Device for rolling steel strips (S) comprises a mill stand (4), a winding unit (2, 6) and strip compensation units (3, 5) arranged between the mill stand and the winding unit. The strip compensation units each have a roller (9, 10) which can be adjusted in the horizontal direction. An Independent claim is also included for a process for rolling steel strips.
| WO/2003/008122A | COLD ROLLING MILL AND METHOD FOR COLD ROLL FORMING A METALLIC STRIP | |||
| WO/1999/055474A | STECKEL HOT ROLLING MILL |
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Walzen von Metallb·andern, insbesondere von Stahlb·andern, mit einem Walzger·ust, mit einer Wickeleinrichtung und mit mindestens einer zwischen dem Walzger·ust und der Wickeleinrichtung angeordneten Bandzugausgleichseinrichtung.
Ebenso betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Walzen von Metallb·andern, insbesondere zum Kaltwalzen von Stahlb·andern, bei dem das zu walzende Band von einem Coil abgehaspelt, in einem Walzger·ust gewalzt und anschliessend aufgehaspelt wird, wobei der auf dem Metallband lastende Bandzug mittels einer Bandzugausgleichseinrichtung geregelt wird.
Beim Einsatz von Vorrichtungen dieser Art und bei der Durchf·uhrung von derartigen Verfahren k·onnen in Folge von Unterschieden zwischen der Einziehgeschwindigkeit des Walzger·ustes und der Abwickelgeschwindigkeit des Bandes am Abwickler Schwankungen der Bandzugspannungen auftreten. Die Geschwindigkeitsabweichungen werden beispielsweise dadurch verursacht, dass es bedingt durch die Durchmesserver·anderung am Windungsursprung des Haspels zu einer in regelm·assigen Abst·anden auftretenden, im Wesentlichen sprunghaften ·Anderung der Geschwindigkeit kommt, mit der das jeweilige Band vom Haspel abl·auft. Auch k·onnen Dickenschwankungen des Bandes so gross sein, dass eine merkliche Abweichung von momentaner Abwickelgeschwindigkeit und momentaner Einzuggeschwindigkeit am Walzger·ust auftritt.
Entsprechende Ver·anderungen der Bandzugspannungen entstehen in Folge von Abweichungen zwischen der Geschwindigkeit, mit der das gewalzte Band aus dem Walzger·ust austritt, und der Aufwickelgeschwindigkeit, mit der das Band vom Aufwickler gewickelt wird. Verursacher k·onnen in diesem Fall ebenfalls Dickenschwankungen des Bandes sein, die zu einem Unterschied von momentaner Aufwickel- und Auslaufgeschwindigkeit f·uhren k·onnen.
Unabh·angig davon, an welcher Stelle sie entstehen, beeinflussen die Geschwindigkeitsver·anderungen und die damit einhergehenden Belastungsschwankungen die Walzbedingungen im Walzspalt des Walzger·ustes mit der Folge, dass am fertig gewalzten Band ungewollte Ungleichf·ormigkeiten der Bandgeometrie entstehen. Dabei treten die Geschwindigkeitsschwankungen hochdynamisch auf und gehen so weit, dass es schwer ist, die Bandbewegung zwischen dem Walzger·ust und der Haspeleinrichtung sicher und zuverl·assig zu steuern.
Besonders kritisch sind die voranstehend beschriebenen Probleme der Ungleichm·assigkeit der Bandbelastung beim so genannten "flexiblen Walzen", bei dem Metallb·ander mit einem sich stufenweise ·andernden Dickenprofil gewalzt werden. Die stufenweise im betr·achtlichen Masse erfolgende Zu- oder Abnahme der Banddicke f·uhrt dazu, dass es ebenso stufenartig zu einer pl·otzlichen Ver·anderung der Bandgeschwindigkeit am Auslauf des Walzger·ustes kommt. Ebenso beeinflusst die Dicken·anderung die Geschwindigkeit des Bandlaufs am Einlauf des Walzger·ustes. Die betreffenden Schwankungen sind so gross und treten in so kurzen Zeitabst·anden auf, dass die Geschwindigkeitssteuerung der Haspeleinrichtung ihnen aufgrund der grossen von den Wickeleinrichtungen bewegten Massen nicht mehr folgen kann.
Es ist versucht worden, das Problem der durch sich ·andernden Bandgeometrien oder ·aussere Einfl·usse auftretenden Geschwindigkeits- und Bandzugsschwankungen dadurch zu l·osen, dass zwischen dem Walzger·ust und jeder der Wickelvorrichtungen jeweils mindestens eine so genannte T·anzerrolle angeordnet wird. Diese T·anzerrollen wirken jeweils mit zwei Umlenkrollen zusammen, zwischen denen sie in vertikaler Richtung verstellbar in einem St·ander gef·uhrt sind. Das in F·orderrichtung auf die so gebildete Bandzugausgleichvorrichtung treffende Metallband wird an der ersten Umlenkrolle aus der Horizontalen in die Vertikale umgelenkt, umschlingt anschliessend die T·anzerrolle um ca. 180 DEG und wird dann an der zweiten Umlenkrolle wieder in die Horizontale gelenkt. Auf diese Weise ist eine Bandschlaufe gebildet, in der die T·anzerrolle liegt.
Eine entsprechend aufgebaute Vorrichtung ist aus der EP 1 121 990 A2 bekannt.
Durch Verstellung der T·anzerrolle in vertikaler Richtung kann der vom Metallband zwischen der jeweiligen Wickeleinrichtung und dem Walzger·ust zur·uckgelegte Weg laufend an die jeweils auftretende Geschwindigkeits- und Bandzug·anderung angepasst werden. Wegen der an Walzwerken erforderlichen hohen Bandzugkr·aften ist der Einsatz von T·anzerrollen jedoch sehr aufw·andig. So sind hohe Stellkr·afte und leistungsf·ahige Antriebe erforderlich, um in einer ausreichend kurzen Reaktionszeit eine pl·otzlich auftretende Geschwindigkeits·anderung durch eine ·Anderung der Stellung der T·anzerrolle ausgleichen zu k·onnen.
Erschwert wird die Bet·atigung und Steuerung der bekannten T·anzerrollen auch dadurch, dass die zus·atzlichen Umlenkungen des Bandes an den Umlenkrollen insbesondere bei dicken B·andern zu zus·atzlichen Verlusten f·uhren, die durch die zus·atzliche Bandbiegung und die damit einhergehende zus·atzliche Materialbelastung verursacht werden. Auch ben·otigen die f·ur den Einsatz der T·anzerrollen erforderlichen Einrichtungen einen erheblichen Bauraum, der die Gestehungskosten zus·atzlich erh·oht. Die mit dem Einbau einer T·anzerrolle einhergehende Verl·angerung des F·orderweges bedingt zudem eine ung·unstigere Ausbeute beim Walzen.
Die Aufgabe der Erfindung bestand darin, ausgehend von dem voranstehend erl·auterten Stand der Technik eine Vorrichtung und ein Verfahren zu schaffen, mit denen sich hinsichtlich ihrer Geometrie hochwertige Metallb·ander bei vermindertem steuerungs- und vorrichtungstechnischem Aufwand herstellen lassen.
Diese Aufgabe ist gem·ass der Erfindung zum einen dadurch gel·ost worden, dass bei einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art die Bandzugausgleichseinrichtung eine das jeweils gewalzte Band im Betrieb umlenkende Rolle umfasst, deren in horizontaler Richtung gemessener Abstand vom Walzger·ust verstellbar ist.
In Bezug auf das Verfahren zum Walzen von Metallb·andern, insbesondere zum Kaltwalzen von Stahlb·andern, bei dem das zu walzende Band von einem Coil abgehaspelt, in einem Walzger·ust gewalzt und anschliessend aufgehaspelt wird, wird die voranstehend angegebene Aufgabe dadurch gel·ost, dass der auf dem Metallband lastende Bandzug mittels einer Bandzugausgleichseinrichtung geregelt wird, deren horizontaler Abstand vom Walzger·ust in Abh·angigkeit vom jeweils erfassten Bandzug verstellt wird.
Durch die Verstellung der Umlenkrolle der Bandzugausgleichsvorrichtung l·asst sich die Bandlaufgeometrie an die sich jeweils zwischen Wickler und Walzger·ust befindliche Bandl·ange anpassen und damit der gew·unschte Bandzug aufrechterhalten.
Anders als beim mit T·anzerrollen arbeitenden Stand der Technik basiert die Erfindung dabei auf der Erkenntnis, dass sich auch durch eine in horizontaler Richtung wirksame Verstellung einer Umlenkrolle der vom jeweils gewalzten Band zwischen Walzger·ust und Wickeleinrichtung zur·uckgelegte Weg laufend so anpassen l·asst, dass die Geschwindigkeitsschwankungen minimiert sind und, sofern sie auftreten, innerhalb von kurzen Reaktionszeiten ausgeglichen werden k·onnen. Dabei ist die Anzahl von Umlenkungen, die das Band auf seinem Weg zwischen Wickeleinrichtung und Walzger·ust durchlaufen muss, ebenfalls auf ein Minimum reduziert.
So sind bei erfindungsgem·asser Vorgehensweise und Ausgestaltung zwischen dem Walzger·ust und der jeweiligen Wickelvorrichtung in der Regel jeweils maximal zwei Umlenkungen ausreichend, um den erfindungsgem·assen Geschwindigkeitsausgleich vornehmen und einen einwandfreien Lauf des gewalzten Bandes gew·ahrleisten zu k·onnen.
Beg·unstig wird das gegen·uber konventionellen Vorrichtungen verbesserte Regelverhalten einer erfindungsgem·assen Vorrichtung dadurch, dass deutlich geringere Massen ·uber k·urzere Wege bewegt werden m·ussen, um die jeweils erforderliche Anpassung der zwischen Walzger·ust und Abwickler jeweils vorhandenen Bandl·ange zu bewerkstelligen.
Besonders einfach und praxisgerecht verwirklichen l·asst sich die Verstellbarkeit der Umlenkrolle der Bandzugausgleichseinrichtung dadurch, dass die Position der Rolle in Horizontalrichtung linear verstellbar ist. Zu diesem Zweck kann die Rolle beispielsweise von einem auf einer Schiene hin- und herverfahrbaren Wagen getragen werden, der sich ·uber einen geeigneten Stellantrieb auf einfache Weise verschieben l·asst. Ein solcher Wagen wird mittels des jeweiligen Antriebs aus einer Stellung, in der ein erster Abstand zwischen der Rolle und dem Walzger·ust besteht, in mindestens eine zweite Stellung bewegt, in der ein anderer Abstand zwischen der Rolle und dem Walzger·ust besteht.
Neben der einfachen Steuer- und Verstellbarkeit besteht der wesentliche Vorteil dieser Ausgestaltung der Erfindung darin, dass das Band zwischen dem Walzger·ust und der Umlenkrolle der Bandzugausgleichseinrichtung in einer einzigen Horizontalebene gef·uhrt werden kann. Auf diese Weise lassen sich optimale Bedingungen im Walzspalt auch dann gew·ahrleisten, wenn ein "flexibles Walzen" mit stark schwankenden Belastungen des Bandes und des Walzger·ustes durchgef·uhrt wird.
Die bei einer Verstellung der Umlenkrolle der Bandausgleichseinrichtung bewegten Massen k·onnen weiter reduziert werden, indem gem·ass einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung die Rolle von einer Schwinge getragen ist. Neben dem minimierten Gewicht besteht der wesentliche Vorteil dieser Ausgestaltung in dem besonders geringen Bauraum, der f·ur die Anordnung und Verstellung der Umlenkrolle ben·otigt wird.
Um bei Verwendung einer Schwinge zum Halten und Verstellen der Umlenkrolle trotz der f·ur die Verstellung erforderlichen Schwenkbewegung zu erm·oglichen, dass das Band zwischen Walzger·ust und Umlenkrolle im Wesentlichen gleich bleibend horizontal gef·uhrt wird, kann die Schwinge beispielsweise mit einer Stellvorrichtung verkoppelt sein, ·uber die ihre L·ange im Betrieb ver·anderbar ist.
Die Abweichungen, um die der Bandlaufs zwischen Walzspalt und Umlenkrolle von der Horizontalebene des Walzspalts abweicht, k·onnen auch dadurch minimiert werden, dass die Schwinge in einer Mittelstellung der von ihr im Betrieb ausgef·uhrten Schwenkbewegungen im Wesentlichen senkrecht ausgerichtet ist. Sollen dagegen die Stellkr·afte minimiert werden, so kann die Mittellage der Schwinge auch so gew·ahlt werden, dass sie in dieser Mittellage eine gegen·uber der Horizontalen geneigte Stellung einnimmt.
Um einen einwandfreien Lauf des Metallbandes beim Abwickeln oder Aufwickeln zu gew·ahrleisten, kann es zweckm·assig sein, zwischen der jeweiligen Wickeleinrichtung und der zugeordneten Bandzugausgleichseinrichtung eine Umlenkrolle vorzusehen.
Der kontrollierte Aufbau des Bandzuges l·asst sich dadurch bewerkstelligen, dass eine oder mehrere der von dem Stahlband auf seinem Weg von der Abwickeleinrichtung zu der Aufwickeleinrichtung passierten Rollen angetrieben oder abgebremst werden. Zu diesem Zweck k·onnen die Rollen der Bandzugausgleichseinrichtung und / oder die zus·atzlich angeordnete Umlenkrolle mit einem Antrieb oder einer Bremseinrichtung verkoppelt sein. Neben dem Aufbau eines Bandzuges lassen sich durch ein gezieltes Abbremsen oder Beschleunigen der Rollen unterw·unschte Relativbewegungen zwischen den Rollen und dem Stahlband ("Bandrutscher") sicher vermeiden.
Besonders wirksam l·asst sich die erfindungsgem·asse Vorrichtung einsetzen, wenn mit ihr Metallb·ander mit wechselnden Banddicken durch flexibles Walzen erzeugt werden sollen. Zu diesem Zweck kann bei der erfindungsgem·assen Vorrichtung das Walzger·ust in an sich bekannter Weise mit einer Stellvorrichtung ausgestattet sein, welche die H·ohe des Walzspalts w·ahrend des Betriebes derart ver·andert, dass das gewalzte Band in einer Stellung eine geringe Banddicke und in einer anderen Stellung eine gr·ossere Banddicke erh·alt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausf·uhrungsbeispiel darstellenden Zeichnung n·aher erl·autert. Es zeigen schematisch: Fig. 1 eine Vorrichtung zum Kaltwalzen von Stahlb·andern in seitlicher Ansicht; Fig. 2 eine Ausgestaltung der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung in seitlicher Ansicht; Fig. 3 eine weitere Vorrichtung zum Kaltwalzen von Stahlb·andern in seitlicher Ansicht.
Die in Fig. 1 gezeigte, im Reversierbetrieb betreibbare Vorrichtung 1 zum Kaltwalzen eines Stahlbands S ist mit einer Abwickeleinrichtung 2, einer ersten Bandzugausgleichseinrichtung 3, einem Walzger·ust 4, einer zweiten Bandzugausgleichseinrichtung 5 und einer Aufwickeleinrichtung 6 ausgestattet. Die Abwickeleinrichtung 2, die erste Bandzugausgleichseinrichtung 3, das Walzger·ust 4, die zweiten Bandzugausgleichseinrichtung 5 und die Aufwickeleinrichtung 6 sind in Linie aufgestellt und werden vom kaltzuwalzenden Stahlband S in F·orderrichtung F aufeinander folgend passiert.
Die Bandzugausgleichseinrichtungen 3,5 umfassen jeweils einen Wagen 7,8. Jeder der Wagen 7,8 kann unabh·angig auf in einer Horizontalebene angeordneten Schienen 7a,8a mittels jeweils eines geeigneten Antriebs linear zwischen dem Walzger·ust 4 und der Abwickeleinrichtung 2 bzw. dem Walzger·ust 4 und der Aufwickeleinrichtung 6 verfahren werden. Die Wagen 7,8 tragen jeweils eine Rolle 9,10, deren Drehachse im Wesentlichen achsparallel zu den Drehachsen der Arbeitswalzen des Walzger·usts 4 ausgerichtet ist.
Das von der Abwickeleinrichtung 2 von einem zun·achst im Durchmesser grossen Coil CA von unten ablaufende Stahlband S liegt auf der Rolle 9 der Bandzugausgleichseinrichtung 3 auf, von der es in den Walzspalt 4a des Walzger·ustes 4 einl·auft. Die Position der Drehachse der Rolle 3 ist dabei unter Ber·ucksichtigung ihres Durchmessers so ausgerichtet, dass das Stahlband S zwischen der Rolle 3 und dem Walzspalt 4a des Walzger·ustes 4 in einer gleich bleibenden, durch den Walzspalt 4a verlaufenden Horizontalebene H l·auft.
Das aus dem Walzspalt 4a in F·orderrichtung F auslaufende Stahlband S wird auf der Rolle 10 der zweiten Bandzugausgleichseinrichtung 5 aufliegend so umgelenkt, dass es von unten in das von der Aufwickeleinrichtung 6 gewickelte Coil CB einl·auft. Auch die Position der Drehachse der Rolle 10 der zweiten Bandzugausgleichseinrichtung 5 ist dabei so ausgerichtet, dass das Stahlband S zwischen dem Walzger·ust 4 und der Rolle 10 in der Horizontalebene H verl·auft.
Sowohl die Rolle 9 als auch die Rolle 10 werden vom Stahlband S auf weniger als 90 DEG ihres Umfangs umschlungen.
Im Walzbetrieb werden Schwankungen des Bandzuges durch nicht dargestellte Bandzugmesseinrichtungen erfasst. Werden im in F·orderrichtung F vor oder hinter dem Walzger·ust 4 liegenden Bereich 4b,4c ·uber einen Toleranzbereich hinausgehende Abweichungen des Bandzugs von einem Sollwert festgestellt, so wird die jeweilige Bandzugausgleichseinrichtung 3 bzw. 5 solange in die zum Ausgleich dieser Abweichung richtige Richtung bewegt, bis der Sollwert wieder erreicht wird.
Wird beispielsweise festgestellt, dass der Bandzug im Einlaufbereich 4b des Walzger·usts 4 zu hoch ist, so wird die Bandzugausgleichseinrichtung 3 in Richtung des Walzger·ustes 4 bewegt. Mit dieser Ann·aherung der Bandzugausgleichseinrichtung 3 an das Walzger·ust 4 geht eine Verk·urzung der zwischen dem Coil CA und dem Walzger·ust frei laufenden Bandl·ange einher. Die betreffende Stellung der Bandzugausgleichseinrichtung 3 ist in Fig. 1 gestrichelt dargestellt.
Wird dagegen beispielsweise im Auslaufbereich 4c des Walzger·ustes 4 ein zu geringer Bandzug erfasst, so wird die Bandzugausgleichseinrichtung 5 vom Walzger·ust 4 wegbewegt, um den Abstand zwischen der Rolle 10 und dem Walzger·ust und damit einhergehend die zwischen dem Coil CB und dem Walzger·ust frei laufenden Bandl·ange zu vergr·ossern. Die betreffende Stellung der Bandzugausgleichseinrichtung 3 ist in Fig. 1 gestrichelt dargestellt.
Durch die beschriebene Verschiebung der Bandzugausgleichseinrichtungen 3 und 5 lassen sich auch starke Geschwindigkeitsschwankungen des Bandlaufs, wie sie typischerweise beim Walzen im Zuge des Wechsels der Banddicke eintreten, einfach und sicher beherrschen.
Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung 20 entspricht hinsichtlich ihrer Funktionseinheiten und der Arbeitsweise der Bandzugausgleichseinrichtungen 3,5 der zuvor erl·auterten Vorrichtung 1. Im Unterschied zur Vorrichtung 1 ist jedoch bei der Vorrichtung 20 zwischen der Abwickeleinrichtung 2 und der ihr zugeordneten Bandzugausgleichseinrichtung 3 eine Umlenkr·olle 11 angeordnet. Die Umlenkrolle 11 ist dabei einerseits so positioniert, dass das vom Coil CA ablaufende Stahlband S bei maximalem Durchmesser des Coils CA im Wesentlichen horizontal von unten an die Umlenkrolle 11 l·auft und dann an ihr nach oben umgelenkt wird, so dass es auf der dem Coil CA zugewandten Seite auf die Rolle 9 der Bandzugausgleichseinrichtung 3 trifft, an der es dann wiederum in die Horizontalebene H in Richtung des Walzspaltes 4a des Walzger·ustes 4 umgelenkt wird.
Durch die Umlenkrolle 11 wird so sichergestellt, dass das Stahlband S auch bei grossen Durchmessern des Coils CA einwandfrei in den F·orderweg der Vorrichtung 20 einl·auft.
In entsprechender Weise ist bei der Vorrichtung 20 zwischen der Bandzugausgleichseinrichtung 5 und der Aufwickeleinrichtung 6 eine Umlenkrolle 12 vorgesehen. Auch diese Umlenkrolle 12 ist dabei so positioniert, dass das auf das Coil CB gewickelte Stahlband bei maximalem Umfang des Coils CB im Wesentlichen horizontal gef·uhrt ist. Das aus dem Walzspalt 4a des Walzger·ustes 4 austretende Stahlband S wird in diesem Fall zun·achst an der Rolle 10 der Bandzugausgleichseinrichtung 5 derart umgelenkt, dass es auf der dem Walzger·ust 4 zugeordneten Seite auf die Umlenkrolle 12 trifft. An ihr wird das Stahlband S dann wiederum in Richtung des Coils CB gelenkt.
Die Funktionsweise der Vorrichtung 20 in Bezug auf die Regelung des Bandzugs durch die Bandzugausgleichseinrichtungen 3,5 entspricht der der Vorrichtung 1.
Auch die in Fig. 3 dargestellte Vorrichtung 30 entspricht in ihrem Grundkonzept der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung 1. Sie ist dementsprechend ebenfalls mit einer Aufwickeleinrichtung 2, einer ersten Bandzugausgleichseinrichtung 33, einem Walzger·ust 4, einer zweiten Bandzugausgleichseinrichtung 35 und einer Aufwickeleinrichtung 6 ausgestattet, die in F·orderrichtung F in Linie aufeinander folgend vom kaltzuwalzenden Stahlband S durchlaufen werden.
Im Unterschied zu den Vorrichtungen 1 oder 20 sind bei der Vorrichtung 30 die Bandzugausgleichseinrichtungen 33,35 jeweils durch eine Schwinge 36 bzw. 37 gebildet, die an ihrem einen Ende jeweils um eine achsparallel zu den Drehachsen des Walzger·ust ausgerichtete Schwenkachse 38,39 schwenkbar gelagert sind. Die Schwenkbet·atigung erfolgt dabei durch Hydraulikzylinder 40,41. Selbstverst·andlich lassen sich zu diesem Zweck auch andere Antriebsarten einsetzen, die eine vergleichbar schnelle Reaktionszeit und eine ausreichend hohe Krafterzeugung gew·ahrleisten.
An ihrem freien Ende tr·agt jede Schwinge 36,37 jeweils eine Rolle 9,10. Die L·ange der Schwingen 36,37 ist dabei unter Ber·ucksichtigung des Durchmessers der von ihnen jeweils getragenen Rolle 9,10 so bemessen, dass bei vertikaler Ausrichtung der Schwingen 36,37 das Stahlband S zwischen den Rollen 9,10 und dem Walzspalt 4a des Walzger·ustes 4 in der durch den Walzspalt 4a verlaufenden Horizontalebene H gef·uhrt ist. Die vertikal ausgerichtete Stellung entspricht der jeweiligen Mittellage, um die die Schwingen 36,37 w·ahrend des Walzbetriebes geschwenkt werden.
Stellen sich beim Walzbetrieb Schwankungen des Bandzuges ein, die ·uber einen Toleranzbereich hinaus von einem Sollwert abweichen, so werden die Schwingen 36,37 solange in die zum Ausgleich dieser Abweichung richtige Richtung verschwenkt, bis durch die mit der Verschwenkung einhergehende Ver·anderung der Laufl·ange des Stahlbands S der Sollwert wieder erreicht wird.
Wird beispielsweise festgestellt, dass der Bandzug im Einlaufbereich 4b des Walzger·usts 4 zu gering ist, so wird die Schwinge in Richtung der Aufwickeleinrichtung 2 bewegt. Auf diese Weise ist der Abstand der von der Schwinge 36 getragenen Rolle 9 zum Walzger·ust 4 und dementsprechend die vom Stahlband S insgesamt zwischen Walzger·ust und Coil CA zur·uckgelegte Laufl·ange vergr·ossert mit der Folge, dass der Bandzug wieder den geforderten Wert annimmt.
In entsprechender Weise wird die Schwinge 37 in Richtung der Aufwickeleinrichtung 6 bewegt, wenn im Auslaufbereich 4c des Walzger·ustes 4 ein zu geringer Bandzug auftritt. Durch diese Schwenkbewegung wird der Abstand zwischen der von der Schwinge 37 getragenen Rolle 10 und dem Walzger·ust und damit wiederum einhergehend die zwischen dem Coil CB und dem Walzger·ust 4 frei laufenden Bandl·ange vergr·ossert, so dass nach einer ausreichend weiten Verschwenkung auch im Einlaufbereich 4c des Walzger·ustes 4 der erforderliche Bandzug wiederhergestellt ist.
Die betreffenden Stellungen der Bandzugausgleichseinrichtung 33,35 sind in Fig. 3 gestrichelt dargestellt.
Bei zu hohen erfassten Bandz·ugen im Einlaufbereich 4b oder Auslaufbereich 4c des Walzger·ustes 4 werden die Schwingen 36,37 der Bandzugausgleichseinrichtungen 33,35 jeweils in Richtung des Walzger·ustes 4 verschwenkt, um durch Verk·urzung der jeweiligen freien Laufl·ange des Stahlbands S den unerw·unschten Anstieg des Bandzugs auszugleichen. BEZUGSZEICHEN
1,20,30 Vorrichtung zum Kaltwalzen eines Stahlbands 2 Abwickeleinrichtung 3 erste Bandzugausgleichseinrichtung 4 Walzger·ust 4a Walzspalt des Walzger·ustes 4 4b Einlaufbereich des Walzger·ustes 4 4c Auslaufbereich des Walzger·ustes 4 5 zweite Bandzugausgleichseinrichtung 6 Aufwickeleinrichtung 7,8 Wagen 7a,8a Schiene 9,10 Rolle 11,12 Umlenkrolle 33 erste Bandzugausgleichseinrichtung 35 zweite Bandzugausgleichseinrichtung 36,37 Schwinge 38,39 Schwenkachse 40,41 Hydraulikzylinder S Stahlband F F·orderrichtung CA Coil CB Coil H Horizontalebene