Title:
Fragmentation type submunition carried by a parachute
Kind Code:
B1


Inventors:
Kunz, Jürgen (Lilienstrasse 14, Reichenschwand, 91244, DE)
Rentzsch, Max (Elsterweg 3, Schnaittach, 91220, DE)
Application Number:
EP19960107001
Publication Date:
02/18/1998
Filing Date:
05/03/1996
Assignee:
DIEHL GMBH & CO. (Stephanstrasse 49, Nürnberg, 90478, DE)
International Classes:
F42B10/56; F42B12/32; (IPC1-7): F42B12/32; F42B10/56
European Classes:
F42B10/56; F42B12/32
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Foreign References:
DE2340653A
DE3900442A
DE9015932U
FR2196456A
FR2478297A
4050381Low density indirect fire munition system (U)
Claims:
1. Submunition (11), descending with parachute drag, with a warhead (22) and a search Fuse/sensor (19) for the acquisition of a target object (21) in the course of rotating descent into a target area (12) which, on acquisition of a target object (21), initiates a fragmentation cone of the warhead (22) against semihard target objects (21) in a protected position along a course of action (17) which is inclined in relation to the vertical line of descent (16) so as to be parallel to the sensor's search direction (18),
characterized in that
the course of action (17) of this fragmentation cone of heavy-metal balls (23) is inclined at an aspect angle (15) of the sensor in the order of about 10° in relation to the vertical line of descent (16), whereas if no acquisition of a target object (21) has occurred by a few metres above the ground in the target area (12), then, instead, the descended warhead (22) initiates a radial fragmentation fan which is slightly inclined in relation to the horizontal.

2. Submunition according to Claim 1,
characterized in that
it descends into the target area (12) suspended from a rotating parachute (13).

3. Submunition according to Claim 1 or 2,
characterized in that
its warhead (22) includes a covering of heavy-metal balls (23) on its end face oriented in direction of action (17).

4. Submunition according to Claim 3,
characterized in that,
controlled by altitude, at a low level above the target area (22) it is swivelled from the aspect angle (15) into the vertical (16).

5. Submunition according to Claim 3 or 4,
characterized in that
the warhead (22) has, on its cylindrical wall, a covering of heavy-metal pellets (25) which are smaller than the balls (23) oriented in direction of action (17).

6. Submunition according to one of the preceding claims,
characterized in that
only one fuse (24) is provided which produces the two fragmentation effects simultaneously.

7. Submunition according to Claims 1 to 6,
characterized in that
its warhead (22) is fitted with several fuses (24) which can be specifically initiated for optional boosting of the vertical fragmentation cone or of the horizontal fragmentation fan.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Submunition gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Eine solche am Bremsschirm in das Zielgebiet niedergehende Splitter-Submunition ist aus der US-PS 40 50 381 als (siehe den Oberbegriff des Anspruchs 1) zum Einsatz gegen Panzer und gegen Fahrzeuge im freien Gelände bekannt. Dort wird, wenn der Suchzünder ein zu bekämpfendes Zielobjekt aufgefaßt hat, mittels Detonationswellenlenkung eine mit Sollbruchstellen ausgestattete Schwermetallplatte in kleinere Partikel zerlegt, die schräg von oben auf das Zielobjekt abgefeuert werden. Weil die Wirkung eines solchen Gefechtskopfes sich aber als nicht ausreichend gegen hartgepanzerte Ziele herausstellte, wurde dieses sogenannte SADAM-Prinzip in Richtung auf Verwendung eines projektilbildenden Gefechtskopfes weiterentwickelt, der auch die bislang üblichen Dachpanzerung zu durchschlagen imstande ist. Solche Suchzünder-Submunition gegen harte Ziele ist in der DE-Z WEHRTECHNIK Heft 10/1985 auf Seite 115 - oder in ähnlicher Technologie, mit zusätzlicher Splitter-Belegung auf der Hülle, in der FR-A-2 478 297 - beschrieben. Der P-Ladungs-Gefechtskopf greift, am Rotationsschirm hängend, - unter Absuchen einer Spiralförmig sich einengenden Bahn mittels eines Suchzünder-Sensors - ein hartes Zielobjekt von oben an. Aber der technologische Aufwand für als Submunition verbrachte Suchzünder-P-LadungsGefechtsköpfe rechtfertigt sich nur für die direkte Panzerbekämpfung im indirekten Schuß; bei Einsatz gegen halbharte oder ungepanzerte Zielobjekte in halbgeschützter Stellung wäre das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu ungünstig.

Eine gattungsähnliche am Bremsschirm in das Zielgebiet niedergehende Splitter-Submunition ist aus der US-PS 49 74 515 zum Einsatz gegen harte und halbharte Ziele in geschützter Stellung bekannt. Dafür weist der zylindrische Gefechtskopf eine Mantelflächen-Belegung aus P-Ladungen auf, die für eine Rundum-Fächerwirkung mit leicht gegenüber der Horizontalen ansteigenden mittleren Splitterrichtung gezündet werden, wenn die ins Zielgebiet abgestiegene Submunition am Grund hart aufschlägt; während die Splitterwirkung leicht abwärts geneigt ist, wenn der Bremsfallschirm im Geäst oder Gebälk einer Schutzabdeckung über dem Zielobjekt vergleichsweise weich abgefangen wird. Dieser Wirkmechanismus weist zwar Vorteile gegenüber den herkömmlichen, als Streumunition, verbrachten, Bomblets mit achsial voraus orientierten strahlbildenden Hohlladungseinlagen auf, die für eine wünschenswerte Wirkung im Ziel auch dann direkt auf das Zielobjekt aufschlagen müssen; wenn sie gemäß der DE-U-90 15 932 mit einer frontalen Kugelsplitter-Belegung ausgestattet sind. Dieses Wirkszenario ist jedoch unwirksam gegen abseits in halbgeschützter Stellung hinter Erdwellen, Mauern, Sandsackbarrieren oder dergleichen stehende Zielobjekte.

Deshalb liegt vorliegender Erfindung die technische Problemstellung zugrunde, eine insbesondere gegen halbharte Ziele in halbgedeckter Stellung kostengünstig und wirksam einsetzbare Submunition zu schaffen, die auch noch eine Wirkkomponente gegen ungeschützte ungepanzerte Zielobjekte eröffnet, wenn die vorgenannte Hauptzielklasse verfehlt worden sein sollte.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß die gattungsgemäße Submunition auch nach den Merkmalen den Kennzeichnungsteils des erwähnten Hauptanspruches ausgelegt ist.

Nach dieser Lösung erfolgt der Angriff gegen ein halbhartes Zielobjekt, welches beim kreisenden Abstieg der Submunition längs einer spiralförmig sich einengenden Suchbahn akquiriert wird, gewissermaßen im Schrotschuß durch einen Kegel vorgeformter Schwermetall-Splitter schräg von oben, also unter Überwindung des Horizontal-Schutzes und gegen die gewöhnlich schwächer ausgelegte Dachpanzerung des Zielobjekts.

Sollte dagegen im Zuge des fallschirmgebremsten Abstiegs nur noch eine so geringe Resthöhe über dem Grund verbleiben, daß eine Zielbekämpfung schräg von oben nicht mehr wahrscheinlich ist, erfolgt eine Selbstzerlegung der Submunition unter Ausbildung eines im wesentlichen horizontalen Schwermetall-Splitterfächers mit Wirkung gegen etwa in der Umgebung befindliche ungeschützte Zielobjekte. So stellt die erfindungsgemäße Submunition eine kostengünstige und wirkeffektive Kombination eines herkömmlichen Bomblets mit der Suchzünderfunktion intelligenter Submunition dar.

Zusätzliche Alternativen und Weiterbildungen sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen und, auch unter Berücksichtigung der Darlegungen in der anliegenden Kurzfassung, aus nachstehender Beschreibung eines in der Zeichnung unter Beschränkung auf das Wesentliche stark abstrahiert und nicht ganz maßstabsgerecht skizzierten bevorzugten Wirks-zenarios für die erfindungsgemäße Submunition. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1
Den Einsatz dieser Submunition gegen halbharte Ziele von oben und
Fig. 2
dieselbe Submunition, nun seitlich gegen ungepanzerte Ziele wirkend.

In der Zeichnung dargestellt ist eine Submunition 11 von mehreren, die im axialen Verbund mittels einer Trägergranate aus einer Haubitze oder, bevorzugt, mittels einer Artillerierakete aus einem Werfer über ein voraufgeklärtes Zielgebiet 12 verbracht wurden, in dem halbharte Ziele in halbgedeckter Stellung (wie Schützenpanzer oder Gefechtsstände hinter Erdwällen) zu bekämpfen sind. Die aus der Träger-Hülle axial ausgestoßenen Submunitionen 11 werden (vgl. oben die Bezugnahme auf die US-PS 4 974 515) unter Freigabe aus der Verbringungs-Hülle voneinander getrennt und im Zuge aerodynamischer Abbremsung (mittels eines Bremsschirmes oder eines Bremsballutes) verteilt, ehe die Bremseinrichtung unwirksam (insbesondere abgeworfen) wird, um einen Rotationsschirm 13 freizugeben. Mittels eines Hebelmechanismus, wie er etwa in der DE 40 22 445 Al näher dargestellt ist, ist die Submunition 11 an den Leinen 14 des Rotationsschirmes 13 unter einem Aspektwinkel 15 in der Größenordnung von etwa 30 ° (gemessen zwischen der Vertikalen 16 und der Gefechtskopf-Wirkrichtung 17) angelenkt. Diese Anlenkung dreht sich im Zuge des fallschirmgebremsten Absinkens der Submunition 11 mit einigen Hertz um die Vertikale 16. Dadurch beschreibt im Zuge des fallschirmgebremsten Abstiegs der Submunition 11 in das Zielgebiet 12 die Suchrichtung 18 eines Sensors 19 in der Ebene des Zielgebietes 12 eine angenähert kreisförmige aber spiralähnlich sich zusammenziehende Suchbahn 20 nach einem zu bekämpfenden Zielobjekt 21. Für diese Zielakquisition kann der Sensor 19 passiv arbeiten, also auf elektromagnetische Strahlungsenergie ansprechen, die aus dem Zielgebiet 12 stammt. Das kann reflektierte und durch das Zielobjekt 21 örtlich abgeschattete Höhenstrahlung sein, die mittels eines Radiometer-Sensors 19 aufgenommen wird, oder vom Zielobjekt 21 direkt ausgehende und der Umgebung gegenüber signifikante thermische Strahlung, die von einem Infrarot-Sensor 19 aufgenommen wird. Beim Sensor 19 kann es sich aber auch um einen aktiven handeln, der nach dem Prinzip der Rückstrahlortungstechnik das Gelände im Zielgebiet 12 gemäß der Suchbahn 20 abtastet und auf einen vom Zielobjekt 21 herrührenden signifikanten Höhensprung anspricht; oder es handelt sich um einen Kombi-Sensor 19, der sowohl passiv wie auch aktiv arbeitet und eine Signaturverknüpfung für die Zielakquisation auswertet, wie als solches aus der Technologie der Suchzünder-Sensorik (vgl. GB 21 44 523 A) bekannt.

Wenn der Sensor 19, im Bereiche einer Abstiegshöhe von einigen zehn Metern über dem Zielgebiet 12, erstmals ein Zielobjekt 21 erfaßt, wird die zylindrische Sprengstoffüllung des Gefechtskopfes 22 gezündet und ein Schrotschuß-Kegel von Schwermetall-Kugeln 23, mit denen die in Wirkrichtung 17 weisende Stirnfläche des Gefechtskopfes 22 vor dem Sprengstoff belegt ist, schräg von oben in Richtung auf das Zielobjekt 21 beschleunigt. Das Ziel 21 ist gegen diese Einwirkungsrichtung mittels der Schutzmaßnahmen gegen direkten Beschuß (wie Seitenpanzer und Erdwall) nicht geschützt, so daß eine große Wirkung des gezündeten Gefechtskopfes 22 im selektiv erfaßten Zielobjekt 21 sichergestellt ist.

Sollte im Zuge des rotierenden Absinkens der Submunition 11 ins Zielgebiet 12 jedoch bis zu einigen Metern über dem Grund noch kein zu bekämpfendes Zielobjekt 21 vom Sensor 19 aufgefaßt worden sein, dann ist wegen der geringen verbleibenden Resthöhe und des geringen verbleibenden Radius der Suchbahn 20 mit einer Akquisition eines halbharten Zielobjektes 21 nicht mehr zu rechnen. Zur Meldung dieser Resthöhe über Grund kann der als Höhenmesser wirkende aktive Sensor 19 oder z. B. ein zusätzlicher Radar-Höhenmesser dienen. Nun wird an der Submunition 11 die konstruktive Arretierung des Aspektwinkels 15 gelöst, so daß der noch am Rotationsschirm 13 hängende Gefechtskopf 22 schwerkraftbedingt in eine vertikale Orientierung seiner Wirkrichtung 17 einschwenkt. Dann, z. B. bei sensorisch erfaßbarem Durchgang durch die Vertikale 16, wird im Gefechtskopf 22 wieder der Zünder oder ein gesonderter Selbstzerleger-Zünder initiiert. Gegenüber den Kugelabmessungen kleine Schwermetall-Würfel 25 werden quer zu jener Richtung 17 (also radial bezüglich der Achse des zylindrischen Gefechtskopfes 22) beschleunigt. Das führt zu einer Selbstzerlegung der Submunition 11 in sehr niedriger Höhe unter Rundum-Ausbildung eines gegenüber der Horizontalen leicht nach unten geneigten Splitterwürfel-Fächers (Fig. 2b). Dieser hat noch einen Wirkradius von einigen zehn Metern gegen ungeschützte Objekte wie Radarstellungen, leichte Fahrzeuge oder Kraftstoff-Vorratstanks.

Zur deutlicheren Veranschaulichung ist in Fig. 1b nur der Kugelsplitter-Kegel und in Fig. 2b nur der Splitterwürfel-Fächer dargestellt. Tatsächlich treten beim Zünden des Gefechtskopfes 22 beide Wirkungen gleichzeitig auf, aber aus der Höhe zeigt nur die eine und in der Ebene nur die andere Funktion Wirkung. Durch entsprechende Positionierung mehrerer Zünder 24 läßt sich jedoch eine gezielte Detonation hervorrufen, um wahlweise einen beider Splittermechanismen zu fördern.