| DE3234167A1 | ||||
| FR393476A | ||||
| GB1447703A |
Fechtsportwaffe Die Erfindung betrifft eine Fechtsportwaffe, wie ein Florett, einen Degen oder einen S·abel. Derartige Fechtsportwaffen bestehen im wesentlichen aus einer Klinge und einem Griffteil, welcher seinerseits das Griffst·uck und den Handschutz (Glocke) enth·alt.
Bei den bisher bekannten Fechtsportwaffen besteht zwischen der Klinge und dem Griffteil eine steife Verbindung, so dass - obwohl die Klinge in der Regel aus einem Material mit hoher Elastizit·at besteht - h·aufig dadurch Unf·alle auftreten, dass die Sportwaffe den Drahtk·orper der Maske durchbohrt oder durch die Sportkleidung des Fechters hindurch in den K·orper des Fechters eindringt oder Schlagverletzungen herbeif·uhrt.
Selbst t·odliche Verletzungen k·onnen dadurch auftreten, dass entweder das Material der Klinge oder die Verbindung zwischen der Klinge und dem Griffteil nicht geeignet sind, zu einer Vermeidung derartiger Unf·alle beizutragen.
Ein Ziel der Erfindung besteht darin, f·ur den Fechtsport solche Sicherheitsfechtwaffen zu schaffen, bei welchen die Verletzungsgefahr reduziert oder weitesgehend beseitigt ist.
Dies wird gem·ass der Erfindung einerseits dadurch erreicht, dass zwischen der Klinge und dem Griffteil eine Verbindung vorgesehen wird, die es erm·oglicht, dass beim Einwirken einer eine vorgegebene zul·assige Kraft ·ubersteigenden Kraft, die auf die Klinge wirkt, diese gegen das Griffteil schwenken oder zu dem Griffteil hin abknicken kann. Andererseits wird gem·ass der Erfindung die gestellte Aufgabe zus·atzlich oder alternativ dadurch gel·ost, dass das Material der Klinge selbst derartige Eigenschaften hat, dass die Klinge im Fall einer ·Uberbeanspruchung derart bricht, dass eine Unfallgefahr aufgrund der Bruchst·ucke verhindert oder weitestgehend reduziert ist.
Im ersteren erw·ahnten Fall ist die Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung so ausgebildet, dass ein entsprechendes Sicherungselement zwischen der Klinge und dem Griffteil unmittelbar oder unter Zwischenschaltung von Konstruktionselementen eingeschaltet ist. Dieses Sicherungselement kann vorzugsweise ein die Klinge und den Griffteil zusammenhalten der gespannter Faden sein.
In dem anderen erw·ahnten Fall ist die Klinge gem·ass der Erfindung aus vereinigten Stahl f·aden ausgebildet, wodurch erreicht werden kann, dass sie sich unter zul·assigen Beanspruchungen wie die aus einem homogenen K·orper bestehenden herk·ommlichen Klingen verh·alt, jedoch bei unzul·assige ·Uberbeanspruchungen in Art von gr·unen ·Asten bricht, so dass kein Klingenstumpf derartiger Gestalt zur·uckbleibt, dass aus dem Schwung heraus, den die Fechtwaffe beim Brechen der Klinge erh·alt, der Fechtgegner verletzt werden kann.
Die beiden Grundl·osungen gem·ass der Erfindung k·onnen einzeln oder auch gemeinsam verwirklicht sein, d.i. die Klinge kann zus·atzlich zu dem Vorhandensein des zwischen der Klinge und dem Griffteil eingef·ugten Sicherungselementes die erw·ahnte faserige Struktur haben.
Gem·ass einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein das Sicherungselement bildender Faden zwischen der der Klinge aufnehmenden Fassung und einem in dem Griffteil vorgesehenen F·uhrungsteil f·ur ein Gleitst·uck aufgespannt, welches in dem Griffteil gegen eine vorbestimmte Ausl·osekraft gleitend verschiebbar ist, so dass bei Einwirkung einer die Ausl·osekraft ·uberschreitenden Druckkraft auf die Klinge das Gleitst·uck in den Griffteil hineingeschoben wird und dadurch die Klinge mitsamt der Fassung gegen·uber dem Griffteil abknicken kann.
Hierbei ist vorzugsweise die Fassung mit einem Vorsprung in einem als komplement·are Aussparung ausgebildeten Sitz des Gleitst·uckes an diesem abgest·utzt, wobei das Gleitst·uck gegen die Kraft einer Feder verschiebbar sein kann, so dass die Fassung und das Gleitst·uck beim Auftreten der unzul·assigen Beanspruchung gegeneinander abknicken k·onnen, und daher auch die in dieser Fassung sitzende Klinge gegen den Griffteil geschwenkt werden kann.
Auch eine derartige Ausbildung der Fechtwaffe gem·ass der Erfindung ist vorteilhaft, bei welcher an der Klinge ein den Bruch oder eine unzul·assige Verformung der Klinge abf·uhlendes Element angewendet wird, welches an eine Steuereinheit angeschlossen ist, die eine Ausl·osevorrichtung bet·atigt und dadurch das Sicherungselement, z.B.
den oben erw·ahnten gespannten Faden, durchtrennt oder in einer anderen Weise im Sinne der Erfindung ausl·ost. Bei einer derartigen Ausf·uhrungsform kann das F·uhlelement beispielsweise ein mit einem Lack isolierter Draht sein, welcher In der Nut der Klinge liegt, und im Falle einer bestimmten Beanspruchung, eines Klingenbruches oder einer unzul·assigen Klingenverformung, zerrissen wird und dadurch ein Signal an die Steuereinheit abgibt. Hierbei kann als Steuereinheit eine an sich bekannte elektronische oder elektrische, z.B. induktive, Steuereinheit vorgesehen sein. Die Ausl·osevorrichtung kann mechanisch, thermoelektrisch, hydraulisch oder explosiv sein.
Beim Fechtsport sind die elektrisch arbeitenden Trefferanzeigevorrichtungen verbreitet. Daher soll die erfindungsgem·asse Waffe derart gestaltet sein, dass der zuverl·assige Betrieb der Trefferanzeigevorrichtung gew·ahrleistet bleibt und das ordnungsgem·asse Fechten nicht beeintr·achtigt wird und durch die erfindungsgem·assen Merkmale der Fechtsportwaffe der Wettkampf und dessen Bewertung nicht gest·ort werden. Hierzu wird es bevorzugt, das den Bruch der Klinge oder deren unzul·assige Verformung abf·uhlende Element an eine Steuereinheit anzuschliessen, durch welche dieses Element mit der Trefferanzeigevorrichtung und/oder mit dem l·osbaren Sperrglied der Ausl·ose- vorrichtung verbunden wird.
Ein derartiges l·osbares Sperrglied kann beispielsweise ein elekromechanisch oder hydraulisch bet·atigter Zapfen oder Riegel sein, von welchem das oben erw·ahnte Gleitst·uck und ein F·uhrungstell desselben bis zu einer vorbestimmten Krafteinwirkung gegen ihre gegenseitige Verschiebung gesperrt sind. Die Ausl·osevorrichtung, die bei dieser Ausf·uhrungsform verwendet werden kann, kann beispielsweise einen mechanischen Aufbau haben. Die Steuereinheit kann elektronisch oder hydraulisch bet·atigt werden, wohingegen das die auf die Klinge einwirkende Kraft abf·uhlende Element elektronisch, mechanisch oder hydraulisch aufgebaut sein kann.
Das Wesen der einen Grundl·osung der Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung besteht somit darin, dass ein Sicherungselement, vorzugsweise ein gespannter Faden, zwischen die Klinge und den Griffteil unmittelbar oder ·uber Konstruktionselemente eingeschaltet ist.
Das Wesen der anderen Grundl·osung der Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung liegt darin, dass die Klinge ein Stahlfaden-Verbundmaterial ist.
Beide dieser Grundl·osungen k·onnen einzeln oder gemeinsam an einer Fechsportwaffe angewendet werden.
Eine vorteilhafte Ausf·uhrungsform der Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung liegt darin, dass ein das Sicherungselement bildender gespannter Faden zwischen einer St·utze, welche mit einem zu dem Griffteil geh·orenden F·uhrungsglied in Verbindung steht, und einer die Klinge aufnehmenden Fassung aufgespannt ist, welche mit einem St·utzvorsprung in einen Sitz an einem in dem F·uhrungsteil gegen die Kraft einer Feder verschiebbar gef·uhrten Gleitst·uck passt.
Bei einer anderen Ausf·uhrungsform der Erfindung wird eine federbelastete Kugel angewendet, welche die Verbindung zwischen dem Gleitst·uck und dem F·uhrungsteil herbeif·uhrt, so dass die Kraft, bei welcher die Klinge abgeknickt wird, gr·osser wird.
Eine weitere Ausf·uhrungsform der Erfindung besteht darin, dass die Fechtsportwaffe ein den Bruch oder die unzul·assige Verformung der Klinge abf·ohlendes Element aufweist, an welches eine Steuerein heit und eine durch diese gesteuerte, das Sicherungselement, z.B.
einen gespannten Faden, zertrennende oder im erfindungsgem·assen Sinne l·osende Ausl·osevorrichtung angeschlossen ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausf·uhrungsform der Erfindung ist ein den Bruch oder die unzul·assige Verformung der Klinge abf·uhlendes Element vorgesehen, an welches eine dieses Element mit der Trefferanzeigevorrichtung und/oder mit dem die Bet·atigung der Ausl·osevorrichtung hemmenden Sperrglied wirkungsm·assig verbindende Steuereinheit angeschlossen ist.
Die Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung wird im Zusammenhang mit bevorzugten aus der Zeichnung ersichtlichen Ausf·uhrungsformen erl·autert. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1-3 schematisch die unterschiedlichen Lagen der Fechtsportwaffe unter Belastung, Fig. 4 eine Ausf·uhrungsform der neuartigen Teile der Fechtsportwaffe nach der Erfindung Im L·angsschnitt, Fig. 5 die Lage der Fechtsportwaffe aus Fig. 4 im L·angsschnitt nach ihrer Ausl·osung, Fig. 6 eine andere Ausf·uhrungsform im L·angsschnitt, Fig. 7 eine weitere Ausf·uhrungsform der Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung im Blockschema, Fig. 8 eine konstruktive Ausf·uhrungsform der in Fig. 7 im Blockschema gezeigten Fechtsportwaffe im L·angsschnitt und Fig. 9 ein Blockschema einer anderen Ausf·uhrungsform der Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung.
In den Fig. 1-3 ist eine Fechtsportwaffe 1 gezeigt, die in diesem Ausf·uhrungsbeispiel ein Florett ist. Die Fechtsportwaffe besteht aus der Klinge 2 und dem Griffteil 5, welcher die Handschutz-Glocke 3 und das Griffst·uck 4 enth·alt. Die auf das freie Ende der Klinge 2 beim Stoss einwirkende Kraft ist durch den Pfeil 6 veranschaulicht. Fig. 1 zeigt, wie die Klinge 2 unter der Einwirkung der Kraft 6 verformt wird.
Fig. 2 zeigt, dass dann wenn die Fechtsportwaffe 1 mit einem Sicherungselement gem·ass der Erfindung versehen ist und dieses ri arbeitet, die Klinge 2 gegen den Griffteil 5 gelenkig abgeschwenkt werden kann, so dass diese L·osung gem·ass der Erfindung eine derartige Sicherung bedeutet, dass in der Klinge eine eine vorbestimmte Kraft ·uberschreitende Kraft nicht entstehen kann, weil die Klinge unter Einwirkung dieser Kraft ausweicht. Dies ist in Fig. 2 mittels eines symbolischen Gelenkes dargestellt, das aus Fig. 5 in einer vorteilhaften konstruktive Ausf·uhrungsform ersichtlich ist.
Fig. 3 zeigt den Fall, dass die Einwirkung einer grossen Kraft in Richtung des Pfeiles 6 so pl·otzlich erfolgt, dass die Klinge 2 zerbricht.
Die Gestaltung gem·ass der Erfindung stellt sicher, dass der an dem Griffteil angeschlossene Klingenstumpf wegen der gelenkartigen Verbindung abknickt und daher keine Verletzung durch den Klingenstumpf verursacht wird.
Fig. 4 zeigt im L·angsschnitt einen Teil der Fechtsportwaffe gem·ass der Erfindung mit erfindungsgem·assen neuartigen Elementen. Bei diesem Ausf·uhrungsbeispiel ist die Klinge 2 in der Fassung 7 befestigt, zum Zwecke der anschaulicheren Darstellung ist die Klinge 2 in dieser Figur als eine unabh·angige Einheit gezeigt. In diesem Ausf·uhrungsbeispiel kann der mit Gewinde versehene Fuss der Klinge 2 in eine Gewindebohrung der Fassung 7 eingeschraubt werden.
Die Fassung 7 st·utzt sich mit ihrem ringf·ormigen St·utzvorsprung 17 in dem als Ringnut ausgebildeten Sitz eines h·ulsenf·ormigen Gleitst·uckes 12 ab. Das Gleitst·uck 12 kann in Axialrichtung wie ein Kolben gegen·uber einer F·uhrungsh·ulse 13 in dem Griffteil der Fechtwaffe verschoben werden. Im Ausf·uhrungsbeispiel ist in einer Gewindebohrung des F·uhrungsteils 13 eine St·utzplatte 14 eingeschraubt und festgelegt. Das Sicherungselement ist von einem Faden 11 gebildet, der aus einem aus federndem Material hergestellten Draht, vorzugsweise Stahldraht, besteht, an dessen beiden Enden jeweils ein verbreiterter Kopfteil 8 festgelegt ist. Der eine Kopfteil 8 ist auf einer im Hohlraum der Fassung 7 ausgebildeten Schulter angest·utzt, wohingegen sich der andere Kopfteil 8 in einen Gewindezapfen 9 fortsetzt.
Der gespannte Faden 11 ist durch die Bohrung des Gleitst·uckes 12 hindurchgef·uhrt und mit seinem anderen Kopfteil 8 mittels des Gewindezapfens 9 und einer Mutter 10 an der St·utzplatte 14 abgest·utzt. Ausserdem ist zwischen der unteren Endfl·ache des Gleitst·uckes 12 und der St·utzplatte 14 eine vorgespannte Feder 15 eingesetzt, die mit Hilfe der Mutter 10 vorgespannt werden kann. Dadurch kann sichergestellt werden, dass nach der Montage der Fechtsportwaffe diese sich unter kleineren, auf die Klinge 2 einwirkenden Kr·aften so verh·alt, wie die herk·ommlichen Fechtsportwaffen. In Fig. 1 sind das Griffst·uck und die Handschutz-Glocke nicht dargestellt, weil diese selbst zur Erfindung nicht beitragen. Das Griffst·uck kann nahe der F·uhrungsh·ulse 13 ausgebildet sein.
Die Gestaltung des St·utzvorsprunges 17 und des Sitzes 16 erlaubt es im gegebenen Fall, dass die Fassung 7 und das Gleitst·uck 12 gegeneinander verschwenkt werden k·onnen, ohne dass die Verbindung zwischen denselben ·uberall zerst·ort w·urde.
Die Feder 15 soll mittels der Schraubmutter 10 im allgemeinen so vorgespannt werden, dass die Klinge 2 die Fassung 7 bei Einwirkung der noch zul·assigen Stosskraft nicht aus ihrer Lage bewegt, also die Fassung 7 in ihrer koaxialen Lage zu dem Gleitst·uck 12 bleibt. Falls jedoch eine h·ohere Kraft auf die Klinge wirkt, dann soll nach der Verformung der Klinge - wie dies schematisch in Fig. 2 gezeigt ist eine gegenseitige Verlagerung von Fassung 7 und Gleitst·uck 12 stattfinden. Eine derartige Lage ist aus Fig. 5 ersichtlich. Es ist offenbar, dass sich das Gleitst·uck in dieser Lage aus derjenigen aus Fig.
4 heraus in Richtung auf die St·utze 14 zu bewegt hat, wodurch der Faden 11 - als Sicherungselement - gelockert wurde, wodurch die Fassung 7 infolge der Nachgiebigkeit des Fadens gegen·uber dem Gleltst·uck 12 abknicken kann. Bei der in dieser Weise verstellbaren Ausf·uhrungsform speichert also die Feder 15 die Arbeit, die von der ·uberh·ohten Kraft abgeleitet ist, und gleichzeitig wird durch die Verformung der Konstruktion auch die Vermeidung eines Unfalles sichergestellt. Falls die auf die Klinge 2 einwirkende Kraft die zul·assige Kraft sehr stark ·uberschreitet und so pl·otzlich auftritt, dass die Klin ge 2 zerbrochen wird, dann knickt der an den Griffteil 5 angeschlossene Stumpf in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise ab und wird daher ungef·ahrlich.
Nach dem Stoss kehrt die Konstruktion unter der Wirkung der Feder 15 in die aus Fig. 4 ersichtliche Lage zur·uck und der Fechtwettkampf kann fortgesetzt werden.
Die aus Fig. 6 ersichtliche Ausf·uhrungsform unterscheidet sich von derjenigen aus den Figuren 4 und 5 dadurch, dass am Umfang des Gleitst·uckes 12 zus·atzlich eine Ringnut ausgebildet ist, und in einer Querbohrung der F·uhrungsh·ulse 13 eine Kugel 19 sitzt, die mittels einer Blattfeder 18, welche an die Aussenseite der F·uhrungsh·ulse 13 geschraubt ist, in die Ringnut des Gleitst·uckes 12 gedr·uckt wird. Durch diese Vorrichtung kann erreicht werden, dass das Ausl·osemoment, durch welches das Abschwenken der Fassung 7 und der mit dieser steif verbundenen Klinge 2 eingeleitet wird, gr·osser ist als das zum Fortsetzen des Abschwenkens erforderliche Moment. In dieser Weise ist die Wirksamkeit der erfindungsgem·assen Vorrichtung im Betrieb gesteigert.
F·ur beim Fechtsport verwendete Fechtwaffen kann es vorteilhaft sein, dass das Sicherungselement im Augenblick eines Klingenbruches aktiv ist, dabei jedoch selbst gel·ost oder zerst·ort wird, so dass eine Verletzung durch die gebrochene Klinge vermieden werden kann. Eine f·ur diesen Zweck ausgestaltete Ausf·uhrungsform ist in Fig. 7 im Blockschema als Beispiel gezeigt. Bei dieser Ausf·uhrungsform wird das F·uhlelement an der Klinge 20 der Fechtwaffe angewendet und an das F·uhlelement ist eine Steuereinheit 21 angeschlossen. Von der Steuereinheit 21 kann die Bet·atigung der Ausl·osevorrichtung 22 ausgel·ost werden, ·uber welche das Sicherungselement 23 zerst·ort oder ausgeschaltet wird. Das F·uhlelement 20 kann vorzugsweise ein lackisolierter Draht sein, der in Form einer Stromschleife in die Nut der Waffenklinge eingelegt Ist.
Dieser Draht wird beim Brechen der Klinge zerrissen, so dass der durch ihn hindurchgeleitete Strom unterbrochen wird und somit durch das Zerreissen des Drahtes die angeschlossene Steuereinheit 21 bet·atigt wird. Die Steuereinheit 21 kann elektrisch bet·atigt sein; eine elektronische oder induktive Ausf·uhrungsform kann jedoch ebenfalls angewendet werden. Die Aufgabe der ·uber die Steuereinheit bet·atigten Ausl·osevorrichtung 22 besteht - wie bereits erw·ahnt - in dem Zerst·oren des Sicherungselementes 23 oder in dem Unwirksammachen desselben durch sein Herausf·uhren aus der Ausgangslage. Dementsprechend k·onnen A ul·osevorrichtungen mit elektromechanischer, thermoelektrischer, hydraulischer oder explosiver Bet·atigung in Frage kommen.
Aus Fig. 8 ist die Gestaltung einer derartigen Vorrichtung gem·ass der Erfindung als Beispiel ersichtlich, bei welcher die Ausl·osevorrichtung durch Explosion bet·atigt wird. Auch bei dieser L·osung wird das Sicherungselement 23 von einem gespannten Faden 11 gebildet, dessen einer Kopfteil 8 am einen Fadenende in der Fassung 7 der Klinge sitzt, wohingegen der Kopfteil 8 an dem anderen Ende des gespannten Fadens 11 an einem derartigen Bauteil 28, z.B. einem Vierkant, festgelegt ist, welches zum Spannen des Fadens 11 mittels der auf dem Bauteil 28 aufgeschraubten Mutter 29 die Spannkraft ·ubertragen kann, ohne dass es sich dabei verdreht. Bei dieser Ausf·uhrungsform ist die Klinge 2 ebenfalls mittels eines Gewindes in der Fassung 7 festgelegt. Die Ausl·osevorrichtung 22 ist zwischen der Fassung 7 und der Glocke 3 angebracht.
Bei dieser Ausf·uhrungsform aus Figur 8 ist der gespannte Faden 11 in einem in dem Handgriffst·uck 4 ausgebildeten Hohlraum angeordnet und die zum Spannen des Fadens dienende Mutter 29 st·utzt sich an dem freien Ende des Griffst·uckes 4 ab. Die Ausl·osevorrichtung 22 enth·alt ein Schnittwerkzeug 24, welches im Ausf·uhrungsbeispiel derart angeordnet ist, dass seine Schneide unmittelbar an dem gespannten Faden 11 anliegt oder wenigstens nahe des Fadens angeordnet ist. Ausserdem geh·ort zu der Ausl·osevorrichtung 22 noch ein Schlagk·orper 25, welcher auf der dem Schnittwerkzeug 24 entgegengesetzten Seite des gespannten Fadens 11 angeordnet ist. An dem dem Faden entgegengesetzten Ende des Schlagk·orpers 25 ist die explosive Ladung angebracht, welche ·uber ein Z·undungsmittel 27 ausgel·ost wird. Das Z·undungsmittel 27 wird seinerseits von der Steuereinheit 21 ausgel·ost.
Das Z·undungs mittel 27 kann vorzugsweise eine elektrische Heizvorrichtung sein.
Wenn die Klinge 2 bei einer derartigen Ausf·uhrungsform einer Fechtwaffe zerbricht, dann wird dies durch das F·uhlelement 20 - z.B. ein zerreissbaren Draht - abgef·uhlt und dadurch wird die Steuereinheit 21 bet·atigt. Von der Steuereinheit 21 wird das zu der Ausl·osevorrichtung 21 geh·orende Z·undungsmittel 27 eingeschaltet, von welchem die explosive Ladung 26 gez·undet wird, die dadurch den Schlagk·orper 25 in die Richtung auf den gespannten Faden 11 zu st·osst. Der Schlagk·orper 25 schl·agt den gespannten Faden 11 gegen das in seiner Bewegungsrichtung an der anderen Seite des Fadens befindliche Schnittwerkzeug 24, dessen Schneide den gespannten Faden 11 durchtrennt, wodurch die von der Klinge 2 und der Fassung 7 gebildete Einheit von dem Griffteil der Fechtwaffe abgetrennt wird. In dieser Weise kann daher der Klingenstumpf keine Verletzung verursachen.
Aus Fig. 9 ist eine Ausf·uhrungsform als Beispiel ersichtlich, bei welcher eine beim Auftreten einer vorbestimmten Kraft wirksam werdende reversible Hemmungseinheit angewendet ist, von welcher die Befestigung der Klinge sichergestellt ist. Diese Einheit verhindert die Bet·atigung der Ausl·osevorrichtung bis zum Auftreten eines Treffers Diese Hemmungseinheit kann im Falle der aufgrund der Fig. 4-6 beschriebenen Ausf·uhrungsformen ein von einem Elektromagneten bet·atigter Zapfen sein, welcher eine Zwangsverbindung zwischen dem Gleitst·uck 12 und dem F·uhrungsteil 13 bildet. 3edoch kann die Hemmungseinheit auch eine anders gestaltete und bet·atigte Vorrichtung sein.
Bei der aus Figur 9 schematisch ersichtlichen Ausf·uhrungsform ist das F·uhlelement 20 an eine solche Steuereinheit 21 angeschlossen, welche eine Verbindung zwischen der Trefferanzeigevorrichtung 31 und/oder der Hemmungseinheit 30 und dem F·uhlelement 20 herstellt, so dass die Ausl·osevorrichtung 22 nur nach der Bet·atigung der Hemmungseinheit 30 wirksam werden kann.
Der Vorteil einer solchen Ausf·uhrungsform liegt darin, dass die Schutzvorrichtung bet·atigt wird, wenn die beim Stoss auftretende Kraft und der Treffer gleichzeitig auftreten, wodurch der jeweilige Fechtgang ununterbrochen ablaufen kann. Diese als Beispiel dargestellte Ausf·uhrungsform kann zur Verwirklichung aller erfindungsgem·asser Konstruktionen herangezogen werden, also nicht nur der Konstruktionen, die in der Zeichnung gezeigt sind.
In Verbindung mit den einzelnen erfindungsgem·assen Konstruktionen ist eine Ausf·uhrungform vorteilhaft, bei welcher zwischen der nach dem Brechen der Klinge von dem Griffteil z.B. durch die Wirkung einer explosiven Lage abgetrennten Konstruktionseinheit und dem Griffteil ein deren gegenseitiges Sich entfernen begrenzendes Bauteil vorgesehen ist. Dieses Begrenzungsbauteil ist vorzugsweise ein federndes, drahtartiges Element, z.B. eine Saite. Die Aufgabe des Begrenzungselementes liegt darin, das vollst·andige Trennen des Klin gen teiles von dem Griffteil zu verhindern, was andernfalls eine Unfallgefahr bedeuten w·urde. Vorzugsweise liegt wenigstens eine der Einspannstellen dieses Begrenzungsbauteils an einer von der Mittelachse der Fechtwaffe abweichenden Stelle.
Dann kann das Begrenzungsbauteil w·ahrend des nach dem Brechen der Klinge eintretenden Vorganges eine Kraft aus·uben, durch welche eine Bewegung der abgetrennten Baueinheit quer zur L·angsachse der Fechtwaffe hervorgerufen wird. Der erw·ahnte nach dem Brechen der Klinge eintretende Vorgang l·auft dann in folgender Weise ab: Es wird eine Ausf·uhrungsform mit explosiver Ladung angenommen, wobei nach dem Brechen der Klinge die Explosion sofort eintritt. Unter der Wirkung dieser Explosion wird der Innenstumpf mit der zugeh·origen Fassung und gegebenenfalls mit noch anderen Teilen in die Richtung des Stosses beschleunigt. In diesem Augenblick wirkt das Begrenzungsele ment gegen diese Beschleunigung.
In dem Moment nach dem Abbremsen des Klingenstumpfes und der mit diesem mitbewegten Teile werden diese von dem Begrenzungsbauteil quer zur unspr·unglichen Ausgangsrichtung der Waffenl·angsachse weggerissen. Danach bleibt der abgetrennte Teil an dem Begrenzungselement h·angen.
Wie oben bereits erw·ahnt, liegt eine der Grundl·osungen der Fechtwaffe nach der Erfindung in der Ausbildung des Klingenmaterials. Hierbei wird die Grundstruktur der Klinge aus Stahl f·aden durch Zwirnung und/oder durch Weben und/oder Spinnen hergestellt, wonach diese Grundstruktur mit Hilfe verschiedener Technologien, im allgemeinen durch Schmieden und/oder Walzen, gegebenenfalls durch Klebung, in die Form eines steifen K·orpers gebracht wird, f·ur welchen dann die bei den Klingen bei Fechtwaffen erforderliche Federkraft, Festigkeit, Z·ahigkeit durch eine W·armebehandlung sichergestellt wird. Eine Klinge mit einer solchen Struktur befriedigt in jeder Hinsicht die an Klingen von Fechtwaffen gestellten Anforderungne, bricht jedoch im Falle einer ·Uberlastung nicht derart, dass selbst·andige St·ucke entstehen k·onnen.
Die w·ahrend der Verformung entstehenden, beim Bruch gestauchten F·aden werden n·amlich nicht zerrissen. Ein solcher Bruch hat den Vorteil, dass kein fester Stumpf, durch welchen Verletzungen herbeigef·uhrt werden k·onnen, In Verbindung mit dem Griffteil der Fecht waffe verbleibt.
Die Vorteile der Fechtwaffe gem·ass der Erfindung sind aufgrund der als Beispiel angegebenen Ausf·uhrungsformen ersichtlich und es kann festgestellt werden, dass die erfindunggem·assen Auf·uhrungsformen neben ihrer Wirkung, eine Unfallgefahr weitestgehend zu beseitigen, nicht zu einer Gewichtserh·ohung der Fechtwaffe, zu einem unzuverl·assigen Betrieb der Trefferanzeigevorrichtung und zu bleibenden Form·anderungen der Fechtwaffe f·uhren.
Der Mehraufwand, der f·ur die Herstellung der Fechtwaffen gem·ass der Erfindung vorhanden ist, ist sehr gering und kann gegen·uber dem mit der Erfindung erzielten Schutz vernachl·assigt werden.