Title:
Datenverdichtung von Tondaten
Kind Code:
B4


Abstract:

Datenverdichtungsverfahren zum Verdichten von Ton- oder Klangdaten mit den Schritten:
Verarbeiten eines Tondatenabtastabschnittes, der einen Anschlagabschnitt und einen Überblend-Schleifenabschnitt hat, wobei der Schritt eingeschlossen ist, gemäß dem die Tondaten zwischen dem Anschlagabschnitt und unmittelbar vor dem Schleifenabschnitt gestrichen werden,
digitales Verbinden der verbleibenden Anschlag- und Schleifenabschnitte, um einen verknüpften Datenabtastabschnitt zu bilden.




Inventors:
Monahan, Kevin J. (Santa Cruz, Calif., US)
Murray, Donna L. (Santa Cruz, Calif., US)
Application Number:
DE4190102A
Publication Date:
04/14/2005
Filing Date:
01/17/1991
Assignee:
E-MU Systems, Inc. (Scotts Valley, Calif., US)
International Classes:



Foreign References:
4633749
EP0241922
Attorney, Agent or Firm:
VOSSIUS & PARTNER (München)
Claims:
1. Datenverdichtungsverfahren zum Verdichten von Ton- oder Klangdaten mit den Schritten:
Verarbeiten eines Tondatenabtastabschnittes, der einen Anschlagabschnitt und einen Überblend-Schleifenabschnitt hat, wobei der Schritt eingeschlossen ist, gemäß dem die Tondaten zwischen dem Anschlagabschnitt und unmittelbar vor dem Schleifenabschnitt gestrichen werden,
digitales Verbinden der verbleibenden Anschlag- und Schleifenabschnitte, um einen verknüpften Datenabtastabschnitt zu bilden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, welches den Schritt enthält, gemäß dem die verbleibenden Anschlag- und Schleifenabschnitte mit einer vorbestimmten Überblendzeit digital verknüpft werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Überblendzeit 100 Millisekunden ist.

4. Datenverdichtungsvorrichtung zum Verdichten von Ton- oder Klangdaten, wobei die Vorrichtung aufweist:
eine Einrichtung zum Verarbeiten eines Tondatenabtastabschnittes, der einen Anschlagabschnitt und einen Überblend-Schleifenabschnitt hat, wobei eine Einrichtung mitenthalten ist, welche die Tondaten zwischen dem Anschlagabschnitt und unmittelbar vor dem Schleifenabschnitt entfernt, und
eine Einrichtung zum digitalen Verknüpfen der verbleibenden Anschlag- und Schleifenabschnitte, um einen verknüpften Datenabtastabschnitt zu bilden.

5. Datenverdichtungsverfahren zum Verdichten von Tondatenabschnitten mit den Schritten:
Unterteilen eines Tondatenabschnittes in ein Tiefpaßband, ein Bandpaßband und ein Hochpaßband, so daß das Tiefpaßband die Grundfrequenz des Datenabtastabschnittes enthält, das Bandpaßband die zweite Oberschwingung des Datenabtastabschnittes enthält und das Hochpaßband den Restteil des Tons enthält,
Durchlaufen des Tiefpaßbandes und des Bandpaßbandes in einer Schleife unter Verwendung einer Einzelzyklusschleife oder einer Doppelzyklusschleife,
Durchlaufen des Hochpaßbandes in Form einer Schleife unter Verwendung einer Überblendschleife derart, daß die größte Schleifenlänge ein ganzzahliges Vielfaches der anderen Schleifenlängen ist,
Rekombinieren der Schleifenbänder zu einem rekombinierten Datenabtastabschnitt.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem der Rekombinierungsschritt das Gleichmachen der entsprechenden Schleifenlängen umfaßt.

7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem die zugeordneten Schleifenausgangspunkte jeweils an der gleichen zugeordneten Stelle auftreten.

8. Datenverdichtungsverfahren zum Verdichten von Tondatenabtastabschnitten mit den Schritten:
Unterteilen eines Tondatenabtastabschnittes in ein erstes Band und ein zweites Band, so daß das erste Band die Grundfrequenz des Datenabtastabschnittes umfaßt und das zweite Band den restlichen Teil des Tonbereiches umfaßt,
Durchlaufen des ersten Bandes in einer Schleife unter Verwendung einer Einzelzyklusschleife,
Durchlaufen des zweiten Bandes in Form einer Schleife unter Verwendung einer Überblendschleife, so daß die größte Schleifenlänge ein ganzzahliges Vielfaches der anderen Schleifenlänge ist, und
Rekombinieren der Schleifenbänder zu einem rekombinierten Datenabtastabschnitt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die Phase der unterteilten Tondatenabschnitte aufrechterhalten wird.

10. Datenverdichtungsvorrichtung zum Verdichten von Tonabtastdatenabschnitten, wobei die Vorrichtung aufweist:
eine Einrichtung zum Unterteilen eines Tondatenabtastabschnittes in ein Tiefpaßband, ein Bandpaßband und ein Hochpaßband, so daß das Tiefpaßband die Grundfrequenz des Datenabtastabschnittes umfaßt, das Bandpaßband die zweite Oberschwingung des Datenabtastabschnittes umfaßt, und das Hochpaßband den restlichen Teil des Tonbildes umfaßt,
eine Einrichtung zum Durchlaufen des Tiefpaßbandes und des Bandpaßbandes in Form einer Schleife unter Verwendung einer Einzelzyklusschleife oder einer Doppelzyklusschleife,
eine Einrichtung zum Durchlaufen des Hochpaßbandes in Form einer Schleife unter Verwendung einer Überblendschleife, so daß die größte Schleifenlänge ein ganzzahliges Vielfaches der anderen Schleifenlängen ist, und
eine Einrichtung zum Rekombinieren der Schleifenbänder zu einem rekombinierten Datenabtastabschnitt.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei die Phase der unterteilten Tondatenabschnitte beibehalten wird.

12. Datenverdichtungsverfahren zum Verdichten von Tondaten mit den Schritten:
Abtasten einer ersten Note eines Musiksignals um eine erste Wellenform zu erzeugen,
Abtasten einer zweiten Note eines Musiksignals, um eine zweite Wellenform zu erzeugen, wobei sich die zweite Note von der ersten Note unterscheidet,
Abstandsverschieben der zweiten Wellenform, um eine verschobene zweite Wellenform zu bilden, die die erste Wellenform annähert, und
digitales Verknüpfen der ersten Wellenform mit der verschobenen zweiten Wellenform zur Bildung eines kombinierten Tondatenabtastabschnittes.

13. Datenverdichtungsvorrichtung zum Verdichten von Tondaten, wobei die Vorrichtung aufweist:
eine Einrichtung zum Abtasten einer ersten Note eines Musiksignals, um eine erste Wellenform zu erzeugen,
eine Einrichtung zum Abtasten einer zweiten Note eines Musiksignals, um eine zweite Wellenform zu erzeugen, wobei sich die zweite Note von der ersten Note unterscheidet,
eine Einrichtung zur Abstandsverschiebung der zweiten Wellenform, um eine verschobene zweite Wellenform zu bilden, die die erste Wellenform annähert, und
eine Einrichtung zum digitalen Kombinieren der ersten Wellenform und der verschobenen zweiten Wellenform zur Bildung eines kombinierten Tonabtastabschnittes.

Description:

Die Erfindung befaßt sich mit der Datenverdichtung von Tondaten bzw. Schalldaten, und insbesondere mit der Datenverdichtung von Tondaten, welche bei Digitalabtastungs-Tasteninstrumenten genutzt werden.

Seit der Einführung der Digitalabtastungs-Tasteninstrumente nimmt der Wunsch ständig zu, die Ton- bzw. Schalldaten in kleineren Speichern zu verdichten, ohne daß man eine Einbuße hinsichtlich der Ton- bzw. Klangqualität in Kauf zu nehmen braucht. In jüngster Zeit gibt es zwei übliche Verfahren zur Reduzierung der Speichergröße bzw. des Speicherbedarfs, nämlich durch Limitierung der Bitauflösung (8 bis 12 Bits) und der Abtastraten (kleiner als 44,1 kHz). Seit der Einführung der Kompaktdisk (CD) gilt jedoch eine Auflösung von kleiner als 16 Bit und 44,1 kHz als weitgehend unakzeptierbar.

Ein weiterer üblicher Vorschlag, das Schleifenbilden, umfaßt die Wiederholung eines Teils der Daten während der Zeit, während der eine Taste niedergedrückt wird. Zwei übliche Arten von Schleifenbildungen sind Einzelperioden-Vorwärtsschleifen und überblendete Vorwärtsschleifen (siehe 1 und 2). Einzelperioden- (oder Einzelzyklus-)Schleifen klingen in charakteristischer Weise äußerst statisch, da nur eine Periode wiederholt wird. Sie sind am geeignetsten bei Soloinstrumenten mit unkomplizierten harmonischen Strukturen. Längere Schleifen hingegen sind bei Gesamtklängen und harmonisch komplexen Solotönen erforderlich. Häufig müssen die Tondaten verarbeitet werden, um Schläge (pops) zu vermeiden. Diese Vorgehensweise wird als Über/Blendschleifenbildung bezeichnet. Teile des Klangbildes am Schleifenanfang und den Endpunkten werden in die Schleife eingeblendet und aus dieser ausgeblendet. Natürlich enthält die längere, überblendete Schleife ein stärkeres dynamisches Verhalten als eine Einzelzyklusschleife. Als Folge jedoch tritt die Aufhebung einer gewissen Niederfrequenzphase auf.

Der Ausgangspunkt einer über/geblendeten Schleife muß beginnen, nachdem die Anschlagphase für den Ton vergangen ist, und der Ton stabil wird. Die Schwierigkeit hierbei ist es, daß es häufig eine gewisse Zeit braucht, bis ein Ton stabil wird. Wenn eine Schleife zu nahe am Anschlag begonnen wird, erhält man ungünstige Schleifen infolge von großen Schwankungen hinsichtlich der Phase und Amplitude, und es besteht eine große Gefahr, daß Anschlagdaten zu Teilen der Schleife werden.

Ein weiteres Verfahren zur Reduzierung des Speichers ist darin zu sehen, einfach weniger Abtastabschnitte bei einem vorgegebenen Instrument an der Tastatur zu nehmen. Eine Einzelabtastung einer Violine macht weniger Speicherkapazität als eine Abtastung bei jeder Halboktave erforderlich. Die Schwierigkeit hierbei ist es, daß der wirkliche Ton bzw. Klang schnell im Zusammenhang verlorengeht, wenn zu wenige Abtastabschnitte für die Wiedergabe eines vorgegebenen, darzustellenden Instruments genutzt werden.

Die EP 0 241 922 A2 betrifft eine Tonerzeugungsvorrichtung mit der zum Komprimieren von Ton- oder Klangdaten eine Serie von Daten, die eine Wellenform eines Musiktones kennzeichnen, mittels eines prädiktiven Kodierungsverfahrens und eines Differenzquantisierungsverfahrens komprimiert werden und Tondaten, die bestimmten Wellenformabschnitten entsprechen, dekodiert werden, um den Musikton zu reproduzieren.

Die US 4 633 749 betrifft eine Tonsignalerzeugungsvorrichtung, bei der eine erste und eine zweite erzeugte Wellenform mittels Interpolation entsprechend einem zeitlich variierenden Wichtungswert gewichtet, die gewichteten Wellenformen kombiniert und mit einer Rate ausgegeben werden, die einer Frequenz eines Musiktones entspricht, die als Tonsignal des Musiktones erzeugt werden soll.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zur Datenverdichtung bereitzustellen, welche bei Digitalabtastungs-Tasteninstrumenten eingesetzt werden können.

Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, den Speicherbedarf für abgetastete Töne zu verringern, ohne daß man Einbußen hinsichtlich der Tonqualität in Kauf zu nehmen braucht, wobei drei Techniken angewandt werden können. Insbesondere verbessert die dritte Technik den Mangel einer Wiedergabeverzerrung wenn abgetastete Töne transponiert bzw. umgewandelt werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Verfahren nach Ansprüchen 1, 5, 8 und 12 sowie Vorrichtungen nach Ansprüchen 4, 10 und 13 gelöst.

Kurz gesagt befaßt sich die Erfindung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform mit einem verbesserten Verfahren zur Verarbeitung von Tondatenteilen, bei denen die Datenteile einen Anschlagteil und einen über/geblendeten Schleifenteil haben, wobei das Verfahren den Schritt umfaßt, gemäß dem die Tondaten zwischen dem Anschlagteil und unmittelbar vor dem Schleifenbeginnteil weggelassen werden. Das verbesserte Verfahren umfaßt ferner den Schritt, gemäß dem die verbleibenden Anschlag- und Schleifenteile digital zusammengesetzt werden, um ein zusammengesetztes Datenteil zu bekommen.

Weitere Zielsetzungen, Vorteile und neue Merkmale der Erfindung sind nachstehend in der Beschreibung angegeben und sie können vom Fachmann bei der Durchsicht der nachstehenden Ausführungen erkannt werden oder sie können durch die praktische Anwendung der Erfindung erfaßt werden. Die Zielsetzungen und Vorteile der Erfindung können mit Hilfe der Einzelheiten und Kombinationen realisiert und erreicht werden, welche in den anliegenden Ansprüchen angegeben sind.

Die beiliegende Zeichnung, die einen Teil der Beschreibung bildet, verdeutlicht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung und sie dient zusammen mit der Beschreibung zur Verdeutlichung der prinzipiellen Einzelheiten der Erfindung.

1 zeigt eine Einzelzyklus-Vorwärtsschleife.

2 zeigt eine Überblend-Schleifenverarbeitung.

3 zeigt eine übliche überblendete Schleife.

4 zeigt eine übliche überblendete Schleife, welche zu nahe am Anschlag liegt.

5 zeigt Schneid-Kopier- und Schichtbearbeitungen.

6 zeigt die Verknüpfungsanschlag/Schleife.

7 zeigt eine Klavierabtastung mit einer üblichen Überblendschleife.

8 zeigt eine Klavierabtastung mit einer üblichen Überblendschleife, welche näher am Anschlag liegt, um die Schwankungen in der Schleife zu verdeutlichen.

9 zeigt ein Klavierabtastband, welches gesondert unterteilt und gesondert in Schleifen durchlaufen wird.

10 zeigt ein Klavierabtastband mit gleicher Unterteilung und Schleifenbildungen.

11 zeigt Klavierabtastbänder, welche mit einer erhaltenen Schleife rekombiniert sind, die näher zum Anschlag liegt.

12 zeigt eine Wiedergabe- bzw. Darstellungsverschiebung.

13 zeigt ein Diagramm eines digitalen, finiten Impulsansprech-(FIR)-Filters.

14 zeigt ein Diagramm einer Datenverdichtungstechnik, bei welcher Tiefpaßfilter, Bandpaßfilter und Hochpaßfilter (FIR) eingesetzt werden.

Nachstehend wird detailliert auf die bevorzugte Ausführungsform nach der Erfindung bezuggenommen, von der ein Beispiel in der beiliegenden Zeichnung wiedergegeben ist.

Eine Technik nach der Erfindung zur Datenreduktion (3 bis 6) nutzt Schneid- und Schichtaufbereitungseinrichtungen, um einen Ton bzw. einen Klang auf die wesentlichsten Komponenten, Anschlag und Schleife (beibehalten) zu reduzieren. 3 zeigt eine Abtastfolge, welche überblendet und in Schleifen unmittelbar nach dem Anschlag durchlaufen wird. Klanglich ist dieses Beispiel korrekt, man benötigt aber mehr Speicherplatz als erwünscht (57 K). In 4 wurde das Abtastteil in einer Schleife wesentlich näher am Anschlag für den Ton durchlaufen, wodurch man die gewünschte Speicherreduktion (22K ) erhält, aber nunmehr enthält die Schleife Elemente des Anschlags. Aufgrund der Instabilität des Tons zu diesem Zeitpunkt hat die Schleife eine unerwünschte Schwankungsgröße.

Zurückkehrend zu 3 läßt sich erkennen, daß sich die Tondaten zwischen dem Anschlag (etwa 125 ms) und unmittelbar vor dem Schleifenbeginn (etwa 100 ms) gestrichen werden können. Der verbleibende Rest (der Anschlag und die Schleife) kann digital miteinander bis zu 100 ms X/Blendenzeit verknüpft werden. Die X/Blende verhindert jeden hörbaren Schlag (pop) bei der Verknüpfung, und die Blendenzeit ist durch die Größe der Daten vor dem Schleifenbeginn limitiert, und beträgt in diesem Fall 100 ms oder 4410 Bits bei einer Abtastrate mit 44,1 kHz (siehe 5).

Der erhaltene Datenabschnitt (6) ermöglicht nicht nur eine Einsparung an Speicherplatz, sondern man erhält auch einen signifikant besseren Klang als beim Beispiel nach 3, da der unstabile Teil des Abtastabschnitts eliminiert wurde.

Eine zweite Technik (7 bis 11) nach der Erfindung nutzt einen phasenlinearen Filter, um einen Abtastabschnitt in mehrere Bänder zu unterteilen, welche sich einzeln verarbeiten und in Schleifen durchlaufen lassen, welche näher am Anschlag liegen als bei einem digitalen Rekombinieren. Die Verwendung von finiten Impulsansprech-Digitalfiltern der entsprechenden Ordnung zwischen den Bändern stellt keine Phasenverzerrung des Ergebnisses nach dem Rekombinieren sicher.

7 zeigt ein Klavierabtastbeispiel, das in einer Überblendschleife durchlaufen ist. Ein kürzerer Abtastabschnitt ist erwünscht. Bei diesem Beispiel würde eine Einzelzyklusschleife des Ausgangsabtastabschnittes äußerst statisch und unnatürlich klingen. Die Verwendung einer überblendeten Schleife, welche näher am Anschlag liegt, führt zu überstarken Tremoloeffekten infolge der nach wie vor im Schleifenbereich des Tons vorhandenen Erregungsgröße und der Phasenaufhebungsnebenerzeugnisse des Überblendens, wie dies in 8 gezeigt ist.

Die Variationen der Niederfrequenzkomponenten in der Schleife sind es, welche die unerwünschten Tremoloeffekte bewirken, während die Variationen der höherfrequenten Komponenten in der Schleife zweckmäßig sind, um einen ansprechenden Klang beizubehalten. Die Bandunterteilung des kürzeren Abtastabschnittes ermöglicht, daß die Niederfrequenzkomponenten in Einzelzyklusschleifen durchlaufen werden, und daß die Hochfrequenzkomponenten als überblendete Schleifen genutzt werden. Das Ergebnis nach dem Rekombinieren der Bänder ist eine Schleife, die stabil aber nach wie vor ansprechend klingt.

In 9 ist der Klavierabtastabschnitt in drei Bänder unter Verwendung eines Tiefpaßfilters unterteilt, eines Bandpaßfilters und eines Hochpaßfilters, welche phasenlinear sind. Das Band A ist im Tiefpaßfilter durchgegangen und es bleibt im wesentlichen die Grundfrequenz (51 Hz, G ≠ 0) zurück. Das Band B hat den Bandpaßfilter durchlaufen und es bleibt nur die zweite Oberschwingung erhalten. Das Band C hat den Hochpaßfliter durchlaufen und man erhält die restlichen Teile des Klangbildes.

Das Band A wird in einer Schleife durchlaufen unter Verwendung einer Einzelzyklusschleife, und das Band B wird in einer Schleife mit derselben Länge durchlaufen (in Wirklichkeit handelt es sich hierbei um eine Doppelzyklusschleife). Das Band C wird unter Verwendung einer wesentlich längeren Überblendschleife durchlaufen. Die einzige Beschränkung hierbei ist darin zu sehen, daß die größte Schleifenlinie aller Bänder ein ganzzahliges Vielfaches der anderen Schleifenlängen sein muß, um anschließend eine entsprechende Rekombination zu ermöglichen. In diesem Fall sind die Schleifen in A und B 850 Byte und die Schleife in C ist 45.900 Byte (54 Mal so lang).

Um diese drei Bänder wieder zu einem Abtastabschnitt zu rekombinieren, müssen zuerst die Schleifenlängen egalisiert werden (10). Dies erfolgt dadurch, daß zuerst die Schleifendaten im Band A so oft kopiert werden, bis man eine Schleifenlänge erhält, die gleich jener von C ist. Bei diesem Beispiel wird die Schleife 54 Mal multipliziert, um die korrekte Schleifenlänge zu erhalten. Der Schleifenbeginn muß aber genau zum gleichen Zeitpunkt vorhanden sein. Das einfache Bewegen der Schleifenanfangspunkte des Bandes A zu jenen des Bandes C kann zu einer weniger erwünschten Schleife im Band A führen. Daher sollten die Schleifendaten im Band A eine zusätzliche Anzahl von Malen kopiert werden, bis ausreichend Daten erzeugt wurden, um eine Schleifenlänge mit 45.900 Byte an einem Ausgangspunkt gleich jenem des Bandes C mit 94.779 Byte zu erzeugen. Diese Verarbeitung wird für das Band B wiederholt, wodurch man drei Ränder erhält, die alle Schleifen haben, welche bei 94.779 Byte beginnen und eine Länge 45.900 Byte besitzen.

Nach einer Vergleichmäßigung der Schleifen können dann die drei Bänder rekombiniert werden (11). Der erhaltene Abschnitt führt zu einer äußerst natürlichen Wiedergabe mit einer gewissen Verlagerung zu höheren Frequenzen und einer äußerst geringen Verlagerung zu niederen Frequenzbereichen. Wenn der Ausgangsabtastabschnitt unter Verwendung des X/Blendschleifenverfahrens in Schleifen durchlaufen wurde, wäre es erforderlich, die Schleife wesentlich weiter vom Anschlag entfernt zu beginnen, um eine ähnliche Schleifenstabilität zu erhalten (7). Ansonsten würde der Abtastabschnitt Mängel hinsichtlich einer Phasenaufhebung am unteren Ende haben, wie sich dies aus 8 ergibt.

Eine dritte Datenverdichtungstechnik nach der Erfindung kombiniert zwei oder mehr Abschnitte der Gesamtklangbilder zu einem Abtastabschnitt, wodurch man bei verringertem Speicherbedarf größere Klangbereiche erzeugen kann, und es läßt sich auch eine Wiedergabeverzerrung infolge einer Abstandsverlagerung herabsetzen.

Wenn ein fester, darzustellender, abgetasteter Ton bei Playback schwach oder stark verlagert wird, klingt dieser Ton uncharakteristisch. Ein augenfälliges Beispiel wird von einem Einzelteilvokal "aaH" als Abtastabschnitt gebildet, welcher um eine Oktave nach oben und unten ausgeweitet wird. Das Ausmaß des Vokallauts erscheint so, daß er in unrealistischer Weise vergrößert und verkleinert wird. Diese Erscheinung wird manchmal mit "Geräuschkinisation (munchkinization)" bezeichnet.

12 zeigt eine Wiedergabetransposition als ein Ergebnis der Abstandsverschiebung des Vokals "aH" von A 440 Hz nach F 349 Hz und von F 349 Hz zu A 440 Hz. Wenn man einen Vergleich mit den Ausgangsabständen vornimmt, haben die transponierten Versionen eine Abweichung in der Wiedergabestelle.

Wenn man digital F 349 Hz zu A 440 Hz zurückführt, und dann dieses mit dem Ausgangsabtastabschnitt A 440 Hz verknüpft, nähert sich die erhaltene Wiedergabestelle äußerst stark jener der Ausgangsabtastung A 440 Hz an. Da auch die kombinierte Version Wiedergabecharakteristika beider Abstände enthält, wurde der effektive Transpositionsbereich erweitert und es wird ein größerer Klangbereichsabschnitt bei jeder Abtastung erzeugt.

Nunmehr bezugnehmend auf 13 ist dort ein digitaler, finiter Impulsansprechfilter gezeigt. Die Filterkoeffizienten Ci müssen alle real sein, um ein lineares Phasenansprechverhalten sicherzustellen. Die Ordnung des Filters ist die Anzahl der Stufen N.

14 verdeutlicht eine Datenverdichtungstechnik gemäß der vorliegenden Erfindung, bei der der Ausgangsabtastabschnitt abgebrochen ist, in Bänder unterteilt ist (beim dargestellten Beispiel in drei Bänder), gesondert in Schleifen unterteilt ist und dann rekombiniert wird. Das Ergebnis ist ein wesentlich kürzerer Abtastabschnitt. Alle Bandteilfilter in 14 haben dieselbe Ordnung, um eine Phasenübereinstimmung bei dem Rekombinieren sicherzustellen.

In 14 wird nach dem Abkürzen eine Tiefpaßfilterung, eine Bandpaßfilterung und eine Hochpaßfilterung vorgenommen, wie dies vorstehend angegeben ist. Der Ausgang des Tiefpaß-FIR-Filters wird dann in Form einer Einzelzyklusschleife dupliziert. Der Ausgang des Bandpaß-FIR-Filters wird als Einzelzyklusschleife dupliziert.

Der Ausgang des Hochpaß-FIR-Filters wird in der Blendenschleife überblendet. Die Schleifenbänder werden dann verknüpft, wie dies in 14 gezeigt ist.

Die Vorteile nach der Erfindung können bei Einsatz von geeigneten Digitalabtastungs-Tasteninstrumenten eingesetzt werden, wie dem EMULATOR III, der von der Anmelderin der vorliegenden Erfindung, nämlich E-mu Systems, Inc. of Scotts Valley, CA hergestellt wird. Auch kann eine im Handel erhältliche Tonverarbeitungssoftware in Verbindung mit einem geeigneten Digitalabtastungsinstrument eingesetzt werden, um eine Datenverdichtung der Ton- bzw. Klangdaten nach der Erfindung bereitzustellen.