| 6438754 | Weight displacing knee protector pad | |||
| 6415441 | Knee protecting device | |||
| 2363058 | Knee protector | |||
| 5309570 | Knee pad | |||
| 5090055 | Air cushion kneeling pad | |||
| BE430281A |
Die Erfindung betrifft einen Knieschoner nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Knieschoner solcher Art sind insbesondere bei Bau- und Gartenarbeiten gebr·auchlich und sollen das Knie des Benutzers schonend auflagern und vor K·alte, N·asse, Verletzungen und hohen Druckbelastungen sch·utzen. Ein solcher Knieschoner ist beispielsweise aus der Gebrauchsmusterschrift DE 200 04 792 U1 bekannt.
Dabei entspricht es offenbar dem Grundgedanken eines umfassenden Schutzes f·ur das Knie, dieses allseitig abzupolstern und nicht nur beim Knien nach unten hin eine gepolsterte Anlage zu schaffen, sondern das Knie weitgehend eng und gleichm·assig zu umschliessen.
Nachdem sich gesundheitliche Sch·aden bei umf·anglich knienden Arbeiten trotz solcher Knieschoner immer noch in einem sehr hohen Masse einstellten, stellte sich die Frage, ob sich ein Knieschoner nicht bestimmungsgem·ass besser gestalten l·asst, ohne die Vorteile der Robustheit, der leichten Handhabbarkeit und eines ansprechenden Erscheinungsbildes preisgeben zu m·ussen.
Gem·ass der Erfindung wird diese Aufgabe von einem Knieschoner nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgehend mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gel·ost.
Es hat sich gezeigt, dass es langzeitig entscheidend darauf ankommt, die Kniescheibe des Benutzers druckfrei zu halten, um Verlagerungen der Kniescheibe, Belastungen des Kniegelenkes und auch die Gefahr von Schleimbeutelentz·undungen im Knie gering zu halten. Dieses wird dadurch erreicht, dass die Polsterung mit ihrem Auflagebereich sich nur l·angs des Schienbeinknochens des Benutzers erstreckt und sich allenfalls mit kleinerem Abstand an den Bereich der Kniescheibe ann·ahert, diese aber frei l·asst. In dieser Hinsicht kann die Polsterung insgesamt nur bis an den Bereich der Kniescheibe herangef·uhrt sein. Sie kann die Kniescheibe aber auch mit einem Bereich ·uberdecken, wenn sie ohne Anlage oder Auflage f·ur die Kniescheibe lediglich einen Verletzungs- oder K·alteschutz bildet.
Es hat sich gezeigt, dass die beim Knien freiliegende Kniescheibe einen einschneidenden Beitrag zur Dauervertr·aglichkeit der Arbeitsposition liefert.
Mit Vorteil kann das Polster in an sich bekannter Weise durch eine Schale festeren Materials gesch·utzt sein, so dass es bei der Polsterung nicht einmal darauf ankommt, dass diese feuchtigkeitsunempfindlich ist. Naturfaserpolsterungen oder offenporige Kunststoffschaumpolster k·onnen mit einer hinreichenden Luftdurchl·assigkeit und einer Feuchtigkeitsabsorption eine nicht nur hinreichend weiche und dem K·orper angepasste, sondern auch hautvertr·agliche Auflage schaffen, w·ahrend die festere und dichtere Schale etwa in Form eines Kunststoffspritzgussteils Druckspitzen und Feuchtigkeit vom Untergrund her abh·alt. Die Schale kann ·uber die Polsterung hinausragen. Insbesondere auch im Bereich der Kniescheibe kann ein ·uber den Auflagebereich hinausgehender, weitr·aumiger das Knie umschliessender Schutz von Vorteil sein.
Die Befestigung des Knieschoners hat im vorliegenden Fall nicht nur die Aufgabe, Knieschoner ·uberhaupt am Bein des Benutzers zu halten, wenn dieser sich bewegt und insbesondere auch aufsteht, sie hat im vorliegenden Fall auch eine genauere Festlegung zu gew·ahrleisten, damit der Knieschoner nicht mit einer Neigung zum Verrutschen dann doch die Kniescheibe belastet. Gleichwohl kann die Befestigungseinrichtung in einem einfachen Fall etwa aus passend das Bein hintergreifenden federnden Forts·atzen der Schale bestehen.
Im vorliegenden Fall wird es allerdings vorgezogen, eine definierte Position des Knieschoners durch einen Befestigungsgurt herzustellen, der zweckm·assig als breiter und auch als elastisch ausgebildeter Gurt eine definierte Position unterhalb der Kniekehle des Benutzers einnimmt und damit den Knieschoner gegen·uber dem Bein in der vorgesehenen Stellung fixiert.
Dieser Gurt kann, wenn er aus elastischem Material besteht, als geschlossener Ringgurt gebildet sein. Im allgemeinen wird er aber im Sinne eines leichteren Anund Ablegens, zu ·offnen und zu schliessen ausgebildet werden. Dabei stehen eine grosse Zahl von Schliessvorrichtungen aus dem textilen Bereich wie Schnallen oder Druckkn·opfe zur Verf·ugung. Besonders einfach sind aber Haftverschl·usse etwa als Klebeverschl·usse oder sog. "Klettverschl·usse", bei denen die Schliessbewegung auch gleichzeitig eine stufenlose Weitenanpassung liefert.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist nicht nur die Kniescheibe, sondern auch der Schienbeinknochen, zumindest im knienahen, st·arker belasteten Bereich druckarm zu halten. Dazu kann der Auflagebereich des Polsters f·ur den Unterschenkel des Benutzers l·angsgeteilt sein, so dass die Teile am Unterschenkel vorwiegend seitlich des Schienbeinknochens anliegen und diesen freilassen.
Zwei Ausf·uhrungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend n·aher beschrieben. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 Seitenansicht eines Knieschoners Fig. 2 Draufsicht auf den Knieschoner Fig. 3 Unteransicht des Knieschoners Fig. 4 Seitenansicht des Knieschoners im L·angsschnitt mit strichpunktierter Kontur eines Beins Fig. 5 Schr·agansicht des Knieschoners von der Seite und von oben Fig. 6 Schr·agansicht des Knieschoners von der Seite und von unten Fig. 7 Schr·agansicht des Knieschoners von hinten und von oben und Fig. 8 Schr·agansicht des Knieschoners von vorn und von oben Fig. 9 bis 12 Seitenansicht, Unteransicht sowie knieseitige bzw. fussseitige Stirnansicht eines zweiten abgewandelten Knieschoners
Der in den Fig. 1 bis 8 der Zeichnung dargestellte, insgesamt mit 1 bezeichnete Knieschoner nach einer ersten Ausf·uhrungsform ist im wesentlichen aus drei voneinander l·osbaren und somit bedarfsweise auswechselbaren Teilen zusammengesetzt, n·amlich einem Polster 2, einer Schale 3 und einem Gurt 4.
Die Schale 3 besteht aus einem hinreichend festen Material, um auf steinigem Boden, Schotter und dgl. Druckbelastungen von Kanten oder Spitzen abzufangen und auch in der Benutzung abriebfest und damit dauerhaft zu halten. Andererseits ist es durchaus vorteilhaft, wenn die Schale 3 rutschfest ist, damit der Knieschoner auch in schr·agen Arbeitslagen Halt findet. In dieser Hinsicht kann er an der Oberfl·ache auch gerauht oder profiliert sein. Im vorliegenden Fall besteht die Schale aus einem Spritzgussteil aus einem festen, elastomeren Polyurethan. Die Schale 3 hat eine in L·angsrichtung nur leicht gekr·ummte, im Querschnitt aber stark gew·olbte Gestaltung.
Eine im wesentlichen flache, nach hinten hin allerdings leicht ansteigende Unterseite 5 bildet eine relativ breite und stabile Auflagefl·ache, die sich unter einer Abkr·ummung zu beidseitigen, vorwiegend senkrechten Seitenfl·achen fortsetzt, mit denen der Knieschoner 1 auch gegen seitliche Beanspruchungen gesch·utzt wird und die auch eine seitliche Abst·utzung erm·oglichen.
Die Schale 3 weist mehrere Langl·ocher 7 auf, durch die der Gurt 4 von aussen nach innen und umgekehrt hindurchzuziehen ist. Die Langl·ocher 7 sind mit einem Randwulst 8 zur Aussteifung gegen ein Ausbrechen am Lochrand 7 und auch als gurtschonende Randabrundungen versehen.
Im vorliegenden Fall sind jeweils zwei benachbarte Langl·ocher 7 in Seitenfl·achen 6 und in der Unterseite 5 angeordnet, so dass der Gurt 4 beidseitig von oben und innen an die Schale heran verl·auft und durch diese seitlich und unten jeweils f·ur einen Zwischenbereich zwischen zwei Langl·ochern 7 nach aussen herausgeschleift ist. Damit sind Schale und Gurt unten und auf allen Seiten eng zueinander festgelegt.
Der Gurt 4 besteht aus einem breiten Elastikband, welches sich fl·achig dem Bein des Benutzers anlegen kann und auch beim Aufstehen oder gelegentlichen Seitenbewegungen eine hinreichende Nachgiebigkeit bietet. Er ist einst·uckig durch die Schale 3 hindurchgef·uhrt, aber oben zu ·offnen, wobei ein Verschlussbereich mittels Haft- oder Klettverschl·ussen 9 an den beiden Enden des Gurts erstellt ist. Grunds·atzlich k·onnen hier beliebige Verschl·usse verwandt werden, jedoch haben Haftverschl·usse, also Klebeverschl·usse oder vorteilhafter noch Klettverschl·usse, dar·uber hinaus die Eigenschaft, dass sie sehr leicht und schnell anzulegen sind und sich dabei ohne weiteres in der Weite anpassen.
Das Polster 2 ist ein passend zur Schale 3 gefertigter nachgiebiger Polsterk·orper, der vor allem Druckspitzen und hohe Druckbelastungen f·ur das Knie abf·angt und verteilt. Das Polster 2 ist in der Schale 3 zum einen durch die wechselseitige Formanpassung zwischen Schale und Polster formschl·ussig festgelegt. Dar·uber hinaus ist das Polster in der Schale unverlierbar gesichert, n·amlich durch (nicht dargestellte) Haftfl·achen im inneren Anlagebereich. Es versteht sich allerdings, dass anstelle solcher Haftverbindungen auch formschl·ussige Verhakungen zwischen Schale 3 und Polster 2 eine Lagesicherung bewirken k·onnen.
Ebenso kann das Polster 2 auch - beispielsweise in den seitlich ausgepr·agten ·Ubergangsbereichen zwischen der Unterseite 5 und den Seitenfl·achen 6 mit Durchf·uhrungskan·alen f·ur den Gurt versehen sein, so dass dieser auch das Polster 2 in der Schale 3 festlegt.
Das Polster 2 besteht aus einem Formschaumstoff, n·amlich einem PolyurethanSchaum, der auch zur Versteifung festere Einlagen, etwa aus einem festeren Polyurethan, einschliessen kann oder mit Schaumzonen unterschiedlicher H·arte hergestellt sein kann, um einerseits die kniende Belastung auch langzeitig vertr·aglich und angenehm zu machen und andererseits, etwa an seitlich hochgezogenen Backen 10, einen Seitenhalt f·ur den Wadenbeinbereich des Benutzers zu bieten. Wie aus Fig. 4 in Zuordnung zu einem in gebrochenen Linien als Kontur eingezeichneten Bein zu ersehen ist, schafft das Polster 2 eine sich lang am Bein hin bis ·uber die Mitte der Wade zum Fuss erstreckende Auflage und st·utzt dabei insbesondere f·ur den Schienbeinknochen des Benutzers, der bei 11 an der Vorderkante des Beins zu denken ist, eine druckverteilende Auflage.
Bedeutsamer ist allerdings, dass das Polster 2 im Kniebereich mit einer Vorderkante 12 endet, die noch im Bereich des Schienbeinkopfes 13 des Benutzers liegt, dessen Kniescheibe bei 14 allerdings frei l·asst. Die Kniescheibe wird dementsprechend nicht beim Knien belastet, was sich f·ur die Ertr·aglichkeit er Bodenarbeiten mit Kniesch·utzer und auch zur Vermeidung von Dauersch·aden als ·ausserst wichtig herausgestellt hat.
Dabei kommt es nur darauf an, dass der Bereich der Kniescheibe druckfrei gehalten wird. Die Polsterung k·onnte grunds·atzlich auch mit Abstand von der Kniescheibe, etwa als Schutz gegen K·alte oder Schmutz weitergef·uhrt sein, solange sie keine Auflage f·ur diesen Kniebereich bedingt.
F·ur die Positionierung des Knieschoners erweist sich somit auch der genaue Sitz gegen·uber dem Bein als wichtig. In dieser Hinsicht ist der elastische und mittels Haftverschluss am Bein gut angepasste Gurt von Vorteil, einen losen Sitz und laufende Verschiebungen beim Arbeiten zu vermeiden. Auch die genaue Position und Breite der Langl·ocher 7 ist zur Gurtf·uhrung, auf die Kniekehle des Benutzers ausgerichtet, wichtig.
Ersichtlich ist die Schale 2 vorne beidseitig herausgezogen, wo ein Andruck auf die Kniescheibe nicht in Betracht kommt. In diesem Bereich sind sowohl bei der Polsterung wie auch bei der Schale H·orner 15,16 ausgebildet, die demgegen·uber nur eine allgemeine Schutz- und Stabilisierungsfunktion haben.
Wie insbesondere aus Fig. 2 deutlich ersichtlich ist, wird ein Auflagebereich 17 innerhalb der Schale 2 als eine dem Beinbereich unterhalb des Knies angepasste gew·olbte Hohlform innerhalb des als Formschaumk·orper in die Schale 2 eingepassten Polsters gebildet.
Aus Fig. 3 ist erkennbar, dass der unterseitig zwischen zwei Langl·ochern 7 nach aussen austretende Gurt mit einer Platte 18 versehen ist. Diese Platte ist fest mit dem Gurt verbunden, besteht beispielsweise aus einem mit dem Gurt verklebten, verschweissten, vern·ahten oder verhefteten Kunststoff-Flachteil. Die Platte 18 hat zum einen die elementarische technische Aufgabe, den Gurt gegen N·asse und Abrieb zu sch·utzen und vor allem auch gegen ein Verrutschen zu sichern, so dass der Gurt, durch die Langl·ocher 7 hindurchgesteckt, seine Position unver·andert und auch unverlierbar beibeh·alt. Gleichzeitig ist die Platte eine geeignete Kennfl·ache, die etwa f·ur die Anbringung einer Herstellermarke oder auch zur pers·onlichen Eigentumskennzeichnung geeignet ist.
Eine zweite Ausf·uhrungsform eines erfindungsgem·asse Knieschoners 21 ist in den Fig. 9 bis 12 von der Seite (Fig. 9), von unten (Fig. 10), von der dem Knie zugewandten Stirnseite (Fig. 11) bzw. von der zum Fuss hin weisenden Stirnseite (Fig. 12) dargestellt und gleichfalls dreiteilig mit einem Polster 22, einer Schale 23 und einem nicht dargestellten Gurt 24 zusammengesetzt. Die Grundform der Schale 23 und des eingeschmiegten Polsters 22 ist gegen·uber der des oben betrachteten Knieschoners 1 auch in Richtung auf den Fuss hin relativ breit gehalten und nicht in L·angsrichtung nach oben abgekr·ummt, vielmehr im Sinne eines durchlaufenden Profils gew·olbt.
Dabei bilden zwei seitliche, nach unten vorstehende Ausw·olbungen 24,25, wie in den Fig. 11 und 12 gut zu erkennen ist, kufenartige, parallele, beabstandete und in einer gemeinsamen Ebene liegende Aufstellbereiche f·ur eine stabile Auflage. Dies hat sich als vorteilhaft herausgestellt, um die Auflage des Unterschenkels des Benutzers auf dem vom Polster gebotenen Auflagebereich ruhig zu stellen.
Zwischen den beidseitigen Ausw·olbungen 24 und 25 ist die Schale 23 zu einer Hohllage 26 aufgew·olbt, was bei unebenem Untergrund die Auflage auf den Ausw·olbungen 24 und 25 sicherstellt und Kipplagen vermeidet.
Die Hohllage 26 schafft auch einen h·ohergelegten mittleren Zwischenbereich zwischen Gurtdurchf·uhrungs·offnungen 27, hier wieder in Form von Langl·ochern bzw. Schlitzen, wobei der Gurt zwischen zwei innenliegenden ·Offnungen und auf jeder Seite und zwischen zwei aussenliegenden ·Offnungen nach aussen gef·uhrt werden kann, so dass er dazwischen im Bereich der Ausw·olbungen 24 und 25 zwischen Schale und Polsterung gesch·utzt durchl·auft.
Die Stirnansichten gem·ass Fig. 11 und 12 zeigen eine Polsterung 22, deren Auflagenbereich in zwei H·alften 28,29 l·angs unterteilt und durch eine Eintiefung 30 unterbrochen ist, die in ihrer Breite etwa auf den Schienbeinknochen von Benutzern abgestimmt ist. Die Auflage der Polsterung gegen·uber dem Schienbein des Benutzers ist also im Bereich des Schienbeinknochens stark entlastet oder sogar druckfrei, w·ahrend die Belastung seitlich vom Schienbeinknochen aufgenommen wird. Die Form der Eintiefung 30 kann nach der gew·unschten Druckverteilung und auch nach der Nachgiebigkeit der Polsterung variiert werden. In dieser Hinsicht k·ame durchaus auch eine prismatische Formgebung mit fl·achigen seitlichen Auflagen nach Art einer Dreieck-Rinne in Betracht.
Es hat sich jedenfalls als vorteilhaft herausgestellt, die Belastung der Polsterung im Bereich einer dem Schienbeinknochen des Benutzers zuzuordnenden L·angsmittellinie ganz oder zumindest erheblich zur·uckzunehmen und zu den Seiten hin zu verlagern. Damit wird nicht nur eine hohe Beanspruchung des Schienbeinknochens vermieden, wie sie bei mehr oder weniger flachen Polsterungen eintritt, sondern auch eine stabile Lage des Schienbeins auf dem Knieschoner gef·ordert.