Title:
Laufschienenanordnung für ein Sektionaltor
Kind Code:
U1
Abstract:

Laufschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Sektionaltor, umfassend eine entweder direkt oder unter Zwischenschaltung einer Konsole (8) mit einer Torzarge (7) verbundene aufgehende Laufschiene (2) sowie eine sich in einem Winkel (a) zur aufgehenden Laufschiene (2) erstreckende obere Laufschiene (5), wobei eine Gewichtsausgleichsvorrichtung (10) vorgesehen ist, die ein strangförmiges Zugmittel (14) besitzt sowie wenigstens ein im Bereich der oberen Laufschiene (5) angeordnetes und sich zumindest abschnittsweise parallel zu dieser erstreckendes elastisches Federelement (11) aufweist, welches über das Zugmittel (14) sowie eine an dem Federelement (11) angeordnete und das Zugmittel (14) umlenkende Rolle (12) mit einem Torblatt kinematisch koppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Ende (14a, 14b) des Zugmittels (14) an einer an der Torzarge (7) und/oder der Konsole (8) angeordneten Verstelleinrichtung (14), insbesondere lösbar, festgelegt ist, wobei die Verstelleinrichtung (14) dazu ausgebildet ist, die Lage des Endes (14a, 14b) des Zugmittels (14), insbesondere in Bezug auf eine Hochrichtung (z), und damit die Spannung des Federelements (11) zu ändern.



Application Number:
DE202017104052U
Publication Date:
07/30/2017
Filing Date:
07/07/2017
Assignee:
H & K Teckentrup KG, 33415 (DE)
International Classes:
Foreign References:
FR2863644A12005-06-17
CH343624A1959-12-31
Attorney, Agent or Firm:
Thielking & Elbertzhagen Patentanwälte, 33602, Bielefeld, DE
Claims:
1. Laufschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Sektionaltor, umfassend eine entweder direkt oder unter Zwischenschaltung einer Konsole (8) mit einer Torzarge (7) verbundene aufgehende Laufschiene (2) sowie eine sich in einem Winkel (a) zur aufgehenden Laufschiene (2) erstreckende obere Laufschiene (5), wobei eine Gewichtsausgleichsvorrichtung (10) vorgesehen ist, die ein strangförmiges Zugmittel (14) besitzt sowie wenigstens ein im Bereich der oberen Laufschiene (5) angeordnetes und sich zumindest abschnittsweise parallel zu dieser erstreckendes elastisches Federelement (11) aufweist, welches über das Zugmittel (14) sowie eine an dem Federelement (11) angeordnete und das Zugmittel (14) umlenkende Rolle (12) mit einem Torblatt kinematisch koppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Ende (14a, 14b) des Zugmittels (14) an einer an der Torzarge (7) und/oder der Konsole (8) angeordneten Verstelleinrichtung (14), insbesondere lösbar, festgelegt ist, wobei die Verstelleinrichtung (14) dazu ausgebildet ist, die Lage des Endes (14a, 14b) des Zugmittels (14), insbesondere in Bezug auf eine Hochrichtung (z), und damit die Spannung des Federelements (11) zu ändern.

2. Laufschienenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (14) ein Einstellraster (15) mit wenigstens zwei in Bezug auf die Hochrichtung (z) voneinander beabstandeten Kopplungsstellen (16) umfasst, wobei das Ende (14a) des Zugmittels (14) mit jeweils einer dieser Kopplungsstellen (16) lösbar verbindbar ist.

3. Laufschienenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kopplungsstellen (16) des Einstellrasters (15) jeweils wenigstens eine Hinterschneidung aufweisen, wobei das wenigstens eine Ende (14a, 14b) des Zugmittels (14) mit einem mit der Hinterschneidung korrespondierenden Hakenelement (18) oder Schlaufenelement verbunden ist, welches zumindest teilweise mit der Hinterschneidung jeweils einer der Kopplungsstellen (16) in Eingriff bringbar ist, insbesondere durch Einhängen oder Anhängen.

4. Laufschienenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinrichtung (15) ein in seiner Länge veränderbares Einstellglied umfasst, welches zwischen dem wenigstens einen Ende (14a, 14b) des Zugmittels (14) sowie der Torzarge (7) und/oder der Konsole (8) eingegliedert ist.

5. Laufschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine unterhalb der oberen Laufschiene (5) angeordnete, insbesondere parallel zu dieser verlaufende, untere Laufschiene (3), wobei die aufgehende Laufschiene (2) über einen Laufschienenbogen (4) mit der unteren Laufschiene (3) verbunden ist.

6. Laufschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine als separates Bauteil ausgebildete, insbesondere einen Kreisbahnabschnitt aufweisende, Abwinkelung (6), welche an einem freien Endabschnitt (5a) der oberen Laufschiene (5) zumindest bereichsweise zwischen dieser und der Konsole (8) oder der Torzarge (7) eingegliedert ist, wobei wenigstens ein Verbindungsmittel (6a) von einer der Abwinkelung (6) abgewandten Öffnungsseite (9) der oberen Laufschiene (5) her durch deren freien Endabschnitt (5a) und die Abwinkelung (6) hindurch zumindest abschnittsweise bis in die Torzarge (7) und/oder Konsole (8) hinein angeordnet und darin festgelegt ist.

7. Laufschienenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschienen (2, 3, 5) und der Laufschienenbogen (4) einen zumindest abschnittsweise zur Öffnungsseite (9) hin offenen, C-förmigen Querschnitt aufweist/aufweisen.

8. Tor, insbesondere Sektionaltor, umfassend wenigstens eine Laufschienenanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche sowie wenigstens ein, insbesondere wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundene Segmente aufweisendes, Torblatt, wobei das mit dem Zugmittel (14) einer Gewichtsausgleichsvorrichtung (10) kinematisch gekoppelte Torblatt, insbesondere dessen unterstes Segment, unter Zwischenschaltung wenigstens einer Rollvorrichtung an wenigstens einer Laufschiene (2, 3, 5) der Laufschienenanordnung (1) geführt ist.

9. Tor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollvorrichtung einen mit dem Torblatt verbundenen Träger und wenigstens einen an dem Träger rotierbar gelagerten Rollkörper aufweist, wobei der Rollkörper zumindest teilweise mit einer der Laufschienen (2, 3, 5) in Eingriff steht.

10. Tor nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das ein oberer Abschnitt, insbesondere ein oberes Segment, des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer ersten Rollvorrichtung an der oberen Laufschiene (2, 3, 5) geführt ist, wobei der restliche Abschnitt, insbesondere das oder die restlichen Segmente, des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer zweiten Rollvorrichtung an der aufgehenden und/oder unteren Laufschiene (2, 3, 5) geführt ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Laufschienenanordnung für ein Tor, insbesondere Sektionaltor, gemäß den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch 1 sowie ein Tor, insbesondere Sektionaltor, mit den Merkmalen von Anspruch 8.

Neben vertikal verschwenkbaren Türen dienen horizontal verlagerbare Tore zum Verschließen insbesondere großer Öffnungen in Gebäuden, Hallen und Garagen. Diese werden in Schwing-, Sektional- und Rolltore unterteilt. Während Schwingtore ein zumeist starres Torblatt besitzen, weisen Sektional- und Rolltore eine demgegenüber segmentierte Ausgestaltung auf. Diese umfasst zumeist mehrere von entlang ihrer Längskanten gelenkig miteinander verbundenen Segmenten, die jeweils entlang einer vorgegebenen Bahn verfahrbar oder um eine Drehachse herum aufwickelbar sind. Sowohl Schwing- als auch Sektionaltore weisen hierzu zumeist zwei zueinander beabstandete Lauschienenanordnungen auf, zwischen denen das Torblatt angeordnet und geführt ist. Die Lagerung und Führung des Torblatts an der jeweiligen Laufschienenanordnung erfolgt unter Zwischenschaltung von Rollvorrichtungen, deren rotierbare Rollkörper zumindest teilweise mit der oder den zugehörigen Laufschienen in Eingriff stehen.

Um beim Öffnen des Torblatts dieses aus seiner im geschlossenen Zustand im Wesentlichen vertikalen Lage heraus in eine horizontale Lage zu verlagern, ist ein entsprechender Kraftaufwand notwendig. Um insbesondere bei einem rein händischen Betrieb derartiger Tore eine möglichst komfortable Handhabung zu gewährleisten, sind bereits seit längerem geeignete Gewichtsausgleichsvorrichtungen bekannt. Diese dienen nicht nur dem vereinfachten Öffnen, sondern auch dem kontrollierten Schließen des Tores, indem das Gewicht des Torblatts zumindest teilweise kompensiert und insofern nicht aufwendig per Hand abgestützt werden muss. Einfache Ausstattungen setzen hierfür über Hebel mit dem Torblatt verbundene Gegengewichte ein. Weitergehende Ausgestaltungen verwenden elastische Federelemente, deren Vorspannung durch das Schließen des Tores aufgebaut oder erhöht wird. Die Federelemente dienen dabei als Kraftspeicher, der beim anschließenden Öffnen des Tores dann dem Gewicht des Torblatts wieder entgegenwirkt.

Mit der FR 2 863 644 A1 und der CH 343 624 A wurde jeweils ein Tor mit einer Laufschienenanordnung bekannt, die eine entweder direkt oder unter Zwischenschaltung einer Konsole mit einer aufgehenden Torzarge verbundene, aufgehende Laufschiene umfasst. Weiterhin ist eine sich in einem Winkel zur aufgehenden Laufschiene erstreckende obere Laufschiene vorgesehen. An den Laufschienen kann unter Zwischenschaltung wenigstens einer Rollvorrichtung ein Torblatt geführt sein, welches gemäß der FR 2 863 644 A1 einteilig und nach der CH 343 624 A mehrteilig mit einer Vielzahl gelenkig miteinander verbundener Segmente ausgebildet ist. Die Laufschienenanordnungen weisen ferner eine Gewichtsausgleichsvorrichtung auf, die ein strangförmiges Zugmittel sowie wenigstens eine das Zugmittel führende bzw. umlenkende Rolle bzw. Umlenkrolle aufweist. Die Gewichtsausgleichsvorrichtung umfasst zudem wenigstens ein im Bereich der oberen Laufschiene angeordnetes und sich zumindest abschnittsweise parallel zu dieser erstreckendes elastisches Federelement, an dem die Rolle, insbesondere endseitig, angeordnet ist. Aufgrund der Anordnung des Zugmittels in Kombination mit der Umlenkrolle ist das Federelement über das Zugmittel mit dem Torblatt kinematisch koppelbar.

Die von dem Federelement über das Zugmittel auf das Torblatt ausgeübte Kraft in Form von Zug gleicht die Schwerkraft des Torblatts aus, so dass dieses mit nur geringem Kraftaufwand bequem geschlossen und geöffnet, insofern gesenkt bzw. gehoben und dabei beispielsweise unter der Decke eines Raumes verstaut werden kann. Die Anordnung des Federelements im Bereich der oberen Laufschiene ermöglicht eine schlanke Ausgestaltung der Gewichtsausgleichsvorrichtung, so dass die Laufschienenanordnung insgesamt wenig Bauraum benötigt. Eine Änderung der über das Federelement aufbringbaren Kraft ist möglich, indem dieses in seiner Länge verändert wird. Hierzu müsste ein das freie Ende des Federelements festlegendes Lager versetzt werden, um das Federelement weiter zu dehnen oder dessen Dehnung zu reduzieren. Im Stand der Technik sind hierzu geeignete und beispielsweise verschiebbare sowie arretierbare Vorrichtungen bekannt. Aufgrund der Lage des Federelements ist dieses allerdings nur schwer zu erreichen, um dessen Verstellung vornehmen zu können. Insbesondere bei hohen Toren müssen diese Arbeiten in entsprechenden Arbeitshöhen erfolgen, was nicht nur aufgrund von Sicherheitsfragen den damit verbundenen Aufwand insgesamt erhöht. Auch bei der üblichen Anordnung von wenigstens zwei das Torblatt jeweils seitlich führender Laufschienenanordnungen ist die dabei erforderliche synchrone Spannung der jeweiligen Federelemente nur schwer intuitiv durchführbar.

Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Laufschienenanordnung sowie ein entsprechend ausgestattetes Tor dahingehend weiterzuentwickeln, dass die Einstellung des Federelements der Laufschienenanordnung insgesamt einfacher durchführbar ist.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einer Laufschienenanordnung mit den Merkmalen von Anspruch 1.

Weiterhin wird diese Aufgabe mit einem Tor gemäß den Merkmalen von Anspruch 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Inhalt der jeweils abhängigen Ansprüche.

Der Grundgedanke der Erfindung basiert darauf, wenigstens ein freies Ende oder einen Endabschnitt des Zugmittels dazu zu nutzen, um die Länge und damit die Spannung bzw. aufbringbare Kraft des Federelements auf ein Torblatt zu ändern. Hierzu ist das Ende des Zugmittels zwar an der Torzarge und/oder der Konsole festgelegt, allerdings ist dessen Festlegung erfindungsgemäß so ausgestaltet, dass deren Lage im Bedarfsfall verändert werden kann, beispielsweise durch Verschieben der Festlegung oder durch deren Lösen und anschließende Wiederherstellung an anderer Stelle. Hierzu ist nun eine an der Torzarge und/oder der Konsole angeordnete Verstelleinrichtung vorgesehen, mit der die Lage des Endes des Zugmittels und damit die Spannung des Federelements änderbar ist. Besonders bevorzugt ist hiermit die Höhenlage des Endes in Bezug auf eine Hochrichtung manipulierbar, so dass das kinematisch eingebundene Federelement weiter spannbar oder demgegenüber entspannbar ist.

Der sich hieraus ergebende Vorteil liegt darin begründet, dass das Einstellen der Gewichtsausgleichsvorrichtung nun nicht mehr in der Ebene des wenigstens einen Federelements erfolgen muss, sondern bequem bevorzugt im Stehen vom Boden aus vorgenommen werden kann. Ermöglicht wird dies durch das an der einfach erreichbaren Verstelleinrichtung festgelegte Ende des Zugmittels, durch dessen Verlagerung das damit gekoppelte Federelement im Bereich der oberen Laufschiene manipulierbar ist.

Bei dem Zugmittel kann es sich um ein rein zur Manipulation des Federelements vorgesehenes Element handeln, wobei die weiterhin notwendige kinematische Verbindung von Federelement und Torblatt beispielsweise über ein weiteres Zugmittel erfolgt. Bevorzugt kann dieses allerdings auch so angeordnet sowie geführt und eingebunden sein, dass sowohl die Manipulation des Federelements wie auch die kinematisch notwendige Verbindung zwischen Federelement und Torblatt mit einem einzelnen durchgehenden Zugmittel ermöglicht ist. Hierzu kann eine Anzahl an das Zugmittel umlenkenden Rollen vorgesehen sein, die das Zugmittel sowohl mit dem Federelement als auch mit der Verstelleinrichtung und dem Torblatt kinematisch koppeln.

Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung des grundsätzlichen Erfindungsgedankens kann die Verstelleinrichtung ein Einstellraster umfassen, welches wenigstens zwei in Bezug auf die Hochrichtung voneinander beabstandete Kopplungsstellen umfasst. Die Kopplungsstellen sind dazu vorgesehen und ausgebildet, das Ende des Zugmittels mit jeweils einer dieser Kopplungsstellen lösbar zu verbinden. Hierdurch ist das Federelement in einfacher Weise manipulierbar, indem lediglich die Lage des Endes des Zugmittels an dem Einstellraster der Verstelleinrichtung verändert wird.

In diesem Zusammenhang wird es gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die einzelnen Kopplungsstellen des Einstellrasters jeweils wenigstens eine Hinterschneidung aufweisen. Dies meint, dass jede Kopplungsstelle beispielsweise eine Öffnung, eine Vertiefung oder einen vorspringenden Bereich besitzt, die oder der mit dem Ende des Zugmittels in Eingriff gelangen kann. Selbstverständlich ist auch denkbar, dass das Ende des Zugmittels beispielsweise durch ein einfaches Umschlingen oder Verknoten mit einer der Kopplungsstellen des Einstellrasters verbindbar ist. Angesichts der zu erwartenden, auf das Zugmittel einwirkenden Zugkräfte wird allerdings eine Ausgestaltung als vorteilhaft angesehen, welche eine direkte Kopplung des Zugmittels mit einer der Kopplungsstellen ermöglicht.

So kann das Ende oder ein Endabschnitt des Zugmittels bevorzugt mit einem mit der Hinterschneidung korrespondierenden Haken- oder Schlaufenelement verbunden sein, welches zumindest teilweise mit der Hinterschneidung jeweils einer der Kopplungsstellen in Eingriff bringbar ist. So können die Kopplungsstellen beispielsweise vorspringende Bereiche oder vorspringende Elemente umfassen, welche dann mit einem am Zugmittel angeordneten Schlaufenelement durch dessen Anhängen in Eingriff gelangen. Alternativ oder ergänzend hierzu können die Kopplungsstellen beispielsweise Öffnungen oder Vertiefungen umfassen, welche dann mit einem am Zugmittel angeordneten Hakenelement durch Einhängen in Eingriff gelangen.

Alternativ zur Anordnung eines Einstellrasters kann die Verstelleinrichtung ein in seiner Länge veränderbares Einstellglied umfasst, um die Lage des Endes des Zugmittels entsprechend zu ändern. Hierzu ist das Einstellglied bevorzugt zwischen dem Ende des Zugmittels sowie der Torzarge und/oder der Konsole eingegliedert. Das Einstellglied kann beispielsweise als Spannglied ausgestaltet sein, wobei der Abstand seiner beiden freien Enden durch Umwandlung einer rotatorischen Bewegung in eine translatorische Bewegung veränderbar ist. Weitergehende Ausgestaltungen könnten beispielsweise ein Ratschensystem vorsehen, bei dem ein Verschwenken eines Hebels dazu genutzt wird, beispielsweise den Endabschnitt des Zugmittels auf eine Welle zu wickeln.

Weiterhin ist es möglich, dass mindestens eine weitere untere Laufschiene vorgesehen sein kann, welche dann unterhalb der oberen Laufschiene angeordnet ist. Bevorzugt kann sich die untere Laufschiene dabei zumindest abschnittsweise parallel zur oberen Laufschiene erstrecken. Um eine durchgehende Führung für das Torblatt zu erreichen, sind die aufgehende, insbesondere vertikale, Laufschiene und die untere, insbesondere horizontale, Laufschiene dann über einen Laufschienenbogen statisch und/oder funktional miteinander verbunden.

Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung kann ferner ein separates Bauteil in Form einer an einem freien Endabschnitt der oberen Laufschiene gelegenen Abwinkelung vorgesehen sein. Im geschlossenen Zustand des Tores kann diese bevorzugt nach unten gerichtete Abwinkelung zur Führung und Lagerung einer obersten, mit dem Torblatt verbundenen Rollvorrichtung dienen, so dass dieses mit Unterstützung der Schwerkraft vertikal nach unten verlagert und gleichzeitig horizontal in die Ebene der Torzarge verschwenkt werden kann. Aufgrund der Ausführung als separates Bauteil stellt die Abwinkelung keine aufwendige und mitunter nur grob konturierbare Umformung der oberen Laufschiene dar. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, dieses trotz hoher Präzision mit nur geringem Aufwand innerhalb kurzer Zeit fertigen zu können. In vorteilhafter Weise kann die Abwinkelung einen möglichst präzise ausgebildeten Kreisbahnabschnitt besitzen, so dass sich eine ideale Führung des Torblatts mit möglichst geringem Bewegungswiderstand ergibt.

Die obere Laufschiene ist dabei unter zumindest bereichsweiser Eingliederung dieser Abwinkelung mit der aufgehenden Torzarge verbunden. Die Verbindung kann dabei entweder direkt oder unter Zwischenschaltung der Konsole erfolgen, welche selbst entweder an der Torzarge befestigt oder ein materialeinheitlich einstückiger Bestandteil derselben sein kann. Im Ergebnis kann die obere Laufschiene folglich unmittelbar mit einem Bereich der Torzarge oder der Konsole verbunden sein. Aufgrund der Eingliederung zwischen der oberen Laufschiene und der Torzarge oder der Konsole ist die Abwinkelung naturgemäß gleichzeitig mit an der Torzarge oder der Konsole befestigt. Dabei verbindet das Verbindungsmittel die obere Laufschiene und die Abwinkelung gleichzeitig mit der Torzarge oder der Konsole, indem dieses von der Öffnungsseite der oberen Laufschiene her zunächst durch deren freien Endabschnitt der oberen Laufschiene und anschließend durch die Abwinkelung hindurch geführt ist, bevor es anschließend zumindest abschnittsweise an bzw. in dem Kopplungsbereich der Torzarge und/oder Konsole festgelegt ist. Aufgrund der Eingliederung der als separates Bauteil ausgeführten Abwinkelung kann so eine überaus belastbare und eine hohe Steifigkeit aufweisende Verbindung zwischen der oberen Laufschiene, der Abwinkelung und der Torzarge oder der Konsole erreicht werden.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Laufschienenanordnung können die Laufschienen sowie der Laufschienenbogen einen zumindest abschnittsweise C-förmig ausgebildeten Querschnitt besitzen, der zumindest abschnittsweise zu deren Öffnungsseite hin entsprechend offen ausgestaltet ist. Hierdurch können die Rollkörper der Rollvorrichtung innerhalb des offenen Querschnitts der Laufschienen geführt und gelagert sein, während der Rest der jeweiligen Rollvorrichtung außerhalb der Laufschienen verbleibt und über wenigstens eine sich durch die offene Öffnungsseite der Laufschiene/n hindurch erstreckende Achse mit dem daran drehbar gelagerten Rollkörper verbunden ist.

Die Erfindung ist ferner auf ein Tor gerichtet, insbesondere auf ein Sektionaltor. Das erfindungsgemäße Tor umfasst wenigstens eine wie zuvor beschriebenen erfindungsgemäße Laufschienenanordnung sowie ein Torblatt, welches mit dem Zugmittel der Gewichtsausgleichsvorrichtung kinematisch gekoppelt ist. Auch wenn es sich bei dem Torblatt um eine starre, beispielsweise einstückige Einrichtung handeln kann, wird eine wenigstens zwei gelenkig miteinander verbundene Segmente aufweisende Ausgestaltung im Sinne eines Sektionaltores bevorzugt. Dabei ist das Zugmittel bevorzugt mit dem untersten Segment des Torblatts kinematisch gekoppelt. In jedem Fall ist das Torblatt unter Zwischenschaltung wenigstens einer Rollvorrichtung an wenigstens einer Laufschiene der Laufschienenanordnung geführt, woraus sich ein festgelegter Bewegungspfad für das sich im Wesentlichen durch eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung entsprechend öffnende und schließende Torblatt ergibt.

Die sich aus dem erfindungsgemäßen Tor ergebenden Vorteile wurden bereits zuvor im Zusammenhang mit der Vorstellung der erfindungsgemäßen Laufschienenanordnung näher erläutert, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen an dieser Stelle auf die vorherigen Ausführungen hierzu verwiesen wird.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tors kann die Rollvorrichtung einen mit dem Torblatt verbundenen Träger und wenigstens einen an dem Träger rotierbar gelagerten Rollkörper aufweisen. In vorteilhafter Weise sind Träger und Rollkörper über eine Achse miteinander verbunden, deren Durchmesser an die Öffnungsweite des zur Öffnungsseite hin offenen Querschnitts der Laufschiene/n so angepasst ist, dass eine freie Beweglichkeit entlang der Laufschiene gewährleistet ist. Dabei steht der Rollkörper zumindest teilweise mit einer der Laufschienen in Eingriff, indem dieser zumindest bereichsweise innerhalb des offenen Querschnitts der Laufschiene/n angeordnet ist.

Die Erfindung sieht vor, dass ein oberer Abschnitt des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer ersten Rollvorrichtung an der oberen Laufschiene geführt ist, während der restliche Abschnitt des Torblatts unter Zwischenschaltung wenigstens einer zweiten Rollvorrichtung an der aufgehenden und/oder unteren Laufschiene geführt ist. In bevorzugter Weise kann es sich bei dem oberen Abschnitt um ein oberes Segment und bei dem restlichen Abschnitt um wenigstens ein oder mehrere restliche Segmente des Torblatts handeln.

Vorteilhafte Einzelheiten und Wirkungen der Erfindung sind im Folgenden anhand eines in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Laufschienenanordnung in einer perspektivischen Darstellungsweise sowie

2 eine Rückansicht des Detailausschnitts der der Laufschienenanordnung aus 1 in gleicher Darstellungsweise.

1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Laufschienenanordnung 1. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist diese bereits auf einen Ausschnitt bzw. Abschnitt reduziert und spiegelt daher nicht zwingend die in der Praxis üblichen Längenabmessungen wider.

Die Laufschienenanordnung 1 umfasst eine aufgehende Laufschiene 2, welche sich vorliegend parallel zu einer vertikalen Hochrichtung z erstreckt. Weiterhin umfasst die Laufschienenanordnung 1 eine sich in einem Winkel a zur aufgehenden Laufschiene 2 erstreckende untere Laufschiene 3, die über einen gekrümmten Laufschienenbogen 4 mit der aufgehenden Laufschiene 2 verbunden ist. Erkennbar erstreckt sich die Längsachse x1 der unteren Laufschiene 3 parallel zu einer horizontalen Längsrichtung x, so dass sich vorliegend ein Winkel a von 90° zwischen der aufgehende Laufschiene 2 und der untere Laufschiene 3 ergibt.

In Hochrichtung z über der unteren Laufschiene 3 ist eine weitere obere Laufschiene 5 angeordnet, deren Längsachse x2 sich im Wesentlichen parallel zur Längsachse x1 der unteren Laufschiene 3 und damit parallel zur Längsrichtung x erstreckt. Erkennbar kragt die obere Laufschiene 5 weiter aus, so dass deren freier Endabschnitt 5a sich über die untere Laufschiene 3 hinaus im Bereich oberhalb des Laufschienenbogens 4 erstreckt. Vorliegend ist ein Teil des freien Endabschnitts 5a gegenüber der restlichen oberen Laufschiene 5 leicht nach unten entgegen der Hochrichtung z abgewinkelt. Dabei schließen die Längsachse x2 der oberen Laufschiene 5 und die Längsachse x3 deren freien Endabschnitts 5a einen Winkel b von 5° bis 20° zwischen sich ein. An Ende des freien Endabschnitts 5a der oberen Laufschiene 5 ist eine Abwinkelung 6 angeordnet, die damit einen Abschluss der oberen Laufschiene 5 bildet.

Parallel zur aufgehenden Laufschiene 2 ist eine Torzarge 7 ersichtlich, die mit einer Konsole 8 verbunden ist. Die Torzarge 7 dient der Einfassung eines hier nicht ersichtlichen Torblatts, welches üblicherweise zwischen zwei sich gegenüberstehenden Laufschienenanordnungen 1 angeordnet und entlang deren Laufschienen 2, 3, 5 und Laufschienenbögen 4 geführt ist. Hierzu weisen diese erkennbar einen zu einer Öffnungsseite 9 in eine Querrichtung y hin offenen, C-förmigen Querschnitt auf. Dabei ist die Öffnungsseite 9 dem Torblatt zugewandt, so dass die Rollkörper von mit dem Torblatt verbundenen Rollvorrichtungen innerhalb des offenen Querschnitts der Laufschienen in hier nicht gezeigter Weise geführt und gelagert sein können. Der Rest der jeweiligen Rollvorrichtung verbleibt dann außerhalb der Laufschienen und ist über wenigstens eine sich durch die offene Öffnungsseite der Laufschienen 2, 3, 5 und des Laufschienenbogens 4 hindurch erstreckende Achse mit den daran drehbar gelagerten Rollkörpern verbunden.

Die Abwinkelung 6 ist so ausgestaltet, dass diese den freien Endabschnitt 5a der oberen Laufschiene 5 teilweise umgreift. Hierdurch ist ein Teil der Abwinkelung 6 zwischen der oberen Laufschiene 5 bzw. deren freien Endabschnitt 5a und der Konsole 8 angeordnet. Die Verbindung zur Konsole 8 erfolgt dabei derart, dass ein Verbindungsmittel 6a von jener der Abwinkelung 6 abgewandten Öffnungsseite 9 der oberen Laufschiene 5 her durch deren freien Endabschnitt 5a und die Abwinkelung 6 hindurch angeordnet ist. Weiterhin erstreckt sich das Verbindungsmittel 6a in hier nicht ersichtlicher Weise weiter bis in die Konsole 8, so dass das Verbindungsmittel 6a letztlich in dieser angeordnet und festgelegt ist.

Die Laufschienenanordnung 1 umfasst weiterhin eine Gewichtsausgleichsvorrichtung 10, die vorliegend drei, parallel zur Querrichtung y nebeneinander angeordnete elastische Federelemente 11 besitzt. Ersichtlich sind die Federelemente 11 im Bereich der oberen Laufschiene 5 angeordnet, wobei sie sich zumindest abschnittsweise parallel zu dieser erstrecken. Ein der Torzarge 7 sowie der Konsole 8 zugewandtes Ende der Federelemente 11 ist mit einer Rolle 12 gekoppelt, welche um eine parallel zur Hochrichtung z verlaufende Drehachse herum rotierbar ist. Eine weitere um eine parallel zur Querrichtung y herum rotierbare Rolle 13 ist an der Torzarge 7 angeordnet. Dabei liegen beide Rollen 12, 13 im Wesentlichen auf selber Höhe. Die Rollen 12, 13 sind dazu vorgesehen, ein strangförmiges Zugmittel 14 der Gewichtsausgleichsvorrichtung 10 derart umzulenken, dass dieses über jeweils wenigstens einen Kreisbogenabschnitt der Rollen 12, 13 geführt ist. Insbesondere die an der Torzarge 7 gelegene Rolle 13 dient dazu, das Zugmittel 14 quasi um 90° von einem horizontalen Verlauf in einen vertikalen Verlauf umzulenken.

Entgegen der Hochrichtung z ist unterhalb des Laufschienenbogens 4 eine Verstelleinrichtung 15 an der Torzarge 7 angeordnet, welche ein Einstellraster 16 umfasst. Das Einstellraster 16 weist mehrere in Bezug auf die Hochrichtung z voneinander beabstandete Kopplungsstellen 17 auf, welche vorliegend als Durchgangsöffnungen ausgestaltet sind. Demgegenüber sind die beiden Enden 14a, 14b des Zugmittels 14 mit einem mit den Hinterschneidungen der Kopplungsstellen 17 korrespondierenden Hakenelement 18 verbunden, welches durch dessen Einhängen erkennbar mit den Hinterschneidungen von jeweils zwei parallel zur Längsrichtung x nebeneinander angeordneten Kopplungsstellen 17 in Eingriff steht. Aufgrund der Anordnung und Ausgestaltung des Einstellrasters 16 der Verstelleinrichtung 15 ist es möglich, die Lage der beiden Enden 14a, 14b des Zugmittels 14 in Bezug auf die Hochrichtung z zu ändern.

Hierzu kann das Hakenelement 18 aus den Kopplungsstellen 17 ausgehängt werden und anschließend in oberhalb oder unterhalb dieser Kopplungsstellen 17 gelegene Kopplungsstellen 17 des Einstellrasters 16 eingehängt werden. Das Zugmittel 14 ist so geführt, dass es die Federelemente 11 mit einem hier nicht ersichtlichen Torblatt kinematisch koppelt.

Eine Veränderung in der Lage des an den beiden Enden 14a, 14b des Zugmittels 14 angeordneten und in jeweils zwei der Kopplungsstellen 17 der Verstelleinrichtung 15 eingesetzten Hakenelemente 18 bewirkt, dass die Federelemente 11 in ihrer sich parallel zur Längsrichtung x erstreckenden Länge verändert werden. Eine solche Längenveränderung geht mit einer Manipulation der (Vor)Spannung der Federelemente 11 her, so dass sich die auf das Torblatt wirkende Kraft der Gewichtsausgleichsvorrichtung 10 bequem einstellen bzw. ändern lässt.

2 zeigt eine um rund 270° um die Hochrichtung z herum gedrehte Rückansicht der Laufschienenanordnung 1 aus 1. Diese perspektivische Darstellung verdeutlicht nochmals die Lage der Kopplungsstellen 17 des Einstellrasters 16 der Verstelleinrichtung 15 an der Torzarge 7. In dieser Ansicht sind auch die beiden durch zwei der Kopplungsstellen 17 hindurch angeordneten Haken des Hakenelements 18 ersichtlich.

Bezugszeichenliste

1
Laufschienenanordnung
2
Laufschiene von 1, aufgehend
3
Laufschiene von 1, unten
4
Laufschienenbogen zwischen 2 und 3
5
Laufschiene von 1, oben
5a
freier Endabschnitt von 5
6
Abwinkelung von 1
6a
Verbindungsmittel von 1
7
Torzarge von 1
8
Konsole von 1
9
Öffnungsseite
10
Gewichtsausgleichsvorrichtung von 1
11
Federelement von 10
12
Rolle von 10
13
Rolle von 10
14
strangförmiges Zugmittel von 10
14a
Ende von 14
14b
Ende von 14
15
Verstelleinrichtung von 10
16
Einstellraster von 15
17
Kopplungsstelle von 16
18
Hakenelement an 14a und 14b
a
Winkel zwischen 2 und 3
b
Winkel zwischen 5 und 5a
x
Längsrichtung
x1
Längsachse von 3
x2
Längsachse von 5
x3
Längsachse von 5a
y
Querrichtung
z
Hochrichtung

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • FR 2863644 A1 [0004, 0004]
  • CH 343624 A [0004, 0004]