| WO/1992/015513A | DEVIATING DEVICE FOR DEVIATING A PRINTING WEB BETWEEN TWO HIGH-SPEED PRINTERS | |||
| WO/1994/027193A | ELECTROGRAPHIC PRINTING DEVICE FOR PRINTING RECORDING MEDIA SHAPED AS TAPES OF VARIOUS WIDTHS | |||
| DE4335473A |
Die Erfindung betrifft eine innerhalb einer elektrografischen Druckeinrichtung angeordnete Wendeeinrichtung mit manueller Einfädelung für bandförmige Aufzeichnungsträger.
Von modernen elektrografischen Drucksystemen wird in stark zunehmendem Maße ein hoher wirtschaftlicher Kundennutzen und eine breitgefächerte Flexibilität erwartet. Hierzu spielt sowohl die effektive Nutzung von Bedruckstoffen als auch die flexible Gestaltung der Druckinformation eine große Rolle.
Im Markt haben sich überall da, wo eine hohe Geräteverfügbarkeit bei großem Druckvolumen und breitem Bedruckstoffspektrum gefordert sind, endlosverarbeitende (FAN-FOLD) elektrografische Drucksysteme durchgesetzt, die einen bandförmigen Aufzeichnungsträger einseitig bedrucken. Diese Drucksysteme haben jedoch den Nachteil, daß ein Wechsel zwischen einseitigem und doppelseitigem Druck nicht möglich ist. Dies führt beim Anwender sowohl zu einer wirtschaftlich ungünstigen Situation als auch zu einem Widerspruch zu den zeitgemäßen Anforderungen zur Rohstoffnutzung. Damit können viele kundenspezifische Anwendungen, welche zwingend doppelseitigen Druck erfordern (Broschüren, Bücher usw.), nicht befriedigt werden, zumal elektrografische Hochleistungsdrucker dann besonders wirtschaftlich sind, wenn sie möglichst unterbrechungsfrei betrieben werden.
Zur Erzeugung von Mehrfarben- und Rückseitendruck mit Endlospapier arbeitenden elektrografischen Druckgeräten ist es aus der EP-B1-01 54 695 bekannt, zwei Endlospapierdrucker hintereinander zu betreiben, wobei das im ersten Drucker bedruckte Papier gewendet und nachfolgend im zweiten Drucker auf der zweiten Seite bedruckt wird.
Durch den erforderlichen zweiten Drucker ist der Aufwand erheblich.
Um das Papier zwischen den Druckern wenden zu können, ist es aus der WO 92/15513 bekannt, zwischen den Druckern einen mobilen Wendetisch mit einem umklappbaren Wendedreieck anzuordnen.
Es ist weiterhin aus der Literaturstelle IBM Technical Disclosure Bulletin Vol. 22, Nr. 6 vom November 1979, Seite 2465 bis 2466 eine elektrofotografische Druckeinrichtung zum Bedrucken von bandförmigen Aufzeichnungsträgern bekannt, mit der es möglich ist, den Aufzeichnungsträger auf beiden Seiten zu bedrucken. Zu diesem Zwecke wird der Aufzeichnungsträger von einem Vorratsstapel abgezogen, einer Umdruckstation zugeführt und auf einer Seite mit Tonerbildern versehen. Nach dem Fixieren wird der Aufzeichnungsträger mit Hilfe einer Wendeeinrichtung aus Umlenkstangen gewendet und erneut der Umdruckstation zugeführt. Nach dem Bedrucken der Rückseite des Aufzeichnungsträgers mit Tonerbildern erfolgt eine erneute Fixierung in der Fixierstation.
Diese alte Literaturstelle beschreibt prinzipiell den Duplexdruck mit Endlosaufzeichnungsträgern. Der Vorschlag hat jedoch nie zu einem Produkt geführt. Weiterhin ist die beschriebene elektrografische Druckeinrichtung ausschließlich zum beidseitigen Bedrucken des Aufzeichnungsträgers geeignet. Ein Betriebsartenwechsel ist nicht vorgesehen. Die verwendete Wendeeinrichtung aus Umlenkstangen erfordert durch die Art der Anordung der Umlenkstangen viel Einbauplatz.
Bei derartigen elektrografischen Druckeinrichtungen zum Bedrucken von bandförmigen Aufzeichnungsträgern im Duplexdruck wird der Aufzeichnungsträger über zwei nebeneinander liegenden Transportbahnen hintereinander durch die Aggregate der Druckeinrichtung geführt. Die Wendestation hat dabei einerseits die Aufgabe den Aufzeichnungsträger in der Seitenlage um 180°zu wenden, andererseits muß sie den Aufzeichnungsträger von der einen in die andere Transportbahn umlenken. Um die Breite der Aggregate möglichst klein zu halten und um diese effektiv zu nutzen ist es erforderlich, die Aufzeichnungsträgerbahnen in möglichst dichtem Abstand nebeneinander zu führen. Es besteht also insbesondere hinsichtlich der Wendestation das Problem den Aufzeichnungsträger auf engstem Raum zu drehen und zu versetzen.
Elektrofotografische Druckeinrichtungen sollen außerdem Aufzeichnungsträger aus unterschiedlichstem Material verarbeiten können, z.B. Materialien, die empfindlich gegenüber starken Durchbiegungen sind.
Ziel der Erfindung ist es deshalb, eine kompakte, bedienerfreundliche Wendeeinrichtung für bandförmige Aufzeichnungsträger bereitzustellen, die ein einfaches manuelles Durchfädeln ermöglicht.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, die Wendeeinrichtung so auszugestalten, daß Aufzeichnungsträger mit unterschiedlichstem Materialaufbau verarbeitet werden können.
Die Wendeeinrichtung soll außerdem in einer elektrografischen Druckeinrichtung, mit der ein- und beidseitiges Bedrucken eines bandförmigen Aufzeichnungsträgers möglich ist, bedienerfreundlich integriert angeordnet werden können.
Diese Ziele der Erfindung werden gemäß den Merkmalen des ersten Patentanspruches erreicht.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Durch die Verwendung eines stationären und eines verschwenkbaren Wendedreiecks in der Wendeeinrichtung läßt sich der bandförmige Aufzeichnungsträger leicht einlegen und Bandlaufstörungen leicht beseitigen.
Der kompakte Aufbau, der eine geringe Neigung zu Querschwingungen des Aufzeichnungsträgers hat, macht die Wendeeinrichtung besonders zum Einbau in einer multifunktionalen Druckeinrichtung zum ein- oder beidseitigen Bedrucken eines bandförmigen Aufzeichnungsträgers geeignet.
Die Wendeeinrichtung ist als selbständige Baueinheit ausgebildet und über Befestigungsmittel im Gerät austauschbar befestigt. Damit kann, falls eine Wendeeinrichtung mit automatischer Förderung wegen kritischer Eigenschaften des Aufzeichnungsträgers nicht verwendbar ist, mit wenigen Handgriffen diese Wendeeinrichtung entfernt und durch die erfindungsgemäße Wendeeinrichtung ersetzt und der Aufzeichnungsträger manuell eingelegt werden.
Ein Luft führungssystem durch die Umlenkelemente erzeugt an den Umlenkstellen ein reibungsverminderndes Luftkissen, was die Reißgefahr vermindert.
Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beispielsweise näher beschrieben. Es zeigen
Ein elektrografisches Druckgerät zum Bedrucken von bandförmigen Aufzeichnungsträgern 10 unterschiedlicher Bandbreite enthält als Zwischenträger 11 eine elektromotorisch angetriebene Fotoleitertrommel. Anstelle der Fotoleitertrommel läßt sich jedoch auch ein bandförmiger Zwischenträger, z.B. ein OPC-Band verwenden oder eine Magneto-Styli-Anordnung, wie sie z.B. in der EP-B1-0 191 521 beschrieben ist. Um den Zwischenträger 11 gruppieren sich die verschiedenen Aggregate für den elektrofotografischen Prozeß. Diese sind im wesentlichen: Eine Ladeeinrichtung 12 in Form eines Ladekorotrons zum Aufladen des Zwischenträgers 11; ein Zeichengenerator 13 mit einem Leuchtdiodenkamm zum zeichenabhängigen Belichten des Zwischenträgers 11, der sich über die gesamte nutzbare Breite des Zwischenträgers 11 erstreckt; eine Entwicklerstation 14 zum Einfärben des zeichenabhängigen Ladungsbildes auf dem zwischenträger 11 mit Hilfe eines Ein- oder Zweikomponentenentwicklergemisches; eine Umdruckstation 15, die sich über die Breite des Zwischenträgers 11 erstreckt und mit der die Tonerbilder auf den Aufzeichnungsträger 10 übertragen werden. Zum Entfernen des Resttoners nach der Entwicklung und dem Umdruck ist eine Reinigungsstation 16 vorgesehen, mit darin integrierter Reinigungsbürste mit zugehöriger Absaugeinrichtung sowie einer Entladeeinrichtung 17. Der Zwischenträger 11 wird elektromotorisch angetrieben und im Druckbetrieb in Pfeilrichtung bewegt.
Weiterhin enthält die Druckeinrichtung eine der Umdruckstation 15 in Transportrichtung des Aufzeichnungsträgers nachgeordnete Fixierstation 18, die als Thermodruckfixierstation ausgebildet ist, mit einer beheizten Fixierwalze 19 mit zugehöriger Andruckwalze 20, sowie der Fixierstation nachgeordneten Führungsrollen 21, die unter anderem als Ausgabeelemente für eine Stapeleinrichtung 22 für den Aufzeichnungstrager 10 dienen. Anstelle der dargestellten Fixierstation sind auch andere Fixierstationen, z.B. mit einem beheizten oder unbeheizten Zulauf sattel oder eine Kaltfixierstation möglich. Der bandförmige Aufzeichnungsträger 10 ist z.B. als vorgefaltetes, mit Randperforationen versehenes Endlospapier konfektioniert und wird ausgehend von einem Vorratsbereich 23 über Zuführrollen 24 der Umdruckstation zugeführt. Es ist jedoch auch möglich, einen Aufzeichnungsträger ohne Randperforationen über eine Rollenzuführung zuzuführen.
Der Transport des Aufzeichnungsträgers erfolgt dabei vorzugsweise über eine der Umdruckstation 15 zugeordnete Transporteinrichtung 25 in Form von mit Stiften versehenen Transport- oder Traktorbändern 26, die über Antriebswellen 27 geführt in die Randperforationen des Aufzeichnungsträgers 10 eingreifen. Für den Fall, daß ein transportlochfreier Aufzeichnungsträger verwendet wird, ist eine dem Fachmann geläufige, angepaßte Transporteinrichtung vorzusehen, die den Aufzeichnungsträger z.B. durch Friktion, gesteuert durch eine Synchronisationsmarken abtastende Steueranordnung transportiert. Weiterhin ist im Gehäusebereich der Druckeinrichtung zwischen Vorratsbereich 23 und der Fixierstation 18 eine Wendeeinrichtung 28 angeordnet, deren Funktion später erläutert wird und über die der Aufzeichnungstrager von der Fixierstation 18 zur Umdruckstation 15 rückgeführt wird.
Gesteuert wird die Druckeinrichtung über eine Druckersteuerung, die hier schematisch dargestellt ist, mit einer Zentraleinheit CPU, einem Seitenspeicher SP, der seitenabhängig in Speicherbereiche unterteilt ist sowie einer Datensteuereinheit DC. Sämtliche Einheiten der Steuerung sind über ein BUS-System untereinander und mit den Aggregaten der Druckeinrichtung verbunden.
Die elektrografische Druckeinrichtung ist zum Bedrucken von Aufzeichnungsträgern mit unterschiedlicher Bandbreite geeignet. Zu diesem Zwecke weist der Zwischenträger 11 (Fotoleitertrommel) eine nutzbare Breite auf, die der größtmöglichen Aufzeichnungsträgerbreite entspricht (z.B. ein Format DIN A3 quer). Diese Breite entspricht der doppelten DIN A4 Bandbreite. Damit ist es möglich, im Bereich der Umdruckstation 15 zwei Aufzeichnungsträgerbreiten DIN A4 längs nebeneinander anzuordnen. Die Fixierstation 18 und die anderen elektrofotografischen Aggregate, wie Entwicklerstation 14, Zeichengenerator 13, Reinigungsstation 16 sind entsprechend dieser nutzbaren Breite ausgelegt.
Eine Anpassung der Breite des Zeichengenerators 13 an unterschiedliche Aufzeichnungsträgerbreiten bedarf keiner mechanischen Änderung am Zeichengenerator, wenn wie in diesem Fall ein LED-Zeichengenerator verwendet wird, mit einer Vielzahl von in Reihen angeordneten LED's. Eine Anpassung an die verwendete Aufzeichnungsträgerbreite erfolgt durch Ansteuerung elektronisch.
Zur Anpassung der Transporteinrichtung 25 an verschiedene Aufzeichnungsträgerbreiten kann die Transporteinrichtung breitenverstellbar ausgestaltet sein. Dies kann z.B. dadurch erreicht werden, daß die Antriebsräder, die die in die Randperforationen des Aufzeichnungstragers eingreifenden Transportbänder (Noppenbänder) tragen, auf Mehrkantwellen verschieblich gelagert sind.
Werden im Bereich der Umdruckstation 15 zwei schmale Aufzeichnungsträger nebeneinander angeordnet und transportiert, so reicht es normalerweise aus, nur für die jeweils außenliegenden Randperforationen eine Transportvorrichtung vorzusehen. Bei entsprechender Auslegung ist es deshalb möglich, für den breiten Aufzeichnungsträger und die beiden schmäleren Aufzeichnungsträger dieselben Transportbänder zu verwenden, ohne daß diese verstellt werden müssen. Sollte es trotzdem notwendig sein, die Aufzeichnungsträger beidseitig zu führen, so können für den Betrieb mit zwei nebeneinander angeordneten schmalen Aufzeichnungsträgern mittig gesonderte Transportelemente angeordnet sein, die in die Randperforationen der Aufzeichnungsträger eingreifen. Damit diese Transportelemente beim Betrieb mit nur einem breiten Aufzeichnungsträger nicht stören, können sie ab- und aufsteckbar oder abschwenkbar angeordnet sein oder aber es ist möglich, die Antriebsräder 27 der Transporteinrichtung 25 mit ein- und ausfahrbaren Stiften bzw. Noppen zu versehen.
Die in einem Rückführkanal für schmale Aufzeichnungsträger von der Fixierstation 18 zur Umdruckstation 15 angeordnete Wendeeinrichtung 28 dient zum Front-Rückseitenverdrehen des Aufzeichnungsträgers. Sie ist betriebsartenabhängig umschaltbar ausgestaltet.
Zum beidseitigen einfarbigen Bedrucken eines schmalen Aufzeichnungsträgers im Duplexbetrieb, wie er in der Figur 1 dargestellt ist, wird der schmale z.B. DIN A4 breite Aufzeichnungsträger ausgehend von dem Vorratsbereich 23 über die Zuführrollen 24 der Umdruckzone E2 der Umdruckstation 15 zugeführt und an seiner Oberseite mit einem Vorderseitentonerbild bedruckt. Die Vorderseite des Aufzeichnungsträgers 10 ist dabei durch ausgezogene Transportpfeile gekennzeichnet, die Unterseite durch gestrichelte Transportpfeile. Danach wird der Aufzeichnungsträger mit dem Vorderseitentonerbild der Fixierstation 18 zugeführt und das Vorderseitentonerbild fixiert. Über die Führungsrollen 21 erfolgt ein Weitertransport des Aufzeichnungsträgers zur Wendeeinrichtung 28, deren Umlenkkontur in eine Wendelage positioniert ist. In der Wendeeinrichtung 28 wird der Aufzeichnungsträger hinsichtlich seiner Vorder- und Rückseite gewendet und über die zuführrollen 24 der Umdruckeinrichtung 15 im Bereich der Umdruckzone El erneut so zugeführt, daß seine Rückseite mit einem Rückseitentonerbild versehen werden kann. Danach wird der Aufzeichnungsträger erneut der Fixierstation 18 zugeführt und das Rückseitentonerbild fixiert und anschließend der beidseitig bedruckte Aufzeichnungsträger in der Stapeleinrichtung 22 abgelegt.
Da die Vorderseiten- und Rückseitentonerbilder zu unterschiedlichen Zeitpunkten erzeugt und auf den Aufzeichnungsträger umgedruckt werden, ist eine entsprechende Datenaufbereitung über die Druckersteuerung notwendig. Zu diesem Zwecke enthält der Seitenspeicher SP Speicherbereiche VS zur Speicherung der Vorderseitenbilddaten und Speicherbereiche RS zur Speicherung der Rückseitenbilddaten. Die Datenaufbereitung erfolgt dabei über die Datensteuereinrichtung DC, wobei die Daten ausgehend von einer Datenquelle (HOST), z.B. einem externen Datenspeicher über eine Schnittstelle der Datensteuereinrichtung DC zugeführt werden. Die Daten der einzelnen zu bedruckenden Seiten werden dabei im Seitenspeicher SP abgelegt und zwar getrennt nach Vorderseite VS und Rückseite RS in den entsprechenden Speicherbereichen. Der Abruf der Daten erfolgt dann zeitlich gesteuert, so daß die gewünschte Vorderseiten-Rückseitenzuordnung der Tonerbilder auf dem Aufzeichnungsträger erreicht wird.
Die Wendeeinrichtung 28 (Figur 3) enthält im wesentlichen vier in zwei sogenannten Wendedreiecken 33, 35 angeordnete Umlenkelemente 32, 34, 36, 37 über die der Aufzeichnungstrager 10 ausgehend von einem Papiereinlaufkanal 30 bis zu einem Papierauslaufkanal 31 geführt wird. Das Wendedreieck 33 ist dabei stationär dem Papiereinlaufkanal 30 zugeordnet, das Wendedreieck 35 ein- und ausschwenkbar dem Papierauslaufkanal 31. Papiereinlaufkanal 30 und Papierauslaufkanal 31 sind nebeneinander angeordnet und zwar der Papiereinlaufkanal 30 in einer ersten Ebene und der Papierauslaufkanal 31 in einer zweiten dazu parallelen Ebene. Die mit Kreuzen gekennzeichneten Flächen des Aufzeichnungsträgers 10 in den Zeichnungen bezeichnen die betonerte fixierte Seite, die freien Flächen die noch nicht bedruckte Seite.
Der über den Papiereinlaufkanal 30 in der ersten Ebene zugeführte Aufzeichnungsträger 10 wird zunächst über ein erstes Geradumlenkelement 34 in die zweite Ebene umgelenkt. Das Geradumlenkelement 34 besteht aus einer hohlen Umlenkstange oder Walze. Dem ersten Geradumlenkelement 34 in Papiertransportrichtung nachgeordnet ist ein erstes Schrägumlenkelement 32 in Form eines etwa 45° zur Papierlaufrichtung angeordneten Hohlprofils zur Querführung des Aufzeichnungsträgers 10 in einer dritten Ebene vor der ersten Ebene des Papiereinlaufkanals 30 bis in den Bereich eines zweiten, parallel zum Papierauslaufkanal 31 angeordneten Geradumlenkelements 36 des Wendedreiecks 35. Das zweite Geradumlenkelement 36 besteht im wesentlichen aus zwei Teilumlenkelementen 36/1 und 36/2 und einer dazwischen in einer Ausnehmung angeordneten Umlenkstange 36/3. Die zwei Teilumlenkelemente 36/1 und 36/2 sind aus segmentartigen Hohlprofilen aufgebaut, wobei das in Papierlaufrichtung gesehen erste Teilumlenkelement 36/1 stationär in einem Gehäuserahmen des Wenders befestigt ist, und das Teilumlenkelement 36/2 über einen Scharnierrahmen verschwenkbar. Es bildet zusammen mit einem nachgeordneten zweiten Schrägumlenkelement 37 das verschwenkbare Wendedreieck 35. Das Schragumlenkelement 37 weist ebenfalls ein Umlenkelement in Form einer etwa 45° zur Papierlaufrichtung angeordneten hohlen Umlenkstange auf. Der in der dritten Ebene dem Geradumlenkelement 36 zugeführte Aufzeichnungstrager 10 wird mit großem Umlenkradius umgelenkt und in einer vierten Ebene über das zweite Schrägumlenkelement 37 dem Papierauslaufkanal 31 zugeführt, der sich in der zweiten Ebene befindet. Damit die dargestellte Ebenenzuordnung und damit die Bahngeometrie des Aufzeichnungsträgers erreicht werden kann, ist der Durchmesser bzw. der Umlenkradius der Geradumlenkelemente größer als der der Schrägumlenkelemente.
Die Umlenkelemente weisen als Umlenkflächen 38 verschleißfeste polierte Oberflächen auf, die als Gleitflächen für den Aufzeichnungsträger 10 dienen. Im Bereich des ersten, stationären Wendedreiecks 33 sind die Umlenkelemente in einem einen Führungskanal 39 (Figuren 4, 5) für den Aufzeichnungsträger 10 bildenden Abstand von äußeren Führungsflächen 40 in Form von Leitblechen umfaßt. Auf die vollständige Darstellung des Führungskanales wurde in den Figuren 4, 5 aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Der um die Umlenkelemente 34, 32 bis zum Geradumlenkelement 36 führende Führungskanal 39 dient als Einlegehilfe für den Aufzeichnungstrageranfang. Ein im Papiereinlaufkanal 30 angeordnetes, motorisch angetriebenes Papiertransportelement 41 in Form eines anschwenkbaren Reibrades oder eines Traktors unterstützt die Zuführung zum Führungskanal 39.
Dem Papierauslaufkanal 31 zugeordnet ist eine Papiertransporteinrichtung 42, 43, die den Aufzeichnungsträger 10 dem Rückführungskanal zur Umdruckstation 15 zuführt. Sie besteht aus einer auf dem verschwenkbaren Wendedreieck 35 angeordneten, motorisch angetriebenen Papiertransportrolle 42 und einer im Schwenkbereich des Wendedreiecks 35 stationär im Papierauslaufkanal 31 angeordneten federnden Gegenrolle 43, zwischen denen der Aufzeichnungsträger 10 so geführt wird, daß die motorisch angetriebenen Papiertransportrolle 42 an der noch nicht bedruckten Seite des Aufzeichnungsträgers angreift. Auch die Umlenkelemente berühren mit ihren Umlenkflächen 38 nur die unbedruckte Seite. So wird ein Verwischen der bereits fixierten Gegenseite verhindert.
Um die Reibung zwischen Gleitflächen und Aufzeichnungsträger im Bereich der Umlenkstellen zu vermindern, weisen die Umlenkflächen 38 Luftaustrittsöffnungen 44 (Figur 3) auf, über die ein Luftkissen zwischen Aufzeichnungsträger 10 und Umlenkflächen 38 erzeugt werden kann. Die Hohlräume der Umlenkelemente stehen untereinander in Verbindung und dienen als Luftversorgungskanäle. Eine in dem Aufnahmebereich für die Wendeeinrichtung im Gerät angeordnete Anschlußbaugruppe 45 ist mit dem rechtsseitigen Wendedreieck 33 zur gesteuerten Zufuhr von Blasluft über ein Gebläse 46 koppelbar. Sie enhält auch einen Stecker für den elektrischen Anschluß. Damit die Blasluft auch den Umlenkelementen des verschwenkbaren Wendedreiecks 35 zugeführt werden kann, weist das Wendedreieck 35 ein mit dem Schrägumlenkelement 32 koppelbares Verbindungsrohr 47 auf.
Der Papiereinlaufkanal 30 der Wendeeinrichtung 28 steht mit einem der Fixierstation 18 zugeordneten AufzeichnungsträgerAusgabekanal 29 (Figur 2), der eine nutzbare Breite von mindestens der doppelten Bandbreite des Aufzeichnungsträgers 10 aufweist, über Papiertransportelemente 49 koppelbar in Verbindung. Die Entwicklerstation 14 kann auch zwei getrennte Entwicklerstationen 14/1, 14/2 für z.B. roten und schwarzen Toner aufweisen, um damit alternativ mit verschiedenen Farben drucken zu können.
Die Wendeeinrichtung ist als selbständige verwindungssteife Baueinheit ausgebildet und in dem Gerät herausziehbar und austauschbar auf Teleskopschienen 48 über Befestigungsmittel (Laufräder) 50 gelagert (Figuren 6, 7). Damit sind bei Papierlaufstörungen und im Servicefall nach Abklappen der abschwenkbaren äußeren Führungsflächen 40 alle Umlenkelemente frei zugänglich. Auch kann, falls eine Wendeeinrichtung mit automatischer Förderung wegen kritischer Eigenschaften des Aufzeichnungsträgers nicht verwendbar ist, mit wenigen Handgriffen diese Wendeeinrichtung entfernt und durch die erfindungsgemäße Wendeeinrichtung ersetzt und der Aufzeichnungstrager manuell eingelegt werden.
Zum Einlegen des Aufzeichnungsträgers 10 in die Wendeeinrichtung wird der Aufzeichnungstrageranfang zunächst mit Hilfe des Papiertansportelementes 41 durch den Führungskanal 39 transportiert, bis er in den Bereich des verschwenkbaren Wendedreiecks 35 gelangt (Figur 4). Das Wendedreieck 35 ist abgeschwenkt und frei zugänglich. Von dort wird er um das geteilte senkrechte Geradumlenkelement 36 und anschließend in einem Bogen um das zweite Schrägumlenkelement 37 gelegt. Die an der Oberseite des schwenkbaren Teils des Wendedreiecks 35 angeordnete angetriebene Papiertransportrolle 42 ist im Einlegemodus nicht wirksam. Über diese Papiertransportrolle 42 wird der Aufzeichnungsträger 10 von Hand gezogen und festgehalten. Dann wird der Schwenkarm (Wendedreieck 35) eingeschwenkt. Dabei fährt die angetriebene Papiertransportrolle 42 unter Mitnahme des Aufzeichnungsträgers gegen die federnd gelagerte Gegenrolle 43, die auf einem feststehenden Teil des Wenders befestigt ist. Wenn der schwenkbare Teil eingerastet ist, liegt die Andruckrolle 43 mit gleichmäßiger Kraft an und der Aufzeichnungsträger 10 wird bis zum Start der Druckeinrichtung zwischen den Rollen 42, 43 festgehalten.