Title:
Zimmerbrunnen
Kind Code:
U1


Abstract:

Zimmerbrunnen mit einer Wasserwanne (10), mit einem auf der Wasserwanne (10) angeordnetem Zieraufbau (12), mit einer in der Wasserwanne (10) angeordneten Wasserpumpe (24) zum Fördern von Wasser zu einer Wasseraustrittsöffnung in einen oberen Bereich des Zieraufbaus (12) und mit einer Durchtrittsöffnung (30) zur Wasserwanne für rückfließendes Wasser in einem unteren Bereich des Zieraufbaus (12), dadurch gekennzeichnet, dass in einem Bereich zwischen der oberen Wasseraustrittsöffnung und der unteren Durchtrittsöffnung (30) mindestens ein von Wasser durchströmtes Reservoir (18) gebildet ist, in dem eine Hydrokulturbepflanzung angeordnet ist.




Application Number:
DE202017107853
Publication Date:
01/15/2018
Filing Date:
12/22/2017
Assignee:
Winfried Kögler GmbH, 71336 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Pfiz/Gauss Patentanwälte PartmbB, 70178, Stuttgart, DE
Claims:
1. Zimmerbrunnen mit einer Wasserwanne (10), mit einem auf der Wasserwanne (10) angeordnetem Zieraufbau (12), mit einer in der Wasserwanne (10) angeordneten Wasserpumpe (24) zum Fördern von Wasser zu einer Wasseraustrittsöffnung in einen oberen Bereich des Zieraufbaus (12) und mit einer Durchtrittsöffnung (30) zur Wasserwanne für rückfließendes Wasser in einem unteren Bereich des Zieraufbaus (12), dadurch gekennzeichnet, dass in einem Bereich zwischen der oberen Wasseraustrittsöffnung und der unteren Durchtrittsöffnung (30) mindestens ein von Wasser durchströmtes Reservoir (18) gebildet ist, in dem eine Hydrokulturbepflanzung angeordnet ist.

2. Zimmerbrunnen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem mindestens einen Reservoir (18) des Zieraufbaus (12) Blähtongranulat oder Kieselsteine als Haltematerial für die Pflanzenwurzeln angeordnet ist/sind.

3. Zimmerbrunnen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zieraufbau (12) und/oder die Wasserwanne (10) als Formteil aus einem Kunststoff, insbesondere aus Polyresin ausgebildet ist.

4. Zimmerbrunnen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zieraufbau (12) und/oder die Wasserwanne (10) eine rückwärtige Aussparung für die Durchführung eines Stromversorgungskabels (32) für die Wasserpumpe (24) aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft einen Zimmerbrunnen mit einer Wasserwanne, mit einem auf der Wasserwanne angeordnetem Zieraufbau, mit einer in der Wasserwanne angeordneten Wasserpumpe zum Fördern von Wasser zu einer Wasseraustrittsöffnung in einen oberen Bereich des Zieraufbaus und mit einer Durchtrittsöffnung zur Wasserwanne für rückfließendes Wasser in einem unteren Bereich des Zieraufbaus.

Bekannte Zimmerbrunnen weisen oft auch zusätzliche dekorative Elemente an dem Zieraufbau auf, sind jedoch im Wesentlichen auf die Wasserspielfunktionalität beschränkt.

Ausgehend davon besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen gattungsgemäßen Zimmerbrunnen dahingehend weiterzubilden, dass eine über das reine Wasserspiel hinausgehende Funktionalität erreicht wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Schutzanspruch 1 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass in einem Bereich zwischen der oberen Wasseraustrittsöffnung und der unteren Durchtrittsöffnung mindestens ein von Wasser durchströmtes Reservoir gebildet ist, in dem eine Hydrokulturbepflanzung angeordnet ist.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist/sind in dem mindestens einen Reservoir des Zieraufbaus Blähtongranulat oder Kieselsteine als Haltematerial für die Pflanzenwurzeln angeordnet.

Eine kostengünstige Herstellung des Zierbrunnens wird dadurch erreicht, dass der Zieraufbau und/oder die Wasserwanne als Formteil aus einem Kunststoff, insbesondere aus Polyresin ausgebildet ist. Grundsätzlich können diese Teile aber auch aus beispielsweise Naturmaterialien wie Stein, Marmor oder aus geformten Metall gefertigt sein.

Zum Betrieb der Pumpe ist eine elektrische Energieversorgung erforderlich. Soweit nicht eine interne Energiequelle wie beispielsweise Akkumulatoren vorgesehen ist, ist die Verbindung der Pumpe mit einer Haussteckdose erforderlich. Damit das dazu verwendete Kabel nicht als optisch störend empfunden wird, kann der Zieraufbau und/oder die Wasserwanne eine rückwärtige Aussparung für die Durchführung eines Stromversorgungskabels für die Wasserpumpe aufweisen.

Hervorzuheben ist, dass der erfindungsgemäße Zimmerbrunnen die entspannende Ästhetik des plätschernden Wassers mit einer lebenden Bepflanzung kombiniert, wobei die Sauerstoffanreicherung des Wassers, bevor es in das Reservoir und damit an die Pflanzenwurzeln gelangt, dem Wohlergehen der Bepflanzung überaus zuträglich ist. Die Pflanzenauswahl kann sich frei nach dem Geschmack des Benutzers richten und neben reinen Zierpflanzen beispielsweise auch Küchenkräuter o. dgl. umfassen, also jede für Aquakultur und die Innenraumumgebung mit den dort herrschenden Licht- und Temperaturverhältnissen geeignete Pflanzenart.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen

1 Zimmerbrunnen in Form eines Felsens mit Dekorationsobjekten;

2 der Zimmerbrunnen gemäß 1 in Explosionsansicht; und

3a bis c drei Gestaltungsvarianten eines Zimmerbrunnens.

Der in 1 dargestellte Zimmerbrunnen weist eine Wasserwanne 10 auf, auf die ein Zieraufbau 12 aufgesetzt ist. Der Zieraufbau 12 ist ein Formteil aus Polyresin und als Felsen gestaltet. Weiterhin ist der Zieraufbau 12 mit Dekorationselementen wie einer Papageienfigur, einer Schlangenfigur und Pflanzenelementen geschmückt, die ebenfalls aus einem Kunststoff bestehen. Der Zieraufbau 12 weist in seinem oberen Bereich eine Wasseraustrittsöffnung mit einer Rinne 14 auf, über die aus der Wasserwanne 10 gefördertes Wasser auf verschiedenen Wegen über die Frontseite 16 des Zieraufbaus 12 hinabströmt. Dabei gelangt ein Teil des Wassers in ein topfartiges Reservoir 18 und, wenn dieses gefüllt ist, über eine Überlaufrinne 20 zurück in Richtung der Wasserwanne. Auf dem Weg von der Rinne 14 zum Reservoir 18 wird das Wasser durch die Strömung entlang der Frontseite 16 des Zieraufbaus 12 mit Sauerstoff angereichert.

Das Reservoir 18 ist zur Aufnahme einer lebenden Bepflanzung nach dem Aquakulturprinzip bestimmt. Ein Zierbaum 22 ist vor dem Einsetzen oberhalb des Reservoirs 18 dargestellt. Um den Wurzeln der Bepflanzung ausreichend Halt in dem Reservoir zu geben, ist dieses zweckmäßig mit einem in der Aquakultur gängigen Material befüllt, beispielsweise mit Blähton oder Kieselsteinen.

2 zeigt die wesentlichen Teile des Zierbrunnens in einer Explosionsdarstellung. In der Wasserwanne ist eine Wasserpumpe 24 angeordnet, die an einen Schlauch 26 angeschlossen ist, über den das Wasser zu der Wasseraustrittsöffnung im oberen Bereich des Zieraufbaus 12 gefördert wird. Eine Bodenplatte oder Randbereich 28 des Zieraufbaus 12 weist eine Ausnehmung 30 auf, so dass im montierten Zustand des Zieraufbaus 12 eine Durchtrittsöffnung zur Wasserwanne 10 gebildet ist, durch die das an der Frontseite 16 des Zieraufbaus 12, unter Einschluss des Resevoirs 18, herabgeströmte Wasser in die Wasserwanne 10 zurück gelangt. Das Detail A der 2 zeigt den rückwärtigen Bereich des Zierbrunnens und die über eine nicht näher dargestellte Öffnung zwischen Wasserwanne 10 und Zieraufbau 12 aus der Wasserwanne 10 herausgeführte elektrische Anschlussleitung 32 für die Wasserpumpe 24.

In 3a bis c sind beispielhafte Gestaltungsvarianten des Zimmerbrunnens dargestellt.

Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung betrifft einen Zimmerbrunnen mit einer Wasserwanne 10, mit einem auf der Wasserwanne 10 angeordnetem Zieraufbau 12, mit einer in der Wasserwanne 10 angeordneten Wasserpumpe 24 zum Fördern von Wasser zu einer Wasseraustrittsöffnung in einen oberen Bereich des Zieraufbaus 12 und mit einer Durchtrittsöffnung 30 zur Wasserwanne für rückfließendes Wasser in einem unteren Bereich des Zieraufbaus 12. Um eine über die reine Wasserspielfunktion hinausgehende Funktionalität zu ermöglichen, ist gemäß der Erfindung in einem Bereich zwischen der oberen Wasseraustrittsöffnung und der unteren Durchtrittsöffnung 30 mindestens ein von Wasser durchströmtes Reservoir 18 gebildet, in dem eine Hydrokulturbepflanzung angeordnet ist.