Title:
Method and device for the application of a medium
Kind Code:
A1


Abstract:
In a method for the application of a medium, especially a medical irrigation fluid (1), from a compressible container (2) through a line (25), spray nozzle (27) or the like leading out of the container, the container (2) is pressurised in a space (J) of a housing (3).



Inventors:
SCHMID HERBERT (DE)
Application Number:
DE3544660A
Publication Date:
06/19/1987
Filing Date:
12/17/1985
Assignee:
SCHMID HERBERT (DE)
International Classes:



Claims:
1. Verfahren zum Ausbringen eines Mediums, insbesondere einer medizinischen Spülflüssigkeit, aus einem kompressiblen Be­hälter durch eine aus dem Behälter führende Leitung, Spritzdüse od.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) in einem Raum (J) eines Gehäuses (3) unter Druck gesetzt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) in das Gehäuse (3) eingesetzt wird, wobei ein Behälterhals (13) bzw. Verschlußstopfen von der Gehäuse­aussenseite her zugänglich bleibt und die Abdichtung zwischen Gehäuse (3) und Behälterhals (13) durch den Druck im Raum (J) verbessert wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der Leitung (25) bzw. der Spritzdüse (27) in Ver­bindung stehende Nadel (22) in den Verschlußstopfen eingeführt wird.

4. Vorrichtung zum Ausbringen eines Mediums, insbesondere einer medizinischen Spülflüssigkeit, aus einem kompressi­blen Behälter durch eine aus dem Behälter führende Lei­tung, Spritzdüse od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (2) in einen Innenraum (J) eines Gehäuses (3) eingesetzt ist, wobei dieser Raum (J) unter Druck setzbar ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) aus einem Rohrabschnitt (4) besteht, welcher von einer Bodenplatte (5) und einer Deckelplatte (6) begrenzt ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrabschnitt (4) aus einem durchsichtigen Kunststoff besteht.

7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeich­net, daß Bodenplatte (5) und Deckelplatte (6) über Spann­streben (7) miteinander verbunden sind.

8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3), insbesondere die Deckelplatte (6) einen Ventilanschluß (28), bevorzugt ein Steckventil, für einen Druckluftanschluß aufweist.

9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3), insbeson­dere die Deckelplatte (6), ein öffenbares Absperrventil (30) aufweist.

10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckelplatte (6) eine Öffnung, insbesondere einen Kreisausschnitt (12) zur Aufnahme des Behälters (2) aufweist.

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Abdeckplatte (15) den Kreisausschnitt (12) überdeckt und mit der Deckelplatte (6) verbunden ist.

12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (15) eine Bohrung (14) aufweist, welche einen Hals (13) des Behälters (2) aufnimmt.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß um den Hals (13) eine Dichtung (16) angeordnet ist.

14. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in den Behälter (2), insbesondere in einen Verschlußstopfen des Behälters, eine Nadel (22) mit einer Kanüle einführbar ist.

15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadel (22) über einen Schlauch (25) mit einer Spritz­düse (27) verbunden ist.

16. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 5 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß Deckelplatte (6) und Boden­platte (5) mit einer Ringnut (10) zur Aufnahme eines Dichtringes (11) versehen sind, wobei der Durchmesser der Ringnut (10) dem Durchmesser (d) des Rohrabschnittes (4) entspricht.

17. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Abdeckplatte (15) mit einer Ringnut (17) sowie einem Dichtring (18) versehen ist.

Description:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausbringen eines Mediums, insbesondere einer medizinischen Spülflüssigkeit, aus einem kompressiblen Behälter durch eine aus dem Behälter füh­rende Leitung, Spritzdüse od. dgl., sowie eine Vorrichtung hierfür. Das Ausbringen von Flüssigkeiten aus einem Behälter geschieht heute üblicherweise durch Ausgießen oder Absaugen. Bei kom­pressiblen Behältern kann dies auch durch Druck auf den Behälterkörper geschehen. Soll jedoch die Flüssigkeit gezielt beispielsweise über eine Spritzdüse an eine bestimmte Stelle gebracht werden, so muß mit einer Hand die Spritzdüse gehalten und mit der anderen der Behälter gepreßt werden. Da hier oftmals ein hoher Kraftaufwand notwendig ist, genügt der Druck einer Hand nicht allein. Das Ausbringen von Flüssigkeiten spielt insbesondere in der Medizin eine große Rolle. Bei der Kieferchirurgie, dem Spülen von Operationsbereichen oder inneren Verletzungen, aber auch bei der Behandlung offener Wunden in Tierkörpern wird eine relativ große Menge von Natriumchlorid eingesetzt werden. Dieses wird in Plastikflaschen angeboten. Der behandelnde Arzt muß in der Regel mit einer Spritze od. dgl. Saugeinrich­tung eine gewisse Menge dieser Flüssigkeit aus der Flasche entnehmen. Diese Menge ist in den meisten Fällen sehr gering, so daß der Arbeitsaufwand und auch die unnötig verstreichende Zeit einen erheblichen Nachteil bedeutet. Eine richtige Spülung ist ebenfalls nur bei kleineren zu behandelnden Flä­chen denkbar. Abgesehen davon stellt beispielsweise die Ent­nahme mit einer Spritze den Arzt vor erhebliche Manipula­tionsprobleme, da einerseits die Spritzenkanüle zu kurz, an­dererseits der Flaschenhals zu eng ist. Der Erfinder hat sich zum Ziel gesetzt, ein Verfahren und eine Vorrichtung der o.g. Art zu entwickeln, bei welchem diese Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll die Vorrichtung leicht und einfach zu handhaben und an beliebigen Orten mit oder ohne Zusatzaggregaten einsetzbar sein. Dem Be­nutzer soll jederzeit eine von ihm gewünschte Menge an Medium zur Verfügung stehen. Weiterhin soll die Vorrichtung wirtschaftlich arbeiten. Zur Lösung dieser Aufgabe führt, daß der Behälter in einem Raum eines Gehäuses unter Druck gesetzt wird. Hierdurch ist es nicht mehr notwendig, den Behälter mit der Hand zu quetschen. Bereits ein geringer Druck von wenigen Bar in dem Raum reichen aus, um einen heute verwendeten Plastik­behälter für eine NaCL-Lösung vollständig bis auf den letzten Tropfen auszupressen. Der Benutzer hat seine Hände für andere notwendigere Tätigkeiten zur Verfügung. Außerdem kann durch den Druck eine relativ große Menge kontinuierlich gefördert werden, so daß eine echte Spülung von beispielsweise offenen Wunden durchgeführt werden kann. Der Behälter kann nun an einer beliebigen Stelle in dem Raum angeordnet sein, wobei lediglich die Leitung für das Medium nach außen führen muß. Bevorzugt ist er jedoch mit seinem Be­hälterhals in das Gehäuse eingesetzt, so daß sein Verschluß­stopfen von außen her zugänglich ist. Dies erspart das Mit­führen der Leitung bzw. der Spritzdüse mit dem Gehäuse, sondern es ist möglich, diese erst am Einsatzort anzuschließen. Damit wird nicht nur eine bessere Transpor­tierbarkeit sondern auch eine erhöhte Sterilität der Spritzdüse gewährleistet. Auch Dichtigkeitsprobleme, wie sie bei aus dem Gehäuse herausführenden Leitungen auftreten können, werden hier beseitigt, da der Innendruck in dem Raum den Behälter gegen das Gehäuse drückt und so im Bereich des Halses, mit dem der Behälter in der Gehäusewand steckt, eine Abdichtung erfolgt. Zum Anschließen der Leitung an den Behälter wird deshalb auch eine bereits für die Tropfeninfusion bekannte Nadel verwen­det werden, welche am Einsatzort in den Verschlußstopfen ein­gestochen wird. Das Gehäuse selbst besteht bevorzugt aus einem durchsichtigen Rohrabschnitt, welcher mit einer Bodenplatte und einer Deckelplatte abgedeckt ist. Abdichtungsmaßnahmen sind hier obligatorisch. Zum Anschluß an einen Druckmittelspeicher ist ein Steckventil vorgesehen. Auf diese Weise ist es möglich, nach dem Einsetzen des Behälters in das Gehäuse dieses mit dem Druckmittel zu füllen. Das Druckmittel verbleibt in dem Gehäuse, bis der Behälter an einem gewünschten Einsatzort entleert wird. Auf diese Weise bleibt die gesamte Vorrichtung unabhängig von der Druckmittelliefereinheit. Wird die Vorrichtung im medizinischen Bereich eingesetzt, so entstehen bei der Auffüllung mit Druckmittel keine Schwierigkeiten, da wohl in jedem Krankenhaus Presslufterzeuger oder -speicher vorhanden sind. Diese kann aber auch an jeder Tankstelle ent­nommen werden. Im Rahmen der Erfindung liegt auch, daß ein Absperrventil an dem Gehäuse vorgesehen ist, über welches das Gehäuse entlüftet werden kann. Dies wird vor allem dann notwendig sein, wenn der Behälter entleert ist und durch einen neuen ersetzt werden muß. Zur Erleichterung des Austausches der Behälter steckt dieser mit seinem Hals in einer Abdeckplatte, welche der Deckelplatte des Gehäuses aufgeschraubt ist. Dabei muß natürlich die Deckelplatte einen Ausschnitt zur Aufnahme des Behälters aufweisen. Die Dichtheit der Vorrichtung in diesem Bereich wird noch verbessert, wenn dem Behälterhals eine Dichtung übergeschoben ist. Als Entnahmeeinheit, die, wie oben beschrieben, unabhängig von der eigentlichen Vorrichtung transportiert werden kann, bietet sich die Nadel an, welche mit einem Schlauch in Verbindung steht, der wiederum an die Spritzdüse anschließt. Als Spritzdüse kann jede handelsübliche Anwendung finden. Bevorzugt soll sie leicht handhabbar sein. Die gesamte Vorrichtung arbeitet sehr zuverlässig, da keine verschleißenden Teile vorgesehen sind. Sie ist einfach herzustellen und zu bedienen und kann doch eine erhebliche Menge an Medium pro Zeiteinheit liefern. Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungs­beispiels sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in Fig. 1 einen Aufriss einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ausbringen eines Mediums; Fig. 2 eine Explosionsdarstellung der Vorrichtung nach Fig. 1. Nach Fig. 1 weist eine Vorrichtung zum Ausbringen eines Mediums, im Beispielsfall einer Flüssigkeit 1, aus einem kom­pressiblen Behälter 2 ein geschlossenes Gehäuse 3 auf. Dieses besteht aus einem zylindrischen Rohrabschnitt 4 sowie diesen abdeckenden Boden- und Deckelplatten 5 und 6. Letztere sind durch vier Spannstreben 7 miteinander verbunden, welche jeweils mit einem Gewindeabschnitt 8 (siehe Fig. 2) die Boden- bzw. Deckelplatte 5 bzw. 6 durchsetzen, auf die je­weils von der anderen Seite her Hutmuttern 9 aufgeschraubt sind. In die Boden- und die Deckelplatte 5 und 6 ist jeweils eine Ringnut 10 eingeformt, welche einen Dichtring 11 aufnimmt. Die Form bzw. der Durchmesser der Ringnut 10 ist dem Durch­messer d des Rohrabschnittes 4 angepaßt, so daß dieser in Ge­brauchslage von der Ringnut 10 aufgenommen wird und durch die Dichtringe 11 ein Luftabschluß für den Raum J in dem Rohrab­schnitt 4 entsteht. In der Deckelplatte 6 befindet sich ein Kreisausschnitt 12. Durch diesen kann der Behälter 2 in den Raum J eingesetzt bzw. aus dem Raum J entnommen werden. Der Behälter 2 weist einen Hals 13 auf, der in einer Bohrung 14 einer Abdeckplatte 15 steckt. Zum Zwecke der Abdichtung der Bohrung 14 zum Hals 13 hin ist bevorzugt eine Dichtung 16 um den Hals 13 gelegt. Die Abdeckplatte 15 ist ebenfalls mit einer Ringnut 17 versehen, in die ein Dichtring 18 eingelegt ist. Weiterhin weist sie Stecklöcher 19 auf, welche von Gewindestiften 20 durchsetzt sind, die von der Deckelplatte 6 abragen. Die Be­festigung der Abdeckplatte 15 auf der Deckelplatte 6 geschieht wiederum über Hutmuttern 21. Der Hals 13 des Behälters 2 ist von einem nicht dargestellten Verschlußstopfen besetzt, in den eine Nadel 22 eingeführt werden kann. An die Nadel 22 schließt ein Nadelhalter 23 an, der mit einer Aufschubhülse 24 belegt ist. Über diese Auf­schubhülse 24 ist ein Schlauch 25 geschoben, in welchen andernends eine weitere Aufschubhülse 26 eingreift, die eine Verbindung zu einer Spritzdüse 27 herstellt. In der Spritzdüse 27 soll ein der Übersichtlichkeit halber nicht ge­zeigtes Ventil angeordnet sein, welches beispielsweise durch Druck auf die Spritzdüse 27 oder durch übliche Absperrein­richtungen öffenbar ist. In die Deckelplatte 6 ist ein Steckventil 28 eingeschraubt, über das der Raum J mit Druckluft befüllt werden kann. Hierzu wird an das Steckventil 28 eine entsprechende, nicht dargestellte Druckluftleitung angeschlossen. Weiterhin ist ein Absperrventil 29 vorgesehen, über welches nach Öffnen eines Hahnes 30 der Raum J entlüftet werden kann. Sowohl Steckventil 28 wie auch Absperrventil 29 weisen bevor­zugt einen Gewindeabschnitt 31 bzw. 32 auf, der in entsprech­ende Gewindelöcher in der Deckelplatte 6 eingedreht wird. Üblicherweise besteht der Rohrabschnitt aus einem durchsich­tigen Kunststoff oder aus Glas, so daß eine auf dem Behälter 2 angebrachte Beschriftung 32 von aussen gelesen werden kann. Außerdem ist auch erkennbar, wie der Stand der Flüssigkeit 1 in dem Behälter 2 ist. In Gebrauchslage, wie in Fig. 1 dargestellt, sind die Einzelteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung miteinander verbunden. D.h., Deckelplatte 6 und Bodenplatte 5 schließen den Raum J ein. In dem Raum J ist ein Behälter 2 eingesetzt, wobei der Kreisausschnitt 12 von der Abdeckplatte 15 ge­schlossen ist. Sowohl Einsteckventil 28 wie auch Absperrven­til 29 sind in die Deckelplatte 6 eingesetzt. Nunmehr wird über eine Druckleitung durch das Einsteckventil 28 Druckluft in den Raum J eingefüllt. Hierzu genügen wenige Bar. Die Druckleitung wird aus dem Einsteckventil 28 gezogen, welches sich schließt, so daß die gespeicherte Druckluft nicht entweichen kann. Die gespeicherte Druckluft hat die Wirkung, daß der Behälter 2 mit seiner Dichtung 16 gegen die Abdeck­platte 15 gepresst wird, so daß mögliche, noch vorhandene Un­dichtheiten ausgeschlossen werden. Am Einsatzort der Vorrichtung wird die Nadel 22 in den Ver­schlußstopfen eingeführt. Infolge der Kompressibilität des Behälters 2 wird die in ihm enthaltene Flüssigkeit durch die Nadel 22 und den Schlauch 25 zur Spritzdüse 27 geführt. Aus dieser kann sie je nach Bedarf entnommen werden. Der Behälter 2, in der Regel Plastikflaschen, wird je nach Flüssigkeits­entnahme zusammengequetscht und so auch der letzte Tropfen entnommen. Nach Entleerung des Behälters 2 wird der Raum J durch Öffnen des Absperrventils 29 belüftet, die Abdeckplatte 15 abge­schraubt und der Behälter 2 ausgetauscht.