Title:
Deckenstativ
Kind Code:
U1


Abstract:

Deckenstativ mit einem Deckenwagen (2), in dem ein Rohrpaket (3) gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Deckenwagens (2) eine vorgebbare Anzahl von Kameras (41 - 44; 51 - 54) um das Rohrpaket (3) herum angeordnet ist, wobei eine vorgebare Anzahl von Kameras (41 - 44) eine erste Kameragruppe (4) und eine vorgebare Anzahl von Kameras (51 - 54) eine zweite Kameragruppe (5) bilden. embedded image




Application Number:
DE202018001086U
Publication Date:
03/27/2018
Filing Date:
03/01/2018
Assignee:
Siemens Healthcare GmbH, 91052 (DE)



Foreign References:
EP02001361989-01-18
Claims:
Deckenstativ mit einem Deckenwagen (2), in dem ein Rohrpaket (3) gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Deckenwagens (2) eine vorgebbare Anzahl von Kameras (41 - 44; 51 - 54) um das Rohrpaket (3) herum angeordnet ist, wobei eine vorgebare Anzahl von Kameras (41 - 44) eine erste Kameragruppe (4) und eine vorgebare Anzahl von Kameras (51 - 54) eine zweite Kameragruppe (5) bilden.

Deckenstativ nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameras (41 - 44; 51 - 54) derart überlappend angeordnet sind, dass die Überlappung jeweils mindestens einem halben Öffnungswinkel (6, 7, 8) benachbarter Kameras (51, 52, 53) entspricht.

Deckenstativ nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameras (41 - 44) der ersten Kameragruppe (4) und die Kameras (51 - 54) der zweiten Kameragruppe (5) in einer Ebene angeordnet sind.

Deckenstativ nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest von zwei Kameras (41 - 44; 51 - 54) ein Stereobild erzeugbar ist.

Deckenstativ nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameras (41 - 44; 51 - 54) kreisförmig um das Rohrpaket herum angeordnet sind.

Deckenstativ nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die Kameras translatorisch zueinander versetzt angeordnet sind

Deckenstativ nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kameras rechteckig um das Rohrpaket (3) herum angeordnet sind.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Deckenstativ.

Ein derartiges Deckenstativ umfasst einen Deckenwagen, in dem ein Rohrpaket gehaltert ist. Das Rohrpaket ist üblicherweise als Teleskoprohr ausgeführt.

An ein derartiges Deckenstativ ist Teil eines medizinischen Systems, z.B. eines Radiografiesystems. Bei einem bekannten Radiografiesystem ist am freien Ende des Teleskoprohrs eine Bildgebungsmodalität angeordnet, die z.B. einen Röntgenstrahler und/oder einen Röntgendetektor umfasst. Der Deckenwagen ist bei einem aus der EP 0 200 136 B1 bekannten Deckenstativ in Schienen verschiebbar geführt.

Damit sich ein derartiges Radiografiesystem oder ein anderes medizinisches System kollisionsfrei durch den Raum bewegen kann, muss durch eine entsprechende Pfadplanung eine Kollision mit ortsfesten Objekten (z.B. Einrichtungsgegenstände oder andere medizinische Geräte) verhindert werden. Hierfür ist es notwendig, das Deckenstativ bzw. das medizinische System vorher entsprechend zu konfigurieren. Das bedeutet, dass zu Beginn ein Techniker einmalig die Raumanordnung aufzunehmen und alle im Raum vorhandenen Objekte zu erfassen und im medizinischen System zu hinterlegen sind.

Die bekannten medizinischen Systeme kennen aus diesem Grund nur im System erfasste ortsfeste Objekte. Personen und neue, bisher nicht im System hinterlegte Objekte werden nicht erkannt. Dies gilt auch für erfasste Objekte, deren Position innerhalb des Raumes verändert wurde, ohne deren neue Position zu erfassen. Bei den bekannten Fällen ist es darüber hinaus nur möglich, das Deckenstativ über konventionelle Tasten, Hebel und einer Kraft-Sensorik zu bewegen.

Bei einer Raumänderung oder einer Veränderung innerhalb des betreffenden Raumes ist deshalb ein Eingriff durch einen Servicemitarbeiter erforderlich. Weiterhin kann eine Kollision des Deckenstativs mit im Raum anwesenden Personen nur durch den Benutzer verhindert werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Deckenstativ zu schaffen, das zuverlässig die aktuelle Position von Objekten und von Personen im Raum selbsttätig berücksichtigt.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Deckenstativ gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand von weiteren Ansprüchen.

Das Deckenstativ nach Anspruch 1 umfasst einen Deckenwagen, in dem ein Rohrpaket (Teleskoprohr) gehaltert ist. Erfindungsgemäß ist an der Unterseite des Deckenwagens eine vorgebbare Anzahl von Kameras um das Rohrpaket herum angeordnet, wobei eine vorgebare Anzahl von Kameras eine erste Kameragruppe und eine vorgebare Anzahl von Kameras eine zweite Kameragruppe bilden.

Die Kameras sind erfindungsgemäß im bzw. am Deckenwagen befestigt. Durch das Anordnen von mehreren Kameras um das Rohrpaket herum ist es möglich, innerhalb eines Raums volle 360° in der Ebene zu erfassen.

Das Deckenstativ gemäß Anspruch 1 ermöglicht somit eine interaktive Steuerung, durch die eine zuverlässige optische Kollisionserkennung gewährleistet ist.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Deckenstativs sind die Kameras derart überlappend angeordnet, dass die Überlappung jeweils mindestens einem halben Öffnungswinkel benachbarter Kameras entspricht (Anspruch 2). Somit ist in vorteilhafter Weise eine 100%ige-Überlappung im horizontalen Bewegungsbereich des Deckenstativs gewährleistet.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Deckenstativs sind die Kameras der ersten Kameragruppe und die Kameras der zweiten Kameragruppe in einer Ebene angeordnet (Anspruch 3).

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest von zwei Kameras ein Stereobild erzeugbar ist (Anspruch 4).

Bei dem Deckenstativ sind die Kameras z.B. kreisförmig um das Rohrpaket herum angeordnet (Anspruch 5). Aufgrund der ringförmigen Anordnung der Kameras ist diese Ausgestaltung in vorteilhafter Weise auch für den Einsatz von Low-End-Kameras geeignet.

Gemäß einer Alternative zu einer kreisförmigen Anordnung (Anspruch 5) können die Kameras auch translatorisch zueinander versetzt angeordnet sein (Anspruch 6), wobei es sich bei einer rechteckigen Anordnung der Kameras um das Rohrpaket herum (Anspruch 7) ebenfalls um eine vorteilhafte Ausgestaltung handelt.

Nachfolgend wird ein schematisch dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. Es zeigen:

  • 1 eine Draufsicht von unten auf ein Deckenstativ,
  • 2 eine Seitenansicht auf das Deckenstativ gemäß 1.

Das in 1 und in 2 dargestellte Deckenstativ 1 umfasst einen Deckenwagen 2, der an einer Decke eines Raumes z.B. auf Schienen (nicht dargestellt) bewegbar angeordnet ist. Im Deckenwagen 2 ist ein als Teleskoprohr ausgeführtes Rohrpaket 3 gehaltert. Das Rohrpaket 3 umfasst im dargestellten Ausführungsbeispiel vier koaxiale und ineinander liegende zylindrische Teilrohre 31 bis 34, die zusammenschiebbar und ausziehbar sind. Die Teilrohre 31 bis 34 besitzen im gezeigten Ausführungsbeispiel einen achteckigen Querschnitt. Im Rahmen der Erfindung sind auch andere Querschnitte, z.B. kreisförmige, elliptische oder prismatische Querschnitte, möglich.

An der Unterseite des Deckenwagens 2 ist eine vorgebbare Anzahl von Kameras 41 bis 44 und 51 bis 54 um das Rohrpaket 3 herum angeordnet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel werden also insgesamt acht Kameras für die optische Kollisionserkennung eingesetzt. Eine vorgebare Anzahl von Kameras 41 bis 44 bildet eine erste Kameragruppe 4 und eine ebenfalls vorgebare Anzahl von Kameras 51 bis 54 bildet eine zweite Kameragruppe 5. Im Rahmen der Erfindung kann jedoch auch eine andere Anzahl von Kameras Verwendung finden.

Die insgesamt acht Kameras 41 bis 44 und 51 bis 54 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel alternierend auf einem Kreisring, der um das Rohrpaket 3 herum verläuft, angeordnet (1). Weiterhin sind alle acht Kameras 41 bis 44 und 51 bis 54 in einer Ebene (2) angeordnet. Darüber hinaus sind die acht Kameras 41 bis 44 und 51 bis 54 in Umfangsrichtung äquidistant zueinander und äquidistant zum Rohrpaket 3 angeordnet.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Kameras 41 bis 44 und 51 bis 54 derart überlappend angeordnet, dass die Überlappung jeweils mindestens einem halben Öffnungswinkel entspricht.

In der Darstellung gemäß 2 sind die Kamera 51 mit dem Öffnungswinkel 6, die Kamera 52 mit dem Öffnungswinkel 7 und die Kamera 53 mit dem Öffnungswinkel 8 sichtbar. Die Öffnungswinkel 6 und 7 sowie 7 und 8 überlappen sich im dargestellten Ausführungsbeispiel in den benachbarten Bereichen um genau 50%. Somit ist in vorteilhafter Weise eine 100%ige-Überlappung im horizontalen Bewegungsbereich des Deckenstativs 1 gewährleistet.

Durch die gewählte Anordnung der lacht Kameras 41 bis 44 und 51 bis 54 ist es möglich, sowohl eine Redundanz sicherzustellen als auch Stereo-Bildaufnahmen zu erzeugen. Somit ist es möglich, durch die erfindungsgemäße Lösung auf zwei verschiedene Arten 3D-Informationen von einem Patienten zu erhalten. Zum einen aus dem Bewegungsablauf des Deckenstativs 1 in Kombination mit einer Kamera zum anderen aus zwei oder mehreren Kameras im Verbund.

Durch die optischen Informationen, die man bei dem erfindungsgemäßen Deckenstativ 1 von der ersten und der zweiten Kameragruppe 4 und 5 erhält, ist es nun möglich Bewegungszonen um das Deckenstativ 1 zu definieren. Wenn ein Gegenstand oder eine Person innerhalb einer Bewegungszone erkannt wird, kann die Geschwindigkeit des Deckenstativs 1 verringert bzw. die Bewegung des Deckenstativs 1 gestoppt werden.

Darüber hinaus ist eine weitere Art der Bedienung realisierbar, nämlich das Deckenstativ 1 mittels Gesten bzw. Bewegungen einer Bedienperson zu steuern. Darüber hinaus ist es möglich, zusätzliche Funktionen bereitzustellen.

Neben der normalen visuellen Überwachung des Patienten während der Aufnahme ist es durch das erfindungsgemäße Deckenstativ 1 auch möglich, bei einem Patienten näherungsweise eine Gewichtsabschätzung durchzuführen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • EP 0200136 B1 [0003]