Title:
Steckkupplung für fluidische Systeme
Kind Code:
U1


Abstract:

Steckkupplung für fluidische Systeme, mit zwei miteinander verbindbaren Kupplungsteilen (1, 2), die jeweils zur gegenseitigen Verbindung einander zugeordnete Rastmittel (3, 4) aufweisen, wobei eines der Kupplungsteile (1, 2) einen endseitigen Stutzenabschnitt (5) aufweist, mit dem es in das andere Kupplungsteil (2, 1) einsteckbar ist, und wobei eines der Kupplungsteile (1, 2) mindestens einen endseitigen, seine Rastmittel (3) tragenden Halteabschnitt (6) aufweist, mit dem es eine äußere Umfangskontur des anderen Kupplungsteiles (2, 1), an der die zugeordneten komplementären Rastmittel (4) ausgebildet sind, übergreift,
gekennzeichnet durch ein im Montagezustand am ersten Kupplungsteil (1) und/oder am zweiten Kupplungsteil (2) gehaltenes, separates Löseteil (LT) zur Trennung der Rastverbindung zwischen den Rastmitteln (3) des ersten Kupplungsteils (1) und den Rastmitteln (4) des zweiten Kupplungsteils (2).




Application Number:
DE20212488U
Publication Date:
12/24/2003
Filing Date:
08/14/2002
Assignee:
VOSS Automotive GmbH (Wipperfürth, 51688, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Dr. Solf & Zapf (Wuppertal)
Claims:
Steckkupplung für fluidische Systeme, mit zwei miteinander verbindbaren Kupplungsteilen (1, 2), die jeweils zur gegenseitigen Verbindung einander zugeordnete Rastmittel (3, 4) aufweisen, wobei eines der Kupplungsteile (1, 2) einen endseitigen Stutzenabschnitt (5) aufweist, mit dem es in das andere Kupplungsteil (2, 1) einsteckbar ist, und wobei eines der Kupplungsteile (1, 2) mindestens einen endseitigen, seine Rastmittel (3) tragenden Halteabschnitt (6) aufweist, mit dem es eine äußere Umfangskontur des anderen Kupplungsteiles (2, 1), an der die zugeordneten komplementären Rastmittel (4) ausgebildet sind, übergreift,
gekennzeichnet durch ein im Montagezustand am ersten Kupplungsteil (1) und/oder am zweiten Kupplungsteil (2) gehaltenes, separates Löseteil (LT) zur Trennung der Rastverbindung zwischen den Rastmitteln (3) des ersten Kupplungsteils (1) und den Rastmitteln (4) des zweiten Kupplungsteils (2).

Steckkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rastmittel (3) tragende Halteabschnitt (6) aus zwei einander diametral gegenüberliegenden elastisch rückfedernd aufspreizbaren Haltearmen (6) gebildet ist.

Steckkupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltearme (6) einstückig an ein Rohrstück (7) des ersten Kupplungsteiles (1) angeformt sind, an dem einendig ein Leitungsanschluß (8) und anderendig der Stutzenabschnitt (5) ausgebildet sind.

Steckkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungsanschluß (8) und der Stutzenabschnitt (5) koaxial, d.h. miteinander fluchtend, angeordnet sind.

Steckkupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungsanschluß (8) und der Stutzenabschnitt (5) im Winkel zueinander, insbesondere in einem rechten Winkel zueinander, angeordnet sind.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastmittel (3) des ersten Kupplungsteiles (1) jeweils durch eine Rastkante (3a) gebildet sind, der eine Anlauffläche (3b) vorgeordnet ist, und daß die komplementären Rastmittel (4) des zweiten Kupplungsteiles (2) aus einem, insbesondere endständig angeordneten, ringförmig umlaufenden Flanschabschnitt (4) gebildet sind.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Kupplungsteil (2) einendig, insbesondere auf der dem Flanschabschnitt (4) abgewandten Seite, einen Leitungsanschluß (9) aufweist.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzenabschnitt (5) eine Umfangsnut (5a) zur Aufnahme einer Dichtung, wie eines O-Ringes, aufweist.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Stutzenabschnitt (5) einen umfangsgemäß angeordneten, insbesondere mit dem Flanschabschnitt (4) des zweiten Kupplungsteiles (2) zusammenwirkenden Anschlag (5b) zur Begrenzung seiner Einstecktiefe in das zweite Kupplungsteil (2) aufweist.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT) mindestens einen Betätigungsabschnitt, (10) vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende, plattenartige, Betätigungsabschnitte (10) aufweist.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT) mindestens zwei Öffnungsabschnitte (11), vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende, insbesondere plattenartige, Öffnungsabschnitte (11) zur Anlage an einer radial nach innen gerichteten Fläche der Haltearme (6) und zum radialen Aufspreizen der Haltearme (6) aufweist.

Steckkupplung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungsabschnitte (11) Versteifungselemente (15, 16), wie rechtwinklig abstehende Rippen (15) oder die Haltearme (6) umgreifende Ringansätze (16), aufweisen.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT) mindestens zwei Druckübertragungsabschnitte (12), vorzugsweise vier, insbesondere stabartig ausgebildete, Druckübertragungsabschnitte (12) aufweist.

Steckkupplung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckübertragungsabschnitte (12) mittig oder außen an den/dem Betätigungsabschnitten) (10) oder den Öffnungsabschnitten (11) ansetzen.

Steckkupplung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckübertragungsabschnitte (12) eine konkave Krümmung aufweisen.

Steckkupplung nach Anspruch 10, einem der Ansprüche 11 oder 12 und einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Druckübertragungsabschnitt (12) einen/den Betätigungsabschnitt (10) mit einem Öffnungsabschnitt (11) verbindet.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT), gegebenenfalls auch abschnittsweise, eine runde, ovale oder vieleckige Form aufweist.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT) in seiner Grundgestalt im wesentlichen als Ring ausgebildet ist.

Steckkupplung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT) einen Betätigungsabschnitt (10), zwei, jeweils zwischen dem Betätigungsabschnitt (10) und einem Druckübertragungsabschnitt (12) angeordnete Öffnungsabschnitte (11) und einen die Öffnungsabschnitte (11) miteinander verbindenden Verbindungsabschnitt (14) umfaßt.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT) in seiner Grundgestalt im wesentlichen gabelförmig ausgebildet ist.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT),zumindest abschnittsweise, aus einem elastisch federnden Material besteht.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Löseteil (LT),zumindest abschnittsweise, aus einem starren Material besteht.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Löseteil (LT) verschiedene Abschnitte, beispielsweise starre und/oder elastische Abschnitte, wie Druckübertragungsabschnitte (12), Betätigungsabschnitte) (10 ) oder (Offnungsabschnitte (11), über Scharniere (13), wie Filmscharniere (13), miteinander verbunden sind.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Löseteil (LT), insbesondere an dessen Öffnungsabschnitten (11), und dem Halteabschnitt (6), insbesondere den Haltearmen (6), des ersten Kupplungsteiles (1) formschlüssig einander zugeordnete Führungselemente (17a, 18a, 17b, 18b), insbesondere Führungsstege (17a, 17b) und Führungsnuten (18a, 18b), angeordnet sind.

Steckkupplung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungselemente (17a, 18a, 17b, 18b) derart ausgebildet sind, daß sie eine gegenseitige Verdrehung von Löseteil (LT) und erstem Kupplungsteil (1) unterbinden, eine relative achsparallele Verschiebung zueinander jedoch zulassen.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Löseteil (LT), insbesondere an dessen Öffnungsabschnitten (11), und dem Halteabschnitt (6), insbesondere den Haltearmen (6), des ersten Kupplungsteiles komplementär einander zugeordnete Rastelemente, (21, 22) insbesondere einander im Montagezustand hintergreifende Rastkanten (21, 22), sowie Anlagekanten (19, 20) angeordnet sind, die im Montagezustand eine relative achsparallele Verschiebung von Löseteil (LT) und erstem Kupplungsteil (1) gegeneinander unterbinden oder zumindest begrenzen.

Steckkupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Löseteil (LT), insbesondere an dessen Öffnungabschnitten (11), und dem Halteabschnitt (6), insbesondere den Haltearmen (6), des ersten Kupplungsteiles (1) komplementär einander zugeordnete Rastelemente (17a, 18a), insbesondere im Montagezustand einander hintergreifende Rastkanten, denen zumindest eine entgegen einer tangential verlaufenden Montagerichtung (T) ansteigende Anlauffläche (23a, 23b) vorgeordnet ist, angeordnet sind, die im Montagezustand eine relative tangentiale Verschiebung von Löseteil (LT) und erstem Kupplungsteil (1) gegeneinander unterbinden.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steckkupplung für fluidische Systeme, mit zwei miteinander verbindbaren Kupplungsteilen, die jeweils zur gegenseitigen Verbindung einander zugeordnete Rastmittel aufweisen, wobei eines der Kupplungsteile einen endseitigen Stutzenabschnitt aufweist, mit dem es in das andere Kupplungsteil einsteckbar ist, und wobei eines der Kupplungsteile mindestens einen endseitigen, seine Rastmittel tragenden Halteabschnitt aufweist, mit dem es eine äußere Umfangskontur des anderen Kupplungsteiles, an der die zugeordneten komplementären Rastmittel ausgebildet sind, übergreift.

Eine derartige Kupplung ist in der DE 38 43 995 C1 beschrieben, die eine Schnellverbindung zum Verbinden oder Anschließen einer Schlauch- oder Rohrleitung zum Inhalt hat. Die bekannte Verbindungsanordnung weist ein Gehäuseteil (erstes Kupplungsteil) und ein Kernteil (zweites Kupplungsteil) auf, die jeweils einendig mit einem Schlauch, Rohr oder Gerät fest verbunden werden können. Zwischen Kern- und Gehäuseteil ist eine Dichtung angeordnet. In dem Gehäuseteil ist einerseits ein Stutzen zum Eingriff in das Kernteil angeformt, dessen Außendurchmesser geringfügig kleiner ist als der lichte Innendurchmesser des Kernteils. Andererseits ist ein Innendurchmesser eines muffenartigen Abschnitts (Halteabschnitt) des Gehäuseteils größer als der Außendurchmesser des Kernteils. Am freien Ende der Innenwand des muffenartigen Abschnitts des Gehäuseteils sind wenigstens zwei diametral gegenüberliegenden Nocken mit zu dem freien Ende gerichteten Auflaufflächen und diesen gegenüberliegenden Anschlagflächen ausgebildet. Jede Anschlagfläche verläuft senkrecht oder in Form einer Hinterschneidung geneigt zur Längsachse des Gehäuseteils, wobei der lichte Abstand zwischen den Nocken etwa so groß ist wie der Außendurchmesser des Kernteils. Das Gehäuseteil besteht aus einem elastischen Material, wobei die Nocken an einem mit zwei Schenkeln versehenem Ring ausgebildet sind. Die solchermaßen ausgebildeten Nocken stellen Rastmittel zur Verrastung des Gehäuseteils mit dem Kernteil dar. An der Außenseite des Kernteils ist ein Ring mit einer zu seinem freien Ende gerichteten Auflauffläche und mit einer dieser gegenüberliegenden Anschlagfläche, die senkrecht oder in Form einer Hinterschneidung geneigt zur Längsachse des Kernteils verläuft, ausgebildet. Der solchermaßen ausgebildete Ring stellt ein den Nocken komplementäres Rastmittel zur Verrastung des Kernteils mit dem Gehäuseteil dar. Als Vorteil dieser bekannten Schnellverbindung wird unter anderem ausgeführt, daß sie nur aus zwei Teilen mit dazugehörigen Dichtringen bestehe und keine zusätzlichen zusammenzubauenden oder verlierbaren Teile enthalte. Nach Zusammenfügen der Teile der Schnellverbindung ist eine Relativdrehung dieser Teile gegeneinander möglich, was jedoch für bestimmte Anwendungen nicht als vorteilhaft anzusehen ist. Zum Lösen der Verbindung kann zwischen die Schenkel an dem Gehäuseteil und dem Ring an dem Kernteil eine Gabel mit konischen Zinken eingeschoben werden, wodurch die Schenkel radial nach außen gepreßt werden wodurch wiederum die Nocken über den äußeren Durchmesser des Ringes an dem Kernteil angehoben werden, so daß die beiden Kupplungsteile durch Auseinanderziehen voneinander gelöst werden können. Die Notwendigkeit der Verwendung eines solchen Spezialwerkzeugs ist für viele Anwendungsfälle ebenfalls nicht als vorteilhaft anzusehen. In jedem Fall stellt jedoch die unmittelbare Verrastung der beiden im miteinander zu verbindenden Kupplungsteile im Sinne der Gewährleistung einer sicheren und stabilen Verbindung einen Vorteil dar.

Eine ähnliche Schnellverbindung wie die vorbeschriebene ist auch aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 87 11 334 U1 bekannt. Auch diese bekannte Schnellverbindung weist ein Kernteil und ein Gehäuseteil auf, die jeweils einendig mit einem Schlauch, Rohr oder Gerät fest verbindbar sind, wobei zwischen Kern- und Gehäuseteil eine Dichtung angeordnet ist. Auch ist an der Außenseite des Kernteils ein Ring mit einer zu dem freien Ende gerichteten Auflauffläche und mit einer dieser gegenüberliegenden Anschlagfläche ausgebildet, wobei der Innendurchmesser des Gehäuseteils größer ist als der Außendurchmesser des Kernteils, am freien Ende der Innenwand des Gehäuseteils sind wenigstens zwei diametral gegenüberliegende Nocken mit zu dem freien Ende gerichtete Auflaufflächen und diesen gegenüberliegenden Anschlagflächen ausgebildet, der lichte Abstand zwischen den Nocken ist etwa so groß ist wie der Außendurchmesser des Kernteils, und das Gehäuseteil besteht aus einem elastischen Material. Im Unterschied zur DE 38 43 995 C1 weist das Gehäuseteil aber keinen inneren Stutzen zum Eingriff in das Kernteil auf. Das Gehäuse kann im Bereich der Nocken ellipsenförmig oder oval ausgebildet sein, wobei die Nocken auf der kleineren Achse der Ellipse angeordnet sind. Damit kann zum Lösen der Verbindung durch ein Zusammendrücken des ellipsenförmigen oder ovalen Gehäuses in Richtung der großen Achse der Ellipse ein Abheben der Nocken aus der Raststellung heraus bewirkt werden. Auch hier wird als Vorteil der Schnellverbindung unter anderem ausgeführt, daß sie nur aus zwei Teilen mit dazugehörigen Dichtringen bestehe, da eine Schnellkupplung mit einem zusätzlichen verlierbaren Verriegelungsteil, wie sie in der DE 31 43 015 A1 beschrieben ist, keine Robotermontage ermögliche. Als Nachteil ist jedoch anzusehen, daß ein äußerer Druck auf das Gehäuse bereits zu einem ungewollten Lösevorgang der miteinander verbundenen Teile führen kann.

Eine ähnliche Steckverbindung wie in der erwähnten DE 31 43 015 A1, d.h. eine technische Lösung mit separatem Halteteil und ohne unmittelbare Verrastung des ersten und zweiten Kupplungsteils, ist auch in der DE 43 00 037 C1 beschrieben. Die aus diesem Dokument bekannte lösbare Steckverbindung dient zur Aufnahme eines rohrförmigen Einsteckteils (erstes Kupplungsteil) mit einer umlaufenden Halterippe. Die Steckverbindung umfaßt hierbei ein zylindrisches Aufnahmegehäuse (zweites Kupplungsteil) mit einem zentralen Aufnahmeraum zum Einführen des Einsteckteils und ein separates Federelement aus hartelastischem Kunststoff, welches mit kreisbogenförmig nach innen gerichteten, elastisch auftederbaren Haltekanten zum Hintergreifen der Halterippe nach dem Eindrücken des Einsteckteils versehen ist. Zur Montage muß das Federelement, bevor das Einsteckteil eingeführt werden kann, zusammengedrückt und durch eine seitliche Öffnung im Aufnahmegehäuse in den Aufnahmeraum eingeführt werden. Nach einem Wiederauffedern des Federelementes im Aufnahmeraum werden dann, insbesondere in der Schließstellung, die Haltekanten über Führungskörper, die in der Außenwand befindliche Aussparungen eintauchen, in axialer Richtung festgelegt. Die Haltekanten besitzen an der Einsteckseite für das Einsteckteil in Einsteckrichtung schräg zusammenführende Auflaufflächen, durch welche sie beim Einführen des Einsteckteils weiter auseinandergedrückt werden. Um die Verbindung zwischen den Haltekanten des Federelementes und der Halterippe des Einsteckteiles wieder aufzuheben, d.h. um die Haltekanten in radialer Richtung leicht von der Halterippe wegdrücken zu können, sind die Haltekanten an ihren Enden über V-förmig zusammengeführte Federstege untereinander verbunden, wobei die Verbindungsstellen jeweils im Bereich einer Öffnung im Aufnahmegehäuse angeordnet und über bogenförmige Druckplatten von außen eindrückbar sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckkupplung für fluidische Systeme der eingangs genannten Art, d.h. insbesondere mit unmittelbarer Verrastung eines ersten und eines zweiten Kupplungsteils, zu schaffen, die sich bei Gewährleistung einer einfachen Montage und hohen Verbindungsstabilität durch eine vereinfachte Demontagemöglichkeit auszeichnet.

Erfindungsgemäß wird dies durch ein im Montagezustand am ersten Kupplungsteil und/oder am zweiten Kupplungsteil gehaltenes, separates Löseteil zur Trennung der Rastverbindung zwischen den Rastmitteln des ersten Kupplungsteils und den Rastmitteln des zweiten Kupplungsteils erreicht.

Das erfindungsgemäß vorgesehene Löseteil stellt vorteilhafterweise ein in die Kupplungsverbindung integrierbares "Einbau-Lösewerkzeug" für die Steckkupplung dar, ohne daß es aber dabei die Funktion eines Verbindungs-, Halte- oder Arretierteiles übernehmen würde. Zur gegenseitigen Verbindung der Kupplungsteile dienen ausschließlich die zueinander komplementären Rastmittel des ersten und des zweiten Kupplungsteils, die eine sichere und stabile Verbindungsausbildung garantieren. Ein Vorteil des separaten Löseteiles besteht dabei auch darin, daß das Material, aus dem es gefertigt ist, auf das Material insbesondere des ersten aber auch des zweiten Kupplungsteils abgestimmt werden kann, wobei eine gezielte und optimierte Einstellung von Lösekräften für die Verbindung zwischen den Rastmitteln möglich ist.

Wenngleich unterschiedliche Ausbildungen des Halteabschnittes möglich sind, beispielsweise in Form eines muffenartigen Zylinders mit längsgeschlitzter Seitenfläche, so stellt aufgrund ihrer Montagefreundlichkeit eine Ausführung, bei welcher der Rastmittel tragende Halteabschnitt des ersten Kupplungsteiles aus zwei einander diametral gegenüberliegenden elastisch rückfedernd aufspreizbaren Haltearmen gebildet ist, ein Vorzugsvariante der Erfindung dar. Durch die Bedienung des Löseteiles werden die Haltearme aufgespreizt und somit die Rastverbindung zwischen dem ersten und zweiten Kupplungsteil aufgehoben. Die Teile können auseinandergezogen werden und danach erfolgte eine selbsttätige Rückstellung der Haltearme. Hierbei können durch eine unterschiedliche Materialwahl für die Haltearme und das Löseteil die Feder- und Lösekräfte (Spreizstellung der Haltearme) optimal angepaßt werden.

Das Löseteil kann aus Kunststoff oder Metall gefertigt werden, wobei es im Sinne einer einfachen Herstellungsweise bei hoher Funktionalität besonders vorteilhaft ist, das Löseteil einstückig, z.B. als Spritzgußteil, herzustellen. Das Löseteil kann mit Vorteil, zumindest abschnittsweise, aus einem elastisch federnden oder einem – im Hinblick auf manuelle Stellkräfte und üblicherweise betriebsbedingt auftretende mechanische Spannungen – starren Material bestehen. Dabei können in dem Löseteil verschiedene Abschnitte, beispielsweise starre und/oder elastische Abschnitt, über Scharniere, wie Filmscharniere, miteinander verbunden sein.

In dem Löseteil, das in seiner Grundgestalt bevorzugt im wesentlichen als Ring ausgebildet sein kann, wobei es dann in der konkreten Ausführung, gegebenenfalls auch abschnittsweise, eine runde, ovale oder vieleckige Form aufweisen kann, sind mindestens ein Betätigungsabschnitt zur manuellen Bedienung, Öffnungsabschnitte, insbesondere zum Aufspreizen der Haltearme, und jeweils zwischen Betätigungs- und Öffnungsabschnitt angeordnete Druckübertragungsabschnitte und vorgesehen. Diese Druckübertragungsabschnitte leiten die über die Betätigungsabschnitte aufgenommene Kraft an die Öffnungsabschnitte weiter. Die Druckübertragungsabschnitte können dabei sowohl an den Betätigungsfeldern, als auch an den Öffnungsabschnitten wahlweise außen oder mittig angreifen. Vorteilhafterweise kann dabei grundsätzlich eine Reduzierung der Betätigungs- und Stellkräfte dadurch erreicht werden, daß an den Enden der Druckübertragungsabschnitte Gelenke, bevorzugt in Form von Filmscharnieren angebracht sind. Dadurch können sich die Druckübertragungsabschnitte besser in Richtung des Kraftflusses ausrichten.

Was die Öffnungsabschnitte betrifft, so können an diesen und am ersten Kupplungsteil, damit sich die Öffnungsabschnitte bei einer Betätigung der Betätigungsabschnitte nur radial nach außen bewegen, entsprechend ausgebildete Mittel zur Führung vorgesehen sein.

Am Löseteil können bevorzugt ein oder zwei Betätigungsabschnitte vorgesehen sein. Ein Löseteil mit einem Betätigungsabschnitt kann sinnvoll an Stellen eingesetzt werden, wo das erste Kupplungsteil bauraumbedingt oder steckerformbedingt nur von einer Seite her zugänglich ist. Gemäß einer speziellen Ausführung der Erfindung kann dabei auch vorgesehen sein, daß das Löseteil einen Betätigungsabschnitt, zwei, jeweils zwischen dem Betätigungsabschnitt und einem Druckübertragungsabschnitt angeordnete Öffnungsabschnitte und optional einen die Öffnungsabschnitte miteinander verbindenden Verbindungsabschnitt umfaßt. Auch eine im wesentlichen gabelförmige Grundgestalt des Löseteiles (ohne Verbindungsabschnitt) ist möglich.

Ein Löseteil mit zwei Betätigungsabschnitten sollte immer dann eingesetzt werden, wenn nicht aus den vorgenannten Gründen ein Teil mit nur einem Betätigungsabschnitt eingesetzt werden muß. Insbesondere zwei einander diametral gegenüberliegende Betätigungsabschnitte haben dabei den Vorteil der Symmetrie, wodurch sich das Löseteil leichter automatisch montieren läßt und sich ein Optimum der Kraftwirkung einstellt.

Das erfindungsgemäß vorgesehene Löseteil zeichnet sich durch eine einfache Montage aus. Es braucht dazu prinzipiell nur in axialer Richtung in einen Zwischenraum zwischen dem Stutzenabschnitt und dem den Rastmittel tragenden Halteabschnitt des ersten Kupplungsteiles eingeschoben werden. Um das Löseteil jedoch noch besser gegen Verlust geschützt an dem ersten Kupplungsteil zu fixieren, können entsprechend ausgebildete Rastmittel an diesen beiden Teilen, dabei insbesondere an den Öffnungsabschnitten und an den Haltearmen, vorgesehen sein.

Nachfolgend wird auch im Detail eine mögliche Variante der Erfindung beschrieben, bei der das Löseteil und das erste Kupplungsteil Rast- und Halteelemente derart aufweist, daß das Löseteil in einer Reihenfolge

  • 1. axiales Einschieben des Löseteiles in das erste Kupplungsteil und/oder Verrasten zur Sicherung gegen eine axiale Rückbewegung und
  • 2. tangentiales Verschieben des Löseteiles im ersten Kupplungsteil und Verrasten zur Sicherung gegen eine entsprechende Rückbewegung

montiert wird.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen sowie der folgenden Beschreibung enthalten.

Anhand mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele soll im folgenden die Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigen:

1 in perspektivischer Darstellung ein erstes Kupplungsteil einer erfindungsgemäßen Steckkupplung,

2 in perspektivischer Darstellung ein Löseteil einer erfindungsgemäßen Steckkupplung,

3 in einer 1 entsprechenden Darstellung die erfindungsgemäße Steckkupplung mit Löseteil in einem Vormontagezustand von Löseteil und erstem Kupplungsteil,

4 im axialen Halbschnitt eine gegenüber 3 vergrößerte Darstellung der erfindungsgemäßen Steckkupplung mit erstem und zweitem Kupplungsteil sowie Löseteil im (End-)Montagezustand,

5 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Steckkupplung mit Bezug auf 3,

6 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Steckkupplung entsprechend der Linie VI-VI in 5,

7 bis 11 in einer 2 entsprechenden Darstellung, mehrere Ausführungsformen von Löseteilen einer erfindungsgemäßen Steckkupplung,

12 in perspektivischer teilgeschnittener Darstellung ein erstes Kupplungsteil einer erfindungsgemäßen Steckkupplung in einer weiteren Ausführungsform,

13 in perspektivischer teilgeschnittener Darstellung das in 11 dargestellte Löseteil einer erfindungsgemäßen Steckkupplung,

14 in perspektivischer Darstellung das erste Kupplungsteil einer erfindungsgemäßen Steckkupplung gemäß 12 im Zusammenbau mit dem Löseteil gemäß 13,

15 und 16 in einer 2 entsprechenden Darstellung, zwei weitere Ausführungsformen von Löseteilen einer erfindungsgemäßen Steckkupplung,

17 bis 19 jeweils in Seitenansicht, verschiedene Montageschritte für ein Löseteilen einer erfindungsgemäßen Steckkupplung in einem ersten Kupplungsteil.

In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden daher im folgenden in der Regel jeweils nur einmal beschrieben.

Wie sich zunächst aus 1 bis 4 ergibt, umfaßt eine erfindungsgemäße Steckkupplung für fluidische Systeme, insbesondere eine Schnell-Steckkupplung, zwei rohrförmige, miteinander verbindbare Kupplungsteile 1, 2, die zur gegenseitigen Verbindung Rastmittel 3, 4 aufweisen.

Das erste Kupplungsteil 1 (Einzeldarstellung in 1) weist einerseits einen endseitigen Stutzenabschnitt 5 auf, mit dem es in das zweite Kupplungsteil 2 einsteckbar ist, wie dies 4 (sowie ergänzend in zwei weiteren Hauptansichten 5 und 6) zeigen. Andererseits weist das erste Kupplungsteil 1 mindestens einen endseitigen, seine Rastmittel 3 tragenden Halteabschnitt 6 auf, der in allen nachfolgend beschriebenen Ausführungen durch zwei diametral einander gegenüberliegende Haltearme gebildet ist und mit dem es eine äußere Umfangskontur des zweiten Kupplungsteiles 2, an der den Rastmitteln 3 des ersten Kupplungsteiles 1 komplementäre Rastmittel 4 ausgebildet sind, übergreift.

Die Rastmittel 3 des ersten Kupplungsteiles 1 sind jeweils durch eine Rastkante 3a gebildet, der – in Steckrichtung des zweiten Kupplungsteils 2 (Pfeil E in 4, 5, 12 und 17) in an sich bekannter Weise eine Anlauffläche 3b vorgeordnet ist (vgl. 1 und 4). Die komplementären Rastmittel 4 des zweiten Kupplungsteiles 2 sind aus einem, insbesondere endständig angeordneten, ringförmig umlaufenden Flanschabschnitt gebildet (vgl. 4 und 5). (Das Bezugszeichen 4 wird im folgenden sowohl für "Rastmittel", als auch für "Flanschabschnitt" verwendet, da nachfolgend nur Ausführungen der Rastmittel konkret beschrieben sind, die aus einem Flanschabschnitt gebildet sind.)

Des weiteren umfaßt eine erfindungsgemäße Steckkupplung ein separates Löseteil LT (Einzeldarstellung in 2), das im Montagezustand (4) oder bereits in einem Vormontagezustand (3) am ersten Kupplungsteil 1 und/oder am zweiten Kupplungsteil 2 gehalten ist und zur Trennung der Rastverbindung zwischen den Rastmitteln 3 des ersten Kupplungsteils 1 und den Rastmitteln 4 des zweiten Kupplungsteils 2 dient.

Wie bereits erwähnt, kann in bevorzugter Ausführung der die Rastmittel 3 tragende Halteabschnitt 6 des ersten Kupplungsteiles aus zwei einander diametral gegenüberliegenden elastisch rückfedernd aufspreizbaren Haltearmen gebildet sein. (Das Bezugszeichen 6 wird im folgenden sowohl für "Halteabschnitt", als auch für "Haltearme" verwendet, da nachfolgend nur Ausführungen des Halteabschnitts konkret beschrieben sind, die aus Haltearmen gebildet sind.) Die mögliche Spreizbewegung der Haltearme 6 zum Lösen des ersten Kupplungsteiles 1 vom zweiten Kupplungsteil 2 ist durch die mit S bezeichneten Pfeile in 4 angedeutet.

Die Haltearme 6 sind einstückig an ein Rohrstück 7 des ersten Kupplungsteiles 1 angeformt, an dem einendig ein Leitungsanschluß 8 und anderendig der Stutzenabschnitt 5 ausgebildet sind. Der Leitungsanschluß 8 und der Stutzenabschnitt 5 sind koaxial (Steckachse X-X in 4), d.h. miteinander fluchtend, angeordnet.

Wie 4 veranschaulicht, weist der Stutzenabschnitt 5 eine Umfangsnut 5a zur Aufnahme einer Dichtung, wie eines O-Ringes, auf. Außerdem ist 4 zu entnehmen, daß der Stutzenabschnitt 5 auch einen umfangsgemäß angeordneten, insbesondere mit dem Flanschabschnitt 4 des zweiten Kupplungsteiles 2 zusammenwirkenden Anschlag 5b zur Begrenzung seiner Einstecktiefe in das zweite Kupplungsteil 2 aufweist.

Wie das erste Kupplungsteil 1 weist auch das zweite Kupplungsteil 2 einendig, insbesondere auf seiner dem Flanschabschnitt 4 abgewandten Seite, einen Leitungsanschluß 9 auf (4, 9).

Das erfindungsgemäß vorgesehene Löseteil LT läßt sich auf einfache Weise montieren bzw. in dem ersten Kupplungsteil 1 vormontieren. Es wird dazu nur axial in der Steckrichtung des zweiten Kupplungsteils (Pfeil E in 4, 12) in einen (nicht näher bezeichneten) Zwischenraum zwischen dem Stutzenabschnitt 5 und dem den Rastmittel 3 tragenden Halteabschnitt 6 des ersten Kupplungsteiles 1 eingeschoben. Danach können die beiden Kupplungsteile 1, 2 ineinandergesteckt und miteinander verrastet werden.

Das Löseteil LT weist in allen Ausführungen mindestens einen Betätigungsabschnitt 10 auf. Vorzugsweise verfügt es, wie in 2 dargestellt, über zwei einander gegenüberliegende, plattenartige, Betätigungsabschnitte 10. Des weiteren zeigt 2, daß das Löseteil LT mindestens zwei Öffnungsabschnitte 11, vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende, insbesondere plattenartige, Öffnungsabschnitte 11 zur Anlage an einer radial nach innen gerichteten Fläche der Haltearme 6 und zum radialen Aufspreizen der Haltearme 6 aufweist. Schließlich ist 2 zu entnehmen, daß das Löseteil LT mindestens zwei Druckübertragungsabschnitte 12, vorzugsweise vier, insbesondere stabartig ausgebildete, Druckübertragungsabschnitte 12 aufweist, die jeweils mittig an den Betätigungsabschnitten 10 und den Öffnungsabschnitten 11 ansetzen. Jeweils ein Druckübertragungsabschnitt 12 verbindet einen Betätigungsabschnitt 10 mit einem Öffnungsabschnitt 11. Das Löseteil LT ist somit in seiner Grundgestalt im wesentlichen als Ring ausgebildet, wobei diese Ausbildung auch beinhaltet, daß das Löseteil LT, gegebenenfalls auch abschnittsweise, eine runde, ovale oder vieleckige Form aufweisen kann.

Zur Aufhebung des in 4 bis 6 dargestellten Montagezustandes einer erfindungsgemäßen Steckkupplung erfolgt ein manueller Druck auf die Betätigungsabschnitte 10 im Sinne der Pfeile P in 5 und 6. Dieser Druck wird über die Druckübertragungsabschnitte 12 auf die Öffnungsabschnitte 11 übertragen. Diese liegen, wie dies insbesondere 6 deutlich zeigt, an den Haltearmen 6 an und führen unter der Wirkung des Druckes eine Spreizbewegung aus, die auch zu einem Aufspreizen (Pfeile S) der Haltearme 6 führt. Dadurch werden die Rastelemente 3, 4 des ersten Kupplungsteiles 1 und des zweiten Kupplungsteiles 2 außer Eingriff gebracht und die beiden Kupplungsteile 1, 2 können voneinander getrennt werden – beispielsweise durch ein Abziehen des zweiten Kupplungsteiles 2 entgegen der Pfeilrichtung E vom ersten Kupplungsteil 1.

Was das Material des Löseteils LT betrifft, so kann dieses aus Kunststoff oder Metall bestehen. Bevorzugt kann das Löseteil LT – im Sinne einer vorteilhaft selbsttätigen Rückstellung aus der Spreizstellung heraus nach Wegfall der Betätigungskraft – als Ganzes, aber auch abschnittsweise, aus einem elastisch federnden Material bestehen. Ebenso ist es aber auch möglich, daß das Löseteil LT zumindest abschnittsweise aus einem starren Material besteht.

Insbesondere bei der Verwendung unterschiedlicher Materialien in den verschiedenen Abschnitten des Löseteiles LT, aber auch bei materialeinheitlicher Ausbildung kann es notwendig sein bzw. ist es vorteilhaft, wenn in dem Löseteil LT verschiedene Abschnitte, beispielsweise starre und/oder elastische Abschnitte, wie Druckübertragungsabschnitte 12, Betätigungsabschnitte) 10 oder Öffnungsabschnitte 11, über Scharniere, wie Filmscharniere, miteinander verbunden sind. Derartige Filmscharniere sind in den Ausführungen des Löseteiles LT gemäß 7 sowie 15 bis 19 gezeigt und dort jeweils mit dem Bezugszeichen 13 bezeichnet. Die Filmscharniere 13 reduzieren die notwendigerweise aufzubringenden Betätigungskräfte und führen dazu, daß sich die Druckübertragungsabschnitte 12 besser in Richtung des Kraftflusses ausrichten können.

In den Ausführungen gemäß der genannten Figuren weisen die Druckübertragungsabschnitte 12 des Löseteils LT jeweils eine konkave Krümmung auf. Auch dies dient zur Optimierung des Kraftflusses. Die zur Steckachse X-X nach innen gewölbte Druckübertragungsabschnitte 12 führen dazu, daß sich die Kräfte zur Auslenkung (Knickpunkt) der Druckübertragungsabschnitte 12 verringern und daß die Druckübertragungsabschnitte 12 bei ihrer Betätigung am ersten Kupplungsteil 1 unter Abstützung an diesem Teil gut abgleiten.

8 zeigt eine Ausführung des Löseteils LT, bei der dieses einen Betätigungsabschnitt 10, zwei, jeweils zwischen dem Betätigungsabschnitt 10 und einem Druckübertragungsabschnitt 12 angeordnete Öffnungsabschnitte 11 und einen die Öffnungsabschnitte 11 miteinander verbindenden Verbindungsabschnitt 14 umfaßt. Weitere derartige Ausführungen sind auch in 10 und 13 sowie in 16 bis 19 dargestellt. Der Verbindungsabschnitt 14 "ersetzt" einen Betätigungsabschnitt 10, so daß das Löseteil LT in den genannten Ausführungen nur noch einen Betätigungsabschnitt 10 aufweist. Es wurde dazu bereits erwähnt, daß ein Löseteil LT mit einem Betätigungsabschnitt 10 zweckmäßigerweise dann eingesetzt werden kann, wenn der Bauraum oder die Form des ersten Kupplungsteils 1 dies erforderlich machen sollten.

Eine Besonderheit in den Ausführungen gemäß 9 bis 11 sowie 13 und 14 besteht darin, daß bei den dargestellten möglichen erfindungsgemäßen Varianten die Öffnungsabschnitte 11 des Löseteils LT jeweils Versteifungselemente 15, 16 aufweisen. Bei diesen Versteifungselementen 15, 16 handelt es sich einerseits um rechtwinklig abstehende Rippen 15, die neben ihrer Versteifungsfunktion auch ein Führungsfunktion übernehmen können (9, 10), und andererseits um die Haltearme 6 im Montage- oder Vormontagezustand (14) umgreifende Ringansätze 16 ( 11, 13). Letztere schützen die Haltearme 6 und bewirken bei einer Druckbeaufschlagung des ersten Kupplungsteiles 1 im gesteckten Zustand eine zusätzliche Versteifung der derselben.

12 und 14 sowie 17 bis 19 zeigen Ausführungen des ersten Kupplungsteiles 1, bei denen im Gegensatz zu 1 sowie 3 bis 6 der Leitungsanschluß 8 und der Stutzenabschnitt 5 im Winkel zueinander, insbesondere in einem rechten Winkel zueinander, angeordnet sind. Hieran wird deutlich, daß die Anwendung des erfindungsgemäß vorgesehenen Löseteiles LT nicht auf eine bestimmte Auslegung des ersten Kupplungteiles 1 beschränkt ist, sondern bei den verschiedensten Bauformen, insbesondere mit einer Ausbildung des Halteabschnittes 6 als Haltearme 6, eingesetzt werden kann. So kann das erfindungsgemäß vorgesehene Löseteil LT auch mit eine Steckkupplungs-Anordnung kombiniert werden, bei der sich der Halteabschnitt 6 am zweiten Kupplungsteil 2 und das Rastmittel, wie der Flanschabschnitt 4, am ersten Kupplungsteil 1 befindet.

Für gekrümmte Ausführungen des ersten Kupplungsteiles erweist sich der Einsatz eines Löseteiles LT mit nur einem Betätigungsabschnitt 10 als besonders zweckmäßig. Dabei ist es auch möglich, daß das Löseteil LT in seiner Grundgestalt abweichend von einer geschlossenen Ringform im wesentlichen gabelförmig ausgebildet ist, wie dies 15 zeigt. Durch das Nichtvorhandensein eines zweiten Betätigungsabschnittes 10 ebenso wie eines Verbindungsabschnittes 14 wird die Steife des Löseteiles LT herabgesetzt und die notwendige Betätigungskraft wird reduziert.

Ein bisher nicht erwähntes, jedoch wichtiges, weil vorteilhaftes Merkmal der erfindungsgemäßen Steckkupplung, welches auch in allen figürlich dargestellten Ausführungsformen der Erfindung gezeigt ist, besteht darin, daß einerseits an dem Löseteil LT, insbesondere an dessen Öffnungsabschnitten 11, und andererseits an dem Halteabschnitt 6 des ersten Kupplungsteiles 1, insbesondere den Haltearmen 6, formschlüssig einander zugeordnete Führungselemente 17a, 18a, 17b, 18b, insbesondere Führungsstege 17a, 17b am ersten Kupplungsteil 1 (siehe 4, 6, 14 und 16) und Führungsnuten 18a, 18b am Löseteil LT (siehe 2, 4, 6, 7 bis 11, 13 bis 17) angeordnet sind.

Die Führungsnuten 18a können sich dabei vor allem in der radial auswärts gerichteten Fläche der Öffnungsabschnitte 11 befinden, die an den Haltearmen 6 zur Anlage kommt, wobei sich dann die entsprechenden Führungsstege 17a an der komplementären radial nach innen weisenden Anlagefläche der Haltearme 6 befinden.

Für den Fall, daß – wie vorstehend beschrieben – die Öffnungsabschnitte 11 Versteifungselemente in Form von die Haltearme 6 umgreifenden Ringansätzen 16, aufweisen, ist es auch möglich, daß sich jeweils Führungsnuten 18b in der radial einwärts gerichteten Fläche der Ringansätze 16 befinden, die an den Haltearmen 6 zur Anlage kommt, wobei sich dann wiederum die entsprechenden Führungsstege 17b an der komplementären radial nach außen weisenden Anlagefläche der Haltearme 6 befinden.

Die parallel zur Steckachse X-X angeordneten Führungselemente 17a, 17b, 18a, 18b bewirken vorteilhafterweise, daß sich die Öffnungsabschnitte 11 bei einer Betätigung der Betätigungsabschnitte 10 (Pfeil P) nur radial nach außen (Pfeil S) bewegen können und nicht tangential verschoben werden. Damit sind die Führungselemente 17a, 17b, 18a, 18b auch solchermaßen ausgebildet, daß sie eine gegenseitige Verdrehung von Löseteil LT und erstem Kupplungsteil 1 unterbinden, eine relative parallel zur Steckachse X-X verlaufende Verschiebung zueinander jedoch zulassen.

Des weiteren zeigen alle figürlich dargestellten Ausführungen der Erfindung ein Detail, wie das separate Löseteil LT am ersten Kupplungsteil 1 bereits im Vormontagezustand (3, 14, 19) gehalten werden kann. Dieses Detail besteht darin, daß einerseits an dem Löseteil LT, insbesondere an dessen Öffnungsabschnitten 11 radial außenseitig, und andererseits an dem Halteabschnitt 6, insbesondere an den Haltearmen 6, des ersten Kupplungsteiles 1 radial innenseitig komplementär einander zugeordnete Anschläge 19, 20, insbesondere einander im Montage- bzw. Vormontagezustand einander gegenüberliegende Anlagekanten 19 des Löseteiles LT (2, 4, 7 bis 11, 13 sowie 15 bis 17) und Anlagekanten 20 des ersten Kupplungsteiles 1 (1, 4 und 12), angeordnet sind. Diese Kanten 19, 20 verhindern, daß das Löseteil LT (in der Richtung E) zu weit in das erste Kupplungsteil 1 eingeschoben werden kann (Bewegungsbegrenzung). Um aber das Einschieben des Löseteils LT in Einschubrichtung E bis in die gewünschte Position zu erleichtern, kann dabei mit Vorteil der jeweiligen Anlagekante 19 des Löseteils LT jeweils eine Schrägfläche 19a als Anlauffläche vorgeordnet sein, wie dies den genannten Darstellungen der Löseteile LT ebenfalls zu entnehmen ist.

Des weiteren zeigt 4 (rechte Seite) eine vorteilhafte Möglichkeit, um das separate Löseteil LT am ersten Kupplungsteil 1 bereits im Vormontagezustand unverlierbar zu halten. Diese besteht darin, daß einerseits an dem Löseteil LT, insbesondere an dessen Öffnungsabschnitten 11 radial innenseitig, und andererseits an dem Halteabschnitt 6, insbesondere an den Haltearmen 6 radial außenseitig, des ersten Kupplungsteiles 1 komplementär einander zugeordnete Rastelemente 21, 22, insbesondere einander im Montage- bzw. Vormontagezustand hintergreifende Rastkanten 21 des Löseteiles LT (siehe auch 13) und Rastkanten 22 des ersten Kupplungsteiles 1 (siehe auch 12), angeordnet sind.

Die Rastkante 22 des ersten Kupplungsteiles 1 kann dabei mit Vorteil durch die mit ihrer Oberfläche in Steckrichtung E zeigende Stirnfläche des am Stutzenabschnitt 5 umfangsgemäß angeordneten Anschlag 5b zur Begrenzung der Einstecktiefe des ersten Kupplungsteils 1 in das zweite Kupplungsteil 2 gebildet sein. Diese Rastelemente 21, 22 unterbinden nach ihrem Wirksamwerden eine achsparallele Rückverschiebung (entgegen der Richtung E) des Löseteils LT gegenüber dem erstem Kupplungsteil 1. Ähnlich wie bei den Rastelementen 3 des ersten Kupplungsteils 1 zur Verrastung mit dem zweiten Kupplungsteil 2 kann einer Rastkante 21 des Löseteils LT dabei mit Vorteil jeweils eine Schrägfläche 21a als Anlauffläche vorgeordnet sein, wie dies den genannten Darstellungen der Löseteile LT4 und 13 ebenfalls zu entnehmen ist.

Schließlich kann es bei der erfindungsgemäßen Steckkupplung vorgesehen sein, daß – und dies veranschaulichen 17 bis 19 – das Löseteil LT und das erste Kupplungsteil 1 mehrfach miteinander verrastet bzw. in mehrfache Richtung gegen eine Relativbewegung zueinander gesichert werden. Dies kann zunächst in einem ersten Vormontageschritt aus der in 17 dargestellten Position heraus durch ein axiales Einschieben des Löseteiles LT in das erste Kupplungsteil 1 im Sinne des Pfeiles E in 17, der wiederum auch die Steckrichtung des zweiten Kupplungsteiles anzeigt, sowie gegebenenfalls nachfolgend durch ein Verrasten zur Sicherung gegen eine axiale Rückbewegung des Löseteiles LT geschehen. Das Löseteil LT nimmt dann die in 18 dargestellte Position an. An den ersten Schritt schließt sich ein zweiter Vormontageschritt an, der in einem tangentialen Verschieben des Löseteiles LT im ersten Kupplungsteil 1 (Pfeil T in 18) besteht und eine Verrastung bewirkt, die das Löseteil LT gegen eine entgegengerichtete (Rück)bewegung sichert. Diesen Zustand zeigt 19. Für die tangentiale Verschiebung T des Löseteiles LT können am ersten Kupplungsteil 1 Führungen (Anschlag 5b, Führungsanschlag 5c in 17 bis 19) vorgesehen sein.

Als Löseteile LT für diese Vormontageart eignen sich insbesondere die in 15 und 16 dargestellten Ausführungen. Zum axialen Rasten sind dabei komplementär einander zugeordnete Rastelemente an den beiden Kupplungsteilen 1, 2 geeignet, die nach der Art der vorbeschriebenen senkrecht zur Steckachse X-X verlaufenden Rastkanten 21, 22 ausgebildet sind. Zum tangentialen Rasten können mit Vorteil parallel zur Steckachse X-X angeordnete Rastelemente, insbesondere nach der Art der vorbeschriebenen Führungselemente 17a, 18a, zum Einsatz kommen, wobei wiederum insbesondere den Rastelementen des Löseteiles LT entsprechende schräg zur tangentialen Einsteckrichtung T verlaufende Anlaufflächen 23a, 23b vorgeordnet sein können. Das Löseteil LT kann bei fehlendem Verbindungsabschnitt 14 auch nur durch eine tangentiale Verschiebung (Pfeil T in 18) mit den Kupplungsteilen 1, 2 zusammengesteckt und verrastet werden.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen, insbesondere die kinematische Umkehr (Vertauschung der Anordnung) hinsichtlich der Ausbildung des Stutzenabschnitts 5 am einen Kupplungsteil und der zugehörigen Einstecköffnung am anderen Kupplungsteil, d.h. mit anderen Worten, daß das Kupplungsteil mit Stutzenabschnitt 5 oder das Kupplungsteil mit Einstecköffnung für den Stutzenabschnitt den Halteabschnitt 6 aufweisen können, wobei dann die entsprechenden Rastmittel 3, 4 in angepaßter Weise zu gestalten sind.

Außerdem wurde bereits erwähnt, daß das erste Kupplungsteil 1 und das Löseteil LT in unterschiedlichen Formen ausgeführt werden können. Ein Kupplungsteil kann oder beide Kupplungsteile 1, 2 können einseitig auch direkt an Geräte angeschlossen oder anschließbar sein, ohne daß der Rahmen der Erfindung verlassen wird.

Ferner ist die Erfindung bislang auch noch nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten Merkmalen alter insgesamt offenbarten Einzelmerkmalen definiert sein. Dies bedeutet, daß grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt werden kann. Insofern ist der Anspruch 1 lediglich als ein erster Formulierungsversuch für eine Erfindung zu verstehen.

Bezugszeichen1erstes Kupplungsteil2zweites Kupplungsteil3Rastmittel von 13aRastkante von 13bAnlauffläche vor 3a4Rastmittel von 2, Flanschabschnitt5Stutzenabschnitt von 15aUmfangsnut in 55bAnschlag von 55cFührungsanschlag von 56Halteabschnitt von 1, Haltearm7Rohrstück von 1 zwischen 5 und 88Leitungsanschluß von 19Leitungsanschluß von 210Betätigungsabschnitt von LT11Öffnungsabschnitt von LT12Druckübertragungsabschnitt von LT13(Film-)Scharnier von LT14Verbindungsabschnitt von LT15Versteifungselement an 11, Rippe16Versteifungselement an 11, Ringansatz17aFührungssteg an 6, radial innenliegend17bFührungssteg an 6, radial außenliegend18aFührungsnut in 11, radial außenliegend18bFührungsnut in 16, radial innenliegend19Anlagekante von 11 für 2019aSchrägfläche vor 1920Anlagekante von 6 für 1921Rastelement von LT, Rastkante an 11 für 2221aSchrägfläche vor 2122Rastelement von 1, Rastkante an 5 für 2123a, 23bAnlauflächen vor 18aESteckrichtung von 2, (erste) Montagerichtung von LTLTLöseteilPBetätigungsrichtung von 10SSpreizrichtung von 6, 11Ttangentiale Richtung, (zweite) Montagerichtung von LTX-XSteckachse von 1, 2