Title:
Anordnung einer Kamera an einem Fahrzeug
Kind Code:
U1


Abstract:

Anordnung einer Kamera an einem Fahrzeug umfassend einen ersten Temperaturbereich und einen zweiten Temperaturbereich, welche Kamera ein Objektiv mitsamt Bildsensor und eine Steuerungseinheit umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerungseinheit in dem ersten Temperaturbereich und das Objektiv im zweiten Temperaturbereich angeordnet ist, wobei der erste Temperaturbereich und der zweite Temperaturbereich durch eine Fahrzeugkarosserie des Fahrzeuges getrennt sind und wobei
der Bildsensor und die Steuerungseinheit über eine Datenverbindung verbunden sind. embedded image




Application Number:
DE202018103760U
Publication Date:
08/06/2018
Filing Date:
07/02/2018
Assignee:
AVI Systems GmbH (Krems, AT)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Prof. Hintermayr & Partner, Linz, AT
Claims:
Anordnung einer Kamera an einem Fahrzeug umfassend einen ersten Temperaturbereich und einen zweiten Temperaturbereich, welche Kamera ein Objektiv mitsamt Bildsensor und eine Steuerungseinheit umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerungseinheit in dem ersten Temperaturbereich und das Objektiv im zweiten Temperaturbereich angeordnet ist, wobei der erste Temperaturbereich und der zweite Temperaturbereich durch eine Fahrzeugkarosserie des Fahrzeuges getrennt sind und wobei
der Bildsensor und die Steuerungseinheit über eine Datenverbindung verbunden sind.

Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenverbindung über einen Lichtwellenleiter hergestellt ist.

Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv mitsamt dem Bildsensor in einem Gehäuse angeordnet ist.

Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Temperaturfühler in den jeweiligen Temperaturbereichen zur Bestimmung der Temperatur des Temperaturbereiches und/oder der in den jeweiligen Temperaturbereichen angeordneten Elemente zu bestimmen.

Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv eine Lichtquelle umfasst, welche Lichtquelle ein Licht in den Bildbereich des Bildsensors abgibt.

Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Licht ein strukturiertes Licht ist.

Description:

Die im Folgenden offenbarte Erfindung betrifft die Anordnung einer Kamera an einem Fahrzeug, wobei das Fahrzeug einen ersten Temperaturbereich und einen zweiten Temperaturbereich umfasst. Die Kamera umfasst ein Objektiv mitsamt Bildsensor und eine Steuerungseinheit.

Die Anordnung von Objektiven und Bildsensoren zur Beobachtung einer Umgebung um das Fahrzeug durch eine im Fahrzeuginneren befindliche Person an dem Fahrzeug ist mit der Lösung vielseitiger Problemstellungen verbunden, wobei sich die im Folgenden diskutierte Erfindung als die gemeinsame Lösung der folgenden Problemstellungen versteht.

Im Rahmen der Offenbarung der Erfindung wird der Begriff des Erwärmens und des Kühlens gleichgesetzt. Falls nichts anderes explizit angeführt ist, so ist der im Folgenden verwendete Begriff des Erwärmens allgemein als eine hervorgerufene Temperaturveränderung zu verstehen, wobei kein für die Offenbarung dieser Erfindung relevanter Unterschied zu einer Kühlung besteht. Der Begriff des Erwärmens und der Begriff des Kühlens sind sohin - sofern nichts anderes angeführt ist - gleichzusetzen.

Der Fachmann versteht weiters, dass zum Steuern der Temperatur eines Objektes oder der Umgebung um ein Objekt die Temperatur des Objektes beziehungsweise die Temperatur der Umgebung zu messen ist. Der Fachmann ist in der Lage, die zur Steuerung der Heizvorrichtung notwendigen Temperaturfühler anzuordnen.

Erfindungsgemäß wird die Steuerungseinheit der Kamera in dem ersten Temperaturbereich und das Objektiv mitsamt Bildsensor im zweiten Temperaturbereich angeordnet, wobei der erste Temperaturbereich und der zweite Temperaturbereich durch eine Fahrzeugkarosserie des Fahrzeuges getrennt sind. Der Bildsensor und die Steuerungseinheit sind über eine Datenverbindung nach dem Stand der Technik miteinander verbunden.

Es können in den jeweiligen Temperaturbereichen Temperaturfühler angeordnet sein, mittels welcher Temperaturfühler die Temperatur des jeweiligen Temperaturbereiches und/oder der in diesem Bereich angeordneten Elemente bestimmbar ist. In weiterer Folge ist mittels der durch die Temperaturfühler gemessenen Temperaturdaten eine Heizvorrichtung steuerbar.

Die Steuerungseinheit umfasst im Wesentlichen eine Platine mit elektronischen Bauteilen. Unter Verweis auf die gängige Lehre dürfen ausgewählte elektronische Bauteile - insbesondere bei tiefen Temperaturen - nur langsam erwärmt werden, um den elektronischen Bauteilen keinen Schaden zuzufügen. Dem steht jedoch entgegen, dass bei tiefen Temperaturen und bei vorliegender Vereisung des Objektives oder gleichbedeutend hierzu einer durchsichtigen Abdeckscheibe oder eines Fensters, das Objektiv sehr rasch zu erwärmen ist, um einen ehest baldigen Gebrauch der Kamera zu ermöglichen.

Es ist im Falle von Kraftfahrzeugen oder Zügen eine durchaus übliche Anwendung, dass die Elemente der Kameravorrichtung von einem Temperaturbereich von minus 40° Celsius auf Temperaturen von wenigen Grad Plus erwärmt werden.

Die durch die Offenbarung dieser Erfindung aufgezeigte Lösung sieht vor, dass das Objektiv mitsamt Bildsensor in einem ersten Temperaturbereich, nämlich außerhalb der Fahrzeugkarosserie angeordnet ist. Die Steuerungseinheit ist in einem zweiten Temperaturbereich, nämlich im Fahrzeuginneren angeordnet, wobei der Bildsensor und die Steuerungseinheit mittels einer geeigneten Datenverbindung verbunden sind.

Die Datenverbindung kann durch eine Funkverbindung und/oder durch ein Datenkabel hergestellt sein. Es kommen als Datenkabel vorzugsweise Lichtwellenkabel zum Einsatz, da Lichtwellenkabel sowohl für die Belastungen im ersten Temperaturbereich als auch für die Belastungen im zweiten Temperaturbereich geeignet sind. Der Fachmann ist in der Lage, in Kenntnis der zu erwartenden Wärmebelastungen und Kältebelastungen weitere Kabel mit einer ausreichenden Datenübertragung auszuwählen.

Bei Vorliegen einer Funkverbindung und bei einer Datenkabelverbindung ist die Stromversorgung zwischen der im Fahrzeuginneren angeordneten Stromversorgung und dem im Fahrzeugäußeren angeordneten Bildsensor zu gewährleisten. Bei der Verwendung von Lichtwellenkabeln ist die Verwendung der Lichtwellenkabel zur Stromversorgung oder das Vorsehen eines getrennten Kabelstranges in einem Kabelverbund denkbar.

Die einzelnen Temperaturbereiche werden einerseits durch die Karosserie mit ihren dämmenden Eigenschaften und/oder durch eine unterschiedliche Beheizung der Bereiche und/oder durch die Anwesenheit von weiteren Gegenständen und deren thermischen Eigenschaften vorgegeben. Die oben angeführte erfindungsgemäße Lösung sieht vor, diese Vorgaben bei der Anordnung der Elemente der Kamera auszunutzen.

Der erste Temperaturbereich und der zweite Temperaturbereich sind durch die Karosserie mit ihren dämmenden Eigenschaften getrennt. Hierdurch wird auch erreicht, dass bei einer starken Erwärmung des zweiten Temperaturbereiches der erste Temperaturbereich hierdurch nicht übermäßig erwärmt wird.

Nach der gängigen Lehre kann das Objektiv mitsamt dem Bildsensor stark erwärmt werden. Dies wird insbesondere gewünscht und/oder ist notwendig, um eine Vereisung des Objektives zu unterbinden oder zu lösen. Die thermischen Eigenschaften des Objektives gestatten es, dass die Heizvorrichtung direkt auf das Objekt aufgebracht ist oder direkt auf das Objektiv eine Heizenergie abgibt.

Eine Erwärmung des Fahrzeuginneren erfolgt in der Regel langsamer als die Erwärmung des Objektives. Eine Beschädigung der auf der Steuerungseinheit angeordneten elektronischen Komponenten kann hierdurch ausgeschlossen werden.

Es kann insbesondere auf der Steuerungseinheit ein Kamerasensor angeordnet sein. Bei einer zu raschen Erwärmung besteht die Gefahr, dass im Kamerasensor Risse entstehen. Durch Anordnung des Kamerasensors im Fahrzeuginneren und der damit erreichten ausschließlichen allmählichen Erwärmung des Kamerasensors kann die Gefahr der Rissbildung im Kamerasensor durch die erfindungsgemäße Anordnung unterbunden werden.

Es kann die Steuerungseinheit eine Steuerungseinheitheizung umfassen, welche Steuerungseinheitheizung sicherstellt, dass die Steuerungseinheit stets die richtige Temperatur aufweist. Die Regelung der Temperatur der Steuereinheit kann insbesondere erforderlich sein, wenn die den ersten Temperaturbereich und den zweiten Temperaturbereich trennenden Elemente wie beispielsweise die Karosserie des Fahrzeuges keine ausreichende Dämmwirkung haben, sodass durch die Heizvorrichtung des einen Temperaturbereiches der andere Temperaturbereich derart beeinflusst wird, sodass ein Schaden für die erwähnten elektronischen Bauteile zu befürchten ist.

In der Regel ist die Steuerungseinheit der Kamera im Fahrzeug von weiteren Gegenständen umgeben, welche Gegenstände als eine thermische Hülle wirken. Eine Erwärmung der Steuerungseinheit erfolgt dann nur bei einer Erwärmung der weiteren Gegenstände und verläuft in Abhängigkeit der thermischen Eigenschaften der weiteren Gegenstände.

Die erfindungsgemäße Anordnung erlaubt es, dass das Objektiv mitsamt dem Bildsensor in einem Gehäuse angeordnet ist, welches Gehäuse minimale Abmessungen aufweist.

Durch die Anordnung der Steuerungseinheit im Fahrzeuginneren und die Anordnung des Objektives mitsamt Bildsensor in einem am Fahrzeugäußeren angeordneten Gehäuse kann die Größe des Gehäuses auf ein Minimum reduziert werden, da nur die unbedingt notwendigen Elemente im Gehäuse angeordnet werden.

Im Vergleich zu Vorrichtungen nach dem Stand der Technik entfällt das für die Anordnung der Steuereinheit üblicher Weise vorgesehene und gegebenenfalls für eine thermische Trennung von Heizung und Steuerung erforderliche Gehäusevolumen.

Kameravorrichtungen zur Beobachtung der Fahrzeugumgebung können leicht verstellt werden, sodass ein vom gewollten Bildbereich unterschiedlicher Bildbereich aufgenommen wird. Dies ist insbesondere in dem Fall von Bedeutung, wenn der Benutzer die Verstellung der Kameravorrichtung und die Aufnahme eines geänderten Bildbereiches nicht bemerkt.

Bei einem herkömmlichen Spiegel zur Beobachtung der Fahrzeugumgebung kann der Benutzer eine Verstellung des Spiegels anhand der Stellung des Spiegels erkennen. Da bei Kameravorrichtungen die Stellung des Objektives und/oder des Bildsensors für den Benutzer nur schwer erkennbar ist, ist eine solche oder zu der Kontrolle der Stellung des Spiegels ähnliche Überprüfung der Stellung des Objektives bei der Verwendung von Kameravorrichtungen nicht möglich.

Im Wesentlichen ist die Kontrolle der Stellung der Kamera als ein von der Anordnung der Elemente wie Steuervorrichtung, Objektiv, Bildsensor unabhängiges Problem anzusehen. Die obige Offenbarung der Erfindung umfasst jedoch auch den Hinweis, dass ein Objektiv und Bildsensor einschließendes Gehäuse aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung sehr klein ausgeführt werden kann. Aufgrund der möglichen kleinen Abmessungen des Gehäuses besteht für den Benutzer auch nicht die Möglichkeit, über die Stellung des Gehäuses die Stellung des Objektives zu erkennen.

Bei einer Kontrolle der Stellung des Objektives und/oder des Bildsensors ist zu überprüfen, ob der durch den Bildsensor definierte Bildbereich zum Fahrzeug richtig orientiert ist, d.h. der richtige Bereich der Umgebung als Bildbereich abgebildet ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann - auch unabhängig von der oben angeführten Anordnung der Elemente - sich dadurch auszeichnen, dass das Objektiv eine Lichtquelle umfasst, welche Lichtquelle ein Licht in den Bildbereich des Bildsensors abgibt.

Das durch die Lichtquelle emittierte Licht wird durch die Karosserie des Fahrzeuges und/oder durch die in der Umgebung zu dem Fahrzeug befindlichen Gegenstände reflektiert. Es ist ein Hinweis auf eine Verstellung des Objektives, wenn das auf dem Gegenstand reflektierte Licht nicht vom Bildbereich des Bildsensors aufgenommen wird. Über die Position des reflektierten Lichtes kann weiters das Ausmaß der Verstellung abgeschätzt werden.

Vorzugsweise ist das reflektierte Licht als ein Punkt im Bildbereich zu sehen.

Das Licht kann ein strukturiertes Licht sein. Ein strukturiertes Licht zeichnet sich dadurch aus, dass eine geometrische Struktur am Gegenstand reflektiert wird. Durch eine geometrische Analyse der Struktur kann die Lage und die Orientierung der reflektierenden Oberfläche des Gegenstandes im beziehungsweise zu dem Bildbereich des Bildsensors nach Verfahren nach dem Stand der Technik ermittelt werden.

Das strukturierte Licht weist beispielsweise die Form eines Rasters auf. Das Raster umfasst erste Strahlen in Lichtausgaberichtung und weist zweite Strahlen rechtwinkelig zu den ersten Strahlen auf. Die ersten Strahlen und die zweiten Strahlen bilden in einem unverzerrten Zustand oder in einem so genannten Nullzustand Quadrate aus, sodass anhand der Verzerrung der Quadrate die Lage und/oder die Orientierung der reflektierenden Fläche durch eine geometrische Analyse nach dem Stand der Technik ermittelt werden kann.

Die Lage und/oder die Orientierung der reflektierenden Oberfläche kann beispielsweise mittels einer time-of-flight Kamera ermittelt werden. Bei Verwendung einer time-of-flight Kamera wird mittels einer Lichtquelle ein Lichtsignal auf die Oberfläche ausgegeben, welches Lichtsignal auf der Oberfläche reflektiert und durch die Kamera aufgenommen wird. Da die Geschwindigkeit der Ausbreitung eines Lichtsignals oder von Licht im Allgemeinen bekannt wird, kann durch Messen der Zeitspanne von der Ausgabe des Lichtes bis zur Aufnahme des Lichtes die Distanz zwischen der Oberfläche und der Kamera beziehungsweise der Lichtquelle bestimmt werden.

Vorzugsweise wird ein Lichtsignal ausgegeben, welches Lichtsignal punktförmig an der Oberfläche reflektiert wird. Hierdurch wird die Lage dieses Reflexionspunktes zu der Kamera beziehungsweise zu der Lichtquelle ermittelt. Die Lage und/oder der geometrische Verlauf der Oberfläche kann durch die Ausgabe von mehreren Lichtsignalen auf mehrere Reflexionspunkte und die Ermittlung der jeweiligen Distanzen zwischen Reflexionspunkten und der Kamera beziehungsweise der Lichtquelle oder Lichtquellen ermittelt werden.

Bei Verwendung einer time-of-flight Kamera hat die Kamera die Funktion der Bildaufnahme, die weitere Funktion der Lichtausgabe und die Aufgabe der Distanzmessung zwischen der reflektierenden Oberfläche und der Kamera. Im Sinne der Vereinigung der Funktionen sind die Lichtquelle und der Bildsensor in der Kamera integriert.

Die Erfindung ist weiters durch die Figuren dargestellt, wobei die Figuren folgenden Inhalt haben.

  • 1 zeigt die prinzipielle Anordnung von Objektiv, Bildsensor und Steuerungseinheit für eine Außenkamera.
  • Figur 2en veranschaulichen die Anwendung von gerichtetem Licht zur Überprüfung der Stellung des Objektivs und/oder des Bildsensors.
  • 3 veranschaulicht die Verwendung von strukturiertem Licht zur Ermittlung der Lage und/oder der Orientierung einer reflektierenden Oberfläche.

In den Figuren sind die nachstehenden Elemente durch die vorangestellten Bezugszeichen gekennzeichnet:

1
Objektiv
2
Bildsensor
3
Steuerungseinheit
4
Karosserie
5
flächiger Bauteil
6
Dämmschicht
7
Fahrzeuginneres
8
Fahrzeugäußeres
9
Gehäuse
10
Innenverkleidung
11
erster Temperaturbereich
12
zweiter Temperaturbereich
13
Fenster
14
Fensterheizung
15
Kamerasensor
16
Kabelstrang
17
Öffnung der Karosserie
18
Verschlusselement
19
Fahrzeug
20
Bildbereich
21
Lichtquelle
22
Lichtstrahl
23
Fahrzeugoberfläche
24
Lichtpunkt
25
Gegenstand
26
Oberfläche

Der Schutzumfang wird durch die Ansprüche definiert. In der Figurenbeschreibung werden lediglich anhand der Figuren mögliche Ausführungsformen diskutiert, wobei die Erfindung keinesfalls auf die diskutierten Ausführungsformen beschränkt ist. Der Fachmann ist insbesondere in der Lage die Lehre des oben angeführten allgemeinen Teils mit der Figurenbeschreibung oder die Figurenbeschreibungen zu den einzelnen Figuren miteinander zu kombinieren.

1 zeigt die prinzipielle Anordnung von Objektiv 1, Bildsensor 2 und Steuerungseinheit 3 einer Kameravorrichtung, welche Kameravorrichtung an einem Fahrzeug angebracht ist. Es ist hierbei ohne Bedeutung für die Offenbarung der Erfindung anhand dieses Ausführungsbeispiels, um welche Art eines Fahrzeuges es sich handelt.

Das Fahrzeug umfasst jedenfalls bei der in 1 dargestellten Ausführung eine Karosserie 4, welche Karosserie 4 durch ein Sandwichelement gebildet wird. Das Sandwichelement umfasst an seinen Oberflächen flächige Bauteile 5 und in seinem Mittenbereich eine Dämmschicht 6. Der gängigen Lehre folgend wird vor allem durch die Dämmschicht 6 eine thermische Trennung zwischen dem Fahrzeuginneren 7 und dem Fahrzeugäußeren 8 geschaffen.

Durch die Dämmschicht werden bei einer Erwärmung des Fahrzeuginneren 7 oder bei einer Erwärmung des Fahrzeugäußeren 8 und sohin unabhängig von der Position der aktiven Heizvorrichtung ein erster Temperaturbereich 11 und ein zweiter Temperaturbereich 12 geschaffen. Der erste Temperaturbereich 11 entspricht im Wesentlichen dem Fahrzeuginneren 7, während der zweite Temperaturbereich 12 im Wesentlichen dem Fahrzeugäußeren 8 entspricht.

Die Kamera umfasst ein Objektiv 1, einen am Objektiv 1 angeordneten Bildsensor 2 und eine Steuerungseinheit 3.

Es ist die Steuerungseinheit 3 im Fahrzeuginneren 7 angeordnet. Die Steuerungseinheit 3 ist von weiteren Elementen wie eine Innenverkleidung 10 des Fahrzeuginneren 7 umgeben, welche Innenverkleidung 10 üblicher Weise eine hohe thermische Speicherkapazität aufweist. Dementsprechend erwärmt sich aufgrund des thermischen Einflusses der Innenverkleidung 10 auf die Steuerungseinheit 3 die Steuerungseinheit 3 bei einer Erwärmung des Fahrzeuginneren 7 nur langsam.

Üblicherweise wird das Fahrzeuginnere 7, welches Fahrzeuginnere 7 ein großes Volumen von Luft einschließt, hauptsächlich durch ein eine erwärmte Luft ausgebendes Gebläse indirekt erwärmt. Dies führt weiters zu einer langsamen Erwärmung der Steuerungseinheit 3, was ebenso durch die erfindungsgemäße Anordnung der Elemente der Kamera berücksichtigt ist.

Das Objektiv 1 und der Bildsensor 2 sind im Fahrzeugäußeren 8 angeordnet. Das Objektiv 1 und der Bildsensor 2 sind durch ein Gehäuse 9 eingehüllt, welches Gehäuse 9 vor allem eine Schutzfunktion für das Objektiv 1 und den Bildsensor 2 hat.

Das Gehäuse 9 umfasst ein Fenster 13, durch welches Fenster 13 hindurch mittels des Objektivs 1 und des Bildsensors 2 Bildaufnahmen von der Umgebung des Fahrzeuges gemacht werden. Um einen Eisbeschlag an dem Fenster 13 zu verhindern oder abzubauen, weist das Fenster 13 eine Fensterheizung 14 auf. 1 zeigt eine übliche Fensterheizung 13, welche Fensterheizung 13 einen auf der Oberfläche des Fensters 13 aufgebrachten Heizdraht umfasst. Der Heizdraht erwärmt das Fenster 13 aufgrund des Kontaktes zwischen Fenster 13 und Heizdraht direkt.

Um das Fenster 13 eisfrei zu bekommen oder eisfrei zu halten, muss das Fenster 13 in einer kurzen Zeitspanne von Temperaturen von beispielsweise minus 40 Grad auf eine Temperatur von wenigen Grad Plus gebracht werden. Der Fachmann erkennt, dass eine solche rasche Erwärmung um eine große Temperaturdifferenz eine enorme Heizleistung erfordert, welche Heizleistung durch einen auf dem Fenster 13 aufgebrachten Heizdraht aufgebracht werden kann. Wegen der großen Heizleistung kommt es auch zu einer Erwärmung der umliegenden Objekte und insbesondere der Elemente der Kamera. Das Fenster 13 strahlt hierbei Wärme auf die umliegenden Objekte ab.

Die erfindungsgemäße Anordnung der Kameraelemente sieht vor, dass die gegen eine rasche Erwärmung unempfindlichen Elemente der Kameraelemente - nämlich das Objektiv und der Bildsensor - im Bereich des Heizdrahtes und des Fensters 13 angeordnet sind. Das gegen eine rasche Erwärmung empfindliche Kameraelement - nämlich die Steuerungseinheit - ist durch die Dämmschicht vom Heizdraht und von dem als Wärmestrahler wirkenden Fenster 13 räumlich und thermisch getrennt angeordnet.

Die Steuerungseinheit 3 umfasst einen Kamerasensor 15. Bei einer zu raschen Erwärmung des Kamerasensors 15 besteht die Gefahr, dass es im Kamerasensor 15 zu einer Rissbildung kommt, welche Risse die Funktionalität des Kamerasensors 15 negativ beeinflussen.

Es sind die Steuerungseinheit 3 und der Bildsensor 2 über einen Kabelstrang 16 miteinander verbunden. Der Kabelstrang 16 umfasst einen Lichtwellenleiter zur Übertragung der Daten zwischen dem Bildsensor 2 und der Steuerungseinheit 3 sowie ein Stromkabel zur Energieversorgung des Bildsensors 2. Die Steuerungseinheit 3 ist mit einer Energiequelle des Fahrzeuges verbunden, was in 1 nicht dargestellt ist. Der Kabelstrang 16 wird durch eine Öffnung 17 in der Karosserie geführt, welche Öffnung 17 durch den Kabelstrang 16 und durch ein Verschlusselement 18 zur Unterbindung einer thermischen Konvektion zwischen den Temperaturbereichen 11, 12 verschlossen ist. Der Fachmann ist in der Lage, einen Kabelstrang 16 auszuwählen, welcher Kabelstrang 16 die aufgrund der Erstreckung des Kabelstranges 16 hervorgerufene thermische Belastung aufnehmen kann.

Die Anordnung des Steuerungselementes 3 außerhalb des Gehäuses 9 erlaubt eine Ausführung des Gehäuses 9 mit minimalen Abmessungen. Dies steht im Einklang mit der allgemeinen Anforderung an die Konzeption der Kameravorrichtungen, um die Kameravorrichtungen somit als Elemente mit einem möglichst geringen Luftwiderstand bei Fahrt des Fahrzeuges ausbilden zu können.

Die 2 veranschaulichen die Überprüfung der Stellung des Objektives 1 und des Bildsensors 2 zu dem Fahrzeug 19. Insbesondere soll überprüft werden, ob der tatsächliche Bildbereich 20 mit einem in 2 nicht eingetragenen Soll-Bildbereich übereinstimmt. In weiterer Folge kann die Abweichung bestimmt werden.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in 2 nur das Objektiv 1 und der Bildsensor 2 als Elemente der Kamera mit Bezugszeichen versehen. Die Steuerungseinheit ist aus eben diesem Grund in 2 nicht eingetragen.

Die Kamera kann weiters eine Lichtquelle 21 umfassen, mittels welcher Lichtquelle 21 ein strukturiertes Licht ausgegeben wird. In 2 ist das strukturierte Licht durch den Lichtstrahl 22 dargestellt.

Gemäß einer bei der Überprüfung zu Grunde liegende und anzuwendenden Regel kann der Lichtstrahl 22 in einer bestimmten Position des Bildbereiches von einer Oberfläche reflektiert werden. Bei dem in 2a veranschaulichtem Anwendungsbeispiel wird der Lichtstrahl 22 durch die Fahrzeugoberfläche 23 des Fahrzeuges 19 reflektiert. Der reflektierte Lichtstrahl 22 ist in Form eines Lichtpunktes 24 in dem durch den Bildsensor 2 aufgenommenen Bildbereich 20 sichtbar. Die Ist-Position des Lichtpunktes 24 kann zur Bewertung der Einstellung des Objektives mit der Soll-Position des Lichtpunktes abgeglichen werden.

2b zeigt den Fall, dass die Kamera, sprich das Objektiv 1, der Bildsensor 2 und die Lichtquelle unrichtig vom Fahrzeug 19 weg orientiert sind. Der Lichtstrahl 22 wird nicht von der Fahrzeugoberfläche 23 reflektiert. Eine Reflexion des Lichtstrahls 22 an einer Oberfläche eines Gegenstandes 25 ist durch die von den Reflexionseigenschaften der Fahrzeugoberfläche 23 abweichenden Reflexionseigenschaften der Oberfläche des Gegenstandes 25 ermittelbar.

2c zeigt den Fall, dass die Kamera, sprich das Objektiv 1, der Bildsensor 2 und die Lichtquelle 22 unrichtig zum Fahrzeug 19 hin orientiert sind. Der Lichtstrahl 22 wird zwar von der Fahrzeugoberfläche 23 reflektiert, jedoch stimmt die Ist-Position des Lichtpunktes 24 nicht mit der Soll-Position überein, wodurch die Fehlstellung des Objektives 1, des Bildsensors 2 und der Lichtquelle 22 ermittelbar ist.

Vorzugsweise ist - wie in den 2 eingetragen - die Lichtquelle 21 mit dem Objektiv 1 und/oder dem Bildsensor 2 fest verbunden.

3 veranschaulicht die Ermittlung der Lage und/oder der Orientierung einer Oberfläche 26 eines Gegenstandes 25 durch die Ausgabe eines strukturierten Lichtes durch eine Lichtquelle 21. Die Lichtquelle 21 ist wiederum fest mit dem Objektiv 1 und/oder dem Bildsensor 2 verbunden.

Die Lichtquelle 21 emittiert die Lichtstrahlen 22, 22', 22", welche Lichtstrahlen 22, 22', 22" an der Oberfläche 26 des Gegenstandes 25 an den Punkten 24, 24', 24" reflektiert werden. In Abhängigkeit der Distanz der Oberfläche 26 zu der Lichtquelle 21 und in Abhängigkeit der Neigung der Oberfläche 26 sind die Lichtpunkte 24, 24', 24" durch die Abstände d1, d2 unterschiedlich beabstandet.

Da die Lichtpunkte 24, 24', 24" im Bildbereich 20 liegen, sind diese mittels des Bildsensors 2 aufnehmbar, sodass anhand der über den Bildsensor 2 generierten Bilddaten die Positionen der Lichtpunkte 24, 24', 24" ermittelbar sind und unter Beachtung der oben angeführten geometrischen Verhältnisse die Lage und/oder die Neigung der Oberfläche 26 unter Anwendung der gängigen Lehre der Geometrie ermittelbar sind.