Title:
Vorrichtung zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung eines Raumes
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung (2) eines Raumes, umfassend ein plattenförmiges Verschließelement (1.1) zum Zurückhalten von Flammen, technischen Gasen, Flüssigkeiten und/oder Granulaten. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Verschließelement (1.1) eine Verkleidung (1.4) aufweist, wobei
– die Verkleidung (1.4) eine Mehrzahl von Verkleidungsteilen (1.4.1) aus feuerfestem Epoxidharz/Leichtbeton umfasst und
– zumindest zwei sich parallel gegenüberliegende Flachseiten des Verschließelements (1.1) welches mindestens auf einer Seite mit mindestens einem Verkleidungsteil (1.4.1) versehen ist.




Inventors:
THOMAS WERNER (DE)
Application Number:
DE102016204896A
Publication Date:
09/28/2017
Filing Date:
03/23/2016
Assignee:
THOMAS WERNER (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102010062449A1N/A2012-06-06
DE202005019962U1N/A2006-02-16
DE202005008250U1N/A2005-09-01
DE19929664A1N/A2001-01-18
DE4436429A1N/A1996-04-18
DE19517241A1N/A1996-02-15
DE4011587A1N/A1991-10-17



Foreign References:
EP18950892009-03-25
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Liedtke & Partner (Erfurt, DE)
Claims:
1. Vorrichtung (1) zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung (2) eines Raumes, umfassend ein plattenförmiges Verschließelement (1.1) zum Zurückhalten von Flammen, technischen Gasen, Flüssigkeiten und/oder Granulaten,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) eine Verkleidung (1.4) aufweist, wobei
– die Verkleidung (1.4) eine Mehrzahl von Verkleidungsteilen (1.4.1) aus feuerfestem Epoxidharz/Leichtbeton umfasst und
– zumindest zwei sich parallel gegenüberliegende Flachseiten des Verschließelements (1.1) welches mindestens auf einer Seite mit mindestens einem Verkleidungsteil (1.4.1) versehen ist.

2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine einem Untergrund (3) abgewandte Oberseite des Verschließelements (1.1) mit einem Verkleidungsteil (1.4.1) versehen ist.

3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) jeweils stirnseitig mit einem weiteren Verkleidungsteil (1.4.1) versehen ist.

4. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungsteile (1.4.1) jeweils aus einem Epoxidharz/ Leichtbeton gebildet sind.

5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) mit den Verkleidungsteilen (1.4.1) kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig verbunden ist.

6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) mit zumindest einem Verkleidungsteil (1.4.1) verschraubt ist.

7. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) mit zumindest einem Verkleidungsteil (1.4.1) adhäsiv verbunden ist.

8. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) mindestens ein Hohlkammerprofil (1.1.2) aus einer Metalllegierung oder einem Hochtemperaturkunststoff aufweist.

9. Vorrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) eine Mehrzahl von Hohlkammerprofilen (1.1.2) aufweist, die in vertikaler Richtung aufeinander gestapelt und miteinander kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig verbunden sind.

10. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens ein Dichtelement (6), welches zwischen einer den Raum begrenzenden Wand (5) und einer der Wand (5) zugewandten Stirnseite des Verschließelements (1.1) angeordnet ist.

11. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (1.4.1) zumindest abschnittsweise mit einem Schutzelement (7) versehen ist.

12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) als ein mit dem Untergrund (3) und/oder der Wand (5) fest verbundenes Verschließelement (1.1) ausgebildet ist.

13. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließelement (1.1) einen gegenüber dem Untergrund (3) verdrehbaren und/oder verschiebbaren Abschnitt (1.1.1) aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung eines Raumes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Vorrichtung zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung eines Raumes ist beispielsweise aus der EP 1 895 089 B1 bekannt, welche eine Barriere, insbesondere zum Zurückhalten von Flüssigkeiten und Granulaten, offenbart. Die Vorrichtung umfasst einen Barrierenkörper, dessen erstes Ende mittels mindestens eines viergliedrigen Koppelgetriebes schwenkbar an einem Drehgelenk angeordnet ist. Dabei enthält eine Schwenkbewegung des Barrierenkörpers zwischen einer oberen Position und einer unteren Position mindestens eine Bewegungskomponente in Richtung einer Achse des Drehgelenks.

Weiterhin ist in der DE 10 2010 062 449 A1 eine Vorrichtung zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung eines Raumes beschrieben. Die Vorrichtung umfasst ein auf einen Öffnungsboden dichtend aufsetzbares Verschließelement, welches in Führungen, die an beiden Seiten der Öffnung vertikal angeordnet sind, zwischen einer geöffneten Position in einem oberen Bereich der Öffnung und einer geschlossenen Position auf dem Öffnungsboden senkrecht bewegbar geführt ist und welches mit zumindest einem Gegengewicht verbunden ist, mittels dem das Verschließelement ohne eine zusätzliche auf das Verschließelement einwirkende Kraft bewegungslos in seiner jeweiligen Position gehalten ist. Das Verschließelement ist hierbei mit zumindest einer pneumatischen, hydraulischen und/oder motorischen Antriebseinheit zum Bewegen des Verschließelementes gekoppelt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine gasdichte, flüssigkeitsdichte, flammen-, brand- und hitzebeständige Vorrichtung zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung eines Raumes anzugeben.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Eine Vorrichtung zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung eines Raumes umfasst ein plattenförmiges Verschließelement, welches zum Zurückhalten von Flammen, technischen Gasen, Flüssigkeiten und/oder Granulaten vorgesehen ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Verschließelement eine Verkleidung aufweist, wobei die Verkleidung eine Mehrzahl von Verkleidungsteilen aus feuerfestem Epoxidharz/Leichtbeton umfasst und wobei zumindest zwei sich parallel gegenüberliegende Flachseiten des Verschließelements jeweils mit mindestens einem Verkleidungsteil versehen sind. Als technische Gase werden solche Gase erachtet, die schwerer als Luft sind, so dass sie mittels der Vorrichtung im Wesentlichen zurückhaltbar sind.

Mittels der Verkleidung des Verschließelements aus feuerfestem Epoxidharz/Leichtbeton ist die Vorrichtung flamm-, gas-, thermisch und chemisch hochbeständig sowie flüssigkeitsdicht ausgebildet. Das Verschließelement ist mit der Unterseite auf einem Untergrund angeordnet, wobei die Unterseite mittels der an den Flachseiten des Verschließelements angeordneten Verkleidungsteilen abgedichtet ist. Die Vorrichtung ist dazu vorgesehen, im Havarie-Fall einen Übertritt von Flammen, technischen Gasen, Flüssigkeiten und/oder Granulaten durch die Öffnung des Raumes zumindest für einen vorgegebenen Zeitraum zu verhindern. Mittels der Verkleidung kann dieser Zeitraum gegenüber dem Stand der Technik erheblich verlängert werden, da aufgrund der feuerfesten Verkleidungsteile eine mechanische Stabilität der Vorrichtung auch bei Brand und Hitzeeinwirkung sowie gleichzeitiger Flüssigkeits- und/ oder Granulatbelastung sichergestellt bleibt.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist zusätzlich eine einem Untergrund abgewandte Oberseite des Verschließelements mit einem weiteren Verkleidungsteil versehen. Die chemische, mechanische sowie thermische Stabilität des Verschließelements wird damit weiter verbessert.

Des Weiteren ist es möglich, das Verschließelement stirnseitig mit jeweils einem weiteren Verkleidungsteil zu versehen, so dass dieses mit Ausnahme einer dem Untergrund zugewandten Unterseite vollständig verkleidet ist. Die Unterseite ist durch einen randseitigen Abschluss der an den Flachseiten angeordneten Verkleidungsteilen mit dem Untergrund abgedichtet.

Die Verkleidungsteile sind vorzugsweise jeweils aus einem feuerfestem Epoxidharz/Leichtbeton gebildet, mittels welchem das Verschließelement einen Feuerwiderstand von beispielsweise mindestens 30 Minuten aufweist. Der Feuerwiderstand ist dabei u. a. abhängig von einer Dicke der jeweiligen Verkleidungsteile.

Zur Ausbildung eines mechanisch stabilen Verschließelements ist dieses mit den Verkleidungsteilen kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig verbunden. Beispielsweise ist das Verschließelement mit zumindest einem Verkleidungsteil verschraubt und alternativ oder zusätzlich mit zumindest einem Verkleidungsteil adhäsiv verbunden. Mittels der adhäsiven Verbindung ist das zumindest eine Verkleidungsteil zudem gegen das Verschließelement abgedichtet.

Das Verschließelement weist bevorzugt mindestens ein Hohlkammerprofil aus einem Metall oder einer Metalllegierung oder alternativ aus einem Hochtemperaturkunststoff auf. Beispielsweise ist das Hohlkammerprofil aus Stahl gebildet, welches sich durch eine hohe mechanische Festigkeit und Temperaturbeständigkeit auszeichnet. Alternativ ist das Hohlkammerprofil auch aus Aluminium gebildet.

Besonders bevorzugt weist das Verschließelement eine Mehrzahl von Hohlkammerprofilen auf, die in vertikaler Richtung aufeinander gestapelt und miteinander kraft- und/oder form- und/oder stoffschlüssig verbunden sind. Beispielsweise sind die Hohlkammerprofile miteinander verschraubt und zusätzlich mittels eines Klebstoffs oder einer Dichtmasse zueinander abgedichtet. Alternativ oder zusätzlich können die Hohlkammerprofile auch miteinander verschweißt sein.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist mindestens ein Dichtelement vorgesehen, welches zwischen einer den Raum begrenzenden Wand und einer der Wand zugewandten Stirnseite des Verschließelements angeordnet ist. Mittels des Dichtelements ist ein Umgehen des Verschließelements durch anstehende Flüssigkeiten und/oder Granulate zwischen der Wand und dem Verschließelement vermieden. Das Dichtelement ist beispielsweise aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk oder Silikon geformt.

Weiterhin ist eine Verkleidung optional zumindest abschnittsweise mit einem Schutzelement versehen. Das Schutzelement ist bevorzugt aus einem hitzebeständigen Metall, z. B. Stahl oder als Schutzfolie gebildet und als Schutzblech an einer der Öffnung abgewandten Flachseite des Verschließelements angeordnet. Das Schutzelement dient dabei z. B. als Anfahrschutz und Wetterschutz.

Gemäß einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist das Verschließelement ein mit dem Untergrund und/oder mit der Wand fest verbundenes Verschließelement.

Alternativ oder zusätzlich umfasst das Verschließelement einen gegenüber dem Untergrund verdrehbaren und/oder verschiebbaren Abschnitt. Der Abschnitt ist innerhalb der Vorrichtung vertikal und/oder horizontal verschiebbar oder um eine Drehachse verdrehbar.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.

Darin zeigen:

1 schematisch eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum zumindest teilweisen Verschließen einer Öffnung eines Raumes mit einem mit einem Untergrund und/oder einer die Öffnung begrenzenden Wand fest verbundenen Verschließelement,

2 schematisch eine Draufsicht auf ein alternatives Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß 1 mit einem gegen den Untergrund und/oder der Wand verdreh- und/oder verschiebbaren Abschnitt,

3 schematisch eine perspektivische Ansicht eines Hohlkammerprofils,

4 schematisch eine Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Verschließelements mit einer Mehrzahl von Hohlkammerprofilen und einer Verkleidung auf Oberseite und Stirnseiten,

5 schematisch eine Schnittdarstellung eines vergrößerten Ausschnitts aus dem Verschließelement gemäß 4 und einem Befestigungsmittel,

6 schematisch eine Schnittdarstellung eines Ausschnitts aus dem Verschließelement mit Befestigungspunkten und

7 schematisch einen Längsschnitt eines Ausschnitts aus dem Verschließelement.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Zur besseren Veranschaulichung ist in allen 1 bis 7 ein dreidimensionales Koordinatensystem mit einer x-Achse, einer y-Achse und einer z-Achse dargestellt.

1 zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine Vorrichtung 1 zum horizontalen Verschließen einer Öffnung 2 eines nicht näher dargestellten Raumes mit einem Verschließelement 1.1 zum Zurückhalten von Flüssigkeiten und/oder Granulaten.

Die Öffnung 2 ist zusätzlich vertikal in Richtung der z-Achse und horizontal in Richtung der x-Achse mittels eines gegenüber einem Untergrund 3 in Richtung der x-Achse beweglichen weiteren Verschließelements 4, z. B. eine Tür oder ein Tor, verschließbar. Eine Schließposition des weiteren Verschließelements 4 ist mittels gestrichelter Linien dargestellt.

Die Vorrichtung 1 umfasst ein in 4 näher dargestelltes und beschriebenes Verschließelement 1.1, welches mit dem Untergrund 3 und/oder einer die Öffnung 2 begrenzenden Wand 5 fest verbunden und gegen diese mittels Dichtelementen 6 abgedichtet ist.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist das Verschließelement 1.1 einen u-förmigen Verlauf auf und ist beispielsweise mit jeweils einem stirnseitigen Ende mit der Wand 5 verschraubt. Um ein Umgehen des Verschließelements 1.1 durch anstehende Flüssigkeiten und/oder Granulate zwischen der Wand 5 und dem befestigten Ende des Verschließelements 1.1 zu vermeiden, sind zwischen dem befestigten Ende des Verschließelements 1.1 und der Wand 5 die Dichtelemente 6 angeordnet, die z. B. jeweils aus einer Dichtmasse gebildet sind. Als Dichtmasse eignet sich beispielsweise Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, Silikon oder ein ähnliches Elastomer. Das Verschließelement 1.1 mit dem Dichtelementen 6 ist Durch eine Verkleidung 1.4 auf der Innen und/oder Außenseite geschützt.

Eine alternative Ausführungsform der beschriebenen Vorrichtung 1 ist in 2 dargestellt, wobei die Vorrichtung 1 schematisch in Draufsicht gezeigt ist. Das Verschließelement 1.1 weist hierbei einen gegenüber dem Untergrund 3 vertikal in Richtung der z-Achse verschiebbaren Abschnitt 1.1.1 auf, welcher unabhängig von einer Offen- und/oder der Schließposition des weiteren Verschließelements 4 gegen den Untergrund 3 vertikal verschiebbar ist.

Der Abschnitt 1.1.1 ist dazu innerhalb fest mit dem Untergrund 3 verbundenen Aufnahmeelementen 1.2 geführt, welche jeweils ein U-Profil aufweisen. Zum Zurückhalten von Flüssigkeiten und/oder Granulaten, z. B. im Havarie Fall, kann der Abschnitt 1.1.1 in Richtung der z-Achse nach oben oder nach unten bewegt und dabei dichtend auf den Untergrund 3 aufgesetzt werden. Vorzugsweise weist dazu das Verschließelement 1.1 ein hier nicht dargestelltes weiteres Dichtelement auf, welches an einer Unterseite des Verschließelements 1.1 angeordnet ist und komprimiert wird, wenn das Verschließelement 1.1 auf den Untergrund 3 aufsetzt. Das Verschließelement 1.1 mit dem Dichtelementen 6, die Aufnahmeelemente 1.2, sowie der Abschnitt 1.1.1 sind durch eine Verkleidung 1.4 auf der Innen und/oder Außenseite geschützt.

Alternativ kann der Abschnitt 1.1.1 gegenüber dem Untergrund 3 auch horizontal in Richtung der y-Achse verschiebbar oder verdrehbar ausgebildet sein.

3 zeigt in schematisch perspektivischer Ansicht ein Hohlkammerprofil 1.1.2 mit dem Querschnittsprofil eines Vierkantrohrs, welches einen Teil des Verschließelements 1.1 bildet.

Das Hohlkammerprofil 1.1.2 ist beispielsweise aus Metall oder einer Metalllegierung, vorzugsweise aus Stahl, oder alternativ aus einem Hochtemperaturkunststoff geformt und weist in zwei in Richtung der z-Achse sich gegenüberliegenden Seiten Befestigungsöffnungen 1.3 auf, die jeweils der Aufnahme eines beispielhaft in 5 gezeigten Befestigungsmittels 1.5 zur kraftschlüssigen Verbindung des Hohlkammerprofils 1.1.2 mit dem Untergrund 3 und ggf. weiteren Hohlkammerprofilen 1.1.2 dienen.

Das Hohlkammerprofil 1.1.2 weist beispielsweise Abmessungen in Richtung der y-Achse von 10 cm und in Richtung der z-Achse von 20 cm auf. Eine Länge des Hohlkammerprofils 1.1.2 in Richtung der x-Achse ist abhängig von einer Dimensionierung des Verschließelements 1.1.

4 zeigt dazu eine Schnittdarstellung, insbesondere einen Längsschnitt eines Verschließelements 1.1 mit einer Mehrzahl von Hohlkammerprofilen 1.1.2.

Die Hohlkammerprofile 1.1.2 sind in Richtung der z-Achse nebeneinander angeordnet und kraftschlüssig miteinander verbunden. Dazu können die in 3 gezeigten Befestigungsöffnungen 1.3, welche in den sich gegenüberliegenden Seiten eines Hohlkammerprofils 1.1.2 eingebracht sind, in Richtung der z-Achse fluchtend zueinander angeordnet oder versetzt zueinander angeordnet sein. In die Befestigungsöffnungen 1.3 sind z. B. Schrauben oder Bolzen anordenbar.

Zusätzlich zur kraftschlüssigen Verbindung können die Hohlkammerprofile 1.1.2 stoffschlüssig miteinander verbunden sein. Dazu ist jeweils zwischen zwei Hohlkammerprofilen 1.1.2 und/oder zwischen dem Untergrund 3 und einem dem Untergrund 3 zugewandten unteren Hohlkammerprofil 1.1.2 ein Adhäsionsmittel oder eine Dichtmasse eingebracht, so dass die Hohlkammerprofile 1.1.2 zueinander abgedichtet sind. Alternativ oder zusätzlich können die Hohlkammerprofile 1.1.2 miteinander verschweißt sein.

Die Hohlkammerprofile 1.1.2 bilden hierbei ein flüssigkeitsdichtes Verschließelement 1.1, welches eine bestimmte Temperaturbeständigkeit aufweist. Zur Verbesserung einer Temperaturbeständigkeit, insbesondere einer Hitzebeständigkeit ist das gezeigte Verschließelement 1.1 erfindungsgemäß mit einer Verkleidung 1.4 versehen, welche die Hohlkammerprofile 1.1.2 zumindest abschnittsweise verdeckt.

Im gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst die Verkleidung 1.4 mehrere Verkleidungsteile 1.4.1, wobei eine Stirnseite, eine Oberseite, eine Vorder- und eine Rückseite des Verschließelements 1.1 jeweils mit mindestens einem Verkleidungsteil 1.4.1 versehen sind. Die Vorder- und Rückseite des Verschließelements 1.1 sind aufgrund der Schnittdarstellung im vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht dargestellt.

Beispielsweise sind die Stirnseiten, die Oberseite, Vorder- und Rückseite des Verschließelements 1.1 mit jeweils einem Verkleidungsteil 1.4.1 versehen, so dass mit Ausnahme einer Unterseite des Verschließelements 1.1 dieser vollständig verkleidet ist. Alternativ ist es auch möglich, jeweils mehrere Verkleidungsteile 1.4.1 auf den Stirnseiten, der Oberseite, Vorder- und/oder Rückseite des Verschließelements 1.1 anzuordnen.

Die Verkleidungsteile 1.4.1 sind aus einem feuerfestem Epoxidharz/Leichtbeton, gebildet. Beispielsweise sind die Verkleidungsteile 1.4.1 jeweils als eine mit Glasfasermatten verstärkte feuerfeste Epoxidharz/Leichtbeton-platte mit einer Dicke von beispielsweise 5–40 mm ausgebildet, wobei eine Länge und Breite eines Verkleidungsteils 1.4.1 mit den Abmessungen des jeweils zu verdeckenden Hohlkammerprofils 1.1.2 oder der Hohlkammerprofile 1.1.2 korrespondieren. Vorzugsweise sind die Verkleidungsteile 1.4.1 derart dimensioniert, dass die Verkleidung 1.4 randseitig mit dem Untergrund 3 abschließt, so dass insbesondere die Unterseite des Verschließelements 1.1, welche nicht mit einem Verkleidungsteil 1.4.1 versehen ist, abgedichtet ist.

Die Verkleidungsteile 1.4.1 sind mit den Hohlkammerprofilen 1.1.2 jeweils stoffschlüssig und kraftschlüssig verbunden. Insbesondere sind die Verkleidungsteile 1.4.1 jeweils mit den Hohlkammerprofilen 1.1.2 verklebt und verschraubt.

5 zeigt dazu beispielhaft einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Verschließelement 1.1 in Schnittdarstellung, insbesondere in einem Längsschnitt. Der Ausschnitt zeigt einen Teil der Oberseite des Verschließelements 1.1 und ein Befestigungsmittel 1.5, welches das Verkleidungsteil 1.4.1 mit dem die Oberseite des Verschließelements 1.1 verdeckenden Hohlkammerprofil 1.1.2 kraft-, form- und stoffschlüssig verbindet.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst das Befestigungsmittel 1.5 einen Gewindebolzen 1.5.1, welcher mit einer Mutter 1.5.2 und ggf. einer Unterlegscheibe (nicht dargestellt) versehen ist. Der Gewindebolzen 1.5.1 ist mit seinem dem Hohlkammerprofil 1.1.2 zugewandten Ende stoffschlüssig am Hohlkammerprofil 1.1.2 fixiert, z. B. mittels Punktschweißung. Dazu ist der Gewindebolzen 1.5.1 vorzugsweise aus dem gleichen Material gebildet wie das Hohlkammerprofil 1.1.2. Beispielsweise sind der Gewindebolzen 1.5.1 und das Hohlkammerprofil 1.1.2 aus Stahl gebildet.

Der Gewindebolzen 1.5.1 ist durch eine Bohrung 1.4.1.1 im Verkleidungsteil 1.4.1 geführt, wobei die Mutter 1.5.2 in einer Aussparung 1.4.1.2 angeordnet ist, deren Durchmesser gegenüber einem Durchmesser der Bohrung 1.4.1.1 vergrößert ist. Die Mutter 1.5.2 liegt auf einer Anlagefläche der Aussparung 1.4.1.2 an und fixiert das Verkleidungsteil 1.4.1 somit zusätzlich kraft- und formschlüssig. Die Aussparung 1.4.1.2 wird nach Fixierung der Mutter 1.5.2 mittels Applikation einer Spachtelmasse verschlossen und stoffschlüssig fixiert.

In einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel kann anstelle des Gewindebolzens 1.5.1 auch die Mutter 1.5.2 stoffschlüssig am Hohlkammerprofil 1.1.2 fixiert sein. Die Anordnung der Aussparung 1.4.1.2 und der Bohrung 1.4.1.1 ist dann umgekehrt zum gezeigten Ausführungsbeispiel.

Darüber hinaus ist das Verkleidungsteil 1.4.1 im gezeigten Ausführungsbeispiel mittels eines Klebstoffs K adhäsiv mit dem Hohlkammerprofil 1.1.2 verbunden, so dass das Verkleidungsteil 1.4.1 gegenüber dem Hohlkammerprofil 1.1.2 abgedichtet ist und eine mechanische Stabilität der Verbindung erhöht ist.

6 zeigt einen weiteren Ausschnitt aus dem Verschließelement 1.1 mit drei Verkleidungsteilen 1.4.1, mittels welchem eine Stirnseite, die Oberseite und eine Flachseite des Verschließelements 1.1 verkleidet ist. Der Ausschnitt aus dem Verschließelement 1.1 ist schematisch in semitransparenter Vorderansicht gezeigt, wobei die Hohlkammerprofile 1.1.2 mit gestrichelten Linien dargestellt sind.

Die gezeigten Verkleidungsteile 1.4.1 weisen jeweils zwei der zuvor beschriebenen Aussparungen 1.4.1.2 auf. Diese Anzahl an Aussparungen 1.4.1.2 ist dabei nur beispielhaft. Alternativ kann diese Anzahl der Aussparungen 1.4.1.2 für jedes Verkleidungsteil 1.4.1 variieren.

Des Weiteren ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel gezeigt, dass eine Verbindungsfläche zwischen zwei Verkleidungsteilen 1.4.1 in einem Winkel von ca. 90 Grad zu einer Normalen einer Querschnittsfläche der entsprechenden Verkleidungsteile 1.4.1 ist. Die Verkleidungsteile 1.4.1 werden stoff- und kraftschlüssig miteinander verbunden. Beispielsweise werden die Verkleidungsteile 1.4.1 mittels Gelenkkopfschrauben kraftschlüssig und mittels Spachtelmasse stoffschlüssig miteinander verbunden.

7 zeigt einen Längsschnitt eines Ausschnitts aus dem Verschließelement 1.1 in Draufsicht. Dabei sind die Verbindungsflächen mit jeweils zwei miteinander verbundenen Verkleidungsteilen 1.4.1 sowie das Hohlkammerprofil 1.1.2 gezeigt.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Verkleidungsteile 1.4.1 auf der Vorderseite und zwei Verkleidungsteile 1.4.1 auf der Rückseite des Verschließelements 1.1 angeordnet und derart miteinander verbunden, wie es bereits in 6 beschrieben ist.

Des Weiteren umfasst die Verkleidung 1.4 im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Schutzelement 7, welches blech-plattenartig oder durch Schutzfolie ausgeführt ist und als Anfahr und Wetterschutz dient. Das Schutzelement 7 ist vorzugsweise aus Metall oder alternativ aus Kunststoff gebildet.

In einem nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Verkleidung 1.4 vollständig von einem Schutzelement 7 oder von mehreren Schutzelementen 7 verdeckt.

Bezugszeichenliste

1
Vorrichtung
1.1
Verschließelement
1.1.1
Abschnitt
1.1.2
Hohlkammerprofil
1.2
Aufnahmeelement
1.3
Befestigungsöffnung
1.4
Verkleidung
1.4.1
Verkleidungsteil
1.4.1.1
Bohrung
1.4.1.2
Aussparung
1.5
Befestigungsmittel
1.5.1
Gewindebolzen
1.5.2
Mutter
2
Öffnung
3
Untergrund
4
weiteres Verschließelement
5
Wand
6
Dichtelement
7
Schutzelement
K
Klebstoff

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 1895089 B1 [0002]
  • DE 102010062449 A1 [0003]