Title:
Metal fabric and method of making a metal fabric
Kind Code:
A2


Abstract:

A chain mail curtain or screen has warp and weft threads. The two sides of the curtain are linked by a light-conducting body e.g. glass crystals distributed at various points throughout the screen. - Also claimed is a process to fabricate the screen in which the chain mail is first knitted with warp and weft threads. A number of weft threads are then removed, leaving gaps which then accommodate suitable glass crystals.




Inventors:
Hammers, Michael (DE)
Application Number:
EP20040011532
Publication Date:
12/15/2004
Filing Date:
05/14/2004
Assignee:
GKD GEBR KUFFERATH AG (DE)
International Classes:
D03D15/00; D03D15/02; (IPC1-7): D03D15/00
European Classes:
D03D15/00
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Foreign References:
DE10127299A12002-12-12
200400471422004-03-11
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 018, Nr. 206 (M-1591), 12. April 1994 (1994-04-12) & JP 06 008700 A (MASAKO YAMAGAMI), 18. Januar 1994 (1994-01-18)
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwaltskanzlei Liermann-Castell (52349 Düren, DE)
Claims:
1. Metallgewebe, gekennzeichnet durch einen eine Gewebefl·ache durchdringenden Lichtleitk·orper.

2. Metallgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleitk·orper einen Lichteinkoppelbereich und einen Lichtauskoppelbereich aufweist, wobei zumindest einer der Koppelbereiche aus der Gewebefl·ache nach aussen herausragt.

3. Metallgewebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Koppelbereiche aus der Gewebefl·ache auf gegen·uberliegenden Seiten herausragen.

4. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Anspr·uche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Koppelbereich eine zu der Gewebefl·ache winklig versetzte Koppelfl·ache aufweist.

5. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Anspr·uche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Koppelbereich mehrere Koppelfl·achen aufweist.

6. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Anspr·uche, dadurch gekennzeichnet, dass Koppelfl·achen eines Koppelbereichs zumindest teilweise unmittelbar aneinander grenzen.

7. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Anspr·uche, gekennzeichnet durch paarweise miteinander kommunizierende Ein- und Auskoppelfl·achen mit einer im Wesentlichen gleichen Winkelstellung zur Gewebeebene.

8. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Anspr·uche, gekennzeichnet durch eine bez·uglich der Gewebeebene zumindest im Wesentlichen symmetrische Anordnung des Lichtleitk·orpers.

9. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Anspr·uche, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleitk·orper farblos und vorzugsweise prismatisch ist.

10. Metallgewebe mit einer Vielzahl von regelm·assig zueinander im Gewebe angeordneten Lichtleitk·orpern nach einem der vorhergehenden Anspr·uche.

11. Metallgewebe, gekennzeichnet durch einen strukturell in das Gewebe integrierten Lichtleitk·orper.

12. Metallgewebe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtleitk·orper mit einem Tr·ager verbunden und dieser in das Gewebe integriert ist.

13. Metallgewebe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trennung des Lichtleitk·orpers vom Tr·ager eine L·osung des Tr·agers vom Gewebe voraussetzt.

14. Metallgewebe nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Tr·ager mit einer Klemme an Kette und/oder Schuss befestigt ist.

15. Verfahren zum Herstellen eines Metallgewebes, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Verweben Schusselemente aus dem Metallgewebe entfernt und im Bereich der entfernten Schusselemente Lichtleitk·orper insbesondere nach einem der vorhergehenden Anspr·uche angeordnet werden.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Metallgewebe und Verfahren zum Herstellen eines Metallgewebes.

Metallgewebe werden f·ur vielf·altige Aufgaben eingesetzt. Unter anderem kommen sie an Geb·auden zum Einsatz, beispielsweise als Fassadenbehang, als Raumteiler und/oder als unmittelbare Aussenhaut eines Geb·audes.

In den meisten F·allen ist dabei ein relativ dichtes Metallgewebe vonn·oten oder aus ·asthetischen Gr·unden angestrebt. Beispielsweise kann eine relativ hohe Dichte des Gewebes erforderlich sein, wenn dieses in die statische Struktur integriert ist und demzufolge Lasten abtragen muss. Auch sind solche Gewebe als permanent einbruchshemmende Vorrichtungen vor Fenstern, auch an Privath·ausern, einsetzbar.

Nachteilhaft hierbei ist jedoch, dass ein dichtes Metallgewebe relativ lichtundurchl·assig ist. Infolgedessen kommt es gerade beim Einsatz als Fassadenbehang, Fensterbehang, Aussenhaut und als Raumteiler zu einer oft unerw·unschten zwangsweisen Abschattung einer Seite des Metallgewebes.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Metallgewebe dergestalt zur Verf·ugung zu stellen, dass es den metallgewebeimmanenten Effekt der Verdunkelung bei einer vorgegebenen Gewebedichte mindert oder sogar vollst·andig ausgleicht.

Diese Aufgabe l·ost ein Metallgewebe mit einem eine Gewebefl·ache durchdringenden Lichtleitk·orper. Die Gewebefl·ache wird definiert durch die Kettund Schussf·aden des Metallgewebes. Beispielsweise kann die Gewebefl·ache eine Ebene sein.

Durch die Anordnung eines Lichtleitk·orpers wird eine aktive Lichtverbindung zwischen den beiden Seiten der Gewebefl·ache hergestellt. So wird auf einer Seite Licht eingefangen und zumindest teilweise zur anderen Seite geleitet und kann dort gezielt oder ungezielt abgestrahlt werden. Der durch die Abschattung infolge Lichtabsorption der metallenen Gewebeelemente bewirkte Verdunkelungseffekt kann so zumindest verringert und bei besonders geeigneter Anordnung des Lichtleitk·orpers, insbesondere mehrerer Lichtleitk·orper und/oder besonders geeigneter Anstrahlung der einen Seite des Gewebes sogar fast vollst·andig durch die geb·undelte Licht·ubertragung ausgeglichen werden.

Dabei sei als Gewebefl·ache vor allem die mathematische Fl·ache mit der Dicke Null verstanden, welche sich mittig in das Gewebe denken l·asst. ·Ublicherweise sind gattungsgem·asse Metallgewebe ausgepr·agt zweidimensional und haben nur eine relativ geringe Dicke.

In einer bevorzugten Ausf·uhrungsform weist das Metallgewebe an seinem Lichtleitk·orper einen Lichteinkoppelbereich und einen Lichtauskoppelbereich auf, wobei zumindest einer der Koppelbereiche aus der Gewebefl·ache nach aussen herausragt. Als ein Lichteinkoppelbereich sei jedweder der Bereich an der Oberfl·ache des Lichtleitk·orpers verstanden, an welchem Licht von ausserhalb des Lichtleitk·orpers in den K·orper eindringen kann. Analog sei als Lichtauskoppelbereich jedweder Bereich der Oberfl·ache verstanden, an welchem Licht, welches im Inneren des K·orpers geleitet wird, diesen unter Brechung oder linear verlaufend nach aussen verlassen kann.

Dadurch, dass zumindest einer der Koppelbereiche aus der Gewebefl·ache nach aussen hervorragt, besteht zwischen den umgebenden Kett- und/oder Schussf·aden des Gewebes eine besonders grosswinklige freie ·Offnung. Insbesondere kann der Koppelbereich sogar aus der Oberfl·ache des Metallgewebes hervorragen, wodurch bei geeigneter Gestaltung des Koppelbereichs dieser zumindest einen halbkugelf·ormigen Raumbereich in direkter Sichtverbindung hat, ohne dass Kett- und/oder Schussf·aden die Sicht, also eine etwaige Lichtleitung, versperren. So kann auch unter grossen Einfallswinkeln des Lichts dieses eingefangen und geb·undelt zur anderen Seite ·ubertragen werden.

Um eine besonders gute Lichtleitung zwischen den beiden Seiten des Metallgewebes zu gew·ahrleisten, wird vorgeschlagen, dass beide Koppelbereiche auf gegen·uberliegenden Seiten aus der Gewebefl·ache herausragen. In diesem Fall steht sowohl f·ur die Lichteinkopplung als auch f·ur die Lichtauskopplung ein besonders grosswinkliger Wirkungsraum zur Verf·ugung. Sobald die Koppelbereiche sogar ·uber die Gewebeoberfl·ache hinausragen, kann bei geeigneter Gestaltung Licht aus einer gesamten Raumseite des Metallgewebes zur gesamten anderen Raumseite des Metallgewebes ·ubertragen werden. Dies h·angt dann letztlich nur noch von den Lichtleitwegen innerhalb des Lichtleitk·orpers ab.

Es sei darauf hingewiesen, dass ein Metallgewebe mit einem Lichtleitk·orper mit Koppelbereichen, bei welchem beide Koppelbereiche aus der Gewebeoberfl·ache auf gegen·uberliegenden Seiten hinausragen, auch f·ur sich genommen vorteilhaft und erfinderisch ist.

Alternativ oder kumulativ hierzu ist es von Vorteil, wenn zumindest ein Koppelbereich eine zu der Gewebefl·ache winklig versetzte Koppelfl·ache aufweist. Die winklig versetzte Koppelfl·ache kann den gesamten Koppelbereich dieser Seite des Lichtleitk·orpers ausmachen. Es ist jedoch bevorzugt, wenn ein Koppelbereich mehrere Koppelfl·achen aufweist. Diese k·onnen sogar in verschiedenen Winkeln zur Gewebefl·ache angeordnet sein. Hierdurch ergibt sich eine besonders gleichm·assige oder zumindest vielfacettige Lichteinkopplung beziehungsweise Lichtauskopplung.

Sofern der Einkoppelbereich mehrere Koppelfl·achen aufweist, k·onnen diese vorteilhaft zumindest teilweise unmittelbar aneinander grenzen. In einem solchen Fall liegen zwischen zwei Koppelfl·achen eines Koppelbereichs nicht notwendigerweise Totbereiche. Daher wird das gesamte Licht, welches zwischen den Aussengrenzen der beiden benachbarten Koppelfl·achen auf diese trifft, auch eingekoppelt beziehungsweise ausgekoppelt. Streustrahlung und Lichtabsorption am Lichtleitk·orper werden so minimiert.

F·ur eine besonders effektive Lichtleitung k·onnen die Koppelbereiche paarweise miteinander kommunizierende Ein- und Auskoppelfl·achen mit einer paarweise im Wesentlichen gleichen Winkelstellung zur Gewebeebene aufweisen. Bei einer solchen Anordnung k·onnen die miteinander kommunizierenden Koppelfl·achen in etwa parallel stehen, sodass Licht, welches ·uber die Einkoppelfl·ache in den Lichtleitk·orper eingekoppelt wird, in etwa parallel zu seiner urspr·unglichen Strahlenrichtung an der Auskoppelfl·ache wieder ausgekoppelt wird, sofern im Inneren des Lichtleitk·orpers nicht weitere Brechungen oder Spiegelungen stattfinden.

Gerade bei einer Vielzahl von paarweise miteinander kommunizierenden Ein- und Auskoppelfl·achen an einem Lichtleitk·orper kann demzufolge gew·ahrleistet werden, dass Licht, welches im Bereich des Lichtleitk·orpers auf das Metallgewebe trifft, dieses in etwa so durchdringt, als w·are gar kein Hindernis im Strahlverlauf angeordnet. Die nat·urliche Lichteinfallsrichtung kann hierdurch erhalten bleiben. Im Strahlverlauf findet lediglich ein Versatz im Inneren des Lichtleitk·orpers statt, wobei der Versatz den Lichtstrahl in etwa um die Dicke des Gewebes zur anderen Seite versetzt.

Es sei betont, dass ein Gewebe aus lichtdichten Materialien mit Lichtleitern mit paarweise miteinander kommunizierenden Ein- und Auskoppelfl·achen mit einer paarweise im Wesentlichen gleichen Winkelstellung zur Gewebeebene auch f·ur sich betrachtet und unabh·angig von den ·ubrigen Merkmalen vorliegender Erfindung vorteilhaft und erfinderisch ist.

Unabh·angig von der konkreten Ausgestaltung des Lichtleitk·orpers wird vorgeschlagen, dass der Lichtleitk·orper bez·uglich der Gewebeebene zumindest im Wesentlichen symmetrisch aufgebaut und/oder angeordnet ist. Auf diese Weise wird die Orientierung des Gewebes weitgehend irrelevant, es gibt also nicht eine Seite, welche zum Einkoppeln des Lichts dienen muss, und eine, welche zum Auskoppeln des Lichts verwendet werden muss. Vielmehr kann das Gewebe beliebig installiert werden. Beispielsweise kann ein im Wesentlichen achssymmetrischer Lichtleitk·orper mit seiner Symmetrieachse in der Gewebefl·ache angeordnet sein, sodass auf beiden Seiten des Gewebes etwa gleichgrosse Teile des Lichtleitk·orpers hinausragen.

Damit das Gewebe ohne Lichteinstrahlung optisch neutral wirkt, bei spezieller Lichteinstrahlung aber farbig wirkt, wird vorgeschlagen, dass der Lichtleitk·orper farblos, aber prismatisch ist.

Es versteht sich, dass zwar bereits ein Lichtleitk·orper der vorgeschlagenen Art in einem Metallgewebe die erw·ahnten Vorteile bringt. Insbesondere wird aber von einem Metallgewebe mit einer Vielzahl von Lichtleitk·orpern der beschriebenen Art ausgegangen, welche vorzugsweise regelm·assig zueinander im Gewebe angeordnet sind. Dies verbessert nicht nur die Leitf·ahigkeit, sondern auch die optische Wirkung des Gewebes mit oder ohne Lichteinfall.

Zum Einfangen, Leiten und Abstrahlen des Lichts eignen sich in besonderem Masse Kristallstrukturen. Diese k·onnen farbig aber insbesondere auch aus farblosem Kunststoff oder Glas sein, was unter anderem eine preiswerte Herstellung erm·oglicht.

Gerade beim Einsatz an Fassaden werden oft gattungsgem·asse Gewebe in grossen Bauh·ohen installiert. Hierbei besteht eine grosse Gefahr sowohl f·ur die Lichtleitk·orper als auch f·ur etwa unter dem Gewebe befindliche Gegenst·ande oder Personen, dass sich die Lichtleitk·orper l·osen und herabfallen k·onnen.

Auch k·onnen solche Lichtleitk·orper je nach ihrer Attraktivit·at der Gefahr unterliegen, von Passanten gestohlen zu werden. So existiert ein Konglomerat aus Metallgewebe und Kunstkristallen in einer gemeinsamen Ausstellung der drei Firmen GKD AG, D·uren, Nagel-Hammers, Wesseling, beide DE, und D. Swarovski & Co., Wattens, AT. Hier sind die Kunstkristalle mit kleinen Klemmen auf einer Seite eines Metallgewebes an den Schussst·aben befestigt. Auf diese Weise wird ein optischer Effekt erzeugt, bei welchem Betrachtern in Spektralfarben aufgel·ostes Licht aus 124 Halogenstrahlern von je 20 Watt vorgef·uhrt wird.

Die Halogenstrahler werden per Computersteuerung ·uber die Zeit changiert; der Betrachter steht jedoch auf derselben Seite des Gewebes wie die Lichtquellen, da lediglich die Reflexionseigenschaften des Metallgewebes in Verbindung mit den Reflexionseigenschaften der Kristalle genutzt werden. Auf der R·uckseite des Kristall-Metallgewebe-Konglomerats in der Ausstellung ist eine sehr starke Abdunkelung festzustellen.

Ein solches Gewebe kann selbstverst·andlich nicht bei einem Einsatz als Fassadenbehang oder Raumteiler in ·offentlichen Fl·achen zum Einsatz kommen, da diese Kristalle sehr leicht gestohlen werden k·onnen. Um einer Verbindung aus Metallgewebe und Lichtleitk·orpern, insbesondere Kristallen, dennoch eine breite Einsatzm·oglichkeit mit ausreichender Sicherheit zur Verf·ugung zu stellen, wird unabh·angig vom Vorgenannten vorgeschlagen, dass in ein Metallgewebe Lichtleitk·orper, insbesondere Kristalle, strukturell integriert sind. Insbesondere k·onnen die Kristalle auf einem Draht oder einem sonstigen Tr·ager aufgef·adelt und an mehreren Stellen mit dem Schuss oder insbesondere mit der Kette des Metallgewebes verbunden sein. Hierf·ur bietet sich eine Kr·opfung des Tr·agerdrahts der Kristalle an oder aber eine Klemme, welche den Tr·agerdraht mit dem Metallgewebe verbindet.

Insbesondere kann der Lichtleitk·orper mit einem Tr·agerfaden beziehungsweise einem Tr·agerdraht verbunden sein und dieser in das Gewebe integriert sein.

Vor allem gegen Diebstahl wird ein solches Gewebe dann besonders gesichert, wenn eine Trennung des Lichtleitk·orpers vom Tr·ager eine L·osung des Tr·agers vom Gewebe voraussetzt.

Unabh·angig hiervon wird vorgeschlagen, dass der Tr·agerdraht im Wesentlichen senkrecht zu den Kettf·aden m·oglichst tief in der Gewebefl·ache aufgelegt und dort befestigt wird, insbesondere an Kreuzungsstellen gruppierter, gegenl·aufiger Kettf·aden.

Um m·oglichst grosse Lichtleitk·orper ins Gewebe integrieren zu k·onnen und dem Licht gleichzeitig einen vergr·osserten Strahlungsraum zur Verf·ugung zu stellen, wird zudem vorgeschlagen, dass die Lichtleitk·orper dort ins Gewebe integriert werden, wo zuvor Schussst·abe aus dem homogenen Metallgewebe entnommen worden sind. Durch die Befestigung der Lichtleitk·orper an den Kettf·aden wird auch eine durch Entnahme von Schussst·aben bedingte strukturelle Schw·achung des Gewebes gemildert. Dies ist insbesondere bei grossen, h·angend installierten Metallgeweben wichtig. Die Installation eines solchen Metallgewebes erfolgt aufgrund des hohen Eigengewichts unter grossen Zugspannungen.

Durch eine Befestigung der Lichtleitk·orper an Kettf·aden dort, wo Schussst·abe entnommen worden sind, kann effektiv verhindert werden, dass benachbarte, im Gewebe belassene Schussst·abe insbesondere bei einer ungeraden Anzahl von entnommenen Schussst·aben ihre stabile Position verlieren und stattdessen zwischen den Kettfadenebenen verrutschen.

Durch das Entnehmen der Schussst·abe und das dortige Anbringen der Lichtleitk·orper werden ausserdem Stellen erh·ohter Biegsamkeit im Gewebe geschaffen. Die Rollbarkeit des Gewebes wird somit erh·oht.

Ausserdem kann ein kombiniertes Metall-Lichtleitk·orper-Gewebe bereits ab Werk fertiggestellt und in dieser Form zum Installationsort transportiert werden. Gr·ossere Fl·achen, beispielsweise zusammenh·angende Gewebe in der Gr·ossenordnung ganzer Fassadenfronten, lassen sich dabei problemlos auch stapeln.

Die vorliegende Erfindung ·offnet neue Einsatzfelder f·ur Metallgewebe. Insbesondere lassen sich auch Schriftz·uge, Firmenkennzeichen oder ·ahnliches permanent und sicher befestigt in einem Metallgewebe integrieren. Zudem kann das Gewebe auch dort zum Einsatz kommen, wo Lichtleiteigenschaften explizit ben·otigt werden, beispielsweise bei Lampenschirmen.

Die Erfindung wird anhand von Ausf·uhrungsbeispielen in der Zeichnung exemplarisch verdeutlicht. Dabei k·onnen gleiche Bezugsziffern in verschiedenen Figuren der Zeichnung gleiche Bauteile bezeichnen.

Es zeigen Figur 1 ein erstes Metallgewebe mit auf einem Tr·agerdraht aufgef·adelten Kristallen in einer schematischen Draufsicht, Figur 2 das Gewebe aus Figur 1 in einem schematischen Querschnitt entlang des Schnitts II-II, Figur 3 das Gewebe aus den Figuren 1 und 2 in einem Querschnitt am Schnitt III-III und Figur 4 ein alternatives Metallgewebe mit Kristallen auf einem angeklemmten Tr·agerdraht.

Das Metallgewebe A in den Figuren 1 bis 3 besteht zun·achst aus Schussdr·ahten 1 und Kettdr·ahten 2a, 2b, welche in bekannter Weise miteinander verwoben sind. Zudem sind aber Glaskristalle 3 in das Gewebe A integriert. Hierzu sind die Glaskristall¢e 3 jeweils mit einem Auff·adelkanal 5 versehen und seriell auf einen Tr·agerdraht 4 aufgef·adelt. Dabei sind jeweils drei Glaskristalle 3 zwischen Strukturverbindungsstellen 6 an Kettgruppen 7 als Gruppe zusammengefasst.

Da die Glaskristalle 3 gr·osser sind als Freir·aume 8 zwischen zwei Schussdr·ahten 1, sind dem Gewebe A an Fehlstellen 9, 10, 11 zueinander benachbarte Schussdr·ahte 1 entnommen, sodass ein entstehender Spaltraum 12 die Glaskristalle 3 gerade aufnimmt. Das Entfernen einer ungeraden Anzahl von Schussdr·ahten 1 erm·oglicht es bei zentral aufgef·adelten Glaskristallen 3, diese mit gleichem Abstand zu den benachbarten Schussdr·ahten 13 vorzusehen. Hierbei wird allerdings in Kauf genommen, dass zwischen den Randschussdr·ahten 13 vor dem Befestigen der Tr·agerdr·ahte 4 eine offene Verbindung zwischen den Kettdr·ahten 2a, 2b (am besten zu erkennen in Figur 2) entsteht.

Bei dem Gewebe A ist der Tr·agerdraht 4 dadurch ins Gewebe integriert worden, dass er den Verlauf 11 eines entfernten Schussdrahts einnimmt. Hierdurch stabilisiert er die Kettdr·ahte 2a, 2b und wird gleichzeitig in der H·ohe fixiert. Eine solche Integrierung ins Gewebe ist zwar strukturell optimal und erm·oglicht gleichzeitig auch eine absolut symmetrische Anordnung der Glaskristalle 3 bez·uglich einer Gewebeebene 14. Nachteilhaft m·ussen die Glaskristalle 3 hierbei aber an ihre Zielposition bef·ordert werden, bevor sie aufgef·adelt werden. Es ist also eine hohe Pr·azision erforderlich, damit beim Auff·adeln der Tr·agerdraht 4 die F·adelkan·ale 5 sauber durchfahren kann.

Infolge der symmetrischen Anordnung der Glaskristalle 3 im Gewebe A ragen zwei Koppelbereiche 15, 16 gleichermassen auf zwei Seiten 17, 18 des Gewebes A hervor. Der Querschnitt zeigt vier jeweils paarweise miteinander kommunizierende Lichteinkoppel- beziehungsweise Auskoppelfl·achen 19, 20, 21, 22, welche jeweils paarweise einen gleichen - entgegengerichteten - Winkel gegen·uber der Gewebeebene 14 aufweisen.

Im Metallgewebe B in Figur 4 sind Glaskristalle 3 in einen Freiraum im Metallgewebe B durch Herausnahme von zwei Schussdr·ahten 1 eingesetzt. Da eine gerade Anzahl von Schussdr·ahten entfernt ist, liegen die benachbarten Schussdr·ahte 13 auf verschiedenen Seiten 17, 18 der Kettdr·ahte 2. Insofern besteht nur eine geringe Gefahr, dass die Schussdr·ahte 1 entlang der Gewebeebene 14 zwischen den Kettdr·ahten 2 verrutschen k·onnten. Vielmehr w·urden sie sich zwischen den Kettdr·ahten 2 verkeilen.

Angesichts dieser hohen Eigenfestigkeit des Gewebes B und um die Glaskristalle 3, welche aufgef·adelt auf einem Tr·agerdraht 4 vorliegen, leichter ins Gewebe B integrieren zu k·onnen, sind die Tr·agerdr·ahte 4 in tief im Gewebe B liegende Strukturverbindungsstellen 6 eingelegt und dort von einer Seite des Gewebes B mit den Kettdr·ahten 2 nach dem Weben des Gewebes B verbunden. Je nach Anwendungsbereich und Materialdimensionierung kann dies vorteilhaft sein, weil das Zusammensetzen des Metallgewebes und der aufgef·adelten Glaskristalle so deutlich preisg·unstiger und schneller vonstatten gehen kann.