Title:
Unterbekleidungsstück mit Taschen
Kind Code:
U1


Abstract:

Unterbekleidungsstück, insbesondere Unterhemd, zum Tragen unmittelbar auf der Haut, mit zumindest einer Tasche (2,2'), dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (2,2') in ihren Abmessungen an ein für Information tragende Plastikkarten (6) verwendetes Standardformat angepasst ist. embedded image




Application Number:
DE202017105524U
Publication Date:
07/02/2018
Filing Date:
09/12/2017
Assignee:
Scheffer, Harald, 66663 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE202009005819U1N/A2009-07-23



Foreign References:
SI20104A2000-06-30
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte BERNHARDT/WOLFF Partnerschaft mbB, 66113, Saarbrücken, DE
Claims:
Unterbekleidungsstück, insbesondere Unterhemd, zum Tragen unmittelbar auf der Haut, mit zumindest einer Tasche (2,2'), dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (2,2') in ihren Abmessungen an ein für Information tragende Plastikkarten (6) verwendetes Standardformat angepasst ist.

Unterbekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsträgerkarte (6) in die Tasche (2,2') einschiebbar ist, wobei die Längenausdehnung der Tasche (2,2') senkrecht zur Einschubrichtung maximal gleich der betreffenden Längenausdehnung der Informationsträgerkarte (6) ist.

Unterbekleidungsstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsträgerkarte (6) mit einer Längsseite voran in die Tasche (2,2') einschiebbar ist.

Unterbekleidungsstück nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsträgerkarte (6) in die Tasche (2,2') unter Dehnung der Tasche (2,2') senkrecht zur Einschubrichtung einschiebbar ist.

Unterbekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (2,2') verschließbar ist und insbesondere einen Haken-Ösen-Verschluss (Klettverschluss) (7,7') aufweist.

Unterbekleidungsstück nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnung des Verschlusses (7,7') der Tasche mit einer Geräuschentwicklung verbunden ist.

Unterbekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterbekleidungsstück ein elastisch dehnbares Textilmaterial aufweist, das zumindest im Bereich der Tasche (2,2') unter Druck am Körper anliegt.

Unterbekleidungsstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine die Tasche (2,2') bildende aufgesetzte Lage aus dem gleichen elastischen Textilmaterial wie das übrige Unterhemd besteht.

Unterbekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgesetzte Lage über elastisches Fadenmaterial mit dem übrigen Unterhemd vernäht ist.

Unterbekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (2,2') im Bauch- oder/und Brustbereich im Abstand von der Körpermitte (3) angeordnet ist.

Unterbekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Öffnungsschlitz (4,4') der Tasche (2,2') zur Körpermitte hin abfallend erstreckt.

Unterbekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (2,2') eine den Zugriff auf Daten der Informationsträgerkarte (6) verhinderte Abschirmung aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein unmittelbar auf der Haut zu tragendes Unterbekleidungsstück, insbesondere Unterhemd, mit mindestens einer Tasche.

Unterbekleidungsstücke solcher Art sind beispielsweise aus der DE 20 2009 005 819 U1 und der SI 20104 A bekannt. In Taschen unter der Oberbekleidung aufbewahrte Wertgegenstände sind für Diebe kaum zugänglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Unterbekleidungsstück der eingangs erwähnten Art mit weiter verbesserter Aufbewahrungssicherheit zu schaffen.

Das diese Aufgabe lösende Unterbekleidungsstück nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche in ihren Abmessungen an ein für Information tragende Plastikkarten verwendetes Standardformat angepasst ist.

Vorteilhaft sind Information tragende, ein Standardformat aufweisende Plastikkarten wie Kreditkarten, EC-Karten, Krankenversicherungskarten, Ausweiskarten oder dergleichen durch die angepasste Tasche am Körper fixiert, so dass der Benutzer des Unterbekleidungsstücks die Anwesenheit der Karte spürt und jederzeit Gewissheit über den Besitz der Karte hat.

Die Anwesenheit der Karte ist insbesondere dann deutlich fühlbar, wenn entsprechend einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung das Unterbekleidungsstück aus einem elastisch dehnbaren Textilmaterial besteht, das zumindest im Bereich der Tasche unter Druck am Körper anliegt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Information tragende Plastikkarte in die Tasche einschiebbar, wobei die Längenausdehnung der Tasche senkrecht zur Einschubrichtung maximal gleich der betreffenden Längenausdehnung der Plastikkarte ist.

Zweckmäßig ist die Plastikkarte mit einer Längsseite voran in die Tasche einschiebbar.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Informationsträger- bzw. Plastikkarte in die Tasche unter Dehnung der Tasche senkrecht zur Einschubrichtung einschiebbar. Dies trägt zum einen dazu bei, dass sich die Anwesenheit der Karte am Körper deutlicher spüren lässt. Zum anderen wird eine gewünschte Fixierung der Karte in Einschubrichtung innerhalb der Tasche durch Verklemmung erreicht.

Zweckmäßig ist die Tasche verschließbar und insbesondere ist ein Haken-Ösen-Verschluss (Klettverschluss) gebildet.

Die Öffnung des Verschlusses kann mit einer Geräuschentwicklung verbunden sein, was unbemerktes Öffnen der Tasche durch Unbefugte gänzlich ausschließt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Tasche als aufgesetzte Tasche ausgebildet, und eine die aufgesetzte Tasche bildende Lage besteht aus dem gleichen elastischen Textilmaterial wie das übrige Unterbekleidungsstück.

Die aufgesetzte Lage kann über elastisches Fadenmaterial mit dem Unterbekleidungsstück vernäht sein, so dass das Unterbekleidungsstück im Taschenbereich in ähnlicher Weise dehnbar ist wie in den übrigen Bereichen. Eine unbenutzte Tasche des Unterbekleidungsstücks beeinträchtigt daher in keiner Weise das Tragegefühl. Bei Bestückung des Unterbekleidungsstücks mit mehreren Taschen stört es dann nicht, wenn die Taschen ganz oder teilweise unbenutzt bleiben.

Zweckmäßig ist die Tasche im Bauch- oder/und Brustbereich im Abstand von der Körpermitte angeordnet. In diesem Bereich verursachen in der Tasche mitgeführte Gegenstände kaum Störgefühle durch Auftragen.

Ein Öffnungsschlitz einer im Abstand zur Körpermitte angeordneten Tasche ist zweckmäßig zur Körpermitte hin abfallend geneigt angeordnet, was die Handhabung der Tasche erleichtert.

Die Länge von Plastikkarten ist üblicherweise größer als die Breite von Geldscheinen, so dass sich in der Tasche ggf. auch Geldscheine unterbringen lassen.

Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels und beiliegenden, sich auf dieses Ausführungsbeispiel beziehenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

  • 1 ein erfindungsgemäßes Unterhemd mit zwei Taschen, und
  • 2 ein Detail des Unterhemdes von 1.

Ein Unterbekleidungsstück in Form eines Unterhemdes mit einem Hals- und Rückenausschnitt sowie zwei Trägern 1 weist auf das Textilmaterial des Unterhemds aufgesetzte Taschen 2,2' auf.

In dem gezeigten Beispiel sind die Taschen 2,2' symmetrisch und jeweils im Abstand zu einer Körpermittellinie 3 des Unterhemdes angeordnet.

Die rechteckig ausgebildeten Taschen 2,2' sind an drei Seiten mit dem Textilmaterial des Unterhemdes vernäht. An einer jeweils zu der Körpermittellinie 3 hin abfallenden Seite ist ein Öffnungsschlitz 4 bzw. 4' gebildet.

Das Unterhemd besteht in dem gezeigten Beispiel aus einem elastisch außerordentlich dehnbaren Textilmaterial, wie es z.B. unter der Bezeichnung Elastan bekannt ist. Das elastische Material liegt unter geringem Druck förmlich wie eine zweite Haut am Körper an.

Die aufgesetzten Lagen der Taschen 2,2' bestehen in dem gezeigten Beispiel aus dem gleichen elastischen Textilmaterial wie das übrige Unterhemd. Zur Vernähung hiermit sind elastische Fäden (z.B. sog. Mikromodalfäden) verwendet und die Nähte so ausgebildet, dass sie beim Tragen des Unterhemds auf der Haut nicht spürbar sind. Gegebenenfalls erreichen die Vernähungsfäden nicht die der Haut zugewandte Innenseite des das Unterhemd bildenden Textilmaterials.

Wie aus 2 hervorgeht, in welcher beispielhaft die Tasche 2 gezeigt ist, lässt sich in die Tasche 2 oder 2' gemäß Pfeil 5 eine Informationsträgerkarte 6 einschieben. In dem gezeigten Beispiel weist die Informationsträgerkarte das für solche Karten weltweit gebräuchliches Standardmaß mit einer Länge von 8 cm und einer Breite von rund 5 cm auf.

In der Tasche 2 sind Haken-Ösen-Verschlüsse 7 und 7' vorgesehen, die an einander gegenüberliegenden Taschenrändern so angeordnet sind, dass sie mit dem Einschieben der Karte 6 geöffnet werden können. Nach Anordnung der Karte 6 in der Tiefe der Tasche können die Haken-Ösen-Verschlüsse 7,7' wieder geschlossen werden. Vor Entnahme der Karte 6 aus der Tasche sind die Haken-Ösen-Verschlüsse 7,7' zu öffnen, wobei die aufgesetzte Lage von der Textilmateriallage in den Randbereichen der Tasche abgespreizt wird. Abweichend von dem hier gezeigten Beispiel könnte eine Haken-Ösen-Verbindung allein oder zusätzlich auch in der Taschenmitte angrenzend an den Öffnungsschlitz 4 gebildet sein.

In dem gezeigten Beispiel ist die Breite der Tasche senkrecht zur Einschubrichtung so bemessen, dass die Karte 6 unter geringfügiger Dehnung der Tasche in Richtung senkrecht zur Einschubrichtung einsteckbar ist. In der so gedehnten Tasche ist die Karte fixiert und ihre Anwesenheit in der Tasche auf der Haut jederzeit deutlich spürbar. Der Benutzer des Unterhemds hat jederzeit die Gewissheit, die Informationsträgerkarte, z.B. eine Kreditkarte oder Ausweiskarte, bei sich zu führen.

Bei einer Taschenbreite von 8 cm kann die Tasche auch zur Aufnahme von Bargeldscheinen genutzt werden. Das Material des Unterhemds liegt derart eng auf der Haut des Benutzers auf, dass selbst die Anwesenheit nur eines einzigen Geldscheins in der Tasche deutlich fühlbar ist.

Zum Entnehmen der Karte oder/und eines Geldscheins aus der Tasche ist der Haken-Ösen-Verschluss zu lösen, wobei diese Lösung mit einer deutlichen Geräuschentwicklung verbunden ist. Unbemerkter Diebstahl ist gänzlich ausgeschlossen.

Die schräge Anordnung des Öffnungsschlitzes 4,4' erleichtert das Einführen einer Karte bzw. von Geldscheinen in die Tasche, wobei zum Einführen ggf. lediglich ein oder zwei Hemdknöpfe zu öffnen sind oder ein T-Shirt anzuheben ist.

Die Tasche 2 oder/und 2' kann innen- oder auch außenseitig mit einer Abschirmung versehen sein, die einen Zugriff auf Daten der Informationsträgerkarte, insbesondere deren Auslesung, verhindert. Die Abschirmung, z.B. eine Metallfolie oder ein -gewebe kann mit dem Textilmaterial des Unterbekleidungsstücks vernäht und z.B. zwischen zwei Textillagen eines Aufsatzstücks der Tasche eingenäht sein. Die Abschirmung kann die Informationsträgerkarte auch gegen Strahlung eines Mobiltelefons abschirmen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 202009005819 U1 [0002]
  • SI 20104 A [0002]