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| FR2072383A |
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kegelstellanlage nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei derartigen Kegelstellanlagen mit an Seilen h·angenden Kegeln ist es bekannt, die Seile ·uber Seilrollen zu f·uhren, die auf einer gemeinsamen Stange sitzen und mittels an deren Enden sitzenden endlosen Ketten eine Umlaufbewegung ausf·uhren und dabei das Hochziehen und Absenken der Kegel bewirken. Solche Kegelstellanlagen haben sich bew·ahrt, jedoch ist deren Herstellung aufwendig.
Mit der Erfindung soll die Aufgabe gel·ost werden, eine Kegelstellanlage mit an Seilen h·angenden Kegeln zu vereinfachen und preisg·unstiger herzustellen, ohne dass die Betriebssicherheit darunter leidet.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 genannten Merkmale gel·ost.
Die Seiltrommel ist zur Aufnahme des Seilvorrates bestimmt, der notwendig ist, um die Seile, an denen die Kegel h·angen, in Beruhigungsglocken hochzuziehen, auf den Boden abzusenken und einen ausreichenden Seilvorrat aufzunehmen, damit die Seile bei einem Kugelwurf umfallen k·onnen. Wenn sich nach einem Kugelwurf die Seile verwickeln, lassen sich die Kegel nicht ungehindert in die Beruhigungbecher hochziehen, sondern es wird eine gewisse Zeit ben·otigt, damit sich die Seile w·ahrend des Hochziehvorganges entwirren k·onnen. Da die Seilaufzugbewegung weiterl·auft, bewirkt dies eine Schwenkbewegung der Wippe. Beim nachfolgenden Absenken der Kegel- also nach dem sich die Weile entwirrt haben, schwenkt die Wippe zur·uck.
Dabei wird das Seiltrum zwischen Seiltrommel und Wippe schlaff, sodass die Gefahr besteht, dass die Seile aus ihren F·uhrungen herausspringen und dadurch St·orungen verursachen. Um dies zuverl·assig zu verhindern, w·alzt sich die auf der Wippe sitzende Seilrolle bei einer Schwenkbewegung der Wippe in beiden Wippen-Bewegungsrichtungen um ein auf der Wippenschwenkachse sitzenden Zahnrad ab. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Seiltrum zwischen Seiltrommel und Wippe schlaff werden kann. Zudem werden die auf der Wippe sitzenden Umlenkrollen mit einer gegen·uber der Seilablaufgeschwindigkeit leicht erh·ohten Geschwindigkeit angetrieben. Dadurch bleiben die Seile zwischen der Seiltrommel und den Wippen in jeder Kegelposition straff gespannt und k·onnen nicht aus den ihnen zugeordneten Rillen herausspringen.
In der Zeichnung ist ein Ausf·uhrungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt und wird nachfolgend n·aher erl·autert. Es zeigen: Fig.1 eine schematische Darstellung einer Kegelstellanlage mit an Seilen h·angenden Kegeln, Fig.2 einen L·angsschnitt durch eine Wippe, Fig.3 eine Ansicht der auf der Wippe sitzenden Zahnr·ader in Richtung des Pfeiles B in Fig.2.
Die Kegelstellanlage enth·alt einen Rahmen 1 mit zwei Seitenw·anden. In diesem Rahmen ist durch eine horizontale Welle eine Seiltrommel 2 drehbar gelagert, die zur Aufnahme von Seilen 3 beim Hochziehen der einzelnen Kegel 6 bestimmt ist. Bei ·ublichen Kegelstellanlagen sind insgesamt 9 Kegel und somit auch 9 Seile vorhanden. Die Seile 3 werden um Umlenk-rollen 4 und 5 gef·uhrt und gelangen sodann zu einem horizontalen Halter 7 oberhalb des Kegelstandplatzes 12. Im Halter 7 sind Kegelbecher 8 befestigt. Diese Kegelbecher 8 dienen zum Zentrieren der Kegel 6, wenn diese an den Seilen 3 hochgezogen werden. Bei einem Kugelwurf fallen alle oder einzelne Kegel um, wobei der Seilvorrat aus einem Seilspeicher 10 nachgezogen wird.
Hernach wird die Seiltrommel 2 durch einen motorischen Antrieb in Betrieb gesetzt, sodass die Kegel an den Seilen 3 hochgezogen werden und in der obersten Lage in den Kegelbechern 8 zentriert werden. Anschliessend werden die Kegel 6 durch Wechsel der Drehrichtung des Antriebsmotores der Seiltrommel 2 wieder auf die Standfl·ache 12 abgesenkt.
Die Seilumlenkrollen 4 sitzen auf einer um eine Hauptwelle 14 schwenkbaren Wippe 16. Auf diesen Wippen 16 sind je drei Zahnr·ader 18,19,20 drehbar befestigt, die ineinander greifen. Der Antrieb jedes auf der Hauptwelle 14 sitzenden Zahnrades 18 erfolgt ·uber einen Riemen 24 von einer Antriebsrolle 26, die mit der Seiltrommel 2 antriebsverbunden ist. Das Zahnrad 19 ist im Eingriff mit dem Zahnrad 18. Dieses Zahnrad 19 ist ·uber eine Welle 32 mit der Seilumlenkrolle 4 verbunden. Gegen jede Seilumlenkrolle 4 liegt ein Anpressrad 28 an zur m·oglichst schlupflosen Seilmitnahme. Dieses Anpressrad 28 ist ·uber eine Welle 30 mit dem Zahnrad 20 verbunden. Damit eine Anpassung an unterschiedlich dicke Seildurchmesser erfolgen kann, haben die grobgezahnten Zahnr·ader 19, 20 ein reichliches Zahnflankenspiel.
Die Anpressung der Anpressrollen 28 an die um die Umlenkrolle 4 gef·uhrten Seile 3 erfolgt durch nicht n·aher dargestellt Federmittel.
Die Wippe 16 wird durch eine Feder 52 gegen einen Anschlag 34 gezogen. Bei der Aufzugsbewegung der Kegel 6 kann es vorkommen, dass sich die Seile 3 verwickelt haben, sodass die Kegel 6 nicht problemlos in die Kegelbecher 8 hochgezogen werden k·onnen. Da der Antriebsmotor der Seiltrommel 2 und damit des Riemens 24 weiter l·auft, entsteht bei den Seilen 3 ein erh·ohter Zug. Als Folge davon verschwenkt sich die Wippe 16 in Richtung des Pfeiles A bis zum Anschlag 35. Der Antriebsmotor wird sodann abgeschaltet und durch die Zugkr·afte der Kegelgewichte bewegen sich die Kegel 6 nach unten. Damit die Seile 3 im Bereich zwischen der Seiltrommel 2 und der Wippe 16 nicht schlaff werden, mit der Gefahr, dass sie aus ihren Seilrinnen bei der Seiltrommel herausspringen, wickelt sich das Zahnrad 19 am Zahnrad 18 ab, wenn die Wippe 16 verschwenkt wird.
Schwenkt sich die Wippe 16 gegen die Seiltrommel 2 zu, dreht sich das Zahnrad 19 und mit ihm die Umlenkrolle 4 relativ zum Zahnrad 18 im Uhrzeigersinn, was bei drehenden Zahnr·adern 18, 19 beim Hochziehen der Kegel zu einer Verlangsamung des Zahnrades 19 f·uhrt, wodurch das Seil 3 zwischen der Wippe 16 und der Seiltrommel 2 im Vergleich zur stillstehenden Wippe von der Trommel 2 weggezogen wird.
Ausserdem wird das ·Ubersetzungsverh·altnis des Riemenantriebes 24 im Vergleich zum Seilantrieb so gew·ahlt, dass der Riemenantrieb etwa 10 % Voreilung gegen·uber dem Seilantrieb hat, so dass beim Abwickeln der Seile - also beim Absenken der Kegeln 6 - dieselben zwischen der Seiltrommel 2 und den Wippen 16 stets straff bleiben. Ein Antriebsrad 22 dreht hierbei die mit ihm verbundene Welle 14, welche ihrerseits mit der Nabe des Zahnrades 18 in Reibkontakt steht. Das Zahnrad 18 enth·alt zum Ausgleich der unterschiedlichen Geschwindigkeiten eine durch eine Feder belastete Rutschkupplung 38. Dies, weil die Welle 14 aufgrund des Voreilens des Antriebes schneller dreht als das Zahnrad 18. Dadurch entsteht dieser Reibschluss zwischen der Welle 14 und dem Zahnrad 18.
Da die Seile, an denen die Kegel h·angen, in jeder Kegelposition straff gespannt bleiben, k·onnen keine St·orungen dadurch entstehen, dass die Seile aus den ihnen zugeordneten F·uhrungsrillen am Aussenumfang der Seiltrommel herausfallen.
F·ur jedes Seil 3 ist eine Wippe 16 vorgesehen, welche unabh·angig voneinander gelagert sind, so dass jedes einzelne Seil der ·ublicherweise neun Kegeln 6 individuell hochgezogen werden kann, und je nachdem, ob es verwickelt ist oder nicht, die ihr zugeh·orige Wippe 16 sich durch eine entsprechende Schwenkbewegung - oder bei unverwickeltem Seil ohne eine solche - anpassen kann.
Die Mittel f·ur die straffe Spannung des Seiles zwischen der Seiltrommel und der Wippe sind hierbei durch die Zahnr·ader 18, 19 ausgef·uhrt. Dies k·onnte selbstverst·andlich auf andere Art erm·oglicht sein. Die Kegelbecher 8 oder Beruhigungsglocken wie auch die Kegel k·onnten anders als dargestellt angeordnet sein.