Title:
Gathering stitcher with variable chain distribution
Kind Code:
B1


Inventors:
Kinne, Klaus (Markranstädter Straße 14, 04229 Leipzig, DE)
Brünner, Torsten (Zum Grünen Winkel 27, 04451 Zweenfurth, DE)
Tischer, Siegmar (Am Mittelgraben 9, 04451 Borsdorf, DE)
Richter, Lutz (Auenblick 5, 04435 Schkeuditz, DE)
Application Number:
EP20070120479
Publication Date:
07/13/2011
Filing Date:
11/12/2007
Assignee:
Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft (Kurfürsten-Anlage 52-60, 69115 Heidelberg, DE)
International Classes:
B42B4/00; B65H5/32
European Classes:
B65H5/32; B42B4/00
View Patent Images:
Domestic Patent References:



Foreign References:
GB688375A
3807547CONVEYING ARRANGEMENT FOR PAPER SHEETS AND SIMILAR OBJECTS
Attorney, Agent or Firm:
Franzen, Peter (Heidelberger Druckmaschinen AG Intellectual Property Kurfürsten-Anlage 52-60, 69115 Heidelberg, DE)
Claims:
1. Saddle stitcher (1) having an endless saddle chain (20) with chain roof segments (22) attached thereto, which together form a chain roof (25) for collating and transporting folded sheets (2) in straddled formation, the saddle chain (20) including entrainment elements (24) whose position is adjustable and which protrude in a direction perpendicular to the conveying direction from the chain roof (25) of the saddle chain (20) in an active position,
characterized by
the fact that in an inactive position, the entrainment elements (24) form part of the roof (25) of the saddle chain (20).

2. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the saddle chain (20) is of one-piece construction.

3. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the saddle chain (20) is of two-piece construction.

4. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the entrainment element (24) is designed to be foldable.

5. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the entrainment elements (24) are actuated by at least one control device.

6. Saddle stitcher according to claim 5,
characterized by
the fact that the at least one control device consists of actuating device (40) and control mechanism (30).

7. Saddle stitcher according to claim 5,
characterized by
the fact that each entrainment element (24) can individually be activated or deactivated by the actuating device (40) using at least one control mechanism (30).

8. Saddle stitcher according to claim 6,
characterized by
the fact that the control mechanism (30) includes a control lever (31), a compression spring (32), blade bearings (33) and a swivel lever (34) with blades.

9. Saddle stitcher according to claim 8,
characterized by
the fact that the control lever (31) is swivellable against the spring force of a compression spring (32),
the blade bearing (33) is coupled to the control lever (31), the swivel lever (34) is supported on its blade on the blade bearing (33), thus causing the position of the entrainment element (24) to be changeable due to the changeability of the swivel angle of the swivel lever (34).

10. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the entrainment elements (24) that are located on the right and left sides of the saddle chain (20) as viewed in the conveying direction are jointly actuated.

11. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the entrainment elements (24) that are located on the right and left sides of the saddle chain as viewed in the conveying direction are actuated individually.

12. Saddle stitcher according to claim 11 including an inkjet device on one side of the collating path for printing on the products,
characterized by
the fact that an actuating device (40) is provided upstream and/or downstream of the ink jet device as viewed in the conveying direction.

13. Saddle stitcher according to claim 11 including a dispensing and application device (9) on one side of the collating path,
characterized by
the fact that an actuating device (40) is provided upstream and/or downstream of the dispensing and application device (9).

14. Saddle stitcher according to claim 6,
characterized by
the fact that a control cam (41) is located in the delivery region downstream of the stitching station.

15. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the control cam (41) is displaceable.

16. Saddle stitcher according to claim 1,
characterized by
the fact that the arrangement of the entrainment elements (24) on the saddle chain (20) is format-dependent.

17. Method of adapting the endless saddle chain of a saddle stitcher according to one of claims 1 to 16 to the format of the product,
including the following steps of a) determining the sheet format b) continuously moving the saddle chain in the conveying direction c) individually actuating the individual actuating devices d) adjusting a respective entrainment element by means of a respective actuating device using a respective control device repeating steps c) and d) until the entire saddle chain is adapted to the product format to be processed.

Description:

Die Erfindung betrifft einen Sammelhefter nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.

Gattungsgemäße Sammelhefter sind bekannt. Von Falzbogenanlegern werden einzelne Falzbogen aus einem Stapel vereinzelt, geöffnet und auf die Sammelkette abgelegt. Die Sammelkette besitzt eine Führungseinrichtung, deren oberer Abschnitt schneidenförmig ausgebildet ist und deren Gratlinie die Transport- und Heftlinie festlegt, und eine im Wesentlichen dachförmige Auflage, auf der die Falzbogen rittlings transportiert werden. Um die auf die Sammelketten abgelegten Falzbogen auch bei hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit sicher zu erfassen und eine sichere Mitnahme zu erreichen und gleichmäßig zu transportieren, besitzt die Sammelkette Mitnehmerelemente, welche die abgelegten Falzbogen in horizontaler Richtung fördern. Die von Sammelkette und den Mitnehmern geförderten Falzbogen werden durch die Sammelkette bis zu einer Heftstation transportiert, in der aufeinander liegende Falzbogen im Falz mit Hilfe einer Drahtklammer geheftet werden. Hierzu dienen oberhalb der Sammelkette angeordnete Heftköpfe sowie unterhalb der Sammelkette angeordnete Klinscherkästen, die die freien Enden der von den Heftköpfen durch die Falzbogen gestochenen Drahtklammern umbiegen. Danach werden die gehefteten Falzbogen im Auslegerbereich von der Sammelkette zur Weiterverarbeitung weiter befördert. Es folgen beispielsweise Randbeschnitt und Auslage.

Es sind Sammelhefter mit einteiliger und zweiteiliger Sammelkette zu unterscheiden. Bei Sammelheftern mit zweiteiligen Sammelketten sind zwei Rollenketten parallel angeordnet. Eine Sammelkettenhälfte übernimmt die Funktion der Hauptsammelkette und die zweite Sammelkettenhälfte die Funktion der Nebensammelkette. Das sattelförmige Kettendach wird aus Kettendachsegmenten gebildet, welche auf den in Förderrichtung rechts und links liegenden Rollenketten angebracht sind. Aus der

EP 0 916 514 B1 ist beispielsweise eine zweiteilige Sammelkette bekannt, wobei sich die Nebensammelkette nur im Bereich der Anleger bis vor die Heftstation und die Hauptsammelkette entlang der gesamten Transport- und Heftlinie über die Heftstation hinaus erstreckt. Eine derart gestaltete Sammelkette ermöglicht eine bessere Zugängigkeit im Bereich der Heftstation für Montage- und Justierarbeiten und damit einen höhere Heftqualität.

Die

EP 881 180 B1 zeigt einen Sammelhefter mit einteiliger Sammelkette. Das Kettendach besteht aus Kettendachsegmenten welche an einer Rollenkette angebracht sind. Die Mitnehmerelemente sind fest auf dem First der Sammelkette angeordnet, wodurch die Sammelkette besonders schmal ausführbar ist. Dies nimmt allerdings den Nachteil in Kauf, dass über dem First angeordnete Auflageschwerter an den Anlegern einen entsprechenden Abstand aufweisen müssen.

Eine Ausführungsform, welche diesem Nachteil begegnet, ist in der

europäischen Patentanmeldung EP 1 074 495 A1 offenbart. Hier sind die Mitnehmerelemente beweglich an der Sammelkette befestigt, so dass sie von einer im Wesentlichen seitlich vorstehende Lage in eine im Wesentlichen nach oben vorstehende Lage verschwenkbar sind. Durch die Lageveränderung kann peripher angebrachten Geräten, z. B. Inkjet-Geräten, notwendiger Raum verschafft werden und die Mitnehmerelemente behindern so die Bearbeitung des Produktes nicht. Die Mitnehmerelemente erfüllen dabei weiterhin ihre Funktion und führen das Produkt an den Schenkeln des Falzbogens. Im Anschluss an die Bearbeitungsstation bestehen durch die verschwenkten Mitnehmer Einschränkungen. So kann das Produkt nicht direkt im Anschluss geheftet oder auf Vollständigkeit z.B. mittels Firstdickenmessung überprüft werden. Zuvor müssen die Mitnehmer wieder in ihre im wesentlichen seitlich vorstehende Lage verschwenkt werden.

Die Produktivität eines Sammelhefters ist nicht allein von der Betriebsgeschwindigkeit abhängig, sondern vielmehr auch davon, wie viele Produkte man mit der Maschine in einer bestimmten Zeit bearbeiten kann. Um die Anzahl der Produkte pro Zeiteinheit und damit die Produktivität des Sammelhefters zu erhöhen, ohne die Geschwindigkeit der Sammelkette zu steigern, wird die Kettenteilung an das Produktformat angepasst. D. h., der Abstand zwischen den Mitnehmern auf der Sammelkette wird verändert. Da bei kleineren Produkten ein geringerer Abstand zwischen den Mitnehmern auf der Sammelkette ausreicht, können durch eine entsprechende Verkleinerung dieses Abstandes mehr Produkte auf der Sammelkette pro Zeiteinheit abgelegt werden, wodurch die Produktivität steigt.

Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Lösungsansätze zum Ändern der Kettenteilung bekannt. So können Mitnehmerelemente z.B. mittels Verschraubung an Außenlaschen von Rollenketten angebracht und einfach wieder entfernt werden. Oder Mitnehmerelemente können werkzeuglos mittels Klemmverbindungen auf Außenlaschen der Rollenkette angebracht werden.
In einer weiteren Variante können die Mitnehmerelemente als Kunststoffstifte gestaltet sein, welche in mit Aufnehmerlöchern versehene Sattelsegmente der Sammelkette gesteckt werden.
Problematisch an diesen Lösungsansätzen ist, dass die manuelle Veränderung der Kettenteilung aufwändig und zeitintensiv ist. Die notwendigen Standzeiten zur Anpassung der Maschine an das Produktformat bedingt wiederum eine geringere Produktivität.

Ein weiteres Problem beim Einsatz von Sammelheftern nach dem Stand der Technik besteht im Bereich des Auslegers der Heftmaschine. Ein von unten in die Falz- und Heftkante fahrendes Schwert wirft das geheftete Produkt durch eine Vertikalbewegung aus. Im selben Moment wird das Produkt jedoch noch von den Mitnehmern in horizontaler Richtung weitertransportiert. Die Überlagerung von Vertikal- und Horizontalbewegung des Produkts kann zu Markierungen oder Farbablagerungen auf der Produktinnenseite durch die unterfahrenden Mitnehmer führen.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Sammelhefter bereitzustellen, welcher flexibler einsetzbar ist, eine höhere Produktivität ermöglicht und gleichzeitig eine höhere Produktqualität gewährleistet. Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Sammelhefter nach Anspruch 1 und einem Verfahren zum Anpassen der Sammelkette an das Produktformat nach Anspruch 17.

Die Sammelkette eines erfindungsgemäßen Sammelhefters besitzt Kettendachsegmente und Mitnehmerelemente, wobei die Mitnehmerelemente in ihrer Lage verstellbar sind. So bilden die Mitnehmerelemente in einer inaktiven Lage einen Teil des Kettendachs der Sammelkette und in einer aktiven Lage stehen sie quer zur Förderrichtung aus dem Kettendach der Sammelkette hervor und erfüllen die Funktion eines Mitnehmers. Die Sammelkette selbst kann dabei einteilig oder zweiteilig ausgeführt sein. In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Mitnehmerelement klappbar gestaltet und kann über eine Steuervorrichtung angesteuert werden. Die Steuervorrichtung besteht aus einer Ansteuereinrichtung und einem Steuermechanismus, wobei die Ansteuereinrichtung ortsfest oder verschiebbar und der Steuermechanismus als Teil der Sammelkette bewegt wird.. Die Ansteuereinrichtung wirkt auf den Steuermechanismus, wodurch die Lage eines jeden Mitnehmerelements einzeln verstellt werden, d. h. das Mitnehmerelement aktiviert oder deaktiviert werden kann. Der Steuermechanismus besitzt einen Steuerhebel, Druckfedern, Schwenkhebel mit Schneiden und Schneidenlager. Bei einem Schneidenlager wälzt sich die Schneide eines Körpers in einem pfannenförmigen Gegenkörper großer Härte ab und ermöglicht eine pendelnde Bewegung des Körpers.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform werden die in Förderrichtung rechts und links an der Sammelkette sitzenden Mitnehmer einzeln angesteuert. Befindet sich an einer Seite der Sammelstrecke z. B. ein Inkjet-Gerät zum Bedrucken der Produkte oder ein Etikettenspender zum Aufbringen von Etiketten, so ist es vorteilhaft, im Bearbeitungsbereich die Mitnehmerelemente komplett einzuklappen. Die Mitnehmerelemente fügen sich somit in das Mitnehmerkettendach ein, bilden einen Teil der Auflagefläche des Kettendachs und behindern eine Inline-Bearbeitung in keinster Weise. Dazu befindet sich vor der Bearbeitungsstation eine Ansteuereinrichtung, welche das Mitnehmerelement einklappt, also deaktiviert, und nach der Bearbeitungsstation eine weitere Ansteuereinrichtung, welche das Mitnehmerelement ausklappt und wieder aktiviert.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird auch im Auslegerbereich eine Ansteuereinrichtung angebracht. Die steuerbaren Mitnehmer gewährleisten eine vom Format, d. h. von der Rückenlänge des Produktes abhängige, exakte Positionierung des Produkts zur Auslegermitte durch einen veränderbaren Zeitpunkt, zu welchem der Kontakt des Mitnehmerelements mit dem Schenkel des Falzbogens aufgehoben wird. Die notwendige Aussteuereinrichtung kann z. B. durch eine verschiebbare, auf den Steuermechanismus wirkende Steuerkurve realisiert werden.
Um die Kettenteilung an der Sammelkette an das zu bearbeitende Produktformat anzupassen und damit die Produktivität des Sammelhefters zu erhöhen, sind die Mitnehmerelemente in definierten Abständen auf der Sammelkette angebracht. Die Abstände sind so bemessen, dass durch Ein- bzw. Ausklappen gängige Formate, wie DIN A4, DIN A3, Legal, Letter, Tabloid oder auch andere Sonderformate realisiert werden können.

Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird auf die Unteransprüche sowie die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen verwiesen.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert werden. Es zeigen in schematischer Darstellung:

Fig. 1
einen erfindungsgemäßen Sammelhefter
Fig. 2
eine Sammelkette mit klappbaren Mitnehmerelementen
Fig. 3
einen Querschnitt durch die Sammelkette und Steuervorrichtung
Fig. 4
eine formatabhängig verschiebbare Steuerkurve im Ausleger in einem Teilschnitt

Fig. 1 zeigt einen Sammelhefter 100 zum Zusammentragen von Falzbogen 201-209 zur Bildung von Broschuren, welche in der Heftstation 8 geheftet werden.

Ein erster Anleger 5, welcher sich am Anfang der Sammelstrecke befindet, legt einen vereinzelten Falzbogen 205 auf der Sammelkette 20 ab. Bei dem Anleger handelt es sich um einen Trommelanleger nach dem Stand der Technik. Durch die Sammelkette 20 mit Mitnehmerelementen 24 (in Fig. 1 nicht bezeichnet) wird der Falzbogen 205 in Förderrichtung a weitertransportiert. Ein zweiter Anleger 6 legt einen zweiten vereinzelten Falzbogen 206 auf den vom ersten Anleger 5 bereitgestellten Falzbogen 205 ab, ein dritter Anleger 1 legt anschließend einen weiteren vereinzelten Falzbogen 201 auf die Sammelkette 20 ab.

In Abhängigkeit von der Anzahl Falzbogen, welche die Broschur bilden, können noch weitere (in Fig. 1 nicht dargestellte) Anleger folgen. Der in Förderrichtung a letzte Anleger ist ein Umschlagfalzanleger 3, welcher einen Bogen 203 falzt und auf die bereits gesammelten Bogen ablegt.

Die soweit komplettierte Broschur wird von der Sammelkette 20 in Förderrichtung a bis zur Heftstation 8 weitertransportiert. Dort wird die Broschur in bekannter Weise durch Heftköpfe (in Fig. 1 nicht bezeichnet) geheftet. Direkt an die Heftstation 8 schließt sich der Bereich des Auslegers des Sammelhefters 100 an. Der Auslegerbereich wird in Fig. 4 näher gezeigt.

An der Position I, und üblicher Weise im rechten Winkel zur Sammelstrecke angeordnet, befinden sich Trimmer und Auslage, welche in Fig. 1 nicht dargestellt sind. Dabei kann ein Trimmer oder ein Dreiseitenschneider mit oder ohne Mehrfachnutzentrennung zum Einsatz kommen. Die Auslage kann als Kreuzauslage oder Päckchenauslage ausgestaltet sein.

Fig. 1 zeigt weiter verschiedene Stationen 1, 2, 4, 9 zur Inline-Bearbeitung der sich auf der Sammelkette 20 befindlichen Falzbogen.

Durch eine Vorrichtung 7 wird eine Hälfte eines oberster Falzbogens 207 während der Förderbewegung in Förderrichtung a in eine nahezu horizontale Lage angehoben wodurch ein Inkjet-Gerät 2 den Falzbogen 207 auf seiner Innenseite und den sich darunter befindliche Falzbogen 202 bedrucken kann. Damit das den Falzbogen 202 führende Mitnehmerelement 24 (in Fig. 1 nicht bezeichnet) nicht mit dem Inkjet-Gerät 2 kollidiert, wird dieses vor dieser Inline-Bearbeitungsstation eingeklappt. Da sich das Inkjet-Gerät 2 in Förderrichtung a links von der Sammelkette 20 befindet, genügt es, das sich in Förderrichtung a links an der Sammelkette 20 befindliche Mitnehmerelement 24 (in Fig. 1 nicht bezeichnet) einzuklappen. Die Vorrichtung 7 kann sich genauso in Förderrichtung a rechts von der Sammelkette 20 befinden. Dann müsste das sich in Förderrichtung a rechts an der Sammelkette 20 befindliche Mitnehmerelement 24 eingeklappt werden. Wie das Mitnehmerelement eingeklappt wird, wird in Fig. 3 näher beschrieben.
Soll ein Falzbogen 204 auf seiner Oberseite durch ein Inkjet-Gerät 4 direkt in seiner Position auf der Sammelkette 20 bedruckt werden, so muss das Mitnehmerelement 24 (in Fig. 1 nicht bezeichnet) zur Vermeidung einer Kollision von Mitnehmerelement 24 und Inkjet-Gerät 4 vor der Bearbeitungsstation eingeklappt werden.
Des Weiteren besitzt der Sammelhefter 100 eine Aufspendeeinrichtung 9 zum Aufbringen von weiteren Produkten auf den Falzbogen 209. Dabei kann es sich um einen Etikettenspender, Produktprobenkleber, Kartenspender oder ähnliches handeln. Damit das sich in Förderrichtung a rechts an der Sammelkette 20 befindliche Mitnehmerelement 24 (in Fig. 1 nicht bezeichnet), welches die gesammelten Falzbogen an der Aufspendeeinrichtung 9 entlang transportiert, nicht mit der Aufspendeeinrichtung 9 kollidiert, muss selbiges Mitnehmerelement 24 (in Fig. 1 nicht bezeichnet) vorher eingeklappt werden.
Inkjet-Gerät 4 und Aufspendeeinrichtung 9 sind im Ausführungsbeispiel von Fig. 1 in Förderrichtung a nach dem Umschlagfalzanleger 3 angeordnet und dienen der Bearbeitung des Umschlages. Inkjet-Gerät 4 und Aufspendeeinrichtung 9 können genauso an anderen beliebigen Positionen entlang der Sammelstrecke angeordnet sein.

Fig. 2 zeigt ein Produkt 200, welches rittlings auf dem Kettendach 25 einer Sammelkette 20 aufliegt und an seinen hinteren Schenkeln von je einem Mitnehmerelement 24 erfasst wird. Das Mitnehmerelement 24 steht dabei aus dem Mitnehmerkettendach 23 hervor. Die Falzkante des Produkts 200 wird von der Schneide der Führungsplatte 21 geführt. Kettendachsegmente 22, welche an gebogenen Außenlaschen 11 der Rollenkette 10 befestigt sind, bilden als Kettendach 25 eine Auflagefläche.
Des Weiteren zeigt Fig. 2 die Rollenkettenführung 12 der Rollenkette 10.

Aus der Querschnittsdarstellung in Fig. 3 werden die Lagen des Mitnehmerelements und die Funktionsweise der Steuervorrichtung ersichtlich. Die rechte Abbildungshälfte zeigt das Mitnehmerelement 24 in aktivem ausgeklapptem Zustand, die linke Abbildungshälfte zeigt das Mitnehmerelement 24 in inaktivem eingeklapptem Zustand. Die Ansteuereinrichtung 40 wird entlang ihrer Verstellrichtung b verstellt und kennt drei Positionen: eine obere Position, eine untere Position und eine mittlere Position. In der mittleren Position berühren sich Ansteuereinrichtung 40 und Steuerhebel 31 nicht. Zum Einklappen des Mitnehmerelements 24 wird die Ansteuereinrichtung 40 von ihrer mittleren Position in Verstellrichtung b1 nach oben verstellt, wie in der rechten Abbildungshälfte dargestellt. Zum Ausklappen des Mitnehmerelements 24 wird die Ansteuereinrichtung 40 von ihrer mittleren Position in Verstellrichtung b2 nach unten verstellt, wie in der linken Abbildungshälfte dargestellt. Während des Verstellvorgangs bringt die Ansteuereinrichtung 40 eine vertikale Kraft auf den Steuerhebel 31 auf. Dies bewirkt, dass der Steuerhebel 31 gegen die Federkraft einer Druckfeder 32 verschwenkt wird, wobei das Schneidenlager 33 mit dem Steuerhebel 31 so gekoppelt ist, dass der Schwenkhebel 34, auf seiner Schneide auf dem Schneidenlager 33 gelagert, durch die Veränderbarkeit des Schwenkwinkels des Schwenkhebels 34 das Mitnehmerelement 24 in seiner Lage um den Klappwinkel c verändert wird.
Fig. 4 zeigt eine Detailansicht im Bereich des Auslegers des Sammelhefters 100. Der Steuermechanismus 30 wird hier durch eine Steuerkurve 41 betätigt. Entlang von Führungsschienen 42 kann die Steuerkurve 41 in Verstellrichtung d relativ zur Position des Auslegerschwertes 50 bogenformatabhängig verschoben werden. Die Auswurfbewegung des Auslegerschwertes 50 ist durch Pfeil e angedeutet.

Bezugszeichenliste

1
Anleger
2
Inkjet
3
Umschlagfalzanleger
4
Inkjet
5
Anleger
6
Anleger
7
Vorrichtung zum Aufklappen des Produktes
8
Heftstation
9
Aufspendeeinrichtung
10
Rollenkette
11
gebogene Außenlasche der Rollenkette
12
Rollenkettenführung
20
Sammelkette
21
Führungsplatte
22
Kettendachsegment
23
Mitnehmerkettendach
24
Mitnehmerelement
25
Kettendach
30
Steuermechanismus
31
Steuerhebel
32
Druckfeder
33
Schneidenlager
34
Schwenkhebel
40
Ansteuereinrichtung
41
verschiebbare Steuerkurve
42
Führungsschiene
50
Auslegeschwert
100
Sammelhefter
200
Produkt: gefalzter Bogen
201,202,204,205,206,207,208,209
Produkt: gefalzter Bogen
203
Produkt: ungefalzter Bogen
a
Förderrichtung
b1, b2
Verstellrichtungen der Ansteuereinrichtung
c
Klappwinkel des Mitnehmerelements
d
Verstellrichtung der Steuerkurve
e
Auswurfbewegung des Auslegerschwertes
I
Position von Trimmer und Auslage