Title:
Missile with a propulsive charge
Kind Code:
B1


Abstract:
Abstract of EP0345420
The invention relates to a missile with a propulsive charge and base nozzle, in which, after firing from a large-calibre barrel weapon, hot propellant gases escape during the flight of the missile, a seal being provided in the base nozzle to ensure sealing against environmental influences during the storage of the missile. For sealing against dust and moisture, there are known plugged-in, pressed-in or screwed-in metal or plastic stoppers, these usually having the disadvantage that they have to be removed by hand before the missile is loaded. <??>The invention affords a sealing of the nozzle orifice 20 which offers reliable protection against environmental influences and which, when the missile is fired from the weapon, bursts open by means of the missile-accelerating propellant gases. This is achieved, according to the invention, by means of a sealing disc 26 which consists of rubber (or plastic) and which is vulcanised firmly into the orifice 20 of the base nozzle.



Inventors:
Meffert, Wolfgang (Am Püttkamp 37, Düsseldorf 12, D-4000, DE)
Silligmann, Karl-heinz (Nachtigallstrasse 9a, Düsseldorf, D-4000, DE)
Fischer, Siegmar (Niederrehinstrasse 278, Düsseldorf, D-4000, DE)
Hahn, Dr. Ulf (Am Schlagbaum 42, Ratingen 6, D-4030, DE)
Application Number:
EP19890103536
Publication Date:
11/27/1991
Filing Date:
03/01/1989
Assignee:
Rheinmetall GmbH (Pempelfurtstrasse 1, Ratingen, 40880, DE)
International Classes:
F42B15/00; (IPC1-7): F42B10/38
European Classes:
F42B15/00
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Foreign References:
AT317724B
DE2634518A
DE3248014A
Other References:
DUBBEL Taschenbuch für den Maschinenbau, Band 1, 1974, Seiten 613, 710, 818
Claims:
1. Projectile with a propellant charge composition, wherein, after the projectile has been fired from a barrel weapon and during the flight of the projectile, hot propellant charge gases emerge from a base nozzle, a sealing plate being provided in the base nozzle to seal it off against environmental influences, characterised by the fact that the sealing plate (26) comprises a rubber plate permanently vulcanised into the aperture of the base nozzle (20) or into an insert situated therein or a plastic plate fixed therein by an injection moulding process.

2. Projectile in accordance with Claim 1, characterised by the fact that the sealing plate (26) which is inside the aperture of the base nozzle (20) is made thicker towards the edge than in the middle.

3. Process for the production of a projectile with a rubber plate vulcanised into a base nozzle, in accordance with Claims 1 and 2, comprising the following steps: the pot-shaped base (18) of the projectile (10) or a nozzle insert is inserted as a separate part into an appropriate vulcanisation device; the nozzle aperture (20) is closed, from the inside of the projectile, by means of a seal, a disc or the like; a liquid rubber mixture is introduced into the remaining depression of the nozzle aperture (20), in accordance with the wall thickness of the base (18); the rubber mixture is vulcanised to form the rubber sealing plate (26) under pressure and at the temperatures required by the process, and the pot-shaped base (18) or the nozzle insert is permanently connected to the front part (12) of the projectile after the insertion of the propellant charge composition and any further internal parts such as a detonator fuse unit, slave projectiles or the like.

4. Process for the production of a projectile with a plastic plate injection moulded into a base nozzle, in accordance with Claims 1 and 2, comprising the following steps: the pot-shaped base (18) of the projectile (10) or a nozzle insert is inserted as a separate part into an appropriate injection moulding apparatus; the nozzle aperture (20) is closed from the inside of the projectile by means of a seal, a disc or the like; a liquid plastic composition is injected into the remaining depression of the nozzle aperture (20) in accordance with the wall thickness of the base (18) and at increased temperature; the plastic composition is hardened, possibly under pressure or by cooling, to form a plastic sealing plate (26), and the pot-shaped base (18) or the nozzle insert is permanently connected to the front part (12) of the projectile, after the insertion of the propellant charge and any further internal parts such as a detonator or fuse unit, slave projectiles or the like.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Geschoß mit Treibladungssatz und Bodendüse nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Derartige Geschosse können sogenannte Base-Bleed-Geschosse mit Gasgenerator zur Verminderung des Bodensogs oder nachbeschleunigte RAP-Geschosse mit Raketenantrieb (Rocket-Assisted-Projectile) sein. Ein nachbeschleunigtes Geschoß ist zum Beispiel aus dem Rheinmetall ـ Waffentechnischen Taschenbuch, 6. Auflage 1983, Seite 489, Bild 1119 bekannt. Zum Erreichen größerer Flugweiten haben derartige Geschosse im Heckteil einen Treibladungssatz, der beim Abfeuern des Geschosses, z. B. aus einer großkalibrigen Rohrwaffe im Kaliber 155 mm oder 205 mm, gezündet wird und durch Austreten der heißen Treibladungsgase durch die Bodendüse dem Geschoß den erwünschten aerodynamischen Effekt verleiht, d. h. es während des Fluges nachbeschleunigt bzw. den Gesamtwiderstand herabsetzt.

Zur Abdichtung gegen Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Staub usw. werden die Düsenöffnungen der Bodendüse derartiger Geschosse üblicherweise verschlossen bzw. abgedichtet. Hierbei stellen Gewindestopfen aus Metall oder Kunststoff und eingesteckte bzw. eingepreßte Stopfen eine bekannte Verschlußmöglichkeit dar, die den Nachteil aufweist, daß diese Stopfen vor dem Laden des Geschosses in die Waffe von Hand entfernt werden müssen. Weiterhin sind auch dünne Abdeckfolien aus Metall, Papier oder Kunststoff bekannt. Eine aus der DE-A-3248014 bekannte aus Metall oder Kunststoff Abdeckfolie, vorzugsweise mit vorgegebenen Sollbruchstellen, platzt beim Abfeuern des Geschosses von außen nach innen in die Düsenöffnung durch den hohen Gasdruck der Treibladungsgase während der Beschleunigungsphase im Rohr auf und ermöglicht die Zündung der im Heckbereich des Geschosses angeordneten Treibladung (Bade-Bleed-Satz).

Die Befestigung dieser Abdeckscheibe, die einen napfförmigen Außenrand aufweist, wird in arbeitsaufwendiger Weise durch Schweißen, Löten, Kleben oder auch durch Festklemmung mittels einer Überwurfmutter realisiert. Die Dicke der Abdeckung soll zwischen etwa 0,5 und 1,0 mm betragen. Deratig dünne und starre Folien sind sehr empfindlich gegen mechanische Beanspruchung wie z. B. Druck oder Stoß, so daß sie bereits bei Handhabung (Umladung, Transport) des Geschosses einreißen und ihre Schutzfunktion gegen Umwelteinflüsse nicht mehr erfüllen können. Außerdem besteht die Gefahr, daß Teile einer metallischen Abdeckscheibe sich nach Abschuß in die Düsenöffnung zurückbiegen und sich dort festsetzen und den Querschnitt der Düsenöffnung nachteilig verändern.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abdeckung für Bodendüsen von eingangs beschriebenen Geschossen anzugeben, die einerseits einen sicheren Schutz gegen Umwelteinflüsse darstellt und andererseits eine sichere Durchzündung sowie einen störungsfreien Ausbrand des geschoßinternen Treibladungsatzes gestattet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Dichtscheibe aus einer in die Öffnung der Bodendüse bzw. in ein dort angeordnetes Einsatzstück fest einvulkanisierten Gummischeibe oder aus einer dort im Spritzguß-Verfahren fest eingebrachten Kunststoffscheibe besteht. Die Dichtscheibe ist dadurch vorteilhafterweise elastisch nachgiebig gegen zahlreiche äußere Beanspruchungen und platzt bei Abschuß des Geschosses störungsfrei auf.

Für eine bessere Befestigung innerhalb der sich axial erstreckenden Wandung der Düsenbohrung ist die Dichtscheibe vorteilhafterweise zum Rand hin dicker als in der Mitte ausgebildet.

Ein Verfahren zur Herstellung eines Geschosses mit in die Bodendüse einvulkanisierter Gummischeibe ist in den Merkmalen des Verfahrensanspruches 3 beschrieben. Anspruch 4 gibt die Verfahrensschritte zur Herstellung einer eingespritzten Kunststoffscheibe an.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 2
: ein Artilleriegeschoß in Seitenansicht mit Aufschnitt im Heckbereich und
Figur 2
: eine vergrößerte Darstellung des geschnittenen Geschoßheckbereiches mit der erfindungsgemäßen Düsenabdeckung.

Ein Artilleriegeschoß 10 weist im mittleren Bereich eine zylinderförmige vollkalibrige Geschoßhülle 12 auf, nach vorne verjüngt sich das Geschoß in einer Ogive 14 mit einem spitzenseitigen Zunder 16.

Heckseitig ist ein topfförmiger Geschoßboden 18 mit zentraler Düsenöffnung 20 über eine geeignete Verbindung mit der Geschoßhülle 12 vorgesehen. Innerhalb des Geschosses ist heckseitig ein Treibladungssatz 22 (Base-Bleed-Satz) mit zentralem Zünkanal 24 angeordnet.
In die Düsenöffnung 20 ist eine Dichtscheibe 26 aus Gummi bzw. Kautschuk fest einvulkanisiert (oder aus Kunststoff, z. B. Nylon, Polyamid oder Polyvinylchlorid fest eingespritzt).

Die Dichtscheibe 26 ist für eine bessere Befestigung in der Düsenöffnung 20 am umfangsseitigen Rand dicker als in der Mitte ausgebildet.

Ein Verfahren zur Herstellung des Geschoßbodens 18 mit in die Bodendüse 20 einvulkanisierter Gummischeibe 18 umfaßt folgende Schritte:

  • das topfförmige Bodenstück (18) des Geschosses (10) bzw. ein Düseneinsatzstück wird als Einzelteil in eine entsprechende Vulkanisierungseinrichtung eingelegt,
  • die Düsenöffnung (20) wird von der Geschoßinnenseite her mittels eines Stempels, einer Scheibe oder ähnlichem verschlossen,
  • in die verbleibende Vertiefung der Düsenöffnung (20) entsprechend der Wanddicke des Bodenstückes (18) wird eine flüssige Kautschukmischung eingefüllt,
  • die Kautschukmischung wir unter Druck und bei erhöhter Temperatur zu der Gummidichtscheibe (26) ausvulkanisiert und
  • das topfförmige Bodenstück (18) bzw. das Düseneinsatzstück wird nach Einsetzen des Treibladungssatzes und gegebenenfalls weiterer Innenteile wie z. B. Zünd- und Sicherungseinheit, Tochtergeschosse oder ähnlichem fest mit dem vorderen Geschoßkörperteil (12) verbunden.

Die Gummischeibe kann auch in ein separates (zeichnerisch nicht dargestelltes) Einsatzstück einvulkanisiert werden, das dann in die Düsenöffnung eingesetzt (verschraubt oder ähnliches) wird. Entsprechendes gilt für die Kunststoffscheibe.

Die Erfindung ist zu dem angegebenen Zweck ebenso auf andere Geschosse oder Flugkörper (Raketen) anwendbar, die rückwärtige Bodendüsen aufweisen und mit innerhalb der Brennkammer angeordnetem Zünder versehen sind.