Title:
Method for producing a mural
Kind Code:
A2


Abstract:

An existing painting (1) is reproduced by a computer-generated image file. A computer breaks down this file in to single image elements (10-34), fits element measurements, alignments and perspectives to the geometry and design of a wall to be decorated, and then assembles these elements into a new image. A printer transfers this new image onto a base material prior to mounting on a wall or ceiling.




Inventors:
Latzke, Rainer Maria (MC)
Application Number:
EP19990112589
Publication Date:
01/05/2000
Filing Date:
07/01/1999
Assignee:
Latzke, Rainer Maria (MC)
International Classes:
B44D2/00; B44F11/02; (IPC1-7): B44F11/02; B44D2/00
European Classes:
B44D2/00; B44F11/02
View Patent Images:



Foreign References:
49582371990-09-18Method of making enlarged prints by subdividing an original image and interpolating the subdivided image
GB2270812A1994-03-23
Other References:
DATABASE INSPEC ÄOnlineÜ INSTITUTE OF ELECTRICAL ENGINEERS, STEVENAGE, GB; GROEN F C A ET AL: "Application of digital image processing in computer aided art" Database accession no. 2206426 XP002223986 & APLICATIONS OF DIGITAL IMAGE PROCESSING, GENEVA, SWITZERLAND, 19-22 APRIL 1983, Bd. 397, Seiten 294-300, Proceedings of the SPIE - The International Society for Optical Engineering, 1983, USA ISSN: 0277-786X
Attorney, Agent or Firm:
Schlimme, Wolfram, Dr.-Ing. (85521 Ottobrunn, DE)
Claims:
1. Verfahren zur Herstellung eines Wandbildes, insbesondere zur Verkleidung von Geb·aude-Innenw·anden oder Decken, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte: a) Reproduzieren von zumindest einem existierenden Bildmotiv (1), insbesondere Gem·alde; b) Zerlegen des reproduzierten Bildmotivs in einzelne Bildelemente (10 bis 34); c) Anpassen der Abmessungen, der Ausrichtung und/oder der Perspektive einzelner ausgew·ahlter Bildelemente (10 bis 34) an die Geometrie und die Gestalt der zu verkleidenden Wand (3) und Zusammensetzen der ausgew·ahlten Bildelemente (10 bis 34) zu einem neuen Bild (6); d) ·Ubertragen des neu gestalteten Bildes (6) auf ein Tr·agermaterial und e) Anbringen des Tr·agermaterials an der zu verkleidenden Wand (3).

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem gem·ass Schritt a) reproduzierten Bildmotiv (1) eine computerbearbeitbare Bilddatei erzeugt wird, dass die Schritte b) und c) mittels eines Computerprogramms durchgef·uhrt werden, und dass die ·Ubertragung des neu gestalteten Bildes (6) auf das Tr·agermaterial durch Ausdrucken des Bildes (6) mittels eines Druckers auf ein bahnf·ormiges Tr·agermaterial erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausdruck des neu gestalteten Bildes (6) auf das bahnartige Tr·agermaterial derart erfolgt, dass die Vertikalrichtung des Bildes (6) der Breitenrichtung des Tr·agermaterials entspricht.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspr·uche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schritte a) und b) in einem ersten, eigenst·andigen Verfahrensstadium durchgef·uhrt werden und die einzelnen Bildelemente (10 bis 34) in einer Bildelement-Datenbank abgelegt und archiviert werden und dass die Schritte c) bis e) in einem vom ersten Verfahrensstadium getrennten zweiten Verfahrensstadium durchgef·uhrt werden, wobei auf die Bildelement-Datenbank zugegriffen wird.

5. Verfahren zur Herstellung eines individuell an die Geometrie und Gestalt einer zu verkleidenden Wand angepassten Wandbildes aus gemalten Bildelementen, insbesondere zur Verkleidung von Geb·aude-Innenw·anden oder Decken, mit folgenden Schritten: a) Erstellen von computerbearbeitbaren Bilddateien der gemalten Bildelemente (10 bis 34); b) Anpassen der Abmessungen, der Ausrichtung und/oder der Perspektive einzelner ausgew·ahlter Bildelemente (10 bis 34) an die Geometrie und die Gestalt der zu verkleidenden Wand (3) und Zusammensetzen der ausgew·ahlten Bildelemente (10 bis 34) zu einem neuen Bild (6) mittels eines Computerprogramms; c) ·Ubertragen des neu gestalteten Bildes (6) auf ein Tr·agermaterial zur Anbringung an der zu verkleidenden Wand (6).

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildelemente (10 bis 34) durch Zerlegen eines reproduzierten Bildmotivs erhalten werden.

7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ·Ubertragung des neu gestalteten Bildes (6) auf das Tr·agermaterial durch Ausdrucken des Bildes (6) mittels eines Druckers auf ein bahnf·ormiges Tr·agermaterial erfolgt.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausdruck des neu gestalteten Bildes (6) auf das bahnartige Tr·agermaterial derart erfolgt, dass die Richtung der L·angserstreckung des Bildes (6) der Richtung der L·angserstreckung der Tr·agermaterialbahn entspricht.

9. Verfahren nach einem der Anspr·uche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt a) in einem ersten, eigenst·andigen Verfahrensstadium durchgef·uhrt wird, wobei die einzelnen Bilddateien der gemalten Bildelemente (10 bis 34) in einer Bildelement-Datenbank abgelegt und archiviert werden und dass die Schritte b) und c) in einem vom ersten Verfahrensstadium getrennten zweiten Verfahrensstadium durchgef·uhrt werden, wobei auf die Bildelement-Datenbank zugegriffen wird.

10. Wandbild, insbesondere zur Verkleidung von Geb·aude-Innenw·anden oder Decken, hergestellt nach einem Verfahren gem·ass einem der Anspr·uche 1 bis 9.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Wandbildes, insbesondere zur Verkleidung von Geb·aude-Innenw·anden oder Decken.

K·unstlerische Wandbilder wurden bislang in zeitaufwendiger Weise von Hand auf eine zu verkleidende Wand aufgemalt, wobei der K·unstler durch die individuelle, k·unstlerisch-handwerkliche Arbeitsweise Formen und Strukturen in der zu verkleidenden Wand, wie beispielsweise Mauervorspr·unge, Simse, T·uren oder Fenster, in die Motivgestaltung einbezogen hat und so aus der Wand mit ihren architektonischen Vorgaben und seiner k·unstlerischen Arbeit ein einheitliches Ganzes geschaffen hat. Diese Arbeitsweise ist jedoch nicht nur teuer, sondern nimmt ausserdem eine verh·altnism·assig lange Zeit in Anspruch, in der der Raum, in welchem die zu bemalende Wand liegt, einer anderweitigen Nutzung entzogen ist.

Insbesondere bei gewerblichen Objekten, wie Hotelhallen oder Hotelhallenb·adern, entstehen hierdurch zus·atzliche Kosten aufgrund der entfallenden Nutzbarkeit w·ahrend der Anfertigung des Wandbildes.

Ein anderes bekanntes Verfahren zur Erzeugung von Wandbildern ist die Verwendung von vorgefertigten Motiv- oder Fototapeten, die jedoch aufgrund ihrer vorgegebenen Bildgestaltung nicht an individuelle r·aumliche Gegebenheiten anpassbar sind. Zudem m·ussen bei derartigen industriell vorgefertigten Wandbildern die Begrenzungen der Wandbilder oder Trennfugen zwischen einzelnen Wandbildelementen durch Umrahmungen oder andere gestalterische Hilfsmittel kaschiert werden, damit sich die Wandbildelemente in die Wand integrieren, sodass hier die Architektur der Wand an das industriell vorgefertigte Wandbild angepasst werden muss und nicht, wie dies bei der handwerklich-k·unstlerischen Anfertigung eines Original-Wandgem·aldes der Fall ist, das Wandbild an die Architektur der Wand angepasst wird.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verfahren zur Herstellung eines Wandbildes anzugeben, das es gestattet, das Wandbild an die architektonischen Vorgaben der Wand anzupassen und das gleichzeitig gegen·uber einem individuell und k·unstlerisch-handwerklich hergestellten Wandgem·alde schneller und kosteng·unstiger herstellbar ist.

Diese Aufgabe wird gem·ass Patentanspruch 1 gel·ost durch die folgenden Schritte: Reproduzieren von zumindest einem existierenden Bildmotiv, insbesondere Gem·alde; Zerlegen des reproduzierten Bildmotivs in einzelne Bildelemente; Anpassen der Abmessungen, der Ausrichtung und/oder der Perspektive einzelner ausgew·ahlter Bildelemente an die Geometrie und die Gestalt der zu verkleidenden Wand und Zusammensetzen der ausgew·ahlten Bildelemente zu einem neuen Bild; ·Ubertragen des neu gestalteten Bildes auf ein Tr·agermaterial und Anbringen des Tr·agermaterials an der zu verkleidenden Wand.

Diese erfindungsgem·asse Vorgehensweise gestattet es, geeignete Motive, beispielsweise bestehende Wandgem·alde oder andere existierende Bilder, unter Anpassung an die architektonischen Gegebenheiten der zu verkleidenden Wand umzugestalten, sodass ein individuelles, neu geschaffenes "Original" entsteht, welches die Architektur der zu verkleidenden Wand in die Gestaltung des Bildes mit einbezieht. So kann beispielsweise eine in der Wand vorhandene T·ur durch geeignetes Plazieren eines einen Torbogen darstellenden Bildelements sp·ater im fertigen Bild von dem Torbogen umrahmt sein.

Ausserdem gestattet die erst zum Schluss des Verfahrens erfolgende Anbringung des mit dem Bild versehenen Tr·agermaterials an der zu verkleidenden Wand die Anfertigung des Bildes ausserhalb des Raums in dem die zu verkleidende Wand steht, sodass der Raum auch w·ahrend der Anfertigung des individuellen Wandgem·aldes nutzbar bleibt.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgem·assen Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass von dem reproduzierten Bildmotiv eine computerbearbeitbare Bilddatei erzeugt wird, dass die Schritte des Zerlegens und des Anpassens mittels eines Computerprogramms durchgef·uhrt werden und dass die ·Ubertragung des neugestalteten Bildes auf das Tr·agermaterial durch Ausdrucken des Bildes mittels eines Druckers auf ein bahnf·ormiges Tr·agermaterial erfolgt.

Diese Vorgehensweise gestattet es zus·atzlich, die Qualit·at eines jeden mit diesem Verfahren gefertigten Wandbildes zu maximieren, da jedes einzelne Bildelement, von dem eine Computerdatei erzeugt wird, vor der Herstellung der computerbearbeitbaren Bilddatei k·unstlerisch bestm·oglich ausgearbeitet wird, sodass jedes sp·ater unter Verwendung dieser Bilddatei erzeugte Wandbild aus einer Mehrzahl von jeweils k·unstlerisch hervorragend ausgef·uhrten Bildelementen besteht.

Weiter vorteilhaft ist, wenn der Ausdruck des neugestalteten Bildes auf das bahnartige Tr·agermaterial derart erfolgt, dass die Vertikalrichtung des Bildes der Breitenrichtung des Tr·agermaterials entspricht. Durch diese Ausgestaltung wird es m·oglich, ein ansatzfreies Bild, auch f·ur lange W·ande zu erstellen, wobei die L·angserstreckung des Bildes prinzipiell nur durch die maximale L·ange der Tr·agermaterialbahn begrenzt ist. Da die Raumh·ohe im allgemeinen deutlich geringer ist, als die L·ange einer Wand, ist es grunds·atzlich auch unproblematisch, das Bild auf diese Weise um 90 DEG verdreht auszudrucken, weil Drucker mit einer Bahnbreite von mehreren Metern Breite zu Verf·ugung stehen.

Durch diese Weiterbildung des erfindungsgem·assen Verfahrens wird das im Stand der Technik bei Verwendung von Fototapeten zur Wandverkleidung erforderliche bahnweise Aneinandersetzen vermieden, sodass Trennfugen zwischen einzelnen Bahnen beim erfindungsgem·assen Verfahren nicht entstehen und sodass es auch nicht erforderlich ist, irgendwelche in das Wandbild zu integrierenden Vertikalverblendungen vorzusehen, die diese Trennfugen abdecken, wie das beim Stand der Technik erforderlich w·are. Durch das erfindungsgem·asse Verfahren gem·ass dieser Weiterbildung wird somit auch die k·unstlerische Freiheit bei der Gestaltung des Bildes wesentlich vergr·ossert.

Insbesondere vorteilhaft ist es, wenn die Schritte des Reproduzierens und des Zerlegens des reproduzierten Bildmotivs in einem ersten, eigenst·andigen Verfahrenstadium durchgef·uhrt werden und die einzelnen Bildelemente in einer Bildelement-Datenbank abgelegt und archiviert werden und wenn die Schritte des Anpassens, des ·Ubertragens und des Anbringens in einem vom ersten Verfahrenstadium getrennten zweiten Verfahrenstadium durchgef·uhrt werden, wobei auf die Bildelement-Datenbank zugegriffen wird.

Diese zeitliche und r·aumliche Trennung des erfindungsgem·assen Verfahrens in zwei Verfahrenstadien erlaubt es, eine Bildelement-Datenbank von unterschiedlichen Bildmotiven und Elementen aus diesen unterschiedlichen Bildmotiven aufzubauen, um sp·ater bei Bedarf beliebige Kombinationen dieser gespeicherten Bildelemente zur Erstellung eines Wandbildes entsprechend der Forderung eines Auftraggebers oder der k·unstlerischen Vorstellung des Herstellers der Wandbildes zu erzeugen.

Dadurch ist es beispielsweise m·oglich, Himmel, Meer, Berge, Pflanzen, Tiere oder Ballustradenformen aus unterschiedlichen bereits existierenden Bildern, auch aus Bildern ber·uhmter Meister, oder auch aus speziell handwerklich-k·unstlerisch angefertigten Motiven zu erfassen und in der Datenbank als quasi katalogisierte Einzelbestandteile abzulegen und sp·ater in gew·unschter Weise beliebig zu kombinieren.

So k·onnten beispielsweise Motivelemente aus der Sixtinischen Kapelle mit Motivelementen des Schlosses Sch·onbrunn und venizianischen Motivelementen zu einem neuen Wandbild zusammengesetzt werden, wobei die jeweiligen Motivelemente in ihrer Gr·osse, in ihrer Anordnung und in ihrer Ausrichtung an die vorgegebene architektonische Gestalt der Wand angepasst werden und wobei sich schliesslich ein Wandbild ergibt, das einem individuell handwerklich-k·unstlerisch angefertigten Wandbild sehr nahekommt.

Eine andere L·osung der Aufgabe ist in Anspruch 5 angegeben und betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines individuell an die Geometrie und Gestalt einer zu verkleidenden Wand angepassten Wandbildes aus gemalten Bildelementen, insbesondere zur Verkleidung von Geb·aude-Innenw·anden oder Decken, mit folgenden Schritten: Erstellen von computerbearbeitbaren Bilddateien der gemalten Bildelemente; Anpassen der Abmessungen, der Ausrichtung und/oder der Perspektive einzelner ausgew·ahlter Bildelemente an die Geometrie und die Gestalt der zu verkleidenden Wand und Zusammensetzen der ausgew·ahlten Bildelemente zu einem neuen Bild mittels eines Computerprogramms; ·Ubertragen des neu gestalteten Bildes auf ein Tr·agermaterial zur Anbringung an der zu verkleidenden Wand.

Vorteilhaft ist hierbei, wenn die Bildelemente durch Zerlegen eines reproduzierten Bildmotivs erhalten werden.

Weiter vorteilhaft ist auch, wenn die ·Ubertragung des neu gestalteten Bildes auf das Tr·agermaterial durch Ausdrucken des Bildes mittels eines Druckers auf ein bahnf·ormiges Tr·agermaterial erfolgt.

Eine weitere Ausgestaltung der anderen L·osung zeichnet sich dadurch aus, dass der Ausdruck des neu gestalteten Bildes auf das bahnartige Tr·agermaterial derart erfolgt, dass die Richtung der L·angserstreckung des Bildes der Richtung der L·angserstreckung der Tr·agermaterialbahn entspricht.

Schliesslich ist es besonders vorteilhaft, wenn das Erstellen von computerbearbeitbaren Bilddateien der gemalten Bildelemente in einem ersten, eigenst·andigen Verfahrensstadium durchgef·uhrt wird, wobei die einzelnen Bilddateien der gemalten Bildelemente in einer Bildelement-Datenbank abgelegt und archiviert werden, und wenn das Anpassen der Abmessungen, der Ausrichtung und/oder der Perspektive einzelner ausgew·ahlter Bildelemente an die Geometrie und die Gestalt der zu verkleidenden Wand und Zusammensetzen der ausgew·ahlten Bildelemente zu einem neuen Bild mittels eines Computerprogramms sowie das ·Ubertragen des neu gestalteten Bildes auf ein Tr·agermaterial zur Anbringung an der zu verkleidenden Wand in einem vom ersten Verfahrensstadium getrennten zweiten Verfahrensstadium durchgef·uhrt werden, wobei auf die Bildelement-Datenbank zugegriffen wird.

Ein nach einem der erfindungsgem·assen Verfahren hergestelltes Wandbild ist ebenfalls Teil der vorliegenden Erfindung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung n·aher erl·autert; in dieser zeigt: Fig. 1. ein bereits existierendes Bildmotiv; Fig. 2. eine zu verkleidende Wand im Rohzustand und Fig. 3. die mit dem nach dem erfindungsgem·assen Verfahren hergestellten Bild verkleidete Wand.

Fig. 1 stellt ein existierendes Bildmotiv 1 dar, welches aus einer Vielzahl von Bildelementen besteht. Beispielhaft seien die folgenden Bildelemente genannt: Torbogen 10, linke Ballustrade 12, rechte Ballustrade 14, linke S·aule 16, rechte S·aule 18, Baum 20, Pfau 22, Felsformation 24, Himmel 26, Landschaftshintergrund 27, Wasserfl·ache 28, grosse Zypresse 30, kleine Zypresse 32 und Agave 34.

In Fig. 2 ist ein Raum 2 dargestellt, mit einer den Raum begrenzenden Wand 3. In der rechten H·alfte der Wand 3 ist eine T·urnische 4 mit einer T·ur 5 vorgesehen. Die Wand 3 ist in der H·ohe niedriger und in der Breite k·urzer als das existierende Bildmotiv 1.

Wird nun gew·unscht, dass das existierende Bildmotiv 1 auf die Wand 3 des Raumes 2 ·ubertragen wird, so l·age es zun·achst nahe, eine fototechnische ·Ubertragung des Bildmotivs 1 auf die Wand 3 vorzunehmen. Dem steht jedoch entgegen, dass das Verh·altnis von Bildh·ohe zu Bildbreite des existierenden Bildes 1 von dem Verh·altnis der Wandh·ohe zur Wandbreite der Wand 3 abweicht, sodass bei einer fototechnischen ·Ubertragung entweder das Bild in seiner L·ange beschnitten werden m·usste oder der Raum in seiner H·ohe nicht vollst·andig mit dem Bild ausgef·ullt werden k·onnte. Zudem befindet sich das Portal 10 an einer Stelle des existierenden Bildmotivs 1, die bei einer fototechnischen Verkleinerung nicht mit dem Ort der T·urnische 4 in der Wand 3 ·ubereinstimmen w·urde. Eine fototechnische ·Ubertragung des Bildmotivs 1 auf die Wand 3 ist daher nicht geeignet.

Alternativ dazu w·are es m·oglich in handwerklichk·unstlerischer Weise ein neues Bild auf die Wand 3 von einem Kunstmaler aufbringen zu lassen, welches dem existierenden Bildmotiv 1 ·ahnlich ist. Bei dieser Vorgehensweise ist es selbstverst·andlich m·oglich, sowohl das H·ohen-Breiten-Verh·altnis der Wand 3 als auch die Lage der T·urnische 4 individuell in das neu zu schaffende Bild zu integrieren. Der Aufwand f·ur diese Vorgehensweise ist jedoch aufgrund der k·unstlerischen Handarbeit langwierig und teuer.

Im hier beschriebenen Beispiel des erfindungsgem·assen Verfahrens wird zun·achst das existierende Bildmotiv 1 reproduziert und beispielsweise mittels eines Scanners in einen Computer eingelesen und als digitale Bilddatei abgespeichert. Mittels eines Computerprogramms werden dann einzelne Bildbestandteile, beispielsweise die vorstehend genannten Bildbestandteile 12 bis 34 in analytischer Weise aus dem Bildmotiv 1 herausgel·ost und als isolierte Bildbausteine abgespeichert.

Dann werden diese Bildbausteine so wieder zusammengesetzt, dass das urspr·ungliche Bildmotiv 1 an die Wand 3 mit ihren architektonischen Vorgaben (ihren Abmessungen und der T·urnische 4) angepasst ist, wobei die einzelnen Bildelemente 12 bis 34 gegebenenfalls nach individueller Anpassung verwendet werden.

Ein Beispiel f·ur eine derartige Vorgehensweise, die schliesslich zu der in Fig. 3 gezeigten verkleideten Wand f·uhrt, wird nachfolgend beschrieben.

Zun·achst werden der Himmel 26, der Landschaftshintergrund 27 und die Wasserfl·ache 28 in dem neu zu schaffenden Bild unter Anpassung an die Abmessungen der Wand 3 plaziert. Beispielhaft ist hier zus·atzlich noch die Felsformation 24 aus dem rechten Teil des existierenden Bildmotivs gespiegelt in den linken Teil des neu zu schaffenden Bildes als Felsformation 24' ·ubernommen worden.

Danach werden die Pflanzen und B·aume wieder in das neu zu schaffende Bild eingef·ugt, wobei im Beispiel der Baum 20 h·oher und weiter links plaziert worden ist als im urspr·unglich existierenden Bildmotiv 1, sodass der Baum 20 jetzt hinter der Agave 34 am linken Bildrand steht. Aus Platzgr·unden wurde auch die kleine Zypresse 32 am rechten Bildrand weggelassen.

Anschliessend wird das Portal 10 in seiner Breite und seiner H·ohe an die T·urnische 4 angepasst, wobei der obere Quertr·ager 10' des Portals in seiner Breitenerstreckung durch "Herausschneiden" eines Mittelst·ucks verk·urzt wird. Dann werden die linke S·aule 16 und die rechte S·aule 18 am linken beziehungsweise rechten Ende der von der L·ange der Wand 3 vorgegebenen L·angserstreckung des neu zu schaffenden Bildes plaziert. In den Zwischenraum zwischen der linken S·aule 16 und dem T·urportal 10 wird die linke Ballustrade 12 wieder eingesetzt, wobei unter Umst·anden eine Verk·urzung oder Verl·angerung der Ballustrade erforderlich sein kann. Zwischen die rechte S·aule 18 und das T·urportal 10 wird ein passender Abschnitt der rechten Ballustrade 14 eingesetzt. Schliesslich wird der Pfau 22', ebenfalls gespiegelt, auf die Ballustrade links neben dem Portal 10 gesetzt.

Auf diese Weise wird mit dem erfindungsgem·assen Verfahren zun·achst eine analytische Zerlegung eines vorhandenen Bildmotivs 1 durchgef·uhrt und anschliessend wird in einer Synthese unter Verwendung einzelner Bildelemente des Bildmotivs 1 ein neues Bild erzeugt, das dem Bildmotiv 1 stark ·ahnelt, aber an die architektonischen Vorgaben der zu verkleidenden Wand 3 angepasst ist. Das neu geschaffene Bild 6 wird mittels eines Grossdruckers auf eine Tr·agermaterialbahn gedruckt, die dann in bekannter Weise, beispielsweise mittels eines Tragger·ustes, an der Wand 3 befestigt wird, wobei der Bereich der T·urnische 4 aus dem Bild 6 ausgeschnitten wird.

Da die einzelnen Bildelemente 12 bis 34 von dem einmal erstellten Originalgem·alde 1 mit hoher Qualit·at durch Reproduktion und Digitalisierung abgenommen werden, stehen diese Bildelemente immer wieder in derselben hohen Qualit·at f·ur eine Vielzahl voneinander abweichender neu geschaffener Bilder zur Verf·ugung, die jeweils an bestehende ·ortliche Gegebenheiten am Anbringungsort angepasst sind. Sollte ein K·unstler beispielsweise das existierende Bildmotiv 1 mehrmals malen, so w·urde erfahrungsgem·ass die Qualit·at der einzelnen Bildelemente nachlassen, was beim erfindungsgem·assen Verfahren aufgrund der synthetischen Bilderzeugung aus den reproduzierten Bildelementen 12 bis 34 nicht der Fall ist.

Die Erfindung ist nicht auf das obige Ausf·uhrungsbeispiel beschr·ankt, das lediglich der allgemeinen Erl·auterung des Kerngedankens der Erfindung dient. Im Rahmen des Schutzumfangs kann das erfindungsgem·asse Verfahren vielmehr auch andere als die oben beschriebenen Verfahrensschritte aufweisen, insbesondere kann sie eine Kombination aus den jeweiligen Einzelmerkmalen der Anspr·uche darstellen.

Bezugszeichen in den Anspr·uchen, der Beschreibung und den Zeichnungen dienen lediglich dem besseren Verst·andnis der Erfindung und sollen den Schutzumfang nicht einschr·anken. Bezugszeichenliste

1 Existierendes Bildmotiv 2 Raum 3 Wand 4 T·urnische 5 T·ur 6 neugeschaffenes Bild 10 Portal 10' Quertr·ager 12 linke Ballustrade 14 rechte Ballustrade 16 linke S·aule 18 rechte S·aule 20 Baum 22 Pfau 22' gespiegelter Pfau 24 Felsformation 24' gespiegelte Felsformation 26 Himmel 27 Landschaftshintergrund 28 Wasserfl·ache 30 grosse Zypresse 32 kleine Zypresse 34 Agave