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Title:
MODULARE WANDKONSTRUKTION AUS PFOSTEN UND PLATTEN
Kind Code:
A1
Publication Date:
05/10/1990
Claims:
1. Pfostenkonstruktion in einem Pfosten- und Plattenwandsysstem, enthaltend:

a) ein Betonfundament mit mehreren, in horizontalem Abstand ange­ordneten, sich vertikal erstreckenden Hohlräumen, die an der Ober­seite des Fundaments offen sind, und einem Spannkabel, das in das Fundament eingegossen ist und sich von diesem zwischen den Hohl­räumen nach oben erstreckt;

b) ein vertikal angeordneter, länglicher, vorgefertigter Beton­pfosten, der mehrere Verankerungsstäbe aufweist, die von seinem unteren Ende vorstehen und in den Hohlräumen des Fundaments ange­ordnet sind, und der Kanäle auf gegenüberliegenden Seiten auf­weist, die dazu eingerichtet sind, die vertikalen Ränder zugehöri­ger Platten aufzunehmen, und der einen Durchlaß aufweist, der sich horizontal durch ihn hindurch an einem Punkt erstreckt, der vom unteren Ende des Pfostens einen Abstand hat, welcher Pfosten weiterhin einen zweiten Durchlaß hat, der sich vertikal von dem genannten horizontalen Durchlaß bis zum unteren Ende des Pfostens erstreckt, wobei das an dem Fundament angebrachte Kabel sich durch den vertikalen Durchlaß nach oben bis in den horizontalen Durchlaß erstreckt;

c) eine Spanneinrichtung an dem Kabel in dem horizontalen Durch­laß, der das Kabel unter Spannung hält; und

d) ein Zementvergußmaterial in den Hohlräumen des Fundaments um die Verankerungsstäbe herum, um diese an dem Fundament fest zu verankern.

Description:
Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Betonpfosten- und Plat­tenwandsystem, das Spannbetonpfosten verwendet, und ein Verfahren zum Aufrichten desselben. Einige Schallschutzwände aus Beton verwenden Pfosten, die auf gegenüberliegenden Seiten Kanäle aufweisen, die die Ränder geson­derter Wandplatten aufnehmen. Solche Pfosten- und Plattensysteme werden häufig als Schallschutzwände beispielsweise an Landstraßen verwendet. Beispiele solcher Pfosten- und Plattensysteme sind in den US-PS 46 05 090 und 45 66 558 beschrieben. Pfosten- und Plattenwandsysteme müssen der vertikalen Kontur der Landschaft und Kurven längs der Landstraße folgen. Darüberhinaus müssen sie eine Festigkeit aufweisen, die ausreichend ist, um starken Winden, Aufprall und Frostbelastungen standzuhalten. Außerdem müssen solche Wandsysteme schnell und einfach zu errich­ten sein, und sie müssen für die Verwendung an Steigungen und dort flexibel einsetzbar sein, wo das Pfosten- und Plattensystem einem vorbestimmten kurvigen Weg folgen muß. Es ist dementsprechend eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein neues und verbessertes Pfosten- und Plattenwandsystem anzu­geben, das einfach errichtet werden kann und das eine neue und verbesserte Pfostenkonstruktion aufweist, die eine hohe Pfosten­festigkeit aufweist, um das schnelle Errichten von Pfosten und Platten zu erleichtern. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein solches Wandsystem anzugeben, das relativ wirtschaftlich herstellbar ist. Außerdem soll ein relativ einfaches und schnell durchzuführendes Verfahren zum Errichten solcher Wandsysteme angegeben werden. Diese Aufgaben und Vorteile werden von einem Pfosten- und Platten­wandsystem gelöst bzw. erzielt, das eine Pfostenkonstruktion ver­wendet, bestehend aus einem Betonfundament mit mehreren horizontal beabstandeten, sich vertikal erstreckenden Hohlräumen, die sich zur Oberseite des Fundaments öffnen, in das ein Spannkabel einge­bettet ist, das sich zwischen den Hohlräumen vom Fundament nach oben erstreckt. An diesem Fundament ist ein vertikaler, länglicher, vorgegossener Betonpfosten, der mehrere Verankerungsstäbe aufweist, die sich von seinem unteren Ende erstrecken und die in den Hohlräumen liegen, verankert. Der Pfosten hat Kanäle an einander gegenüberliegenden vertikalen Seiten, die dazu bestimmt sind, die vertikalen Ränder von zugehörigen Wandplatten aufzunehmen, und er hat einen Durch­laß, der sich horizontal an einem Punkt im Abstand vom unteren Ende des Pfostens horizontal durch ihn hindurch erstreckt. In dem Pfosten ist ein zweiter Durchlaß ausgebildet, der sich vertikal von dem horizontalen Durchlaß bis zum unteren Ende des Pfostens erstreckt, und das am Fundament verankerte Spannkabel erstreckt sich nach oben durch den vertikalen Durchlaß bis zum horizontalen Durchlaß. Das Kabel ist gespannt, und am Kabel befinden sich in dem horizontalen Durchlaß an dem Kabel angreifende Halteeinrich­tungen, die das Kabel im gespannten Zustand halten. Ein Zement­material, wie beispielsweise Zementmörtel, ist in den Hohlräumen des Fundaments um die Verankerungsstäbe herum angeordnet, um diese im Fundament festzuhalten. In einer bevorzugten Ausführungsform hat der Pfosten am unteren Ende eine sich horizontal erstreckende Ausnehmung, und er ist im Querschnitt im wesentlichen H-förmig, wobei der Querschnitt aus einem Paar Schenkeln und einem dazwischenliegenden Steg besteht. Die Verankerungsstäbe erstrecken sich vertikal innerhalb der Schenkel, und das Spannkabel erstreckt sich innerhalb des Steges. Die sich horizontal erstreckende Ausnehmung ist in dem Steg am unteren Ende des Pfostens angeordnet. Ggf. ist zwischen dem Fundament und dem Pfosten eine Unterlage, vorzugsweise aus einem elastomeren Material, angeordnet. Die Hohl­räume im Fundament werden vorzugsweise von zylindrischen Hülsen begrenzt. Die zusammengesetzte Pfosten- und Plattenwandkonstruktion besteht aus einer Vielzahl im Abstand zueinander angeordneter Pfosten und einer Vielzahl von Wandplatten, die sich horizontal zwischen be­nachbarten Pfosten erstrecken, wobei deren Enden, d.h. vertikalen Ränder, in den vertikalen Kanälen der Pfosten sitzen. Diese Wand­platten haben an den genannten Randabschnitten vorzugsweise ver­minderte Dicke und abgerundete Enden, die in den Kanälen sitzen und mit bogenförmigen Flächen im Grund der Kanäle zusammenwirken. Bei dem Verfahren zum Herstellen des Pfostens für das Wandsystem wird ein Loch für das Fundament in den Erdboden gegraben, und ein Betonfundament wird in dem Loch gegossen. Der vertikale, vorgefer­tigte Betonpfosten wird auf das Fundament aufgesetzt, wobei sich die Stäbe in die Fundamenthohlräume erstrecken und sich das Spann­kabel nach oben durch den vertikalen Durchlaß bis zum horizontalen Durchlaß des Pfostens erstreckt. Das Kabel wird sodann durch eine in den horizontalen Durchlaß eingebrachte Spanneinrichtung ge­spannt und dann durch Spannungshalteeinrichtungen, die in dem ho­rizontalen Durchlaß angebracht werden, im gespannten Zustand ge­halten. Ein Zementmaterial wird um die Verankerungsstäbe in die Fundamenthohlräume eingespritzt, um die Verankerungsstäbe im Fun­dament festzuhalten. Im allgemeinen werden Paare horizontal beabstandeter Pfosten er­richtet, und die Wandplatten werden so abgesenkt, daß ihre ver­tikalen Ränder in den Kanälen benachbarter Pfosten sitzen. Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnun­gen näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer teilweise errich­teten Wand aus dem Pfosten- und Plattensystem nach der vorliegenden Erfindung, wobei eine fragmentarisch darge­stellte Wandplatte gerade in Position abgesenkt wird und ein Teil der Wandplatte weggebrochen ist; Fig. 2 eine fragmentarische Draufsicht auf einen Teil der Wand nach Fig. 2 in vergrößertem Maßstab; Fig. 3 eine fragmentarische perspektivische Darstellung eines vorgegossenen Pfostens nach Fig. 1 in vergrößertem Maß­stab; Fig. 4 eine fragmentarische Längsschnittdarstellung des Pfostens nach Fig. 3 in vergrößertem Maßstab; Fig. 5 eine Draufsicht auf ein Fundament, das zur Montage des Pfostens nach den Fig. 3 und 4 erstellt worden ist, in vergrößertem Maßstab; Fig. 6 eine fragmentarische Längsschnittdarstellung längs der Linie 6-6 von Fig. 5 in vergrößertem Maßstab; Fig. 7 eine fragmentarische Längsschnittdarstellung eines Funda­ments mit daran montiertem Pfosten, den daran angebrachten Spannmechanismus zeigend; Fig. 8 eine vergrößerte fragmentarische Schnittdarstellung des Pfostens nach Fig. 7, geschnitten längs der Linie 8-8 nach Fig. 3; Fig. 9 bis 13 fragmentarische Seitendarstellungen verschiedener Pfostengestaltungen, die in dem Wandsystem nach der Erfin­dung verwendet werden können; Fig. 9a bis 13a Draufsichten auf die Pfosten nach den Fig. 9 bis 13, und Fig. 14 eine perspektivische Darstellung ähnlich Fig. 1, die einen Teil einer Wand zeigt, die an einer Steigung errichtet worden ist. Gemäß Fig. 1 der Zeichnungen enthält ein Wandsystem mit der Pfo­sten- und Plattenkonstruktion nach der vorliegenden Erfindung eine Vielzahl von Betonpfosten 10, die vertikale Kanäle 12 längs zweier gegenüberliegender Seiten aufweisen, in denen die vertikalen Rän­der von Wandplatten 14 sitzen. Wie dargestellt, sind vier Platten 14 bereits installiert, und die am weitesten links dargestellte Platte 14a wird gerade von einem Kran oder dgl. (nicht darge­stellt) in ihre Endposition abgesenkt. Die Platten 10 sitzen je­weils auf Betonfundamenten 16. Es wird nun zur Erläuterung weiterer Details zunächst auf die Fig. 3 und 4 Bezug genommen. Die Pfosten 10 bestehen aus Beton und sind vorfabriziert, sie weisen einen H-förmigen Querschnitt auf, der von einem Paar Schenkeln oder breiten Abschnitten 18 und einem relativ schmalen Verbindungssteg 20 gebildet wird, sodaß zwischen den Schenkeln 18 und dem Steg 20 zwei gegenüberliegende Kanäle 12 ausgebildet werden. In jedem der Schenkel 18 erstreckt sich wenigstens ein Paar Stahlarmierungsstäbe 26, und diese er­strecken sich über im wesentlichen die gesamte Höhe des Pfostens 10. Innerhalb der Schenkelabschnitte sind weiterhin Verankerungs­stäbe 28 angeordnet, die sich bis zu einem wesentlichen Abschnitt der Höhe der Pfosten 10 nach oben erstrecken und die einen Ab­schnitt 30 aufweisen, der sich vom unteren Ende des Pfostens 10 nach unten erstreckt. Im Abstand über dem unteren Ende des Pfostens 10 ist in diesem ein horizontaler Durchlaß 30 ausgebildet, der sich durch den Steg 20 hindurch erstreckt und einem später zu beschreibenden Zweck dient. Weiterhin hat der Pfosten 10 eine sich horizontal erstreckende Ausnehmung 30 am unteren Ende des Steges 20 und einen vertikalen Durchlaß 36, der sich zwischen der Ausnehmung 34 und dem horizon­talen Durchlaß 32 erstreckt. Wie man am besten in Fig. 2 erkennen kann, haben die Kanäle 12 jeweils einen bogenförmigen Grund 22 und im wesentlichen gerad­linige, divergierende Seitenwände 24. Zur detaillierten Erläuterung des Fundaments 16 wird nun auf die Fig. 5 und 6 Bezug genommen. In ein Bodenloch ist Beton gegos­sen, um eine Basis 38 auszubilden. Vor dem Ausgießen des Loches werden wellige Metallhülsen 40 in das Loch eingebracht und an­schlieÀ-12892DEA103936705 DE900410 ßend in den Beton eingegossen. Sie haben Einspritzröhren 42, die sich von ihrem unteren Ende zur Oberseite der Basis 38 er­strecken. Außerdem ist ein galvanisiertes, geflochtenes Kabel 44 mit einem Anker 46 am unteren Ende in den Beton eingegossen, das ein nach oben vorstehendes Ende 48 aufweist. Eine Unterlage 50, die vorzugsweise aus einem Elastomer besteht, ist auf der Oberseite der Basis 38 angeordnet und weist Öffnungen 52 und 54 auf, die mit den Hülsen 40 und dem Kabel 44 fluchten. Ggf. kann zwischen der Unterlage 50 und der Basis 38 eine Zement­unterlage 56 angeordnet sein. Die Wandplatten 14 bestehen allgemein aus armiertem Beton und haben sich vertikal erstreckende Endabschnitte 58 verminderter Dicke mit Randflächen 60 verrundeten Querschnitts, um die winkel­mäßige Ausrichtung und Bewegung innerhalb der Kanäle 12 der Pfo­sten 10 zu erleichtern bzw. zu ermöglichen, wie am besten aus Fig. 2 zu ersehen ist. Günstigerweise sind die Platten 14 mit Tragösen 62 an ihren oberen Rändern vorfabriziert, um ihren Transport und ihre Anbringung zu erleichtern, wie man aus Fig. 1 entnehmen kann. In dem fertiggestellten Aufbau nach den Fig. 7 und 8 sitzt der Pfosten 10 auf der Unterlage 50, wobei sich die Verankerungsstäbe 26 in die Hülsen 40 erstrecken. Das Kabel 44 erstreckt sich nach oben durch den vertikalen Durchlaß 36 bis in den horizontalen Durchlaß 32. Eine Zementvergußmasse 64 füllt die Hülsen 40 aus, um die Verankerungsstäbe an dem Fundament 16 fest anzubringen. Wie man in Fig. 7 erkennt, ist am oberen Ende des Kabels 44 ein Hydraulikzylinder 66 angebracht, der sich an der Unterseite des horizontalen Durchlasses 32 abstützt. Er ruht auf Füßen 68, die einen Zwischenraum zwischen dem Hydraulikzylinder 66 und der Unterseite des horizontalen Durchlasses 32 schaffen. Wie man am besten aus Fig. 8 ersieht, läuft das Kabel 44 zunächst durch eine Klemmanordnung 70, die aus einer auf der Unterseite des Durchlasses 72 ruhenden Grundplatte und einem hochstehenden Ab­schnitt 74 mit einer inneren kegelstumpfförmigen Oberfläche be­steht. Nachdem der Hydraulikzylinder durch Einleiten von Hydrau­likfluid durch die Leitung 76 betätigt worden ist, um das Kabel 44 zu spannen, werden Keile 78 mit konischer Oberfläche in den hoch­stehenden Abschnitt 74 eingetrieben, um das gespannte Kabel 44 zu verankern. Hierdurch wird der Pfosten 10 fest an das Fundament 16 gespannt. Nachdem das Kabel 44 gespannt und verankert worden ist, kann der Hydraulikdruck vom Hydraulikzylinder 66 gelöst werden, und der Hydraulikzylinder 66 kann vom Kabel 44 gelöst und aus dem Durchlaß 32 herausgenommen werden. Der Durchlaß 32 wird dann vollständig mit einem Schaumfüllmittel gefüllt, das die Verankerungseinrich­tung mit den Keilen darin in dem Durchlaß abschließt. Im Verlaufe der Errichtung der dargestellten Ausführungsform einer Wand werden an der Baustelle eine Reihe von Erdlöchern in den ge­eigneten Abständen gebohrt. Vorteilhafterweise können in den Erd­löchern Papprohre oder dgl. (nicht dargestellt) angeordnet werden, um eine Form zu bilden, in die der Beton gegossen wird. Beim Ein­gießen des Betons in das Erdloch befinden sich darin die Hülsen 40 mit ihren Einspritzröhren 42 und das galvanisierte Kabel 44 mit seinem Anker 46. Nach dem Befüllen der Erdbohrung mit Beton wird die Oberfläche der so gebildeten Basis 38 nivelliert oder geneigt ausgebildet, je nach dem örtlichen Steigungswinkel. Nachdem der Beton bis zu einem vorbestimmten minimalen Ausmaß aus­gehärtet hat, kann der Aufbau fortschreiten. Die Unterlage 50 wird auf der Basis 38 angebracht, wird ggf. mit Beilagen versehen, um den Winkel und seine Höhe für seine Oberseite mit der Zementunter­lage 56 abzustimmen, die ihrerseits Unterlage für die Unterlage 50 ist. Der Pfosten 10 wird dann auf das Fundament 44 abgesenkt, wo­bei das Kabel 44 nach oben durch den vertikalen Durchlaß 36 ge­führt und die Verankerungsstäbe 28 in die Hülsen 44 eingeführt werden. Nachdem der Pfosten 10 an seinem Platz angebracht worden ist, wer­den die Keilanordnung 70 und der Hydraulikzylinder 66 an dem Kabel 44 in dem Durchlaß 32 angebracht, und das Kabel 44 wird bis zu einem vorbestimmten Ausmaß gespannt. Die Keile 78 werden in den aufrechten Abschnitt 74 eingekeilt, um das gespannte Kabel 44 fest­zulegen, wenn das Spannen beendet ist, und der Hydraulikzylinder 66 wird dann entfernt. Zu diesem Zeitpunkt kann der Pfosten 10 noch immer auf dem Funda­ment 16 durch Drehen um seine Achse ausgerichtet werden. An­schließend wird eine Zementfüllmasse 64 durch die Röhren 42 in die Hülsen 40 eingespritzt, um diese auszufüllen und die Verankerungs­stäbe 28 darin festzulegen. Wenn die Zementfüllmasse 64 in den Hülsen 28 ausgehärtet ist, ist so eine im wesentlichen monolithi­sche Struktur entstanden. Das Kabel 44 hält den Pfosten 10 während der Aushärtung der Zementfüllmasse in der vertikalen Position sicher fest. Es ist anzumerken, daß sich am unteren Ende des Pfostens eine Aus­nehmung 34 quer durch den Pfosten 10 erstreckt, die zwei kurze Füße ausbildet. Selbst nach dem anfänglichen Spannen des Kabels 44 wird dadurch eine gewisse Einstellung des Pfostens auf dem Funda­ment 16 durch den Zwischenraum um das das Fundament 16 verlassende Kabel 44 erleichtert. Dies ermöglicht kleine Quereinstellungen ge­genüber dem Fundament, wodurch der Mittenabstand zwischen benach­barten Pfosten justiert werden kann. Nachdem ein Paar Pfosten 10 anfänglich gespannt worden sind, kann eine Wandplatte 14 an ihren Platz abgesenkt werden, wie in Fig. 1 gezeigt. Die Anpassungsfähigkeit der Pfosten 10 nach der vorlie­genden Erfindung ermöglicht jedoch die Errichtung von Pfosten und Wandplatten nacheinander, obgleich dies die Stabilisierung der an einem Pfosten in Stellung gebrachten Wandplatte erfordert, bis der andere Pfosten 10 gespannt worden ist, um für sie eine feste Ab­stützung zu bilden. Da der Zugang zu dem Kabel 44 von beiden Seiten des Pfostens 10 durch den Durchlaß 32 möglich ist, hat der Bauunternehmer die Wahl, das Kabel auf seine vorgesehene Nennlast sofort zu spannen oder das Spannen erst dann auszuführen, wenn die Wandplatten 14 angebracht worden sind, weil der Hydraulikzylinder und die Spann­keilanordnung von beiden Seiten der Pfosten 10 manipulierbar sind. Nachdem das Kabel 14 vollständig gespannt worden ist, ist der Pfo­sten 10 ausreichend sicher befestigt, um andere Arbeiten auszu­führen. Dies ermöglicht dem Bauunternehmer die Wahl, die Hülsen 40 sofort oder erst nach dem Errichten aller Pfosten 10 und Platten 14 auszugießen. Es ist hervorzuheben, daß die im Querschnitt reduzierten Endab­schnitte 58 der Platten 14 mit ihren bogenförmigen Stirnflächen 60 mit den bogenförmigen Flächen 22 der Kanäle 12 der Pfosten 10 zu­sammenwirken, um das Gleiten der Platten 14 in die Pfosten 10 zu erleichtern und die leichte Errichtung eines nicht geradlinigen Wandsystems zu ermöglichen sowie Fehlausrichtungen auszugleichen. Die Fig. 9 bis 13 und 9a bis 13a zeigen Pfosten 10 unterschied­licher Abmessungen, die eingesetzt werden können. Bei den größeren Pfosten, die in den Fig. 12 und 13 sowie 12a und 13a darge­stellt sind, können zwei Verankerungsstäbe 28 in jedem Schenkel 18 der Pfosten 10 vorgesehen sein. Wie in den Fig. 9 und 9a ge­zeigt, verlangt ein kürzerer Pfosten ggf. keine Verankerungsstäbe, weil das Kabel dem Pfosten eine ausreichende Festigkeit verlangen kann, und der Durchlaß 32 kann bei diesem Beispiel auf dem Pfosten 10 ausgebildet sein. In Fig. 14 ist die Vielseitigkeit des Wandsystems nach der Erfin­dung am Beispiel einer an einem Hang installierten Wand darge­stellt. Die Pfosten 10a und 10b sind im selben Höhennievau ange­ordnet und nehmen eine Wandplatte 14a zwischen sich auf. Die Pfo­sten 10c und 10d sind in aufeinanderfolgend höheren Niveaus in­stalliert. Die Platte 14b befindet sich zwischen den Pfosten 10b und 10c, und die Platte 14c befindet sich zwischen dem Pfosten 10c und 10d. Die unteren Ecken an den oberen Enden der Platten 14c und 14d sind ausgeschnitten, um der Steigung Rechnung zu tragen. Die Platten 14 könnten jedoch auch mit schräg verlaufenden unteren Rändern entsprechend der Steigung des Geländes gegossen sein. In jedem Falle wird die Wandplatte auf den Fundamenten der Pfosten abgestützt. Allgemein enthalten die Fundamente für die Pfosten als Verstärkung vier vertikale Stäbe der Größe 6 und zwei U-Bügel der Größe 3, die an der Oberseite einen Abstand von etwa 60 cm haben. Eine Scha­blone wird dazu verwendet, die oberen Enden für die Hülsen, das galvanisierte Kabel und die oberen Enden der zwei Zementspritz­röhren annähernd festzulegen. Die Fundamente sollten Beton verwen­den, der eine minimale Festigkeit von etwa 210 kp/cm2 nach 28 Tagen hat. Die Unterlage aus Elastomer liegt vorzugsweise auf einer Zementunterlage, um die endgültigen Höhen festzulegen und die Oberfläche zu nivellieren oder um den gewünschten Winkel aus­zubilden. Nachdem der Pfosten an seinem Platz angebracht worden ist, wird die Spannkeilanordnung auf das Kabel in dem Durchlaß geschoben, und anschließend werden der Hydraulikzylinder und die Keile daran angebracht. Das Kabel wird normalerweise auf eine Anfangskraft von etwa 13 000 kp gespannt, obgleich bei manchen Installationen auch Änderungen wünschenswert sein können. Die Keile werden dann in der Keilanordnung angebracht, sodann wird die Spannung an dem Hydrau­likzylinder gelöst und dieser entfernt. Manchmal ist nach dem an­fänglichen Spannen kein Nachspannen mehr erforderlich, sodaß der Durchlaß mit einem Schaum gefüllt wird, der vorzugsweise aus Poly­urethan oder einem anderen Harz besteht, das gute Wetterfestig­keitseigenschaften aufweist. Der Zement oder das Zementgemisch zum Füllen der Hülsen sollte von einem nicht-schrumpfenden Typ sein, der schnell eine hohe Festigkeit entwickelt und eine minimale Festigkeit von 315 kp/cm2 nach 28 Tagen hat. Man erkennt, daß die Wandplatten armierte, vorgefertigte Bauteile sind, die gewünschterweise mit geeigneter Oberflächenausstattung versehen sind, um ästhetischen Bedürfnissen und der Wetterfestig­keit Rechnung zu tragen. Die nachfolgenden Tabellen geben optimale Werte für die Elemente der Pfostenkonstruktion in Abhängigkeit von der Größe der erfor­derlichen Pfosten an:Tabelle÷1 Tabelle÷2 Die angegebenen Größenmaße für die Stäbe in Beschreibung und Tabellen basieren auf USA-Normen.