Title:
Gebäude
Kind Code:
A1


Abstract:

Bei einem Gebäude mit einem Erdgeschoss und einem unmittelbar auf dem Erdgeschoss angeordneten Dachgeschoss mit einer Dachkonstruktion, ist die Achse der Dachkonstruktion gegenüber dem Erdgeschoss um 40° bis 50°, insbesondere um 45°, gedreht ist, so dass die vier Ecken des Erdgeschosses frei vom Dachgeschoss sind, insbesondere ist von den vier freien Ecken des Erdgeschosses mindestens eine Ecke als Terrasse ausgebaut.




Inventors:
BURES UDO PETER (DE)
BANDORSKI FRANK (DE)
Application Number:
DE102016124845A
Publication Date:
07/20/2017
Filing Date:
12/19/2016
Assignee:
BANDORSKI FRANK (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Jabbusch Siekmann & Wasiljeff (Oldenburg, DE)
Claims:
1. Gebäude (1) mit einem Erdgeschoss (2) und einem unmittelbar auf dem Erdgeschoss (2) angeordneten Dachgeschoss (3) mit einer Dachkonstruktion, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Dachkonstruktion (3) gegenüber dem Erdgeschoss (2) um 40° bis 50°, insbesondere um 45°, gedreht ist, so dass die vier Ecken (8, 9, 10, 11) des Erdgeschosses (2) frei vom Dachgeschoss (3) sind.

2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von den vier freien Ecken (8, 9, 10, 11) des Erdgeschosses (2) mindestens eine Ecke als Terrasse ausgebaut ist.

3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle freie Ecken (8, 9, 10, 11) des Erdgeschosses als Terrasse ausgebaut sind.

4. Gebäude nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von den vier freien Ecken (8, 9, 10, 11) des Erdgeschosses (2) mindestens eine Ecke als Wintergarten (15) ausgebaut ist.

5. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Erdgeschoss (2) eine rechteckige Grundform hat.

6. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse der Dachkonstruktion der Firstrichtung der Dachkonstruktion entspricht.

7. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dachkonstruktion mindestens zwei sich gegenüberliegende Dachflächen (4, 5) aufweist.

8. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens eine Dachfläche (4, 5) im Bereich einer freien Ecke (8, 9, 10, 11) des Erdgeschosses (2) eine Gaube (6, 7) mit einer zu der freien Ecke (9, 11) führenden Tür (21) eingebaut ist.

9. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in seinen vier Eckbereichen über die Grundfläche des Erdgeschosses (2) überstehende Dachecken (16, 17, 18, 19) aufweist.

10. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebäude (1) eine quadratische Grundform hat.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Gebäude mit einem Erdgeschoss und einem unmittelbar auf dem Erdgeschoss angeordneten Dachgeschoss mit einer Dachkonstruktion. Derartige Häuser, insbesondere in Form von Einfamilienhäusern, gegebenenfalls auch mit Kellern, sind bekannt. Unter einer Dachkonstruktion werden hier nach oben über die Grundfläche hinausragende Dachkonstruktionen verstanden, also beispielsweise Satteldächer, Walmdächer, Krüppelwalmdächer, Zeltdächer, Kreuzdächer, Mansardendächer, Tonnendächer oder andere Dächer, jedoch keine Flachdächer.

Um Terrassenflächen, hier nämlich Dachterrassen, zu schaffen, werden bei derartigen Häusern Ausnehmungen in die Dachfläche eingezogen, um dort eine Terrasse zu schaffen. Oftmals werden auch vor die Giebelseiten Balkons gebaut, mit denen ebenfalls vergleichbare Flächen geschaffen werden können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Gebäude der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die Ausbildung von Terrassen auf besonders einfache Art ermöglicht ist.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit einem Gebäude mit den Merkmalen des Schutzanspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Bei einem Gebäude mit einem Erdgeschoss und einem unmittelbar auf dem Erdgeschoss angeordneten Dachgeschoss mit einer Dachkonstruktion, insbesondere Dachschrägen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Achse der Dachkonstruktion gegenüber dem Erdgeschoss um 40° bis 50°, insbesondere um 45° gedreht ist, so dass die vier Ecken des Erdgeschosses frei vom Dachgeschoss sind.

Mit einem derartigen Gebäude lassen sich auf innovative Weise Dachterrassen und andere architektonische Highlights verwirklichen. Durch die freien Ecken des Erdgeschosses ist auch eine besondere Sicherheit im Brandfall gegeben. Es lassen sich Fluchtwege zu allen vier Eckbereichen realisieren.

Besonders bevorzugt ist von den vier freien Ecken des Erdgeschosses mindestens eine Ecke als Dachterrasse ausgebaut. Bevorzugt können auch zwei, drei oder alle vier Ecken des Erdgeschosses als Dachterrasse ausgebaut sein. Der Ausbau aller vier Ecken des Erdgeschosses als Dachterrasse stellt eine besonders bevorzugte und auch einfache Ausgestaltung dar. In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist von den vier freien Ecken des Erdgeschosses mindestens eine Ecke als Wintergarten ausgebaut. Alternativ können auch zwei, drei oder alle vier Ecken als Wintergarten ausgebaut sein.

Bevorzugt entspricht die Achse der Dachkonstruktion der Firstrichtung der Dachkonstruktion. Dies gilt insbesondere für Satteldächer, Walmdächer und Mansardendächer. Die Dachkonstruktion weist dabei bevorzugt mindestens zwei sich gegenüberliegende Dachflächen auf.

Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, dass in mindestens einer Dachfläche des Dachgeschosses im Bereich einer freien Ecke des Erdgeschosses eine Gaube mit einer zu der freien Ecke führenden Tür eingebaut ist. Auf diese Weise werden die freien Ecken im Bereich der Dachschrägen besonders gut nutzbar. Bevorzugt sind solche Gauben auf beiden Seiten des Dachgeschosses, in denen die Dachschrägen angeordnet sind, vorgesehen. Die freie Ecke kann auch im Bereich des Dachgeschosses entweder als Dachterrasse oder als Wintergarten ausgebaut sein.

In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung steht das Dachgeschoss in seinen vier Eckbereichen über die Grundfläche des Erdgeschosses hinaus. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, das Dachgeschoss in diesen Bereichen abzuknicken oder zu verkürzen, so dass ein Überstand in diesen Bereichen vermieden wird. Das Gebäude hat in einer bevorzugten Ausgestaltung eine rechteckige Grundform, besonders bevorzugt eine quadratische Grundform. Dabei sind dann insbesondere das Erdgeschoss und das Dachgeschoss quadratisch ausgebildet.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen weiter erläutert. Im Einzelnen zeigen die Darstellungen in:

1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gebäudes;

2 eine erste perspektivische Ansicht des Gebäudes gemäß 1;

3 eine zweite perspektivische Seitenansicht des Gebäudes gemäß 1 und

4 eine dritte perspektivische Seitenansicht des Gebäudes gemäß 1.

In 1 ist eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Gebäude 1 dargestellt. Das erfindungsgemäße Gebäude 1 weist ein Erdgeschoss 2 und ein Dachgeschoss 3 auf, wobei das Dachgeschoss 3 eine erste Dachfläche 4 und eine zweite Dachfläche 5 aufweist. In der Dachfläche 4 ist eine Gaube 6 und in der Dachfläche 5 ist eine Gaube 7 eingebaut. Das Dachgeschoss 3 ist gegenüber dem Erdgeschoss 2 um 45° gedreht. Dadurch entstehen im Bereich des Erdgeschosses 2 freie Ecken. Diese sind hier mit 8, 9, 10 und 11 gekennzeichnet. Umgekehrt steht das Dachgeschoss mit seinen Ecken dann über die Grundfläche des Erdgeschosses hinaus. Diese überstehenden Dachecken sind hier als 16, 17, 18 und 19 gekennzeichnet. Durch die erfindungsgemäße Architektur sind hier insbesondere die vier freistehenden Ecken 8, 9, 10 und 11 nutzbar. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind hier die Ecken 8, 9 und 11 als Terrassen 12, 13 und 14 ausgebildet, während die Ecke 10 als Wintergarten 15 ausgebildet ist. Zu der Terrasse 12 und dem Wintergarten 15 ist ein Zugang durch Türen in den Giebelseiten des Dachgeschosses möglich. Zu den Terrassen 13 und 14 sind bevorzugt in die Dachflächen, dort insbesondere in die Gauben 6 und 7 einzubauende Türen vorgesehen, über die ein Zugang zu den Terrassen 13 und 14 ermöglicht ist.

Die 2, 3 und 4 zeigen weitere perspektivische Ansichten des Gebäudes gemäß 1. So ist in 2 insbesondere die Ecke 10 mit dem Wintergarten 15 dargestellt. Es lassen sich hier auch besonders gut die überstehenden Dachecken 17 und 18 erkennen. Diese bilden Vorsprünge und gleichzeitig Überdächer. So ist unter der Ecke 18 eine Tür, eventuell eine Haustür oder eine Terrassentür vorgesehen, die durch die überstehende Ecke 18 einen Witterungsschutz hat. In 3 ist hier insbesondere die freie Ecke 9 des Erdgeschosses 2 mit der darauf angeordneten Terrasse 13 zu erkennen. Die Terrasse 13 weist ein Terrassengeländer 22 auf. Der Zugang zu der Terrasse 13 erfolgt über eine Tür 21 in der Gaube 7. Demgegenüber ist in 4 die freie Ecke 8 mit der Terrasse 12 des Gebäudes 1 dargestellt. Unter der überstehenden Dachecke 16 ist hier eine Tür 20 zu erkennen, die durch die überstehende Dachecke 16 einen Witterungsschutz erfährt. Weiterhin sind hier die beiden Gauben 6 und 7 zu erkennen, die aus den Dachflächen 4 und 5 herausragen und in denen Türen angeordnet sind, so dass über die Gauben 6 und 7 ein Zugang zu den Terrassen 13 und 14 erfolgen kann. Die Terrassen sind jeweils mit einem Terrassengeländer 22 versehen.

Alle in der vorstehenden Beschreibung und in den Ansprüchen genannten Merkmale sind in einer beliebigen Auswahl mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs kombinierbar. Die Offenbarung der Erfindung ist somit nicht auf die beschriebenen bzw. beanspruchten Merkmalskombinationen beschränkt, vielmehr sind alle im Rahmen der Erfindung sinnvollen Merkmalskombinationen als offenbart zu betrachten.