Title:
Musk perfumes
Kind Code:
A2

Abstract:

Use of mixtures of ethylenedodecanedioate and ethyleneundecanedioate in perfumery to impart a musk fragrance. The mixtures comprise ethylenedodecanedioate (I) and ethyleneundecanedioate (II) and contain 5-60 (30-50) wt. % (II) on total (I)+(II). Independent claims are included convering (A) perfume oils containing a proportion of the mixture (I)+(II) and (B) Products perfumed with the perfume mixture from (A).


Inventors:
Koerber, Alfred (DE)
Woerner, Peter (DE)
Surburg, Horst (DE)
Application Number:
EP19980117335
Publication Date:
03/31/1999
Filing Date:
09/12/1998
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Assignee:
HAARMANN & REIMER GMBH (DE)
International Classes:
A61K8/30; A61K8/49; A61K8/72; A61K8/85; A61Q13/00; A61Q13/00; C11B9/00; C11B9/00; (IPC1-7): C11B9/00; A61K7/46
European Classes:
C11B9/00H2C
Foreign References:
4251448Macrocyclic diesters
FR2328704A
Claims:
1. Mischungen enthaltend a) Ethylendodecandioat und b) Ethylenundecandioat, wobei die Menge b) 5 bis 60 Gew.-%, bezogen auf die Summe (a + b), betr·agt.

2. Mischungen nach Ansprch 1, wonach die Menge b) 30 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Summe (a + b), betr·agt.

3. Parfum·ole mit einem Gehalt einer Mischung nach Anspruch 1.

4. Mit Parfum·olen nach Anspruch 3 parfumierte Produkte.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft Mischungen von Ethylendodecandioat und Ethylenundecandioat, solche Mischungen als Riechstoffkomponenten enthaltende Parfum·ole und mit solchen Parfum·olen parfumierte Produkte.

Verbindungen mit Moschusgeruch spielen in der Parfumindustrie eine herausragende Rolle. Wegen ihrer einzigartigen Eigenschaft, Parfumkompositionen zu harmonisieren, ihnen Ausstrahlung zu verleihen und dabei gleichzeitig ihre Haftfestigkeit zu erh·ohen, findet man Moschus-Riechstoffe heutzutage in nicht unerheblichen Mengen in beinahe jedem Parfum·ol. Entsprechend liegt der Weltjahresbedarf an Moschus-Riechstoffen bei mehreren tausend Tonnen. Der weitaus gr·osste Teil wird dabei von den sogenannten "polycyclischen-aromatischen" Moschus-K·orpern gestellt. Typische Vertreter dieser Verbindungsklasse sind HHCB (Handelsprodukt z.B. Galaxolide TM ) und AHTN (Handelsprodukt z.B. Tonalide TM ) EMI1.1

Sie werden grosstechnisch in erheblichen Mengen hergestellt und stehen daher ·ausserst preisg·unstig zur Verf·ugung.

In j·ungerer Zeit ist bekannt geworden, dass polycyclische-aromatische Moschus-Riechstoffe sich biologisch nur schwer abbauen lassen und sich demzufolge als extrem lipophile Verbindungen bioakkumulativ verhalten, d.h. sich im Fettgewebe von Lebewesen anreichern k·onnen.

In der Parfumindustrie besteht daher ein dringender Bedarf an bioabbaubaren Moschus-Riechstoffen, die sowohl von den geruchlichen Eigenschaften als auch vom Preisniveau her geeignet sind, die polycyclischen-aromatischen Verbindungen zu ersetzen.

Im Gegensatz zu den polycyclischen-aromatischen Verbindungen werden makrocyclische Moschus-Riechstoffe als biologisch abbaubar angesehen. Die Marktpreise f·ur diese Verbindungen liegen jedoch um ein Mehrfaches ·uber denen der polycyclischen-aromatischen Verbindungen. Allgemeine Formel f·ur makrocyclische Moschus-Riechstoffe: EMI2.1 A = CH2; O; O-CH2-CH2-O-CO; A = CH2; O; CH = CH; x + y = 8 bis 15

Eine in der Gruppe der makrocyclischen Moschus-Riechstoffe relativ preisg·unstige Verbindung ist der cyclische Ethylenglycolester der Dodecandicarbons·aure (Ethylendodecandioat, z.B. als Arova N von der Firma H·uls kommerziell erh·altlich). Aufgrund ihrer geruchlichen Eigenschaften ist diese Verbindung jedoch kein geeigneter Ersatz f·ur polycyclische-aromatische Moschus-Riechstoffe. ·Ubetraschenderweise fanden wir jedoch, dass der Zusatz des niederen Homologen, des cyclischen Ethylenglycolesters der Undecandicarbons·aure (Ethylenundecandioat), einen geruchlichen Effekt bewirkt, der sich dahingehend bemerkbar macht, dass die entstandene Mischung wesentlich besser den Geruchstyp der polycyclischen-aromatischen Moschus-Riechstoffe trifft. Die geruchlichen Eigenschaften von Ethylenundecandioat sind zwar schon fr·uher als "schwach moschusartig, s·uss" beschrieben worden (S.

Arctander; Perfume and Flavor Chemicals, Selbstverlag, Montclair N.J., 1969, Monograph 1228), jedoch findet sich in der Literatur kein Hinweis auf eine geruchliche Verwandtschaft mit polycyclischen-aromatischen Moschus-Riechstoffen, so dass der beobachtete Effekt in Kombination mit Ethylendodecandioat nicht vorhersehbar, sondern v·ollig ·uberraschend war.

Gegenstand der Erfindung sind also Mischungen enthaltend a) Ethylendodecandioat und b) Ethylenundecandioat, wobei die Menge b) 5 bis 60, vorzugsweise 30 bis 50 Gew.-%, bezogen auf die Summe (a + b), betr·agt.

Neben der Erzielung des Duftcharakters von polycyclischen aromatischen Moschusverbindungen wird mit der Verwendung solcher Mischungen auch eine deutliche Verst·arkung der meist blumigen Herznote von Parfum·olen bewirkt.

Mischungen mit solchen Zusammensetzungen bringen zudem den Vorteil mit sich, dass sie sehr preisg·unstig herzustellen sind. Mischungen von Dodecan- und Undecandicarbons·aure fallen als billige Nebenprodukte bei der Oxidation von Cyclododecen zu Dodecandicarbons·aure (Vorprodukt f·ur Polyamid-1,12) an. Das bedeutet, dass Mischungen aus Ethylendodecandioat und Ethylenundecandioat eine preiswerte Alternative zu polycyclischen-aromatischen Moschus-Riechstoffen darstellen.

Die Herstellung der Mischungen aus Ethylendodecandioat und Ethylenundecandioat kann auf an sich bekannte Weise durch Veresterung des entsprechenden Dicarbons·auregemisches mit Ethylenglycol und anschliessende thermische Depolymerisation des resultierenden Polyestergemisches erfolgen, z.B. in Analogie zu den in der Deutschen Patentschrift 25 47 267 gegebenen Vorschriften. Die Herstellung des Polyesters kann durch Erhitzen des Dicarbons·auregemisches mit Ethylenglycol erfolgen, im allgemeinen auf 130 bis 200 DEG C, vorzugsweise auf 150 bis 170 DEG C.

Die Depolymerisation kann thermisch unter Schwermetallkatalyse erfolgen, im allgemeinen zwischen 200 und 300 DEG C, vorzugsweise zwischen 260 und 270 DEG C. Als Katalysatoren eignen sich vorzugsweise Zinnverbindungen, wie z.B. Dibutylzinnoxid, Dibutylzinndilaurat und Dibutylzinn-bis-2-ethylhexanoat. Die Reaktion kann ohne Verwendung eines L·osungsmittels durchgef·uhrt werden, ist aber auch in Gegenwart eines L·osungsmittels m·oglich.

Die erfindungsgem·assen Mischungen eignen sich wegen ihrer typischen organoleptischen Eigenschaften vorz·uglich f·ur den Einsatz in Parfum-Kompositionen und hier in besonderem Masse als Ersatz f·ur polycyclische aromatische Moschusverbindungen. Sie lassen sich auch sehr gut mit anderen Riechstoffen in verschiedenen, unterschiedlichen Mengenverh·altnissen zu neuartigen Parfum-Kompositionen kombinieren. In solchen Parfumkompositionen betr·agt die Menge der erfindungsgem·assen Mischungen im allgemeinen 1 bis 40, vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Komposition.

Derartige Parfumkompositionen k·onnen nicht nur in alkoholischer L·osung als Feinparfums verwendet werden, sondern auch zur Parfumierung von Kosmetika, z.B. Cremes, Lotionen, Aerosolen, Toilettenseifen usw., Haushaltsprodukten wie Reinigungs- und Waschmitteln, Weichsp·ulern, Desinfektionsmitteln, Textilbehandlungsmitteln und anderen technischen Produkten dienen, wobei die Menge der Parfum-Komposition 0,1 bis 40, vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das parfumierte Produkt, betr·agt.

Die Prozentangaben der nachfolgenden Beispiele beziehen sich jeweils auf das Gewicht. Beispiele Beispiel 1 Herstellung eines Gemisches aus Ethylendodecandioat und Ethylenundecandioat:

225 g eines technischen Gemisches aus 40 bis 60 % Dodecundis·aure, 30 bis 50 % Undecandis·aure, 3 bis 8 % Decandis·aure und 0 bis 4 % Nonandis·aure werden mit 105 g Ethylenglycol versetzt und langsam auf 150 DEG C erhitzt; bei etwa 130 bis 140 DEG C setzt die Wasserabspaltung ein. Nach dem Ende der Wasserabspaltung, wird zur Entfernung ·ubersch·ussigen Ethylenglycols die Temperatur auf 170 DEG C erh·oht und die Reaktionsapparatur langsam bis zu einem Druck von 1 mbar evakuiert. Der als R·uckstand resultierende Dicarbons·aure/Ethylenglycol-Polyester wird mit 1,5 g Dibutylzinnoxid versetzt und in geschmolzenem Zustand langsam in eine auf 270 DEG C vorgeheizte Depolymerisationsapparatur mit wandg·angigem R·uhrer dosiert. Bei einem Druck von 0,1 mbar destillieren die monomeren Spaltprodukte langsam ab.

Nach Waschen und Aktivkohlebehandlung werden insgesamt ca. 150g einer Mischung erhalten, die einen angenehmen, facettenreichen Moschusgeruch mit einem leicht blumig-fettigen Unterton aufweist. Nach gaschromatographischer Analyse entspricht diese Mischung in etwa der Zusammensetzung des Ausgangsmaterials, enth·alt also zwischen 40 und 60 % Ethylendodecandioat, 30 bis 50 % Ethylenundecandioat, 3 bis 8 % Ethylendecandioat und 0 bis 4 % Ethylennonandioat. Beispiel 2 Herstellung eines Parfum·ols unter Verwendung einer Mischung von Ethylendodecandioat und Ethylenundecandioat

Es werden vermischt (alle Angaben in g):

Columns=2 Styrolylacetat2 Dihydromyrcenol3 Citronen·ol15 Aldehyd C14 sog.18 Linalool20 Phenylethylalkohol10 Citronellol10 Benzylacetat10 Methyldihydrojasmonat50 Hexylzimtaldehyd50 Jasmin·ol synthetisch20 Ylang-Ylang-·Ol synthetisch10 Isomethylionon gamma50 Eugenol2 Isoeugenol1 Vanillin2 Cumarin10 Oryclon H & R30 Patchouly·ol farblos2 Sandel H & R50 Bergamotte·ol synthetisch100 Diethylphthalat335 Dipropylenglycol100

Zum vergleichenden Test werden die 100 g Dipropylenglycol jeweils durch die gleiche Menge der Moschusverbindungen a) Galaxolide TM 50 % in Diethylphthalat, b) Ethylendodecandioat, c) Ethylentridecandioat (Ethylenbrassylat) und d) einer Mischung von Ethylendodecandioat und Ethylenundecandioat, hergestellt nach Beispiel 1, ersetzt. Die parfumistische Bewertung ergab, dass die Testmischungen a und d geruchlich am ·ahnlichsten sind, Testmischung d harmonischer und volumin·oser riecht als die Testmischungen b und c, die blumige Herznote (Bouquet) in Testmischung d im Vergleich zu b und c deutlich verst·arkt wird und Testmischung d im Vergleich zu b und c einen wesentlich facettenreicheren Dufteindruck bewirkt.





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