Title:
Fotobox
Kind Code:
U1


Abstract:

Fotobox (10), umfassend einen Drucker (36) zum Drucken digitaler Bilder, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucker (36) wenigstens ein Blatt (38) bedruckbares Druckerpapier umfasst, wobei das Blatt (38) wenigstens eine Perforation (44) zur Teilung des Blatts (38) nach dem Bedrucken aufweist. embedded image




Application Number:
DE202018102250U
Publication Date:
05/11/2018
Filing Date:
04/23/2018
Assignee:
KRUU GmbH & Co. KG, 74177 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202017101791U1N/A2017-04-21



Attorney, Agent or Firm:
DREISS Patentanwälte PartG mbB, 70174, Stuttgart, DE
Claims:
Fotobox (10), umfassend einen Drucker (36) zum Drucken digitaler Bilder, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucker (36) wenigstens ein Blatt (38) bedruckbares Druckerpapier umfasst, wobei das Blatt (38) wenigstens eine Perforation (44) zur Teilung des Blatts (38) nach dem Bedrucken aufweist.

Fotobox (10) nach Anspruch 1, wobei die Perforation (44) strichförmig ausgebildet ist.

Fotobox (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei sich die Perforation (44) parallel zu einem Rand des Blatts (38) erstreckt.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich die Perforation (44) über eine gesamte Erstreckung des Blatts (38) erstreckt.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Blatt (38) eine rechteckige Form aufweist, und wobei die Perforation (44) parallel zur Längsseite (40) des Blatts (38) verläuft.

Fotobox (10) nach Anspruch 5, wobei sich die Perforation (44) entlang der parallel zur Längsseite (40) verlaufenden Mittelsenkrechten (42) des Blatts (38) erstreckt.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 5 oder 6, wobei zusätzlich wenigstens eine orthogonal zur Längsseite (40) verlaufende Querperforation vorgesehen ist.

Fotobox (10) nach Anspruch 7, wobei zwei orthogonal zur Längsseite (40) verlaufende Querperforationen vorgesehen sind.

Fotobox (10) nach Anspruch 8, wobei die Querperforationen symmetrisch bezüglich der parallel zur Breitseite (41) verlaufenden Mittelsenkrechten verlaufen.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Blatt (38) eine Größe von 10x14,8 cm aufweist.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Perforation (44) so ausgebildet ist, dass ein abgetrennter Teil (50, 52) des Blatts (38) nach einer Trennung entlang der Perforation (44) eine Größe von 5x14,8 cm aufweist.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Perforation (44) und/oder die Querperforation als Mikroperforation ausgebildet ist bzw. sind.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichterzeugungsvorrichtung (30) um eine Achse, die vorteilhafterweise horizontal verläuft, schwenkbar ist und/oder wobei die Lichterzeugungsvorrichtung (30) um eine Achse, die vorzugsweise parallel zur Längserstreckung des Stativs der Fotobox verläuft, schwenkbar ist.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichterzeugungsvorrichtung (30) eine LED-Matrix umfasst, die wiederum wenigstens 10, vorzugsweise wenigstens 30, vorzugsweise wenigstens 50, vorzugsweise wenigstens 70, diskrete LEDs umfasst.

Fotobox (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, wobei das Gehäuse (12) eine abnehmbare Seitenwand (16) aufweist, die mittels eines Magnetverschlusses am Gehäuse (12) verriegelt befestigbar ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Fotobox, welche einen Drucker zum Ausdrucken digitaler Bilder auf Papier umfasst.

Mit einer Fotobox im vorliegenden Sinne ist eine Vorrichtung gemeint, die ein Gehäuse umfasst, wobei in dem Gehäuse eine Kamera, eine Steuerungsvorrichtung zur Ansteuerung der Kamera und im oder am Gehäuse eine Mensch-Maschine-Schnittstelle angeordnet sind. Neben den eben genannten Komponenten umfasst die Fotobox, wie oben ausgeführt, ferner einen Drucker, mittels dem von der Kamera aufgenommene digitale Bilder direkt auf Papier ausdruckbar sind.

Eine derartige Fotobox ist beispielsweise aus der DE 20 2017 101 791 U1 bekannt und erfreut sich beispielsweise bei Hochzeiten zunehmender Beliebtheit. Eine Fotobox im vorliegenden Sinne ist selbststehend und ist für eine Betätigung in dieser selbststehenden Konfiguration vorgesehen. Die Fotobox kann jedoch insbesondere transportabel sein, wobei hiermit gemeint ist, dass die Fotobox durch eine Person händisch und ohne mechanische Hilfsmittel, wie eine Sackkarre oder eine Stapler-Ameise, aufgrund Ihrer Dimensionierung und ihres Gewichts an verschiedene Orte platzierbar ist. Mit transportabel ist jedoch nicht gemeint, dass die Fotobox zur Aufnahme von Bildern während des Transports vorgesehen ist. Mit einer Fotobox im vorliegenden Sinne ist also keineswegs eine Handgeführte, bspw. Consumer-Kamera gemeint.

Derartige Fotoboxen ermöglichen, dass ein Fotograf zur Aufnahme von Fotos oder Videos nicht mehr zwingend anwesend sein muss. Vielmehr kann sich ein Benutzer und/oder eine Gruppe von Benutzern vor der Fotobox positionieren. Sodann kann beispielsweise die Steuerungsvorrichtung durch Betätigung der Mensch-Maschine-Schnittstelle ein Signal erhalten, sodass die Steuerungsvorrichtung die Kamera derart ansteuert, dass die Kamera ein Bild oder ein Video aufnimmt. Insbesondere kann die Auslösung der Kamera eine Zeitverzögerung umfassen. Danach kann die Steuerungsvorrichtung einen Drucker so ansteuern, dass das aufgenommene digitale Bild auf ein Blatt Papier, insbesondere Druckerpapier, ausgedruckt wird und so vergleichsweise zügig nach der Aufnahme in den Händen des Benutzers gehalten werden kann.

Hierdurch können, auf Partys kostengünstig und schnell ausgedruckte Fotos produziert werden.

Der vorliegenden Erfindung liegt insbesondere die Aufgabe zugrunde, derartige bekannte Fotoboxen weiterzubilden und insbesondere die Fotoboxen flexibler anwendbar zu machen und insbesondere die Art der ausgedruckten Fotos individueller zu gestalten.

Diese Aufgabe wird durch eine Fotobox mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Es ist demnach vorgesehen, dass der Drucker wenigstens ein Blatt bedruckbares Druckerpapier umfasst, wobei das Blatt wenigstens eine Perforation zur Teilung des Blatts nach dem Bedrucken aufweist. Das Blatt Druckerpapier ist also vorperforiert, die Perforation ist also vor dem Druckvorgang in das Blatt eingebracht ist. Die Perforation ist vorhanden bevor das Blatt Druckerpapier der Fotobox zugefügt wird. Das Einbringen der Perforation findet als nicht in der Fotobox und insbesondere nicht im Drucker, der einen Teil der Fotobox bildet und mit den übrigen Komponenten der Fotobox verbunden ist, statt. Der Drucker bildet zwar einen Teil der Fotobox, er ist jedoch nicht zwingend innerhalb des Gehäuses der Fotobox angeordnet.

Nach dem Bedrucken kann das Blatt, bspw. durch Biegen, entlang der Perforation in wenigstens zwei Teile geteilt werden. Somit kann nach der Durchtrennung ein, insbesondere streifenförmiger, bedruckter Blattabschnitt in einfacher Art und Weise unter Verwendung der erfindungsgemäßen Fotobox erhalten werden. Dabei ist insbesondere denkbar, dass die wenigstens zwei Teile mit dem gleichen Motiv bedruckt sind. Andererseits ist auch im Sinne der Erfindung, dass diese mit unterschiedlichen Motiven bedruckt sind, so dass zwei unterschiedliche Teile nach der Trennung erhalten werden. Bei dem Blatt Druckerpapier kann es sich insbesondere um Bogenpapier, also rechteckiges Papier, handeln. Vorzugsweise hat das Druckerpapier eine Größe im Sonderformat, die von einem Format gemäß DIN-Norm abweicht.

Die erfindungsgemäße Fotobox ist flexibler einsetzbar als bekannte Fotoboxen. Mit der erfindungsgemäßen Fotobox ist nicht nur ein ganzes Blatt Druckerpapier ausdruckbar bzw. bedruckbar, sondern durch Bedruckung des als Teil der Fotobox vorhandenen Blatts mit Perforation kann ein bedrucktes Blattteil ohne zusätzliche Vorrichtungen zum Zuschneiden des Blattes erhalten werden. Das Blatt mit Perforationen kann entsprechend der Anordnung der Perforation nach dem Druckvorgang in wenigstens zwei Teile geteilt werden, um so bedruckte Blattteile zu erhalten. Die Fotobox kann als Drucker einen Standard-Drucker, insbesondere der auf verschiedene Papierformate einstellbar ist, aufweisen. Mit der erfindungsgemäßen Fotobox können Ausdrucke mit quasi beliebiger Geometrie erzeugt werden, je nach Verlauf der Perforation.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass wenigstens ein Teil der Perforation in Form wenigstens einer geraden Linie verläuft. Vorzugsweise umfasst die Perforation wenigstens zwei, vorzugsweise sich kreuzende gerade Linien.

Die Perforation an sich kann als Schnitt-/Steg Perforation ausgebildet sein. Schnitt-/Steg Perforationen sind bspw. einfach herstellbar. Als Schnitt-/Steg-Perforation bezeichnet man eine Perforation bei der das Papier teilweise mit länglichen „Schnitten“ durchgeschnitten wird. Es bleibt ein kleiner Steg stehen, der das Papier zusammenhält. Wenn derart perforiertes Papier entlang der Perforation getrennt wird, kann ein sägezahnartiger Papierrand übrig bleiben. Die Perforation kann auch als Mikroperforation ausgebildet sein. Mikroperforiertes Papier lässt sich derart ohne Werkzeug trennen, dass eine quasi glatte Trennstelle entsteht. Zur Fertigung einer Mikroperforation wird das Papier üblicherweise mit einem feinen Nadelmesser durchstochen. Üblicherweise sind dabei auf einem Zoll (25,4 mm) 72 feine Nadeln nebeneinander angeordnet. Die erzeugte Perforation umfasst bei diesem Beispiel dann also knapp 3 Nadeln pro Millimeter. Diese Nadeln bilden das Perforationsmesser. Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind unter Mikroperforationen jedoch auch Perforationen, die mit Perforationsmessern mit wenigstens 1,5 Nadeln pro Millimeter, vorzugsweise wenigstens 2 Nadeln pro Millimeter, vorzugsweise wenigstens 2,5 Nadeln pro Millimeter, hergestellt sind, gemeint.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass sich wenigstens ein Abschnitt der Perforation parallel zu einem Rand des Blatts erstreckt. Ebenso kann eine derartige Perforation in einfacher Art und Weise in ein Blatt Druckerpapier eingebracht werden.

Vorteilhaft ist auch, wenn das Blatt wenigstens eine linienartig, vorzugsweise und gerade, verlaufende Perforation aufweist, die sich über eine gesamte Erstreckung (in Längs oder Querrichtung) des Blatts erstreckt. Beispielsweise können hierdurch zwei streifenartig ausgebildete Blattabschnitte nach dem Bedrucken eines Blatts Druckerpapier durch Abtrennung entlang der Perforation erhalten werden.

Besonders bevorzugt ist, wenn das Blatt eine rechteckige Form aufweist, und wobei die Perforation parallel zur Längsseite des Blatts verläuft. Eine derartige Längsperforation hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, da dadurch wenigstens zwei besonders vorteilhafte Papierstreifen nach dem Ausdrucken in der Fotobox erhalten werden können.

Besonders bevorzugt ist dabei, wenn sich die Perforation entlang der parallel zur Längsseite verlaufenden Mittelsenkrechten des Blatts erstreckt. Somit können insbesondere zwei gleich große bedruckte Papierteile nach der Abtrennung erhalten werden. Aus einem bedruckten Blatt Druckerpapier können folglich insbesondere zwei gleich große streifenförmige Abschnitte erhalten werden.

Besonders bevorzugt ist weiter, wenn zusätzlich wenigstens eine orthogonal zur Längsseite verlaufende Querperforation vorgesehen ist. Vorteilhafterweise sind zwei orthogonal zur Längsseite verlaufende Querperforationen vorgesehen. Dadurch kann die Größe eines abgetrennten Blattteils noch individueller eingestellt werden.

Vorzugsweise verlaufen die Querperforationen symmetrisch bezüglich der parallel zur Breitseite verlaufenden Mittelsenkrechten. Auch hierdurch kann ein hohes Maß an Flexibilität eines Papierausdrucks erhalten werden.

In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist das Blatt eine Größe von 10x14,8 cm aufweist. Eine derartige Größe hat sich als besonders vorteilhaft für Drucker von Fotoboxen herausgestellt.

Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Perforation so ausgebildet ist, dass ein abgetrennter Teil des Blatts nach einer Trennung entlang der Perforation eine Größe von 5x14,8 cm aufweist. Dabei kann das Blatt vor dem Drucken eine Größe von 10x14,8 cm aufweisen. Die Perforation kann folglich als mittige Längsperforation ausgebildet sein, so dass nach dem Drucken zwei bedruckte Papierstreifen mit einer Größe von jeweils 5x14,8 cm erhalten werden. Diese Papierstreifen können nach dem Bedrucken durch den Drucker der Fotobox mit dem gleichen oder mit einem unterschiedlichen Motiv bedruckt sein. Die genannten Maße können in Weiterbildung der Erfindung um 1 cm über oder unterschritten werden.

Besonders bevorzugt ist dabei, wenn die Perforation und/oder die Querperforation als Mikroperforation ausgebildet ist bzw. sind. Eine Mikroperforation hat sich in diesem Zusammenhang als besonders vorteilhaft erwiesen, da dadurch zuverlässig und einfach eine Durchtrennung des Papierblatts entlang der Perforation ermöglicht wird.

Vorteilhaft ist auch, wenn am Gehäuse eine Lichterzeugungseinrichtung anordenbar oder angeordnet ist, wobei die Lichterzeugungseinrichtung von der Steuerungsvorrichtung ansteuerbar ist, und wobei die Lichterzeugungseinrichtung ein LED-Licht umfasst. Vorzugsweise ist die Lichterzeugungseinrichtung gegenüberliegend von einem Stativ, also auf der Oberseite des Gehäuses, angeordnet.

Vorzugsweise ist die Mensch-Maschine-Schnittstelle auf der gleichen Seite des Gehäuses angeordnet, wie das Objektiv der Kamera. Vorzugsweise ist die Mensch-Maschine-Schnittstelle dabei als Touchdisplay ausgeführt, sodass der Benutzer der Fotobox auf dem Touchdisplay direkt das über das Objektiv der Kamera aufgenommene Bild sieht und im gewünschten Moment beispielsweise über einen Taster auslösen kann.

Vorteilhafterweise umfasst die Lichterzeugungseinrichtung ein LED-Licht mit einem Farbwiedergabeindex von über 90, insbesondere 94, und/oder mit einer Farbtemperaturm, die zwischen 3500 K und 4500 K, insbesondere 4000 K, beträgt.

Vorteilhafterweise ist die Fotobox nach einer der oben genannten Varianten ausgebildet, wobei die Steuerungsvorrichtung derart eingerichtet und ausgebildet ist, dass die Steuerungsvorrichtung die Lichterzeugungsvorrichtung und die die Kamera derart ansteuert, dass bei einer Bildaufnahme durch die Kamera zunächst das LED-Licht angeschaltet und hochgefahren wird, dann die Kamera zur Bildaufnahme betätigt wird und anschließend das Licht ausgeschaltet wird.

Vorteilhafterweise ist die Fotobox bzw. die Steuerungsvorrichtung derart ausgebildet, dass das Hochfahren des LED-Lichts zwischen 0,5 und 2 Sekunden, insbesondere 1 Sekunde, dauert.

Vorteilhafterweise ist die Lichterzeugungsvorrichtung auf das Gehäuse aufsteckbar.

Die Lichterzeugungsvorrichtung erstreckt sich beim Blick auf die Kamera vorzugsweise wenigstens über 3/4 der Breite des Gehäuses der Fotobox.

In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Lichterzeugungsvorrichtung bei einer vorgesehenen Ausrichtung der Fotobox in deren Betrieb oberhalb der Kamera angeordnet und/oder die Mensch-Maschine-Schnittstelle unterhalb der Kamera angeordnet.

Das Gehäuse kann an einem Standfuß, insbesondere einem Stativ, angeordnet oder anordenbar sein.

Vorzugsweise ist am Standfuß eine Druckerhalterung zur Halterung des Druckers anordenbar oder angeordnet. Vorteilhaft ist dabei, wenn die Halterung einen Durchbruch aufweist, sodass die Halterung auf den Standfuß aufsteckbar ist, und/oder wobei die Halterung eine Halteplatte aufweist, auf der der Drucker anordenbar ist

Bevorzugt ist, wenn im Gehäuse eine Kamerahalterung angeordnet ist, wobei an der Kamerahalterung ein Kameraadapter anordenbar oder angeordnet ist, sodass unterschiedlich dimensionierte Kameras, vorzugsweise Verbrauchergeräte, in der Fotobox anordenbar sind. Bevorzugt ist dabei, wenn der Kameraadapter ein Winkelprofil umfasst.

Bevorzugt ist eine Fotobox nach einer oder mehreren der vorhergehend beschriebenen Varianten, wobei die Mensch-Maschine-Schnittstelle ein Display umfasst, wobei am Gehäuse eine Displayhalterung zur Halterung des Displays anordenbar oder angeordnet ist, und wobei am Display oder an der Displayhalterung eine Ferrithalterung zur Halterung eines Ferrit-Entstörmaterials anordenbar oder angeordnet ist.

Bevorzugt ist eine Fotobox nach einer oder mehreren der vorhergehend beschriebenen Varianten, wobei eine Signalleitung zum Display hin über die Ferrithalterung verläuft, wobei ein Ferritring um die Signalleitung verlaufend angeordnet ist, und wobei der Ferritring an der Ferrithalterung befestigt ist.

Bevorzugt ist eine Fotobox nach einer oder mehreren der vorhergehend beschriebenen Varianten, wobei die Ferrithalterung zwei Öffnungen aufweist, und wobei ein Befestigungsmittel, insbesondere ein Kabelbinder, zur Befestigung des Ferritrings durch die Öffnungen hindurchgeführt ist.

Bevorzugt ist eine Fotobox nach einer oder mehreren der vorhergehend beschriebenen Varianten oder eine Gattungsbildende Fotobox (Oberbegriff des Anspruchs 1) wie einleitend beschrieben, wobei das Gehäuse eine abnehmbare Seitenwand aufweist, vorzugsweise die mittels eines Magnetverschlusses am Gehäuse befestigbar ist. Dabei kann die abnehmbare Seitenwand insbesondere einen Schließkörper aufweisen, der mit einem an einer anderen Seitenwand des Gehäuses befestigten komplementären Gegenstück zur Befestigung der Seitenwand am Gehäuse zusammenwirken kann. Im Zusammenwirkenden Zustand ist die Seitenwand verriegelt am Gehäuse befestigt. Dabei kann der Schließkörper insbesondere magnetisch sein. Zur Öffnung des Gehäuses kann an die Außenseite der abnehmbaren Seitenwand ein komplementärer Magnet händisch geführt werden, sodass der Schließkörper in eine Offenstellung betätigt wird und die Seitenwand entriegelt und abnehmbar ist. Dabei kann die Seitenwand eine Befestigungslasche oder insbesondere mehrere, beispielsweise drei, Befestigungslaschen aufweisen, die beispielsweise in Öffnungen in der Unterseite des Gehäuses zur zusätzlichen Sicherung der Seitenwand im Gehäuse einführbar sind.

Bevorzugt ist eine Fotobox nach einer oder mehreren der vorhergehend beschriebenen Varianten, wobei die Lichterzeugungsvorrichtung eine LED-Matrix umfasst, die wiederum wenigstens 10, vorzugsweise wenigstens 30, vorzugsweise wenigstens 50, vorzugsweise wenigstens 70, vorzugsweise wenigstens 100, diskrete LEDs umfasst. Durch die Verwendung einer Vielzahl von LEDs wird die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung verbessert.

Bevorzugt ist eine Fotobox nach einer oder mehreren der vorhergehend beschriebenen Varianten, wobei die Lichterzeugungsvorrichtung um eine Achse schwenkbar ist, wobei die Achse der Schwenkung vorzugsweise orthogonal zur Längserstreckung eines Stativs der Fotobox verläuft. Vorzugsweise ist die Lichterzeugungsvorrichtung um eine zweite Achse schwenkbar, wobei diese zweite Achse der Schwenkung vorzugsweise parallel zur Längserstreckung des Stativs der Fotobox verläuft. Die Schwenkbarkeit um diese Achsen kann gemeinsam oder alternativ vorliegen.

Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der folgenden Beschreibung zu entnehmen, anhand derer die in den Figuren dargestellte Ausführungsform der Erfindung näher beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:

  • 1 Schematische perspektivische Darstellung einer Fotobox gemäß einer Ausführungsform;
  • 2 ein Blatt vorperforiertes Druckerpapier der Fotobox gemäß 1; und
  • 3 das Druckerpapier gemäß 2 nach dem Drucken und separiert in zwei Teile.

1 zeigt insgesamt eine Fotobox 10 mit einem quaderförmigen Gehäuse 12, wobei das Gehäuse 12 an einem Standfuß 14 in Form eines Stativs angeordnet ist. Das Gehäuse 12 ist zweiteilig aufgebaut und umfasst eine nicht gezeigte Rückseite, die lösbar an einem kistenförmigen Gehäuseabschnitt 16 mit einer Vorderseite 18 und einem nicht gezeigten Mantelabschnitt befestigbar ist. In der Vorderseite 18 des Gehäuses 12 ist eine erste Öffnung 20 vorgesehen, in der ein Objektiv 22 einer Kamera 24 angeordnet ist. Die Kamera 24 kann insbesondere eine tragbare digitale Kamera sein, die ausgebildet ist, digitale Bilder zu erzeugen, wenn die Kamera ein entsprechendes Auslösesignal empfängt. Vorzugsweise ist die Kamera 24 der erfindungsgemäßen Fotobox 10 eine Verbraucherkamera. Die erste Öffnung 20 ist insbesondere rund ausgebildet und kann insbesondere an die Größe des verwendeten Objektivs 22 angepasst sein. Ferner ist in der Vorderseite 18 eine zweite Öffnung 26 vorgesehen. In dieser zweiten Öffnung 26 ist eine Mensch-Maschine-Schnittstelle 28 angeordnet. In diesem Fall handelt es sich bei der Mensch-Maschine-Schnittstelle 28 um ein Touchdisplay. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle 28 ist dabei so angeordnet, dass ein Benutzer mit der Mensch-Maschine-Schnittstelle 28 interagieren kann. Ferner ist am Gehäuse 12 eine Lichterzeugungsvorrichtung 30 angeordnet, welche ein LED-Licht umfasst. die Lichterzeugungsvorrichtung 30 ist vorzugsweise über ein XLR-Kabel ansteuerbar. Ebenso kann eine Klinkenbuchse zur Aufnahme einer Steurleitung eines externen Tasters vorgesehen sein. Dieser Taster kann als Fern-/Handauslöser für die Kamera 24 und/oder die Lichterzeugungsvorrichtung 30 vorgesehen sein.

Am Stativ 14 der Fotobox 10 ist eine Druckerhalterung 32 angeordnet. Die Druckerhalterung 32 umfasst eine Halteplatte 34, auf der ein Drucker 36 angeordnet ist.

Im Gehäuse 12 ist eine nicht gezeigte Steuerungseinrichtung zur Steuerung der Kamera 24, der Mensch-Maschine-Schnittstelle 28, der Lichterzeugungsvorrichtung 30 und des Druckers 36 angeordnet. Die Steuerungseinrichtung kann insbesondere ein Mikroprozessor sein. Dabei kann ein Anschluss des Druckers 36 an die Steuerungseinrichtung bspw. über einen USB-Anschluss erfolgen.

Der Drucker 36 umfasst ein in 2 insgesamt mit dem Bezugszeichen 38 versehenes Blatt bedruckbares Druckerpapier. Dabei handelt es sich um Bogenpapier, also um rechteckiges Papier. Folglich umfasst das Blatt eine Längsseite 40 und eine Breitseite 41. Entlang der parallel zur Längsseite 40 verlaufenden Mittelsenkrechten 42 des Blatts 38 ist eine Perforation in Form einer Mikroperforation 44 in das Blatt eingebracht. Folglich ist das Blatt 38 vor dem Bedrucken vorperforiert. Die Perforation begrenzt folglich einen ersten Abschnitt 46 und einen zweiten Abschnitt 48 des Blatts 38. Selbstverständlich kann der Drucker 36 bzw. die Fotobox 10 insbesondere eine Vielzahl derartiger übereinander gestapelter Blätter 38 umfassen.

Insgesamt ist die Funktionsweise der Fotobox sodann wie folgt:

Die Fotobox 10 kann beispielsweise bei einer Hochzeit oder einer anderen Feier aufgestellt werden. Sodann können mittels der Fotobox Fotos und/oder Videos selbstständig aufgenommen werden, ohne dass es eines Fotografen bedürfte. Hierzu kann sich eine Bedienperson oder ein Gruppe beispielsweise vor der Fotobox 10 aufstellen. Sodann kann eine Bedienperson das Touchdisplay 28 betätigen. Darauf basierend kann die Steuervorrichtung die Kamera 24 zum Aufnehmen eines Fotos ansteuern. Dabei kann zunächst die Lichterzeugungsvorrichtung 30 angesteuert werden und beispielsweise innerhalb von einer Sekunde das LED-Licht aufdimmen. Sodann kann das Foto aufgenommen werden und daraufhin das LED-Licht wiederum abgedimmt werden. Daraufhin kann die Steuervorrichtung die aufgenommenen Daten von der Kamera 24 empfangen und an den Drucker 36, beispielsweise über einen USB-Anschluss übertragen, so dass das aufgenommene Foto direkt ausgedruckt werden kann und danach von dem Benutzer oder den Benutzern in der Hand gehalten werden kann.

Dabei werden die beiden Abschnitte 46 und 48 des Druckerpapierblatts 38 vom Drucker 36 bedruckt. Dabei kann das gleiche oder ein unterschiedliches Motiv auf jeden der beiden Abschnitte 46, 48 gedruckt werden. Nach dem Bedrucken kann das Blatt 38 entlang der Perforation 44 wenigstens einmal, insbesondere aber mehrfach, gefaltet werden, so dass die beiden Abschnitte 46 und 48 voneinander separiert werden und somit zwei getrennte, in 3 dargestellte Papierteile 50, 52 erhalten werden, die dieselbe Größe aufweisen. Die Größe des Papierblatts 38 kann insbesondere 10x14,8 cm betragen. Folglich kann die Größe der beiden streifenförmigen Teile 50, 52 jeweils 5x14,8 cm betragen. In diesem Fall sind die beiden Teile 50, 52 mit demselben Motiv bedruckt. Das Motiv umfasst hierbei jeweils drei voneinander beabstandete Einzelbilder 54. Diese Bilder können gleich oder insbesondere auch unterschiedlich sein.

Dabei kann das Touchdisplay 28 insbesondere so bedient werden, dass von der Steuervorrichtung mehrere Bilder hintereinander angeordnet werden, um einen Ausdruck, wie in 3 gezeigt, zu erhalten. Andererseits wäre auch denkbar, dass die Steuervorrichtung automatisch beispielsweise die drei letzten Aufnahmen der Kamera 24 hintereinander anordnet und automatisch ausdruckt.

Insgesamt wird erfindungsgemäß eine besonders variabel einsetzbare Möglichkeit des Ausdruckens von Bildern mittels einer Fotobox 10 geschaffen. Folglich kann ein bedrucktes Blatt 38 Druckerpapier auf einfache Art und Weise in getrennte Teile 50, 52 separiert werden, um somit insbesondere streifenförmige Bildausdrucke zu erhalten.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202017101791 U1 [0003]