Title:
Solvent-free cleaning of screen printing stencils - involves application of release solution from printing side into copying layer by brush
Kind Code:
A1


Abstract:
The copying layer (1) with sticking fresh or dried residue ink (4) is washed with pressurised water in the direction towards the doctor blade side, thus releasing the copying layer of the doctor blade side from the stencil fabric such that it cannot stick in the stencil mesh. The copying layer and the residue ink are pref. separately collected in a settling tank, consisting of a basket, three tubs, and a screen such that the ink is collected in one tub, while the copying layer is collected at the bottom of the two other tubs. The ink may be thus separately retrieved. USE/ADVANTAGE - No interruption of printing for stencil cleaning, and no need for organic solvents.



Inventors:
VIDONI WERNER (DE)
Application Number:
DE4229668A
Publication Date:
03/10/1994
Filing Date:
09/04/1992
Assignee:
VIDONI WERNER (DE)
International Classes:



Claims:
1. Verfahren zur lösemittelfreien Reinigung von Siebdrucksieben, dadurch gekenn­zeichnet, daß:von der Druckseite her in die Kopierschicht (2) des Siebes Entschichterlösung eingebürstet wird und die Kopierschicht (1) mit der darauf haftenden frischen oder ein­getrockneten Restfarbe (4) mit Wasser unter Hochdruck zur Rakelseite hin ausgewaschen wird, wobei die Kopierschicht der Rakelseite sich vom Siebgewebe (1) löst, obwohl sie nicht vom Entschichter wasserlöslich gemacht wurde, weil sie sich nicht mehr in den Siebmaschen festhalten kann.

2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Kopierschicht und die Restfarbe getrennt in einem Absetzbecken gesammelt wer­den, das aus Korb (8), Wanne (7), Wanne (6), Wanne (10) und Sieb (11) besteht, wobei die Farbe im Korb (8) gesammelt wird, während sich die Kopierschichtreste auf dem Boden von Wanne (7) und (6) sammeln.

3. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfarben durch Wechseln des Korbes (8) sortenrein gesammelt, getrocknet und durch Zugabe von Verdünnung wieder verdruckbar gemacht werden.

4. Maschine zum Reinigen von Sieben unter Verwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein mechanisches Teil (18) an einem Auswaschbecken (13) entlanggeführt wird und der Hochdruckstrahl zeilenweise über das Sieb geführt wird, wobei das Führungs­element (28) am Umkehrpunkt auf den jeweils niedrigeren Zapfen (27) des schwenk­baren Stabes (26) fällt und die Verdrehung des Stabes (26) durch Bewegen des Hebels (33) beim Auftreffen auf die Anschläge (31) ausgelöst wird.

5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß, die vertikale Bewegung des Führungselementes (28) an den Umkehrpunkten der horizontalen Bewegung des mechanischen Teils (18) durch einen gesteuerten Motor ausgelöst wird.

6. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem vertikalen Rohr des mechanischen Elements (18) in geeigneten Abständen Hochdruckdüsen angebracht sind, wobei bei jedem Richtungswechsel des mechani­schen Elements die jeweils niedrigere Düse zu arbeiten beginnt.

Description:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur lösemittelfreien Reinigung von Drucksieben die als Druckschablonen in Siebdruckereien verwendet werden. In der Folge wird eine Maschine angegeben, mit der das Verfahren halbautomatisch durchgeführt werden kann. Siebe für das Siebdruckverfahren in Siebdruckereien bestehen aus einem Metallrah­men und einem gespannten, auf den Metallrahmen aufgeklebten Gewebe. Dieses Gewebe wird mit einer UV-lichtempfindlichen Beschichtung versehen, die nach einigen, als bekannt vorausgesetzten Arbeitsgängen die Druckschablone bildet. Nach dem Druck befindet sich Restfarbe auf der Druckschablone und in den offenen Siebmaschen. Üblicherweise wird diese Druckfarbe in einem Siebwaschbecken mit einer Bürste, durch die ständig organisches Lösemittel gepumpt wird, gelöst und abgeschwemmt. Nun wird die Kopierschicht mit einer "Entschichter" genannten Chemikalie wasserlöslich gemacht und mit Wasser unter Hochdruck aus den Siebmaschen ausgewaschen. Die in den Siebmaschen verbleibenden feinen Farbreste werden mit einem wasserlösli­chen Lösemittel eingerieben und ausgewaschen. Das Sieb ist nun ä nach Trocknung ä bereit für eine erneute Beschichtung. Das bisher übliche Verfahren wird auch mit Hilfe vollautomatisch arbeitender Maschinen durchgeführt. Diese folgen in ihrem Ablauf den beschriebenen manuellen Arbeitsgän­gen: Als Hauptnachteil bei dem bisherigen Verfahren erweist sich angesichts der Umweltpro­blematik die Verwendung organischer Lösemittel. In einer normalen Siebwaschanlage befinden sich ca. 50 Liter organisches Lösemittel, das über die Pumpe umgepumpt wird. In dem Lösemittelbecken setzen sich die Farb­schlämme ab. Das Lösemittel entweicht beim Reinigen in großen Mengen in die Atem­luft, bzw. wird in die Umwelt abgesaugt. Die Farbschlämme und alten Lösemittel müssen entsorgt werden, die Gefahr von Brand und Explosion ist groß. Ein weiterer Nachteil:Die Siebe müssen sofort nach Druckende gewaschen werden, da dann die auf dem Sieb verbliebene Restfarbe noch frisch und leicht lösbar ist. Eingetrocknete Druckfarbe mit Lösemittel zu lösen ist ungleich arbeitsaufwendiger, so daß sich das Eintrocknen von Druckfarben aus wirtschaftlichen Gründen von selbst verbietet. Außerdem verbleibt nach dem Waschen der Siebe mit organischen Lösemitteln Lösemittel auf dem Sieb, wird in das Auswaschbecken verschleppt, und die umweltschädlichen Lösemittel gelangen in das Abwasser der Kanalisation. Es ist das Ziel der Erfindung ein Verfahren zur Reinigung von Drucksieben aufzuzeigen, bei dem:a) Die Druckfarbe auf der Kopierschicht eintrocknen kann, so daß die Druckarbeit nicht ständig durch das Siebreinigen unterbrochen werden mußb) auf die Verwendung organischer Lösemittel verzichtet wird wobei sichergestellt ist, daß der gleiche Reinigungserfolg erzielt wird. Zum Reinigen werden nur noch benötigt:1. Entschichterlösung in gleicher Menge wie bisher üblich.2. Wasserlösliches Lösemittel. Zur Reinigung der in den offenen Siebmaschen verbliebenen Farbreste in gleichen Mengen wie bisher üblich. Dieses Lösemittel gelangt in die Kanalisation und ist ä im Gegensatz zu den organischen Lösemitteln ä biologisch abbaubar. Die Vorteile der Erfindung gegenüber dem bisher üblichen Verfahren sind:1. Umweltfreundlichkeit: Keine Abluft, keine Entsorgung von Lösemitteln.2. Verbesserung der Atemluft im Arbeitsraum.3. Beseitigung der Explosionsgefahr im Siebwaschraum.4. Beseitigung der Brandgefahr durch Wegfall der Lagerung von Lösemitteln.5. Verbesserung des Arbeitsablaufs durch Sammeln eingetrockneter Siebe und Reini­gung in zusammenhängenden Arbeitsgängen.6. Einsparungen durch Nichtverbrauch von Lösemittel.7. Preiswerte Konstruktion von Reinigungsmaschinen durch Wegfall des Arbeitsganges: "lösen und abwaschen" der Restfarbe. Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe durch das im Folgenden beschriebene Verfahren gelöst. Das Sieb wird mit der Druckseite, in ein Auswaschbecken gestellt. Die Farbe, gleichgültig ob eingetrocknet oder frisch befindet sich auf der, dem Arbeiter abgewandten Seite des Siebes. Das Sieb wurde beim letzten Druck abgerakelt ä beim Zusammenschaben der Farbe wurde darauf geachtet, die offenen Siebmaschen nicht wieder mit Farbe zu verschmieren, Abb. 1. Die Druckseite des Siebes wird mit Entschichterlösung befeuchtet, die Lösung mit einer Bürste eingerieben. Man wartet 3 bis 5 Minuten, dann hat die Lösung die Schicht bis zum Sieb hin erweicht und wasserlöslich gemacht. Abb. 2 stellt einen Schnitt durch das Sieb dar. Dabei bedeuten:1 Siebgewebe2 Kopierschicht Rakelseite3 Kopierschicht Druckseite4 Farbreste. Der Teil 3 der Kopierschicht wird bis durch die Entschichterlösung bis zu den Siebma­schen chemisch umgewandelt und somit wasserlöslich gemacht. Nach der Einwirkzeit des Entschichters wird das Sieb nun von der Druckseite her mit Hochdruck ausgewaschen. Dabei wird der mit 3 in Abb. 2 bezeichnete Teil der Kopierschicht ausgeschwemmt der mit 2 bezeichnete Teil mit der auf ihm haftenden Farbe nach hinten mit Wasserdruck ausgeschwemmt, da die Verankerung der Kopierschicht 2 im Siebgewebe 1 fehlt. Im Auswaschbecken werden die Farb- und Kopierschichtreste durch den Abfluß in ein Absetzbecken gespült, dessen Aufbau in Abb. 3 erläutert wird. In Abb. 3 bedeuten:5 Auslauf des Auswaschbeckens6 große Wanne (Teile vorzugsweise aus Kunststoff)7 kleine Wanne8 kleine Wanne mit großen Löchern (ca. 1 bis 2 cm), eine Art Korb9 Überlauf10 Sammelbecken für das gereinigte Wasser11 Feinsieb12 Ablauf zum Kanal. Das Abwasser gerät zunächst in den Korb 8. Dort trennt sich allmählich die Farbe von den an ihr haftenden Kopierschichtresten, da das in der Wanne 6 stehende Wasser eine stark verdünnte Lösung aus Entschichter darstellt. Die Schichtreste sinken nach unten durch die Löcher des Korbes 8 in die Wanne 7. Die Farbreste werden im Korb zurückgehalten und können bei Entleerung des Korbes recycelt oder gezielt entsorgt werden. Die Oberkanten von 8, 7, und 6 halten Restbestände an Farbe zurück. Im Becken 10 sammelt sich klares Wasser. Für Notfälle hilft ein Feinsieb 11 Einleitun­gen von Farbresten in den Kanal zu verhindern. Das entschichtete Sieb wird nun mit wenig wasserlöslichem Lösemittel an den vordem druckenden Stellen eingerieben und ausgewaschen. Dieser Arbeitsgang ist der gleiche wie beim bisher üblichen Verfahren. Das beschriebene Verfahren kann mit der im folgenden beschriebenen halbautomati­schen Maschine wesentlich zeitsparender als von Hand durchgeführt werden. Die erfindungsgemäß beschriebene Maschine kann als Zusatzgerät an die in jeder Siebdruckerei vorhandene Siebwaschanlage oder an jedes Siebauswaschbecken ange­baut werden, so daß eine kostengünstige und umweltfreundliche Lösung gerade für kleinere Siebdruckereien möglich wird. Die Maschine besteht aus (Abb. 4) dem Auswaschbecken 13, dem Absetzbecken 14 (dessen Funktion bereits für das manuelle Verfahren beschrieben wurde), einem Hochdruckreiniger 15, einem, vorzugsweise elektronischen Steuergerät 16, der Führungsstange 17 mit den Endanschlägen und Kontakten sowie dem auf der Führungsstange hin und herfahrenden mechanischen Teil 18. Die Aufgabe des beweglichen mechanischen Teils 18 ist es den flachen, vertikal eingestellten Wasserstrahl des Hochdruckreinigers 15 horizontal und zeilenweise über das Sieb zu führen, wobei der Sprühkopf 29, bei jeder Umkehrbewegung des mechanischen Teils um die Breite des Sprühstrahles nach unten fällt. Die Abb. 4 und 5 zeigen: Führungsstange 17 vorne oben am Auswaschbecken angebracht. Getriebemotor 20, aus Sicherheitsgründen mit 12 oder 24 Volt Spannung arbeitend. Rolle 21, auf der Motorwelle befestigt und vom Motor angetrieben, auf der Führungs­stange 17 laufend. Rolle 22, mitlaufend um dem mechanischen Teil Stabilität und Spurlauf zu geben. Zwei parallele Führungsstangen 23 die mit der Platte 24 und der Verbindung 25 einen festen Rahmen bilden. Die drehbare Stange 26, mittig zwischen den Führungsstangen 23, drehbar gelagert in der Platte 24 und dem Verbindungsteil 25. Nasen (Stifte, Vorsprünge) 27, fest mit der Stange 26 verbunden. Führungselement 28 gleitend gelagert auf den Führungsstangen 23. Sprühdüse 29, die mit dem Führungselement 28 nach unten gleitet. Der Hochdruckschlauch der den Hochdruckreiniger mit der Sprühdüse 29 verbindet wurde wie die Kabel für die Steuerung aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht mit in die Zeichnung aufgenommen. Die Steuerelektronik 16 hat folgende Aufgaben: Nachdem die Entschichterlösung auf der Druckseite des Siebes von Hand oder maschinell eingebürstet wurde, muß sie ca. 5 Minuten einwirken. Man startet die Elektronik, diese wartet 5 Minuten ab und öffnet dann über das Magnetventil 30 den Wasserzulauf des Hochdruckreinigers. Dann schaltet sie den Hochdruckreiniger ein. Anschließend schaltet sie den Motor 20 ein, der die mechanische Einheit 18 auf der Führungsstange 17 nach links bewegt. Die mechanische Einheit 18 fährt unter ständigem Sprühen nach links, bis zum An­schlag. Dabei wird ein Streifen in der Breite des Sprühstrahles gereinigt. Am Anschlag, welcher mit der Feststellschraube 32 in Abb. 4 auf der Führungsstange verstellbar ist, damit man auf die gebräuchliche Siebgröße einstellen kann, erfolgt eine mechanische Verdrehung der drehbaren Stange 26 über den Hebel 33, so daß der Za­pfen 27 unter dem Führungselement 28 weggeschwenkt wird und dieses auf den, um eine Sprühstrahlbreite tiefer liegenden Zapfen 27 fällt. Gleichzeitig wird wird über den Schalter 34 die Laufrichtung des Motors umgepolt und die mechanische Einheit 18 bewegt sich nach rechts, wobei der nächste Streifen des Siebes gereinigt wird. Rechts erfolgt wieder das mechanische Verdrehen der drehbaren Stange 26 über den Hebel 33 in die Gegenrichtung, wobei das Führungselement 28 wieder nach unten fällt und den nächsten Streifen des Siebes reinigt. Gleichzeitig erfolgt ein erneutes Umpolen des Motors über den Kontakt 35, so daß die mechanische Einheit nun nach links fährt. Dies geschieht so lange, bis das Sieb gleichmäßig abgefahren wurde und am Ende der letzten Zeile das Führungselement auf den Endschalter 36 in Abb. 5 auffährt. Dieser gibt der Elektronik den Impuls den Motor abzuschalten, den Hochdruckreiniger abzuschalten, das Magnetventil 30 zu schließen und somit den Wasserzulauf zu stoppen. Vor der Reinigung eines neuen Siebes wird die Sprüheinheit 28 von Hand nach oben in die Ausgangsposition geschoben.