Title:
Akustische Composite-Bursts für Mehrkanalmessen
Kind Code:
U1


Abstract:

Sensor, der zur Verwendung in einer Sensoranordnung geeignet ist, der Sensor umfassend:
einen akustischen Wandler, der akustische Composite-Bursts sendet, die eine Burst-Signatur aufweisen, und der Echosignale empfängt, wobei die Echosignale selbst erzeugte Echos einschließen, die in Reaktion auf die akustischen Composite-Bursts von dem Wandler erfolgen und potenziell zusätzliche Echos in Reaktion auf akustische Bursts von anderen Quellen einschließen; und
eine Steuerung, die die empfangenen Echosignale nach Quelle basierend auf der Burst-Signatur kategorisiert und die einen Abstand oder eine Laufzeit von dem Wandler unter Verwendung nur der selbst erzeugten Echos bestimmt,
wobei die akustischen Composite-Bursts jeweils mehrere einzelne Bursts umfassen, die jeweils ein zugehöriges Frequenzband aufweisen, und wobei die Burst-Signatur eine quellspezifische Anordnung von zugehörigen Frequenzbändern umfasst. embedded image




Application Number:
DE202018103861U
Publication Date:
08/01/2018
Filing Date:
07/05/2018
Assignee:
Semiconductor Components Industries, LLC (Ariz., Phoenix, US)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Manitz Finsterwald Patentanwälte PartmbB, 80336, München, DE
Claims:
Sensor, der zur Verwendung in einer Sensoranordnung geeignet ist, der Sensor umfassend:
einen akustischen Wandler, der akustische Composite-Bursts sendet, die eine Burst-Signatur aufweisen, und der Echosignale empfängt, wobei die Echosignale selbst erzeugte Echos einschließen, die in Reaktion auf die akustischen Composite-Bursts von dem Wandler erfolgen und potenziell zusätzliche Echos in Reaktion auf akustische Bursts von anderen Quellen einschließen; und
eine Steuerung, die die empfangenen Echosignale nach Quelle basierend auf der Burst-Signatur kategorisiert und die einen Abstand oder eine Laufzeit von dem Wandler unter Verwendung nur der selbst erzeugten Echos bestimmt,
wobei die akustischen Composite-Bursts jeweils mehrere einzelne Bursts umfassen, die jeweils ein zugehöriges Frequenzband aufweisen, und wobei die Burst-Signatur eine quellspezifische Anordnung von zugehörigen Frequenzbändern umfasst.

Sensor nach Anspruch 1, wobei mindestens ein Frequenzband in der Burst-Signatur ein mittleres Band des Wandlers ist.

Sensor nach Anspruch 2, wobei mindestens ein Frequenzband in der Burst-Signatur ein unteres Band des Wandlers ist.

Sensor nach Anspruch 2, wobei mindestens ein Frequenzband in der Burst-Signatur ein oberes Band des Wandlers ist.

Sensor nach einem der Ansprüche 1-4, wobei die akustischen Composite-Bursts jeweils aus zwei einzelnen Bursts bestehen.

Sensor nach Anspruch 5, wobei ein zweiter der zwei einzelnen Bursts beginnt, bevor ein Restnachhall eines ersten einzelnen Bursts endet.

Sensor nach Anspruch 5, wobei die Burst-Signatur ferner ein Zwischen-Burst-Intervall umfasst.

Sensor nach einem der Ansprüche 1-7, wobei die Steuerung ferner eine zweite Burst-Signatur einsetzt, die einem zweiten Sensor in der Anordnung zugeordnet ist, um zusätzliche Echos in Reaktion auf akustische Bursts von dem zweiten Sensor zu kategorisieren.

Sensor nach Anspruch 8, wobei die Steuerung ferner einen Abstand oder eine Laufzeit von dem zweiten Sensor zu dem akustischen Wandler nur unter Verwendung der zusätzlichen Echos von dem zweiten Sensor bestimmt.

Sensor nach einem der Ansprüche 1-9, wobei der akustische Wandler ein piezoelektrisches Element ist.

Sensoranordnung, umfassend:
eine elektronische Steuereinheit;
einen ersten akustischen Wandler, der akustische Composite-Bursts, die eine erste Burst-Signatur aufweisen, sendet und der Echosignale, einschließlich selbst erzeugter Echos, in Reaktion auf die akustischen Composite-Bursts von dem ersten Wandler empfängt; und
einen zweiten akustischen Wandler, der akustische Composite-Bursts, die eine zweite Burst-Signatur aufweisen, sendet und der Echosignale, einschließlich selbst erzeugter Echos, in Reaktion auf die akustischen Composite-Bursts von dem zweiten Wandler empfängt,
wobei der akustische Composite-Burst mehrere einzelne Bursts umfasst, die jeweils ein zugehöriges Frequenzband aufweisen,
wobei die ersten und zweiten Burst-Signaturen unterscheidbare Anordnungen von zugehörigen Frequenzbändern umfassen,
wobei die ersten und zweiten akustischen Wandler jeweils einen Korrelationsfilter für das mittlere Band und mindestens eines von einem Korrelationsfilter für das obere Band und einem Korrelationsfilter für das untere Band einschließen, und
wobei die elektronische Steuereinheit Ausgangssignale von den Korrelationsfiltern empfängt, die empfangenen Echosignale basierend auf den Burst-Signaturen kategorisiert und einen Abstand oder eine Laufzeit von jedem der ersten und zweiten Wandler unter Verwendung nur von deren selbst erzeugten Echos bestimmt.

Sensoranordnung nach Anspruch 11, wobei die Anordnung von zugehörigen Frequenzbändern für die erste Burst-Signatur ein oberes Band und ein mittleres Band ist und wobei die Anordnung für die zweite Burst-Signatur ein unteres Band und das mittlere Band ist.

Sensoranordnung nach Anspruch 12, wobei jeder akustische Composite-Burst aus zwei einzelnen Bursts ohne Zwischen-Burst-Raum besteht.

Sensoranordnung nach einem der Ansprüche 11-13, wobei jeder der ersten und zweiten Wandler der elektronischen Steuereinheit Ausgangssignale von einem Korrelationsfilter für das obere Band, einem Korrelationsfilter für das mittlere Band und einem Korrelationsfilter für das untere Band liefert.

Description:
QUERVERWEIS AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN

Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Priorität der vorläufigen US-Anmeldung 62/534,596 mit dem Titel „Multi-channel Park Assist with Magnitude Equalization“, die am 19.07.2017 von den Erfindern Tomas Suchy, Miroslav Kassa und Marek Hustava eingereicht wurde. Diese vorläufige Anmeldung wird hiermit durch Bezugnahme eingeschlossen.

HINTERGRUND

Moderne Kraftfahrzeuge sind mit einer beeindruckenden Anzahl und Vielfalt von Sensoren ausgestattet. Zum Beispiel sind Autos jetzt routinemäßig mit Ultraschallsensoranordnungen versehen, um den Abstand zwischen dem Auto und in der Nähe befindlichen Personen, Tieren, Fahrzeugen oder Hindernissen zu überwachen. Aufgrund von umgebungsbedingtem „Rauschen“ und Sicherheitsbedenken kann von jedem der Sensoren gefordert werden, Dutzende von Messungen pro Sekunde bereitzustellen, während das Auto in Bewegung ist. Es ist wichtig, dass diese Sensoranordnungen zuverlässig arbeiten.

Mit der zunehmenden Anzahl von Sensoren nimmt auch das Erfordernis zu, dass die Sensoren gleichzeitig betrieben werden, wodurch sich das Risiko von Interferenzen zwischen den Sensoren erhöht. Weil akustische Bursts von mehreren Sensoren gleichzeitig unterwegs sein können, können die Echos von Bursts durch einen ersten Sensor durch andere Sensoren erkannt und fälschlicherweise anderen Bursts zugeordnet werden, was zu falschen Laufzeitbestimmungen und fehlerhaften Abstandsmessungen fuhrt. Verschiedene Herangehensweisen, die für eine Mehrkanalkoexistenz vorgesehen sind, stellen keine geeignete Lösung für die unausgeglichene Dämpfung bereit, die bei verschiedenen Signalfrequenzen auftritt und Laufzeitbestimmungen beeinträchtigen kann.

KURZDARSTELLUNG

Entsprechend werden hierin verschiedene Sensoren, Sensorsteuerungen und Sensorsteuerungsverfahren offenbart, die zur Verwendung in einer Mehrkanalultraschallsensoranordnung wie sie in Systemen für Parkassistenz, Totwinkelüberwachung und Fahrerassistenz verwendet werden, geeignet sind. Eine veranschaulichende Verfahrensausführungsform schließt ein Ansteuern eines akustischen Wandlers ein, um akustische Composite-Bursts zu senden. Jeder akustische Composite-Burst schließt mehrere einzelne Bursts ein, die jeweiligen Frequenzbändern zugeordnet sind, wobei die Frequenzbandanordnung eine quellspezifische Burst-Signatur bereitstellt. Das Verfahren schließt ferner ein Empfangen von selbst erzeugten Echosignalen, die in Reaktion auf die akustischen Composite-Bursts von dem Wandler erfolgen und potenziell zusätzliche Echos in Reaktion auf akustische Bursts von anderen Quellen einschließen; ein Kategorisieren von empfangenen Echosignalen nach Quelle basierend auf der Burst-Signatur und ein Verwenden der selbst erzeugten Echos, ausschließlich der zusätzlichen Echos, zum Bestimmen eines Abstands oder einer Laufzeit von dem Wandler ein.

Eine veranschaulichende Sensorausführungsform schließt einen akustischen Wandler und eine Steuerung ein. Der akustische Wandler sendet akustische Composite-Bursts, die eine Burst-Signatur aufweisen, und empfängt Echosignale, wobei die Echosignale selbst erzeugte Echos einschließen, die in Reaktion auf die akustischen Composite-Bursts von dem Wandler erfolgen und potenziell zusätzliche Echos in Reaktion auf akustische Bursts von anderen Quellen einschließen. Jeder akustische Composite-Burst schließt mehrere einzelne Bursts in jeweiligen Frequenzbändern ein, wobei die Frequenzbandanordnung eine quellspezifische Burst-Signatur bereitstellt. Die Steuerung kategorisiert die empfangenen Echosignale nach Quelle basierend auf der Burst-Signatur und bestimmt einen Abstand oder eine Laufzeit von dem Wandler unter Verwendung nur der selbst erzeugten Echos.

Eine veranschaulichende Sensoranordnungsausführungsform schließt Folgendes ein: eine elektronische Steuereinheit, einen ersten akustischen Wandler und einen zweiten akustischen Wandler. Jeder akustische Wandler sendet akustische Composite-Bursts, die eine quellspezifische Burst-Signatur aufweisen, und empfängt Echosignale, einschließlich selbst erzeugter Echos, in Reaktion auf die akustischen Composite-Bursts von diesem Wandler. Jeder akustische Composite-Burst umfasst mehrere einzelne Bursts, die jeweils ein zugehöriges Frequenzband aufweisen, wobei die quellenspezifischen Burst-Signaturen spezielle Anordnungen von zugehörigen Frequenzbändern aufweisen. Jeder der akustischen Wandler schließt einen Korrelationsfilter für das mittlere Band und mindestens eines von einem Korrelationsfilter für das obere Band und einem Korrelationsfilter für das untere Band ein. Die elektronische Steuereinheit empfängt Ausgangssignale von den Korrelationsfiltern, kategorisiert die empfangenen Echosignale basierend auf den Burst-Signaturen und bestimmt einen Abstand oder eine Laufzeit von allen Wandlern unter Verwendung nur von deren selbst erzeugten Echos.

Alle vorgenannten Ausführungsformen können einzeln oder zusammen eingesetzt werden, und sie können (wie durch die Ansprüche wiedergegeben) ferner eine oder mehrere der folgenden optionalen Merkmale in jeder geeigneten Kombination einsetzen: 1. Das Kategorisieren schließt ein Identifizieren von zusätzlichen Echos in Reaktion auf akustische Composite-Bursts ein, die eine zweite Burst-Signatur aufweisen, die einem zweiten Sensor zugeordnet ist. 2. Bestimmen, basierend auf den identifizierten zusätzlichen Echos, eines Abstands oder einer Laufzeit von dem zweiten Sensor. 3. Mindestens ein Frequenzband in der Burst-Signatur ist ein mittleres Band des Wandlers. 4. Mindestens ein Frequenzband in der Burst-Signatur ist eine untere Bandfrequenz des Wandlers. 5. Mindestens ein Frequenzband in der Burst-Signatur ist ein oberes Band des Wandlers. 6. Die akustischen Composite-Bursts bestehen aus zwei einzelnen Bursts. 7. Der zweite der zwei einzelnen Bursts beginnt, bevor ein Restnachhall eines ersten einzelnen Bursts endet. 8. Die Burst-Signatur umfasst ferner ein quellspezifisches Zwischen-Burst-Intervall. 9. Der akustische Wandler ist ein piezoelektrisches Element. 10. Die Anordnung von zugehörigen Frequenzbändern für die erste Burst-Signatur ist ein oberes Band und ein mittleres Band, und die Anordnung für die zweite Burst-Signatur ist ein unteres Band und das mittlere Band. 11. Jeder akustische Composite-Burst besteht aus zwei einzelnen Bursts ohne Zwischen-Burst-Raum. 12. Jeder der ersten und zweiten Wandler liefert Ausgangssignale von einem Korrelationsfilter für das obere Band, einem Korrelationsfilter für das mittlere Band und einem Korrelationsfilter für das untere Band.

Figurenliste

In den Zeichnungen:

  • 1 ist eine Draufsicht eines beispielhaften Fahrzeugs, das mit Parkassistenzsensoren ausgestattet ist.
  • 2 ist ein Blockdiagramm eines beispielhaften Parkassistenzsystems.
  • 3 ist ein Schaltschema eines beispielhaften Parkassistenzsensors.
  • 4 ist ein äquivalentes Schaltschema mit hinzugefügtem Senderdetail.
  • 5A-5D sind Spektralsignaturen für vier veranschaulichende Composite-Bursts.
  • 6A-6F zeigen veranschaulichende Sätze von Composite-Burst-Signaturen.
  • 7A-7B sind Wellenformzeitdiagramme für zwei veranschaulichende Composite-Bursts.
  • 8 ist ein Funktionsblockdiagramm eines veranschaulichenden Sensors.
  • 9 ist ein Funktionsblockdiagramm eines veranschaulichenden Signaturdetektors.
  • 10 ist ein Flussdiagramm für ein veranschaulichendes Messverfahren.

Es sollte verstanden werden, dass die Zeichnungen und die entsprechende detaillierte Beschreibung die Offenbarung nicht einschränken, sondern dass sie im Gegenteil die Grundlage für ein Verstehen aller Modifikationen, Äquivalente und Alternativen bereitstellen, die in den Umfang der angehängten Ansprüche fallen.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG

Zur Kontextbereitstellung zeigt 1 ein veranschaulichendes Fahrzeug 102, das mit einem Satz von Ultraschallparkassistenzsensoren 104 versehen ist. Die Anzahl und Konfiguration von Sensoren in der Sensoranordnung ist variabel, und es wäre nicht ungewöhnlich, an jeder Stoßstange sechs Sensoren und zwei zusätzliche Sensoren auf jeder Seite für Totwinkel-Detektoren auf jeder Seite zu haben. Das Fahrzeug kann die Sensoranordnung zum Erkennen und Messen von Abständen zu Objekten in den verschiedenen Erkennungszonen einsetzen, wobei es die Sensoren für Einzelmessungen und zusammenwirkende (z. B. Triangulations-, Mehrempfänger-) Messungen verwendet.

Die Ultraschallsensoren sind vorzugsweise Transceiver, was bedeutet, dass jeder Sensor Ultraschall-Bursts senden und empfangen kann. Emittierte Bursts breiten sich von dem Fahrzeug nach außen gerichtet aus, bis sie auf ein Objekt oder eine andere Form von akustischer Impedanz-Nichtübereinstimmung treffen und diese reflektieren. Die reflektierten Bursts kehren als „Echos“ der emittierten Bursts zu dem Fahrzeug zurück. Die Zeiten zwischen den emittierten Bursts und empfangenen Echos zeigen die Abstände zu den Reflexionspunkten an. In vielen Systemen sendet immer nur jeweils ein Sensor, wobei jedoch alle Sensoren dazu ausgelegt sein können, die resultierenden Echos zu messen. Die vorliegende Offenbarung sieht jedoch einen Weg vor, um mehrere gleichzeitige Übertragungen durch die Verwendung von Composite-Bursts mit unterscheidbaren Signaturen zu unterstützen.

2 zeigt eine elektronische Steuereinheit (ECU) 202, die mit den verschiedenen Ultraschallsensoren 204 als Zentrum einer Sterntopologie gekoppelt ist. Selbstverständlich sind andere Topologien, einschließlich serieller, paralleler und hierarchischer (Baum-) Topologien, ebenfalls geeignet und werden zur Verwendung gemäß den hierin offenbarten Prinzipien in Betracht gezogen. Um automatisierte Parkassistenz bereitzustellen, kann die ECU 202 ferner mit einer Gruppe von Aktoren verbunden sein, wie zum Beispiel mit einem Fahrtrichtungsanzeigeaktor 206, einem Steuerungsaktor 208, einem Bremsaktor 210 und einem Gaspedalaktor 212. Die ECU 202 kann ferner an eine benutzerinteraktive Schnittstelle 214 koppeln, um eine Benutzereingabe anzunehmen und eine Anzeige der verschiedenen Messungen (einschließlich des Vorhandenseins von und/oder Abstands zu in der Nähe befindlichen Objekten) und Systemstatus bereitzustellen. Unter Verwendung der Schnittstelle, der Sensoren und Aktoren kann die ECU 202 automatisiertes Einparken, assistiertes Einparken, Spurwechselassistenz, Hindernis- und Totwinkel-Erkennung und andere wünschenswerte Merkmale bereitstellen.

Eine potenzielle Sensorkonfiguration wird nun Bezug nehmend auf 3 und 4 beschrieben. In der Praxis können die Sensoren eine beliebige von einer Anzahl von geeigneten Kommunikations- und Stromversorgungstechniken, wie die in den DSI3-, LIN- und CAN-Standards bereitgestellten, einsetzen. Einige dieser Standards unterstützen eine Datenkommunikation über die Stromleiter oder über mehrere Busleiter. In der veranschaulichten Ausführungsform von 3 ist jedoch die Sensorsteuerung 302 nur mit zwei Stromanschlüssen (Vbat und GND) und einer einzigen Eingangs-/Ausgangsleitung („E/A-Leitung“ oder „EA-Leitung“) zur bidirektionalen Kommunikation mit der ECU 202 verbunden.

Die Sensorsteuerung 302 schließt eine E/A-Schnittstelle 303 ein, die, wenn sie sich in einem rezessiven Modus befindet, die E/A-Leitung auf eine Kommunikation von der ECU 202 überwacht, und, wenn sie sich in einem dominanten Modus befindet, die E/A-Leitung ansteuert, um Messungen oder andere Informationen zu der ECU 202 zu senden.

Die Sensor-Steuerung 302 schließt eine Core-Logik 304 ein, die entsprechend in nichtflüchtigem Speicher 305 gespeicherter Firmware und Parametern arbeitet, um nach Befehlen von der ECU zu suchen und die entsprechenden Vorgänge auszuführen, einschließlich der Übertragung und des Empfangs von Ultraschall-Bursts. Um einen Ultraschall-Burst zu senden, ist die Core-Logik 304 an einen Sender 306 gekoppelt, der einen Satz von Sendeanschlüssen an der Sensorsteuerung 302 ansteuert. Die Sendeanschlüsse sind über einen Transformator M1 an ein piezoelektrisches Element PZ gekoppelt. Der Transformator M1 transformiert die Spannung von der Sensorsteuerung (z. B. 12 Volt) auf einen geeigneten Pegel zum Ansteuern des piezoelektrischen Elements (z. B. dutzende Volt) hoch. Das piezoelektrische Element PZ hat eine Resonanzfrequenz, die mit einem parallelen Kondensator C3 auf einen wünschenswerten Wert (z. B. 48 kHz) abgestimmt ist, und hat einen Resonanzqualitätsfaktor (Q), der mit einem parallelen Widerstand R1 abgestimmt ist. Ein veranschaulichender Zweck des Abstimmkondensators und Abstimmwiderstands besteht darin, die parallele Resonanzfrequenz auf einen Wert nahe der Serienresonanzfrequenz des piezoelektrischen Elements abzustimmen. (Wenngleich hier eine Ultraschallfrequenz als Beispiel vorgesehen ist, kann jede für eine Burst-Ausbreitung geeignete akustische Frequenz eingesetzt werden.)

Bei Verwendung in diesem Dokument schließt der Begriff „piezoelektrischer Wandler“ nicht nur das piezoelektrische Element, sondern auch die unterstützenden Schaltungselemente zum Ansteuern und Abstimmen des piezoelektrischen Elements und Empfangen von diesem ein. In der veranschaulichenden Ausführungsform sind diese unterstützenden Elemente der Transformator M1, der Abstimmwiderstand und der Abstimmkondensator und die DC-Trennkondensatoren. Wahlweise können auch die Ausgangs- und Eingangskapazität des Senders 306 bzw. Verstärkers 308 als parasitäre Eigenschaften der unterstützenden Schaltungselemente, die als Teil des Wandlers betrachtet werden, eingeschlossen werden. Jedoch erfordert die Verwendung des Begriffs „piezoelektrischer Wandler“ nicht notwendigerweise das Vorhandensein von unterstützenden Schaltungselementen, weil ein piezoelektrisches Element alleine, ohne solche unterstützenden Elemente eingesetzt werden kann.

Ein Paar DC-Trennkondensatoren C1, C2 koppelt das piezoelektrische Element an das Paar Empfangsanschlüsse der Sensorsteuerung, um vor hohen Spannungen zu schützen. Weiterer Schutz wird mit internen Spannungsklemmen an den Empfangsanschlüssen bereitgestellt. Dieser Schutz kann für die Intervalle gewünscht sein, wenn das piezoelektrische Element sendet. Da die empfangenen Echosignale in der Regel im Millivolt- oder Mikrovoltbereich liegen, verstärkt ein rauscharmer Verstärker 308 das Signal von den Empfangsanschlüssen. Das verstärkte Empfangssignal wird durch einen digitalen Signalprozessor (DSP) 310 mit integriertem Analog-Digital-Wandler (ADC) digitalisiert und verarbeitet.

Der DSP 310 wendet programmierbare Verfahren an, um die Betätigungsdauer des piezoelektrischen Wandlers während der Übertragung eines Bursts (einschließlich der nachfolgenden Nachhall- oder „Schwing“-Dauer) zu messen und den Zeitpunkt von empfangenen Bursts oder „Echos“ zu erkennen und zu messen. Diese Verfahren können Filtern, Korrelation, Schwellwertvergleiche, Mindestintervalle, Spitzenerkennungen, Nulldurchgangserkennung und -zählung, Rauschpegelbestimmungen und andere anpassbare Techniken, die zum Verbessern von Zuverlässigkeit und Genauigkeit vorgesehen sind, einsetzen. Der DSP 310 kann das verstärkte Empfangssignal weiterverarbeiten, um Eigenschaften des Wandlers, wie Resonanzfrequenz und Qualitätsfaktor, zu analysieren, und kann ferner Wandlerfehlerzustände erkennen.

Einige Fehlerzustände können z. B. durch eine zu kurze Betätigungsdauer angegeben sein (die auf einem getrennten oder defekten Wandler, unterdrückter Schwingung oder dergleichen beruhen kann), während andere durch eine zu lange Betätigungsdauer angegeben sein können (Fehlmontage, unzureichender Dämpfungswiderstand oder dergleichen). Zusätzlich zu den Wandlerfehlerzuständen, die durch den DSP 310 erkannt werden können, kann die Core-Logik andere Sensorfehlerzustände überwachen, wie eine „Unterspannung“ oder „Überspannung“ der Versorgungsspannung beim Senden eines Ultraschall-Bursts, eine thermische Abschaltung des Senders, einen Gerätefehler, eine unvollständige Einschaltrücksetzung oder dergleichen. Die Core-Logik 304 kann mehrere dieser Wandlerfehlerzustände und Fehlerzustände erkennen und klassifizieren, wobei sie die geeigneten Fehlercodes in internen Registern oder dem nichtflüchtigen Speicher 305 speichert. Über die E/A-Leitung empfangene Befehle veranlassen die Core-Logik 304 dazu, den Sender und Empfänger zu betreiben und die Messergebnisse über die E/A-Leitung zu der ECU 202 zu senden, potenziell begleitet von Status-Bits oder Fehlercodes.

4 ist ein Schaltschema, in dem das piezoelektrische Element PZ durch eine äquivalente Schaltungsdarstellung eines parallelen Kondensators CP, der parallel mit einer Serienkombination eines Serieninduktors LS, eines Serienkondensators CS und eines Serienwiderstands RS gekoppelt ist, ersetzt ist. Die Serienkombination stellt die mechanische Einwirkung des piezoelektrischen Elements dar, wobei RS den Energieverlust des Elements darstellt (der während des normalen Betriebs hauptsächlich auf der abgestrahlten akustischen Energie beruht). 4 stellt außerdem zusätzliche Details für eine veranschaulichende Implementierung des Senders 306 bereit.

Während der Ansteuerungsstufe des Sendens eines akustischen Bursts ist der Schalter 402 geschlossen, wobei eine Versorgungsspannung VBB an eine mittlere Anzapfung an der Primärwicklung des Transformators M1 gekoppelt wird. Die Stromquellen I01 und I02 führen Strom abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen von der mittleren Anzapfung zu den Endanzapfungen an der Primärwicklung des Transformators M1, wobei eine Wechselspannung VX an der Sekundärwicklung des Transformators M1 erzeugt wird. Die Sekundärspannung VX ist an die Anschlüsse des piezoelektrischen Elements PZ gekoppelt. Es sei darauf hingewiesen, dass das Windungsverhältnis des Transformators M1 die alternierende Sekundärspannung VX direkt proportional zu der Summe der Primärwicklungsspannungen VO1 und VO2 macht. Folglich kann die Spannung zwischen den Anschlüssen des piezoelektrischen Elements durch ein Messen der Spannungen an Primärwicklungen bestimmt werden, wenngleich die Messung in der nachstehenden Erörterung als über die Sekundärwicklung durchgeführt beschrieben wird.

Wenn die Ansteuerungsstufe des Sendens eines akustischen Bursts vollständig ist, wird der Schalter 402 geöffnet. Der piezoelektrische Wandler hallt nach der Ansteuerungsstufe weiter nach, wobei die Nachhallamplitude allmählich abfällt. Es ist häufig gewünscht, die Länge dieser Nachhallstufe zu minimieren, und entsprechend kann eine Anzahl von Dämpfungstechniken wie in der öffentlichen Literatur beschrieben eingesetzt werden. In der veranschaulichten Implementierung sind die Schalter 404 und 406 geschlossen, wobei der Wandler tatsächlich „kurzgeschlossen“ wird, indem ein niederohmiger Pfad zwischen den Anzapfungen der Primärwicklung des Transformators geschaffen wird. Sobald der Nachhall angemessen gedämpft ist, können die Schalter 404 und 406 geöffnet werden, um es dem Verstärker 308 zu ermöglichen, mit dem Erfassen von Signalmessungen zu beginnen.

Mit dem vorstehenden Kontext wenden wir uns den potenziellen Interferenzen zwischen Echos zu, die von mehreren parallel betriebenen Sensoren zurückkehren. Um es jedem Sensor zu ermöglichen, selbst erzeugte Echos von potenziell störenden Echos von anderen Quellen zu unterscheiden, erzeugen die Sensoren ihre Bursts vorzugsweise mit unterscheidbaren Signaturen. 5A ist ein Diagramm eines Durchlassbereichs 501 für einen veranschaulichenden piezoelektrischen Wandler. In mindestens einigen Ausführungsformen beträgt die 3dB-Breite des Durchlassbereichs ungefähr 6 kHz. (Die Mittenfrequenz variiert und kann in der Regel im Bereich von 25 kHz bis 75 kHz liegen.) Der Durchlassbereich kann in Bänder geteilt sein, einschließlich eines mittleren Bands (CB), das innerhalb des Durchlassbereichs 501 zentriert ist und ungefähr die Hälfte davon einnimmt, d. h., es wird ein Signalspektrum 502 mit einer 3dB-Bandbreite von ungefähr 3 kHz aufgenommen. Ein unteres Band (LB) kann an dem unteren 3dB-Punkt des Durchlassbereichs 501 zentriert sein, sodass der Durchlassbereich ein oberes Seitenband eines Signalspektrums 503 mit geeigneter Trennung von dem CB-Spektrum 502 aufnimmt. In ähnlicher Weise kann ein oberes Band (UB) an dem oberen 3dB-Punkt des Durchlassbereichs zentriert sein, sodass der Durchlassbereich 501 ein unteres Seitenband eines Signalspektrums 504 aufnimmt, auch hier mit geeigneter Trennung von dem CB-Spektrum 502. (Mindestens eine gewisse Bandtrennung ist gewünscht, um Dopplerverschiebungen aufgrund einer Bewegung der Sensoren zu ermöglichen.) Jedes der Spektren 502, 503, 504 kann zunächst dieselbe 3-kHz-Bandbreite aufweisen, wenngleich erwartet wird, dass die unausgeglichene Dämpfung des Durchlassbereichs die Signalspektren in den oberen und unteren Bändern verzerrt.

Jeder der Sensoren kann Energie akustischer Bursts in dem mittleren Band einsetzen, um Laufzeitmessungen zu erfassen, wobei sich auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Energie in den oberen und unteren Bändern verlassen wird, um zwischen den Bursts zu unterscheiden. Somit zeigt 5A eine Spektralsignatur, die (zusätzlich zu der Energie des mittleren Bands) sowohl Energie des oberen als auch des unteren Bands aufweist, zeigt 5B eine Spektralsignatur, die eine Energie des unteren Bands ohne eine Energie des oberen Bands aufweist, zeigt 5C eine Spektralsignatur, die eine Energie des oberen Bands ohne eine Energie des unteren Bands aufweist, und zeigt 5D eine Spektralsignatur, bei der keine Energie des oberen oder unteren Bands vorhanden ist. Diese in Betracht gezogene Herangehensweise sieht vier unterscheidbare Burst-Signaturen vor, die verwendet werden können, um die Echos von bis zu vier verschiedenen Quellen zu unterscheiden, während es jeder der Quellen ermöglicht wird, Messungen unter Verwendung von Energie des mittleren Bands zu erfassen (wobei das maximale Signal-Rausch-Verhältnis nicht erhalten werden kann).

6A zeigt vier Bursts, die jeweils die verschiedenen in 5A-5D gezeigten Spektralsignaturen aufweisen. Diese Bursts können erzeugt werden, indem Trägerfrequenzen oder Chirps von den drei zuvor beschriebenen Bändern überlagert werden. Unter Verwendung von „+“ zum Darstellen einer Überlagerung stellt „UB“ somit eine Trägerfrequenz, ein Frequenz-Chirp oder eine andere Form von Spektralenergie in dem oberen Band dar, und unter Verwendung von „CB“ und „LB“, um in ähnlicher Weise eine Spektralenergie in dem mittleren Band bzw. unteren Band darzustellen, weisen die vier Quellen die folgenden vier Burst-Signaturen auf: (UB+CB+LB), CB, (UB+CB) und (CB+LB).

Die Sensorelektronik ist jedoch allgemein erforderlich, um die piezoelektrischen Wandler in der Nähe der Grenzen der verfügbaren Versorgungsspannung anzusteuern. Weil die mehreren Frequenzkomponenten konstruktiv interferieren können, kann die Überlagerungswellenform für den Sender schwer zu erzeugen sein, weil die konstruktive Interferenz die erforderliche Ansteuerungsspannung weit über die verfügbare Versorgungsspannung hinaus erhöht (zumindest, wenn das mittlere Band als eine der überlagerten Frequenzen enthalten ist). Entsprechend besteht die bevorzugte Herangehensweise darin, einen Composite-Burst einzusetzen, der aus mehreren einzelnen akustischen Bursts gebildet ist, die sequentiell gesendet werden, wie in 6B-6F unterschiedlich gezeigt.

6B zeigt einen Composite-Burst für eine erste Quelle (TX0) unter Verwendung eines einzelnen akustischen Bursts mit überlagerten Frequenzen von dem oberen Band und unteren Band (UB+LB), gefolgt von einem zweiten akustischen Burst in dem mittleren Band (CB). Unter Verwendung von „&“ zum Darstellen einer sequentiellen Übertragung ist die Burst-Signatur für TX0 (UB+LB)&CB. Die Composite-Burst-Signatur für eine zweite Quelle (TX1) ist ebenfalls gezeigt, wobei nur ein einziger Burst in dem mittleren Band eingesetzt und auf Bursts mit einer Energie des oberen oder unteren Bands verzichtet wird, d. h. CB. Für eine dritte Quelle (TX2) schließt der Composite-Burst einen ersten Burst mit Signalenergie nur in dem oberen Band, gefolgt von einem zweiten Burst mit Signalenergie nur in dem mittleren Band, ein: UB&CB. Für eine vierte Quelle (TX3) schließt der Composite-Burst einen einzelnen Burst mit Spektralenergie in dem unteren Band, gefolgt von einem zweiten Burst mit Spektralenergie in dem mittleren Band, ein: LB&CB.

6C zeigt einen Signalsatz, der die einzelnen Bursts von 6B umkehrt: CB&(UB+LB), CB, CB&UB und CB&LB. Anstatt somit jeden Composite-Burst mit Energie des mittleren Bands abzuschließen, enden die Composite-Bursts mit dem unterscheidenden Abschnitt der Burst-Signaturen. Die Abfolge der einzelnen Bursts in der Signatur kann sich auf die Ausführung oder Leistung des Sensors im Nahbereich auswirken, weil Echos von in der Nähe befindlichen Reflektoren (z. B. weniger als ungefähr 20 cm) während eines Restnachhalls des Wandlers, d. h., bevor der Sensor mit dem Empfangen beginnt, zurückkehren können. Unter diesen Umständen kann der Sensor nur dazu in der Lage sein, den abschließenden Abschnitt des Composite-Bursts zu messen. Wenn jeder Burst mit einem Signal des mittleren Bands endet, kann ein einzelner Nahbereichskorrelator hinzugefügt werden, um die Nahbereichserkennung zu verbessern, aber er kann nicht zwischen Signalen von den verschiedenen Quellen unterscheiden. (Dies kann für Sensoranordnungsausführungen geeignet sein, wenn Interferenzen im Nahbereich unwahrscheinlich sind.) Wenn jeder Burst mit dem unterscheidenden Abschnitt der Burst-Signaturen endet, wären mehrere Nahbereichskorrelatoren erforderlich, um die Nahbereichsleistung ähnlich zu verbessern, aber vorteilhafterweise könnten die verschiedenen Quellen unterschieden werden.

6D zeigt einen Satz von Composite-Burst-Signaturen, der es ermöglicht, vier Quellen zu unterscheiden, ohne eine Überlagerung zu erfordern. Stattdessen darf der Composite-Burst bis zu drei einzelne Bursts einschließen. Somit sind die veranschaulichten Signaturen wie folgt: UB&LB&CB, CB, UB&CB und LB&CB. 6E zeigt einen ähnlichen Satz, bei dem die Abfolge der einzelnen Bursts umgekehrt ist, sodass jeder Composite-Burst mit dem Burst des mittleren Bands beginnt, anstatt mit dem Burst des mittleren Bands zu enden.

Die vorgenannten Beispiele stützen sich zum Unterscheiden von verschiedenen Wellenformquellen nicht auf eine Burst-Abfolge oder einen Burst-Zeitpunkt. Wenngleich diese Eigenschaft für dichte Echoumgebungen wünschenswert sein kann, stellt sie keine Anforderung dar. Darüber hinaus kann eine Nicht-Null-Zwischen-Burst-Beabstandung als Teil der Burst-Signatur enthalten sein.

6F zeigt einen Satz von vier Burst-Signaturen, von denen jede zwei einzelne Bursts mit potenziell variablen Zwischen-Burst-Beabstandungen 601-604 aufweist, um eine noch größere Anzahl von Quellen zu unterscheiden. Die Burst-Signatur für TX0 schließt eine Zwischen-Burst-Beabstandung 601 zwischen einem Burst des mittleren Bands und einem Burst des unteren Bands (CB&LB) ein. Die Signatur für TX1 schließt eine Zwischen-Burst-Beabstandung 602 zwischen einem Burst des mittleren Bands und einem Burst des oberen Bands (CB&UB) ein. Die Signatur für TX2 schließt eine Zwischen-Burst-Beabstandung 603 zwischen einem Burst des unteren Bands und einem Burst des mittleren Bands (LB&CB) ein, während die Signatur für TX3 eine Zwischen-Burst-Beabstandung 604 zwischen einem Burst des oberen Bands und einem Burst des mittleren Bands (UB&CB) einschließt. (Der Begriff „Beabstandung“ wird hierin verwendet, um sich auf die Zeit zwischen dem Ende des ersten Bursts und dem Beginn des zweiten Bursts zu beziehen. Der Begriff „Intervall“ wird nachfolgend verwendet, um sich auf die Zeit zwischen dem Beginnen der ersten und der zweiten Bursts zu beziehen. Sofern die Burst-Länge bekannt ist, können diese Werte austauschbar verwendet werden.)

In mindestens einigen Ausführungsformen sind die Beabstandungen 601-604 minimiert, sodass der zweite Burst unmittelbar nach dem ersten beginnt (oder mindestens bevor der Restnachhall von dem ersten Burst ausklingt). Es kann jedoch jede vorher festgelegte Beabstandung verwendet werden, sofern der zweite Burst nicht während einer potenziellen Ankunftszeit eines Echos bei dem ersten Burst gesendet wird. Darüber hinaus kann die Zwischen-Burst-Beabstandung für verschiedene Quellen verschieden sein und kann als ein zusätzlicher Unterscheidungsfaktor zum Unterstützen der Verwendung von zusätzlichen Quellen verwendet werden. Somit kann eine Composite-Burst-Signatur unter Verwendung von drei Faktoren unterscheidbar gemacht werden: der Auswahl von Frequenzbändern, der Abfolge von Frequenzbändern und der Zwischen-Burst-Beabstandung.

In mindestens einigen Ausführungsformen umfassen die Bursts Reintöne, d. h. Trägerfrequenzen. In bestimmten alternativen Ausführungsformen umfassen die Bursts ansteigende oder abfallende Frequenz-Chirps (wobei potenziell eine zusätzliche Unterscheidungseigenschaft der Burst-Signatur bereitgestellt wird). Mindestens einige Ausführungsformen wechseln zwischen ansteigenden und abfallenden Chirps ab, um eine robuste Burst-Erkennung und Korrektur von Dopplerverschiebungen zu ermöglichen. Veranschaulichende Burst-Längen sind 0,64, 1,28, 2,8 und 5,6 ms. Veranschaulichende Zwischen-Burst-Intervalle können ungefähr gleich den einzelnen Burst-Längen sein, um die Länge des Composite-Bursts zu minimieren. In Ausführungsformen, bei denen das Zwischen-Burst-Intervall als ein Unterscheidungsteil der Signatur eingesetzt wird, kann das Intervall ein ganzzahliges Mehrfaches der Burst-Länge sein.

Um die Verwendung von Burst-Signaturen weiter zu veranschaulichen, zeigen 7A-7B Wellenformzeitpunkte für die ersten zwei Composite-Bursts von 6F. In 7A beginnt die Übertragung von Composite-Bursts mit einem Burst des mittleren Bands 701 (ein ansteigender Frequenz-Chirp), der einen Restnachhall 702 verursacht. Nach einem Zwischen-Burst-Intervall 703 wird ein Burst des unteren Bands 704 mit einem Restnachhall 705 gesendet. Sobald der Restnachhall 705 auf ein Pegel fällt, bei dem eine Echoerkennung möglich ist, wird ein Messfreigabesignal (FREIGABE-Signal) bestätigt und bleibt für die Dauer eines vorher festgelegten Messfensters, in dem Echos erkannt werden können, bestätigt. Wenn sich die Bursts 701 und 704 ausbreiten, können sie auf Hindernisse stoßen, die einen Teil der Burst-Energie als Echos 707 und 708 reflektieren, die nach einer Laufzeit 706, die dem dazwischenliegenden Abstand entspricht, zurückkehren. Das erste Echo 707 erfolgt in Reaktion auf den Burst des mittleren Bands 701, sodass ein Korrelationsfilter (oder eine andere Form von Wellenformdetektor für die Frequenz des mittleren Bands) eine Signalspitze (CB_CORR) erzeugt, die das Vorhandensein des Echos angibt, wenn ein Erkennungsschwellwert überschritten ist. Das zweite Echo erfolgt in Reaktion auf den Burst des unteren Bands 704, sodass ein Korrelationsfilter (oder eine andere Form von Wellenformdetektor für die Frequenz des unteren Bands) eine Signalspitze (LB_KORR) erzeugt, die das Vorhandensein eines Echos an einem Zwischen-Burst-Intervall 703 nach der Spitze CB_KORR angibt. Von einem Korrelationsfilter des oberen Bands (UB_KORR) sollte keine signifikante Antwort beobachtet werden. Es sei daraufhingewiesen, dass die abgelaufene Zeit 706' zwischen der Bestätigung des Freigabesignals und der Ankunft der zweiten Spitze LB_KORR der Laufzeit entspricht, wenngleich es einen gewissen Zeitversatz geben kann, der von der Implementierung der Filter abhängt.

7B zeigt eine Übertragung von Composite-Bursts mit einem Burst des oberen Bands 714, der ein Zwischen-Burst-Intervall 713 nach dem Burst des mittleren Bands 701 gesendet wird. Sobald der Restnachhall 715 ausreichend abgeschwächt ist, wird das Freigabesignal bestätigt und bleibt für die Dauer des Messfensters bestätigt. Nach einer Laufzeit 716 kehrt das Echo des mittleren Bands 717 zurück und wird durch den Korrelator des mittleren Bands erkannt. Ein Zwischen-Burst-Intervall 713 später kommt das Echo des oberen Bands 718 an und wird durch den Korrelator des oberen Bands erkannt. Die abgelaufene Zeit 716' entspricht der Laufzeit und somit dem Abstand zu dem Hindernis.

Um den weiter oben beschriebenen Prozess zu implementieren, kann die Schaltung von 3-4 eine Reihe von Funktionsblöcken wie die in 8 gezeigten implementieren. Eine Sensorschnittstelle 802 kommuniziert mit einer Systemsteuerung, um Befehle zu empfangen, Messungen zu initiieren und Messergebnisse zu kommunizieren. Wenn eine Messung initiiert ist, greift ein Burst-Former 804 auf einen Vorlagenspeicher 806 zu, um Wellenformparameter und/oder eine Burst-Form (z. B. ein Frequenzband, Hüllform, für jeden einzelnen Burst, zusammen mit einem Zwischen-Burst-Intervall für den Composite-Burst) zu bestimmen. Der Former 804 steuert einen Sendetreiber 808, um die gewünschte Burst-Wellenform über einen piezoelektrischen Wandler 810 zu erzeugen. Wenn der piezoelektrische Wandler 810 Echos empfängt, verstärkt, filtert und digitalisiert eine Empfängerschaltung 812 das Empfangssignal. Ein Satz von Korrelatoren 814 wird durch den Vorlagenspeicher 806 dazu konfiguriert, auf der Grundlage des digitalisierten Empfangssignals zu wirken, um das Vorhandensein von Echosignalen zu erkennen. Ein Kombinationsdetektor 816 wirkt auf der Grundlage der Korrelationssignale, um Signale von Composite-Bursts basierend auf deren Signaturen (geeignete Kombinationen von Frequenzbändern und Zwischen-Burst-Intervallen) zu identifizieren. Ein Signalprozessor 818 kombiniert Messungen von mehreren Bursts, um quellspezifische Laufzeit- und Abstandsmessungen zu bestimmen, wobei Dopplerverschiebungen potenziell berücksichtigt werden, um eine verbesserte Genauigkeit zu erreichen. Die Schnittstelle 802 kommuniziert die Messungen an die Systemsteuerung.

In einer anderen in Betracht gezogenen Ausführungsform werden die Korrelatorausgaben für eine ECU bereitgestellt, die eine zusätzliche Signalverarbeitung bereitstellt, um die Zuverlässigkeit (z. B. Rauschunterdrückung) zu verbessern, und Messungen von mehreren Kanälen kombiniert, um die Flexibilität zu erhöhen (z. B. durch Verbessern der Kanaltrennung oder Triangulieren, um eine Hindernisposition zu bestimmen).

9 zeigt eine veranschaulichende Konfiguration für einen Kombinationsdetektor 816. Ein Signaturbezeichner 902A-902B ist für jede zu identifizierende Quellsignatur enthalten. In der veranschaulichten Ausführungsform schließt jeder Bezeichner 902 einen Multiplexer ein, der entweder das Korrelationssignal des oberen Bands (UB_KORR) oder das Korrelationssignal des unteren Bands (LB_KORR), das mit dem Korrelationssignal des mittleren Bands (CB_KORR) zu kombinieren ist, einschließt. Das ausgewählte Signal geht durch ein Verzögerungselement VERZÖGERUNG_Sx hindurch, während das Korrelationssignal des mittleren Bands durch ein anderes Verzögerungselement VERZÖGERUNG_Cx hindurchgeht. Die zwei Verzögerungselemente sind dazu ausgelegt, das Zwischen-Burst-Intervall zu entfernen, wobei einzelne Bursts des Composite-Bursts, die dieses Zwischen-Burst-Intervall aufweisen, ausgerichtet werden. Ein logisches UND-Gatter kombiniert die ausgerichteten Korrelationssignale, wobei der Betrieb eines Spitzendetektors bei dem Korrelationssignal des mittleren Bands ermöglicht wird. (Da das Signal-Rausch-Verhältnis in dem mittleren Band am besten ist, ist dieses Korrelationssignal zum Bestimmen der Laufzeit bevorzugt.) Nach dem Erkennen einer Spitze stoppt der Spitzendetektor einen Laufzeitzähler, der zurückgesetzt und durch Bestätigung des Freigabemesssignals (FREIGABE) gestartet wurde, wodurch eine Laufzeitmessung bereitgestellt wird. (Ein drittes Verzögerungselement VERZÖGERUNG_Mx kann in Bezug auf die ersten zwei Verzögerungselemente VERZÖGERUNG_Sx und VERZÖGERUNG_Cx eingerichtet sein, um die Messung der abgelaufenen Zeit für alle durch eine Implementierung der Korrelatoren verursachten Zeitversätze zu korrigieren, wodurch eine genaue Laufzeitmessung bereitgestellt wird.) Ein „Akkumulations“-Block stellt den Betrieb eines Signalprozessors dar, um mehrere Messungen für eine verbesserte Genauigkeit und Bestimmung eines entsprechenden Abstands zu kombinieren.

10 ist ein Flussdiagramm eines veranschaulichenden Sensorsteuerverfahrens. Es beginnt in Block 1002 damit, dass die Steuerlogik oder Schnittstelle einen Messbefehl oder eine andere Anzeige, dass eine Messung durchgeführt werden soll, erkennt. In Block 1004 sendet der Sensor einen Composite-Burst wie zuvor beschrieben und öffnet ein Messfenster, indem er ein Freigabesignal bestätigt. In Block 1006 erfasst der Sensor ein Empfangssignal, potenziell einschließlich Echos des Composite-Bursts. In Block 1008 filtert der Sensor die Empfangssignale, um Echos mit den geeigneten Burst-Signaturen zu erfassen. In Block 1010 bestimmt der Sensor die Laufzeit für Echos mit den geeigneten Burst-Signaturen. In Block 1012 kombiniert der Sensor die gemessene Laufzeit für mehrere Echos, um eine zuverlässige Abstandsmessung zu bestimmen. In Block 1014 verwendet der Sensor die neuesten Messungen, um Registerwerte in Bezug auf den Abstand/die Position von Reflektoren zu aktualisieren. In einigen Ausführungsformen kann dieser Betrieb eine Triangulation unter Verwendung von Abstandsmessungen von verschiedenen Sensoren einsetzen.

Die vorstehenden Absätze offenbaren unter anderem die Verwendung von Seitenbändern, um eine Mehrkanalcodierung für Ultraschallsensoren bereitzustellen, wodurch eine starke Unterdrückung von Übersprechen zwischen Sensoren erreicht wird. Weil separate Frequenzbänder zum Messen der Laufzeit und Codieren der Quellidentität verwendet werden, kann jeder Sensor dieselbe Abstandsleistung wie ein Einzelsensorsystem ohne Auflösungsverlust erreichen, wodurch für alle Sensoren gleiche Größen und eine äquivalente Leistung in Bezug auf Dopplerverschiebungen bereitgestellt werden. Diese Eigenschaft ermöglicht es der Systemsteuerung, Informationen von verschiedenen Sensoren zuverlässig zu kombinieren, wodurch die Leistung des Systems in ihrer Gesamtheit verbessert wird.

Wenngleich die in 10 gezeigten und beschriebenen Vorgänge zum Zweck der Erläuterung als sequenziell behandelt werden, kann das Verfahren in der Praxis über mehrere gleichzeitig und vielleicht sogar spekulativ arbeitende Komponenten mit integrierten Schaltungen ausgeführt werden, um Vorgänge in einer anderen Reihenfolge zu ermöglichen. Die sequenzielle Erörterung soll nicht einschränkend sein. Des Weiteren können bei den vorstehenden Ausführungsformen verkomplizierende Faktoren, wie zum Beispiel parasitäre Impedanzen, strombeschränkende Widerstände, Pegelwandler, Klemmleisten usw., ausgelassen sein, die vorliegen können, aber den Betrieb der offenbarten Schaltungen nicht nennenswert beeinflussen. Darüber hinaus lag der Fokus der vorstehenden Erörterungen auf Ultraschallsensoren, aber die Prinzipien sind auf alle akustischen Sensoren oder anderen Impuls-Echo-Wandler anwendbar, die einander potenziell stören können, wenn sie parallel betrieben werden. Diese und zahlreiche weitere Modifikationen, Äquivalente und Alternativen werden für den Fachmann ersichtlich, nachdem die vorstehende Offenbarung völlig verstanden ist. Die folgenden Ansprüche sollen so interpretiert werden, dass sie gegebenenfalls alle derartigen Modifikationen, Äquivalente und Alternativen einbeziehen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • US 62534596 [0001]