The flap unit, in particular, fire protection flap unit comprises a pivotable barrier blade (4) located in a housing (1) or a pipe section provided with a seal (6) which consists at least in parts of an open-cell foam and is covered at least in parts with a flexible coating not penetrable by gases, so that in the closed state of the flap unit the circumferential gap between the housing (or pipe section) surface and the barrier blade is closed for gas flow. Also claimed is a circumferential seal forming a part of the flap unit.
| DE9417340U1 | ||||
| DE2351082A1 | ||||
| FR2386752A | ||||
| FR2763854A |
Die Erfindung betrifft eine Klappe, insbesondere Brandschutzklappe, mit einer Absperrlamelle, die schwenkbar in einem Geh·ause oder einem Rohrabschnitt gelagert ist und deren R·ander in der Schliessstellung an einer geh·auseinnenseitig oder rohrinnenseitig angeordneten Dichtung aus einem Hohlr·aume aufweisenden Dichtungsmaterial, insbesondere Schaumstoff, anliegen, wobei die Dichtung unter der Wirkung der die Absperrlamelle verschwenkenden Stellkr·afte verformbar ist.
Derartige Klappen werden u.a. als Brandschutzklappen eingesetzt. Diese m·ussen entsprechend den gesetzlichen Vorschriften auch eine Rauchschutzfunktion erf·ullen, insbesondere sollen sie w·ahrend der Schwelbrandphase eines Brandereignisses die Ausbreitung von Rauch verhindern. Dazu sind die Brandschutzklappen mit einer umlaufenden Anschlagdichtung f·ur die Absperrlamelle ausger·ustet. Sofern die Absperrlamelle an einer mittig in dem Geh·ause bzw. dem Rohrabschnitt angeordneten Schwenkwelle drehbar gelagert ist, wird die Absperrlamelle in zwei Teilbereiche von der Schwenkwelle unterteilt. Dabei ist je eine Dichtung entlang des Randes eines Teilbereiches der Absperrlamelle vorgesehen, wobei beide Dichtungen versetzt zueinander und in Str·omungsrichtung gesehen auf je einer Seite der Schwenkwelle angeordnet sind.
In der Schliessstellung liegt die Absperrlamelle mit dem einen Teilbereich auf der einen Seite und mit dem anderen Teilbereich auf der anderen Seite der jeweiligen Dichtung an.
In der Praxis bestehen die Dichtungen aus einem geschlossenzelligen Schaumstoff. Durch die geschlossenen Hohlr·aume des Schaumstoffes ist gew·ahrleistet, dass das str·omende Medium in der Schliessstellung nicht durch die Dichtung hindurchstr·omt. Aufgrund der geschlossenzelligen Ausbildung hat die Dichtung insoweit einerseits eine relativ harte und schwer verformbare Grundstruktur. Andererseits muss die Dichtung aber auch eine hinreichend hohe Elastizit·at besitzen, um materialbedingte Unebenheiten der Absperrlamelle, wie z. B. bei Isolierstofflamellen auf Kalziumsilikatbasis, oder fertigungsbedingte Toleranzen des Geh·auses auszugleichen, damit die Absperrlamelle in der Schliessstellung, wobei sie ggf. durch eine mechanische Sperre verriegelt ist, die Anforderungen an die Rauchdichtigkeit erf·ullt.
Aufgrund der Verwendung von geschlossenzelligen Schaumstoffen ist jedoch die Elastizit·at begrenzt, da die sich in den Hohlr·aumen des Schaumstoffs befindliche Luft beim Verformen komprimiert wird. Hierdurch kann sich die Absperrlamelle in der Schliessstellung nicht immer optimal an der Absperrlamelle anlegen, so dass Leckagen auftreten k·onnen. Man k·onnte zwar daran denken, die sich aus diesen gegenl·aufigen Anforderungen ergebenen Probleme durch gr·ossere Stellkr·afte, insbesondere ein gr·osseres Schliessmoment, f·ur die Absperrlamelle zu beseitigen. Diese ist aber in vielen Anwendungsf·allen technisch sowie wirtschaftlich nicht vertretbar.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Klappe anzugeben, deren Dichtung mit relativ geringen Schliessmomenten zuverl·assig abdichtet.
Diese Aufgabe wird dadurch gel·ost, dass das Dichtungsmaterial, insbesondere der Schaumstoff, als Austrittsm·oglichkeit f·ur ein in den Hohlr·aumen befindliches Medium zumindest in dem der Absperrlamelle zugewandten Bereich wenigstens teilweise offenzellig unter Bildung von ·Offnungen ausgebildet ist und dass die Dichtung zumindest bereichsweise derart eine flexible und gasundurchl·assige Beschichtung, insbesondere eine Kaschierung, aufweist, dass in der Schliessstellung der Absperrlamelle der umlaufende Spalt zwischen Geh·ause oder Rohrabschnitt einerseits und Absperrlamelle andererseits str·omungsunterbrechend verschlossen ist.
Durch die offenzelligen Hohlr·aume des Dichtungsmaterials zumindest im Bereich des der Absperrlamelle zugewandten Bereiches wird bei Verformen der Dichtung, das durch das Schliessmoment der Absperrklappe verursacht wird, das in den Hohlr·aumen der Dichtung befindliche Medium ohne weiteres aus diesen ·uber die ·Offnungen herausgedr·uckt, so dass die Dichtung eine hohe Elastizit·at aufweist und sich leicht und optimal der Oberfl·ache der Absperrlamelle anpasst. Um die Dichtigkeit zu gew·ahrleisten, ist auf dem Dichtungsmaterial die flexible und gasundurchl·assige Beschichtung vorgesehen, so dass das in dem Geh·ause bzw. dem Rohrabschnitt str·omende Medium den um die Absperrlamelle herum verlaufenden Spalt nicht passieren kann.
Bei einer Ausf·uhrungsform kann zumindest die der Absperrlamelle zugewandte Seite der Dichtung die Beschichtung aufweisen. In der Schliessstellung liegt die so mit der Beschichtung versehene Seite an der Absperrlamelle an, so dass das Geh·ause oder der Rohrabschnitt str·omungsunterbrechend verschlossen werden kann.
Bei einer anderen Ausf·uhrungsform k·onnen zumindest die freiliegenden Bereiche von den der Absperrlamelle abgewandten, von den dem Geh·ause- bzw. dem Rohrabschnittinneren zugewandten sowie von den dem Geh·ause bzw. dem Rohrabschnitt zugewandten Seiten der Dichtung die Beschichtung aufweisen. Unter dem Begriff "freiliegende Bereiche" werden solche Bereiche verstanden, die bei fehlender Beschichtung einen Str·omungskanal zwischen der Anstr·om- und der Abstr·omseite der Klappe verbleiben lassen.
Zur Verbesserung des Anliegens der Dichtung an den R·andern der Absperrlamelle kann die der Absperrlamelle zugewandte Seite der Dichtung in der Ruhestellung bei ge·offneter Absperrlamelle unter Einschluss eines Winkels mit der dem Geh·ause- bzw. Rohrabschnittinneren zugewandten Seite der Dichtung schr·ag zur Mitte des Geh·auses oder des Rohrabschnittes hinweisend ausgerichtet sein. Wegen der Verj·ungung des Querschnitts der Dichtung im Kantenbereich zwischen der der Absperrlamelle zugewandten Seite und der dem Geh·ause- bzw. Rohrabschnittinneren zugewandten Seite kann sich die Dichtung beim Schliessen der Absperrlamelle leicht verformen, so dass das Anliegen der Dichtung an die Absperrlamelle verbessert wird.
Die Dichtung schmiegt sich aufgrund ihrer h·oheren Biegsamkeit besser an, so dass ·uber einen weiten Bereich materialbedingte Unebenheiten der Absperrlamelle und auch fertigungsbedingte Toleranzen, z. B. Winkelfehler des Geh·auses bzw. des Rohrabschnittes ausgeglichen werden.
Der Winkel der dem Geh·ause- bzw. Rohrabschnittinneren zugewandten Seite und der der Absperrlamelle zugewandten Seite kann zwischen 40 DEG und 60 DEG , vorzugsweise 50 DEG , betragen.
Bei einer Ausf·uhrungsform kann die Dichtung an dem Geh·ause bzw. dem Rohrabschnitt anliegen.
Bei einer anderen Ausf·uhrungsform kann die Dichtung mit der der Absperrlamelle entgegengesetzten Seite an einer Aufnahme anliegen. Hierdurch wird verhindert, dass sich die Dichtung beim Schliessen der Absperrlamelle unter Umst·anden von dem Geh·ause bzw. Rohrabschnitt l·osen kann.
Zus·atzlich kann das freie Ende der Aufnahme in Richtung der Absperrlamelle abgewinkelt sein. Die Dichtung kann dann ohne eine weitere Befestigung in den zwischen dem Geh·ause bzw. dem Rohrabschnitt einerseits und der winkligen Aufnahme andererseits gebildeten Freiraum eingesetzt werden. Es liegt auf der Hand, dass die Aufnahme aus einem Blech bestehen kann. Es ist aber auch durchaus m·oglich, dass die Aufnahme eine Art Gitterstruktur mit Ausnehmungen aufweist, wobei bei einer solchen Ausf·uhrungsform die Dichtung dann zumindest im Bereich der Ausnehmungen der Aufnahme eine entsprechende Beschichtung in den freiliegenden Bereichen der der Absperrlamelle abgewandten Seite bzw. der dem Inneren des Geh·auses bzw. des Rohrabschnittes zugewandten Seite aufweist, sofern nicht die der Absperrlamelle zugewandte Seite mit einer Beschichtung versehen ist.
Sofern das die Hohlr·aume aufweisende Dichtungsmaterial ein Schaumstoff ist, kann der Schaumstoff Polyetherurethan und/oder Polyestherurethan enthalten.
Die Dichtung kann aus einem Weichschaum bestehen.
Die Beschichtung kann als Folie, insbesondere als Polyurethan-Folie, ausgebildet sein.
Dabei bietet sich an, dass die Folie eine Dicke von vorzugsweise 50 mu m aufweist.
Eine Dichtung f·ur eine Klappe, insbesondere eine Brandschutzklappe, mit einer Absperrlamelle, die schwenkbar in einem Geh·ause oder einem Rohrabschnitt gelagert ist und deren R·ander in der Schliessstellung an der geh·auseinnenseitig oder rohrinnenseitig angeordneten Dichtung aus einem Hohlr·aume aufweisenden Dichtungsmaterial, insbesondere Schaumstoff, anliegen, wobei die Dichtung unter der Wirkung der die Absperrlamelle verschwenkenden Stellkr·afte verformbar ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungsmaterial, insbesondere der Schaumstoff, als Austrittsm·oglichkeit f·ur ein in den Hohlr·aumen befindliches Medium zumindest in dem der Absperrlamelle zugewandten Bereich wenigstens teilweise offenzellig unter Bildung von ·Offnungen ausgebildet ist und dass die Dichtung zumindest bereichsweise derart eine flexible und gasundurchl·assige Beschichtung,
insbesondere eine Kaschierung, aufweist, dass in der Schliessstellung der Absperrlamelle der umlaufende Spalt zwischen Geh·ause oder Rohrabschnitt einerseits und Absperrlamelle andererseits str·omungsunterbrechend verschlossen ist.
Im Folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausf·uhrungsbeispiel der Erfindung erl·autert. Es zeigen: Fig. 1 schematisch einen Querschnitt durch eine Brandschutzklappe, Fig. 2 den Bereich "A" des Gegenstands nach Fig. 1, Fig. 3 den Bereich "B" des Gegenstands nach Fig. 1 und Fig. 4 einen Schnitt durch eine erfindungsgem·asse Dichtung.
In allen Figuren werden f·ur gleiche bzw. gleichartige Bauteile die gleichen Bezugszeichen verwendet.
Die dargestellte Brandschutzklappe weist ein Geh·ause 1 mit beidseitigen Anschlussflanschen 2 auf. Bei dem Geh·ause 1 kann es sich auch um einen Rohrabschnitt handeln. Im Geh·ause 1 ist auf einer mittigen Schwenkwelle 3 eine Absperrlamelle 4 angeordnet. Nicht dargestellt ist, dass an der Schwenkwelle 3 von Hand oder motorisch antreibbare Stellelemente angreifen.
In den Fig. 1 bis 3 ist die Absperrlamelle 4 in der Schliessstellung wiedergegeben, bei der ihre R·ander an Dichtungen 5 anliegen, die in geh·auseinnenseitigen Aufnahmen 6 angeordnet sind. Die geh·auseinnenseitigen Aufnahmen 6 weisen je ein freies Ende 7 auf, das in Richtung der Absperrlamelle 4 abgewinkelt ist.
Die Dichtungen 5 bestehen aus einem Schaumstoff, der zumindest in dem der Absperrlamelle 4 zugewandten Bereich wenigstens teilweise offenzellig ausgebildet ist. Hierdurch wird gew·ahrleistet, dass beim Schliessen der Absperrlamelle 4 und somit beim Verformen der Dichtung 5 das in den Hohlr·aumen des Schaumstoffs befindliche Medium aus diesen Hohlr·aumen austreten kann, so dass die Dichtung 5 ohne gr·ossere Kr·afte verformt werden kann.
Wie in den Fig. 2 bis 4 dargestellt, weist die Dichtung 5 auf der dem Inneren des Geh·auses 1 zugewandten Seite eine Beschichtung 8 auf, die flexibel und gasundurchl·assig ist. In dem dargestellten Ausf·uhrungsbeispiel erstreckt sich die Beschichtung 8 ·uber die komplette Seite. Es reicht aber auch aus, dass die Beschichtung 8 - sofern sich diese in der in Fig. 1 dargestellten Aufnahme 6 befindet -lediglich in dem Bereich aufgebracht ist, der ·uber das freie Ende 7 der Aufnahme 6 hinausragt. Es ist aber z. B. auch durchaus denkbar, dass die Beschichtung 8 lediglich auf der der Absperrlamelle 4 zugewandten Seite des Dichtungsmaterials 5 aufgebracht ist.
Die der Absperrlamelle 4 zugewandte Seite der Dichtung 5 ist in der Ruhestellung bei ge·offneter Absperrlamelle 4 unter Einschluss eines Winkels mit der dem Inneren des Geh·auses 1 zugewandten Seite schr·ag zur Mitte des Geh·auses 1 hinweisend ausgerichtet ist. Daher ist die Dichtung 5 im Ber·uhrungsbereich mit der Absperrlamelle 4 sehr biegsam und anschmiegsam.
In den Fig. 2 und 3 ist deutlich die Verformung des der Absperrlamelle 4 zugewandten Bereichs der Dichtung 5 in der Schliessstellung zu sehen. Aufgrund der schr·agen Ausrichtung der der Absperrlamelle 4 zugewandten Seite der Dichtung 5 wird diese in Richtung der Schwenkwelle 3 verformt und schmiegt sich so an die Oberfl·ache der Absperrlamelle 4 an, so dass die Anlagefl·ache zwischen der Dichtung 5 und der Absperrlamelle 4 vergr·ossert wird.
In den Fig. 1 bis 3 ist zur besseren Verdeutlichung noch mit Pfeilen 9 die Str·omung des in dem Geh·ause 1 str·omenden Mediums dargestellt. Da die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Dichtung 5 lediglich auf der dem Inneren des Geh·auses 1 zugewandten Seite eine Beschichtung 8 aufweist, tritt in Fig. 2 das str·omende Medium aufgrund des offenzelligen Schaumstoffes zwar in die Dichtung 5 ein, wird jedoch aufgrund der Beschichtung 8 an einem Austritt auf die Abstr·omseite der Absperrlamelle 4 gehindert. Da die Beschichtung 8 unmittelbar, wie in Fig. 3 dargestellt, von dem str·omenden Medium angestr·omt wird, tritt die Str·omung erst gar nicht in die Dichtung 5 ein. Hierdurch ist in der Schliessstellung eine optimale Abdichtung gew·ahrleistet.
Das Geh·ause 1 kann sowohl runde als auch rechteckige Querschnitte aufweisen. Auch ist bei rechteckigen Querschnitten eine andere Anordnung der Schwenkwelle 3, als die in Fig. 1 dargestellte mittige Anordnung, denkbar. Es ist z. B. durchaus m·oglich, dass die Schwenkwelle 3 unmittelbar an eine Wand eines rechteckigen Geh·auses 1 angrenzt, wobei in diesem Fall die Dichtung 5 lediglich auf einer Seite der Absperrlamelle 4 angeordnet ist.
Wie in Fig. 1 dargestellt, weist das Geh·ause 1 im Bereich der Schwenkwelle 3 eine weitere Abdichtung 10 auf, um den Bereich um die Schwenkwelle 3 in der Schliessstellung der Absperrlamelle 4 abzudichten. Diese weitere Abdichtung 10 kann beispielsweise aus Schaumstoff bestehen, wobei auch hier vorzugsweise der Schaumstoff geschlossenzellig ausgebildet ist.