Title:
Vorrichtung und Verfahren zur Erfassung eines mechanischen Defekts in einem elektrischen fehlerhaft arbeitenden Isolator
Kind Code:
B4


Abstract:

Vorrichtung zur Erfassung eines mechanischen Defekts in einem elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolator (1), wobei der Isolator mit einem hohlen Abschnitt (1a) ausgestattet ist, mit
einem Halteabschnitt (2) zum Halten des Isolators (1),
einer ersten Elektrode (30), die in den hohlen Abschnitt (1a) derart eingesetzt ist, daß eine der Öffnungen des hohlen Abschnitts als Öffnung erhalten bleibt,
einer zweiten Elektrode (59), die außerhalb und in der näher der Außenfläche des Isolators angeordnet ist,
einer elektrischen Entladungseinrichtung (10) zum Erzeugen einer Spannung zwischen der ersten und der zweiten Elektrode zur Bildung einer Funkenentladung zwischen den Elektroden entlang eines vorgegebenen Wegs,
einer Wegeerkennungseinrichtung (11 bis 13), die an einem Ort gegenüber der Öffnung und dem Ende des Isolators (1) angeordnet ist zur Durchführung einer automatischen Erkennung, ob ein vorbestimmter Anteil der Funkenentladung in ausreichender Weise von der ersten Elektrode (30) zur zweiten Elektrode (50) über den vorgegebenen Weg...




Inventors:
Fujimoto, Takahiro (Kariya, Aichi, JP)
Nakatani, Hiroshi (Kuwana, Mie, JP)
Application Number:
DE4208533A
Publication Date:
08/03/2006
Filing Date:
03/17/1992
Assignee:
Denso Corp. (Kariya, Aichi, JP)
Domestic Patent References:
DE1539243A1N/A
DE3031517A1N/A
DE3129041C2N/A
DE580171CN/A
DE760882CN/A



Foreign References:
DD226392A11985-08-21
DD150118A1
4520307
4516068
3978720
3793582
EP0441291
Attorney, Agent or Firm:
TBK-Patent (München)
Claims:
1. Vorrichtung zur Erfassung eines mechanischen Defekts in einem elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolator (1), wobei der Isolator mit einem hohlen Abschnitt (1a) ausgestattet ist, mit
einem Halteabschnitt (2) zum Halten des Isolators (1),
einer ersten Elektrode (30), die in den hohlen Abschnitt (1a) derart eingesetzt ist, daß eine der Öffnungen des hohlen Abschnitts als Öffnung erhalten bleibt,
einer zweiten Elektrode (59), die außerhalb und in der näher der Außenfläche des Isolators angeordnet ist,
einer elektrischen Entladungseinrichtung (10) zum Erzeugen einer Spannung zwischen der ersten und der zweiten Elektrode zur Bildung einer Funkenentladung zwischen den Elektroden entlang eines vorgegebenen Wegs,
einer Wegeerkennungseinrichtung (11 bis 13), die an einem Ort gegenüber der Öffnung und dem Ende des Isolators (1) angeordnet ist zur Durchführung einer automatischen Erkennung, ob ein vorbestimmter Anteil der Funkenentladung in ausreichender Weise von der ersten Elektrode (30) zur zweiten Elektrode (50) über den vorgegebenen Weg entlang des Endes des Isolators gebildet wird und zum Erzeugen eines Erkennungssignals auf der Basis der automatischen Erkennung, und
einer Unterscheidungseinrichtung zum Empfangen des Erkennungssignals und Unterscheiden, ob der Isolator (1) eine Beschädigung aufweist oder nicht.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Wegeerkennungseinrichtung (11 bis 13) eine Lichtempfangseinrichtung (11) zum Empfangen von Licht der Funkenentladung, eine fotoelektrische Wandlereinrichtung (12) zum Empfangen des Lichts und Erzeugen eines elektrischen Signals entsprechend der Lichtmenge, und eine Vergleichs- und Recheneinrichtung (13) aufweist zum Empfangen des elektrischen Signals, wenn die elektrische Entladungseinrichtung eine Funkenentladung bildet und zum Vergleichen des elektrischen Signals mit einem vorbestimmten Wert, so daß das Erkennungssignal gebildet werden kann.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1, ferner mit einer mit dem Halteabschnitt (2) verbundenen Dreheinrichtung zum Drehen des Isolators.

4. Vorrichtung zur Erfassung eines mechanischen Defektes in einem elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolator, wobei der Isolator (1) eine erste Elektrode (30) aufweist, deren vorderes Ende an einem Ende des Isolators freiliegt, mit
einer Halteeinrichtung (2) zum Halten des Isolators (1),
einer zweiten Elektrode (50), die außerhalb in der Nähe einer Umfangsfläche des Isolators (1) angeordnet ist,
einer elektrischen Entladungseinrichtung (10) zum Erzeugen einer Spannung zwischen der ersten Elektrode (30) und der zweiten Elektrode (50) zur Bildung einer dazwischen stattfindenden Funkenentladung entlang eines vorgegebenen Wegs,
einer Wegeerkennungseinrichtung (11 bis 13), die an einem Ort gegenüber dem vorderen Ende der ersten Elektrode (30) und dem Ende des Isolators (1) angeordnet ist zur Durchführung einer automatischen Erkennung, ob ein vorbestimmter Betrag der Funkenentladung vom vorderen Ende der ersten Elektrode (30) zur zweiten Elektrode (50) über den vorgegebenen Weg entlang des Endes des Isolators (1) gebildet wird und zum Erzeugen eines Erkennungssignals auf der Basis der automatischen Erkennung, und
einer Unterscheidungseinrichtung zum Empfangen des Erkennungssignals und unterscheiden, ob der Isolator (1) einen Defekt aufweist oder nicht.

5. Vorrichtung zur Erfassung eines mechanischen Defekts in einem elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolator (1), wobei der Isolator eine Mittelelektrode (20) innerhalb des Isolators, ein Gehäuse außerhalb des Isolators und eine aus dem Gehäuse herausragende Masseelektrode (25) aufweist, und wobei ein Anschlußende der aus dem Isolator (1) freiliegenden Mittelektrode gegenüber einem Anschlußende der Masseelektrode (25) mit einer dazwischen liegenden vorgegebenen Funkenstrecke angeordnet ist, mit
einer Halteeinrichtung (2) zum Halten des Isolators,
einer elektrischen Entladungseinrichtung (10) zum Erzeugen einer Spannung zwischen der Mittelelektrode (20) und dem Gehäuse zur Bildung einer Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode (20) und der Masseelektrode (25) über die vorgegebene Funkenstrecke,
einer Wegeerkennungseinrichtung (11 bis 13 ), die an einer Stelle gegenüber der Funkenstrecke angeordnet ist zur Durchführung einer automatischen Erkennung, ob ein vorbestimmter Anteil der Funkenentladung in ausreichender Weise über die vorgegebene Funkenstrecke von einem Anschlußende der Mittelektrode (20) zum Anschlußende der Masseelektrode (25) über den Luftspalt gebildet wird und zum Erzeugen eines Erkennungssignals auf der Basis der automatischen Erkennung, und
einer Unterscheidungseinrichtung zum Empfangen des Unterscheidungssignals und Unterscheiden, ob der Isolator (1) einen Defekt aufweist oder nicht.

6. Verfahren zur Erfassung eines mechanischen Defekts eines elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolators, wobei der Isolator einen hohlen Abschnitt besitzt, mit den Schritten:
Einsetzen einer ersten Elektrode in den hohlen Abschnitt, so daß eine Öffnung des hohlen Abschnitts an einem Ende des Isolators gebildet wird,
Halten des Isolators,
Anordnung einer zweiten Elektrode an der Außenseite und in der Nähe des Isolators,
Erzeugen einer Spannung zwischen der ersten und zweiten Elektrode zur Bildung einer dazwischen auftretenden Funkenentladung entlang eines vorgegebenen Wegs,
Durchführen einer automatischen Erkennung, ob ein vorbestimmter Anteil der Funkenentladung in ausreichender Weise zwischen der ersten Elektrode und der zweiten Elektrode über den vorgegebenen Weg entlang des Endes des Isolators gebildet wird, und Erzeugen eines Erkennungssignals auf der Basis der automatischen Erkennung, und
Unterscheiden in Abhängigkeit vom Erkennungssignal, ob der Isolator einen Defekt aufweist oder nicht.

7. Verfahren zur Erfassung eines mechanischen Defekts in einem elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolator, wobei der Isolator eine erste Elektrode aufweist, deren vorderes Ende an einem Ende des Isolators freiliegt, mit den Schritten:
Halten des Isolators,
Anordnen einer zweiten Elektrode an der Außenseite und in der Nähe des Isolators,
Erzeugen einer Spannung zwischen der ersten und zweiten Elektrode zur Bildung einer dazwischen auftretenden Funkenentladung entlang eines vorgegebenen Wegs,
Durchführen einer automatischen Erkennung, ob ein vorbestimmter Anteil der Funkenentladung in ausreichender Weise zwischen dem vorderen Ende der ersten Elektrode und der zweiten Elektrode über den vorgegebenen Weg entlang des Endes des Isolators gebildet wird, und Erzeugen eines Erkennungssignals auf der Basis der automatischen Erkennung, und
Unterscheiden in Abhängigkeit von dem Erkennungssignal, ob der Isolator einen Defekt aufweist oder nicht.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fehlererfassungsvorrichtung für Isolatoren, und insbesondere eine Vorrichtung zur Erfassung eines Fehlers, beispielsweise eines feinen Loches o. ä., an einem Isolator einer Zündkerze einer Brennkraftmaschine.

Es wurde ein bekanntes Fehlererfassungsverfahren für Isolatoren entwickelt, um feine Löcher in einem Isolator zu erfassen, da hierdurch Fehlzündungen einer Zündkerze für eine Brennkraftmaschine hervorgerufen werden.

Dieses Fehlererfassungsverfahren basiert auf dem Anlegen einer Spannung zwischen der Mittelelektrode und dem Gehäuse einer Zündkerze, um normalerweise eine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode und einer Masseelektrode hervorzurufen, wenn kein Fehler im Isolator der Zündkerze vorhanden ist. Wenn jedoch ein Defekt vorliegt, tritt eine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode und dem Gehäuse auf, während keine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode und der Masseelektrode auftritt. Daher ist eine derartige Fehlererfassung beim Isolator von grosser Bedeutung.

Von den Anmeldern wurde das nachfolgend beschriebene Verfahren zur Erfassung eines Fehlers in einem Isolator entwickelt. Dieses Verfahren basiert auf dem unterschiedlichen Weg, den die Funkenentladung nimmt, ob ein Fehler im Isolator vorhanden ist oder nicht.

Eine spezielle Ausführungsform dieses Fehlererfassungsverfahrens wird nachstehend in Verbindung mit 7 erläutert.

Um ein feines Loch als einen möglichen Defekt im Isolator einer Zündkerze zu erfassen, wird eine erste Elektrode 3 in einen hohlen Abschnitt 1a eines Isolators 1 eingesetzt. Eine zweite Elektrode 5 wird an einer Stelle ausserhalb des Isolators angeordnet, wo eine elektrische Entladung möglich ist, wie es in 7 gezeigt ist. Zwischen den Elektroden 3 und 5 wird durch eine Hochspannungserzeugungsvorrichtung 10 als elektrische Entladungseinrichtung eine Spannungsdifferenz erzeugt, um auf diese Weise eine elektrische Entladung zwischen der ersten Elektrode 3 und der zweiten Elektrode 5 zu bewirken.

Bei einer derartigen Anordnung kann der Weg der erzeugten Funkenentladung unterschiedlich sein, je nachdem, ob es sich um einen zufriedenstellenden Isolator handelt, der kein feines Loch aufweist, oder um einen fehlerhaften Isolator, in dem ein feines Loch vorhanden ist, wie es in den 8A und 8B gezeigt ist. Mit anderen Worten, bei dem zufriedenstellenden Isolator, bei dem kein feines Loch vorhanden ist, folgt die elektrische Entladung einem Entladungsweg "a", der durch die vordere Endfläche 1b des Isolators 1 verläuft, wie in 8A gezeigt. Bei dem fehlerhaften Isolator, bei dem ein feines Loch vorhanden ist, folgt die elektrische Entladung jedoch einem Entladungsweg "b", der sich durch das als Defekt im Isolator 1 vorhandene kleine Loch erstreckt, wie in 8B gezeigt. Der Unterschied zwischen den Funkenentladungswegen "a" und "b" wird dann über eine manuelle Technik (das menschliche Auge) visuell überprüft, um auf diese Weise festzustellen, ob der Isolator fehlerhaft ist.

Mit Hilfe des vorstehend beschriebenen Verfahrens kann ein Fehler in einem einfachen Isolator erfasst werden. Es ist daher ausreichend, nur die Isolatoren, in denen Fehler erfasst worden sind, auszusondern. Die Überprüfung der Isolatoren wurde auf diese Weise rationalisiert. Bei dem vorstehend beschriebenen Erfassungsverfahren treten jedoch die folgenden Nachteile auf. Da der Unterschied zwischen den Funkenentladungswegen manuell überprüft wird, können durch vom Menschen verursachte Änderungen in Bezug auf den Grad der Fehlererfassung auftreten. Daher ist die Zuverlässigkeit der Überprüfung von der Zuverlässigkeit des Prüfers abhängig. Darüber hinaus fallen hohe Gesamtinspektionskosten an, da die Zahl der Arbeitsstunden des Prüfers für die Überprüfung groß ist.

Des weiteren ist aus der Druckschrift DE-PS 760 882 eine Einrichtung zum Prüfen rohrförmiger Isolatoren auf ihre elektrischen Eigenschaften bekannt, wobei die Prüfeinrichtung zwei Elektroden umfaßt, und eine Elektrode in einem hohlen Bereich des Isolators und die andere Elektrode im Außenbereich des Isolators angeordnet ist. Beide Elektroden sind in der Weise vorgesehen, daß der Isolator zwischen den Elektroden eingeklemmt und damit mechanisch befestigt ist. Auf diese Weise ist einerseits eine elektrische Prüfung möglich und andererseits wird der Prüfling (Isolator) mechanisch mittels der Elektroden während der Prüfung gehalten. Die Elektroden bilden zusammen mit dem Prüfling die Prüfeinrichtung. Die Überprüfung erfolgt dabei in der Weise, daß bei Auftreten eines Spannungsdurchschlags an einem Prüfling die Prüfspannung an diesem Prüfling zusammenbricht und der Prüfling sodann aussortiert wird.

Die Druckschrift DD 150 118 offenbart eine Anordnung zur Prüfung von Isolierkörpern, und insbesondere von Zündkürzenisolierkörpern, wobei innerhalb und außerhalb des Isolierkörpers Elektroden angeordnet sind. Die Außenseite der Elektrode wird in eine Vielzahl von Bereichen in Form zueinander isolierter Abschnitte aufgeteilt und es wird eine getrennte Information über einen Durchschlag oder einen Überschlag am Prüfling gebildet. Die Aufteilung in voneinander isolierte Abschnitte dient zur selektiven Erkennung des Auftretens eines Durchschlags, wobei der Durchschlag das Fehlerkriterium darstellt.

Aus der Druckschrift DE 31 29 041 C2 ist ferner ein faseroptischer Sensor zum Erfassen von elektrischen Lichtbogenentladungen sowie die Verwendung eines derartigen Sensors bekannt, wobei das Licht einer Lichtbogenentladung mittels eines faseroptischen Sensors aufgenommen und einer Anzeigeeinrichtung zugeführt wird. Mittels der Einrichtung ist erkennbar, ob eine Lichtbogenentladung in gewünschter Weise an dem zu überprüfenden Gerät stattgefunden hat.

Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, anstelle der Durchführung einer visuellen Inspektion bei den vorstehend erwähnten Prüfschritten eine automatische Überprüfung zu ermöglichen.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung zur Erfassung eines mechanischen Defekts in einem elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolator gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Alternativ wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung gemäß den Patentansprüchen 4 und 5 gelöst. Hinsichtlich eines Verfahrens zur Erfassung eines mechanischen Defekts in einem elektrisch fehlerhaft arbeitenden Isolator wird diese Aufgabe mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch 6 und 7 gelöst.

Gemäss einem ersten Aspekt. der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur Erfassung eines Fehlers in einem Isolator geschaffen, die die folgenden Bestandteile umfasst: einen Halteabschnitt zum Halten des Isolators, in dem ein hohler Abschnitt ausgebildet ist, eine elektrische Entladungseinrichtung zur Erzeugung einer elektrischen Entladung zwischen der Innenseite und der Aussenseite des Isolators, eine Wegerkennungseinrichtung zur Erkennung von mindestens einem Signal, das durch die elektrische Entladung einer elektrischen Entladungseinrichtung erzeugt wurde und einen vorgegebenen Weg passiert, oder das durch eine elektrische Entladung von der elektrischen Entladungseinrichtung erzeugt wurde und einen anderen Weg als den vorgegebenen Weg passiert, und eine Unterscheidungseinrichtung zur Durchführung einer Unterscheidung in Bezug auf das von der Wegerkennungseinrichtung erfasste Signal.

Gemäss einem zweiten Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Erfassung eines Fehlers in einem Isolator geschaffen, die die folgenden Bestandteile umfasst: eine Halteeinrichtung zum Halten des Isolators, der einen hohlen Abschnitt aufweist, eine erste Elektrode, die in den hohlen Abschnitt des Isolators eingesetzt werden kann, eine zweite Elektrode, die auf einer Seitenfläche des Isolators innerhalb eines Bereiches, in dem eine Elektrodenentladung zwischen dieser Elektrode und der ersten Elektrode möglich ist, ausbildbar ist, eine elektrische Entladungseinrichtung, die eine Funkenentladung erzeugt, eine Wegerkennungseinrichtung, die am oberen Abschnitt des Isolators vorgesehen ist und erkennt, ob eine Funkenentladung, die durch Anlegung einer Spannungsdifferenz zwischen der ersten und zweiten Elektrode erzeugt wurde, den oberen Abschnitt des Isolators passiert oder nicht, und die in Abhängigkeit von der Erkennung ein Signal abgibt, und eine Unterscheidungseinrichtung zum Unterscheiden, ob der Isolator fehlerhaft ist oder nicht, in Abhängigkeit von dem Signal der Wegerkennungseinrichtung.

Gemäss einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur Erfassung eines Fehlers im Isolator, der eine Mittelelektrode in seinem hohlen Abschnitt aufweist, geschaffen, die die folgenden Bestandteile umfasst: eine Halteeinrichtung zum Halten des Isolators, eine am Umfang des Isolators vorgesehene Elektrode, die in einem Bereich vorgesehen ist, in dem eine elektrische Entladung zwischen dieser Elektrode und der Mittelelektrode stattfinden kann, eine elektrische Entladungseinrichtung, die eine elektrische Entladung erzeugt, indem sie eine Spannungsdifferenz zwischen der Elektrode des Isolators und der Elektrode bewirkt, eine Wegerkennungseinrichtung, die am oberen Abschnitt des Isolators vorgesehen ist und erkennt, ob die Funkenentladung, die bei Anlegen der Spannungsdifferenz an die elektrische Entladungseinrichtung erzeugt wird, zwischen dem oberen Abschnitt der Mittelelektrode und der Elektrode erzeugt wird oder nicht, und in Abhängigkeit von der Erkennung ein Signal abgibt, und eine Unterscheidungseinrichtung zum Unterscheiden, ob der Isolator fehlerhaft ist oder nicht, in Abhängigkeit von dem Signal der Wegerkennungseinrichtung.

Gemäss einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zur Erfassung eines Defektes in einem Isolator einer Zündkerze für Brennkraftmaschinen geschaffen, der die folgenden Bestandteile umfasst: eine Halteeinrichtung zum Halten der Zündkerze für eine Brennkraftmaschine, eine elektrische Entladungseinrichtung zur Erzeugung einer Spannungsdifferenz zwischen der Mittelelektrode und dem Gehäuse, um auf diese Weise eine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode und der Erdelektrode zu erzeugen, eine Wegerkennungseinrichtung zum Erkennen, ob eine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode und der Erdelektrode erzeugt wird oder nicht, wenn die Spannungsdifferenz an die elektrische Entladungseinrichtung angelegt wird, und die in Abhängigkeit von Erkennung ein Signal abgibt, und eine Unterscheidungseinrichtung zum Unterscheiden, ob die Zündkerze für die Brennkraftmaschine fehlerhaft ist oder nicht, in Abhängigkeit von dem von der Erkennungseinrichtung abgegebenen Signal.

Bei Verwirklichung der vorstehend beschriebenen Konstruktion gemäss dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung passiert die Funkenentladung, wenn der Isolator mit der Halteeinrichtung gehalten und eine Funkenentladung zwischen der Innenseite und der Aussenseite des Isolators durch die elektrische Entladungseinrichtung erzeugt wird, einen vorgegebenen elektrischen Entladungsweg, wenn kein Fehler im Isolator vorhanden ist. Die Funkenentladung passiert jedoch nicht den vorgegebenen elektrischen Entladungsweg, wenn ein Defekt im Isolator vorhanden ist, da in diesem Fall die Funkenentladung durch das Innere des Defektes dringt. Gemäss der vorliegenden Erfindung wird dieser Unterschied zwischen den Wegen der Funkenentladung erfasst, es wird ein Unterschied zwischen den Signalen, die durch den vorstehend genannten Wegunterschied erhalten werden, durch die Wegerkennungseinrichtung erkannt, und es wird durch die Unterscheidungseinrichtung in Abhängigkeit von dem Signal unterschieden, ob der Isolator zufriedenstellend ist oder nicht.

Gemäss dem zweiten Aspekt der Erfindung verläuft die erzeugte Funkenentladung vom oberen Abschnitt der ersten Elektrode zur zweiten Elektrode durch den oberen Abschnitt des Isolators, wenn kein Defekt im Isolator vorhanden ist, wenn eine Funkenentladung durch die elektrische Entladungseinrichtung zwischen der ersten, in den hohlen Abschnitt des Isolators eingesetzten Elektrode und der an der Aussenseite des Isolators vorgesehenen zweiten Elektrode erzeugt wird. Wenn jedoch im Isolator ein Defekt vorhanden ist, verläuft die zwischen der ersten und zweiten Elektrode erzeugte Funkenentladung nicht durch den oberen Abschnitt des Isolators, sondern verläuft durch den Defekt im Isolator. Unter Ausnutzung des Unterschiedes zwischen den Funkenentladungen wird somit ein Unterschied zwischen den Funkenentladungswegen aufgrund des Vorhandenseins eines Defektes im Isolator erkannt, indem die Wegerkennungseinrichtung am oberen Abschnitt des Isolators vorgesehen ist, so dass die Unterscheidungseinrichtung unterscheiden kann, ob der Isolator zufriedenstellend ist oder nicht.

Wenn gemäss dem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Funkenentladung von der elektrischen Entladungseinrichtung zwischen der Mittelelektrode, die im hohlen Abschnitt des Isolator ausgebildet ist, und der an der Aussenseite des Isolators ausgebildeten Elektrode erzeugt wird, wird in der Tat eine Funkenentladung zwischen dem oberen Ende der Mittelelektrode und der ausserhalb des Isolators angeordneten Elektrode erzeugt, wenn kein Defekt im Isolator vorhanden ist. Wenn jedoch ein Defekt vorhanden ist, wird die Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode und der anderen Elektrode durch diesen Effekt erzeugt. Somit können Fehler im Isolator erfasst werden, indem lediglich von der Wegerkennungseinrichtung erkannt wird, ob die Funkenentladung zwischen dem oberen Ende der Mittelelektrode und der anderen Elektrode erzeugt wird, wenn von der elektrischen Entladungseinrichtung eine Spannungsdifferenz zwischen der Mittelelektrode und der anderen Elektrode hervorgerufen wird.

Gemäss dem vierten Aspekt der Erfindung wird in dem Fall, dass ein Fehler im Isolator einer Zündkerze für eine Brennkraftmaschine erfasst wird, von der Wegerkennungseinrichtung erkannt, ob eine elektrische Entladung zwischen der Mittelelektrode und der Erdelektrode der Zündkerze erzeugt wird oder nicht, wenn eine Spannungsdifferenz von der elek trischen Entladungseinrichtung zwischen der Mittelelektrode und dem Gehäuse erzeugt wird, so daß auf diese Weise das Vorhandensein von Fehlern im Isolator von der Unterscheidungseinrichtung unterschieden werden kann.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:

1 eine allgemeine Darstellung einer Fehlererfassungsvorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;

2 eine vergrößerte Ansicht, die einen oberen Abschnitt einer Wegerkennungseinrichtung gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung zeigt;

3 ein Ablaufdiagramm, das die Funktionsweise der ersten Ausführungsform der Erfindung verdeutlicht;

4 ein Zeitdiagramm, das die Funktionsweise der ersten Ausführungsform der Erfindung zeigt;

5 eine allgemeine Ansicht einer Fehlererfassungsvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;

6 eine allgemeine Ansicht einer Fehlererfassungsvorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung;

7 eine Darstellung zur Erläuterung eines herkömmlichen Verfahrens zur Erfassung von Fehlern in einem Isolator; und

die 8A und 8B Ansichten zur Verdeutlichung von unterschiedlichen elektrischen Entladungswegen in Abhängigkeit von der Tatsache, ob der Isolator Fehler aufweist oder nicht.

1 ist eine allgemeine Ansicht, die eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zur Erfassung eines Defektes in einem Isolator zeigt. Hiermit soll ein Defekt in der Form eines feinen Loches im Isolator einer Zündkerze erfaßt werden.

1 zeigt einen Isolator 1 einer Zündkerze für eine Brennkraftmaschine. Der Isolator 1 besitzt einen hohlen Abschnitt 1a, der sich in Axialrichtung erstreckt. Dieser Isolator 1 ist an einem Halter 2 fixiert, so daß er mit Hilfe einer konischen Führung 2a, die am Halter 2, der einen Halteabschnitt darstellt, ausgebildet ist, immer in einer konstanten Position gehalten wird. Der Isolator besitzt ferner eine elektrisch leitende Einrichtung eines Gummiringes 2b, der in den hohlen Abschnitt 1a eingesetzt ist und einen Durchmesser besitzt, der geringfügig größer ist als der Innendurchmesser des hohlen Abschnittes 1a. Des weiteren ist in der Nachbarschaft des Isolators 1 eine nadelförmige zweite Elektrode 6 vorgesehen, die eine elektrische Entladung zwischen sich selbst und einer nadelförmigen ersten Elektrode 30, die durch einen zweiten Elektrodenhalter 4 aus Isolationsmaterial isoliert und fixiert ist, erzeugen kann.

Der Halter 2 ist mit einer Drehvorrichtung 6 gekoppelt, die einen Motor 6a und mit dem Motor 6a gekoppelte Zahnräder 6b, 6c aufweist. Wenn der Motor 6a angetrieben wird, wird der Isolator 1 zusammen mit dem Halter 2 über die Zahnräder 6b, 6c gedreht.

Dieser Halter 2 stellt einen kontinuierlichen Kontakt mit einer geerdeten Bürste 7 her. Die erste Elektrode 30 wird daher über die mit dem Halter 2 in Kontakt stehende Bürste 7 geerdet. Die zweite Elektrode 50 ist an einen Hochspannungsgenerator 10 angeschlossen, der als elektrische Entladungseinrichtung dient. Dieser Hochspannungsgenerator 10 erzeugt eine Spannung mit einer konstanten Frequenz, die eine Funkenentladung zwischen der zweiten Elektrode 50 und der geerdeten ersten Elektrode erzeugen kann, indem eine Hochspannung in dem Zustand, in dem der Isolator 1 am Halter 2 gehalten wird, an die zweite Elektrode 50 angelegt wird. Des weiteren wird ein Timing-Signal abgegeben, das zur zeitlichen Abstimmung der Spannungserzeugung synchronisiert ist. Eine Lichtempfangsvorrichtung 11 ist eine Wegerkennungseinrichtung, die das Licht zu dem Zeitpunkt einfängt, an dem eine Funkenentladung, die zwischen der ersten Elektrode 30 und der zweiten Elektrode 50 erzeugt wurde, die obere Fläche 1b des Isolators 1 passiert. Diese Lichtempfangsvorrichtung besteht beispielsweise aus einem Bündel von vielen optischen Fasern.

2 ist eine vergrößerte Schnittansicht, die die vorstehend erwähnte Lichtempfangsvorrichtung 11 zeigt.

Die in 2 dargestellte Lichtempfangsvorrichtung 11 ist aus einem Bündel von optischen Fasern 11c und einem Silikonharz 11b gebildet. Die Lichtempfangsvorrichtung besitzt einen pfannkuchenförmigen Teil 11c mit einem Außendurchmesser A, der kleiner ist als der Außendurchmesser eines ringförmigen oberen Endteiles 1b des Isolators 1, und mit einem Innendurchmesser B, der größer ist als der Innendurchmesser der oberen Endfläche 1b an der oberen Endfläche des Bündels 11. Er besteht aus einem Isolationsmaterial der Silikon-Gruppe. Das Licht kann nur über den pfannkuchenförmigen Teil empfangen werden.

Wenn die Lichtempfangsvorrichtung 11 Licht vom Innenumfang des oberen Abschnittes empfängt, erkennt sie sogar Licht von einer Funkenentladung, die im Isolator 1 zwischen der ersten und zweiten Elektrode über einen im Isolator 1 vorhandenen Defekt, falls ein solcher vorliegt, erzeugt worden ist. Wenn die Lichtempfangsvorrichtung 11 Licht vom Innenumfang des oberen Abschnittes 1b des Isolators 1 empfangen würde, wäre es nicht möglich, Defekte im Isolator 1 zu isolieren. Die Lichtempfangsvorrichtung 11 würde eine Funkenentladung zwischen der ersten Elektrode 30 und der zweiten Elektrode 50 erkennen, wenn der Außendurchmesser des pfannkuchenförmigen Teiles der Lichtempfangsvorrichtung 11 größer wäre als der des oberen Abschnittes 1b des Isolators 1. Hierdurch könnte daher der Defekt im Isolator nicht erfaßt werden.

Der Abstand zwischen dem vorderen Ende 11a der Lichtempfangsvorrichtung 11 und dem oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 wird durch den Innen- und Außendurchmesser des vorderen Endes 11a der Lichtempfangsvorrichtung 11 festgelegt. Der Öffnungswinkel der Lichtempfangsvorrichtung 11 und somit der Lichtempfangsteil des pfannkuchenförmigen Teiles, der vom oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 nach außen gebaucht ist, ist aus dem vorstehend erwähnten Grund von oben durch einen Lichtabschirmfilm 11b begrenzt.

Ein fotoelektrischer Wandler 12 ist ein Bestandteil der Wegerkennungseinrichtung. Dieser fotoelektrische Wandler ist mit einem fotoelektrischen Wandlerelement versehen, das aus einer Si-Fotodiode o.ä. gebildet ist, um ein von der Lichtempfangsvorrichtung 11 zugeführtes Lichtsignal in ein elektrisches Signal umzuformen. Der fotoelektrische Wandler besitzt ferner eine Signalverstärkungsschaltung zum Verstärken des vom fotoelektrischen Wandlerelement gelieferten elektrischen Signales, das dem vom Wandlerelement empfangenen Lichtsignal entspricht.

Eine Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 empfängt das fotoelektrisch umgeformte Lichtsignal. Diese Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 besitzt einen A/D-Wandler zum Umformen eines Analogsignales nach fotoelektrischer Umformung in ein Digitalsignal und einen Digitalkomparator, der das Timing-Signal empfängt, das gleichzeitig mit der Erzeugung der Hochspannung vom Hochspannungsgenerator 10 als Signal zum Erregen der Vergleichs- und Rechenvorrichtung erzeugt wird. Die Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 vergleicht das elektrische Signal vom fotoelektrischen Wandler 12 zu dem Zeitpunkt, an dem das Timing-Signal empfangen wird, mit einem Sollwert für das elektrische Signal, der vorher in der Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 gespeichert wurde. Wenn das elektrische Signal vom fotoelektrischen Wandler 12 größer ist als der Sollwert für das elektrische Signal, wird ein dem momentan durchgeführten Vergleich entsprechender Vergleich zu dem Zeitpunkt ausgeführt, an dem das nächste Timing-Signal empfangen wird. Wenn jedoch das elektrische Signal vom fotoelektrischen Wandler 12 kleiner ist als der Sollwert für das elektrische Signal, wird ein Fehlersignal abgegeben. Die Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 besitzt des weiteren einen Zähler o.ä. zum Zählen der Timing-Signale vom Hochspannungserzeuger 10, um auf diese Weise eine Zykluszahl der vom Hochspannungsgenerator 10 abgegebenen Timing-Signale zu zählen. Die Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 gibt ein Inspektionsbeendigungssignal ab, wenn die gezählte Zykluszahl des Timing-Signales eine Sollzykluszahl erreicht, die vorher in der Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 gespeichert wurde.

Eine Anzeige 14 stellt eine Unterscheidungseinrichtung dar, um ein Ergebnis der Inspektion anzuzeigen, d.h. ob der Isolator 1 eine zufriedenstellende Inspektion in bezug auf feine Löcher hatte oder nicht. Hierzu wird eine Lampe o.ä. verwendet. Wenn ein Signal von der Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 das Inspektionsbeendigungssignal ist, zeigt die Anzeige 14 "gut" an. Wenn jedoch ein Signal von der Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 ein Fehlersignal ist, wird "nicht gut" angezeigt.

Als nächstes wird die Funktionsweise der Fehlererfassungseinrichtung für Isolatoren dieser Ausführungsform in Verbindung mit dem Ablaufdiagramm der 3 und dem Zeitdiagramm der 4 erläutert.

Wenn mit dem Startschritt 100 die Inspektion begonnen wird, wird der Halter 2 für den zu inspizierenden Isolator von der Rotationsvorrichtung 6 in Schritt 101 mit einer vorgegebenen Drehgeschwindigkeit gedreht. Gleichzeitig legt in Schritt 102 der Hochspannungsgenerator 10 eine Spannung an die nadelförmige zweite Elektrode 50, um eine Funkenentladung zwischen den nadelförmigen Elektroden 30 und 50 entlang der Fläche des Isolators 1 zu erzeugen. Die Lichtempfangsvorrichtung 11 empfängt an ihrem vorderen Ende 11a nur Licht, das von der Funkenentladung stammt und über den oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 dringt. Sie leitet das empfangene Licht zum fotoelektrischen Wandler 12, so daß das Licht auf fotoelektrischem Wege umgewandelt wird. In Schritt 103 wird ein durch die fotoelektrische Wandlung erhaltenes elektrisches Signal erzeugt, wie mit A in 4 angedeutet. Wenn die Funkenentladung einen elektrischen Entladungsweg ohne Defekt passiert, d.h. wenn die gesamte Funkenentladung über den oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 dringt, wird ein großes Signal erzeugt, wie mit A in 4 angedeutet. Ein mit B in 4 angedeutetes elektrisches Signal, das im Vergleich zum Signal A extrem klein ist, oder überhaupt kein Signal wird erzeugt, wenn die Funkenentladung nicht über den oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 dringt. Überhaupt keine Funkenentladung tritt auf, wenn der Isolator fehlerhaft ist, so daß die Funkenentladung durch einen Defekt dringt. In einem Unterscheidungsschritt 104 wird bestimmt, ob die Funkenentladung über den oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 dringt oder nicht, wobei das Timing-Signal vom Hochspannungsgenerator als Auslöser verwendet wird. In diesem Unterscheidungsschritt wird, wie beispielsweise in 4 gezeigt, ein Diskriminationswert zwischen dem Pegel eines Signales, das von der Funkenentladung erhalten wird, die über den oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 dringt, und dem Pegel eines Signales, das von der Funkenentladung erhalten wird, die nicht über den oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 dringt, erzeugt. Daher wird in Schritt 104 bestimmt, ob ein Spitzenwert eines Signales nach der fotoelektrischen Wandlung zum Zeitpunkt eines Anstieges des Timing-Signalimpulses höher ist als der Diskriminationswert oder nicht. Wenn dieser Wert höher ist als der Diskriminationswert, wird festgestellt, daß die Funkenentladung über den oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 gedrungen ist, d.h. den elektrischen Entladungsweg verfolgt hat, so daß kein Defekt im Isolator vorhanden ist. Das Verfahren wird dann zu Schritt 105 vorbewegt, indem bestimmt wird, ob eine Sollzahl von elektrischen Zyklen der elektrischen Entladung beendet worden ist. Daher wird zum ersten Zeitpunkt das Verfahren zu Schritt 2 zurückgeführt, nachdem als Zykluszahl für die elektrische Entladung N = 1 gesetzt worden ist. Nach dem Fortschreiten des Verfahrens zu Schritt 104 wird ein Schritt N = N + 1 in Schritt 105 durchgeführt, wenn das Ergebnis der Unterscheidung in Schritt 104 einen höheren Spitzenwert ergibt. Wenn das Ergebnis der Unterscheidung in Schritt 104 einen höheren Spitzenwert ergibt, werden die Schritte 102 bis 105 wiederholt, bis die Zykluszahl der elektrischen Entladung den Sollwert erreicht. Die Sollzykluszahl der elektrischen Entladung wird in Abhängigkeit von der Drehgeschwindigkeit des Isolators 1 und der Frequenz der elektrischen Ladung mit höherer Spannung festgelegt. Wenn beispielsweise die Drehzahl des Isolators 1 auf 60 UpM und die Frequenz der elektrischen Hochspannungsentladung mit 100 Hz geschätzt wird, werden 100 Zyklen einer elektrischen Entladung pro Drehung des Isolators 1 durchgeführt. Wenn die Sollzykluszahl der elektrischen Entladung auf 100 festgesetzt wird, wird das Verfahren nach einer Drehung des Isolators beendet, so daß die Schritte 102 bis 105 über 100 Zyklen danach wiederholt werden. Das Verfahren rückt zum nächsten Schritt 106 vor, an dem Akzeptanz angezeigt wird, es sei denn, das Ergebnis der Unterscheidung in Schritt 104 führt zu einem höheren Spitzenwert als der Sollgrenze. Wenn ein Signal nach der fotoelektrischen Wandlung niedriger ist als der Diskriminationswert in Schritt 104, wird festgestellt, daß die Funkenentladung nicht über den oberen Abschnitt 1b des Isolators gedrungen ist, so daß der Isolator einen Defekt aufweist. Danach rückt das Verfahren zu Schritt 107 vor, wo der Isolator als nicht akzeptabel angegeben wird. Das Verfahren rückt von Schritt 106 oder 107 zu Schritt 108 vor, wo die Drehung des Isolators 1 gestoppt wird. Dessen Inspektion ist damit beendet.

5 zeigt eine Fehlererfassungsvorrichtung für Isolatoren gemäß einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

In 5 sind Teile, die denen der ersten Ausführungsform entsprechen, mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Bei der zweiten Ausführungsform ist eine Mittelelektrode 20 vorher im hohlen Abschnitt 1a eines Isolators 1 ausgebildet worden. Es ist daher nicht mehr erforderlich, die Elektrode 30 in den hohlen Abschnitt 1a des Isolators 1 einzusetzen, wie dies bei der ersten Ausführungsform getan werden mußte. Statt dessen ist die Mittelelektrode 20 über ein Klemmenfitting 22, das in elektrisch leitender Verbindung mit einem Widerstand 21 steht, geerdet. Wenn der Hochspannungsgenerator 10 eine Hochspannung an die zweite Elektrode 50 legt, die außerhalb des Isolators 1 angeordnet ist, wird eine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode 20 und der zweiten Elektrode 50 erzeugt. Bei dieser zweiten Ausführungsform besitzt ebenfalls der vordere Endteil 11a der Lichtempfangsvorrichtung 11 einen pfannkuchenförmigen Teil, der dem oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 entspricht. Die anderen Teile wie beispielsweise die Wegerkennungseinrichtung u.ä., besitzen die gleiche Konstruktion wie bei der ersten Ausführungsform.

Als nächstes wird die Funktionsweise der zweiten Ausführungsform erläutert.

Wenn der Hochspannungsgenerator 10 eine Hochspannung an die außerhalb des Isolators 1 angeordnete zweite Elektrode 5 der zweiten Ausführungsform legt, wird eine Funkenentladung zwischen der zweiten Elektrode 50 und dem oberen Abschnitt 20a der Mittelelektrode 20 erzeugt, wenn kein Defekt im Isolator 2 vorhanden ist. Die Lichtempfangsvorrichtung 11 kann daher Licht von der auf diese Weise erzeugten Funkenentladung empfangen, und es wird mit Hilfe eines entsprechenden Verfahrens wie bei der ersten Ausführungsform und der Wegerkennungsvorrichtung festgestellt, daß der Isolator 1 zufriedenstellend ist.

Wenn jedoch beim Isolator 1 der zweiten Ausführungsform ein Fehler, beispielsweise ein feines Loch o.ä., vorhanden ist, wird die Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode und der zweiten Elektrode durch diesen Effekt im Isolator 1 erzeugt. Daher kann die Lichtempfangsvorrichtung 11, die dem oberen Abschnitt 1b des Isolators 1 gegenüber angeordnet ist, keine ausreichende Lichtmenge von der Funkenentladung empfangen. Hierdurch wird es möglich, unter Anwendung eines entsprechenden Verfahrens wie bei der ersten Ausführungsform über die Wegerkennungseinrichtung (nicht gezeigt) zu bestimmen, daß der Isolator nicht zufriedenstellend ist.

6 zeigt eine Fehlererfassungsvorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

In 6 sind Teile, die denen der ersten Ausführungsform entsprechen, mit entsprechenden Bezugszeichen versehen.

Bei dieser dritten Ausführungsform ist ein zu inspizierender Isolator in eine Zündkerze eingebaut.

Bei der dritten Ausführungsform ist das Gehäuse 23 der Zündkerze geerdet, und der Hochspannungsgenerator 10 ist an das Klemmenfitting 22 angeschlossen.

Darüber hinaus ist die Lichtempfangsvorrichtung 24 so angeordnet, daß sie Licht von der Mittelelektrode 20 und der Erdelektrode 25, die elektrisch leitend mit dem Gehäuse 23 verbunden ist, empfängt.

Die weiteren Bestandteile, wie beispielsweise die Wegerkennungseinrichtung u.ä., besitzen die gleiche Konstruktion wie bei der ersten Ausführungsform.

Als nächstes wird die Funktionsweise der dritten Ausführungsform erläutert.

Wenn bei der dritten Ausführungsform der Hochspannungsgenerator 10 eine Hochspannung an das Klemmenfitting 22 legt, wird eine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode 20, die elektrisch leitend mit dem Klemmenfitting 22 verbunden ist, und der Erdelektrode 25, die elektrisch leitend mit dem Gehäuse 23 verbunden ist, erzeugt, wenn kein Fehler, wie beispielsweise ein Durchgangsloch o.ä., im Isolator 1 vorhanden ist. Daher kann die Lichtempfangsvorrichtung 24, die zum Empfangen von Licht zwischen der Mittelelektrode 20 und der Erdelektrode 25 dient, Licht von der Funkenentladung einfangen. Somit kann die Wegerkennungseinrichtung, die nicht gezeigt ist und in der gleichen Weise funktioniert wie die der ersten Ausführungsform, bestimmen, daß der Isolator 1 zufriedenstellend ist.

Wenn jedoch ein Defekt, beispielsweise ein Durchgangsloch, im Isolator 1 vorhanden ist, wird keine Funkenentladung zwischen der Mittelelektrode 20 und der Erdelektrode 25 erzeugt, sondern direkt zwischen der Mittelelektrode 20 und dem Gehäuse 23 erzeugt, so daß die Lichtempfangsvorrichtung 11 keine ausreichende Lichtmenge empfangen kann. Daher kann die Wegerkennungseinrichtung, die nicht gezeigt ist und in der gleichen Weise wie bei der ersten Ausführungsform funktioniert, bestimmen, daß der Isolator 1 nicht zufriedenstellend ist.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die Anordnungen der vorstehend erwähnten Ausführungsformen beschränkt, sondern kann auch bei anderen Anordnungen Verwendung finden, wobei allgemein detektiert wird, ob eine elektrische Entladung, die zwischen der Innenseite und der Außenseite des vorstehend erwähnten Isolators erzeugt wird, einen vorgegebenen elektrischen Entladungsweg verfolgt oder nicht. Beispielsweise kann auch eine Anordnung von der Erfindung umfaßt werden, bei der eine Hochspannung an die nadelförmige Elektrode im hohlen Abschnitt des Isolators gelegt wird, während die nadelförmige Elektrode außerhalb des Isolators geerdet ist. Des weiteren kann ein Computer als Vergleichs- und Rechenvorrichtung 13 und als Anzeige 14 verwendet werden. In diesem Fall wird das Ausgangssignal vom fotoelektrischen Wandler 12 nach A/D-Wandlung dem Computer zugeführt, um dort diskriminiert und über ein Programm angezeigt zu werden. Des weiteren kann ein Signal, das angibt, ob ein zu inspizierender Isolator zufriedenstellend ist oder nicht, zur Steuerung einer Produktionsstraße ohne die Anzeige 14 eingesetzt werden.

Obwohl erläutert wurde, daß die Drehung der Rotationsvorrichtung für einen zu inspizierenden Isolator nach jeder Inspektion bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform gestoppt wird, ist die vorliegende Erfindung hierauf nicht beschränkt. Vielmehr kann die Drehung ohne Stoppen fortgesetzt werden. Des weiteren wurde erläutert, daß die Unterscheidung mit Hilfe eines Spitzenwertes eines elektrischen Signales beim Unterscheidungsschritt 104 nach der fotoelektrischen Wandlung bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform durchgeführt wurde. Es ist jedoch auch möglich, einen Effektivwert des Signales für die Unterscheidung zu verwenden.

Obwohl auch bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen erläutert wurde, daß die Beendigung der Inspektion durch die Zykluszahl der elektrischen Entladung bestimmt werden kann, kann die Inspektion auch dann beendet werden, wenn ein zu inspizierender Isolator um mehr als eine Drehung gedreht wird, was durch einen bestimmten Drehwinkel oder eine entsprechende Zeitdauer ermittelt werden kann.

Obwohl bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform optische Fasern als Wegerfassungseinrichtung verwendet werden, können auch eine Kamera und ein Bildmeßcomputer eingesetzt werden. In diesem Falle wird ein Bild um einen speziellen Teil eines zu inspizierenden Isolators herum, das von der Kamera aufgenommen wird, in den Computer eingegeben, der über ein vorher in den Computer eingegebenes Programm eine Unterscheidung in bezug auf den Isolator durchführt.

Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wurde ausgeführt, daß mit Hilfe einer Funkenentladung ermittelt wird, ob eine elektrische Entladung in einem speziellen Teil vorhanden ist oder nicht, wobei sich der Weg der elektrischen Entladung in Abhängigkeit von einem zufriedenstellenden oder nicht zufriedenstellenden Isolator verändert. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung einer derartigen Funkenelektrode beschränkt. Beispielsweise kann ein Verfahren eingesetzt werden, bei dem die Erfassung mit Hilfe einer Veränderung in einen physikalischen Wert, beispielsweise einer speziellen von der elektrischen Entladung erzeugten Spannungsdifferenz, der Plasmatemperatur der elektrischen Entladung o.ä., die von einer elektrischen Entladung abhängig ist, durchgeführt wird, ohne daß eine Beschränkung auf das eine Funkenentladung verwendende Verfahren erforderlich ist.

Wie vorstehend erläutert, wird gemäß der vorliegenden Erfindung auf der Basis der Tatsache, daß der Weg der elektrischen Entladung ein anderer ist, je nachdem, ob eine Hochspannung an einen zufriedenstellenden Isolator oder einen nicht zufriedenstellenden Isolator gelegt wird, mit Hilfe einer einfachen Anordnung die Feststellung, ob ein Isolator zufriedenstellend ist oder nicht, in Abhängigkeit von der Tatsache getroffen, ob eine elektrische Entladung einen vorgegebenen Weg, mit dem der entsprechende Unterschied angezeigt wird, durchläuft oder nicht. Auf diese Weise kann eine Inspektion über eine visuelle Prüfung mit Hilfe des menschlichen Auges vermieden und eine Automatisation erreicht werden, wodurch in sicherer und arbeitssparender Weise bestimmt werden kann, ob ein Isolator zufriedenstellend ist oder nicht.

Es wird somit eine Vorrichtung zur Erfassung eines Defektes in einem Isolator, in dem ein axial verlaufender hohler Abschnitt ausgebildet ist, vorgeschlagen. Die Vorrichtung besitzt einen Halteabschnitt zum Halten des Isolators, eine erste Elektrode, die in den hohlen Abschnitt des Isolators eingesetzt ist, und eine zweite Elektrode, die außerhalb des Isolators vorgesehen ist. Eine elektrische Entladungseinheit erzeugt eine elektrische Entladung zwischen der ersten und zweiten Elektrode. Eine Wegerkennungseinrichtung erkennt, ob die elektrische Entladung einen vorgegebenen Weg durchläuft, und eine Unterscheidungseinheit unterscheidet in Abhängigkeit von einem Signal von der Wegerkennungseinrichtung, ob der Isolator zufriedenstellend ist oder nicht.