Title:
Stealth high-speed boat for use in the navy, with air-refuelling system, streamlined radome and armament
Kind Code:
A1


Abstract:
Larger warships or navy fighter aircraft can locate and tackle high-speed boats relatively easily. By the utilisation of the stealth technology, the boat can no longer be located by the enemy radar. The boat contains an outer lining of fibre glass and a coating of a special black paint which absorbs the radar beams. Due to the air-refuelling system, the concealment is improved, the dependency on tenders is reduced and the range is at least doubled (Fig. 1). The streamlined radome covers the electronic parts on the superstructure, improves the aerodynamics of the boat and thereby increases its speed and reduces the fuel consumption (III). The armament variant (torpedos, ship-to-ship missiles, automatic cannon, 75 millimetre gun or laser cannon, mine-ejecting tube, portable SAM, anti-tank guided missiles) achieves the greatest possible effectiveness of the weapons and reduces the possibilities of electronic counteraction by the enemy (II, III, IV, V, VI, IX). Concealment during the day is effected by a system of air and water nozzles which can maintain a spray screen over the entire boat during full speed ahead (VII). The boat is used in the navy.



Inventors:
KRECH HANS DR (DE)
Application Number:
DE4417484A
Publication Date:
12/08/1994
Filing Date:
05/19/1994
Assignee:
KRECH, HANS, DR., 22609 HAMBURG, DE
International Classes:



Other References:
DE-Z.: "Wehrtechnik", 10/93, S. 57
Claims:
1. Stealth-Schnellboot für den Einsatz in der Kriegsmarine dadurch gekennzeichnet, daß es von dem gegnerischen Radar nicht mehr geortet werden kann.

2. Luftbetankungsanlage für Stealth-Schnellboote nach Patent­anspruch 1 und Schnellboote, dadurch gekennzeichnet, daß durch Luftbetankung des Bootes die Abhängigkeit von Tendern verringert, die Tarnung auf See verbessert und die Reichweite mindestens verdoppelt wird.

3. Windschlüpfrige Radarhaube für Stealth-Schnellboote nach Patentanspruch 1, Schnellboote und schnelle kleine Stealth-Minenleg- und -Räumschiffe (MLR-Schiffe), dadurch gekennzeichnet, daß die windschlüpfrige Radarhaube die Aufbauten abdeckt und den Luftwiderstand verringert, sowie den Treibstoffverbrauch senkt.

4. Bewaffnungsvariante für ein Stealth-Schnellboot nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Bewaffnung (Torpedos, Schiff-Schiff-Raketen, Maschinen­kanone, automatisches Geschütz oder Laserkanone, Minenaus­stoßrohr) eine hohe Waffenwirksamkeit beim Angriff erreicht, elektronischen Gegenmaßnahmen teilweise widerstehen und den hohen Tarnungsanforderungen für Stealth-Schnellboote ent­sprechen kann.

Description:
Im Zweiten Golfkrieg 1990/91 wurde die Stealth-Technologie durch die USA erstmals im Einsatz erprobt. Das Stealth-Kampfflugzeug Lockheed F-117 A war aus Materialien gebaut worden, die die Radarstrahlen weitgehend absorbierten (Fiberglas; schwarzer Speziallack; veränderte Formgebung die die Konturen auf den Radarschirmen verwischt). Da sie nur nachts operierten, war auch keine optische Sicht mög­lich. Die Entwicklung der Stealth-Technik geht auf das "Have-Blue"-Programm der USA aus den frühen siebziger Jahren zurück. Die Entwicklung der F-117 A begann 1978. 1981 flog der erste Prototyp, 1986 wurden die ersten 20 Maschinen in Dienst gestellt und zwei Jahre später das erste Foto veröffentlicht. Der Stückpreis der F-117 A be­trägt 100 Mio. US-Dollar. Sie kann eine Waffenzuladung von 3,6 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 2.200 Stunden­kilometern über eine Entfernung von 1.000 Kilometern trans­portieren. In ihren mehr als 1.300 Einsätzen im Golfkrieg warfen die F-117 A 2.000 lasergesteuerte Bomben ab, von denen 80 Prozent in den anvisierten Zielen einschlugen. Die Waffenwirksamkeit der F-117 A, die nur gegen besonders ge­schützte Ziele zum Einsatz kamen (das einzige US-Kampfflug­zeug, das über dem Luftraum von Bagdad operierte), belegt folgendes Beispiel: eine F-117 A erzielte dieselbe Waffen­wirksamkeit beim Angriff auf einen gegnerischen Flugplatz, wie eine herkömmliche Angriffsgruppe von 8 Bombern und 30 Begleitflugzeugen. Keine einzige der F-117 A wurde abge­schossen oder beschädigt. In den USA befindet sich ein zweites Stealth-Kampfflugzeug in der Erprobung, der Stealth-Luftüberlegenheitsjäger Lockheed YF-22 "Lightning 2". Durch seine Stealth-Eigenschaften wird er weder vom feindlichen Radar, noch durch das Feuerleitsystem gegnerischer Jagd­flugzeuge im Luftkampf auszumachen sein. Die F-22 wird die absolute Luftüberlegenheit der USA in jedem militärischen Konflikt garantieren. Auch Rußland entwickelt ein Stealth-Jagdflugzeug. Der Jungfernflug hat vermutlich 1993 statt­gefunden. Auch im Kriegsmarineschiffbau ist die Stealth-Technolo­gie einsetzbar. Da als Werkstoff für die äußere Verklei­dung vor allem Fiberglas zur Anwendung kommt, scheiden U-Boote für die Nutzung der Stealth-Technologie aus. Sie werden weiterhin aus Stahl gefertigt werden müssen. Größere Kampfschiffe ab der Korvettenklasse scheiden ebenfalls aus. So bleiben vor allem die kleineren Kampfschiffe, bei denen sich ein Einsatz der Stealth-Technologie lohnt, wie etwa bei Minenleg- und -Räumschiffen (MLR-Schiffe) und den Schnellbooten. Die Einführung der Stealth-Technologie im Kriegsmarine­schiffbau verändert die Bewaffnung, Ausrüstung, Strategie und Taktik der Kriegsmarine ähnlich radikal, wie der Ein­satz des Schießpulvers und des Vorderladergewehres gegen die gepanzerten Ritterheere des frühen Mittelalters den Aufbau und die Strategie und Taktik der Landstreitkräfte. Es ist eine Revolution im Kriegsmarineschiffbau. (Vgl. Hans Krech: The Third Industrial Revolution. High-tech will determine the shape of the world economy, in: German Comments. Review of Politics and Culture, Osnabrück: Fromm, July 1993, No. 31, Jg. 11, p. 27ä33). Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, daß ein Schnellboot von einem größeren modernen Kriegsschiff (Lenkwaffenfregatte, Lenkwaffenzer­störer) und Marinekampfflugzeugen relativ leicht entdeckt und bekämpft werden kann. Dieses Problem wird durch die im Patentanspruch 1 aufge­führten Merkmale gelöst. Durch die Nutzung der Stealth-Technologie kann das Boot durch das gegnerische Radar nicht mehr geortet werden. Das Überraschungsmoment beim Angriff auf See- und Küstenziele wird dadurch verstärkt. Die hoch­seefähigen luftbetankungsfähigen Stealth-Schnellboote sind nicht nur in begrenzten Seegebieten und im Küstenbereich einsetzbar. Damit verändern sich die Einsatzprinzipien für Schnellboote grundlegend. Sie werden neben den U-Booten zur wichtigsten Schlagkraft der Marine bei See­gefechten, bei der Verteidigung der eigenen Küsten und Hafenanlagen gegen gegnerische Überwasserkampfschiffe und eignen sich hervorragend für eine offensive mobile Ver­teidigung auf See, sowie für Kommandoeinsätze. Sie sind schneller als alle anderen Kampfschiffe auf See gegen ein Ziel konzentrierbar. Sie können jedes Überwasserziel er­folgreich bekämpfen. Es gibt vor ihnen keinen bekannten Schutz. Dies wird zu einer besonderen Aufwertung der Schnellboote im Marinekonzept führen, die neben den U-Booten die Hauptschlagkraft der Marinen im konventio­nellem Bereich für das Seegefecht bilden werden. Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 2 angegeben. Die Einrichtung eines Luft­betankungsstutzen auf dem Vorderdeck ermöglicht die Be­tankung des Stealth-Schnellbootes oder Schnellbootes auf hoher See durch Marinetankhubschrauber oder Marinekipp­flügeltankflugzeuge. Die Abhängigkeit vom Tender wird dadurch verringert, die Tarnung verbessert und die Reichweite des Bootes mindestens verdoppelt. Die Boote sind in ihrem Einsatz daher nicht mehr auf ein begrenztes Seege­biet oder den Küstenbereich beschränkt. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 3 angegeben. Die windschlüpfrige Radar­haube für Stealth-Schnellboote, Schnellboote und schnelle kleine Stealth-MLR-Schiffe deckt die Radaranlage und die weiteren Aufbauten ab. Die Formgebung wird damit an die Stealth-Anforderungen angepaßt. Zugleich verringert sie den Luftwiderstand des Bootes, erhöht dessen Geschwindig­keit und senkt den Brennstoffbedarf. Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 4 angegeben. Die Bewaffnungsvariante für Stealth-Schnellboote erhöht die Waffenwirksamkeit und ver­ringert durch die Kombination von Torpedos, Schiff-Schiff-Raketen, automatisches Geschütz/Laserkanone, Minenausstoß­rohr, Maschinenkanone, tragbare SAM und Panzerabwehrlenk­raketen die Anfälligkeit der Waffensysteme gegen elektroni­sche Gegenmaßnahmen des Gegners. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den beiden Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher be­schrieben. Es zeigen Fig. 1 Projekt Stealth-Schnellboot, Fig. 2 Windschlüpfrige Radarhaube für Stealth-Schnellboote, Schnellboote und schnelle kleine Stealth-MLR-Schiffe. Fig. 1 zeigt ein hochseefähiges Stealth-Schnellboot von mehr als 40 Meter Länge, dessen äußere Verkleidung aus Fiberglas besteht, die mit einem schwarzen Speziallack überzogen wurde, der die gegnerischen Radarstrahlen ab­sorbiert. Die Formgebung des Bootes wird an die Stealth-Anforderungen angepaßt. Größere Aufbauten, etwa Masten, werden verschwinden. Die gesamte Elektronik wird von einer großen kugelförmigen Radarhaube überdeckt, wie sie sich in überdimensionierter Ausführung bereits auf den modernsten französischen Korvetten und Fregatten befindet. Die ver­änderte Aerodynamik der Schutzhaube, d. h. ihre verbesserte Windschlüpfrigkeit durch ein vorn und hinten angesetztes schiffsbugförmiges Verkleidungsstück aus Fiberglas, würde die Geschwindigkeit des Schnellbootes erhöhen und zugleich den Brennstoffverbrauch senken (Fig. 2, Fig. 1 III). Folgende weitere Merkmale kennzeichnen das Stealth-Schnell­boot (Fig. 1). Tarnung bei Nacht/Tag: Kampfeinsätze wird das Schnellboot vorzugsweise nachts unternehmen. Auf dem gegnerischen Ra­darschirm wird das Boot nicht sichtbar sein, dennoch ist eine optische Sicht möglich. Ein Stealth- Kampfflugzeug steht am Tage in seinem Shelter, ein Stealth-Schnell­boot befindet sich am Tage auf Marsch. Hierin liegt eine besondere Schwierigkeit des Einsatzes der Stealth-Techno­logie im Marineschiffbau. Um das Boot auch am Tag zu tar­nen, nachts wird es wegen der schwarzen Farbe und den niedrigen Aufbauten nur schwer optisch auszumachen sein, wird es ein System von Wasser- und Luftdüsen auf dem Deck erhalten, mit dem es sich auch bei voller Fahrt mit einem Wassertröpfchenschleier vollständig tarnen kann (Fig. 1 VII). In diesen Sprühschleier ä der bei voller Fahrt durch die Luftdüsen aufrechterhalten wird ä wird auch die Abgasfahne mit einbezogen werden können, so daß das Boot nicht nur gegen Sichtkontakt getarnt ist, sondern auch die eigene Infrarotabstrahlung vermindert wird. Gegnerischen Infra­rot- und optisch gelenkten Raketen wird damit beim Ein­schalten des Sprühschleiers ein kaum noch auszumachendes Ziel geboten. Dieses Verfahren wurde von der Noske-Kaeser GmbH, Hamburg 1988 patentiert (Patent Int. Cl.: B 63G 13/02, Offenlegungsschrift DE 37 06 781 A1, Deutsches Patentamt, Aktenzeichen P 37067818). Beachtet werden muß, daß das Boot aus der Luft am Tag dann dennoch durch die von den Schiffs­schrauben hervorgerufene Bläschenbildung hinter dem Heck erkennbar ist. Deshalb muß das Boot bei Tag bei gegnerischer Luftaufklärung mit kleiner Fahrt unter dem Sprühschleier an- oder ablaufen. Führung/Feuerleitsystem: Um die Tarnung in der Marschphase zu gewährleisten, wird das Boot ein aktives und ein passives Radarfeuerleitsystem erhalten. In der Marschphase ist nur das passive Radar aktiviert, d. h. alle das Boot treffenden Ra­darstrahlen und Funksignale werden aufgenommen und ausge­wertet. Das Feuerleitsystem für die eigene Bewaffnung wird erst unmittelbar vor dem Ziel in der Endphase der Annäherung, die zumeist mit großer Fahrt erfolgen wird, aktiviert. In dieser Phase ist das Boot durch die hohe Geschwindigkeit, mit der es anläuft, nur schwer bekämpfbar. Nach dem Abschuß der Waffen (Schiff-Schiff-Raketen, Torpedos) ist das aktive Feuerleitsystem sofort abzuschalten und das Boot läuft unter dem Stealth-Schutz mit großer Fahrt ab. Es wird sich so dem Gegenschlag entziehen können. Um die Tarnung des Bootes beim An- und Abmarsch zu ge­währleisten, wird das Boot zumindest in der Reichweite des gegnerischen Radars nicht durch den Funkverkehr mit der eigenen Basis geführt, sondern über einen geostatio­nären Marine-Nachrichten-Satelliten der NATO. Der Funk­verkehr geht also nach oben, nicht zur Seite. Die Navigati­on erfolgt ebenfalls über Satellit mit Hilfe des Global Positioning Systems (GPS). Die Boote können beim Marsch untereinander durch die Benutzung von abhörsicheren Fax-Geräten miteinander kommunizieren, wobei ein Satellit zwi­schengeschaltet ist. Sie wahren Funkstille und verständigen sich zusätzlich nachts mit Blinksignalen und tagsüber Signalgasten. Lediglich in der Angriffsphase, beim Anlaufen mit großer Fahrt, Zielauffassen und -bekämpfen, werden die Boote über Funk vom Führer der Flottille geführt. Das Boot wird ein Feuerleitsystem erhalten, das für den Nachteinsatz optimiert ist, aber auch Tageinsätze erlaubt. Dazu benötigt es neue High-Tech-Infrarotsensoren, ähnlich denen, die für die F-117 A und den US-Kampfhubschrauber AH-64 Apache entwickelt wurden. Es handelt sich um eine völlig neue High-Tech-Generation von Infrarotsensoren. Luftbetankung: Das Boot erhält einen Luftbetankungsstutzen (Fig. 11) auf dem Vorderdeck, der sich zwischen dem Ge­schütz und der Bugspitze befindet. Das Luftbetankungs­manöver sollte auf hoher See stattfinden. Dazu eignen sich mittlere und große Hubschrauber, in die ein doppelwandiger leichtgepanzerter Tank eingebaut wurde. Ein Tankhubschrauber könnte ein Boot bei kleiner Fahrt betanken. Eine größere Reichweite haben kanadische Kippflügelflugzeuge (VTOL). Sie könnten in einer Marinetankflugzeugvariante die Boote in noch größerer Entfernung von der eigenen Basis als ein Marine­tankhubschrauber betanken. Bei der Betankung aus der Luft durch ein Marinekippflügeltankflugzeug müßte das Boot aber die eigenen Maschinen stoppen, da im Gegensatz zu einem Marinetankhubschrauber das Marinekippflügeltankflugzeug die Fahrtbewegungen des Bootes nicht mitmachen kann. Bei der Luftbetankung wird das Geschützrohr zur Brücke hin gedreht, dann läßt der Marinetankhubschrauber oder das Marinekippflügeltankflugzeug eine Trosse mit einem Schnell­verschluß auf das Boot herunter. Der Schnellverschluß wird neben dem Luftbetankungsstutzen im Bug eingerastet. An der Trosse wird dann der eigentliche Tankschlauch, der mit der Trosse durch Führungsringe verbunden ist, herabgelassen. So wird ein Pendeln des Schlauches vermieden, obwohl der See­gang das Betanken erschwert. Der Schnellverschluß ist not­wendig, um bei Gefahr (Fahrmanöver des Bootes, Auftauchen gegnerischer Flugzeuge oder Schiffe) in wenigen Sekunden die Verbindung zwischen Boot und Marinetankhubschrauber oder Marinekippflügeltankflugzeug lösen zu können. Bewaffnungsvariante: Der Zweite Golfkrieg lehrt, daß es gegen elektronisch geführte Waffen immer völlig überraschend ein elektronisches Gegenmittel geben kann, das das ge­samte Waffensystem lahmlegt. Aus diesen Gründen empfiehlt sich eine Bewaffnungsvariante, die dem vorbeugt, d. h. eine Kombination aus konventionellen, elektronisch nicht zu störenden, 533-Millimeter-Torpedos und Schiff-Schiff-Raketen als Hauptbewaffnung. Im Bug sollte steuer- und backbords je ein Torpedorohr für einen 533-Millimeter-Torpedo (Fig. 1 IX) angebracht werden. Auf dem Achterdeck werden vier Schiff-Schiff-Raketen MM 38 Exocet in Einzelcontainern in Zwillings­aufstellung (2 ô 2) (Fig. 1 V) installiert. Am Heck, hinter den Raketencontainern, wird ein Minenausstoßrohr für See­minen (Fig. 1 VI) angebracht. Auf dem Vorderdeck befindet sich ein automatisches 76-Millimeter-Geschütz, das durch das Feuerleitsystem geführt wird. Das 76-Millimeter-Geschütz wird perspektivisch durch eine Laserkanone ersetzt werden. Um ein Minimum an Selbstverteidigung bei überraschender opti­scher Entdeckung (etwa Ein- oder Ablaufen in/aus gegnerischem Hafen) ohne das verräterische Aktivieren des eigenen Feuerleitsystems zu ermöglichen, wird auf der Brücke eine Maschinenkanone 20 Rh 202 (Fig. 1 IV) installiert, die manu­ell mit optischem Visier bedient wird. An Bord sollten sich zusätzlich einige tragbare Einmann-SAM des Typs Stinger und einige Panzerabwehrlenkraketen befinden. Panzerung:Das Boot besteht weitgehend aus Fiberglas und anderen die Radarstrahlen nicht reflektierenden Werkstoffen. Dennoch sollte es an einigen Stellen eine leichte Panzerung gegen Granatsplitter und Infanteriewaffenbeschuß erhalten, so an der Brücke, an Teilen der Radarhaube (Ansatzpunkt auf der Brücke), am Tank und am Luftbetankungsstutzen sowie den Brennstoffleitungen. Diese Panzerung könnte aus dickem Panzerglas bestehen. Einsatzgrundsätze: Die Boote werden vorzugsweise gegen die am besten geschützten gegnerischen großen Kampfschiffe (main battle ships), Hafenanlagen und Küstenziele zum Einsatz ge­bracht. Ihre Annäherung und ihr Ablaufen wird unter fast vollständiger elektronischer und optischer Tarnung erfolgen. Lediglich in der Kampfphase werden die Boote durch ihr ak­tiviertes Feuerleitsystem, die abgefeuerten Torpedos und Schiff-Schiff-Raketen, sowie den Funkverkehr untereinander ortbar sein. Diese Phase muß so kurz wie möglich gehalten werden und sollte bei großer Fahrt erfolgen. Es gibt gegen die Boote keine Vorwarnung und keinerlei bekannte Abwehr­möglichkeit. Sie können auch größere gegnerische Marineein­heiten, wie gut geschützte Flugzeugträgerschlaggruppen, Hub­schrauberträger, Schlachtschiffe, Raketenkreuzer, Lenk­waffenzerstörer, Lenkwaffenfregatten und Lenkwaffenkorvetten angreifen und vernichten. Dazu ist es aber erforderlich, mehrere Boote gemeinsam angreifen zu lassen, um die Waffen­wirksamkeit zu erhöhen, da die Mitführung von mehr als 2 Torpedos und 4 Schiff-Schiff-Raketen auf einem Boot nicht möglich ist. Es kann aber möglich sein, daß ein größeres Kampfschiff (etwa ein Zerstörer) erst nach mehreren abge­feuerten Schiff-Schiff-Raketen oder Torpedotreffern sinkt. Die Rudeltaktik verspricht die schlagkräftigste Waffen­wirksamkeit. Angriffe bis zur Stärke einer Flottille (10 Boote) sind gegen bedeutende Seeziele denkbar. Die Boote sind hochseefähig und können ihre Reichweite durch die Möglichkeit der Luftbetankung mindestens ver­doppeln. Es empfiehlt sich eine Luftbetankung auf hoher See, die durch GPS gut organisierbar ist, auf der halben Anmarschstrecke, um dem Boot vor dem Eindringen in den gegnerischen Verteidigungsbereich noch einmal die volle Kampfreichweite zu geben. Beim Ablaufen sollten die Boote dann, wenn sie sich vom Gegner absetzen konnten, wieder betankt werden. Beim Ablaufen von den bekämpften gegnerischen Zielen wird das Boot den eigenen Rückzugsweg durch die mitge­führten Linien absichern können. Die Minen können beim An­laufen gegnerischer Häfen, Schiffskonvois u. ä. auch als zusätzliche Angriffswaffe genutzt werden. Die Boote werden vorwiegend nachts angreifen. Bei ein­brechender Dunkelheit werden sie sich unter Ausnutzung des Sprühschleiers (Schutz gegen optische Sicht) dem Ziel nähern, an das sie durch den geostationären NATO-Marine-Satelliten herangeführt wurden. Dann schalten sie bei Ein­bruch der Nacht den Sprühschleier ab und nähern sich dem Ziel nach den vorgegebenen Koordinaten bis auf optische Sicht. Die Annäherungsphase ist so zu gestalten, daß das Boot die dunkelste Phase der Nacht für den Kampfeinsatz, d. h. den Abschuß der Torpedos und der Schiff-Schiff-Raketen nutzen kann und noch im Schutz der Nacht die Möglichkeit hat, mit großer Fahrt vom bekämpften Ziel abzulaufen. Bei Einbruch der Morgendämmerung wird es sich beim Ablaufen wieder mit dem Sprühschleier schützen und eventuell die Fahrt wegen der Bläschenbildung durch die Schiffsschrau­ben drosseln müssen, bis es außerhalb des Bereiches der gegnerischen Luftaufklärung ist. Der Anmarsch der Boote einer Flottille kann dezentralisiert erfolgen, um die Ge­fahr einer Entdeckung der Boote weiter zu mininieren. ÜbûP00467DEA104417484 DE941103 er GPS und den geostationären NATO-Marine-Satelliten kann die Flottille erst kurz vor dem Ziel in der letzten Phase des Anmarsches konzentriert werden, um die größte Waffenwirksamkeit zu erreichen.