Title:
Flüssigkeitsspender mit kindergesicherter Kappe
Kind Code:
U1


Abstract:

Spender (10) zum Austragen von pharmazeutischen oder kosmetischen Flüssigkeiten mit den folgenden Merkmalen:
a. der Spender (10) verfügt über eine Austragvorrichtung (20), und
b. die Austragvorrichtung (20) verfügt über ein Außengehäuse (30), einen Flüssigkeitsspeicher (22) und eine Austragöffnung (24), durch die hindurch Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher (22) in eine umgebende Atmosphäre abgegeben werden kann, und
c. der Spender (10) verfügt über eine Kappe (70), die in einer Schutzlage auf das Außengehäuse (30) aufgesetzt ist, so dass sie die Austragöffnung (24) überdeckt, und die durch Verlagerung in einer Abnahmerichtung (2) in eine Öffnungslage überführbar ist, in der sie die Austragöffnung (24) zur Abgabe von Flüssigkeit freigibt, gekennzeichnet durch die folgenden zusätzlichen Merkmale:
d. die Kappe (70) weist mindestens eine Sicherungsdurchbrechung (72) auf, und
e. die Austragvorrichtung (20) verfügt am Außengehäuse (30) über mindestens ein elastisch auslenkbares Sicherungselement (40), und
f. bei auf die Austragvorrichtung (20) aufgesetzter Kappe (70) ist das Sicherungselement (40) in die Sicherungsdurchbrechung (72) eingerückt, so dass aufgrund dieses Eingriffs eine Überführung der Kappe (70) in die Öffnungslage nur möglich ist, wenn zuvor das Sicherungselement (40) durch die Sicherungsdurchbrechung (72) hindurch in einer Entsperrrichtung (4) soweit elastisch ausgelenkt wird, dass es außer Eingriff mit der Sicherungsdurchbrechung (72) gebracht ist. embedded image




Application Number:
DE202018103271U
Publication Date:
07/18/2018
Filing Date:
06/11/2018
Assignee:
Aptar Radolfzell GmbH, 78315 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Patentanwaltskanzlei Cartagena Partnerschaftsgesellschaft Klement, Eberle mbB, 70182, Stuttgart, DE
Claims:
Spender (10) zum Austragen von pharmazeutischen oder kosmetischen Flüssigkeiten mit den folgenden Merkmalen:
a. der Spender (10) verfügt über eine Austragvorrichtung (20), und
b. die Austragvorrichtung (20) verfügt über ein Außengehäuse (30), einen Flüssigkeitsspeicher (22) und eine Austragöffnung (24), durch die hindurch Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher (22) in eine umgebende Atmosphäre abgegeben werden kann, und
c. der Spender (10) verfügt über eine Kappe (70), die in einer Schutzlage auf das Außengehäuse (30) aufgesetzt ist, so dass sie die Austragöffnung (24) überdeckt, und die durch Verlagerung in einer Abnahmerichtung (2) in eine Öffnungslage überführbar ist, in der sie die Austragöffnung (24) zur Abgabe von Flüssigkeit freigibt, gekennzeichnet durch die folgenden zusätzlichen Merkmale:
d. die Kappe (70) weist mindestens eine Sicherungsdurchbrechung (72) auf, und
e. die Austragvorrichtung (20) verfügt am Außengehäuse (30) über mindestens ein elastisch auslenkbares Sicherungselement (40), und
f. bei auf die Austragvorrichtung (20) aufgesetzter Kappe (70) ist das Sicherungselement (40) in die Sicherungsdurchbrechung (72) eingerückt, so dass aufgrund dieses Eingriffs eine Überführung der Kappe (70) in die Öffnungslage nur möglich ist, wenn zuvor das Sicherungselement (40) durch die Sicherungsdurchbrechung (72) hindurch in einer Entsperrrichtung (4) soweit elastisch ausgelenkt wird, dass es außer Eingriff mit der Sicherungsdurchbrechung (72) gebracht ist.

Spender (10) nach Anspruch 1 mit den folgenden Merkmalen:
a. es ist eine Mehrzahl von Sicherungsdurchbrechungen (72) an der Kappe (70) vorgesehen, und
b. es ist eine Mehrzahl von elastisch auslenkbaren Sicherungselementen (40) zum einrückenden Eingriff in die Sicherungsdurchbrechungen (72) vorgesehen, vorzugsweise mit dem zusätzlichen Merkmal:
c. es sind genau zwei Sicherungselemente (40) am Außengehäuse (30) vorgesehen, zu deren Aufnahme an der Kappe (70) jeweils eine Sicherungsdurchbrechung (72) vorgesehen ist, und
d. die beiden Sicherungsdurchbrechungen (72) sind umfänglich um eine Außenseite der Kappe (70) mindestens um 20 mm voneinander beabstandet.

Spender (10) nach Anspruch 1 oder 2 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. ein Abschnitt (30A) des Außengehäuses (30), der das elastisch auslenkbare Sicherungselement (40) umgibt, und das Sicherungselement (40) selbst sind einstückig miteinander ausgebildet, wobei das Sicherungselement durch einen Trennschlitz (38) zumindest teilweise vom umgebenden Abschnitt (30A) des Außengehäuses (30) getrennt ist, vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
b. das Sicherungselement (40) ist zungenartig ausgebildet, wobei es durch einen Trennschlitz (38) vom umgebenden Abschnitt des Außengehäuses (30) isoliert ist, der zwei zueinander parallele und in Abnahmerichtung ausgerichtete Endabschnitte (38A) aufweist, die miteinander über einen vorzugsweise halbkreis- oder halbellipsenförmingen Mittelteil (38B) verbunden sind und/oder
c. der Trennschlitz (38) ist auf der der Abnahmerichtung (2) entgegenliegenden Seite des Sicherungselements (40) angeordnet.

Spender (10) nach einem der Ansprüche 1 und 2 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. die Austragvorrichtung (20) weist ein vom Außengehäuse (30) getrenntes Innenbauteil (32) auf, welches abschnittsweise ortsfest zum Außengehäuse (30) in dieses eingesetzt ist und an welchem das mindestens eine Sicherungselement (40) vorgesehen ist.

Spender (10) nach Anspruch 4 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. es ist eine Mehrzahl von Sicherungselementen (40) vorgesehen, die gemeinsam Teil des einstückigen Innenbauteils (32) sind.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. die Austragvorrichtung (20) weist mindestens eine Anschlagsfläche (34A) auf, die derart angeordnet ist, dass sie die Beweglichkeit des mindestens einen Sicherungselements (40) in Entsperrrichtung (4) derart begrenzt, dass eine das Sicherungselement (40) mit dem Außengehäuse (30) verbindende Kunststoffbrücke (44) nicht durch Auslenkung plastisch verformbar ist oder bricht, vorzugsweise mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
b. die Austragvorrichtung (20) weist ein vom Außengehäuse (30) getrenntes Innenbauteil (34) auf, an welchem die Anschlagsfläche (34A) vorgesehen ist, wobei vorzugsweise dieses Innenbauteil (34) auch eine Kopplungseinrichtung (35A, 35B) zur Ankopplung des Flüssigkeitsspeichers (22) und/oder eines in den Flüssigkeitsspeicher (22) ragenden Steigrohrs (23) aufweist.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. die Austragvorrichtung (20) und die Kappe (70) weisen eine dahingehend aufeinander abgestimmte Formgebung auf, dass die Kappe (70) ungeachtet des Sicherungselements (40) und der Sicherungsdurchbrechung (72) im aufgesetzten Zustand gegenüber der Austragvorrichtung (20) nicht um die Achse der Abnahmerichtung (2) drehbar ist, wobei die Außenseite des Außengehäuses (30) und die Innenseite der Kappe (70) hierfür vorzugsweise einen länglichen, insbesondere einen elliptischen Querschnitt aufweisen, und/oder
b. das mindestens eine Sicherungselement (40) und die Sicherungsdurchbrechung (72) weisen in Umfangsrichtung aufeinander zu weisende Sperrflächen (46, 73) auf, die derart geformt sind, dass durch eine Drehbewegung der Kappe (70) um die Achse der Abnahmerichtung (2) keine Kraftbeaufschlagung des mindestens einen Sicherungselements (40) in Entsperrrichtung erzielbar ist.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. die Austragvorrichtung (20) und die Kappe (70) weisen eine dahingehend aufeinander abgestimmte Formgebung auf, dass sie bezogen auf die Abnahmerichtung (2) über eine Länge von mindestens 20 mm durch einen Spalt (15) mit einer mittleren Spaltweite von nicht mehr als 1,5 mm gegeneinander beabstandet sind.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. die Austragvorrichtung (20) und die Kappe (70) weisen eine dahingehend aufeinander abgestimmte Formgebung auf, dass in der Sicherungslage der Kappe (70) eine Innenseite umfänglich unter Bildung einer umlaufenden Dichtlinie (12) am Außengehäuse (30) der Austragvorrichtung (20) anliegt.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. die Austragvorrichtung (20) verfügt über eine Betätigungshandhabe (50) zur Betätigung einer in die Austragvorrichtung (20) integrierten Kolbenpumpe (52) oder eines in die Austragvorrichtung integrierten Schaltventils, und
b. die Betätigungshandhabe (50) ist für eine Betätigung in einer von einer Abnahmerichtung (2) der Kappe (70) abweichenden Betätigungsrichtung (6) ausgebildet, vorzugsweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
c. die Betätigungshandhabe (50) ist für eine Betätigung in einer von einer Entsperrrichtung (4) des mindestens einen Sicherungselements (40) abweichenden Betätigungsrichtung (6) ausgebildet.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden Merkmal:
a. die Betätigungshandhabe (50) ist derart am Außengehäuse (30) der Austragvorrichtung angebracht, dass die Kappe (70) in der Schutzlage die Betätigungshandhabe (50) überdeckt, so dass diese nicht betätigt werden kann.

Spender (10) nach einem der Ansprüche 10 und 11 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. die Betätigungshandhabe (50) ist in Umfangsrichtung um 90° (+/- 15°) gegenüber dem mindestens einen Sicherungselement (40) versetzt angeordnet, vorzugweise mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
b. es sind zwei in Umfangsrichtung einander gegenüberliegende Sicherungselemente (40) vorgesehen, und
c. die Betätigungshandhabe (50) ist umfänglich zwischen den beiden Sicherungselementen (40) angeordnet, vorzugsweise jedoch in einer durch die Abnahmerichtung definierten Axialrichtung gegenüber den Sicherungselementen versetzt.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden Merkmal:
a. die Kappe (70) ist als von der Austragvorrichtung (20) in der Öffnungslage vollständig getrennte Kappe (70) ausgebildet.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal,
a. zur Einführung des Sicherungselements (40) in die Sicherungsdurchbrechung (72) ist an der Kappe (70) und/oder an dem Sicherungselement (40) eine Leitschräge (41, 74) vorgesehen, durch die das Sicherungselement (40) bei Verbringung der Kappe (70) in ihre Sicherungslage automatisch ausreichend weit ausgelenkt wird, um die Kappe (70) ohne unmittelbar manuelle Auslenkung des Sicherungselements (40) bis in die Sicherungslage bringen zu können.

Spender (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche mit mindestens einem der folgenden zusätzlichen Merkmale:
a. das Sicherungselement (40) und die Sicherungsdurchbrechung (72) sind derart aufeinander abgestimmt, dass eine nach außen weisende Druckfläche (42) am Sicherungselement (40) nach Einrücken in die Sicherungsdurchbrechung (72) fluchtend mit einer die Sicherungsdurchbrechung (72) umgebenden Kappenfläche angeordnet oder demgegenüber zurückgesetzt ist und/oder
c. die Kappe ist als an der Austragvorrichtung schwenkbewegliche Kappe ausgebildet, und/oder
d. die mindestens eine Sicherungsdurchbrechung (72) weist eine lichte Öffnung mit einer Querschnittsfläche von mindestens 0,5 cm2 auf und/oder höchstens eine Fläche von 3 cm2 auf, und/oder
e. die Anbindung des Sicherungselements (40) an das Außengehäuse (30) der Austragvorrichtung (20) ist derart ausgebildet, dass es einer Betätigungskraft von mindestens 5 Newton bedarf, um das Sicherungselement (40) außer Eingriff von der Sicherungsdurchbrechung (72) zu bringen und anschließend die Kappe (70) abnehmen zu können, und/oder
f. das Sicherungselement (40) ist mittels einer elastisch biegefähigen Kunststoffbrücke (44) mit dem Außengehäuse (30) der Austragvorrichtung (20) verbunden, und/oder
g. die Kunststoffbrücke (44) weist mindestens eine, vorzugsweise mehrere, erhabene Rippen (44A) oder Nuten auf, um die erforderliche Eindrückkraft am Sicherungselement (40) zu erhöhen oder zu verringern, und/oder
h. der Spender (10) ist mit einem pharmazeutischen oder kosmetischen Medium befüllt, und/oder
i. der Spender (10) ist als Nasalspender ausgebildet, wobei an der Austragvorrichtung (20) eine Applikatorspitze (26) in Art eines Nasalapplikators vorgesehen ist, und/oder
j. der Spender (10) verfügt über ein Auslassventil (25), welches der Austragöffnung (24) vorgeschaltet ist und welches vorzugsweise druckabhängig öffnet und schließt, und/oder
k. das Sicherungselement (40) und die Sicherungsdurchbrechung (72) sind durch gegenüber der Abnahmerichtung (2) angewinkelte Flächen (45) derart aufeinander abgestimmt, dass beim Abziehen der Kappe ohne vorheriges Eindrücken in Entsperrrichtung (4) eine Kraftbeaufschlagung des Sicherungselements (40) entgegen der Entsperrrichtung (4) bewirkt wird.

Description:
ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK

Die Erfindung betrifft einen Spender nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 zum Austragen von pharmazeutischen oder kosmetischen Flüssigkeiten, der über eine kindergesicherte Kappe verfügt, also eine Kappe, deren Abnahme zum Zwecke der Verwendung des Spenders dahingehend gesichert ist, dass es kleinen Kindern nicht oder nur schwer möglich ist, die Kappe abzunehmen und Flüssigkeit auszutragen.

Ein solcher Bedarf stellt sich insbesondere bei Spendern, die mit Flüssigkeiten befüllt sind, deren Verwendung ohne entsprechende medizinische Indikation und ohne Aufsicht für Kinder eine Gefahr darstellt.

Aus dem Stand der Technik ist eine Reihe von Gestaltungen bekannt, die grundsätzlich den gewünschten Zweck der erhöhten Sicherheit erzielen. Diese Lösungen werden bislang jedoch noch nicht als ideal angesehen in Hinblick auf die gemeinsame Erreichung der Ziele einer kostengünstigen Herstellung, einem hohen Maß an Sicherheit und einer einfachen Anpassung des Schwierigkeitsgrades zum Abnehmen der Kappe.

AUFGABE UND LÖSUNG

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Spender zur Verfügung zu stellen, der die Anforderungen der kostengünstigen Herstellung, dem hohen Maß an Sicherheit und der einfachen Anpassbarkeit in vorteilhafter Weise vereint.

Ein erfindungsgemäßer Spender zur Erzielung dieser Ziele weist übereinstimmend mit gattungsbildenden Spendern eine Austragvorrichtung und eine Kappe auf. Die Austragvorrichtung vereint als Haupteinheit mit Ausnahme der Kappe die funktionalen Elemente des Spenders, also ein Außengehäuse, einen Flüssigkeitsspeicher und eine Austragöffnung, durch die hindurch die Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher in eine umgebende Atmosphäre abgegeben werden kann.

Der Spender ist insbesondere für pharmazeutische Flüssigkeiten vorgesehen und dementsprechend im Nutzungszustand mit einer solchen Flüssigkeit im Flüssigkeitsspeicher befüllt. Insbesondere kann es sich um einen Nasalspender handeln, dessen Austragvorrichtung über eine schlanke Applikatorspitze in Art einer Nasenolive verfügt, die bestimmungsgemäß vor dem Austrag in ein Nasenloch eingeschoben wird.

Um die Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher bis zur Austragöffnung fördern zu können, ist ein Förderkanal vorgesehen. Bei einer möglichen Variante handelt es sich beim Flüssigkeitsspeicher um einen Druckspeicher, in dem die Flüssigkeit permanent unter Druck steht, so dass nach Öffnung eines Schaltventils mittels einer Betätigungshandhabe die Flüssigkeit durch den Förderkanal und zur Austragöffnung strömt und dort abgegeben wird. Alternativ kann die Flüssigkeit drucklos gelagert sein und mittels einer mechanischen Fördereinrichtung im Zuge der Betätigung durch einen Benutzer ausgetragen werden. Eine solche mechanische Fördereinrichtung ist vorzugsweise als Pumpe, insbesondere als Kolbenpumpe ausgebildet. Bei einer Gestaltung mit einer Pumpe ist je nach Anwendungsfeld des Spenders von Vorteil, wenn ein druckabhängig öffnendes Auslassventil vorhanden ist, um einen Mindestdruck beim Austrag zu gewährleisten, der beispielsweise für ein Zerstäuben der Flüssigkeit ausreichend ist.

Die Kappe ist vorzugsweise eine vollständig von der Austragvorrichtung in einer Abnahmerichtung trennbare Kappe, die zumindest die Austragöffnung derart überdeckt, dass ein bestimmungsgemäßer Austrag erst nach Abnahme der Kappe möglich ist. Ebenfalls möglich ist eine Variante, bei der die Kappe stets mit der Austragvorrichtung verbunden bleibt, jedoch in ihrer Öffnungslage soweit von der Austragöffnung beabstandet ist, dass ein Austrag der Flüssigkeit möglich ist. Eine solche Kappe könnte beispielsweise schwenkbeweglich an der Austragvorrichtung angebracht sein.

Die Kappe und die Austragvorrichtung sind in einer Art und Weise aufeinander abgestimmt, dass es für Kinder erschwert ist, die Kappe abzunehmen und so Flüssigkeit austragen zu können.

Zu diesem Zweck weist die Kappe mindestens eine Sicherungsdurchbrechung auf, die als durchgehendes Loch in der Kappenwandung ausgestaltet ist. Korrespondierend hierzu verfügt die Austragvorrichtung am Außengehäuse über mindestens ein elastisch auslenkbares Sicherungselement, welches bestimmungsgemäß in die genannte Sicherungsdurchbrechung einrückt, um einen gesicherten Zustand der Kappe herzustellen. Bei auf die Austragvorrichtung aufgesetzter Kappe ist das Sicherungselement in diese Sicherungsdurchbrechung eingerückt, so dass aufgrund dieses Eingriffs eine Überführung der Kappe in die Öffnungslage zunächst nicht möglich ist, da dies vom Sicherungselement formschlüssig verhindert wird. Erst wenn zuvor das Sicherungselement mittels unmittelbarer Kraftbeaufschlagung in einer Entsperrrichtung soweit elastisch ausgelenkt wird, dass es außer Eingriff mit der Sicherungsdurchbrechung gebracht ist, kann die Kappe abgezogen oder anderweitig in die Öffnungslage verbracht werden.

Es ist erheblich, dass eine Kraftbeaufschlagung des Sicherungselements stets im Bereich der Sicherungsdurchbrechung bzw. durch die Sicherungsdurchbrechung hindurch erfolgen muss und nicht mittelbar durch anderweitige Kraftbeaufschlagung der Kappe oder der Austragvorrichtung erzielt werden kann. Dies führt dazu, dass es einer recht großen Geschicklichkeit bedarf, um die Kappe abzunehmen, da die Kappe bei eingedrücktem Sicherungselement abgezogen werden muss, dieses jedoch im Zuge des Abziehens langsam losgelassen werden muss, um die Kappe hierüber ziehen zu können. Das erforderliche Maß an Geschicklichkeit ist kleinen Kindern noch nicht gegeben.

Neben der erforderlichen Geschicklichkeit ist auch die Kraft, die es zum freigebenden Eindrücken des Sicherungselements braucht, ein Hindernis für Kinder, insbesondere im Zusammenspiel mit der erforderlichen Geschicklichkeit. Vorzugsweise bedarf es mindestens 5 Newton, insbesondere vorzugsweise mindestens 7 Newton, um das Sicherungselement ausreichend weit einzudrücken. Diese Angabe bezieht sich auf eine Beaufschlagung im Mittelpunkt der Betätigungsfläche am Sicherungselement. Auch wenn eine solche Kraft durchaus auch von Kindern aufgebracht werden kann, fällt es zumindest kleinen Kindern schwer, diese Kraft aufzubringen und gleichzeitig mit der erforderlichen Geschicklichkeit die Kappe über das ausgelenkte Sicherungselement zu führen.

Obwohl eine Sicherungsdurchbrechung und ein korrespondierendes Sicherungselement grundsätzlich ausreichend sind, ist es von Vorteil, wenn jeweils mehrere Durchbrechungen bzw. Elemente vorgesehen sind, insbesondere jeweils zwei Sicherungselemente und zwei Sicherungsdurchbrechungen, die einander jeweils gegenüber liegen. Zwei Sicherungselemente gleichzeitig einzudrücken und dosiert die Kraft zu senken, während die Kappe über die Sicherungselemente geführt wird, ist für Kinder besonders schwierig. Vorzugsweise sind die Sicherungsdurchbrechungen dem Umfang der Austragvorrichtung folgend um mindestens 20 mm voneinander beabstandet, so dass es kleinen Kindern bereits schwer fällt, beide Sicherungselemente mit den Fingern nur einer Hand einzudrücken. Noch vorteilhafter ist ein Abstand von mindestens 25 mm oder 30 mm.

Die Sicherungsdurchbrechung an der Kappe ist vorzugsweise umlaufend geschlossen, also von der Wandung der Kappe umgeben. Es kann fertigungstechnisch jedoch auch einen Vorteil darstellen, die Durchbrechung in Richtung des offenen Kappenendes offen auszugestalten, wobei in diesem Fall jedoch das Sicherungselement ausreichend groß sein muss, um nicht durch diese offene Ausgestaltung ohne Auslenkung außer Eingriff von der Kappe gebracht werden zu können. Die Größe der Sicherungsdurchbrechung beträgt vorzugsweise mindestens 0,5 cm2 und/oder höchstens 3,0 cm2.

Die Sicherungsdurchbrechung und die Sicherungselemente sind dafür vorgesehen, formschlüssig eine Trennung der Kappe von der Austragvorrichtung zu unterbinden. Hierfür weisen die Innenseite der Sicherungsdurchbrechung und die Außenseite des Sicherungselements Sperrflächen auf, die spätestens dann aneinander zur Anlage kommen, wenn versucht wird, die Kappe ohne vorheriges Eindrücken des Sperrelements in die Öffnungslage zu ziehen. Die genannten Sperrflächen sind so ausgerichtet, dass sie nicht in einer Art aneinander abgleiten könnten, dass durch gewaltsames Abziehen der Kappe das Sicherungselement mittelbar aus der Sicherungsdurchbrechung ausrückt. Allerdings können die Sperrflächen umgekehrt derart schräggestellt sein, dass durch eine auf die Kappe wirkende Kraft die Sperrelemente entgegen der Entsperrrichtung nach außen gedrückt werden und der gesicherte Zustand damit nochmals verstärkt wird.

Grundsätzlich könnte ein erfindungsgemäßer Spender auch korrespondierend Sperrflächen an der Kappe und dem Sicherungselement aufweisen, die bei einem Aufsetzen der Kappe ebenfalls das manuelle Auslenken des Sperrelements erforderlich machen. Dies ist jedoch üblicherweise nicht gewünscht, da die Überführung der Kappe in ihre Sicherungslage nicht erschwert sein soll. Es ist daher vielmehr zweckmäßig, wenn zur Einführung des Sicherungselements in die Sicherungsdurchbrechung an der Kappe und/oder an dem Sicherungselement eine Leitschräge vorgesehen ist, durch die das Sicherungselement bei Verbringung der Kappe in ihre Sicherungslage automatisch ausreichend weit ausgelenkt wird, um die Kappe ohne unmittelbar manuelle Auslenkung des Sicherungselement bis in die Sicherungslage bringen zu können.

Das mindestens eine Sicherungselement und die zugehörige Sicherungsdurchbrechung sind vorzugsweise derart aufeinander abgestimmt, dass eine nach außen weisende Druckfläche am Sicherungselement nach Einrücken in die Sicherungsdurchbrechung fluchtend mit einer die Sicherungsdurchbrechung umgebenden Kappenfläche angeordnet oder demgegenüber zurückgesetzt ist. Dies erschwert sowohl die ungewollte Entsperrung durch Kinder als auch die versehentliche Entsperrung, beispielsweise wenn der Spender mit anderen Dingen zusammen in einer Handtasche transportiert wird.

Für die Ausgestaltung des Außengehäuses und des Sicherungselements gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Möglichkeiten. So kann vorgesehen sein, dass ein einstückiges Kunststoffbauteil vorgesehen ist, welches das Außengehäuse zumindest in einer Umgebung um das Sicherungselement bildet und dass das Sicherungselement hiermit einstückig, jedoch elastisch beweglich, verbunden ist. Alternativ kann das Sicherungselementjedoch auch Teil eines von einem Außengehäusebauteil separaten Innenbauteils sein, welches im Außengehäusebauteil befestigt ist.

Die erste genannte Alternative führt zu einem vergleichsweise günstigen Aufbau und bietet darüber hinaus den Vorteil, dass eine genaue Führung des Sicherungselements gegenüber dem umgebendem Abschnitt des Außengehäuses erzielt wird. Ein Verkanten ist dadurch ausgeschlossen.

Die einstückige Verbindung wird vorzugsweise dadurch geschaffen, dass das Sicherungselement durch einen Trennschlitz vom umgebenden Außengehäuse getrennt ist, wobei dieser Trennschlitz umlaufend ausgestaltet sein kann, wenn eine Kunststoffbrücke im Innenraum des Außengehäuses die dieser Alternative charakteristische einstückige Verbindung schafft. Vorteilhafterweise ist der Trennspalt jedoch durch die Kunststoffbrücke unterbrochen, so dass sich eine zungenartige Gestaltung des Sicherungselements ergibt. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn der Trennschlitz eine U-Form bildet, indem er zwei zueinander parallele (+/-15°) und in Abnahmerichtung ausgerichtete Endabschnitte aufweist, die miteinander über einen vorzugsweise halbkreis- oder halbellipsenförmingen Mittelteil verbunden sind. Eine solche Gestaltung ist insbesondere deshalb von Vorteil, da sie es durch eine einfache Änderung der Länge der parallelen Endabschnitte gestattet, bei sonst unverändertem Spender die zum Eindrücken des Sperrelements und zur Abnahme der Kappe erforderliche Entsperrkraft aufzubringen. Eine beispielsweise produktspezifische Anpassung fällt daher leicht.

Alternativ oder zusätzlich kann eine solche Anpassung auch dadurch erfolgen, dass die verbindende Kunststoffbrücke mit einer Verrippung versehen ist, die das Widerstandsmoment beim Eindrücken des Sicherungselements erhöht. Alternativ können auch Nuten zur Verringerung des Widerstandsmoments hier eingebracht sein. Auch solche Anpassungen gehen mit sehr geringem Aufwand bezüglich der Herstellungswerkzeuge einher.

Da gewünscht ist, dass die Sperrelemente nur durch unmittelbare Kraftbeaufschlagung, nicht aber mittelbar, ausgelenkt werden können, ist die Kunststoffbrücke vorzugsweise auf der in Abnahmerichtung weisenden Seite des Sicherungselements vorgesehen und der Trennschnitt bzw. insbesondere dessen Mittelabschnitt auf der der Abnahmerichtung entgegenliegenden Seite. Hierdurch ist verhindert, dass eine Kraftbeaufschlagung des Außengehäuses jenseits der Kappe und der Sperrelemente die Sperrelemente nicht auslenkt. Die durch den Trennschnitt bewirkte Isolation verhindert dies.

Die zweite Alternative mit einem separaten Bauteil, an dem die Sicherungselemente vorgesehen sind, erlaubt es, den Bewegungspfad des Sicherungselements flexibler zu gestalten und insbesondere einen eher linearen Bewegungspfad zu wählen. Die oben genannte erste Alternative führt dagegen je nach Ausgestaltung eher zu einer Schwenkbeweglichkeit des Sicherungselements. Auch kann bei der zweiten Alternative in flexiblerer Weise durch Auslegung der Anbindung des Sicherungselements an das separate Innenbauteil eingestellt werden, welche Kraft zur Betätigung erforderlich ist und welcher Kraft/Weg-Verlauf bei der Betätigung gewünscht ist. Weiterhin kann durch Differenzierung der Kunststoffwahl und ggf. der Farbwahl jeweils ein idealer Kunststoff für den starren Teil des Außengehäuses und für das Sicherungselement gewählt werden.

Sofern ein separates Innenteil vorgesehen ist, ist es von Vorteil, wenn im Falle mehrere Sicherungselemente mehrere oder alle Sicherungselemente einstückig an einem gemeinsamen Innenteil vorgesehen sind.

Damit Kinder nicht in der Lage sind, das Sicherungselement durch Bruch oder plastische Verformung der Anbindung zu zerstören, weist die Austragvorrichtung vorzugsweise mindestens eine Anschlagsfläche auf, die derart angeordnet ist, dass sie die Beweglichkeit des mindestens einen Sicherungselements in Entsperrrichtung begrenzt. Diese Anschlagsfläche bzw. vorzugsweise mehrere Anschlagsflächen können am oben genannten Innenbauteil, einem anderen Innenbauteil, oder auch an jedem Außenbauteil vorgesehen sein, welches auch die umgebenden Flächen um das Sperrelement bildet.

Eines der genannten Innenbauteile kann zusätzlich auch jenes Bauteil sein, welches Kopplungseinrichtungen zur Anbringung des Flüssigkeitsspeichers und/oder eines Steigrohrs aufweist.

Vorzugsweise sind die Austragvorrichtung und die Kappe in besonderer Art und Weise geformt, die es erschwert, durch allgemeine Gewalteinwirkung auf den Spender und ohne unmittelbares Eindrücken des Sperrelements die Sicherung außer Kraft zu setzen.

Hierfür wird vorgeschlagen, dass die Austragvorrichtung und die Kappe eine dahingehend aufeinander abgestimmte Formgebung aufweisen, dass die Kappe ungeachtet des Sicherungselements und der Sicherungsdurchbrechung im aufgesetzten Zustand gegenüber der Austragvorrichtung nicht um die Achse der Abnahmerichtung drehbar ist, wobei unter „nicht drehbar“ verstanden wird, dass zumindest keine vollständige Drehung möglich ist und insbesondere vorzugsweise keine Drehung um mehr als 15°. Insbesondere können die Außenseite des Außengehäuses und die Innenseite der Kappe hierfür vorzugsweise einen länglichen, insbesondere elliptischen Querschnitt aufweisen. Auch eine an sich runde Form mit zur Drehsicherung vorgesehenem Axialsteg und Axialnut ist denkbar, die erwähnte Gestaltung mit elliptischem oder länglichem Querschnitt erlaubt jedoch ein einfacheres Erkennen der richtigen Soll-Ausrichtung beim Aufsetzen der Kappe.

Die drehsichernde Formgebung führt dazu, dass bereits die Grundform des Gehäuses der Austragvorrichtung und der Kappe einer Rotativbewegung entgegenwirken, welche insbesondere bei auch schwenkbeweglichen Sperrelementen deren mittelbare Auslenkung durch die Ränder der Sperrdurchbrechung begünstigen könnte.

Um das ungewünschte Entsperren durch eine Drehbewegung zusätzlich zu erschweren, können das Sicherungselement und die Sicherungsdurchbrechung auch in Umfangsrichtung aufeinander zu weisende Sperrflächen aufweisen, die derart geformt sind, dass durch eine Drehbewegung der Kappe um die Achse der Abnahmerichtung keine Kraftbeaufschlagung des mindestens einen Sicherungselements in Entsperrrichtung erzielbar ist. Dies ist beispielsweise durch zur Drehachse radial ausgerichtete Kanten und/oder eine partielle Verdickung an der Kappe und/oder dem Sicherungselement zu erzielen.

Neben der gewaltsamen Rotation kann auch die Aufbringung eines Knickmomentes auf den Spender mit aufgesetzter Kappe dazu führen, dass das Sicherungselement in nicht gewollter Weise ohne unmittelbare Kraftbeaufschlagung aus der Sicherungsdurchbrechung ausrückt. Um dies zu erschweren, wird vorgeschlagen, dass die Austragvorrichtung und die Kappe eine dahingehend aufeinander abgestimmte Formgebung aufweisen, dass sie bezogen auf die Abnahmerichtung über eine Länge von mindestens 20 mm durch einen Spalt mit einer mittleren Spaltweite von nicht mehr als 1,5 mm gegeneinander beabstandet sind. Dieser Führungsbereich von mindestens 20 mm erschwert eine Knickbeaufschlagung. Insbesondere wenn das Sicherungselement im Führungsbereich angeordnet ist oder direkt benachbart hierzu, kann die Sicherung nicht durch ein Kind durch eine solche Knickbeaufschlagung überwunden werden.

Ein enges Anliegen ist auch deshalb von Vorteil, da so in der Sicherungslage der Kappe eine Innenseite umfänglich unter Bildung einer umlaufenden Dichtlinie am Außengehäuse der Austragvorrichtung anliegen kann. Hierdurch kann der Innenraum der Kappe partiell im Bereich der Austragöffnung gegenüber der Umgebung isoliert werden, so dass möglicherweise aufgrund von Gewalteinwirkung durch die Austragöffnung ausgetretene Flüssigkeit nicht in eine Umgebung und damit den Bereich des Kindes gelangt.

Wie eingangs bereits erwähnt, kann die Austragvorrichtung zur Bewirkung des Austrags ein Schaltventil oder eine Pumpe aufweisen. Zur Betätigung ist vorzugweise eine Betätigungshandhabe vorgesehen, die insbesondere für eine Betätigung in einer von einer Abnahmerichtung der Kappe abweichenden Betätigungsrichtung ausgebildet ist.

Insbesondere bevorzugt wird eine erfindungsgemäße Gestaltung für Spender in der Art so genannter „Side Actuation“-Spender, also Spender, bei denen die Betätigungshandhabe in etwa orthogonal/radial zur Haupterstreckungsrichtung der Austragvorrichtung und/oder deren Austragrichtung ausgerichtet ist. In einem solchen Fall, in dem dann sowohl die Sperrelemente als auch die Betätigungshandhabe in etwa radial beweglich sind, ist es bevorzugt, dass dennoch die Betätigungshandhabe für eine Betätigung in einer von einer Entsperrrichtung des mindestens einen Sicherungselements und vorzugsweise aller Sicherungselemente abweichenden Betätigungsrichtung ausgebildet ist, so dass das Entsperren nicht versehentlich auch eine Betätigung bewirkt. Vorzugsweise ist die Betätigungshandhabe in Umfangsrichtung um 90° (+/- 15°) gegenüber dem mindestens einen Sicherungselement versetzt angeordnet bzw. im Falle von mindestens zwei Sicherungselementen bezogen auf die Umfangsrichtung mittig zwischen diesen einander vorzugsweise gegenüberliegenden Sicherungselementen angeordnet.

Das versehentliche Eindrücken der Betätigungshandhabe kann auch dadurch erschwert werden, dass die Betätigungshandhabe axial, also in Richtung der Haupterstreckungsrichtung, gegenüber den Sicherungselementen nicht überlappend versetzt ist.

Die Kappe kann mit der Betätigungshandhabe dahingehend zusammenwirken, dass eine Betätigung durch die Kappe verhindert oder behindert wird, insbesondere dadurch, dass die Betätigungshandhabe derart am Außengehäuse der Austragvorrichtung angebracht ist, dass die Kappe in der Schutzlage die Betätigungshandhabe überdeckt, so dass diese nicht betätigt werden kann.

Figurenliste

Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung, die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind.

  • 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau eines erfindungsgemäßen Spenders bei von der Austragvorrichtung abgenommener Kappe.
  • 2 und 3 verdeutlichen den Vorgang zum Abnehmen der Kappe anhand eines ersten Ausführungsbeispiels.
  • 4A und 4B zeigen den Spender der 2 und 3 mit aufgesetzter Kappe in einer Frontansicht und einer Seitenansicht.
  • 5A und 5B sowie 6A und 6B verdeutlichen den inneren Aufbau des Spenders der 2 bis 4.
  • 7 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders in geschnittener Frontansicht.
  • 8 zeigt ein Detail der 7.
  • 9 zeigt einen Schnitt durch den Spender der 7 auf Höhe der Sicherungselemente.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

1 zeigt exemplarisch einen erfindungsgemäßen Spender, anhand dessen die Grundelemente erläutert werden sollen. Der Spender 10 verfügt über eine Austragvorrichtung 20 sowie eine Kappe 70.

Die Austragvorrichtung 20 umfasst neben einem Flüssigkeitsspeicher 22 und einer Applikatorspitze 26 mit Austragöffnung 24 eine Betätigungshandhabe 50, die in eine Betätigungsrichtung 6 eindrückbar ist, um hierdurch eine in 1 nicht dargestellte Pumpe 52 betätigen zu können, so dass Flüssigkeit vom Flüssigkeitsspeicher 22 zur Austragöffnung 24 gefördert wird. Der Austragöffnung 24 ist in der 1 nicht entnehmbarer Weise noch ein druckabhängig schaltendes Ventil 25 vorgeschaltet, um einen ausreichenden Druck zu gewährleisten, welcher beim Austritt durch die Austragöffnung 24 einen vernebelten Sprühstrahl verursacht.

Die Kappe 70 ist so dimensioniert, dass sie bis auf den Flüssigkeitsspeicher 22 den übrigen Teil und somit auch die Betätigungshandhabe 50 im aufgesetzten Zustand umgibt. Somit ist bei aufgesetzter Kappe sowohl eine Betätigung der Betätigungshandhabe 50 nicht möglich, als auch die Austragöffnung 24 nicht zugänglich.

Der dargestellte Spender wird zum Austrag von Medikamenten verwendet. Daher soll verhindert werden, dass Kinder eigenmächtig an die Flüssigkeit gelangen. Die Austragvorrichtung 20 sowie die Kappe 70 sind daher dafür ausgebildet, Kindern das Abnehmen der Kappe 70 zu erschweren. Hierfür sind am Außengehäuse 30 der Austragvorrichtung 20 einander gegenüberliegend im Abstand von etwa 40mm zwei Sicherungselemente 40 vorgesehen, die sich über den umgebenden Abschnitt 30A des Außengehäuses 30 nach außen erstrecken und bei aufgesetzter Kappe in Sicherungsdurchbrechungen 72 der Kappe angeordnet sind. Die Sicherungselemente 40 sind zumindest partiell gegenüber dem umgebenden Abschnitt 30A in Entsperrrichtung 4 auslenkbar. Zwischen dem umgebenden Abschnitt 30A und den Sicherungselementen 40 ist daher ein Trennschlitz 38 vorgesehen.

Anhand der 2 bis 6 wird ein erstes Ausführungsbeispiel erläutert, wobei mit Ausnahme der Anbindung der Sicherungselemente 40 die Ausführungen zu den 2 bis 6 gleichermaßen auch für das darauffolgende Ausführungsbeispiel der 7 bis 9 gilt.

Anhand der 2 und 3 wird nochmals erläutert, wie das Abnehmen der Kappe erfolgt. Ausgehend vom gesicherten Zustand, in dem die Sicherungselemente 40 in den Sicherungsdurchbrechungen 72 angeordnet sind und so formschlüssig ein Abziehen der Kappe 70 in Abnahmerichtung 2 verhindern, werden die Sicherungselemente 40 in Entsperrrichtung 4 eingedrückt, wobei dies vorzugsweise mit der gleichen Hand erfolgt, die gleichzeitig auch den Flüssigkeitsspeicher 22 der Austragvorrichtung 20 umfasst. Es kann dann mit der anderen Hand die Kappe 70 abgezogen werden, wie es in 3 gezeigt ist. Hierbei muss jedoch darauf geachtet werden, dass noch bei unmittelbar eingedrückten Sicherungselementen 40 die Kappe 70 über die Sicherungselemente 40 gezogen wird, so dass die Sicherungselemente 40 beim unvermeidlichen Wegfall der unmittelbaren Kraftbeaufschlagung dennoch nicht wieder in die Sicherungsdurchbrechungen 72 zurück einrücken.

Die 4A und 4B zeigen den Spender 10 bei aufgesetzter Kappe in einer Seitenansicht und einer Frontansicht. Wie auch schon in 2 und 3 ist hieran die ovale Formgebung des Querschnitts von Kappe 70 und Austragvorrichtung 20 gut ersichtlich. Diese ovale Formgebung hat neben ihrer ästhetischen Wirkung auch eine technische. Kinder neigen beim Versuch, einen derartigen Spender zu öffnen, dazu, die Austragvorrichtung 20 und die Kappe 70 gegeneinander zu tordieren. Da dies die Gefahr erhöht, dass eine Abnahme der Kappe 70 ohne unmittelbare Kraftbeaufschlagung der Sicherungselemente 40 gelingt, ist diese nicht runde Form gewählt. Sie verhindert wirksam, dass bei einem Torsionsakt die Sicherung durch die Sicherungselemente 40 und die Sicherungsdurchbrechungen 72 überwunden wird.

Die 5A und 5B sowie 6A und 6B zeigen den Spender in geschnittenen bzw. teilgeschnittenen Ansichten sowie im gesicherten Zustand und bei eingedrückten Sicherungselementen 40. Ergänzend zu den vorangestellten Ausführungen ist hier zu ersehen, wie der innere Aufbau des Spenders ausgebildet ist. Innerhalb der das Außengehäuse 30 bildenden Schalen sind zwei Innenbauteile 32, 33 vorgesehen, wobei das Innenbauteil 32 im Bereich einer Rastverbindung 32A an das Außengehäuse 30 angebracht ist. Das Innenbauteil 32 stellt zunächst die Kopplungseinrichtungen 35A, 35B zur Verfügung, mittels derer der Flüssigkeitsspeicher 22 sowie das hier hineinragende Steigrohr 23 befestigt sind. Gegenüberliegend hierzu ist das zweite Innenbauteil 33 am Innenbauteil 32 befestigt. Das zweite Innenbauteit 33 umfasst in den Figuren nicht entnehmbarer Weise einen Pumpzylinder der Pumpe 52, in dem ein mit der Betätigungshandhabe 50 verbundener Kolben zum Zwecke der Förderung von Flüssigkeit geführt ist.

Am Innenbauteil 32 sind weiterhin mittels Anbindungsstrukturen 39 die Sicherungselemente 40 einstückig angeformt. Die Auslenkbarkeit der Sicherungselemente 40 wird durch die Verformbarkeit der Anbindungsstruktur 39 ermöglicht. Wie 6B zeigt, ist diese Art der Anbindung geeignet, eine vollständig lineare Eindrückbarkeit der Sicherungselemente 40 in Entsperrrichtung 4 zu gestatten.

7 bis 9 zeigen eine zweite verwandte Ausgestaltung eines Spenders 10. Bis auf die Art der Gestaltung der Sicherungselemente 40 ist der Aufbau grundsätzlich identisch mit der vorangegangenen Ausführungsform.

Die Besonderheit bei dieser Gestaltung liegt darin, dass die Sicherungselemente 40 über Kunststoffbrücken 44 einstückig mit dem Außengehäuse 30 ausgebildet sind. Sie sind jedoch durch einen in etwa U-förmigen Trennschlitz an drei Seiten gegenüber dem Außengehäuse 30 so freigestellt, dass sie gegenüber dem Außengehäuse 30 und dessen die Sicherungselemente 40 umgebenden Abschnitt 30A in einer schwenkähnlichen Bewegung eindrückbar sind. In grundsätzlich ähnlicher Art und Weise wie beim vorangegangenen Ausführungsbeispiel ist die Kappe derartig an die Formgebung der Austragvorrichtung 20 angepasst, dass erst nach einem solchen Eindrücken der Sicherungselemente 40 durch manuelle Kraftbeaufschlagung ihrer Druckflächen 42 und bei Biegung der Kunststoffbrücken 44 ein Abziehen der Kappe 70 in Abnahmerichtung 2 möglich ist. Auch bei dieser Gestaltung ist ein Innenbauteil 34 vorgesehen, welches gleichermaßen wie beim vorangegangenen Ausführungsbeispiel Kopplungseinrichtungen für das Steigrohr 23 und den Flüssigkeitsspeicher 22 zur Verfügung stellt. Zusätzlich ist das Innenbauteil 34 mit einer Außenfläche versehen, die im Bereich der Sicherungselemente 40 eine Anschlagsfläche 34A bildet. Dementsprechend sind die Sicherungselemente 40 nur begrenzt eindrückbar, so dass ein versehentliches oder mutwilliges Zerstören der Sicherungselemente 40 kaum möglich ist.

8 zeigt den Bereich eines der Sicherungselemente 40 des Spenders der 7 in vergrößerter Darstellung. Es ist zu erkennen, dass zum vereinfachten Aufsetzen der Kappe sowohl das Sicherungselement 40 als auch die Kappe 70 mit Schrägen 41, 74 versehen sind. Das Aufschieben der Kappe bewirkt somit mittelbar und mit nur geringfügig erhöhtem Kraftaufwand das vollständige Aufsetzen der Kappe und das Einschnappen der Sicherungselemente 40 in die Sicherungsdurchbrechungen 72.

Weiterhin ist zu dieser Ausgestaltung ebenso wie zu der vorangegangen zu bemerken, dass in der aus 7 gut ersichtlichen Art und Weise die Innenseite der Kappe 70 und die Außenseite des Außengehäuses 30 über einen Führungsabschnitt 14 hinweg einen gleichbleibenden Durchmesser aufweisen und voneinander nur durch einen geringfügigen Spalt getrennt sind. Dies führt zu einem hohen Maß an Knickstabilität des Spenders bei aufgesetzter Kappe, so dass eine typische Gewaltanwendung von Kindern zum Zwecke des Öffnens oder Betätigen des Spenders wirkungslos bleibt. Da die Sicherungsdurchbrechungen 72 und die Sicherungselemente 40 beidseitig von dem Führungsbereich umgeben sind, ist durch eine Knickbeaufschlagung eine Auslenkung zumindest beider Sicherungselemente 40 aus ihren Sicherungsdurchbrechungen 72 hinaus höchst unwahrscheinlich. Der sehr enge Spalt zwischen dem Außengehäuse 30 und der Kappe 70 führt auch dazu, dass zwischen diesen beiden eine in den Figuren nur andeutungsweise erkennbare Dichtlinie 12 vorgesehen ist, die einen darüber befindlichen Innenbereich der Kappe 70 gegenüber der Umgebung isoliert. Selbst wenn durch Gewaltanwendung des verschlossenen Spenders eine Betätigung durch ein Kind erzielt wird, gelangt die Flüssigkeit somit nur in einen isolierten Bereich, der dem Kind nicht zugänglich ist.

Bei den Ausgestaltungen der 7 und 8 ist gestrichelt eine alternative untere Abschlusskante 45 am Sicherungselement 40 dargestellt. Diese ist derart angewinkelt, dass der Versuch des Abziehens der Kappe 70 ohne vorheriges Eindrücken die Sicherungselemente 40 deren Sicherungswirkung noch verstärkt. Wird also ohne Eindrücken des Sicherungselemente versucht, die Kappe gewaltsam abzuziehen, gelangt diese in einen Zustand, in dem ein nachträgliches Eindrücken der Sicherungselemente 40 zusätzlich erschwert ist.