Title:
Laufschienenanordnung für ein Sektionaltor
Kind Code:
U1
Abstract:

Laufschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Sektionaltor, umfassend eine aufgehende Laufschiene (2) sowie eine sich in einem Winkel (a) zur aufgehenden Laufschiene (2) erstreckende untere Laufschiene (3), die über einen Laufschienenbogen (4) mit der aufgehenden Laufschiene (2) verbunden ist, wobei über der unteren Laufschiene (3) eine obere Laufschiene (5) angeordnet ist, welche eine an ihrem im Bereich des Laufschienenbogens (4) gelegenen freien Endabschnitt (5a) angeordnete Abwinkelung (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwinkelung (6) als separates, insbesondere einen Kreisbahnabschnitt (6a) aufweisendes, Bauteil ausgebildet ist und die obere Laufschiene (5) unter zumindest bereichsweiser Eingliederung der Abwinkelung (6) entweder direkt oder unter Zwischenschaltung einer Konsole (8) mit einer aufgehenden Torzarge (7) verbunden ist, wobei wenigstens ein Verbindungsmittel (10) von einer der Abwinkelung (6) abgewandten Öffnungsseite (9) der oberen Laufschiene (5) her durch deren freien Endabschnitt (5a) und die Abwinkelung (6) hindurch zumindest abschnittsweise bis in die Torzarge (7) oder Konsole (8) hinein angeordnet und darin festgelegt ist.



Application Number:
DE202017104074U
Publication Date:
07/30/2017
Filing Date:
07/07/2017
Assignee:
H & K Teckentrup KG, 33415 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102005023348B3N/A2007-01-04
Attorney, Agent or Firm:
Thielking & Elbertzhagen Patentanwälte, 33602, Bielefeld, DE
Claims:
1. Laufschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Sektionaltor, umfassend eine aufgehende Laufschiene (2) sowie eine sich in einem Winkel (a) zur aufgehenden Laufschiene (2) erstreckende untere Laufschiene (3), die über einen Laufschienenbogen (4) mit der aufgehenden Laufschiene (2) verbunden ist, wobei über der unteren Laufschiene (3) eine obere Laufschiene (5) angeordnet ist, welche eine an ihrem im Bereich des Laufschienenbogens (4) gelegenen freien Endabschnitt (5a) angeordnete Abwinkelung (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwinkelung (6) als separates, insbesondere einen Kreisbahnabschnitt (6a) aufweisendes, Bauteil ausgebildet ist und die obere Laufschiene (5) unter zumindest bereichsweiser Eingliederung der Abwinkelung (6) entweder direkt oder unter Zwischenschaltung einer Konsole (8) mit einer aufgehenden Torzarge (7) verbunden ist, wobei wenigstens ein Verbindungsmittel (10) von einer der Abwinkelung (6) abgewandten Öffnungsseite (9) der oberen Laufschiene (5) her durch deren freien Endabschnitt (5a) und die Abwinkelung (6) hindurch zumindest abschnittsweise bis in die Torzarge (7) oder Konsole (8) hinein angeordnet und darin festgelegt ist.

2. Laufschienenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Endabschnitt (5a) der oberen Laufschiene (5) zumindest teilweise von der Abwinkelung (6) umgriffen ist.

3. Laufschienenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwinkelung (6) wenigstens teilweise aus Kunststoff und/oder Metall gebildet ist oder aufweist.

4. Laufschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwinkelung (6) eine, insbesondere längliche oder gekrümmte, Durchgangsöffnung (6b) besitzt, durch welche hindurch mindestens ein Verbindungsmittel (11) zumindest abschnittsweise bis in die Torzarge (7) oder Konsole (8) hinein angeordnet und darin festgelegt ist.

5. Laufschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwinkelung (6) quer zur Längsachse (x2, x3) der oberen Laufschiene (5) verlaufende Versteifungsrippen (6c) aufweist, von denen wenigstens zwei Versteifungsrippen (6c) durch mindestens eine parallel zur Längsachse (x2, x3) der oberen Laufschiene (5) verlaufenden Steg (6d) gegeneinander abgestützt sind.

6. Laufschienenanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungsrippen (6c) und/oder der mindestens eine Steg (6d) materialeinheitlich einstückiger Bestandteil der Abwinkelung (6) sind/ist.

7. Laufschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschienen (2, 3, 5) und der Laufschienenbogen (4) einen zumindest abschnittsweise zur Öffnungsseite (9) hin offenen, C-förmigen Querschnitt aufweisen.

8. Tor, insbesondere Sektionaltor, umfassend wenigstens eine Laufschienenanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche sowie wenigstens ein, insbesondere wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundene Segmente aufweisendes, Torblatt, wobei das Torblatt unter Zwischenschaltung wenigstens einer Rollvorrichtung an wenigstens einer Laufschiene (2, 3, 5) der Laufschienenanordnung (1) geführt ist.

9. Tor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollvorrichtung einen mit dem Torblatt verbundenen Träger und wenigstens einen an dem Träger rotierbar gelagerten Rollkörper aufweist, wobei der Rollkörper zumindest teilweise mit einer der Laufschienen (2, 3, 5) in Eingriff steht.

10. Tor nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das ein oberer Abschnitt, insbesondere ein oberes Segment, des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer ersten Rollvorrichtung an der oberen Laufschiene (2, 3, 5) geführt ist, wobei der restliche Abschnitt, insbesondere das oder die restlichen Segmente, des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer zweiten Rollvorrichtung an der aufgehenden und/oder unteren Laufschiene (2, 3, 5) geführt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Laufschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Sektionaltor, gemäß den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch 1 sowie ein Tor, insbesondere Sektionaltor, mit den Merkmalen von Anspruch 8.

Neben vertikal verschwenkbaren Türen dienen horizontal verlagerbare Tore zum Verschließen insbesondere großer Öffnungen in Gebäuden, Hallen und Garagen. Diese werden in Schwing-, Sektional- und Rolltore unterteilt. Während Schwingtore ein zumeist starres Torblatt besitzen, weisen Sektional- und Rolltore eine demgegenüber segmentierte Ausgestaltung auf. Diese umfasst zumeist mehrere entlang ihrer Längskanten gelenkig miteinander verbundene Segmente, die jeweils entlang einer vorgegebenen Bahn verfahrbar oder um eine Drehachse herum aufwickelbar sind. Sowohl Schwing- als auch Sektionaltore weisen hierzu zumeist zwei zueinander beabstandete Lauschienenanordnungen auf, zwischen denen das Torblatt angeordnet und geführt ist. Die Lagerung und Führung des Torblatts an der jeweiligen Laufschienenanordnung erfolgt unter Zwischenschaltung von Rollvorrichtungen, deren rotierbare Rollkörper zumindest teilweise mit der oder den zugehörigen Laufschienen in Eingriff stehen.

Aus DE 10 2005 023 348 B3 ist ein Sektionaltor mit einer Laufschienenanordnung bekannt, welche eine aufgehende, im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Laufschiene sowie eine sich in einem Winkel zu der aufgehenden Laufschiene erstreckende, im Wesentlichen horizontal ausgerichtete untere Laufschiene umfasst. Um eine durchgehende Führung für das Torblatt zu erreichen, sind die aufgehende, insbesondere vertikale, Laufschiene und die untere, insbesondere horizontale, Laufschiene über einen Laufschienenbogen statisch und/oder funktional miteinander verbunden. Über der unteren, insbesondere horizontal ausgerichteten, Laufschiene ist ferner eine weitere, im Wesentlichen parallel zu der unteren Laufschiene ausgerichtete, obere Laufschiene angeordnet. Die obere Laufschiene weist eine nach unten gerichtete Abwinkelung auf, welche an einem im Bereich des Laufschienenbogens gelegenen freien Endabschnitt der oberen Laufschiene angeordnet ist. Im geschlossenen Zustand des Tores dient die Abwinkelung zur Führung und Lagerung der obersten mit dem Torblatt verbundenen Rollvorrichtung, so dass dieses mit Unterstützung der Schwerkraft vertikal nach unten verlagert und gleichzeitig horizontal in die Ebene der Torzarge verschwenkt wird.

Die Abwinkelung ist durch eine entsprechend aufwendige Umformung der oberen Laufschiene gebildet. Deren Formgebung ist aufgrund der einseitig offenen und im Querschnitt C-förmigen Ausgestaltung der Laufschienen bisweilen erschwert, so dass im Ergebnis eine zumeist nur grobe Kontur erreichbar ist. Weitergehende Ausgestaltungen sehen den Einsatz einer als separates Bauteil ausgeführten Abwinkelung vor, bei denen insbesondere die Verbindung zur Torzarge und der Laufschiene einen Schwachpunkt hinsichtlich der im Betrieb auftretenden Zug-, Druck- und Torsionsbelastungen darstellen kann.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Laufschienenanordnung sowie ein entsprechend ausgestattetes Tor dahingehend weiterzuentwickeln, dass die Abwinkelung insgesamt einfacher herstellbar ist und im eingebauten Zustand eine deutlich höhere Steifigkeit aufweist.

Diese Aufgabe wird durch eine Laufschienenanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weiterhin wird diese Aufgabe mit einem Tor gemäß den Merkmalen von Anspruch 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Inhalt der jeweils abhängigen Ansprüche.

Der Grundgedanke der Erfindung basiert zunächst darauf, dass die Abwinkelung nun grundsätzlich als ein separates Bauteil ausgeführt ist. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, dieses trotz hoher Präzision mit nur geringem Aufwand innerhalb kurzer Zeit fertigen zu können. Auch wenn dieses beispielsweise spanabhebend hergestellt werden kann, wird dessen Ausgestaltung unter Verwendung einer formgebenden Vorrichtung in Kombination mit einem zunächst formlosen Material bevorzugt. In vorteilhafter Weise kann die Abwinkelung einen möglichst präzise ausgebildeten Kreisbahnabschnitt besitzen, so dass sich eine ideale Führung des Torblatts mit möglichst geringem Bewegungswiderstand ergibt.

Erfindungsgemäß ist die obere Laufschiene unter zumindest bereichsweiser Eingliederung der Abwinkelung mit einer aufgehenden Torzarge verbunden. Die Verbindung kann dabei entweder direkt oder unter Zwischenschaltung einer Konsole erfolgen, welche selbst entweder an der Torzarge befestigt oder ein materialeinheitlich einstückiger Bestandteil derselben sein kann. Im Ergebnis kann die obere Laufschiene folglich unmittelbar mit einem Bereich der Torzarge oder der Konsole verbunden sein. Aufgrund der Eingliederung zwischen der oberen Laufschiene und der Torzarge oder der Konsole ist die Abwinkelung naturgemäß gleichzeitig mit an der Torzarge oder der Konsole befestigt.

Dabei sieht die Erfindung wenigstens ein Verbindungsmittel vor, welches die obere Laufschiene und die Abwinkelung gleichzeitig mit der Torzarge oder der Konsole verbindet. Hierzu ist das wenigstens eine Verbindungsmittel von einer der Abwinkelung abgewandten Öffnungsseite der oberen Laufschiene her zunächst durch deren freien Endabschnitt und anschließend durch die Abwinkelung hindurch geführt, bevor es anschließend zumindest abschnittsweise bis in die Torzarge oder die Konsole hinein angeordnet und darin festgelegt ist. Bevorzugt können die obere Laufschiene und/oder die Abwinkelung eine entsprechende Durchgangsöffnung aufweisen, durch welche hindurch sich das Verbindungsmittel erstreckt. Das Verbindungsmittel kann in vorteilhafter Weise wenigstens einen äußeren Gewindeabschnitt aufweisen, welcher dann mit einem an einer Öffnung angeordneten inneren Gewindeabschnitt der Torzarge oder der Konsole in Eingriff stehen kann.

Der sich hieraus ergebende Vorteil liegt – neben der einfachen und mit hoher Präzision ausführbaren Fertigung der Abwinkelung – darin begründet, dass aufgrund der Eingliederung der als separates Bauteil ausgeführten Abwinkelung eine überaus belastbare und eine hohe Steifigkeit aufweisende Verbindung zwischen der oberen Laufschiene, der Abwinkelung und der Torzarge oder der Konsole erreicht wird. Die Haltbarkeit sowie Belastbarkeit dieser Verbindung ist mindestens vergleichbar mit einer solchen, die sich beim Einsatz einer oberen Laufschiene mit einer durch Umformen materialeinheitlich einstückig ausgebildeten Abwinkelung ergibt. Die so erreichte maximale Steifigkeit in Bezug auf Zug-, Druck- sowie Torsionsbelastungen der aufgehenden sowie der oberen und unteren Laufschienen gewährleistet, dass diese statisch wichtigen Bauteile kraftschlüssig miteinander verbunden sind, wobei sie die als separates Bauteil ausgeführte und eingegliederte Abwinkelung nur minimal belasten.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des grundsätzlichen Erfindungsgedankens kann die Abwinkelung so ausgestaltet sein, dass diese den freien Endabschnitt der oberen Laufschiene zumindest teilweise umgreift. Über die kraftschlüssige Verbindung hinaus ergibt sich hierdurch zudem eine vorteilhafte formschlüssige Verbindung, die insbesondere gegenüber Torsionsbelastungen eine entsprechend erhöhte Widerstandsfähigkeit aufweist.

Die Erfindung sieht vor, dass die als separates Bauteil ausgeführte Abwinkelung wenigstens teilweise aus einem Kunststoff gebildet sein kann oder einen solchen aufweist. Alternativ oder in Ergänzung hierzu kann die Abwinkelung bevorzugt zumindest teilweise aus einem Metall gebildet sein oder ein solches aufweisen. So sind auch Verbindungen aus einem Metall und einem Kunststoff denkbar. So können insbesondere mechanisch belastete Bereiche einen metallischen Anteil besitzen, während die übrigen Bereiche eine durch einen Kunststoff gebildete Formgebung aufweisen. Metallische Bereiche oder Teile können dazu dienen, Bereiche oder Teile aus Kunststoff zu verstärken.

In einer Weiterbildung wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die Abwinkelung wenigstens eine oder mindestens eine weitere Durchgangsöffnung besitzt, durch welche hindurch dann das oder ein weiteres Verbindungsmittel zumindest abschnittsweise bis in die Torzarge oder die Konsole hinein angeordnet und darin festgelegt sein kann. Bevorzugt kann diese Durchgangsöffnung eine längliche oder gekrümmte Form aufweisen, woraus sich trotz bereits eingesetztem aber noch nicht vollständig aktiviertem Verbindungsmittel eine zumindest begrenzte Beweglichkeit der Abwinkelung ergibt. So kann es sich bei dem Verbindungsmittel beispielsweise um eine Schraube oder einen Bolzen handeln, der erst nach korrekter Ausrichtung aller Bauteile vollständig verschraubt wird. In jedem Fall dient das weitere Verbindungsmittel dazu, die Haltbarkeit hinsichtlich der Verbindung der Abwinkelung mit der Torzarge oder der Konsole zu erhöhen.

Weitergehende Ausgestaltungen können zumindest bereichsweise an der Abwinkelung angeordnete Versteifungsrippen vorsehen, die sich quer zur Längsachse der oberen Laufschiene erstrecken. Die Versteifungsrippen ermöglichen eine Erhöhung der Steifigkeit der Abwinkelung bei gleichzeitig geringstmöglichen Materialeinsatz und nur geringer Gewichtserhöhung. Weiterhin können wenigstens zwei, bevorzugt alle dieser Versteifungsrippen gegeneinander abgestützt sein, indem jeweils mindestens ein sich parallel zur Längsachse der oberen Laufschiene verlaufender Steg zwischen zwei Versteifungsrippen angeordnet ist.

In diesem Zusammenhang wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die Versteifungsrippen und/oder der mindestens eine Steg einen materialeinheitlich einstückigen Bestandteil der Abwinkelung bilden. Insbesondere bei einer Fertigung der Abwinkelung aus einem zunächst formlosen Werkstoff können diese direkt mit angeformt werden.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Laufschienenanordnung kann wenigstens eine, können bevorzugt alle, Laufschienen sowie der Laufschienenbogen einen zumindest abschnittsweise C-förmig ausgebildeten Querschnitt besitzen, der zumindest abschnittsweise zu deren Öffnungsseite hin entsprechend offen ausgestaltet ist. Hierdurch können die Rollkörper der Rollvorrichtung innerhalb des offenen Querschnitts der Laufschienen geführt und gelagert sein, während der Rest der jeweiligen Rollvorrichtung außerhalb der Laufschienen verbleibt und über wenigstens eine sich durch die offene Öffnungsseite der Laufschienen hindurch erstreckende Achse mit dem daran drehbar gelagerten Rollkörper verbunden ist.

Die Erfindung ist ferner auf ein Tor gerichtet, insbesondere auf ein Sektionaltor. Das erfindungsgemäße Tor umfasst wenigstens eine wie zuvor beschriebenen erfindungsgemäße Laufschienenanordnung sowie ein Torblatt. Auch wenn es sich bei dem Torblatt um eine starre, beispielsweise einstückige Einrichtung handeln kann, wird eine wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundene Segmente aufweisende Ausgestaltung im Sinne eines Sektionaltores bevorzugt. In jedem Fall ist das Torblatt unter Zwischenschaltung wenigstens einer Rollvorrichtung an wenigstens einer Laufschiene der Laufschienenanordnung geführt, woraus sich ein festgelegter Bewegungspfad für das sich im Wesentlichen durch eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung entsprechend öffnende und schließende Torblatt ergibt.

Die sich aus dem erfindungsgemäßen Tor ergebenden Vorteile wurden bereits zuvor im Zusammenhang mit der Vorstellung der erfindungsgemäßen Laufschienenanordnung näher erläutert, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen an dieser Stelle auf die vorherigen Ausführungen hierzu verwiesen wird.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tors kann die Rollvorrichtung einen mit dem Torblatt verbundenen Träger und wenigstens einen an dem Träger rotierbar gelagerten Rollkörper aufweisen. In vorteilhafter Weise sind Träger und Rollkörper über eine Achse miteinander verbunden, deren Durchmesser an die Öffnungsweite des zur Öffnungsseite hin offenen Querschnitts der Laufschiene/n so angepasst ist, dass eine freie Beweglichkeit entlang der Laufschiene gewährleistet ist. Dabei steht der Rollkörper zumindest teilweise mit einer der Laufschienen in Eingriff, indem dieser zumindest bereichsweise innerhalb des offenen Querschnitts der Laufschiene/n angeordnet ist.

Die Erfindung sieht vor, dass ein oberer Abschnitt des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer ersten Rollvorrichtung an der oberen Laufschiene geführt ist, während der restliche Abschnitt des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer zweiten Rollvorrichtung an der aufgehenden und/oder unteren Laufschiene geführt ist. In bevorzugter Weise kann es sich bei dem oberen Abschnitt um ein oberes Segment und bei dem restlichen Abschnitt um wenigstens ein oder mehrere restliche Segmente des Torblatts handeln.

Vorteilhafte Einzelheiten und Wirkungen der Erfindung sind im Folgenden anhand eines in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Laufschienenanordnung in einer perspektivischen Darstellungsweise,

2 einen Detailausschnitt der Laufschienenanordnung aus 1 in gleicher Darstellungsweise,

3 eine Rückansicht des Detailausschnitts der Laufschienenanordnung aus 2 in gleicher Darstellungsweise sowie

4 einen Schnitt durch den Detailausschnitt der Laufschienenanordnung aus den 2 und 3.

1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Laufschienenanordnung 1. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist diese bereits auf einen Ausschnitt bzw. Abschnitt reduziert und spiegelt daher nicht zwingend die in der Praxis üblichen Längenabmessungen wider.

Die Laufschienenanordnung 1 umfasst eine aufgehende Laufschiene 2, welche sich vorliegend parallel zu einer vertikalen Hochrichtung z erstreckt. Weiterhin umfasst die Laufschienenanordnung 1 eine sich in einem Winkel a zur aufgehenden Laufschiene 2 erstreckende untere Laufschiene 3, die über einen gekrümmten Laufschienenbogen 4 mit der aufgehenden Laufschiene 2 verbunden ist. Erkennbar erstreckt sich die Längsachse x1 der unteren Laufschiene 3 parallel zu einer horizontalen Längsrichtung x, so dass sich vorliegend ein Winkel a von 90° zwischen der aufgehende Laufschiene 2 und der unteren Laufschiene 3 ergibt.

In Hochrichtung z über der unteren Laufschiene 3 ist eine weitere obere Laufschiene 5 angeordnet, die sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse x1 der unteren Laufschiene 3 und damit parallel zur Längsrichtung x erstreckt. Erkennbar kragt die obere Laufschiene 5 weiter aus, so dass deren freier Endabschnitt 5a sich über die untere Laufschiene 3 hinaus im Bereich oberhalb des Laufschienenbogens 4 erstreckt.

Vorliegend ist ein Teil des freien Endabschnitts 5a gegenüber der restlichen oberen Laufschiene 5 leicht nach unten entgegen der Hochrichtung z abgewinkelt. Dabei schließen die Längsachse x2 der oberen Laufschiene 5 und die Längsachse x3 deren freien Endabschnitts 5a einen Winkel b von 5° bis 20° zwischen sich ein. Am Ende des freien Endabschnitts 5a der oberen Laufschiene 5 ist eine Abwinkelung 6 angeordnet, die damit einen Abschluss der oberen Laufschiene 5 bildet.

Parallel zur aufgehenden Laufschiene 2 ist eine Torzarge 7 ersichtlich, die mit einer Konsole 8 verbunden ist. Die Torzarge 7 dient der Einfassung eines hier nicht ersichtlichen Torblatts, welches üblicherweise zwischen zwei sich gegenüberstehenden Laufschienenanordnungen 1 angeordnet und entlang deren Laufschienen 2, 3, 5 und Laufschienenbögen 4 geführt ist. Hierzu weisen diese erkennbar einen zu einer Öffnungsseite 9 in eine Querrichtung y hin offenen, C-förmigen Querschnitt auf. Dabei ist die Öffnungsseite 9 dem Torblatt zugewandt, so dass die Rollkörper von mit dem Torblatt verbundenen Rollvorrichtungen innerhalb des offenen Querschnitts der Laufschienen geführt und gelagert sind. Der Rest der jeweiligen Rollvorrichtung verbleibt dann außerhalb der Laufschienen und ist über wenigstens eine sich durch die offene Öffnungsseite der Laufschienen 2, 3, 5 und des Laufschienenbogens 4 hindurch erstreckende Achse mit den daran drehbar gelagerten Rollkörpern verbunden.

2 ist ein Detailausschnitt der Laufschienenanordnung 1 aus 1 zu entnehmen, welcher den Bereich um die Abwinkelung 6 herum näher verdeutlicht. Ersichtlich ist die Abwinkelung 6 als separates Bauteil ausgeführt, dessen analog der Laufschienen 2, 3, 5 und des Laufschienenbogens 4 zur Öffnungsseite 9 hin offener C-förmiger Querschnitt einen Kreisbahnabschnitt 6a aufweist. Dabei ist die Abwinkelung 6 so ausgestaltet, dass diese den freien Endabschnitt 5a der oberen Laufschiene 5 teilweise umgreift. Hierdurch ist ein Teil der Abwinkelung 6 zwischen der oberen Laufschiene 5 bzw. deren freien Endabschnitt 5a und der Konsole 8 angeordnet. Die Verbindung zur Konsole 8 erfolgt dabei derart, dass ein Verbindungsmittel 10 von jener der Abwinkelung 6 abgewandten Öffnungsseite 9 der oberen Laufschiene 5 her durch deren freien Endabschnitt 5a und die Abwinkelung 6 hindurch angeordnet ist. Weiterhin erstreckt sich das Verbindungsmittel 10 in hier nicht ersichtlicher Weise weiter bin in die Konsole 8, so dass das Verbindungsmittel 10 letztlich in dieser angeordnet und festgelegt ist.

Eine weitere Befestigung ergibt sich durch den Einsatz eines zweiten Verbindungsmittels 11, welches sich durch eine im Bereich des Kreisbahnabschnitts 6a der Abwinkelung 6 angeordnete, länglich gekrümmte Durchgangsöffnung 6b der Abwinkelung 6 hindurch erstreckt. Dabei ist das zweite Verbindungsmittel 11 in ebenfalls hier nicht erkennbarer Weise bis in die Konsole 8 hinein angeordnet und darin festgelegt.

Bei der Abwinkelung 6 handelt es sich bevorzugt um ein zumindest teilweise aus Kunststoff und/oder Metall gebildetes Bauteil. Um die Festigkeit sowie Steifigkeit zu erhöhen, ist die Abwinkelung 6 mit Versteifungsrippen 6c und diese gegeneinander abstützende Stege 6d ausgestattet. Erkennbar verlaufen die Versteifungsrippen 6c quer zur Längsachse x2 der oberen Laufschiene 5 bzw. der Längsachse x3 ihres freien Endabschnitts 5a, während die Stege 6d sich parallel zu der/den Längsachse(n) x2, x3 erstrecken. Vorliegend bilden sowohl die Versteifungsrippen 6c als auch die Stege 6d einen materialeinheitlich einstückigen Bestandteil der Abwinkelung 6.

Aufgrund der Ausgestaltung der Abwinkelung 6 mit einer nach unten gerichteten Kreisbahn 6a ist es möglich, den obersten Abschnitt eines Torblatts im geschlossenen Zustand exakt in die Ebene der Torzarge 7 einzupassen. Beim Öffnen des Tores wird der Abschnitt des Torblatts dagegen exakt aus der Ebene der Torzarge 7 wieder herausgeführt und weiter entlang der oberen Laufschiene 5 geführt. Über rein ästhetische Anforderungen hinaus ist so auch ein hoher Grad an Dichtigkeit zwischen Torblatt und Torzarge 7 erreichbar.

3 zeigt eine um rund 270° um die Hochrichtung z herum gedrehte Rückansicht der Laufschienenanordnung 1 aus 2. Diese perspektivische Darstellung verdeutlicht nochmals die Anordnung und Festlegung der beiden Verbindungsmittel innerhalb der Konsole 8 zur Befestigung der oberen Laufschiene 5 und der Abwinkelung 6.

4 ist nochmals ein Schnitt durch den Detailausschnitt der Laufschienenanordnung 1 aus den 2 und 3 zu entnehmen. Der Schnitt verläuft durch das Verbindungsmittel 10 und damit durch die Verbindung von oberer Laufschiene 5 bzw. deren freien Endabschnitt 5a und der Abwinkelung 6 mit der Konsole 8 hindurch. Hierbei ist einer der Stege 6d der Abwinkelung 6 geschnitten, während die an den Steg 6 angrenzende Versteifungsrippe 6c als Ansicht dargestellt ist. Gut zu erkennen ist der zur Öffnungsseite 9 hin offene, C-förmige Querschnitt der oberen Laufschiene 5 bzw. ihres freien Endabschnitts 5a, welcher von der Abwinkelung 6 umfangsseitig umgriffen ist. Das Verbindungsmittel 10 weist ein abschnittsweise an diesem angeordnetes Außengewinde 10a auf, welches mit einem in einer Durchgangsöffnung 8a der Konsole 8 angeordneten Innengewinde 8b in Eingriff steht.

Bezugszeichenliste

1
Laufschienenanordnung
2
Laufschiene von 1, aufgehend
3
Laufschiene von 1, unten
4
Laufschienenbogen zwischen 2 und 3
5
Laufschiene von 1, oben
5a
freier Endabschnitt von 5
6
Abwinkelung von 1
6a
Kreisbahnabschnitt von 6
6b
Durchgangsöffnung von 6
6c
Versteifungsrippe von 6
6d
Steg zwischen 6c von 6
7
Torzarge von 1
8
Konsole von 1
8a
Durchgangsöffnung in 8
8ba
Innengewinde von 8
9
Öffnungsseite
10
Verbindungsmittel von 1
10a
Außengewinde von 10
11
Verbindungsmittel von 1
a
Winkel zwischen 2 und 3
b
Winkel zwischen 5 und 5a
x
Längsrichtung
x1
Längsachse von 3
x2
Längsachse von 5
x3
Längsachse von 5a
y
Querrichtung
z
Hochrichtung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 102005023348 B3 [0003]