Title:
Stativkopf für video-fotografische Ausrüstung
Kind Code:
U1


Abstract:

Stativkopf (10) für optische oder videografische Ausrüstung, Folgendes umfassend:
einen ersten Körper (1), der mit Befestigungsmitteln (3) zum Befestigen des ersten Körpers (1) an einen Träger (100) für die Ausrüstung bereitgestellt ist, so dass der erste Körper (1) um eine erste Drehachse (Z) der Ausrüstung relativ zu dem Träger (100) drehbar ist, einen zweiten Körper (2), der mit dem ersten Körper (1) verbunden ist, mit dem Vermögen, relativ zu dem ersten Körper (1) um eine zweite Drehachse (X) der Ausrüstung, die senkrecht zur ersten Drehachse (Z) liegt, zu drehen, wobei der erste (1) und der zweite Körper (2) für eine gemeinsame Drehung relativ zur ersten Drehachse (Z) aneinander befestigt sind, wobei der zweite Körper (2) mit einem Schieber (5) zum Koppeln einer Trägerplatte (55) für die Ausrüstung an den zweiten Körper (2) bereitgestellt ist, einen Einstelldrehknopf (35) zum Verriegeln bzw. Lösen der Drehung des ersten Körpers (1) relativ zum Träger (100), der nach außen von einer äußeren Oberfläche (11') eines Anschlusses (11) des ersten Körpers (1) hervorsteht und auf dem Anschluss (11) um eine Drehachse (W'), die senkrecht zur ersten Drehachse (Z) liegt und relativ zur Projektion der zweiten Drehachse (X) geneigt ist, drehbar ist, einen Verriegelungsdrehknopf (61), der betätigt werden kann, um die Drehung des zweiten Körpers (2) um die zweite Drehachse (X) relativ zum ersten Körper (1) zu verhindern bzw. zu ermöglichen, die sich von dem zweiten Körper (12) zu dem Anschluss (11) entlang einer Verriegelungsachse (W) erstreckt, die quer zu der ersten Drehachse (Z), zu der zweiten Drehachse (X) und auch zu einer dritten Achse, die senkrecht zu sowohl der ersten als auch der zweiten Drehachse (Z, X) liegt, angeordnet ist, und wobei die zweite Drehachse (X) von der ersten Drehachse (Z) durch einen Mindestabstand (D) von nicht weniger als 5 mm, bevorzugt im Bereich von 5 bis 30 mm, beabstandet ist.




Application Number:
DE202017105646U
Publication Date:
11/06/2017
Filing Date:
09/19/2017
Assignee:
Lino Manfrotto + Co. S.P.A. (Cassola, IT)
International Classes:



Foreign References:
WO2014090534A12014-06-19
Attorney, Agent or Firm:
DREISS Patentanwälte PartG mbB, 70174, Stuttgart, DE
Claims:
1. Stativkopf (10) für optische oder videografische Ausrüstung, Folgendes umfassend:
einen ersten Körper (1), der mit Befestigungsmitteln (3) zum Befestigen des ersten Körpers (1) an einen Träger (100) für die Ausrüstung bereitgestellt ist, so dass der erste Körper (1) um eine erste Drehachse (Z) der Ausrüstung relativ zu dem Träger (100) drehbar ist, einen zweiten Körper (2), der mit dem ersten Körper (1) verbunden ist, mit dem Vermögen, relativ zu dem ersten Körper (1) um eine zweite Drehachse (X) der Ausrüstung, die senkrecht zur ersten Drehachse (Z) liegt, zu drehen, wobei der erste (1) und der zweite Körper (2) für eine gemeinsame Drehung relativ zur ersten Drehachse (Z) aneinander befestigt sind, wobei der zweite Körper (2) mit einem Schieber (5) zum Koppeln einer Trägerplatte (55) für die Ausrüstung an den zweiten Körper (2) bereitgestellt ist, einen Einstelldrehknopf (35) zum Verriegeln bzw. Lösen der Drehung des ersten Körpers (1) relativ zum Träger (100), der nach außen von einer äußeren Oberfläche (11') eines Anschlusses (11) des ersten Körpers (1) hervorsteht und auf dem Anschluss (11) um eine Drehachse (W'), die senkrecht zur ersten Drehachse (Z) liegt und relativ zur Projektion der zweiten Drehachse (X) geneigt ist, drehbar ist, einen Verriegelungsdrehknopf (61), der betätigt werden kann, um die Drehung des zweiten Körpers (2) um die zweite Drehachse (X) relativ zum ersten Körper (1) zu verhindern bzw. zu ermöglichen, die sich von dem zweiten Körper (12) zu dem Anschluss (11) entlang einer Verriegelungsachse (W) erstreckt, die quer zu der ersten Drehachse (Z), zu der zweiten Drehachse (X) und auch zu einer dritten Achse, die senkrecht zu sowohl der ersten als auch der zweiten Drehachse (Z, X) liegt, angeordnet ist, und wobei die zweite Drehachse (X) von der ersten Drehachse (Z) durch einen Mindestabstand (D) von nicht weniger als 5 mm, bevorzugt im Bereich von 5 bis 30 mm, beabstandet ist.

2. Kopf nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Verriegelungsachse (W) in einem Winkel (δ) von zwischen 20° und 50° relativ zur zweiten Drehachse (X) geneigt ist, wobei der Winkel (δ) bevorzugt zwischen 30° und 45° beträgt.

3. Kopf nach Anspruch 1, wobei die Verriegelungsachse (W) in einem Winkel (α) von zwischen 20° und 50° relativ zur ersten Drehachse (Z) geneigt ist, wobei der Winkel (α) bevorzugt zwischen 30° und 45° geneigt ist.

4. Kopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Einstelldrehknopf (35) an dem Anschluss (11) derart positioniert ist, dass die Drehachse (W') in einem Winkel (β) von zwischen 45° und 70° relativ zur Projektion der zweiten Drehachse (X) geneigt ist.

5. Kopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schieber (5) derart geformt ist, dass eine Kopplungsaufnahme (54) für die Platte (55) definiert ist, wobei sich die Aufnahme entlang der dritten Achse (Y) zwischen einem ersten, vorderen Ende (54A) und einem zweiten, hinteren Ende (54B) erstreckt, das sich längsgerichtet gegenüber dem ersten, vorderen Ende (54A) befindet.

6. Kopf nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Schieber (5) mit einem Feststelldrehknopf (51) bereitgestellt ist, der um eine Betätigungsachse (X') zum Öffnen bzw. Schließen der Kopplungsaufnahme (54) drehbar ist, und mit einer Kopplungsschraube (26), die sich entlang einer Achse (X'') erstreckt, die im Wesentlichen parallel zu der Betätigungsachse (X') des Feststelldrehknopfs 51 liegt, wobei der Drehknopf betätigt werden kann, um eine Einstellstange (25) des Kopfs (10) in eine bzw. aus einer Kopplungsaufnahme (24) zu verriegeln bzw. zu entriegeln, wobei die Kopplungsschraube (26) und der Feststelldrehknopf (51) auf der entgegengesetzten Seite des Schiebers (5) relativ zu sowohl der zweiten Drehachse (X) als auch der dritten Achse (Y) bereitgestellt sind.

7. Kopf nach entweder Anspruch 5 oder Anspruch 6, wobei die erste Drehachse (Z) von der zweiten Drehachse (X) derart beabstandet ist, dass sie dem zweiten hinteren Ende (54B) näher ist als die zweite Drehachse (X).

8. Kopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner umfassend ein Verbindungselement (23, 24) zum Verbinden eines Einstellelements (25) des Kopfs (100) mit dem zweiten Körper (2), um ihn um die erste (Z) und/oder die zweite (X) Drehachse zu schwenken, wobei die erste Drehachse (Z) zwischen der zweiten Drehachse (X) und dem Verbindungselement (23, 24) positioniert ist.

9. Träger-Dreibeinstativ (100) für videografische Ausrüstung, umfassend eine Querversteifung, eine mit Kopplungselementen (200) für videografische Ausrüstung bereitgestellte Säule (102), mehrere Beine (101), die an einem der Scharnierenden davon an die Querversteifung gelenkig angeordnet sind zum Öffnen/Schließen des Dreibeinstativs (100), wobei jedes Bein (101) um das Scharnierende drehbar ist, um zwischen einer geschlossenen Konfiguration (N'), in der die Beine (101) praktisch parallel zu der Säule (102) positioniert sind und die Säule zwischen den Beinen positioniert ist, und mindestens einer Betriebskonfiguration, in der die Beine (101) relativ zu der Säule (102) geneigt sind, bewegt zu werden, wobei das Dreibeinstativ ferner einen Stativkopf für videografische Ausrüstung umfasst, der derart geformt ist, dass, wenn sich das Dreibeinstativ in der geschlossenen Konfiguration (N') befindet, der Kopf innerhalb der Beine (101) aufgenommen ist und nicht aus den Außenabmessungen der Beine (101) hervorsteht.

10. Dreibeinstativ nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Kopf (101) einen Schieber (5) für videografische Ausrüstung umfasst, der im Wesentlichen parallel zu der Säule (102) angeordnet ist, zwei Einstellelemente (35, 61) zum Ermöglichen/Verhindern der Drehung des Kopfs relativ zu zwei separaten Drehachsen (X, Z), die zwischen zwei Beinen (101) des Dreibeinstativs positioniert sind.

11. Dreibeinstativ nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Kopf (10) ferner eine Einstellstange (25) umfasst, die an den Kopf (10) gekoppelt ist und parallel zu der Säule (102) innerhalb der Beine (101) positioniert ist.

12. Dreibeinstativ nach einem der Ansprüche 9 bis 11, ferner umfassend ein Nivelliermodul (80), das zwischen der Querversteifung und dem Kopf (10) angeordnet ist.

13. Dreibeinstativ nach einem der Ansprüche 9 bis 12, umfassend einen Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 8.

Description:
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stativkopf für video-fotografische Ausrüstung, der die im Oberbegriff des Hauptanspruchs dargelegten Merkmale aufweist.

Die Erfindung betrifft ferner ein Dreibeinstativ, das mit einem Stativkopf für video-fotografische Ausrüstung bereitgestellt ist.

Technischer Hintergrund

Die vorliegende Erfindung ist insbesondere auf einen Stativkopf gerichtet, der es ermöglicht, die optische oder video-fotografische Ausrüstung bei Drehung um zwei zueinander senkrechte Achsen zu bewegen und der insbesondere zum Tragen von Ausrüstung zum Filmen von Videos geeignet ist.

Auf dem fraglichen technischen Gebiet sind Stativköpfe bekannt, die es ermöglichen, die video-fotografische Ausrüstung um eine Schwenkachse, eine Kippachse und auch eine Horizontalachse zu drehen.

Bei einer Standardmontagekonfiguration der video-fotografischen Ausrüstung an dem Stativkopf ist die Schwenkachse (PAN) eine vertikale Achse, in der Regel zum Drehen der Ausrüstung, während sie auf derselben horizontalen Ebene gehalten wird (verwendet zum horizontalen Anpassen der Bildeinstellungen, beispielsweise für Panoramaaufnahmen), wobei die Kippachse (TILT) eine horizontale Achse zum Drehen der Ausrüstung ist, während sie in einer vertikalen Ebene gehalten wird, die durch die optische Achse der Ausrüstung verläuft (verwendet zum vertikalen Anpassen der Bildeinstellungen), wobei die Horizontalachse (LEVEL) eine horizontale Achse zum Drehen der Ausrüstung ist, während sie in einer vertikalen Ebene gehalten wird, die senkrecht zur optischen Achse der Ausrüstung verläuft (verwendet zum Übergehen aus einer horizontalen Position der Ausrüstung zu einer zurückgezogenen vertikalen, Portraitposition).

Insbesondere ist bei dem Kopf zum Tragen der Ausrüstung zum Filmen von Videos der Stativkopf derart aufgebaut, dass ermöglicht wird, die Ausrüstung um zwei zueinander orthogonale Drehachsen zu drehen: die Schwenkachse und die Kippachse.

Zu diesem Zweck sind die Stativköpfe mit einem ersten und einem zweiten Körper bereitgestellt, die jeweils um die Schwenkachse und die Kippachse drehbar sind, um die an den Kopf relativ zu den Achsen gekoppelte Ausrüstung auszurichten.

Die Stativköpfe sind ferner mit Kopplungselementen für eine Platte bereitgestellt, an die jede gewünschte Ausrüstung nachfolgend zu befestigen ist. Die Kopplungselemente umfassen einen Schieber, der einen Sitz definiert, der von zwei gegenüberliegenden Wänden begrenzt ist, und einen Kopplungsdrehknopf, der zum Verengen/Verbreitern des Sitzes betätigbar ist.

Der Schieber ist einstückig mit einem der zwei Körper des Kopfs, so dass er zusammen mit dem Körper verschiebbar ist, um die Ausrüstung auszurichten.

Der Körper des Schiebers ist ferner ausgebildet, um bei Drehung um den anderen Körper des Kopfs mitgeführt zu werden, um in der Lage zu sein, die daran gekoppelte Ausrüstung relativ zu beiden Achsen auszurichten. Die Stativköpfe sind ferner mit Befestigungselementen bereitgestellt zum Befestigen des Kopfs an jedem gewünschten Träger, beispielsweise einem Dreibeinstativ.

Die Stativköpfe sind mit Verriegelungsmechanismen bereitgestellt, die zu betätigen sind, um die Drehung des ersten und des zweiten Körpers des Kopfs um die jeweilige Drehachse zu verhindern bzw. zu erlauben.

Jeder Verriegelungsmechanismus ist mit einem zugehörigen Verriegelungsdrehknopf bereitgestellt, der an dem zugehörigen Körper in einer einem Benutzer zugänglichen Stellung befestigt ist, und der von einem Benutzer zu drehen ist, um den zugehörigen Verriegelungsmechanismus zu betätigen.

Die Drehknöpfe sollten einem Benutzer leicht zugänglich und für diesen einfach zu betätigen sein und sollten sich gleichzeitig während des Positionierens der Ausrüstung und während des Filmens so wenig wie möglich behindern.

Ein Nachteil der bekannten Köpfe besteht darin, dass sie viel Raum einnehmen, sowohl während der Verwendung als auch während des Transports.

Die Verriegelungsdrehknöpfe und der Kopplungsdrehknopf ragen von dem Körper des Kopfs in einer Richtung hervor, die senkrecht zu der Achse steht, relativ zu welcher sie die Bewegung verriegeln sollen, und ragen in der Regel relativ zu dem Raum des Körpers des Kopfes und der an den Kopf gekoppelten Ausrüstung hervor. Ferner, um eine einfache und wirksame Betätigung durch den Benutzer zu ermöglichen, dürfen die Drehknöpfe nicht von übermäßig reduzierten Abmessungen sein. Dies vergrößert den Raum, der von den Köpfen während der Verwendung und insbesondere während des Transports eingenommen wird.

In der Tat verhindert die aktuelle Ausbildung der Stativköpfe tatsächlich die Möglichkeit, dass ein Träger, der mit Köpfen dieser Art bereitgestellt ist, in einer kompakten Transportkonfiguration ausgestaltet ist.

Die bekannten Köpfe ermöglichen es nicht, dass man am Ende des Filmens in der Lage ist, den den Kopf tragenden Träger zusammenzuklappen, um ihn in einer Transportkonfiguration zu konfigurieren, die ausreichend kompakt und ergonomisch ist, um für ein leichtes Transportieren des an einem Dreibeinstativ befestigten Kopfs verwendbar zu sein.

Deshalb ist es momentan notwendig, den Kopf von dem Träger zu trennen, danach den Träger in einer kompakten Transportkonfiguration zusammenzuklappen, und dann den Träger und den Kopf getrennt zu transportieren.

Bei bekannten Köpfen muss diese Abfolge von Arbeitsschritten auch durchgeführt werden, wenn nach Art eines Regenschirms zusammenklappbare Dreibeinstative, wie etwa jenes, das in der von demselben Anmelder gehaltenen Patentanmeldung WO 2014/090534 beschrieben wird, als Träger verwendet werden. In der Tat ist es bei bekannten Köpfen nicht möglich, die Träger in die Transportkonfiguration zusammenzuklappen oder die Beine in Richtung der Spinne zu drehen, während jeder bekannte Stativkopf am in Frage stehenden Dreibeinstativ befestigt gehalten wird, da die Formgebung der bekannten Köpfe und der von ihnen eingenommene Raum verhindern, dass diese Konfiguration erhalten wird.

Dieses verkompliziert und verlängert die Arbeitsschritte des Abnehmens eines Trägers am Ende des Filmens und auch die Arbeitsschritte des Aufsetzens des Trägers für eine neue Verwendung und lässt sie aufwändiger werden, da es, wie dargelegt, notwendig ist, jedes Mal den Kopf auf den Träger aufzusetzen bzw. von ihm abzunehmen.

Ferner erhöht sich das Risiko, dass der Kopf oder die daran gekoppelte Ausrüstung während dieser Arbeitsschritte beschädigt wird.

Die obenstehend angegebenen Nachteile sind im Falle eines Kopfs, der spezifisch für videografische Geräte konzipiert ist, sogar noch offenkundiger.

Im Falle professioneller videografischer Aufnahmen ist es erforderlich, die Videokamera zum Verfolgen der Szene einzustellen.

Beschreibung der Erfindung

Die Aufgabe, auf der die vorliegende Erfindung beruht, besteht in der Implementierung eines Stativkopfs für video-fotografische Ausrüstung, der strukturell und funktional konzipiert ist, die obenstehend erörterten Einschränkungen des zitierten Standes der Technik zu überwinden.

Im Zusammenhang mit der Aufgabe besteht ein Ziel der Erfindung darin, einen Stativkopf zu implementieren, der kompakt und von einfachem und wirtschaftlichem Aufbau ist.

Ein anderes Ziel besteht darin, einen Stativkopf bereitzustellen, der gemeinsam mit dem Träger-Dreibeinstativ transportiert werden kann, insbesondere mit einem nach Art eines Regenschirms klappbaren Dreibeinstativ, ohne dass er davon getrennt werden muss. Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, einen Kopf bereitzustellen, der so ausgebildet ist, dass ermöglicht wird, die daran gekoppelte Ausrüstung durch einen Winkel von erhöhter Größe um die Kippachse zu drehen. Durch die vorliegende Erfindung wird dieses Problem gelöst und werden diese Ziele mittels eines Stativkopfs erreicht, der gemäß den folgenden Patentansprüchen implementiert wird.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Die Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der ausführlichen Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform davon deutlicher erkennbar, die beispielhaft und nichteinschränkend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen veranschaulicht werden, hierbei zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Stativkopfs für video-fotografische Ausrüstung, die gemäß der vorliegenden Erfindung implementiert ist;

2 eine schematische Rückansicht des Kopfs aus 1;

3 eine Schnittansicht des Kopfs aus 2 entlang der Ebene III-III aus 2;

4 eine Schnittansicht des Kopfs aus 2 entlang der Ebene IV-IV aus 2;

5 eine Draufsicht eines Träger-Dreibeinstativs für video-fotografische Ausrüstung, die mit dem erfindungsgemäßen Kopf in einer kompakten Transportkonfiguration bereitgestellt ist;

6 eine Seitenansicht des Trägers aus 5, in dem einige Einzelheiten der Klarheit halber entfernt wurden;

7 eine Ansicht des Kopfs aus 1 von unten.

Bevorzugte Ausführungsform der Erfindung

Bezug nehmend auf die beigefügten Zeichnungen ist ein gemäß der vorliegenden Erfindung implementierter Stativkopf 10 für optische oder video-fotografische Ausrüstung gezeigt.

Der Kopf 10 ist insbesondere zum Tragen von Ausrüstung zum Filmen von Videos vorgesehen, wobei die Ausrüstung von der in der Branche bekannten Art ist und somit in den beigefügten Zeichnungen nicht gezeigt wird.

Der Kopf 10 ist mit Befestigungsmitteln 3 bereitgestellt, um auf einen Träger für video-fotografische Ausrüstung befestigt zu werden, der die Funktion aufweist, einen festen Standpunkt auf dem Boden oder auf einer gewünschten Stützoberfläche bereitzustellen.

Bevorzugt ist der Träger ein Dreibeinstativ 100 wie etwa das in 5 gezeigte und kann eine Spinne (in den Zeichnungen nicht gezeigt), eine Säule 102 (in 6 gezeigt), die innen hohl ist und in die Spinne des Stativs 100 eingeführt wird, und drei Stützbeine 101, vorteilhafterweise teleskopisch, die in einem zugehörigen Scharnierende davon an der Spinne gelenkig angeordnet sind und drehbar sind, um relativ zu der Spinne ausrichtbar zu sein, umfassen.

Die Säule 102 ist mit Kopplungselementen 200 zum Koppeln des Stativkopfs 10 an das Dreibeinstativ 100 bereitgestellt.

Vorteilhafterweise kann das Dreibeinstativ 100 mit einem Nivelliermodul 80 bereitgestellt sein, das zwischen dem Kopf 10 und der Säule 102 angeordnet und vorgesehen ist, den Schieber 5 relativ zu einer horizontalen Ebene wie etwa der in 6 gezeigten zu nivellieren.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Dreibeinstativ in der Art eines Regenschirms schließbar, oder es ist ein Dreibeinstativ, bei dem die Beine 101 in Richtung der Spinne nach oben geklappt werden können, um sie, falls vorhanden, entlang der Säule 102 anzuordnen, um den eingenommenen Raum während des Transports zu reduzieren, beispielsweise ein Dreibeinstativ wie beschrieben in WO 2014/090534, solcherart, dass der Kopf 10 zwischen den Beinen des Dreibeinstativs untergebracht werden kann, wenn sich das Dreibeinstativ in der in 5 und 6 gezeigten kompakten Transportkonfiguration N' befindet, wie im Folgenden näher erläutert wird.

Jedoch ist der erfindungsgemäße Kopf 10 für die Verwendung mit jedem anderen in der Branche bekannten Träger geeignet, bevorzugt von der Art des Dreibeinstativs, das es in jedem Fall ermöglicht, den während der Verwendung und des Transports eingenommenen Raum zu reduzieren.

Der Stativkopf 10 ist dafür vorgesehen zu ermöglichen, dass eine an das Dreibeinstativ 100 gekoppelte video-fotografische Ausrüstung relativ zu dem Dreibeinstativ um mindestens zwei zueinander orthogonale Ausrichtungsachsen, die Schwenkachse und die Kippachse der video-fotografischen Ausrüstung, ausrichtbar ist.

In einer Standardmontagekonfiguration der video-fotografischen Ausrüstung an dem Stativkopf 10 wie der in 14 und 7 gezeigten und im Folgenden der Kürze halber als horizontale Konfiguration M definierten, ist die Schwenkachse eine vertikale Achse Z, während die Kippachse eine horizontale Achse X ist.

Der Kopf 10 umfasst einen ersten 1 und einen zweiten Körper 2, die mit der Fähigkeit zu einer relativen Drehung um eine im Wesentlichen horizontale Achse, die im Wesentlichen mit der Kippachse X deckungsgleich ist, miteinander verbunden sind, wie im Folgenden näher erläutert wird.

Der Kopf 10 umfasst ferner einen Stift 9, der sich entlang der Kippachse X erstreckt und mit dem sowohl der erste 1 und der zweite Körper 2 verbunden sind: der erste Körper 1 ist an dem Stift 9 befestigt und mit diesem einstückig, während der zweite Körper 2 zum Ausrichten der Ausrüstung relativ zur Kippachse X um den Stift 9 herum drehbar ist.

Der Stift 9 bildet somit die Drehachse des zweiten Körpers 2 relativ zum ersten Körper 1 und um die Kippachse X.

Das Vorliegen des Stifts 9 veranlasst den ersten 1 und den zweiten Körper 2, um zueinander drehfest um die Schwenkachse Z zu liegen, wodurch eine relative Drehung zwischen dem ersten 1 und dem zweiten Körper 2 relativ zu der Achse verhindert wird.

Der erste Körper 1 umfasst einen im Wesentlichen scheibenförmigen Anschluss 11, der durch eine äußere Oberfläche 11'' begrenzt wird und dafür vorgesehen ist, an einem Stativ angebracht zu werden, das an sich herkömmlich ist, und einen Ausrichtungskörper 12, der von dem Anschluss 11 aufragt, damit koaxial ist und die Schwenkachse Z des Kopfs 10 definiert.

Der Anschluss 11 ist mit Befestigungsmitteln 3 zum Befestigen des Kopfs 10 an dem Dreibeinstativ 100 bereitgestellt, derart ausgebildet, um dem ersten Körper 1 zu ermöglichen, gleichzeitig um die Schwenkachse Z bezüglich des Dreibeinstativs 100 zu drehen.

Wenn der erste Körper 1 um die Schwenkachse Z gedreht wird, werden alle Komponenten des Kopfs 10, insbesondere einschließlich des zweiten Körpers 2, bei Drehung durch den Stift 9 mitgeführt, wie im Folgenden näher erläutert wird.

In der gezeigten Ausführungsform umfassen die Befestigungsmittel 3 eine zylindrische Scheibe 31, die gleitbar innerhalb des Anschlusses 11 aufgenommen ist, und eine Gewindebohrung (in den Zeichnungen nicht gezeigt), die in der Scheibe 31 ausgebildet ist und sich entlang der Schwenkachse Z des Kopfes 1 erstreckt. Die Gewindebohrung ist dafür vorgesehen, eine Schraube zum einstückigen Befestigen mit dem Dreibeinstativ zum Ausrichten der Ausrüstung unterzubringen.

Da die Scheibe 31 und die Gewindebohrung mit dem Dreibeinstativ 100 einstückig sind, veranlasst das Drehen des Kopfs 10 relativ dazu eine relative Drehung zwischen dem Anschluss 11 und der Scheibe 31.

Um eine zufriedenstellende Drehbewegung zwischen dem Anschluss 11 und dem Dreibeinstativ 100 zu gewährleisten, ist eine an sich bekannte und allgemein in der Branche verwendete Fluidpatrone 33 zwischen dem Anschluss 11 und der Scheibe 31 angeordnet und dazu vorgesehen, die Drehung des Anschlusses 11 relativ zur Scheibe 31 und somit relativ zum Dreibeinstativ 100 reibungslos werden zu lassen.

Der erste Körper 1 umfasst ferner eine an sich bekannte Verriegelungsvorrichtung 34, die zum Verriegeln bzw. Lösen der Drehung des ersten Körpers 1 relativ zum Dreibeinstativ 100 vorgesehen ist.

Die Verriegelungsvorrichtung 34 umfasst ein Einstellelement 35 in Form eines Drehknopfs, der auf dem Anschluss 11 angebracht ist und von dessen äußerer Oberfläche 11' nach außen ragt und die Fähigkeit aufweist, um eine Drehachse W', die senkrecht zur Schwenkachse Z und mit einer Neigung zur Projektion der Kippachse X auf den Anschluss 11 steht, zu drehen, wie in 7 deutlicher erkennbar ist.

Mit anderen Worten liegt die Drehachse W' in einer Ebene X1Y1 des Anschlusses 11, die senkrecht zur Schwenkachse Z steht.

Die Gerade, die als Projektion der Kippachse X auf die Ebene X1Y1 der Drehachse W' erhalten wird, ist in Bezug auf die Richtung der Drehachse W' geneigt, wobei die Projektion in einer zu der Ebene X1Y1 senkrechten Richtung vorgenommen wird.

Vorteilhafterweise ist der Einstelldrehknopf 35 derart positioniert, dass die Drehachse W' in einem Winkel β von zwischen 45° und 70° relativ zu der Projektion der Kippachse X auf die Ebene X'Y' des Anschlusses 11 geneigt ist.

Die Neigung des Einstelldrehknopfs 35 ermöglicht es, den von dem Kopf 10 während der Verwendung und auch insbesondere während des Transports eingenommenen Raum zu reduzieren, wodurch es möglich wird, den Kopf 10 in eine kompakte Transportformation zu platzieren, wie im Folgenden näher erläutert wird.

Der Drehknopf 35 ist vorgesehen, von einem Benutzer betätigt zu werden, um gedreht zu werden, um die Verriegelungsvorrichtung 34 zu verriegeln bzw. zu lösen, um die Drehung des ersten Körpers 1 um die Schwenkachse Z relativ zu dem Dreibeinstativ zu verhindern bzw. zu ermöglichen.

Der Ausrichtungskörper 12 umfasst einen annähernd zylindrischen Ausrichtungsabschnitt 12A, derart angeordnet, dass dessen Achse annährend mit der Kippachse deckungsgleich ist, und einen zwischen dem Ausrichtungsabschnitt 12A und dem Anschluss 11 angeordneten Trägerabschnitt 12B. Zwischen dem Ausrichtungsabschnitt 12A und dem Trägerabschnitt 12B ist ein Verbindungsabschnitt bereitgestellt, der mindestens eine Ausnehmung 12C aufweist, die sich im Wesentlichen parallel zu der Kippachse erstreckt.

Der Ausrichtungskörper 12A nimmt bei einer Draufsicht oder in einer exemplarischen Ebene XY weniger Raum ein als der Raum, der in einer Draufsicht von dem Anschluss 11 eingenommen wird; der Trägerabschnitt 12B nimmt in einer Draufsicht weniger Raum ein als der von dem Ausrichtungsabschnitt 12A eingenommene Raum.

Der Trägerabschnitt 12B wird auf dem Anschluss 11 an zwei unterschiedlichen Trägerabschnitten 11A getragen, die in diametral entgegengesetzten Positionen an dem Anschluss 11 bereitgestellt sind.

Der Drehknopf 35 ist in einer Zwischenposition zwischen den zwei Trägerabschnitten 11A des Anschlusses 11 bereitgestellt.

Die Ausnehmung 12C des Ausrichtungskörpers 12 fluchtet im Wesentlichen entlang der vertikalen Achse Z mit einem der Trägerabschnitte 11A, um die Abmessungen des Kopfs 10 in der kompakten Transportkonfiguration weiter zu reduzieren, wie im Folgenden näher erläutert wird.

Der Ausrichtungskörper 12 ist mit einem Durchgangsloch bereitgestellt, das an dem Ausrichtungsabschnitt 12A ausgebildet ist, in das der Stift 9 eingeführt und befestigt wird, um den ersten Körper 1 an dem Stift 9 zu befestigen.

Der zweite Körper 2 des Kopfs 10 umfasst einen Trägerkörper 21, der als ein an den Stift 9 gekoppelter Ring geformt ist und derart positioniert ist, dass dessen Achse annähernd mit der Kippachse deckungsgleich ist, um in der Lage zu sein, um diese Achse zu drehen, und ein an dem Trägerkörper 21 befestigter Schieber 5 ist vorgesehen, eine Platte 55 zum lösbaren Anbringen der Filmausrüstung an dem Kopf 10 aufzunehmen und zu tragen.

Der Kopf 1 umfasst ferner ein erstes und ein zweites Abdeckelement 14, 15, das sowohl an dem Stift 9 als auch an dem Ausrichtungsabschnitt 12A und dem Trägerkörper 21 jeweils befestigt ist, derart, dass sie zwischen dem ersten und dem zweiten Abdeckelement 14, 15 angeordnet sind.

Der Trägerkörper 21 ist somit zwischen dem Ausrichtungsabschnitt 12A und dem zweiten Abdeckelement 15 angeordnet, derart, dass bei der Drehung des zweiten Körpers 2 um die Kippachse X die gegenüberliegenden Oberflächen des Trägerkörpers 21 auf die entsprechenden Anschlussoberflächen des Scheibenkörpers des Ausrichtungsabschnitts 12A und des zweiten Abdeckelements 15 gleiten. Potenziell können die vorgenannten Oberflächen im Verhältnis zueinander geformt sein, um als Drehführungselemente des Trägerkörpers 21 zu wirken. Ferner sind vorteilhafterweise der Ausrichtungsabschnitt 12A, der Trägerkörper 21 und die Abdeckelemente 14, 15 von kreisförmigem Schnitt, um die Drehung relativ zur Kippachse X zu ermöglichen.

Der Schieber 5 definiert einen Kopplungssitz 54 für die Platte 55, die sich zwischen einem vorderen Ende 54A und einem hinteren Ende 45B gegenüber dem vorderen Ende 54A entlang der Längsachse Y erstreckt und von zwei gegenüberliegenden Führungswänden 52, 53 begrenzt ist, die sich entlang der Längsachse Y erstrecken und einander zugewandt sind.

In einem kartesischen System ist die Längsachse Y senkrecht zu sowohl der Kippachse X als auch der Schwenkachse Z.

Die Platte 55 ist an sich bekannt und mit einer Kopplungsschraube 58 bereitgestellt zum stabilen Koppeln von video-fotografischer Ausrüstung an die Platte 55, und ist entlang der Längsachse Y in den Kopplungssitz 54 schiebbar, um dort hinein verschoben zu werden.

An einer der zwei Wände 52 des Schiebers 5 ist ein Feststelldrehknopf 51 bereitgestellt, der dafür vorgesehen ist, von einem Benutzer um eine Drehachse X' gedreht zu werden, um den Kopplungssitz 54 zu öffnen bzw. zu schließen, um die Platte 55 zu befestigen bzw. zu entfernen.

Wenn der Feststelldrehknopf 51 gedreht wird, wird ein Stift (in den Zeichnungen nicht gezeigt) bewegt und in den Kopplungssitz 54 eingeführt bzw. aus ihm zurückgezogen, um die Platte 55 festzuziehen bzw. zu lösen und deren Schieben in den Kopplungssitz 54 zu ermöglichen bzw. zu verhindern.

Die Drehachse X' des Feststelldrehknopfs 51 liegt vorteilhafterweise parallel zur Kippachse X.

Ein Verbindungsansatz 23 erstreckt sich ferner von dem Schieber 5 des zweiten Körpers 2 und erstreckt sich vom Schieber 5 zum hinteren Ende 54B des Kopplungssitzes 54 und ist dafür vorgesehen zu ermöglichen, dass Einstellelemente des Kopfs 10 mit dem zweiten Körper 2 verbindbar sind, um den Kopf 1 zum Ausführen des gewünschten Filmens auszurichten.

In der gezeigten Variante definiert der Verbindungsansatz 23 einen Verbindungssitz 24, bevorzugt gezahnt, für eine Einstellwelle 25, die in der technischen Fachsprache als Schwenkgriff bekannt ist, der in 6 gezeigt ist und dafür vorgesehen ist, zum Bewegen des Kopfs 10 zum Ausführen des gewünschten Filmens verwendet zu werden.

Die Verbindungsansatz 23 ist ferner mit einer Kopplungsschraube 26 bereitgestellt, die sich von dem Verbindungsansatz 23 entlang einer Achse X'' im Wesentlichen parallel zu der Kippachse X und zu der Drehachse X' des Feststelldrehknopfs 51 erstreckt und betätigbar ist, um die Einstellwelle 25 im Kopplungssitz 24 zu verriegeln bzw. von ihm zu lösen.

In dem Fall, in dem die Achse X'', die Kippachse X und die Drehachse X' nicht in derselben Bahn liegen, liegen die Projektionen auf derselben Ebene der oben angezeigten Achse parallel zueinander.

Die Kopplungsschraube 26 und der Feststelldrehknopf 51 sind bevorzugt auf entgegengesetzten Seiten des Schiebers 5 bereitgestellt, sowohl relativ zu der Kippachse X als auch relativ zu der Längsachse Y.

Der Feststelldrehknopf 51 ist vorteilhafterweise an der ersten Wand 52 an einem mittigen Abschnitt relativ zu der Längsachse Y des Kopplungssitzes 54 bereitgestellt, während die Kopplungsschraube 26 in der Nähe des hinteren Endes 54B des Schiebers 5 und angrenzend an die zweite Wand 53 bereitgestellt ist.

Der zweite Körper 2 ist ferner mit einer Verriegelungsvorrichtung 6 bereitgestellt, die dafür vorgesehen ist, betätigt zu werden, um die Drehung des zweiten Körpers 2 relativ zu der Kippachse X zu verhindern bzw. zu ermöglichen.

Die Verriegelungsvorrichtung 6 umfasst ein Einstellelement in Form eines Drehknopfs 61, der auf dem Ausrichtungskörper 12 montiert ist und dafür vorgesehen ist, von einem Benutzer betätigt zu werden, um die Verriegelungsvorrichtung 6 zu verriegeln bzw. zu lösen, um die Drehung des zweiten Körpers 2 um die Kippachse X relativ zum ersten Körper 1 und somit relativ zu dem Dreibeinstativ 100 zu verhindern bzw. zu ermöglichen.

Der Verriegelungsdrehknopf 61 erstreckt sich von dem Ausrichtungskörper 12 zu dem Anschluss 11 des ersten Körpers 1 entlang einer Verriegelungsachse W, die, wobei sich der Kopf 10 in der horizontalen Konfiguration M befindet, quer zur Schwenkachse Z, zur Kippachse X und auch zur Längsachse Y angeordnet ist.

Insbesondere ist die Verriegelungsachse W in einem Winkel α von zwischen 20° und 50° relativ zur Schwenkachse Z und in einem Winkel δ von zwischen 20° und 50° relativ zur Kippachse X geneigt.

Die Projektion der Verriegelungsachse W auf der Ebene XY, die die Schwenkachse Z enthält, ist in Bezug auf die Schwenkachse Z geneigt.

Die Projektion der Verriegelungsachse W auf der Ebene YZ, die die Kippachse X enthält, ist in Bezug auf die Kippachse X geneigt.

Die Neigung des Verriegelungsdrehknopfs 61 ermöglicht es, den von dem Kopf 10 während der Verwendung und auch insbesondere während des Transports eingenommenen Raum zu reduzieren, wodurch ermöglicht wird, den Kopf 10 in einer kompakten Transportformation zu platzieren, wie im Folgenden näher erläutert wird.

Der Winkel δ ist bevorzugter von einer Größe von 30°–45°.

Vorteilhafterweise ist der Winkel α von einer Größe von 30°–45°.

Eine Fluidpatrone 27 ist vorteilhafterweise zwischen dem zweiten Körper 2 und dem Ausrichtungskörper 12 angeordnet, um die Drehbewegung des zweiten Körpers 2 relativ zum ersten Körper 3 um die Kippachse X zu optimieren.

Bei dem erfindungsgemäßen Kopf 10 können der Stift 9 und der Hohlraum 31, deren Achsen jeweils die Kippachse X und die Schwenkachse Z definieren, um die der Kopf 10 ausgerichtet werden kann, derart angeordnet werden, dass sich die Kippachse X und die Schwenkachse Z nicht schneiden, wie genauer in 4 zu sehen ist.

Vorteilhafterweise sind die Kippachse X und die Schwenkachse Z des Kopfs 10 in einem Mindestabstand D von mindestens 5 mm angeordnet; bevorzugt beträgt der Abstand D zwischen 5 mm und 20 mm.

Diese Ausbildung ist besonders vorteilhaft und ermöglicht es, die Kompaktheit des erfindungsgemäßen Kopfes 10 sowohl während der Verwendung und insbesondere in der Transportkonfiguration zu erhöhen, wie im Folgenden näher erläutert wird.

Diese Ausbildung erlaubt ferner eine erweiterte Drehung des Kopfs 10 relativ zur Kippachse X.

Der effektive Wert des Abstands D wird auf der Grundlage der Abmessungen und der Ausbildung des Kopfs 10 gewählt und ist gewählt auf der Grundlage des Ermöglichens einer einfachen und wirksamen Betätigung des Kopfs und des gleichzeitigen Platzierens des Kopfs in die kompakte Transportkonfiguration, wie im Folgenden näher erläutert wird.

In der bevorzugten Variante, die in den beigefügten Zeichnungen gezeigt ist, sind die Schwenkachse Z und die Kippachse X derart positioniert, dass die Schwenkachse Z von der Kippachse X zum hinteren Ende 54B des Schiebers 5 verschoben wird. Mit anderen Worten schneidet die Schwenkachse Z die Ebene des Schiebers 5 an einem Punkt, der zum hinteren Ende 54B des Schiebers 5 relativ zur Kippachse X positioniert ist.

Gemäß der Erfindung können Konfigurationen angenommen werden, die zu den oben beschriebenen verschieden sind, so dass sich bei dem erfindungsgemäßen Kopf die Kippachse X und die Schwenkachse Z nicht schneiden und stattdessen voneinander beabstandet sind.

Im Betrieb ist die video-fotografische Ausrüstung an die Platte 55 gekoppelt und somit an den Kopf 10, der an das Dreibeinstativ 100 montiert ist.

Gegebenenfalls kann ein Nivelliermodul 80 zum Nivellieren des Schiebers 5 relativ zu einer horizontalen Ebene wie etwa der in 6 gezeigten zwischen dem Kopf 10 und dem Dreibeinstativ 100 eingefügt werden.

Der Kopf 10 ist somit in einer gewünschten Betriebskonfiguration eingestellt, beispielsweise der in 14 gezeigten horizontalen Betriebskonfiguration M, in der die Platte 55 und der Schieber 5 in einer horizontalen Ebene XY positioniert sind und die Kippachse X der Ausrüstung der horizontalen Achse entspricht und die Längsachse Y der optischen Achse der Ausrüstung entspricht und die Schwenkachse Z der vertikalen Achse entspricht.

In der Betriebskonfiguration M ist der Schieber 5 auf der gegenüberliegenden Seite des Anschlusses 11 des ersten Körpers 1 derart positioniert, dass der Trägerkörper 21 und der Ausrichtungskörper 12 idealerweise zwischen dem Schieber 5 und dem Anschluss 11 angeordnet sind.

Zum Filmen von Videos bewegt der Benutzer den Kopf 1, beispielsweise indem er den Schwenkgriff 25 hält und bewegt, nachdem er ihn mit dem Verbindungssitz 24 verbunden hat, um die Ausrüstung wie gewünscht zu drehen.

Das Bewegen des Schwenkgriffs 25, um die Ausrüstung um die Kippachse X zu drehen, verursacht eine Drehung des zweiten Körpers 2 um den Stift 9, oder des Schiebers 5 zu dem Anschluss 11, um den Schieber 5 stufenweise längsseits des Ausrichtungskörpers 12 zu platzieren.

Wenn der Schwenkgriff 25 erhoben wird, um das Objektiv der Ausrüstung nach unten zu richten, wird der Schieber 5 in Richtung des Pfeils F1 in 3 gedreht, und der zweite Körper 2 wird stufenweise gedreht, um das hintere Ende 54A des Schiebers 5 zu dem Anschluss 11 zu überführen und den Schieber 5 allmählich nach und nach längsseits des Ausrichtungskörpers 12 an die Seite des Einstelldrehknopfs 61 zu überführen.

Andererseits, wenn der Schwenkgriff 25 gesenkt wird und dadurch den Schieber 5 in Richtung des Pfeils F2 in 3 dreht, wird das hintere Ende 54B des Schiebers 5 stufenweise zu dem Anschluss 11 überführt und der Schieber 5 wird stufenweise längsseits des Ausrichtungskörpers 12 an die Seite, die dem Einstelldrehknopf 61 gegenüberliegt, überführt.

Die Anordnung des Einstelldrehknopfs 61 und des Drehknopfs 35 des erfindungsgemäßen Kopfs, gemeinsam mit dem Versetzen der Schwenkachse und der Kippachse, ermöglichen es, dass der Kopf durch Winkel einer großen Größe gedreht werden kann und den dadurch eingenommenen Raum zu reduzieren.

Gleichzeitig sind bei dem erfindungsgemäßen Kopf 10 der Einstelldrehknopf 61 und der Drehknopf 35 beide einem Bediener zugänglich, der sie leicht betätigen kann, um die relative Bewegung zu erlauben bzw. zu verhindern.

Das Positionieren des Einstelldrehknopfs 61 und des Drehknopfs 35 erlaubt ferner, dass sie von einem Benutzer einhändig betätigt werden können, während die andere Hand verwendet werden kann, den Schwenkgriff 25 zu bewegen.

Der Einstelldrehknopf 61 und der Drehknopf 35 sind relativ zur Längsachse Y auf derselben Seite, und auf der entgegengesetzten Seite von der Kopplungsschraube 26 und somit von dem Schwenkgriff 25 aus relativ zur Längsachse Y positioniert.

Am Ende der Verwendung der Ausrüstung kann der Benutzer, falls gewünscht, den Kopf 10 nach Entfernen der Ausrüstung von der Platte 55 schließen.

Um dies zu tun, fährt er fort, den Schieber 5 zu drehen, gegebenenfalls unter Verwendung des Schwenkgriffs 25, in Richtung des Pfeils F2 in 3, wodurch der zweite Körper 2 stufenweise gedreht wird, um das hintere Ende 54B des Schiebers 5 zu dem Anschluss 11 zu überführen, und um den Schieber 5 stufenweise längsseits des Ausrichtungskörpers 12 auf der gegenüberliegenden Seite von dem Einstelldrehknopf 61 zu überführen, um den Kopf in die in 6 gezeigte kompakte Transportkonfiguration N zu überführen.

In der kompakten Transportkonfiguration N liegt der Schwenkgriff 25 im Wesentlichen längsseits der Säule 102 des Dreibeinstativs 100.

Der Schieber 5 kann gedreht werden, bis er in Kontakt mit der Wand des Anschlusses 11 kommt, insbesondere mit dem Trägerabschnitt 11A des Anschlusses 11, der auf der gegenüberliegenden Seite von dem Verriegelungsdrehknopf 61 bereitgestellt ist.

Da überhängende Elemente nicht am Trägerabschnitt 11A des Anschlusses 11 bereitgestellt sind, der dafür vorgesehen ist, den Schieber 5 zu erreichen, sondern der Drehknopf 35 stattdessen, wie dargelegt, relativ zum Trägerabschnitt 11A der Wand winklig beabstandet positioniert ist, bestehen für die Drehung des Schiebers 5 keine wesentlichen Behinderungen.

Ferner, da der Drehknopf 35 im Wesentlichen zwischen den zwei Trägerabschnitten 11A positioniert ist, kann der Schieber 5 auch in die entgegengesetzte Richtung gedreht werden, ohne dass der Drehknopf 35 die Drehung des Schiebers 5 behindert.

Es ist zu beachten, dass der Verriegelungsdrehknopf 61 in der Transportkonfiguration N auf der dem Schieber 5 entgegengesetzten Seite positioniert ist und somit keine Behinderung für das Anordnen des Schiebers 5 längsseits des Ausrichtungskörpers 12 darstellt.

Somit kann der zweite Körper 2 gedreht werden, bis der Schieber 5 im Wesentlichen längsseits des Ausrichtungskörpers 12 überführt worden ist, wie näher in 6 zu sehen ist.

In der kompakten Transportkonfiguration N ist das Objektiv der video-fotografischen Ausrüstung aufwärts gerichtet, so dass die optische Achse der Ausrüstung im Wesentlichen mit der vertikalen Achse deckungsgleich ist.

Aufgrund der Ausbildung des erfindungsgemäßen Kopfs ist es möglich, das Filmen durchzuführen, sogar wenn sich das Gerät in der kompakten Transportkonfiguration N befindet.

Es gibt bei dem erfindungsgemäßen Kopf faktisch keine physikalischen Hindernisse oder Behinderungen, die dessen Betätigung oder Bewegung verhindern.

In der Transportkonfiguration N sind der Drehknopf 35 und der Feststelldrehknopf 51 in einer annähernd entsprechenden Position entlang der vertikalen Achse positioniert, und der Schwenkgriff 25 erstreckt sich im Wesentlichen parallel zu der vertikalen Achse des Kopfs 10.

Wie dargestellt, ermöglicht es die Konfiguration des erfindungsgemäßen Kopfs 10, den davon sowohl bei Verwendung und insbesondere während des Transports eingenommenen Raum zu reduzieren, und ermöglicht es insbesondere, den Kopf 10, der gegebenenfalls mit dem Schwenkgriff 25 ausgestattet ist, innerhalb des von den Beinen 101 eines nach Art eines regenschirmartigen Dreibeinstativs eingenommenen Raums unterzubringen.

Nachdem Überführen des Kopfs 10 in die Transportkonfiguration N geht der Benutzer dazu über, die Beine 101 des Dreibeinstativs 100 zur Spinne zusammenzuklappen, um den Kopf 10 zwischen den Beinen 101 einzuschließen.

In dieser Position, die in 5 gezeigt ist, liegen die Beine längsseits des Kopfs 10; die Drehknöpfe 61, 35, 51 des Kopfs sind derart positioniert, dass sie in dem zwischen den Beinen des Trägers definierten Raum untergebracht werden können und kein Hindernis zum Schließen des Dreibeinstativs 100 darstellen.

Wie in 5 zu sehen ist, ist jeder Drehknopf 61, 35, 51 vorteilhafterweise in einem zugehörigen Raum untergebracht, der zwischen zwei benachbarten Beinen des Stativs definiert ist.

Die Anordnung der Drehknöpfe 61, 35, 51, und insbesondere des Verriegelungsdrehknopfs 61, die relativ zur Schwenkachse sowie der Kipp- und Längsachse geneigt sind, ermöglicht es, den Verriegelungsdrehknopf zwischen zwei benachbarten Beinen einzuführen ohne die Notwendigkeit, dessen Abmessungen wesentlich zu reduzieren.

Eine einfache Betätigung der Drehknöpfe 61, 35, 51 des Kopfs 10 wird somit beibehalten.

Der von dem erfindungsgemäßen Kopf 10 eingenommene Raum wird im Vergleich mit bekannten Köpfen in einem solchen Umfang reduziert, dass der Kopf auf dem Dreibeinstativ verbleiben kann und keine Notwendigkeit besteht, ihn abzunehmen, um das Dreibeinstativ 100 zu transportieren.

Falls bereitgestellt, ist das Nivelliermodul auch problemlos innerhalb des von den Beinen 101 definierten Raums unterzubringen.

In der Tat kann das Träger-Dreibeinstativ in einer kompakten Transportkonfiguration konfiguriert werden, in der die Beine 101 im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind und der Kopf 10 in dem zwischen den Beinen 101 definierten Raum untergebracht wird.

Der Schwenkgriff kann ebenfalls zwischen den Beinen 101 des Dreibeinstativs untergebracht werden, und es besteht keine Notwendigkeit, ihn von dem Kopf 10 abzunehmen.

Somit ist es, wie dargelegt, bei dem erfindungsgemäßen Kopf nicht notwendig, den Kopf von dem Dreibeinstativ 100 abzunehmen, um das Dreibeinstativ in der kompakten Transportkonfiguration zu konfigurieren. Dies vereinfacht die Arbeitsschritte des Aufsetzens und Abnehmens des Dreibeinstativs 100 und beschleunigt insbesondere diese Arbeitsschritte und ist dabei noch zuverlässiger.

Ferner wird in der kompakten Transportkonfiguration der Kopf in den von den Beinen eingenommenen Raum eingeführt und ist somit vor unbeabsichtigten Stößen geschützt.

Die Erfindung löst somit die gesetzten Aufgaben.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • WO 2014/090534 [0019, 0041]