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Die Erfindung betrifft ein Filtervorrichtung Feuerlöschvorrichtung für Frachträume von Verkehrsmitteln, insbesondere von Luftfahrzeugen.
Es ist bekannt, daß Luftfahrzeuge, insbesondere Verkehrsflugzeuge, als Fracht- und/oder Passagierflugzeuge gebaut und betrieben werden. Die Passagierflugzeuge verfügen neben dem Passagierraum und der Flugzeugführungskanzel über einen Gepäckfrachtraum (BULK) sowie über Frachtraum für Luftfracht, die in der Regel in Transportbehältern (Containern) untergebracht ist. Dieser gesammte Frachtraum befindet sich unter dem Passagierraum der Verkehrsflugzeuge.
Zur Verhinderung der Ausbreitung eines in diesen Frachträumen ausbrechenden Feuers kommen Feuerlöschvorrichtungen zum Einsatz, die aus zwei getrennten Feuerlöschsystemen mit jeweils eigenem Leitungsnetz bestehen. Mit dem ersten Feuerlöschsystem werden sofort nach der ersten Rauchmeldung mit geeignetem, unter atmosphärischem Druck gasförmigen, Feuerlöschmittel gefüllte Feuerlöschmittelbehälter in den betroffenen Frachtraum vollständig entleert. Durch die schnelle Entleerung dieser Feuerlöschmittelbehälter wird eine hohe Feuerlöschmittelkonzentration in der Frachtraumatmosphäre erreicht, die das ent- stehende oder entstandene Feuer schnell erstickt. Ein zweites Feuerlöschsystem sorgt anschließend dafür, daß für eine bestimmte Restflugzeit die Feuerlöschmittelkonzentration in der Frachtraumatmosphäre einen festgelegten Grenzwert nicht unterschreitet. Im Leitungsnetz dieses zweiten Feuerlöschsystem befinden sich in der Nähe der Austrittsdüsen für das Feuerlöschmittel Feststoffpartikel-Filter, Löschmittelgas-Trockner sowie Einrichtungen zur Konstanthaltung der Feuerlöschmittel-Ausströmrate.
Während der lange andauernden zweiten Feuerlöschphase kann zu Vereisungen an den o.g. Reinigungs- und Dosiereinrichtungen dieses zweiten Feuerlöschsystems kommen, die durch die Verdampfungskälte des ausströmenden Feuerlöschmittels aus den Feuerlöschdüsen hervorgerufen werden. Dies führt unter ungünstigen Umständen zu einem Ausfall des zweiten Feuerlöschsystems.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Filtervorrichtung einer Feuerlöschvorrichtung für Frachträume von Verkehrs- und/oder Frachtflugzeugen zu schaffen, die über ein Leitungsnetz für beide Feuerlöscheinsätze verfügt, und bei dem die Gefahr einer Vereisung und damit das Ausfallen der zweiten Feuerlöschphase nicht besteht.
Die erfindungsgemaße Lösung dieser Aufgabe ist in den Ansprüche. gekennzeichnet. Zur Erläuterung der Erfindung sind der Beschreibung Zeichnungen beigefügt. Im einzelnen zeigen
Die Feuerlöschvorrichtung besteht aus einer an sich bekannten Feuerlöscheinrichtung mit zwei Feuerlöschmittelbehältern, die vorzugsweise ein unter atmospherischen Druck gasförmiges Löschmittel enthalten. Die Feuerlöschmittelbehälter verfügen über an sich bekannte Befüllungsstutzen und Überdruck-Sicherheitseinrichtungen.
Der Löschvorgang wird durch eine Rauchmeldeeinrichtung im Frachtraum eingeleitet, die in der Flugzeugführerkanzel auf einem Instrumentenbrett ein optisches und ein akustisches Signal auslöst. Durch Betätigen der Auslöseschalter in der Flugzeugführerkanzel wird die Feuerlöschvorrichtung ausgelößt, wobei die Sicherheitsmembran zum Entleeren des ersten Feuerlöschmittelbehälters 1 durch eine elektrisch ausgelößte Zerstörungseinrichtung geöffnet wird. Das Löschmittel strömt in bekannter Weise in den gefährdeten Frachtraum und löscht das Feuer. Das Betätigen eines weiteren Auslöseschalters öffnet nach 60 Minuten die Sicherheitsmembran vor der Entleerungsöffnung des zweiten Feuerlöschmittelbehälters 2, sodaß dessen Feuerlöschmittel über einen Wasser-Adsorptions-Filter 5, einen Festoffteilchen-Filter 7, einen Druckreduzierer 6, eine Blende 4 zur Begrenzung der Ausströmrate sowie ein EinWeg-Ventil 3 in das gemeinsame Rohrleitungsnetz der Feuerlöschvorrichtung gelangt. Das Ein-Weg-Ventil 3 verhindert, daß während der ersten Löschphase Feuerlöschmittel von hinten in die Reinigungs- und Dosierungseinrichtungen 4, 5, 6 und 7 gelangt (Fig. 1).
Die Anordnung der Reinigungs- und Dosierungseinrichtungen in unmittelbarer Nähe des zweiten Feuerlöschmittelbehälters 2 verhindert die Gefahr einer Vereisung der` Feuerlöschvorrichtung durch das in die Frachträume ausströmende Löschmittel. In Abhängigkeit vom Ort des Feuerausbruchs können beide Feuerlöschmittelbehälter in den vorderen Frachtladeraum oder in den hinteren Frachtladeraum, mit dem Gepäckladeraum, in denen sich jeweils zwei Feuerlöschmittelausströmdüsen 12 befinden, über das gemeinsame Rohrleitungsnetz entleert werden.
Mit Hilfe der hier vorgestellten Anordnung der Löschmittel-Reinigungs- und Dosiereinrichtungen in unmittelbarer Nähe der Feuerlöschmittelbehälter läßt sich die Vereisung der Feuerlöschvorrichtung vermeiden. Die Nutzung nur eines Rohrleitungsnetzes für beide Feuerlöschphasen bewirkt zudem eine erwünschte Gewichtseinsparung.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird ein Filtervorrichtung bzw. eine Filteranordnung zur Verfügung gestellt, die zum Reinigen eines Löschmittelstromes eines Feuerlöschsystems eingesetzt werden kann. Diese Filteranordnung ist erfindungsgemäß definiert wie in den Ansprüchen angegeben. Bevorzugte Ausführungsformen der Filteranordnung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Bei der erfindungsgemäßen Filteranordnung ist also das Wasserabsorptions-Filter vor das Festoffteilchen-Filter geschaltet. Bei einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform ist dem Wasserabsorptionsfilter eine Umgehungsleitung oder By-Pass-Leitung 57 (Fig. 2) parallel geschaltet. In dieser Entlastungsleitung ist ein Ventil angeordnet, das bei Auftreten eines bestimmten Druckunterschiedes am Wasserabsorptions-Filter öffnet. Auf diese Weise wird weitgehend verhindert, daß das Adsorptions-Material des Wasserabsorptions-Filters der anfänglichen Schockwelle des Löschmittelstromes ausgesetzt wird. Erst nachdem diese anfängliche Schockwelle durch die By-Pass-Leitung hindurch gegangen ist, schließt das Ventil in der By-Pass-Leitung und das Löschmittel fließt durch das Wasseradsorptionsmittel und wird dadurch getrocknet.
In Figur 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wasseradsorptions-Filters (5) dargestellt. In einem Filtergehäuse (50) ist in Strömungsrichtung zwischen einer Einlaß-Leitung (51) und einer Auslaß-Leitung (52) ein Adsorptionsmittelbehälter (53), vorzugsweise ein zylindrischer Adsorptionsmittelbehälter (53), angeordnet. In diesem Adsorptionsmittelbehälter (53) befindet sich partikelförmiges Adsorptionsmaterial (54). Dieses Material ist vorzugsweise ein Molekularsiebmaterial mit einer Öffnungsgröße oder Porengröße im Bereich von etwa 3 * 10̅ 1 0 bis etwa 5 * 10̅ 1 0 m.
In dem Adsorptionsmittelgehäuse (53) ist eine Platte (56) verschiebbar angeordnet, die mit Öffnungen zum Durchlaß des Löschmittels versehen ist. Diese Platte (56) wird mit Hilfe einer vorgespannten Feder (55) in das Gehäuse (53) hineingedrückt und hält damit die Adsorptionsmittel-Partikel (54) in Kontakt miteinander und verhindert weitgehend jede Relativbewegung der Partikel zueinander. Insbesondere einem Zusammenrütteln der Partikel (54) folgt die Platte (56) und verhindert auf diese Weise, daß ein unakzeptables Abreiben der Adsorptions-Partikel (54) sich ergeben kann. Im Einsatzfalle tritt aus der Auslaß-Leitung (52) wasserfreies Löschmittel aus. Das Wasser ist an den Adsorptions-Partikeln (54) adsorbiert.
In Figur 3 ist schematisch ein Feststoffteilchen-Filter (7) dargestellt, das stromabwärts von dem WasseradsorptionsFilter (5) in dem System angeordnet ist. Das Feststoffteilchen-Filter (7) weist ein Filtergehäuse (70) auf, in dem zwischen einer Einlaß-Leitung (71) und einer Auslaß-Leitung (72) eine Filtereinheit, bestehend aus einem vorzugsweise hohlzylindrischen Filterelement (73) und einer unteren Abschlußplatte (75) und einer oberen Abschlußringplatte (76) angeordnet ist. Durch die Abschlußringplatte (76) wird das Innere des Filterelements (73), das vorzugsweise aus Filtermaterial auf einem durchlässigen Träger - bzw. Verstärkungsmaterial besteht, mit der Abschlußseite (72) verbunden. Dieses Filtermaterial ist vorzugsweise Fasermaterial, insbesondere organisches oder anorganisches Fasermaterial, welches Teilchen bis Zu 1,5 * 10̅ 5 m Größe oder sogar kleinere Teilchen aus dem Löschmittelstrom herausfiltern kann.
Ein in der Zeichnung dargestelltes Feuerlöschsystem wurde mit einem typischen Feuerlöschmittelbehälter, der Bromtrifluormethan unter 25 bar enthielt, betrieben. In einem ersten Fall wurde das System ohne den Wasser-Adsorptions-Filter (5) betrieben. Dies führte zu einer Vereisung der Dü-senöffnung innerhalb von 50 Minuten.
Dann wurde das System mit dem Wasser-Adsorptions-Filter (5) getestet. Dabei wurde der gesamte Feuerlöschmittelbehälter in 240 Minuten Betriebszeit entleert. Die Öffnung war dabei immer noch vollkommen eisfrei.