzeugtürsystems gezeigt und beschrieben. Es sollte angemerkt werden, dass die Vorrichtungen zu anderen, unterschiedlichen Ausführungsformen in der Lage sind und ihre mehreren Details zur Modifikation in verschiedenen, offensichtlichen Aspekten in der Lage sind, ohne jeweils von den Vorrichtungen und Verfahren, wie in den folgenden Patentansprüchen dargelegt und beschrieben, abzuweichen. Dementsprechend sind die Zeichnungen und Beschreibungen ihrem Wesen nach als veranschaulichend und nicht als einschränkend zu betrachten.

Figurenliste

Die beigefügten Zeichnungsfiguren, die hierin aufgenommenen sind und einen Teil der Patentschrift bilden, veranschaulichen mehrere Aspekte der offenbarten Systeme und Verfahren zur Steuerung einer kraftbetätigten Fahrzeugtür und dienen gemeinsam mit der Beschreibung dazu, bestimmte Grundsätze davon zu erläutern. In den Zeichnungen gilt:

  • 1 veranschaulicht ein Steuersystem für ein kraftbetätigtes Türsystem für ein Fahrzeug gemäß der vorliegenden Offenbarung;
  • 2 stellt in Form eines Ablaufdiagramms eine Ausführungsform eines Verfahrens zur Steuerung des kraftbetätigten Türsystems von 1 dar; und
  • 3 stellt in Form eines Ablaufdiagramms eine Ausführungsform eines Verfahrens zur Steuerung des kraftbetätigten Türsystems von 1 dar und beinhaltet eine visuelle Authentifizierungskomponente.

Nachstehend erfolgt eine detaillierte Bezugnahme auf Ausführungsformen der offenbarten Systeme und Verfahren zur Steuerung eines angetriebenen Fahrzeugtürsystems, von denen Beispiele in den beigefügten Zeichnungsfiguren veranschaulicht sind. Die Figuren sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu und einige Merkmale können vergrößert oder verkleinert sein, um Details bestimmter Komponenten darzustellen. Die konkreten Details zu Struktur und Funktion sind nicht als einschränkend auszulegen, sondern als repräsentative Grundlage, um den Fachmann die Umsetzung der offenbarten Konzepte zu lehren.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Das vorliegende Dokument beschreibt verschiedene Ausführungsformen von Systemen und Verfahren zur Steuerung eines angetriebenen Türsystems, das eine oder mehrere kraftbetätigte Türen umfasst. Zunächst beschreibt das Dokument derartige angetriebene Türsysteme im Kontext von kraftbetätigten vorderen und hinteren Seitenschwenktüren eines Fahrzeugs, die sich um eine im Allgemeinen vertikale schwenkbare Achse öffnen und schließen. Der Fachmann erkennt jedoch ohne Weiteres, dass die Systeme und Verfahren gleichermaßen auf andere Arten von kraftbetätigten Fahrzeugtüren anwendbar sind, beispielsweise schwenkbare Heckklappenverschlüsse und Heckklappen, Seitenschiebetüren wie sie häufig in Vans, Lieferwagen und Minivans zu finden sind, Schiebedächer/ Glasschiebedächer, Ladeklappen für Lastwagen und andere. Dementsprechend werden die Beschreibungen in dieser Schrift diesbezüglich nicht als einschränkend betrachtet.

Die spezifischen Mechanismen zum Betreiben derartiger angetriebener Türsysteme sind bekannt und erfordern an dieser Stelle keine ausführliche Beschreibung. Wie jedoch unter Bezugnahme auf 1 im Fach bekannt ist, umfasst ein angetriebenes Türsystem für ein Fahrzeug 100 auf einer hohen Stufe eine oder mehrere kraftbetätigte Fahrzeugtüren 110, 120, 130, 140, wobei jede mit einem angetriebenen Verriegelungs-/Entriegelungssystem ausgestattet ist, ein angetriebenes Freigabesystem und einen angetriebenen Öffnungs-/Schließmechanismus (im Allgemeinen als kraftbetätigter Türmechanismus 150, 160, 170, 180 dargestellt) zum automatischen Öffnen einer Fahrzeugtür beim Empfang eines entsprechenden Signals. Der angetriebene Öffnungs-/Schließmechanismus kann ein Aktor wie beispielsweise ein Motor, ein Linearaktor oder ein hydraulischer Mechanismus sein, der mit einem Aktorarm wie beispielsweise einer Schraube und/oder einem Sperrarm oder Kombinationen davon wirkverbunden ist. Nicht einschränkende Beispiele derartiger kraftbetätigter Türsysteme sind offenbart in der US-Patentschrift Nr. 7.500.711 und in der veröffentlichten US-Patentanmeldung Nr. 2015/0283886, die im Besitz des gegenwärtigen Anmelders Ford Global Technologies, LLC sind und vollumfänglich durch Bezugnahme hierin aufgenommen werden.

Empfänger 190, 200, 210, 220 können bereitgestellt werden, wobei sie in der dargestellten Ausführungsform jeweils auf kraftbetätigten Türen 110, 120, 130, 140 angeordnet sind und zum Empfangen eines Verriegelungs-/Entriegelungs- und/oder Öffnungs-/Schließsignals von einer geeigneten Vorrichtung ausgelegt sind. Die kraftbetätigten Türmechanismen 150, 160, 170, 180 und Empfänger 190, 200, 210,220 sind mit einer oder mehreren Fahrzeugsteuerungen wirkverbunden. In der dargestellten Ausführungsform sind die kraftbetätigten Türmechanismen 150, 160, 170, 180 und Empfänger 190, 200, 210, 220 mit verschiedenen elektronischen Steuereinheiten (ECU) für ein Fahrzeug wirkverbunden, die eine ECU für Türverriegelungen 280, eine ECU für kraftbetätigte Türen 290 und das Fahrzeug-Karosseriesteuermodul (BCM) 300 beinhalten. Es sind jedoch andere Konfigurationen bekannt und für die Verwendung hierin vorgesehen.

Das Verriegelungs-/Entriegelungs- und/oder Öffnungs-/Schließsignal kann durch eine aktive Zugangsvorrichtung wie beispielsweise ein Schlüssel oder Tastenfeld (nicht gezeigt) bereitgestellt werden, oder durch eine aktive Remote-Zugangsvorrichtung (nicht gezeigt) wie beispielsweise einen Schlüsselanhänger, der eine Handlung durch den Benutzer wie beispielsweise das Drücken eines Knopfes erfordert. Es ist auch bekannt, kraftbetätigte Türen durch eine passive Remote-Zugangsvorrichtung 310, wie in der Zeichnung gezeigt, zu betätigen, d. h. eine Vorrichtung, die ein Signal an einen kooperierenden Empfänger 190, 200, 210, 220 sendet, der mit einem oder mehreren kraftbetätigten Türen 110, 120, 130, 140 verbunden ist, um ein Öffnen der kraftbetätigten Tür ohne weiteres Eingreifen des Benutzers zu veranlassen. In der Technik sind verschiedene Arten von passiven Remote-Zugangsgeräten 310 bekannt, darunter unter anderem Schlüsselanhänger, Smartkeys, Schlüsselkarten, Mobiltelefone oder Smartphones, die mit einer Telefon-als-Schlüssel-Funktion konfiguriert sind, Bluetooth®-aktivierte und vom Fahrzeug erkannte Vorrichtungen, einschließlich Mobiltelefone, Smartphones, am Handgelenk getragene Vorrichtungen wie beispielsweise „Smartwatches“ und sonstige. Derartige Programmierungen können in Firmware, Software, als herunterladbare Apps etc. bereitgestellt werden.

Bei Empfang des geeigneten Signals entriegelt, entsperrt und öffnet der kraftbetätigte Türmechanismus 150 automatisch die kraftbetätigte Tür 110, wobei nur die physische Anwesenheit der passiven Remote-Zugangsvorrichtung 310 innerhalb eines vorgegebenen Wirkbereichsabstands vom kooperierenden Empfänger 190, 200, 210, 220 erforderlich ist, ohne eine anderweitig erforderliche physische Handlung des Benutzers. Wie vorstehend beschrieben, sind derartige Systeme jedoch typischerweise nur mit einer kraftbetätigten Vordertür auf der Fahrerseite 110 verbunden.

Um diesem Problem zu begegnen, betrifft die vorliegende Offenbarung ferner Systeme und Verfahren zur Steuerung eines angetriebenen Türsystems wie vorstehend beschrieben, das ferner Vorrichtungen und Verfahren beinhaltet, die nach Bedarf das automatische Öffnen einer beliebigen oder aller der kraftbetätigten Türen 110, 120, 130, 140 ermöglichen. Zur Unterstützung dieses Zwecks werden Vorrichtungen und Verfahren bereitgestellt, die das Erfassen und optional die Authentifizierung einer Person I ermöglichen, die in einer vordefinierten Aktivierungszone Z positioniert ist, d. h. ein vordefinierter Bereich vor einer kraftbetätigten Tür 110, 120, 130 oder 140, zu der die Person Zugang wünscht.

Ausführlicher beschrieben beinhaltet das Fahrzeug 100 ferner ein geeignetes Benutzererfassungssystem, das im Allgemeinen als Bezugszeichen 320 dargestellt wird. Das Benutzererfassungssystem 320 ist konfiguriert, um die passive Remote-Zugangsvorrichtung 310 und/oder die Person 1 zu erfassen, und die vordefinierte(n) Aktivierungszone(n) Z können durch einen nützlichen Wirkbereich des Benutzererfassungssystems 320 definiert sein. Mehrere nützliche Wirkbereiche des Benutzererfassungssystems 320 sind möglich und gemäß der umgesetzten Technologie vorgesehen. In einer Ausführungsform kann das Benutzererfassungssystem 320 geeignete Näherungs- und/oder Anwesenheitssensoren 330, 340, 350, 360 an geeigneten Stellen zum Erfassen einer passiven Remote-Zugangsvorrichtung 310 und/oder einer in einer vorgegebenen Aktivierungszone Z befindlichen Person I haben.

Geeignete Näherungs- und/oder Anwesenheitssensoren 330, 340, 350, 360 beinhalten unter anderem Hochfrequenz- (HF-) und Bluetooth®-Sensoren, deren spezifische Ausgestaltung und Funktion dem Fachmann hinreichend bekannt sind. Diese Sensoren 330, 340, 350, 360 können an jeder geeigneten Stelle angeordnet sein, beispielsweise an einer Außenfläche des Fahrzeugs 100, verbunden mit einem Türgriff (nicht gezeigt) von kraftbetätigten Türen 110, 120, 130, 140, unter Applikationen (derartige Sensoren sind in der Lage, Nähe/Anwesenheit durch Materialien wie beispielsweise Thermoplaste zu erfassen) verbunden mit kraftbetätigten Türen 110, 120, 130, 140 oder anderen Merkmalen eines Fahrzeugs 100. In Ausführungsformen können die Näherungs- und/oder Anwesenheitssensoren 330, 340, 350, 360 Remote-Zugangsvorrichtungen 310 auf einen vorgegebenen Erfassungs-/Erkennungsabstand, beispielsweise 20 Meter, erfassen/erkennen. Es wird jedoch keine Handlung durchgeführt, bis bestimmt wird, dass sich die autorisierte passive Remote-Zugangsvorrichtung 310 für einen vorgegebenen Zeitraum, wie nachfolgend beschrieben, in einem vorgegebenen Wirkabstand zu den Näherungs- und/oder Anwesenheitssensoren 330, 340, 350, 360 befindet. In einer möglichen Ausführungsform beträgt der vorgegebene Wirkabstand 800 mm.

Das Benutzererfassungssystem 320 kann alternativ oder zusätzlich ein geeignetes Bildgerät wie etwa ein 360-Grad-Kamerasystem beinhalten, das am oder im Fahrzeug 100 angeordnet ist, oder kann mehrere Bildgeräte umfassen, wobei jedes einzelne neben einer kraftbetätigten Tür 110, 120, 130, 140 positioniert ist, um Bilder einer entsprechenden vordefinierten Aktivierungszone Z aufzunehmen.

In noch einer anderen Ausführungsform kann das Benutzererfassungssystem 320 alternativ oder zusätzlich ein geeignetes sensorbasiertes Ultraschall-Gestenlesegerät beinhalten, das mit einer Steuerung, wie oben beschrieben, wirkverbunden ist, wobei die Steuerung konfiguriert ist, um eine Geste oder eine Abfolge von Gesten zu analysieren, und bei Bestimmung der richtigen Geste(n) die Person I, die Zugang zu dem Fahrzeug 100 anstrebt, authentifiziert. Die Funktion derartiger sensorbasierter Ultraschall-Gestenlesegeräte ist in der Technik bekannt und erfordert hier keine ausführliche Erläuterung. Auf einem hohen Niveau bieten derartige Geräte jedoch auf Gesten basierende berührungslose Schnittstellen, die die Position der Hand eines Benutzers in einem Raum, der sich in einem vorgegebenen Abstand zur Erkennungsvorrichtung befindet, erfassen können. Die Schnittstelle kann auf Ultraschallsendern basieren, die die Position der Hand des Benutzers durch Analyse der von der Hand reflektierten akustischen Wellen erfassen können. Der Abstand kann durch Anwendung des Standard-Triangulationsprinzips errechnet werden. Derartige Vorrichtungen sind in der Lage, verschiedene Gesten wie etwa winkende Gesten oder die Bewegung der Hand in Richtung der Ultraschallempfänger oder von ihnen weg zu erfassen und zu erkennen.

2 beschreibt eine Ausführungsform eines Verfahrens 400 zur Steuerung eines angetriebenen Türsystems, wie es etwa in 1 veranschaulicht ist. Gemäß dieser Ausführungsform wird bei Schritt 410 die Anwesenheit einer passiven Remote-Zugangsvorrichtung 310 erfasst, wie etwa durch ein Signal, das an Empfänger 190, 200, 210, 220 und/oder Näherungs- und/oder Anwesenheitssensoren 330, 340, 350, 360 gesendet wird. Wie bekannt können derartige Signale durch eine Vielzahl von Technologien bereitgestellt werden, die unter anderem Funkwellen, Wi-Fi, Bluetooth® und andere beinhalten. Bei Schritt 420 wird gleichzeitig oder nacheinander die Anwesenheit einer oder mehrerer Personen I in einer oder mehreren vordefinierten Aktivierungszonen Z des Fahrzeugs 100 durch das Benutzererfassungssystem 320 bestimmt. In einer Ausführungsform werden die Aktivierungszonen Z des Fahrzeugs 100 durch den vorgegebenen Wirkabstand oder Bereich der Näherungs- und/oder Anwesenheitssensoren 330, 340, 350, 360 definiert.

Diese Erfassung einer Person I in einer oder mehreren vordefinierten Aktivierungszonen Z kann durch eine Vielzahl von Vorrichtungen erreicht werden. Wie oben beschrieben kann das Benutzererfassungssystem 320 beispielsweise geeignete Näherungs-/Anwesenheitssensoren 330, 340, 350, 360 umfassen, die an geeigneten Stellen positioniert sind, wie etwa an einem außenliegenden Abschnitt der kraftbetätigten Türen 110-140. Eine vor einer der kraftbetätigten Türen positionierte Person I wird durch den geeigneten Näherungs-/Anwesenheitssensor 330-360 erfasst. Derartige Näherungs-/Anwesenheitssensoren 330-360 sind in der Technik bekannt und werden bereits für Anwendungen, wie etwa das Erfassen anderer Fahrzeuge, die sich im toten Winkel eines Seitenspiegels bewegen, etc. bereitgestellt.

Das Benutzererfassungssystem 320 kann alternativ oder zusätzlich ein oder mehrere geeignete Bildgeräte umfassen, die konfiguriert sind, um Bilder der vordefinierten Aktivierungszonen Z und von darin stehenden Personen I aufzunehmen und bereitzustellen und diese Bilder an eine Fahrzeugsteuerung, wie etwa eine ECU oder ein BCM 300, zu übertragen. Ein geeignetes Bildgerät, wie etwa eine 360-Grad-Kamera, kann bereitgestellt werden. Als eine andere mögliche Ausführungsform können mehrere Bildgeräte bereitgestellt werden, wobei jedes einzelne entsprechend vor einer vordefinierten Aktivierungszone Z für eine kraftbetätigte Tür 110-140 angeordnet ist. Die Anwendung von Standbildgeräten, Videobildgeräten etc.ist vorgesehen. Derartige Bildgeräte sind in der Technik bekannt und werden bereits für Anwendungen wie etwa Rückfahrkamerasysteme bereitgestellt, die betätigt werden, wenn ein Fahrzeug 100 den Rückwärtsgang einlegt, um einen Blick auf Gegenstände oder Personen bereitzustellen, die sich hinter dem Fahrzeug befinden können, etc.

Um das Risiko zu vermeiden, dass sich eine kraftbetätigte Tür 110, 120, 130, 140 als Reaktion auf die Anwesenheit eines zufällig vorbeigehenden Passanten öffnet, sieht das Verfahren in Schritt 430 ferner vor, dass die Anwesenheit einer oder mehrerer Personen I in einer oder mehreren vordefinierten Aktivierungszonen Z1, Z2, Z3, Z4 für einen vorgegebenen Zeitraum erfasst werden muss. Dieser vorgegebene Zeitraum wird ausgewählt, um eine Person I anzuzeigen, die vor einer kraftbetätigten Tür 110, 120, 130 oder 140 stehen bleibt, um Zugang zum Fahrzeug 100 zu erhalten, und die nicht nur ein Fußgänger ist, der am Fahrzeug vorbeigeht. In einer Ausführungsform wird eine Person I, die für etwa 300 Millisekunden bis etwa 2 Sekunden in einer vordefinierten Aktivierungszone Z1, Z2, Z3 oder Z4 einer bestimmten kraftbetätigten Tür 110-140 steht, durch das System als eine Person interpretiert, die durch diese bestimmte kraftbetätigte Tür Zugang in das Fahrzeug 100 wünscht. In einer anderen möglichen Ausführungsform wird eine Person I, die für etwa 300 Millisekunden in einer vordefinierten Aktivierungszone Z1, Z2, Z3 oder Z4 einer bestimmten kraftbetätigten Tür 110-140 steht, durch das System als eine Person ausgelegt, die durch diese bestimmte kraftbetätigte Tür Zugang in das Fahrzeug 100 wünscht. Es sind jedoch auch andere Zeitrahmen vorgesehen. Dies kann durch einen Timer erreicht werden, der mit einer Fahrzeugsteuerung, wie etwa einer ECU, einem BCM 300 oder anderen, verbunden ist.

Die Steuerung des Fahrzeugs 100, beispielsweise das BCM 300, kann konfiguriert sein, um eine Reihe von Handlungen bei Erfüllung der Bedingungen der Schritte 410-430 auszuführen. Das BCM 300 kann beispielsweise den entsprechenden Mechanismus der kraftbetätigten Tür 150, 160, 170 oder 180 veranlassen, nur die kraftbetätigte Tür 110, 120, 130 oder 140, die sich am nächsten zur passiven Remote-Zugangsvorrichtung 310 befindet, zu entriegeln, zu entsperren und zu öffnen (Schritt 440a). Das BCM 300 kann alternativ die Mechanismen der kraftbetätigten Tür 150-180 veranlassen, bei Erfüllung der Bedingungen der Schritte 410-430 alle kraftbetätigten Türen 110-140 zu entriegeln, zu entsperren und zu öffnen.

Als noch eine andere Ausführungsform können sich alle kraftbetätigten Türen auf einer Seite des Fahrzeugs 100, die sich am nächsten zur passiven Remote-Zugangsvorrichtung 310 befindet, bei Erfüllung der Bedingungen öffnen, aber nur diese Türen. Wenn also der Inhaber der passiven Remote-Zugangsvorrichtung 310 in der Nähe der kraftbetätigten Vordertür auf der Fahrerseite 110 steht, kann das BCM 300 die kraftbetätigten Türmechanismen 150 und 170 veranlassen, die kraftbetätigten Türen 110 und 130 zu entriegeln, zu entsperren und zu öffnen. In noch einer anderen Ausführungsform kann das BCM 300 die entsprechenden kraftbetätigten Türmechanismen 150-180 veranlassen, eine beliebige entsprechende kraftbetätigte Tür 110-140 zu entriegeln, zu entsperren und zu öffnen, für die durch das Benutzererfassungssystem 320 für den von Schritt 430 geforderten vordefinierten Zeitraum eine Person I in der entsprechenden vordefinierten Aktivierungszone Z1, Z2, Z3 oder Z4 erfasst wurde. Wenn also beispielsweise der Inhaber der passiven Remote-Zugangsvorrichtung 310 in der vordefinierten Aktivierungszone Z1 in der Nähe der kraftbetätigten Vordertür auf der Fahrerseite 110 steht, aber Passanten durch das Benutzererfassungssystem 320 auf der Beifahrerseite des Fahrzeugs 100 und in den entsprechenden vordefinierten Aktivierungszonen Z2 und Z4 für die vorgegebenen Zeiträume erfasst werden, kann das BCM 300 die kraftbetätigten Türmechanismen 150, 160 und 180 veranlassen, die kraftbetätigten Türen 110, 120 und 140 zu entriegeln, zu entsperren und zu öffnen.

Es ist ferner vorgesehen, zusätzliche Sicherheitsmerkmale zu integrieren, um zu verhindern, dass nicht autorisierte Personen/Fremde Zugang zum Fahrzeug 100 erhalten können. In bestimmten Ausführungsformen sind Authentifizierungsverfahren vorgesehen. Dies ist in 3 veranschaulicht, die ein Verfahren 500 zur Steuerung eines angetriebenen Türsystems zeigt. Die Verfahren gehen im Wesentlichen wie oben in der Erläuterung von 2 vor und beinhalten das Erfassen eines passiven Remote-Zugangsgeräts 310 (Schritt 510), das Erfassen einer Person I in einer vordefinierten Aktivierungszone Z1, Z2, Z3, Z4 (Schritt 520) und das Überprüfen, ob die Person I sich für einen vorgegebenen Zeitraum in der vordefinierten Aktivierungszone aufgehalten hat (Schritt 530). Bei Schritt 540 ist ein Authentifizierungsschritt vorgesehen.

In einer Ausführungsform (Schritt 540a) könnte das die Überprüfung eines gespeicherten Vorrichtungsidentifizierungscodes sein, beispielsweise der Bluetooth®- oder WiFi-Code für das Smartphone eines Insassen, der durch das BCM 300 oder eine andere ECU im Speicher gespeichert wird. Diese Codes könnten mithilfe von Verfahren, wie sie derzeit zum Synchronisieren eines Smartphones mit der Steuerung eines Fahrzeugs 100 zur Ermöglichung von Freisprechtelefonaten verwendet werden, spezifisch eingegeben und gespeichert werden. Alternativ dazu können die Codes durch das BCM 300 oder eine andere ECU automatisch abgefragt und im Speicher gespeichert werden, wenn die Insassen das Fahrzeug 100 betreten/verlassen.

In einer anderen Ausführungsform (Schritt 540b) ist ein visuelles Authentifizierungsverfahren vorgesehen. Verschiedene geeignete Verfahren sind vorgesehen. Bei einer möglichen Ausführungsform ist die Verwendung des Benutzererfassungssystems 320 vorgesehen, das ein geeignetes sensorbasiertes Ultraschall-Gestenlesegerät wie oben beschrieben umfasst, wobei das sensorbasierte Ultraschall-Gestenlesegerät mit einer Steuerung wirkverbunden ist, die konfiguriert ist, um eine Geste oder eine Abfolge von Gesten zu analysieren, und beim Bestimmen, dass die Person die korrekte Geste oder Abfolge von Gesten bereitgestellt hat, die Person I, die Zugang zum Fahrzeug 100 anstrebt, authentifiziert.

Bei einer anderen möglichen Ausführungsform ist die Verwendung des Benutzererfassungssystems 320 vorgesehen, das ein geeignetes Bildgerät, wie oben beschrieben, umfasst. Im Einsatz nimmt das Bildgerät Ausgangsstandbilder oder bewegte Bilder einer Person während des Vorgangs, wie für die Schritte 510-530 beschrieben, und/oder einer Person I beim Einsteigen in das Fahrzeug 100 auf. Die Ausgangsbilder, die beim Einsteigen der Person I in das Fahrzeug 100 aufgenommen werden, werden durch das BCM 300 oder eine andere ECU im Speicher gespeichert. Dann können die Bilder, die vom Benutzererfassungssystem 320 beim Versuch der Person, erneut in das Fahrzeug 100 einzusteigen, zu Authentifizierungszwecken mit den Ausgangsbildern verglichen werden. In der Technik sind eine Reihe von geeigneten Authentifizierungstechniken bekannt, die mit Bildanalyse arbeiten, so unter anderem Gesichtserkennung, Ganganalyse, Kleidungsanalyse und andere. Die Verwendung derartiger Authentifizierungstechniken oder Kombinationen von Techniken ist vorgesehen.

Sobald die Person I erfolgreich authentifiziert wurde, werden bei Schritt 550 die entsprechenden kraftbetätigten Türen 110-140, wie oben beschrieben, geöffnet.

Naheliegende Modifikationen und Variationen sind angesichts der vorstehenden Lehren möglich. Alle derartigen Modifikationen und Variationen liegen innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Patentansprüche, wenn diese entsprechend der Breite ausgelegt werden, zu der sie nach Recht, Gesetz und Billigkeit berechtigt sind.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • US 7500711 [0018]
  • US 2015/0283886 [0018]