Title:
Handling system
Kind Code:
A1


Abstract:
The handling system for paper products has a traverse (10) to form a stack of the products having one hundred and eighty degree rotated sectional positions. A press module (20) slides on the traverse with a rotary drive to rotate the stack. A discharge feed is provided for the stack. The traverse, press module and discharge feed have conveyors (16,24,52) with a straight feed path along the traverse. The traverse can have a feed (12) which directs shingled documents to the straight feed path. An Independent claim is included for a method of handling paper products using the feed.



Inventors:
Gaemmerler, Gunter (DE)
Meisel, Ronald (DE)
Kunz, Peter (DE)
Schubart, Ralf Peter (DE)
Application Number:
EP20040007708
Publication Date:
10/20/2004
Filing Date:
03/30/2004
Assignee:
GAEMMERLER AG (DE)
International Classes:
B65H31/30; (IPC1-7): B65H31/30
European Classes:
B65H29/66; B65H31/30
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Foreign References:
DE19504686A11996-08-14
DE10121184A12002-10-31
DE19800162A11999-07-15
Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR (80102 München, DE)
Claims:
1. System zur Handhabung von in einem Schuppenstrom zugef·uhrten Papierprodukten, mit einem Kreuzleger (10) zum Bilden eines Stapels aus Papierprodukten mit mehreren jeweils um 180 DEG verdrehten Teillagen, einem sich an den Kreuzleger (10) anschliessenden Pressmodul (20) mit einer Dreheinrichtung (30), die ein Drehen des Stapels um 180 DEG erm·oglicht, und einem Abgabemodul (50) zur Bereitstellung des Stapels, wobei der Kreuzleger (10), das Pressmodul (20) und das Abgabemodul (50) F·ordereinrichtungen (16, 24, 52) aufweisen, die den Stapel vom Kreuzleger (10) bis zur Bereitstellung entlang einer geradlinigen F·orderstrecke f·ordern.

2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreuzleger (10) eine Zuf·ordereinrichtung (12) aufweist, die den Schuppenstrom in Richtung der geradlinigen F·orderstrecke zuf·uhrt.

3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressmodul (20) eine Ausschleusstrecke (32) aufweist, die sich rechtwinklig zu der geradlinigen F·orderstrecke erstreckt.

4. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pressmodul (20) eine elektrostatische Verblockungseinrichtung aufweist.

5. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Pressmoduls (20) oder im Anschluss an das Pressmodul (20) eine Umreifungseinrichtung (40) vorgesehen ist.

6. Pressmodul f·ur ein System nach zumindest einem der vorstehenden Anspr·uche, mit einer Dreheinrichtung, (30) die ein Drehen eines Stapels aus Papierprodukten um 180 DEG erm·oglicht, einer F·ordereinrichtung (24), die den Stapel entlang einer geradlinigen F·orderstrecke innerhalb des Pressmoduls (20) f·ordert, und einer Presseinrichtung (26), um den Stapel in vertikaler und/oder horizontaler Richtung zu pressen.

7. Pressmodul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausschleusstrecke (32) vorgesehen ist, die sich rechtwinklig zu der geradlinigen F·orderstrecke erstreckt.

8. Pressmodul nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrostatische Verblockungseinrichtung und/oder eine Umreifungseinrichtung vorgesehen ist.

9. Verfahren zum Handhaben von in einem Schuppenstrom zugef·uhrten Papierprodukten, umfassend die folgenden Schritte: a) F·ordern einer Anzahl von Produkten eines Produktstromes aus Papierprodukten in einen Kreuzleger und Bilden eines Stapels, der eine geradzahlige Anzahl von um 180 DEG verdreht angeordneten Teillagen umfasst; b) F·ordern des Stapels aus dem Kreuzleger in ein Pressmodul und Verpressen des Stapels sowie Drehen des Stapels um 180 DEG ; c) F·ordern des Stapels aus dem Pressmodul zu einem Abgabemodul und Bereitstellung des Stapels; wobei das F·ordern des Stapels vom Kreuzleger bis zum Abgabemodul entlang einer geradlinigen F·orderstrecke erfolgt.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle einer St·orung der Stapel im Pressmodul rechtwinklig zur F·orderstrecke ausgeschleust wird.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Handhabung von in einem Schuppenstrom zugef·uhrten Papierprodukten.

Derartige Systeme sind grunds·atzlich bekannt und dienen dazu, mit einem Falz versehene Papierprodukte, wie beispielsweise Brosch·uren oder Zeitschriften, zu f·ordern und aus den Papierprodukten Stapel zu bilden, die anschliessend f·ur eine Palettierung oder einen Weitertransport bereitgestellt werden.

In diesem Zusammenhang ist es bekannt, so genannte Kreuzleger dazu einzusetzen, um bei der Bildung des Stapels einzelne um 180 DEG verdreht angeordnete Teilstapel zu bilden, damit die mit einem Falz versehenen Papierprodukte insgesamt einen gleichm·assigen Stapel bilden. Auch ist es bekannt, die zu einem Stapel geformten Papierprodukte, die einen Kreuzleger verlassen haben, mit Hilfe einer Presseinrichtung zu verpressen und gegebenenfalls zu umreifen, um kompakte Produktstapel zu erhalten, die anschliessend von einer Palletiereinrichtung, beispielsweise einem Palettierroboter, palettiert werden k·onnen.

Der einem Kreuzleger zugef·orderte Schuppenstrom aus Papierprodukten wird grunds·atzlich so zugef·ordert, dass die Produkte mit dem Falz voran in F·orderrichtung orientiert sind. Wird in dem Kreuzleger anschliessend ein Stapel gebildet, der eine geradzahlige Anzahl von Teillagen umfasst, so hat dies zur Folge, dass die unterste Teillage mit ihrem Falz entgegen der F·orderrichtung orientiert ist. W·urde der Stapel in einer solchen Orientierung aus dem Kreuzleger herausgef·ordert, so k·onnte dies die unterste Produktlage besch·adigen, da das unterste Papierprodukt nach vorne hin, d.h. in Transportrichtung, offen ist. Deshalb ist es erforderlich, den bereits fertig gebildeten Stapel innerhalb des Kreuzlegers nochmals um 180 DEG zu drehen, so dass die unterste Teillage mit dem Falz in F·orderrichtung nach vorne orientiert ist.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Handhaben von in einem Schuppenstrom zugef·uhrten Papierprodukten zu schaffen, mit der bzw. dem eine erh·ohte Geschwindigkeit der Handhabung m·oglich und ein verringerter Raumbedarf f·ur die Aufstellung des Handhabungssystems n·otig ist.

Die L·osung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der unabh·angigen Anspr·uche.

Erfindungsgem·ass weist das System zur Handhabung von Papierprodukten einen Kreuzleger, ein sich an den Kreuzleger anschliessendes Pressmodul und ein Abgabemodul auf, wobei der Kreuzleger, das Pressmodul und das Abgabemodul F·ordereinrichtungen aufweisen, die den im Kreuzleger gebildeten Stapel vom Kreuzleger bis zur Bereitstellung im Bereich des Abgabemoduls entlang einer geradlinigen F·orderstrecke f·ordern. Mit anderen Worten wird der Stapel im Bereich des Systems ausschliesslich linear gef·ordert, ohne dass eine Umlenkung des Stapels um 90 DEG erfolgt. Dar·uber hinaus ist in dem Pressmodul, das sich an den Kreuzleger anschliesst, eine Dreheinrichtung vorgesehen, die ein Drehen des Stapels um 180 DEG erm·oglicht.

Hierdurch l·asst sich der Drehvorgang, der erforderlich ist, wenn ein Stapel mit einer geraden Anzahl von Teillagen gebildet worden ist, ausserhalb des Kreuzlegers durchf·uhren, wodurch die Zykluszeit erheblich verk·urzt werden kann. Da erfindungsgem·ass eine nochmalige Drehung des gebildeten Stapels wegfallen kann, die in dem Pressmodul ausserhalb des Kreuzlegers durchgef·uhrt wird, l·asst sich die Zykluszeit innerhalb des Kreuzlegers, die f·ur das Handhabungssystem bestimmend ist, um etwa 25% reduzieren, so dass mit dem erfindungsgem·assen System eine Erh·ohung der Gesamtzykluszeit um etwa 25% m·oglich ist.

Gleichzeitig ist f·ur das erfindungsgem·asse System eine besonders schonende Produktbehandlung sichergestellt und ein nur geringer Raumbedarf erforderlich, da der im Kreuzleger gebildete Stapel aus Papierprodukten ausschliesslich entlang einer geradlinigen F·orderstrecke gef·ordert wird, die keine Eckumlenkungen, Kurven oder dergleichen aufweist.

Vorteilhafte Ausf·uhrungsformen der Erfindung sind in der Beschreibung, der Zeichnung sowie den Unteranspr·uchen beschrieben.

Nach einer ersten vorteilhaften Ausf·uhrungsform weist der Kreuzleger eine Zuf·ordereinrichtung auf, die den Schuppenstrom in Richtung der geradlinigen F·orderstrecke zuf·uhrt. Bei dieser Ausf·uhrungsvariante ergibt sich einerseits eine besonders schonende Produktbehandlung und andererseits ein besonders geringer Raumbedarf, da ausgehend von der Zuf·ordereinrichtung s·amtliche Handhabungsmodule entlang einer Geraden orientiert sind.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausf·uhrungsform kann das Pressmodul eine Ausschleusstrecke aufweisen, die sich rechtwinklig zu der geradlinigen F·orderstrecke erstreckt. Hierdurch ist es auf vorteilhafte Weise m·oglich, Produktstapel seitlich auszuschleusen, wenn im Bereich der nachfolgenden F·orderstrecke eine St·orung auftritt, so dass es nicht erforderlich ist, die Druckmaschine anzuhalten.

Das erfindungsgem·asse Pressmodul weist neben der Dreheinrichtung zum Drehen des Stapels um 180 DEG eine Presseinrichtung auf, die den Stapel in vertikaler und/oder horizontaler Richtung verpresst.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung rein beispielhaft an Hand einer vorteilhaften Ausf·uhrungsform und unter Bezugnahme auf die beigef·ugten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausf·uhrungsform eines Systems zur Handhabung von Papierprodukten; und Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Pressmoduls.

Fig. 1 zeigt ein System zur Handhabung von in einem Schuppenstrom zugef·uhrten Papierprodukten mit einem Kreuzleger 10, einem Pressmodul 20, Umreifungseinrichtungen 40 und einem Abgabemodul 50. Wie Fig. 1 zeigt sind hierbei s·amtliche Module entlang einer geradlinigen F·orderstrecke angeordnet.

Der Kreuzleger 10 weist eine Zuf·ordereinrichtung 12 auf, die den Schuppenstrom von Papierprodukten mit dem Falz voran in Richtung der geradlinigen F·orderstrecke zuf·uhrt. Die Papierprodukte fallen dann im Bereich einer mit einer Dreheinrichtung 15 versehenen Stapelkammer 14 in einen Sammelschacht und werden dort aufeinander gestapelt, wobei mit Hilfe der Dreheinrichtung 15 mehrere jeweils um 180 DEG verdrehte Teillagen gebildet werden. Derartige Kreuzleger sind aus dem Stand der Technik hinl·anglich bekannt. Rein beispielhaft wird in diesem Zusammenhang auf die deutsche Patentanmeldung 198 00 162.2 der vorliegenden Anmelderin verwiesen, deren Inhalt durch Bezugnahme in diese Anmeldung miteinbezogen wird.

Mit einer im Bereich des Kreuzlegers 10 vorgesehenen F·ordereinrichtung, beispielsweise eines Ausstossers 16, wird der im Kreuzleger gebildete Stapel in Richtung der geradlinigen F·orderstrecke zu dem Pressmodul 20 gef·ordert, das den Stapel aus Papierprodukten verpresst und bei Bedarf um 180 DEG dreht. Mit Hilfe von im Bereich des Pressmoduls vorgesehenen F·ordereinrichtungen 24 (vgl. Fig. 2) wird der verpresste Stapel anschliessend an die Umreifungseinrichtungen 40 weitergegeben, die den Stapel umreifen und entlang der geradlinigen F·orderstrecke zu dem Abgabemodul 50 weiterf·ordern, das den Stapel im Bereich der geradlinigen F·orderstrecke f·ur eine Palettierung bereitstellt.

Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Pressmoduls 20 von Fig. 1. Das Pressmodul 20 weist ein Grundgestell 22 auf, das mit mehreren F·orderelementen 24 versehen ist, um einen Produktstapel entlang der geradlinigen F·orderstrecke zu f·ordern. Im oberen Bereich des Pressmoduls 20 ist eine Presseinheit 26 vorgesehen, die den Stapel in vertikaler Richtung verpresst, nachdem dieser zuvor von seitlichen Ausrichtplatten 28 in horizontaler Richtung ausgerichtet worden ist.

Im Bereich des Pressmoduls 20 ist eine Dreheinrichtung 30 vorgesehen, die ein Verdrehen des sich in dem Pressmodul 20 befindlichen Stapels um eine vertikale Achse erm·oglicht. Hierbei kann der Stapel um 180 DEG verdreht werden.

Rechtwinklig zu der F·orderrichtung der F·ordereinrichtungen 24, d.h. rechtwinklig zur geradlinigen F·orderstrecke, ist eine Ausschleusstrecke 32 vorgesehen, mit deren Hilfe Produktstapel auf einen Ausschleustisch 34 (Fig. 1) ausgeschleust werden k·onnen, wenn sich im Anschluss an das Pressmodul 20 eine St·orung ergibt, so dass die Druckmaschine nicht angehalten werden muss. In diesem Fall wird ein sich im Bereich des Pressmoduls 20 befindlicher Produktstapel ·uber einen Ausstosser quer zur geradlinigen F·orderstrecke in die Ausschleusstrecke 32 ausgestossen.

Mit dem in Fig. 1 dargestellten System zur Handhabung von Papierprodukten wird ein mit dem Falz voran angef·orderter Schuppenstrom von Papierprodukten ·uber die Zuf·ordereinrichtung 12 in den Kreuzleger 10 gef·ordert, wobei dort aus den einzelnen Papierprodukten ein Stapel gebildet wird, der mehrere jeweils um 180 DEG verdrehte Teillagen aufweist. Sobald der innerhalb des Kreuzlegers gebildete Stapel vollst·andig ist, wird der Stapel aus der Stapelkammer 14 des Kreuzlegers 10 mit Hilfe des Ausstossers 16 ausgestossen, unabh·angig davon, ob da die zuunterst liegende Teillage mit dem Falz nach vorne oder nach hinten orientiert ist.

Mit Hilfe der F·ordereinrichtung 24 des sich an den Kreuzlegers 10 anschliessenden Pressmoduls 20 wird der Stapel anschliessend in das Pressmodul 20 gef·ordert, mit Hilfe der Ausrichtplatten 28 seitlich ausgerichtet und mit Hilfe der Presseinheit 26 vertikal verpresst. Sofern es sich um einen Stapel mit einer geraden Anzahl an Teillagen handelt, wird der sich in dem Pressmodul 20 befindende Stapel mit Hilfe der Dreheinrichtung 30 um 180 DEG gedreht, so dass die zuunterst liegende Teillage mit dem Falz nach vorne orientiert ist und beim weiteren Transport entlang der geradlinigen F·orderstrecke nicht besch·adigt wird.

Anschliessend wird der Stapel mit Hilfe von F·ordereinrichtungen entlang der geradlinigen F·orderstrecke in den Bereich der Umreifungseinrichtungen 40 gef·ordert und dort in L·angs- und/oder Querrichtung umreift.

Nach Verlassen der Umreifungseinrichtungen 40 gelangt der Stapel ·uber F·ordereinrichtungen 52 in den Bereich des Abgabemoduls 50, in dem der Stapel f·ur eine Palettierung mit Hilfe der Palettiereinrichtung 60 bereitgestellt wird.

Wenn in demjenigen Abschnitt, der sich an das Pressmodul 20 anschliesst, eine St·orung auftritt, wird jeder sich im Bereich des Pressmoduls 20 befindliche Stapel rechtwinklig zur geradlinigen F·orderstrecke in die Ausschleusstrecke 32 und von dort auf den Ausschleustisch 34 ausgestossen. Dies erfolgt so lange, bis die St·orung beseitigt ist.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausf·uhrungsbeispiels beschr·ankt. Beispielsweise kann das Pressmodul 20 auch mit einer kombinierten Verblockung mit Hilfe von elektrostatischen Einrichtungen versehen sein. Auch ist es m·oglich, Umreifungseinrichtungen in das Pressmodul 20 zu integrieren. Bezugszeichenliste

10 Kreuzleger 12 Zuf·ordereinrichtung 14 Stapelkammer 15 Dreheinrichtung 16 Ausstosser 20 Pressmodul 22 Grundgestell 24 F·ordereinrichtung 26 Presseinheit 28 Ausrichtplatten 30 Dreheinrichtung 32 Ausschleusstrecke 34 Ausschleustisch 40 Umreifungseinrichtungen 50 Abgabemodul 52 F·ordereinrichtung 60 Palettiereinrichtung