Title:
Cleaning waste water from printing operations - in which desorption air is purified in activated carbon@ filter before venting, and desorbed water is further filtered
Kind Code:
A1


Abstract:
In cleaning waste water from printing works, the water is settled (1), filtered (3, 4) and is then stripped (5), using air (17) as the desorption medium. The stripping air is cooled and then cleaned in an activated carbon filter. A water softener (29) is provided in the water inlet to the printing plant (30, 31) and a cooling device (27) and activated C filter (21) are provided in the air outlet (19, 20) from the desorption tank (5). The water softener is in the form of a calcium ion exchanger unit. A filter (6) downstream of the desorption tank consists of a vessel inside which is a removable insert which has a permeable floor and which contains a filtration or reaction material. The clean water outlet from this filter is at a short distance above its floor, so that a sump is formed in the lower part of the filter from which a drain pipe leads to a sludge receiving tank. USE/ADVANTAGE - Used in purifying waste water from printing operations.



Inventors:
DER ERFINDER WIRD NACHTRAEGLICH BENANNT
Application Number:
DE4113813A
Publication Date:
10/29/1992
Filing Date:
04/27/1991
Assignee:
GAT HANDELSGESELLSCHAFT FUER I (DE)
Domestic Patent References:
DE4012744A1N/A1991-10-24
DE3935445A1N/A1991-05-02
DE3842599A1N/A1990-06-21
DE3810705A1N/A1989-10-05
DE8811041U1N/A1989-02-09
DE3605338A1N/A1987-08-20
DE3437135A1N/A1985-09-12
DE3335994A1N/A1985-04-11
DE3237277A1N/A1984-04-12
DE2934246A1N/A1981-03-26
DE2813864A1N/A1979-10-11
DE347899CN/A1922-01-27



Foreign References:
GB2038648A1980-07-30
48082371989-02-28
39124721975-10-14
EP01769121989-11-08
EP02503941987-12-23
SU1353737A11987-11-23
Other References:
GROMBACH, Peter
u.a.: Handbuch der Wasserver- sorgungstechnik, R. Oldenbourg Verlag München Wien1985, 684-693
BUEB, M.
u.a.: Verminderung der Abwasseremission in der chemischen Industrie durch Verfahrensum- stellungen und Teilstrombehandlungen. In: Korres- pondenz Abwasser 37, 1990, 5, S.542-558
HARTINGER, Ludwig: Handbuch der Abwasser- und Re- cyclingtechnik für die metallverarbeidende Indus- trie, 2. Aufl., Carl HanserVerlag, München Wien 1991, S.326,327
KAEDING, J.
SCHULZ, G.: Fortschritte der Wasser- chemie, Akademie-Verlag Berlin 1965, H.3, S.95-97
JP 2-131185 A., In: Patents Abstracts of Japan, C-745, Aug. 2, 1990, Vol.14, No.356
WEINAND, Rudolf
v.KIENLE, Hartmut: Sanierung von Grundwasserschäden. In: Chemie in unsererZeit, 23.Jg., 1989, Nr.4, S.130-136
Claims:
1. Verfahren zum Reinigen des Farbstoffe, organische Lösungsmittel und gegebenenfalls andere Verunreinigungen enthaltenden Abwassers aus Drucke­reibetrieben, insbesondere Siebdruckbetrieben, bei dem das Abwasser zur Abscheidung der Farbstoffe gefiltert und anschließend unter Verwendung von Luft als Desorptionsmittel gestrippt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Bad entweichende Luft gekühlt und anschließend in einem Akttiv­kohlefilter gereinigt wird.

2. Druckanlage, insbesondere Siebdruckanlage, mit einer der Druckein­richtung nachgeordneten Reinigungsanlage aus einem Absetzbehälter, minde­stens einem Filter und einem einen Luftauslaß in die Atmosphäre aufweisen­den Desorptionsbehälter zur Extraktion von flüchtigen Bestandteilen, wie organischen Lösungsmitteln, Tensiden und dergl., aus dem Abwasser unter Verwendung von Luft als Desorptionsmittel sowie gegebenenfalls einem Nach­filter, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zur Druckeinrichtung führenden Wasserzulauf eine Enthärtungsanlage (29) zur Enthärtung des Frischwassers und in der dem Desorptionsbehälter (5) nachgeordneten Luftauslaßleitung (19, 20) eine Kühleinrichtung (27) und hieran anschließend ein Aktivkohlefilter (21) angeordnet sind.

3. Druckanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Wasserenthärtungseinrichtung (29) ein Kalkwandler vorgesehen ist.

4. Druckanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Desorptionsbehälter nachgeordnete Filter (6) von einem Behälter (40) mit einem der Aufnahme von Filter- bezw. Reaktionsmaterial dienenden, einen Siebboden (41) aufweisenden Einsatz (42) gebildet ist, wobei der Behälter (40) mit einem Wasserauslauf (43) versehen ist, der zur Bildung eines Sumpfes in einer gewissen Höhe oberhalb des Behälterbodens in der Behälterwand angeordnet ist, wobei im Boden ein zu einem Schlammbehälter führender Auslauf angeordnet ist.

5. Druckanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Behäl­terboden ein zu einem Schlammbehälter führender Auslauf (44) vorgesehen ist.

6. Druckanlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (40) und der Einsatz (42) an ihren oberen Enden einen Verbindungsflansch (46, 47) aufweisen, die gemeinsam mit einem den Zulaufstutzen (48) sowie ein Überlaufventil (49) aufweisenden Deckel (50) zu einer Einheit verbunden werden können.

7. Druckanlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeich­net, daß das Filter- bezw. Reaktionsmaterial mit einer Umhüllung in Form einer geschlossenen, Griffhenkel (52) aufweisenden Filterpatrone (51) versehen ist, wobei die Durchlässigkeit des Umhüllungs- und Filtermate­rials sowie der Durchflußquerschnitt des Siebbodens (41) derart auf den Förderdruck der die Flüssigkeit zuführenden Pumpe abgestimmt ist, daß das Wasser bei Gewährleistung einer ausreichenden Kontaktzeit mit dem Filter- bezw. Reaktionsmaterial im wesentlichen ohne Druckaufbau durch die Säule des Filtermaterials strömt.

Description:
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Reinigen des Farb­stoffe, organische Lösungsmittel und gegebenenfalls andere Verunreinigun­gen enthaltenden Abwassers aus Druckereibetrieben, insbesondere Siebdruck­betrieben. Die Reinigung der Abwässer aus Druckereien, insbesondere Siebdruckan­lagen ist ein nach wie vor nur ungenügend gelöstes Problem. So ist es aus der EP-OS 2 50 394 bekannt, die in derartigen Anlagen anfallenden Abwässer nach einer Filterung zur Abscheidung der Feststoffpartikel zur Beseitigung der insbesondere organischen Lösungsmittel und gegebenenfalls Tenside durch Einblasen von Luft als Desorptionsmittel zu strippen. Es kann auf diese Weise zwar das Abwasser weitestgehend von diesen Verunreinigungen befreit werden, die jedoch durch den Stripp-Vorgang von der Luft mitgeführt und in die Atmosphäre überführt werden, aus denen sie ebenfalls mit erheblichem Aufwand entfernt werden müssen. Der vorliegenden Erfindung liegt als Aufgabe die Schaffung eines Verfahrens der beschriebenen Art zugrunde, mit dessen Hilfe eine wirksame Reinigung der die Druckanlage verlassenden Abwässer ohne Belastung der Atmosphäre erreicht werden kann. Diese Aufgabe wird mit dem im Patentanspruch 1 wiedergegebenen Verfahren gelöst. Durch die Erfindung ist ein Verfahren geschaffen, mit dessen Hilfe Abwässer aus Druckanlagen, insbesondere Siebdruckanlagen vollständig gereinigt werden können in dem Sinne, daß eine Umweltbelastung weder des Vorfluters noch der Atmosphäre eintritt. Durch die vorgängige Enthärtung des in die Druckeinrichtung eingeführten Prozeßwasser einerseits und die sich an das Strippen anschließende Kühlung der Abluft wird einerseits eine praktisch vollständige Überführung der im Prozeßwasser mitgeführten flüch­tigen Bestandteile in die Atmosphäre und andererseits aufgrund der Nieder­schlagung der in der Abluft mitgeführten Feuchtigkeit im Kühler eine prak­tisch quantitative Adsorption der Schadstoffe aus der Abluft im Aktivkoh­lefilter ohne Schädigung des Filters erreicht. Weitere Ausführungsformen und Vorteile ergeben sich aus der nachfol­genden Beschreibung, in der die Erfindung anhand der beiliegenden Zeich­nung beispielsweise erläutert ist. Es zeigen Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Druckanlage Fig. 2 eine schematische Schnittdarstellung eines Abwasserfilters In der Zeichnung ist eine Druckanlage mit einer Druckeinrichtung 30, 31 wiedergegeben, der über eine Leitung 8 eine Reinigungsanlage aus einem Absetzbehälter 1, zwei Filterbehältern 3, 4 und einem einen Luftauslaß 19 20 in die Atmosphäre aufweisenden Desorptionsbehälter 5 zur Extraktion von flüchtigen Bestandteilen, wie organischen Lösungsmitteln, Tensiden und dergl., aus dem Abwasser nachgeordnet sind. Die Frischwasserzufuhr erfolgt über die Einlaßleitung 28, während die Desorption (Strippen) erfolgt unter Verwendung von Luft als Desorptionsmittel, die über die Leitung 17 und das Ventil 18 in den Desorptionsbehälter 5 eingeleitet wird. Es sind weiterhin dem Desorptionsbehälter im Wasserkreislauf ein Nachfilter 6 und ein Puffertank 7 nachgeordnet. Es sind erfindungsgemäß in dem zur Druckeinrichtung führenden Wasser­zulauf eine Enthärtungsanlage 29 zur Enthärtung des Frischwassers und in der dem Desorptionsbehälter 5 nachgeordneten Luftauslaßleitung 19, 20 eine Kühleinrichtung 27 und hieran anschließend ein Aktivkohlefilter 21 angeordnet. Der dem Desorptionsbehälter nachgeordnete Filter 6 besteht im wesent­lichen aus einem Behälter 40 mit einem Zulauf im Behälterkopf und einem der Aufnahme von Filter- bezw. Reaktionsmaterial dienenden, einen Sieb­boden 41 aufweisenden Einsatz 42, wobei der Behälter 40 mit einem Wasser­auslauf 43 versehen ist, der zur Bildung eines Sumpfes in einer gewissen Höhe oberhalb des Behälterbodens in der Behälterwand angeordnet ist. Es ist weiterhin im Behälterboden ein zu einem Schlammbehälter führender Aus­lauf 4 vorgesehen. Sowohl der Behälter 40 als auch der Einsatz 42 weisen jeweils an ihrem oberen Ende einen Verbindungsflansch 46 bzw. 47 auf, die gemeinsam mit einem den Zulaufstutzen 48 sowie ein Überlaufventil 49 aufweisenden Deckel 50 zu einer Einheit verbunden werden können. Das Filter- bzw. Reaktionsmaterial können direkt in den Einsatz ein­gebracht werden, es kann jedoch auch in Form einer geschlossenen Filterpa­trone 51 mit einer flüssigkeitsdurchlässigen Umhüllung eingebracht werden, wobei die Durchlässigkeit des Umhüllungs- und Filtermaterials sowie der Durchflußquerschnitt des Siebbodens 41 derart auf die Förderleistung er Pumpe abgestimmt ist, daß das Wasser bei Gewährleistung einer ausreichen­den Kontaktzeit mit dem Filter- bezw. Reaktionsmaterial im wesentlichen ohne Druckaufbau durch die Säule des Filtermaterials strömt. Es wird auf diese Weise eine optimale Reinigung des durchströmenden Wassers bei Ver­meidung von Verdichtungen des Filter- bezw. Reaktionsmaterials erreicht, wobei nach Beladung bezw. Verbrauch des Filter- bezw. Reaktionsmaterials ein die anschließende Entsorgung außerordentlich erleichternder Austausch des Filtermaterials durch lediglich Entnahme der Filterpatrone 51 an ihren Henkeln 52 und Einbringung einer neuen Patrone ermöglicht wird.