Title:
Film data card for microfilm storage
Kind Code:
A1


Abstract:
The film data card has a cardboard with a window cut-out. An adhesive frame (4), which is formed as a lamina, is stuck to the cardboard part and borders the window cut-out. The adhesive frame extends in to the window cut-out on all sides. A microfilm (6) is stuck to the adhesive frame on the opposite side of the film data card from the adhesive frame. In addition to sticking on the adhesive frame, the microfilm is connected to the adhesive frame outside the image field by an imprint (7) leading from the adhesive frame in to the edge of the microfilm.



Inventors:
WELP ULRICH DR (DE)
Application Number:
DE4431445A
Publication Date:
03/07/1996
Filing Date:
09/03/1994
Assignee:
MICROBOX DR. WELP GMBH, 61231 BAD NAUHEIM, DE
Domestic Patent References:
DE3843061C2N/A1992-01-02
DE3942536C2N/A1991-10-17
DE1210414BN/A1966-02-10



Foreign References:
FR1338056A1963-09-20
GB642552A1950-09-06
51585231992-10-27
34212411969-01-14
EP00070481981-11-11
Claims:
1. Filmdatenkarte mit einem einen Fensterausschnitt auf­weisendem Kartonteil, auf welchem ein den Fensteraus­schnitt einfassender, als Folie ausgebildeter Kleberahmen geklebt ist, der mit einem Überstand allseitig in den Fensterausschnitt ragt, und bei der von der dem Kleberah­men abgewandten Seite der Filmdatenkarte her ein Mikro­film auf den Kleberahmen geklebt ist, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Mikrofilm (6) zusätzlich zur Klebung auf dem Kleberahmen (4) außerhalb des Bildfeldes durch zumindest eine vom Kleberahmen (4) in den Rand des Mikro­films (6) führende Prägung (7) mit dem Kleberahmen (4) verbunden ist.

2. Filmdatenkarte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­net, daß die Prägung (7) über die freie Fläche des Fen­sterausschnitts (3) hinaus bis in den Kartonteil (2) reicht.

3. Filmdatenkarte nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Prägung (7) aus mehreren auf ei­ner Linie hintereinander angeordneten Prägepunkten (8, 9) besteht.

4. Filmdatenkarte nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an zumindest zwei Ecken des Fensterausschnitts (3) eine zu den Kanten des Fensterausschnitts (3) unter 45° verlaufende Prägung (7) vorgesehen ist, welche von einem Bereich aus Kleberahmen (4) und Kartonteil (2) über einen Bereich aus Kleberahmen (4) und Mikrofilm (6) in einen hinter der angrenzenden Kante des Fensterausschnitts (3) vorhandenen Bereich aus Kleberahmen (4) und Kartonteil (2) führt.

5. Filmdatenkarte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich­net, daß an allen vier Ecken des Fensterausschnitts (3) die schräg verlaufenden Prägungen (7) vorgesehen sind.

Description:
Die Erfindung betrifft eine Filmdatenkarte mit einem einen Fensterausschnitt aufweisenden Kartonteil, auf wel­chem ein den Fensterausschnitt einfassender, als Folie ausgebildeter Kleberahmen geklebt ist, der mit einem Überstand allseitig in den Fensterausschnitt ragt, und bei der von der dem Kleberahmen abgewandten Seite der Filmdatenkarte her ein Mikrofilm auf den Kleberahmen ge­klebt ist. Filmdatenkarten der vorstehenden Art sind allgemein be­kannt und entsprechen den Normen DIN 19 053 und ISO 3272. Sie dienen der technischen Dokumentation von z. B. Zeichnungen, Plänen und Patentschriften. Dabei bildet der Mikrofilm ein Speichermedium. Auf den ihn umschließenden Kartenteil werden z. B. in OCR-Schrift die kennzeichnenden Angaben über den Filminhalt, etwa Angaben über die Zeich­nung gemäß DIN 6771 (Beschriftungsfelder von Zeichnun­gen), gedruckt. Häufig enthält der Druck zusätzlich einen Klassifiziercode, z. B. als Barcode, der optisch abgeta­stet werden kann. Gemäß den obigen Normen liegt der ca. 35 ô 48 mm große Mikrofilm paßgenau in dem Fensterausschnitt der Filmda­tenkarte. Der Mikrofilm und der Kartonteil der Filmdaten­karte werden durch den Kleberahmen aus dünner Klebefolie verbunden, der mit einem allseitigen Überstand von etwa 4 mm an den vier Kanten des Mikrofilms sowohl diesen als auch den Kartonteil überlappt. Der Kleberahmen ist sehr dünn. Er wird beim Auftragen in den Karton eingepreßt, um die Gesamtdicke der Filmdatenkarte nicht zu erhöhen. Diese seit über 30 Jahren milliardenfach in aller Welt praktizierte und in den Normen standardisierte Anordnung ermöglicht es aber relativ einfach, einen entwickelten Mikrofilm aus der Filmdatenkarte zu lösen und durch einen anderen Mikrofilm zu ersetzen, ohne daß dieser Wechsel hinterher festgestellt werden kann. Das ist dort nachtei­lig, wo die Filmdatenkarte ein wichtiges Dokument dar­stellt. Gelänge es, den Mikrofilm so mit dem Kartonteil zu verbinden, daß sein Austausch feststellbar wird, könnte man Mikrofilmkarten als Urkunden verwenden, wenn man diese mit einer handschriftlichen Unterschrift auf dem Kartonteil versehen würde. Die Herstellung von Filmdatenkarten, bei denen der Mikro­film nur unter Beschädigung des Kartonteils und/oder des Kleberahmens aus dem Kartonteil zu entfernen ist, berei­tet jedoch Probleme, weil Filmdatenkarten als Massenpro­dukte möglichst kostengünstig hergestellt werden müssen, weil sie zumindest auf der Schichtseite des Mikrofilmbil­des völlig plan sein müssen und weil ihre Dicke über ihre gesamte Fläche möglichst wenig schwanken darf, damit sie sich stapelweise nutzen läßt, z. B. in Duplizier-, Sor­tier- oder Vergrößerungsautomaten. Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Mikrofilm­karte mit möglichst geringem Aufwand so zu gestalten, daß die Einheit von Mikrofilm, Kartonteil und Kleberahmen nur unter Beschädigung oder Zerstörung aufgehoben werden kann, so daß ein Auswechseln des Mikrofilms, ohne erkannt zu werden, unmöglich wird. Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Mikrofilm zusätzlich zur Klebung auf dem Kleberahmen außerhalb des Bildfeldes durch zumindest eine vom Klebe­rahmen in den Rand des Mikrofilms führende Prägung mit dem Kleberahmen verbunden ist. Eine solche Prägung kann auf einfache Weise mit einem Prägestempel erfolgen, und zwar bei der fertigen Karte in einem hierzu ausgebildeten Gerät, bei der Kartenmontage bei noch unbelichtetem Mikrofilmbild oder automatisch in der Filmkartenkamera beim Verfilmen von Vorlagen. Durch die erfindungsgemäße zusätzliche Prägung der Film­datenkarte entsteht eine viel festere Verbindung zwischen Kleberahmen und Mikrofilm als bisher. Das erhöht die Langlebigkeit der Filmdatenkarte und stabilisiert diese gleichzeitig. Vor allem aber wird die Filmdatenkarte fäl­schungssicher; denn ein Auswechseln des Mikrofilms aus der Filmdatenkarte ist nicht mehr möglich, ohne daß dies am Kleberahmen oder dem Mikrofilm erkennbar wäre. Dadurch erhält die Filmdatenkarte, wenn sie handschriftlich unterzeichnet wird, Urkundencharakter. Besonders fälschungssicher wird die Filmdatenkarte, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung die Prägung über die freie Fläche des Fensterausschnitts hin­aus bis in den Kartonteil reicht. Hierdurch wird sowohl der Mikrofilm mit dem Kleberahmen als auch der Kleberah­men mit dem Kartonteil durch eine Prägung gesichert. Diese zusätzliche Sicherung ist insbesondere dann notwen­dig, wenn die Klebung zwischen dem Kleberahmen und dem Kartonteil ein Ablösen des Kleberahmens vom Kartonteil ohne Beschädigung des Kartonteils ermöglicht. Eine Wellung der Filmdatenkarte durch die Prägung kann besonders zuverlässig bei hoher zusätzlicher Verbindungs­kraft zwischen den Teilen ausgeschlossen werden, wenn die Prägung aus mehreren auf einer Linie hintereinander ange­ordneten Prägepunkten besteht. Prägungen können an unterschiedlichen Stellen im Bereich des Kleberahmens vorgesehen werden, beispielsweise an den Längsseiten des Fensterausschnitts. Besonders einfach läßt sich eine hohe Fälschungssicherheit erreichen, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung an zumin­dest zwei Ecken des Fensterausschnitts eine zu den Kanten des Fensterausschnitts unter 45° verlaufende Prägung vor­gesehen ist, welche von einem Bereich aus Kleberahmen und Kartonteil über einen Bereich aus Kleberahmen und Mikro­film in einen hinter der angrenzenden Kante des Fenster­ausschnitts vorhandenen Bereich aus Kleberahmen und Kar­tonteil führt. Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn an allen vier Ecken des Fensterausschnitts die schräg verlaufenden Prä­gungen vorgesehen sind. Die vier Prägungen an den Ecken können beispielsweise durch Prägen mit einem Stempel erfolgen, der die Außen­maße der Fensterfläche im Kleberahmen von ca. 55 ô 42 mm hat. An seinen vier Ecken hat er je einen etwa 15 mm lan­gen, im Winkel von 45° liegenden, etwa 0,1 mm hohen, schmalen, durch auf einer Linie liegende, punktförmige Vorsprünge gebildeten Keil, der beim Prägen in seiner ganzen Länge den Kleberahmen trifft. Beim Prägen berührt der Keil weder den Mikrofilm noch den Kartonteil direkt. Er prägt nur den Kleberahmen außerhalb des Bildfeldes in den Film und den Kartonteil; denn es muß gewährleistet sein, daß die auf der anderen Seite der Filmdatenkarte sich befindende Emulsionsschicht des Mikrofilms wegen des dort notwendigen Abdichtens in der Filmentwicklungssta­tion fest an den Entwicklungsrahmen angepreßt bleibt. Wie bereits gesagt, könnte die Prägung auch an den Längs­kanten des Mikrofilms erfolgen, wo dieser paßgenau mit dem Kartonteil nebeneinander liegt und wo beide vom über­lappenden Klebeband zusammengehalten werden. Dann müßte der Prägestempel Windungen aufweisen, die abwechselnd den Kleberahmen in den Kartonteil oder den Mikrofilm drücken. Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine da­von in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend be­schrieben. Diese zeigt in Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Filmdatenkarte nach der Erfindung, Fig. 2 einen gegenüber Fig. 1 stark vergrößerten und übertrieben dargestellten, für die Erfindung wesentlichen Bereich der Filmdatenkarte. Die Fig. 1 zeigt eine Filmdatenkarte 1, welche einen Kartonteil 2 aufweist. Im Kartonteil 2 befindet sich ein Fensterausschnitt 3, der von einem aus einer dünnen Folie gebildeten Kleberahmen 4 eingefaßt ist. Dieser Kleberah­men 4 ist auf dem Kartonteil 2 aufgeklebt und ragt mit einem Überstand 5 in den Fensterausschnitt 3. Von der in Fig. 1 dem Betrachter abgewandten Seite der Filmdaten­karte 1 her ist ein Mikrofilm 6 paßgenau in den Fenster­ausschnitt 3 eingesetzt, so daß er auf dem Überstand 5 des Kleberahmens durch eine Klebung gehalten ist. Die bisher anhand der Fig. 1 beschriebenen Merkmale der Filmdatenkarte entsprechen den Normen. Für die Erfindung wesentlich sind vier Prägungen 7 die in einem Winkel von 45° an den vier Ecken des Fenster­ausschnitts 3 derart verlaufen, daß sie von einem Bereich aus Kleberahmen 4 und Kartonteil 2 über einen Bereich aus Kleberahmen 4 und Mikrofilm 6 in einen hinter der angren­zenden Kante des Fensterausschnitts 3 vorhandenen Bereich aus Kleberahmen 4 und Kartonteil 2 führen. Die Prägungen 7 sind etwa 10 bis 14 mm lang und 0,03 mm tief. Die Fig. 2 läßt erkennen, daß die Prägung 7 jeweils aus mehreren, auf einer Linie hintereinander angeordneten Prägepunkten, beispielsweise den Prägepunkten 8 und 9 be­steht, die etwa einen Durchmesser von 0,1 mm haben. In der Fig. 2 verbindet der Prägepunkt 8 den Kleberahmen 4 mit dem Kartonteil 2 und der Prägepunkt 9 den Kleberahmen 4 mit dem Mikrofilm 6. Die Prägepunkte 8, 9 sind in Fig. 2 stark übertrieben dargestellt. In der Praxis haben sie eine Tiefe von etwa 0,1 mm und einen Durchmesser von etwa 0,1 mm.Bezugszeichenliste1 Filmdatenkarte2 Kartonteil3 Fensterausschnitt4 Kleberahmen5 Überstand6 Mikrofilm7 Prägung8 Prägepunkt9 Prägepunkt