Title:
VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON KAUGUMMI MIT EINEM FLÜSSIGEM SORBIT/MANNIT/GLYCERIN GEMISCH
Kind Code:
T2


Inventors:
MAZUREK, Pamela M. (Orland Park, IL, US)
REED, Michael A. (Merriville, IN, US)
Application Number:
DE69535417
Publication Date:
11/08/2007
Filing Date:
04/21/1995
Assignee:
Wm. Wrigley jr. Co. (Chicago, Ill., US)



Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Möll und Bitterich (Landau, 76829)
Claims:
1. Verfahren zur Herstellung von Kaugummi, umfassend die Schritte:
Beimengung eines Sirups aus coevaporiertem wässrigem Sorbitol, Mannitol und Glyzerin und einem Geschmacksstoff sowie eines Lycasin®/Glyzerin-Gemisches zu einer wasserunlöslichen Base, wobei der Sirup 25% bis 45% eines zur Herstellung des Kaugummis verwendeten Gesamtgemisches umfasst und der Sirup durch Coevaporation einer Lösung hergestellt wird, die vor der Coevaporation 52 Gew.-% bis 72 Gew.-% wässriges Sorbitol, 3 Gew.-% bis 7 Gew.-% Mannitol und 25 Gew.-% bis 45 Gew.-% Glyzerin umfasst.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Sirup nicht mehr als 10% Wasser umfasst.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Sirup nicht mehr als 3% Wasser umfasst.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Sorbitol eine kristalline Form von Sorbitol umfasst.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Kaugummi zuckerfrei ist.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die wasserunlösliche Kaugummi-Base wachsfrei ist.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Kaugummi künstliche Süßstoffe umfasst.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Sirup auf der Basis des Trockengewichts unter Ausschluss von möglicherweise vorhandenem Wasser umfasst:
40 Gew.-% bis 70 Gew.-% Sorbitol,
24 Gew.-% bis 56 Gew.-% Glyzerin und
4 Gew.-% bis 9 Gew.-% Mannitol.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Sirup auf der Basis des Trockengewichts unter Ausschluss von möglicherweise vorhandenem Wasser umfasst:
47 Gew.-% bis 65 Gew.-% Sorbitol,
28 Gew.-% bis 45 Gew.-% Glyzerin und
5 Gew.-% bis 7 Gew.-% Mannitol.

Description:

Die Anmeldung ist eine Continuation-In-Part-Anmeldung der US-Patentanmeldung Nr. 5,651,936, eingereicht am 20. Dezember 1993 mit dem Titel "Liquid Sorbitol/Mannitol/Glycerin Blend and Compositions Containing Same".

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Kaugummi. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung Kaugummis, die Sorbitol einschließen.

Es ist bekannt, Alditole, wie z. b. Sorbitol, Mannitol und Xyilitol in Kaugummis zu verwenden. Alditole können in Kaugummis sowie anderen Süßwaren und Nahrungsmittelprodukten als "Zuckerersatzstoff" verwendet werden. Diese Zuckerersatzstoffe haben den Vorteil, dass sie im Mund des Verbrauchers nicht vergärt werden, um Produkte zu bilden, die den Zahnschmelz angreifen können. Daher wird Sorbitol sowie alle anderen Alditole in zuckerfreien Produkten verwendet. Ferner kann Sorbitol als Füllstoff verwendet werden.

Eine Anzahl von Patenten haben die Verwendung verschiedener Zusammensetzungen, die Sorbitol einschließen, offenbart und diskutiert. Diese umfassten die US-Patent-Nummern: 4,156,740; 4,252,829; 4,466,983; 4,614,654; 4,671,961; 4,728,515; 5,120,551 und 5,144,024.

Sorbitol kann in Kaugummis in dessen kristalliner Form bereitgestellt werden. Es wird vermutet, dass kristallines Sorbitol mittlerweile fast 50% aller zuckerfreien Kaugummiformulierungen ausmacht. Leider ist kristallines Sorbitol sehr teuer. Obwohl es wünschenswert gewesen wäre einen Ersatz für kristallines Sorbitol zu haben, waren solche Ersatzlösungen nicht genauso wirksam, erzeugten Produktstabilitätsprobleme, führten zu Verarbeitungsfragen, waren sogar teurer als kristallines Sorbitol und/oder konnten mit bestimmten Formulierungen nicht verwendet werden.

Vor diesem Hintergrund wurde wässriges Sorbitol untersucht und in Kaugummis verwendet. Wässriges Sorbitol ist eine günstigere Altenative als kristallines Sorbitol. Allerdings kann die Verwendung von wässrigem Sorbitol in Kaugummis bei Konzentrationen von mehr als 15% Probleme bei der Produktstabilität hervorrufen. In gleicher Weise kann die Verwendung von wässrigem Sorbitol bei Konzentrationen von mehr als 15% auch Verarbeitungsprobleme erzeugen. Es wird angenommen, dass dies aufgrund des Wassergehaltes zurückzuführen ist, der in dem wässrigen Sorbitol enthalten ist.

Zusätzlich gibt es zumindest bei bestimmten Kaugummiformulierungen Probleme, wenn wässriges Sorbitol verwendet wird. Da wässriges Sorbitol 30% Wasser enthält, ist es für feuchtigkeitsempfindliche Inhaltsstoffe schädlich, wenn es in hohen Konzentrationen im Kaugummi vorhanden ist. Eine weitere Schwierigkeit bei wässrigem Sorbitol besteht darin, dass es leicht kristallisiert und den Kaugummi spröde werden lässt.

Es besteht daher ein Bedarf an ein verbessertes Verfahren, mit dem es möglich ist, Sorbitol zu einer Kaugummiformulierung in einem nicht kristallinen Zustand hinzuzufügen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kaugummi umfassend den Schritt:
Beimengung eines Sirups aus coevaporiertem wässrigem Sorbitol, Mannitol und Glyzerin und einem Geschmacksstoff sowie eines Lycasin®/Glyzerin-Gemisches zu einer wasserunlöslichen Base, wobei der Sirup 25% bis 45% eines zur Herstellung des Kaugummis verwendeten Gesamtgemisches umfasst und der Sirup durch Coevaporation einer Lösung hergestellt wird, die vor der Coevaporation 52 Gew.-% bis 72 Gew.-% wässriges Sorbitol, 3 Gew.-% bis 7 Gew.-% Mannitol und 25 Gew.-% bis 45 Gew.-% Glyzerin umfasst.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie eine verbesserte Kaugummiformulierung bereitstellt.

Ferner ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass sie eine verbesserte zuckerfreie Kaugummiformulierung bereitstellt.

Darüber hinaus ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass sie ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Kaugummi bereitstellt.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie ein Verfahren zur Beimengung von Sorbitol zu einem Kaugummi in einer anderen Form als in einer kristallinen Form bereitstellt.

Ferner ist ein Vorteil der vorliegenden Erfindung, dass sie ein kosteneffektiveres Verfahren zur Beimengung von Sorbitol zu einer Kaugummizusammensetzung bereitstellt.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass höhere Sorbitolkonzentrationen dem Kaugummi in einer nicht kristallinen Form zugegeben werden können, als es zuvor aus kommerzieller Sicht praktisch war.

Zusätzliche Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden in der detaillierten Beschreibung der momentan bevorzugten Ausführungsformen beschrieben und ersichtlich.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Kaugummiformulierung und ein Verfahren zur Herstellung von Kaugummi. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird Sorbitol in einer nicht kristallinen Form in Konzentrationen bereitgestellt, von denen die Erfinder glauben, dass sie bislang nicht bei Verwendung von wässrigem Sorbitol in Kaugummiformulierungen kommerziell möglich waren.

Sorbitol ist ein zuckerfreier Süßstoff, der zur einer Vielzahl von Produkten zugesetzt wird. Diese Produkte umfassen Lebensmittel, Getränke, Arzneimittel, Süßwaren und Kaugummi. Sorbitol kann entweder alleine, ohne andere zuckerfreien Süßstoffe, beispielsweise in zuckerfreiem Kaugummi oder in Kombination mit anderen Zuckersüßstoffen-zugesetzt werden. Zusätzlich kann Sorbitol beispielsweise in dem Kaugummi vollständig in Sirupform der vorliegenden Erfindung oder zusammen mit einer kristallinen Form von Sorbitol vorliegen.

Gemäß der Erfindung wird Sorbitol zu den anderen Bestandteilen einer Kaugummiformulierung zugegeben als Gemisch von wässrigem Sorbitol, Mannitol und Glyzerin. Das Gemisch von wässrigem Sorbitol, Mannitol und Glyzerin wird als Sirup bereitgestellt. Bei diesem Schritt wird ein Gemisch von wässrigem Sorbitol und Kristallisationsmodifikatoren bereitgestellt. Dieses Gemisch kann verwendet werden, um den Einsatz von kristallinem Sorbitol in standardgemäßen Produktformulierungen zu verringern. Es wurde auch festgestellt, dass das entstehende Produkt (das die erfindungsgemäße Sorbitolzusammensetzung) einschließt, eine erhöhte Bindungskapazität gegenüber gegenwärtig verwendeten Bindemitteln in zuckerfreiem Kaugummi besitzen.

Vorzugsweise umfasst der Sirup auf einer Trockengewichtsbasis unter Ausschluss von möglicherweise vorhandenem Wasser: Ungefähr 40 bis ungefähr 70% Sorbitol, ungefähr 24 bis ungefähr 56% Glyzerin und ungefähr 4 bis ungefähr 9% Mannitol. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Sirup auf einer Trockengewichtsbasis unter Ausschluss von möglicherweise vorhandenem Wasser: Ungefähr 47 bis ungefähr 65% Sorbitol, ungefähr 28 bis ungefähr 45% Glyzerin und ungefähr 5 bis ungefähr 7% Mannitol. Vor einer Evaporation des Sirups wird der Sirup ungefähr 20% Wasser enthalten. Zumindest etwas von dem Wasser wird durch Evaporation oder andere Mittel entfernt.

In einer Ausführungsform wird zur Bereitstellung des erfindungsgemäßen wässrigen Sorbitols wässriges Sorbitol, Mannitol und Glyzerin zusammen vermischt und dann coevaporiert, um einen Sirup herzustellen. Vorzugsweise wird die Zusammensetzung aus wässrigem Sorbitol, Mannitol und Glyzerin so evaporiert, dass sie nicht mehr als 10% Wasser enthält. Vorzugsweise wird das wässrige Sorbitol, Glyzerin und Mannitol so evaporiert, dass es nicht mehr als 7% Wasser enthält.

In einer anderen Ausführungsform wird das Sirupgemisch hergestellt durch Hydrolysieren von Saccharose zu Dexrose und Fructose. Die Dextrose und Fructose werden dann zu Sorbitol und Mannitol hydriert. Glyzerin kann zugegeben werden und das gesamte Gemisch kann coevaporiert werden, um das Wasser heraus zu treiben.

Das wässrige Sorbitol, Glyzerin und Mannitol kann in unterschiedlichen Zusammensetzungen und Verhältnissen vorliegen. Als Beispiel vor der Evaporation: Das wässrige Sorbitol umfasst 52 bis ungefähr 72 Gew.-% der Zusammensetzung; Mannitol umfasst 3 bis ungefähr 7 Gew.-% der Zusammensetzung; und Glyzerin umfasst 25 bis ungefähr 45 Gew.-% der Zusammensetzung. In einer bevorzugten Ausführungsform, vor der Evaporation: Das wässrige Sorbitol umfasst 60 bis 70 Gew.-% der Zusammensetzung; Mannitol umfasst 5 bis 6 Gew.-% der Zusammensetzung; und Glyzerin umfasst 25 bis 35 Gew.-% der Zusammensetzung. In einer Ausführungsform, die sich funktionell als zufriedenstellend herausgestellt hat, umfasst das wässrige Sorbitol vor der Evaporation ungefähr 65% der Zusammensetzung, Glyzerin ungefähr 30% und Mannitol ungefähr 5%. Der Sirup umfasst auf einer Trockengewichtsbasis unter Ausschluss von Wasser 56,5% Sorbitol, 37,3% Glyzerin und 6,2% Mannitol.

Gemäß der Erfindung kann der wässrige Sorbitolsirup verwendet werden, um zuckerfreien Kaugummi herzustellen, da zuckerfreier Kaugummi im Allgemeinen Sorbitol enthält. Jedoch sollte angemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung verwendet werden kann, um jeden beliebigen Kaugummi, der Sorbitol enthält, herzustellen. In gleicher Weise kann ein wässriger Sorbitolsirup für ein beliebiges Produkt verwendet werden, das Sorbitol verwendet. Solche Produkte umfassen Süßwaren, Arzneimittel, Getränke und Lebensmittelprodukte.

Kaugummi besteht im Allgemeinen aus einer wasserunlöslichen Kaugummibase, einem wasserlöslichen Teil und Geschmacksstoffen. Der wasserlösliche Teil verflüchtigt sich mit einem Teil des Geschmacks über einen Zeitraum während des Kauvorganges. Der Kaugummibasenteil verbleibt während des gesamten Kauvorgangs im Mund.

Die unlösliche Kaugummibase umfasst im Allgemeinen Elastomere, Harze, Fette und Öle, Weichmacher und anorganische Füllstoffe. Die Kaugummibase kann Wachs oder kein Wachs umfassen. Die unlösliche Kaugummibase kann 5 bis 95 Gew.-% des Kaugummis ausmachen, bevorzugt umfasst die Kaugummibase 10 bis 50 Gew.-% des Kaugummis und in einigen bevorzugten Ausführungsformen 20 bis 35 Gew.-% des Kaugummis.

In einer Ausführungsform enthält die erfindungsgemäße Kaugummibase 20 bis 60 Gew.-% synthetisches Elastomer, 0 bis 30 Gew.-% natürliches Elastomer, 5 bis 55 Gew.-% Elastomerverflüssiger, 4 bis 35 Gew.-% Füllstoffe, 5 bis 35 Gew.-% Weichmacher und gegebenenfalls geringe Mengen (ungefähr 1% oder weniger) sonstige Inhaltsstoffe, wie Farbstoffe, Antioxidanten, etc.

Synthetische Elastomere können umfassen sind jedoch nicht beschränkt auf Polyisobutylen mit einem durchschnittlichen GPC-Molekulargewicht von 10.000 bis 95.000, Isobutylen-Isopren Copolymer (Butyl-Elastomer), Styren-Butadien-Copolymere mit Styren-Butadienverhältnissen von 1:3 bis 3:1, Polyvinylacetat mit einem durchschnittlichen GPC-Molekulargewicht von 2.000 bis 90.000, Polyisopren, Polyethylen, Vinylacetat-Vinyllaurat-Copolymer mit einem Vinyllaurat-Gehalt von 5 bis 50 Gew.-% des Copolymers und Kombinationen davon.

Bevorzugte Bereiche für Polyisobutylen sind 50.000 bis 80.000 durchschnittliches GPC-Molekulargewicht für Styren-Butadien, 1:1 bis 1:3 gebundenes Styren-Butadien für Polyvinylacetat, 10.000 bis 65.000 durchschnittliches GPC-Molekulargewicht mit Polyvinylacetaten mit höherem Molekulargewicht, die typischerweise in einer Kaugummibase verwendet werden und bei Vinylacetat-Vinyllaurat, Vinyllaurat-Gehalt von 10–45%.

Natürliche Elastomere können natürliche Gummis einschließen, wie geräucherter oder flüssiger Latex und Guayulekautschuk sowie natürliche Gummis wie Jelutong, Lechi Caspi, Perillo, Sorva, Massaranduba Balata, Massaranduba Chocolate, Nispero, Rosindinha, Chicle, Gutta Hang Kang und Kombinationen davon. Das bevorzugte synthetische Elastomer und natürliche Elastomerkonzentrationen variieren in Abhängigkeit ob das Kaugummi, indem die Base verwendet wird ein klebriger oder ein konventioneller, ein blasenbildender Kaugummi oder ein regulärer Kaugummi ist, wie unten diskutiert. Bevorzugte natürliche Elastomere umfassen Jelutong, Chicle, Sorva und Massaranduba Balata.

Elastomerverflüssiger können umfassen sind jedoch nicht beschränkt auf natürliche Rosinester, wie Glyzerolester von teilweise hydriertem Rosin, Glyzerolester von polymeriziertem Rosin, Glyzerolester von teilweise dimerisierten Rosin, Glyzerolester von Rosin, Pentaerythritolester von teilweise hydriertem Rosin, Methyl- und teilweise hydriertem Methyl-Estern von Rosin, Pentaerythitolester von Rosin, Synthetika wie Terpenharze, abgeleitet von Alpha-Pinen, Beta-Pinen und/oder d-Limonen und beliebige geeignete Kombinationen der zuvor genannten Verbindungen. Die bevorzugten Elastomerverflüssiger werden auch in Abhängigkeit von der spezifischen Anwendung sowie des verwendeten Elastomertyps variieren.

Füllstoffe/Texturstoffe können Magnesium und Calciumcarbonat, Bodenkalkstein, Silikattypen wie Magnesium- und Aluminiumsilikat, Lehm, Tonerde, Talk, Titanoxid, Mono-, Di- und Tri-Calciumphosphat, Zellulosepolymere wie Holz und Kombinationen davon einschließen.

Weichmacher/Emulgatoren können Talg, hydrierten Talg, hydrierte und teilweise hydrierte Pflanzenöle, Kakaobutter, Glyzerolmonostearat, Glyzeroltriacetat, Lezithin, Mono-, Di- und Triglyceride, acetylierte Monoglyzeride, Fettsäuren (z. B. Stearin-, Palmitin-, Öl- und Linolsäuren), und Kombinationen davon umfassen.

Farbstoffe und Bleichmittel können FD & C-artige Farbstoffe und Lacke, Frucht- und Gemüseextrakte, Titandioxid, und Kombinationen davon einschließen.

Die Base kann Wachs oder kein Wachs einschließen. Ein Beispiel einer wachsfreien Kaugummibase ist im US-Patent Nr. 5,286,500 offenbart, deren Offenbarung hier unter Bezugnahme eingeschlossen ist.

Neben einem wasserunlöslichen Kaugummibasenteil umfasst eine typische Kaugummiformulierung einen wasserlöslichen Füllteil und einen oder mehrere Geschmacksstoffe. Der wasserlösliche Teil kann Füllsüßstoffe, hoch intensive Süßstoffe, Geschmacksmittel, Weichmacher, Emulgatoren, Farbstoffe, Säuerungsmittel, Füllstoffe, Antioxidanten oder andere Bestandteile, welche die erwünschten Eigenschaften bereit stellen, umfassen.

Weichmacher werden zu dem Kaugummi zugesetzt, um die Kaubarkeit und das Mundgefühl des Kaugummis zu optimieren. Die Weichmacher sind auch als Verflüssiger und Verflüssigungsmittel bekannt und machen im Allgemeinen ungefähr zwischen 0,5 bis 15 Gew.-% des Kaugummis aus. Die Weichmacher können Glyzerin, Lezithin und Kombinationen davon einschließen. Wässrige Weichmacherlösungen, wie solche, die Sorbitol, hydrierte Stärkehydrolysate, Getreidesirup und Kombinationen davon enthalten, können ebenfalls als Weichmacher und Bindemittel im Kaugummi verwendet werden. Zusätzlich kann der erfindungsgemäße Sorbitol/Manntiol/Glyzerin-Sirup als Weichmacher und Bindemittel verwendet werden.

Füllsüßstoffe umfassen Zucker und zuckerfreie Bestandteile. Füllsüßstoffe machen im Allgemeinen ungefähr 5 bis 95 Gew.-% des Kaugummis, bevorzugt 20 bis 80 Gew.-% und mehr bevorzugt 30 bis 60 Gew.-% des Kaugummis aus.

Zuckersüßstoffe umfassen im Allgemeinen Saccharid-enthaltende Bestandteile, die im Allgemeinen auf dem Kaugummigebiet bekannt sind, einschließlich aber nicht beschränkt auf Saccharose, Dextrose, Maltose, Dextrin, getrockneter Invertzucker, Fructose, Levulose, Galactose, Getreidesirupfeststoffe und dergleichen allein oder in Kombination.

Sorbitol kann als ein zuckerfreier Süßstoff verwendet werden, vorzugsweise umfasst der erfindungsgemäße Sorbitolsirup ungefähr 25% bis 45 Gew.-% der Kaugummizusammensetzung. Wie oben beschrieben, kann neben dem erfindungsgemäßen Sorbitolsirup, wenn erwünscht, auch kristallines Sorbitol verwendet werden. Zusätzlich können zuckerfreie Süßstoffe andere Zuckeralkohole, wie Mannitol, Xylitol, hydrierte Stärkehydrolysate, Maltitol und dergleichen allein oder in Kombination einschließen, sind jedoch nicht auf diese beschränkt.

Hoch intensive künstliche Süßstoffe können auch in Kombination mit den zuvor genanten verwendet werden. Bevorzugte Süßstoffe umfassen sind jedoch nicht beschränkt auf Sucralose, Aspartam, Salze von Acesulfam, Alitam, Saccharin und deren Salze, Cyclamsäure und deren Salze, Glycyrrhizin, Dihydrochalcone, Thaumatin, Monillin und dergleichen, allein oder in Kombination. Um eine länger andauernde Süße und Geschmacksgefühl zu erreichen kann es wünschenswert sein, den einen Teil des künstlichen Süßstoffes zu verkapseln oder auf andere Weise dessen Freisetzung zu kontrollieren. Solche Techniken wie Nassgranulation, Wachsgranulation, Sprühtrocknung, Sprühgefrieren, Fliessbettbeschichtung, Coacervation und Faserverlängerung können verwendet werden, um die gewünschten Freisetzungseigenschaften zu erreichen.

Die Verwendungskonzentrationen des künstlichen Süßstoffes werden stark variieren und von solchen Faktoren wie der Wirksamkeit des Süßstoffes, der Freisetzungsrate, der erwünschten Süße des Produktes, der Konzentration und der Art des verwendeten Geschmackstoffes und von Kostenerwägungen abhängig sein. Daher kann die aktive Konzentration des künstlichen Süßstoffes von 0,02 bis ungefähr 8% variieren. Wenn Träger zur Verkapselung eingeschlossen sind, wird die Verwendungskonzentration des eingekapselten Süßstoffes proportional höher sein.

Kombinationen von Zucker und/oder zuckerfreien Süßstoffen können in dem Kaugummi verwendet werden. Zusätzlich kann der Süßstoff zusätzliche Süße liefern, wie beispielsweise mit wässrigen Zucker- oder Alditollösungen.

Wenn ein Kaugummi mit niedrigen Kalorien erwünscht ist, kann ein Füllstoff mit geringen Kalorien verwendet werden. Beispiele von Füllstoffen mit niedrigen Kalorien umfassen: Polydextrose, Raftilose, Raftilin, Fructooligosaccharide (NutraFloraR), Palatinoseoligosaccharide, Guar Gum-Hydrolysate (Sun FiberR) oder unverdaubares Dextrin (FibersolR). Jedoch können auch andere Füllstoffe mit niedrigen Kalorien verwendet werden.

Eine Vielzahl von Geschmackstoffen können verwendet werden. Der Geschmacksstoff kann in Mengen von ungefähr 0,1 bis ungefähr 15 Gew.-% des Kaugummis und vorzugsweise ungefähr 0,2 bis ungefähr 5% verwendet werden. Geschmacksstoffe umfassen im Wesentlichen Öle, synthetische Geschmacksstoffe oder Gemische davon einschließlich aber nicht beschränkt auf Öle, die von Pflanzen und Früchten abgeleitet sind, wie Zitronenöle, Fruchtextrakte, Pfefferminzöl, grünes Minzöl und andere Minzöle, Nelkenöl, Öl der Wintergrün, der Anis und dergleichen. Künstliche Geschmacksstoffe und Bestandteile können auch verwendet werden. Natürliche und künstliche Geschmacksstoffe können in einer beliebigen geschmacklich annehmbaren Weise kombiniert werden.

Die folgenden Beispiele von Kaugummiformulieren, die gemäß der vorliegenden Erfindung durchgeführt wurden, dienen zur Veranschaulichung nicht jedoch zur Beschränkung: Tabelle 1

  • * hergestellt durch Evaporation eines Gemisches mit 65% flüssigem Sorbitol, 30% Glycerin und 5% Mannitol auf 98% Feststoffe.

Die vorliegende Erfindung wird vermutlich in einer Vielzahl von Verfahren zur Herstellung von Kaugummi eingesetzt werden können.

Kaugummi wird im Allgemeinen durch sequentielles Zugeben der verschiedenen Kaugummibestandteile zu kommerziell erhältlichen Mischapparaten auf dem Gebiet hergestellt. Nachdem die Inhaltsstoffe gründlich vermischt worden sind, wird die Kaugummimasse von dem Mischer entfernt und in die gewünschte Form gebracht, beispielsweise durch Rollen in Bahnen und Ausschneiden in Riegel, Pressen zu Klumpen oder Gießen zu Tabletten.

Im Allgemeinen werden die Inhaltsstoffe vermischt, indem zuerst die Kaugummibase geschmolzen wird und diese zu dem laufenden Mischer zugegeben wird. Die Kaugummibase kann alternativ in dem Mischer geschmolzen werden. Farbstoffe und Emulgatoren können zu diesem Zeitpunkt zugegeben werden.

Der erfindungsgemäße Sorbitolsirup kann als nächstes zusammen mit anderen Sirupweichmachern oder Füllstoffen und einem Teil der Füllstoffe zugegeben werden. Als nächstes können Teile der Füllstoffe zu dem Mischer zugegeben werden. Geschmacksstoffe werden typischerweise zusammen mit der Endportion der Füllstoffe zugegeben. Der gesamte Vermischungsprozess dauert typischerweise 5 bis 15 Minuten, obwohl manchmal längere Mischzeiten erforderlich sind. Der Fachmann wird erkennen, dass Variationen bei diesem allgemeinen Mischerverfahren oder anderen Mischverfahren durchgeführt werden können.

Zur Veranschaulichung, nicht jedoch zur Beschränkung, werden weitere Beispiele der Erfindung nun beschrieben.

Andere Lebensmittelprodukte, in denen 98% des Sorbitolsirup als ein nicht karzinogener Füllstoff verwendet wird sind:

  • 1. Süßwaren und Zuckergüsse
  • 2. Dressings für Salate
  • 3. Gefrorene Diätdesserts und Gemische
  • 4. Gelatine, Puddings und Brotbeläge
  • 5. Harte Süßigkeiten
  • 6. Weiche Süßigkeiten
  • 7. Gebackene Waren und Backgemische.