| WO/1997/033504A1 | REFRIGERATING COUNTER | |||
| 6021908 | Extensible display shelf | |||
| 2528916 | Refrigerated shelving | |||
| WO/1997/006715A1 | REFRIGERATING COUNTER WITH DRAWERS | |||
| 2522090 | Refrigerated display case |
Die Erfindung betrifft ein K·uhlregal mit mehreren ·ubereinander angeordneten Fachb·oden.
K·uhlregale werden in Lebensmittelgesch·aften und Superm·arkten benutzt, um verderbliche G·uter frischzuhalten und zum Verkauf anzubieten, wobei in der Regel der Kunde selbst in das K·uhlregal greift, um die Ware zu entnehmen. Im Gegensatz zu Gefriertruhen, in denen die Kaltluft einen Kaltluftsee bildet, ist bei K·uhlregalen ein st·andiger Kaltluftstrom vorhanden. Die Kaltluft tritt durch in der R·uckwand des K·uhlregals vorgesehene L·ocher aus, streicht ·uber die Regalb·oden und f·allt an der Frontseite des K·uhlregals ab. Am unteren Ende der Front·offnung befindet sich eine Ansaug·offnung, durch die ein grosser Teil der Kaltluft in das Geh·ause des K·uhlregals zur·uckgesaugt wird. Da das K·uhlregal an seiner Vorderseite vollst·andig offen ist, gelangt ein sehr grosser Anteil der Kaltluft nicht in das Geh·ause zur·uck. Daher m·ussen solche K·uhlregale K·uhlaggregate mit hoher Leistung haben.
Hierdurch werden sowohl die Investitionskosten als auch die Betriebskosten erh·oht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein K·uhlregal mit ·ubereinander angeordneten Fachb·oden zu schaffen, das mit geringer K·uhlleistungsinstallation auskommt und einen geringen Verbrauch hat.
Die L·osung dieser Aufgabe erfolgt, erfindungsgem·ass mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.
Bei dem erfindungsgem·assen K·uhlregal sind die Fachb·oden nach vorne herausziehbar. Die Fachb·oden sind nach Art von Schubladen ausgebildet und sie weisen an ihrer Frontseite jeweils eine Luftsperrwand auf. Die Luftsperrwand verhindert, dass die von der R·uckseite her zugef·uhrte Kaltluft an der Vorderseite ungehindert austritt und ins Freie gelangt. Sie bildet eine Luftsperre, die Kaltluft eine Zeitlang in dem betreffenden Gefach festh·alt. Zur Entnahme von Waren wird der Fachboden insgesamt nach Art einer Schublade herausgezogen. Der K·aufer kann dann die Ware ergreifen und von dem Fachboden entnehmen. Anschliessend kann er den Fachboden in die Ruheposition zur·uckschieben. Es ist auch m·oglich, dass der Fachboden die Ruheposition automatisch wiedereinnimmt. Hierzu kann eine R·uckstellvorrichtung vorgesehen sein, die den Fachboden automatisch in die Ruheposition zieht.
Die R·uckstellvorrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass sie die R·uckstellbewegung innerhalb einer gewissen Zeitspanne vornimmt, nachdem der Fachboden herausgezogen wurde.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Fachb·oden eine gr·ossere Tiefe haben k·onnen als bei K·uhlregalen mit feststehenden Fachb·oden. Dies liegt einerseits daran, dass der Fachboden schubladenartig herausziehbar und somit leicht zug·anglich ist, und andererseits daran, dass in einem bestehenden K·uhlregalgeh·ause der Fachboden viel weiter nach vorne verl·angert werden kann als im Falle eines offenen Fachbodens. Infolge der Luftsperrwand wird kein Kaltluftstrom erzeugt, der ·uber das vordere Ende des Fachbodens hinausschiesst. Folglich kann der Fachboden nach vorne so weit verl·angert werden, dass sein vorderes Ende ann·ahernd ·uber dem im unteren Bereich des K·uhlregalgeh·auses angeordneten Saugeinlass liegt.
Die Fachb·oden sind vorzugsweise als Teleskopausz·uge ausgebildet, die auf Teleskopschienen laufen, und insbesondere als Vollausz·uge, die ganz oder ann·ahernd vollst·andig herausgezogen werden k·onnen.
Die Fachb·oden k·onnen ferner schubladenartig ausgebildet sein und Seitenw·ande haben. In jedem Fall ist die R·uckseite offen, damit dort die von der Regalr·uckwand kommende Kaltluft einstr·omen kann.
Die Erfindung bringt nicht nur eine Einsparung an zu installierender Leistung und einen verringerten Stromverbrauch, sondern sie erm·oglicht auch eine Erh·ohung des nutzbaren Volumens des K·uhlregals pro m <2> Stellfl·ache.
Gem·ass einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Fachb·oden mit Mitteln ausgestattet, die die auf dem Fachboden befindliche Ware zum vorderen Ende bewegen. Solche Mittel k·onnen Zug- oder Schubvorrichtungen sein, beispielsweise gewichtsbelastete Seilz·uge oder Federn. Es besteht auch die M·oglichkeit der Schr·agstellung des Fachbodens, wobei die darauf befindlichen Waren durch Schwerkraft zum vorderen Ende gleiten.
Sollte der Reibungswiderstand f·ur ein solches Gleiten zu gross sein, so k·onnen an dem Fachboden Rollen oder Walzen angeordnet sein, die die Ware tragen und ein reibungsarmes Absinken der Ware erm·oglichen.
Da jeder Fachboden einen Teil des Kaltluftvolumens festh·alt und somit zusammen mit der Luftsperrwand eine Drosselstelle bildet, sollten in der Regalr·uckwand vorgesehene Luftaustritts·offnungen so bemessen sein, dass die Gefache, die ·uber den Fachb·oden gebildet werden, wenigstens ann·ahernd den gleichen Kaltluftmengenstrom erhalten. Dies bedeutet, dass die Querschnitte der Luftaustritts·offnungen von Fachboden zu Fachboden sich von unten nach oben erh·ohen.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Figuren Ausf·uhrungsbeispiele der Erfindung n·aher erl·autert.
Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine erste Ausf·uhrungsform des K·uhlregals und Fig. 2 einen schematischen Querschnitt durch eine zweite Ausf·uhrungsform des K·uhlregals.
Das K·uhlregal von Fig. 1 weist ein schrankartiges Geh·ause 10 mit einer Bodenwand 11, einer R·uckwand 12, Seitenw·anden und einer Dachwand 13 auf. Das Geh·ause 10 ist an der Frontseite 14 offen. Im Geh·ause 10 befindet sich der K·uhlraum 15, der durch eine innere R·uckwand 16 hindurch mit Kaltluft versorgt wird. Im Geh·ause 10 ist ein K·uhlaggregat 17 untergebracht, welches Luft, die durch eine Ansaug·offnung 18 angesaugt wurde, k·uhlt und als Kaltluft in den Luftverteilraum 19 zwischen den beiden R·uckw·anden 12 und 16 einspeist.
Im K·uhlregal sind mehrere Fachb·oden 20 ·ubereinander angeordnet. Jeder Fachboden 20 besteht aus einem horizontalen Blech, das l·angs einer Schienenf·uhrung 21 bewegbar ist. Die Schienenf·uhrungen 21 sind nur an den Enden der Fachb·oden angeordnet. Die Fachb·oden 20 laufen in den Schienenf·uhrungen auf Rollen, die mit 22 angedeutet sind. Die Fachb·oden 20 sind im wesentlichen geschlossen. Sie haben an ihrem vorderen Ende ·Offnungen 23, durch die die Kaltluft in das n·achstuntere Fach absinken kann.
In der R·uckwand 16 sind f·ur jeden Fachboden Austritts·offnungen 24 vorgesehen. Durch diese Austritts·offnungen tritt Kaltluft aus dem Verteilraum 19 aus. Die Kaltluft str·omt ·uber den Fachboden 20 hinweg und f·allt schliesslich durch die ·Offnungen 23 herab. Der Kaltluftstrom wird durch eine Luftsperrwand 25 begrenzt, die an der Frontseite des Fachbodens 20 aufragt. Die Luftsperrwand 25 bildet die vordere Begrenzungswand des Gefaches 26, das von dem Fachboden 20 begrenzt wird. Sie besteht aus Glas, so dass der Kunde durch die Luftsperrwand 25 hindurch die Waren sehen kann. Die Glasscheibe ist an ihrer Innenseite mit einer w·armereflektierenden Beschichtung versehen. Diese verhindert, dass W·armestrahlung von aussen in das Gefach eindringen kann.
An dem Frontende des Fachbodens 20 ist unter dem Fachboden eine Beschriftungsleiste 27 angebracht, an der die Preise und Bezeichnungen der Waren angezeigt werden k·onnen. Zwischen der Luftsperrwand 25 und der Beschriftungsleiste 27 besteht ein Luftspalt 28. Die H·ohe der Luftsperrwand 25 betr·agt mindestens die H·alfte, vorzugsweise mindestens Dreiviertel, des vertikalen Abstandes zwischen zwei Fachb·oden 20. Die Beschriftungsleiste 27 dient zugleich als Griffleiste zum Herausziehen des Fachbodens 20. Die Fachb·oden 20 haben im vorliegenden Fall keine Seitenw·ande, um das seitliche Eingreifen in das Gefach bei herausgezogenem Fachboden zu erleichtern.
Vor den Fachb·oden befindet sich ein Freiraum 29, aus dem von dem Lufteinlass 18 die Luft angesaugt wird. ·Uber dem Freiraum 29 ist eine Lampe 30 installiert. Ferner ist ein Rollo 31 vorhanden, das nachts vor die ·Offnung an der Frontseite 14 gezogen werden kann, um Kaltluftverluste zu vermeiden.
An jedem Fachboden 20 ist eine Vorschubvorrichtung 32 angebracht, welche die auf dem Fachboden stehende Ware nach vorne, also in Richtung auf die Luftsperrwand 25, dr·uckt. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Ware durch die gl·aserne Luftsperrwand 25 hindurch f·ur den Kunden gut sichtbar und beim Herausziehen des Fachbodens auch gut greifbar ist.
Bei dem Ausf·uhrungsbeispiel nach Fig. 2 sind einige Fachb·oden 20a schr·aggestellt, so dass sie nach vorne hin abfallen. Auch die schr·agen Fachb·oden 20a haben jeweils eine aufragende Luftsperrwand 25. Auf den schr·agen Fachb·oden gleitet die Ware nach vorne, wo sie von der Luftsperrwand 25 aufgehalten wird. Erforderlichenfalls k·onnen an dem Fachboden 20a Rollelemente vorgesehen sein, auf denen die Ware gegen die Luftsperrwand 25 rollt.
Die Luftaustritts·offnungen 24 sind so bemessen und gestaffelt, dass jedes Gefach den gleichen Kaltluftstrom erh·alt. Dies bedeutet, dass die Querschnittsfl·achen der Luftaustritts·offnungen 24 von unten nach oben zunehmen.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausf·uhrungsbeispiele beschr·ankt. Ihr Schutzbereich wird vielmehr durch die Anspr·uche beschr·ankt. Durch die Erfindung werden erhebliche Einsparungen an Investition f·ur elektrische K·uhleinrichtungen und Stromverbrauch erreicht. Ferner wird die Ausnutzung des K·uhlregals pro m <2> Grundfl·ache wesentlich verbessert.