| DE1453918A | ||||
| DE1902275A | ||||
| DE3928125A | ||||
| GB1046322A |
Die Erfindung betrifft eine Ladehebelanordnung fr eine Handfeuerwaffe mit einem Verschlu oder Verschlutrger, der in einem Waffengehuse in Lngsrichtung der Waffe beweglich angeordnet ist, mit den folgenden Merkmalen:
Eine solche Ladehebelanordnung mit den Merkmalen gem dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ist aus der DE 39 28 125 Al bekannt.
Ferner sind aus den Dokumenten DE-A-1 902 275 und DE-A-1 453 918 Ladehebelanordnungen bekannt, die mit dem Verschlu bei dessen Bettigung fest verbindbar sind, aber beim Schu vom Verschlu gelst am Gehuse verharren. Diese Ladehebelanordnungen sind aber ausschlielich mit der linken Hand bedienbar; Linkshnder, die zur Bedienung die rechte Hand bentigen, mssen mit groen Schwierigkeiten rechnen, da sie, um um das Gewehr herumgreifen zu knnen, dieses schrghalten mssen.
Lagebegriffe, wie "oben", hinten" usw., die im folgenden verwendet sind, beziehen sich auf die bei Abgabe eines horizontalen Schusses ordnungsgem positionierte Waffe, wobei die Schurichtung nach vorne verluft.
Bei Selbstladegewehren oder Maschinenpistolen ist oft unmittelbar am Verschlutrger bzw. Verschlu ein Ladehebel angebracht, der seitlich aus dem Waffengehuse weit heraussteht und die Auenkontur der Waffe deutlich berragt (z.B. das sowjetische AK 74). Die Vorteile dieser Konstruktion, nmlich der geringe Bauaufwand und die Mglichkeit fr den Schtzen, nicht nur in ffnungsrichtung, sondern auch in Schlierichtung des Verschlutrgers bzw. Verschlusses auf diesen zustzlich zur Kraft der Schliefeder noch eine weitere Kraft von Hand aufzubringen, wird dabei besonders von dem Nachteil berwogen, da der Ladehebel seitlich neben der Waffe der heftigen Vorwrtsund Rckwrtsbewegung des Verschlutrgers bzw. Verschlusses folgt. Ein Verhaken des Ladehebels in der Deckung oder an der Ausrstung des Schtzen kann leicht zu einer Ladehemmung fhren. Ebenso besteht die Gefahr, da sich ein Schtze am Ladehebel verletzt.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, da ein Schtze zum Bettigen eines rechts von der Waffe aus dem Patronenhlsenauswurffenster abstehenden Ladehebels immer seine rechte Hand vom Griffstck nehmen mu. So ist etwa im Fall einer Ladehemmung, die mittels Durchladen beseitigt werden soll, die hierzu erforderliche Zeitspanne, whrend der der Schtze wehrlos ist, verhltnismig lang.
Viele Versuche wurden unternommen, um diesen Nachteilen abzuhelfen. So ist es etwa bekannt (Gewehr G 3 der deutschen Bundeswehr), den Ladehebel vom Verschlu getrennt auf der linken Seite ber dem Handschutz des Gewehres anzubringen. Dabei hintergreift der Ladehebel beim Durchladen den Verschlu und bewegt ihn nach hinten. Danach wird der Ladehebel losgelassen, kehrt in seine Ausgangslage zurck und verbleibt dort ortsfest, whrend sich der Verschlu beim Schuvorgang in blicher Weise bewegt.
Der Nachteil dieser Anordnung besteht jedoch darin, da man ber den Ladehebel auf den Verschlu oder Verschlutrger keine Kraft in Schlierichtung aufbringen kann, wenn aus irgendeinem Grunde die Kraft der Schliefeder nicht zum vollstndigen Schlieen des Verschlusses ausreichen sollte. Wenn man beispielsweise beim obengenannten Gewehr G 3 beim Durchladen den Ladehebel nach dem Zurckziehen nicht los und ihn vorschnellen lt, sondern langsam nach vorne fhrt, um etwa ein lautes und verrterisches Durchladegerusch zu vermeiden, dann reicht meist die Kraft der Schliefeder nicht aus, um den Verriegelungsmechanismus vllig zu verriegeln. Um diesem Nachteil abzuhelfen, hat man den Verschlutrger selbst mit einer flachen und nur wenig berstehenden, zustzlichen Handhabe versehen, mittels welcher er sich im genannten Fall ber die etwa noch verbleibende Verriegelungsstrecke nach vorne drcken lt.
Ein Schtze, der das genannte Gewehr, wie blich, mit der rechten Hand am Griffstck hlt, kann mit der linken Hand ohne weiteres den Ladehebel bettigen. Ein Linksschtze, der das Griffstck mit der linken Hand hlt, mu allerdings zum Durchladen umgreifen.
Weitere Versuche, den eingangs genannten Nachteilen zumindest teilweise abzuhelfen, bestanden darin, da der fest am Verschlu angebrachte Ladehebel nach oben gekrpft (Galil) oder vllig weggelassen, durch ein Griffloch im Verschlu ersetzt ("Grease Gun", eine nicht mehr eingefhrte Maschinenpistole der USA) oder durch einen einem abzugshnlichen Hebel ersetzt wurde, der an der Oberseite des Waffengehuses aus diesem nach oben herausragt, unter einem Handgriff geschtzt angeordnet ist und somit innerhalb der Auenkonturen der Waffe liegt (z.B. das franzsische Gewehr Mod. FA MAS F3).
Bei dem letztgenannten Gewehr ist die geschtzte Anbringung des Ladehebels unter dem Handgriff allerdings weniger gnstig, da der Ladehebel nur mit einem Finger erfat werden kann und deshalb oft nicht mit der ausreichenden Kraft bettigt werden kann. Auerdem kann er auch in dieser geschtzten Lage an seiner Bewegung behindert werden, etwa durch Tarnmaterial, das an der Waffe angebracht oder auf die Waffe gelegt ist.
Als gnstigste Lsung hat sich die eingangs genannte, gattungsbildende Ladehebelanordnung der Anmelderin herausgestellt (DE 39 28 125 Al) : diese weist eine flache, sich in Schurichtung erstreckende, einen mittigen Lngsschlitz an der Oberseite des Waffengehuses durchsetzende und form- oder kraftschlssig mit dem Verschlutrger verbundene Leiste auf, an deren Vorderseite ein vertikaler Zapfen sitzt, auf dem das eine Ende eines Ladehebels, der etwa die Form einer kurzen, gedrungenen Stange aufweist, schwenkbar gelagert ist.
Dieser Ladehebel steht, wenn er in Lngsrichtung ausgerichtet ist, kaum ber die Kontur des Waffengehuses ber. Ist er unter einem Handgriff gelegen, dann liegt er vollstndig innerhalb der Kontur der Waffe. Diese Lage nimmt der Ladehebel beim Feuern der Waffe ein und bewegt sich dann zusammen mit dem Verschlu hin und her. Ein zustzlicher Vorteil ist dabei darin zu sehen, da sich der Ladehebel stets im Gesichtsfeld des Schtzen befindet, der somit nach einem Schu gegebenenfalls aus der Lage des Ladehebels sofort auf das Vorliegen einer Ladehemmung schlieen kann.
Zum Durchladen wird der Ladehebel in der genannten Lngslage vom Schtzen mit dem Finger ergriffen und je nach verwendeter Hand nach rechts oder links um den Zapfen in eine Lage geschwenkt, in welcher er nach rechts oder links rechtwinklig absteht und gegen einen Anschlag aufluft. Nun kann der Ladehebel notwendigenfalls mit mehreren Fingern ergriffen und zurckgezogen werden.
Eine Rckstellfeder sorgt dafr, da der Ladehebel nach dem Loslassen stets in seine Lngslage zurckkehrt und dort verbleibt.
Soll nun eine Kraft in Schlierichtung ber den Ladehebel auf den Verschlu oder Verschlutrger aufgebracht werden, dann gengt es, den Ladehebel mit den Fingern festzuhalten und dabei nach vorne zu drcken.
Nun sind bei Selbstladewaffen Funktionsstrungen bekannt, bei denen sich eine Patrone im Patronenlager verklemmt, noch bevor sie ihre Endlage erreicht hat, etwa bei Sand im Patronenlager oder bei einer verformten Patrone. Bei einer solchen Ladehemmung mu zu deren Behebung grobe Gewalt auf den Ladehebel ausgebt werden, wenn man ohne geeignetes Werkzeug ist und nicht die Gelegenheit hat, die Waffe zu zerlegen.
Nun kann man bei den meisten der oben beschriebenen Waffen versuchen, den Verschlu z.B. durch einen Stiefeltritt gegen den Ladehebel zu ffnen. Oft wird aber in diesem Fall die Auszieherkralle des Verschlusses nur aus der Rille der klemmenden Patrone herausrutschen, die Patrone selbst aber im Patronenlager verklemmt bleiben.
Die beste Manahme ist es hier, zu versuchen, den Verschlu gewaltsam zu schlieen, denn gelingt es, eine solche festgeklemmte Patrone abzufeuern, dann wird deren Hlse in aller Regel auch ausgeworfen und die Waffe befindet sich nachher wieder in strungsfreiem Zustand.
Man hat nun bei Waffen, die eine solche Manahme nicht gestatten (etwa das obengenannte Gewehr G 3), versucht, solche Strungen mglichst auszuschlieen. Dies etwa durch gerillte Patronenlager, bei denen die Lngsrillen Schmutz aufnehmen knnen und nach jedem Schu von den Verbrennungsgasen wieder freigeblasen werden, oder durch eine Dienstanweisung, die die Benutzung beschdigter Munition verbietet, etwa die Benutzung von Patronen, die schon einmal in eine Ladehemmung verwickelt waren.
Insgesamt konnte aber die obige Problematik noch nicht zur Zufriedenheit gelst werden, obwohl sich Selbstlade-Handfeuerwaffen mit Ladehebel seit beinahe 80 Jahren im Truppeneinsatz befinden und somit ein Teil der obigen Probleme schon ebenso lange dem Fachmann bekannt ist.
Ziel der Erfindung ist es somit, eine Ladehebelanordnung zu finden, die mehr der oben beschriebenen Schwierigkeiten ausrumt, als es im geschilderten Stand der Technik bisher mglich war.
Dieses Ziel wird bei einer gattungsbildenden Ladehebelanordnung nach Patentanspruch 1 erreicht durch eine Arretiereinrichtung zum Arretieren des Ladehebels in jeder seiner Endlagen.
Der Ladehebel, der bei der bekannten Ladehebelanordnung aus jeder seiner Endlagen durch die Rckstellfeder stets wieder in seine Lngslage zurckgefhrt wurde, wenn er losgelassen wurde, kann somit in jeder seiner Endlagen festgestellt werden. Dies bedeutet aber, da der Ladehebel wie ein herkmmlicher, fest am Verschlu angebrachter und seitlich abstehender Ladehebel mit gegebenenfalls recht hohen Krften beaufschlagt werden kann, etwa wenn er mit der Handkante nach vorne geschlagen wird.
Es ist zustzlich aber auch mglich, den Verschlu mit Hilfe des Ladehebels durch Schlge nach hinten zu bewegen, ohne da man gezwungen ist, den Ladehebel mit der Hand unter berwindung der Kraft der Rckstellfeder stndig ausgeschwenkt zu halten. Die Arretiereinrichtung hlt nmlich den Ladehebel von selbst in der nach rechts oder links ausgeschwenkten Lage.
Ein mit der erfindungsgemen Ladehebelanordnung ausgestattetes Gewehr ist somit so bedienungsfreundlich und handhabungssicher wie ein mit der gattungsbildenden Ladehebelanordnung ausgestattetes Gewehr, kann aber der Behebung von Strungen ebenso entgegenkommen wie ein Gewehr, dessen Verschlu mit einem starr nach rechts oder links abstehenden Ladehebel fest verbunden ist.
Die Arretiereinrichtung ist bevorzugt so leicht lsbar ausgebildet, da die beim Schu auftretende, heftige Bewegung des Verschlusses und damit auch der Lngsleiste und des Ladehebels die Arretierung lst. Daraufhin schwenkt der Ladehebel unter Einwirkung der Rckstellfeder wieder in seine Lngslage zurck. Sollte somit ein Schtze bei eingelegter Arretierung gezwungen sein, zu schieen, bevor er die Arretierung aufheben kann, so erfolgt diese Aufhebung selbstttig.
Der Erfindung gelingt es somit, die an sich gegenstzlichen Prizipien "starrer Ladehebel - unstarrer Ladehebel" in unerwarteter Weise miteinander zu verbinden.
Die schwenkbare Anbringung des Ladehebels an der Ausbildung, vorzugsweise in Form einer Lngsleiste kann auf vielerlei Weisen realisiert werden. So ist es etwa mglich, als Rckstellfeder eine Blattfeder zu verwenden, die ihrerseits den Ladehebel mit der Lngsleiste verbindet und somit ihrerseits ein sich federnd zurckstellendes Gelenk bildet.
In diesem Falle kann die Arretiereinrichtung etwa als Sperrriegel ausgebildet sein, der in eine Lage verschiebbar ist, in welcher er sperrend in den abgeschwenkten Ladehebel eingreift.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist die erfindungsgeme Ladehebelanordnung ausgebildet mit einem Lagerzapfen, der am Ladehebel oder an der Lngsleiste angebracht ist und nach oben absteht, und einer Lagerbohrung in der Lngsleiste oder im Ladehebel, die vom Lagerzapfen durchsetzt ist (Anspruch 2). Weiter erfindungsgem ist besonders bevorzugt die Lagerbohrung als Langloch ausgebildet, das sich zumindest dann, wenn sich der Ladehebel in jeder seiner Endlagen befindet, in dessen Lngs-richtung erstreckt, so da der Ladehebel in seiner Endlage zwischen einer arretierten Lage und einer nicht-arretierten Lage in seiner Lngsrichtung und damit in Querrichtung der Waffe verschieblich ist (Anspruch 3). Dieses Langloch kann in der Lngsleiste querverlaufend oder im Ladehebel lngsverlaufend angeordnet sein und bildet eine Fhrungskulisse fr den Ladehebel, in welcher dieser aus seiner nicht-arretierten Lage in seine arretierte Lage gelangen kann. Die Arretiereinrichtung kann hierbei etwa durch einen abgefederten Block realisiert sein, der in das Langloch einrastet, wenn der Ladehebel seine arretierte Lage eingenommen hat, und der durch eine Abschrgung am Block oder am Ende des Langloches dann wieder in seine Ruhelage gedrckt werden kann, wenn der Ladehebel wieder in seine nicht-arretierte Lage zurckbewegt wird.
Bei einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist am Ende des Ladehebels jenseits des Lagerzapfens ein Vorsprung mit Seitenflanken ausgebildet, von denen nach der Lngsverschiebung des in einer Endlage befindlichen Ladehebels jeweils eine einen zugehrigen Gegenanschlag hintergreift und den Ladehebel absttzt, der andererseits auch in seiner Endlage auf dem Endanschlag abgesttzt ist (Anspruch 4). Eine Rckstellfeder hlt die Einzelteile in dieser Arretierlage unter einer gewissen Vorspannung und somit ausreichend fest.
So ist die Arretiereinrichtung besonders einfach ausgebildet, kann aber noch weiter dadurch vereinfacht werden, da man als Gegenanschlag den jeweils unbenutzten Endanschlag heranzieht (Anspruch 5).
Grundstzlich knnte als Rckstellfeder eine mittig am Ladehebel angebrachte Zugfeder verwendet werden, die auch an der Lngsleiste mittig angebracht ist und bei Verschwenken des CD Ladehebels gelngt wird.
Es ist aber besonders vorteilhaft, den Schwenkmechanismus fr den Ladehebel trotz des Langloches so auszubilden, wie dies im Prinzip schon durch die gattungsbildende Druckschrift bekannt ist (Anspruch 6 und 7).
Der Vorsprung weist bevorzugt eine insgesamt kreisfrmige Kontur auf, die nur von kerbenartigen Aussparungen unterbrochen ist, die die Seitenflanken bilden. Diese Kontur verhindert, da sich der Ladehebel mit dem Gegenanschlgen bzw. Endanschlgen verhaken kann, wenn er sich nicht gerade in einer Endlage befindet.
Bei einer ganz besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine Ausbildung am Ladehebel unter dem Vorsprung angeordnet. Hierdurch deckt dieses Element des Ladehebels mit kreisfrmiger Kontur die brigen Teile des Schenkmechanismus wie ein Staubschutzdeckel ab.
Ein Ausfhrungsbeispiel sowie weitere Vorteile der Erfindung werden anhand der beigefgten, schematischen Zeichnung beispielsweise noch nher erlutert. In der Zeichnung zeigt:
In allen Figuren ist dieselbe Ladehebelanordnung gezeigt, lediglich in unterschiedlichen Horizontallagen und Ladehebelpositionen. Die Bezugszeichen gelten in gleicher Weise fr alle Figuren. Dabei sind das Waffengehuse und der Verschlutrger der die gezeigte Ladehebelanordnung aufweisenden Waffe der Einfachheit halber nicht dargestellt. Die gezeigte Ladehebelanordnung befindet sich an der Oberseite des Waffengehuses und ist von oben her gesehen. Die Schurichtung der Waffe verluft in der Zeichnung nach links.
In der Zeichnung ist eine Lngsleiste 1 gezeigt, die an der Oberseite des Verschlutrgers ausgebildet oder fest angebracht ist, einen Schlitz im Waffengehuse durchsetzt und sich zusammen mit dem Verschlutrger vor- und zurckbewegen kann.
An der Vorderseite der Lngsleiste 1 ist ein vertikaler, bezglich der Waffen-Lngsrichtung mittiger Lagerzapfen 5 angebracht. Hinter dem Lagerzapfen 5 befindet sich eine horizontale Fhrung, in welcher ein Schieber 2 vor- und rckwrts beweglich gefhrt ist. Der Schieber 2 weist eine nach hinten weisende Federfhrungsstange auf, auf der eine als Druckschraubenfeder ausgebildete Rckstellfeder 3 sitzt, die sich nach hinten gegen die Endflche der Fhrung absttzt.
Ein lnglicher Ladehebel 4 ist vorgesehen, der nahe seinem einen Ende eine Lagerbohrung 6 aufweist. Die Lagerbohrung 6 ist so vom Lagerzapfen 5 durchsetzt, da der Ladehebel 4 in einer horizontalen Ebene aus der einen Endlage - die in den Fig. 1, 2, 4 und 5 gezeigt ist - und in welcher sich der Ladehebel rechtwinklig zur Waffen-Lngsrichtung nach links erstreckt, ber seine - in Fig. 3 und 6 gezeigte - Lngslage in eine nicht gezeigte entgegengesetzte Endlage schwenkbar ist. In dieser entgegengesetzten Endlage erstreckt sich dann der Ladehebel 4 rechtwinklig nach rechts.
Der Ladehebel 4 weist beiderseits nahe der Lagerbohrung 6 einen Anschlag auf, der in der jeweiligen Endlage gegen einen an der Lngsleiste 1 ausgebildeten Endanschlag 8, 8' anliegt.
Auf dem Niveau des Schiebers 2 weist der Ladehebel 4 eine sattelhnliche Ausbildung 7 mit einer mittigen Aussparung auf, whrend die dem Ladehebel 4 zugewandte Stirnflche des Schiebers 2 gabelartig ausgebildet ist.
In der in Fig. 3 gezeigten Lngslage sitzen unter der Druckwirkung der Rckstellfeder 3 die beiden Enden der gabelfrmigen Stirnflche des Schiebers 2 satt auf den beiden Seiten der sattelfrmigen Ausbildung 7 auf, whrend deren Aussparung und die Lngskerbe der gabelartigen Stirnflehe des Schiebers 2 die Lagerbohrung 6 flankieren, ohne deren Kontur zu berschneiden.
Wird der Ladehebel 4 aus der in Fig. 3 gezeigten Lngslage etwa nach links verschwenkt, dann schiebt die linke Seite der sattelartigen Ausbildung das linke Ende der gabelartigen Stirnflche und damit den Schieber 2 gegen die Kraft der Rckstellfeder 3 zurck, bis die linke Endlage - wie in Fig. 2 gezeigt - erreicht ist. Lt man nun den Ladehebel 4 los, dann schwenkt er unter der Kraft der Rckstellfeder 3 in Richtung des in Fig. 2 gezeigten, gekrmmten Pfeiles, bis er wieder die Lage der Fig. 3 erreicht hat, wo er in stabiler Position verbleibt.
Eine solche Anordnung des Ladehebels 4 ist im Prinzip bekannt.
Es wird nun auf die Fig. 4, 5 und 6 nher eingegangen, in denen die erfindungsgeme Arretiereinrichtung gezeigt ist, mit deren Hilfe der Ladehebel 4 in jeder seiner Endlagen (Fig. 4) so festgehalten werden kann, als sei er starr mit der Lngsleiste 1 verbunden.
Die Bohrung 6 ist dabei als Langloch ausgebildet, das sich in Lngsrichtung des Ladehebels 4 erstreckt.
In einem anderen Niveau als dem der Ausbildung 7 weist der Ladehebel 4 eine kreisscheibenfrmige Verlngerung auf, in deren Mitte das vom freien Ende des Ladehebels abgewandte Ende des Langloches 6 angeordnet ist. Das Ende der Verlngerung ist als ein Vorsprung 10 ausgebildet, der bezglich der Lngsachse des Ladehebels 4 symmetrisch ausgebildet ist und zwei Seitenflanken 9, 9' aufweist, die kerbenartig die kreisfrmige Kontur der Verlngerung unterbrechen.
Wenn der Ladehebel 4 sich in seiner Endlage befindet (Fig. 5), dann kann er in seiner Lngsrichtung entgegen der Richtung des geraden Pfeiles in Fig. 4 so weit zur Lngsleiste 1 hin verschoben werden, wie dies das Langloch 6 gestattet, und erreicht dann eine Arretierlage, die in Fig. 4 gezeigt ist.
In dieser Arretierlage befindet sich zunchst, wie schon oben vermerkt, eine der Seitenflchen des Ladehebels 4 in Anlage gegen den zugehrigen Endanschlag 8 oder 8'. Durch das vorherige, durch das Langloch 6 ermglichte Einschieben des Ladehebels 4 hat sich aber dessen entsprechende Seitenflanke 9, 9' vor den anderen Endanschlag 8', 8 geschoben, der nun einen Gegenanschlag bildet.
Da der Ladehebel 4 beiderseits des Schwenkzapfens 5 gegen einen Anschlag 8, 8' anliegt, ist er in seiner gerade vorliegenden Endlage nicht nur fixiert, sondern kraftbertragend abgesttzt, so da der Benutzer nun auf das freie Ende des Ladehebels 4 durch Schlagen, Drcken usw. so lange einwirken kann, bis der mit dem Ladehebei 4 verbundene Verschlutrger die gewnschte Lage erreicht hat. Dabei drckt die Rckstellfeder 3 ber den Schieber 2 auf der einen Seite des Lagerzapfens 5 gegen die Ausbildung 7, so da die entsprechende Seitenflanke (hier: die Seitenflanke 9') gegen den zugehrigen Gegenanschlag (hier: den Endanschlag 8') angedrckt wird. Somit kann sich der Ladehebel 4 trotz auftretender Toleranzen nicht aus seiner Arretierlage lsen.
Um dies zu ereichen, braucht man nur leicht am Ladehebel 4 in Richtung des geraden Pfeiles in Fig. 2 oder 5 anzuziehen, bis das andere Ende des Langloches 6 gegen den Lagerzapfen 5 anschlgt. Nun schwenkt der Ladehebel 4 aus seiner Endlage, wobei die kreisscheibenfrmige Kontur des Vorsprunges 10 den Endanschlag 8' passiert und stellt sicher, da keinerlei Verhaken mit diesem Endanschlag 8' mehr mglich ist.
Sollte versehentlich mit der Waffe geschossen werden, whrend der Ladehebel 4 in einer Endlage arretiert ist (Fig. 1 und 4), dann wird im Verlauf des Nachladevorganges die Arretiereinrichtung hohen Beschleunigungs- und Massenkrften unterworfen, die teilweise der Rckstellfeder 3 entgegenwirken, so da der Ladehebel 4 nach Abgabe eines Schusses selbstttig in seine Lngslage zurckgekehrt ist, die in Fig. 3 und 6 gezeigt ist.
Der besseren Darstellung halber ist in der Zeichnung am Ladehebel 4 das Niveau der Arretiereinrichtung mit dem Vorsprung 10 unter dem Niveau des Schiebers 2 gezeigt. Erfindungsgem leicht realisierbar ist jedoch auch die umgekehrte Anordnung, in der die kreisscheibenfrmige Verlngerung ber dem Schieber 2 liegt und gewissermaen einen Staubdeckel bildet.