Title:
Durchmesserreduziertes Mehrleiterkabel und Kontaktvorrichtung hierfür
Kind Code:
U1
Abstract:

Elektrisches Mehrleiter-Kabel mit Kontaktvorrichtung für einen Steckverbinder, insbesondere Leitung mit Ladestecker an einer Ladestation für Elektrofahrzeuge, umfassend:
einen zentralen Kabelkern, eine Anzahl konzentrisch zueinander ringförmig um den Kabelkern angeordneter Leiter aus Einzeldrähten, und jeweils eine Isolierung zwischen den Leitern; dadurch gekennzeichnet, dass
– die Kontaktvorrichtung zwei Klemmschalenteile umfasst, die an ihrer Innenseite mehrere voneinander radial abgestufte Aufnahmen aufweisen;
– in den Aufnahmen zumindest eines Klemmschalenteils jeweils ein Kontaktkörper angeordnet ist, der einem der konzentrischen Leiter zwecks Kontaktierung zugeordnet ist, wobei jeder Kontaktkörper eine Rinnenform mit Längserstreckung und gekrümmtem Querschnittsverlauf um einen Umfangsanteil des zugeordneten Leiters aufweist;
– ein Verschluss zum Verbinden der Klemmschalenteile vorgesehen ist, welcher in einer Schließstellung die Klemmschalenteile aneinander befestigt; und dass
– die Klemmschalenteile in der Schließstellung die Kontaktkörper koaxial zueinander halten und jeden Kontaktkörper zwecks Kontaktierung an den jeweils zugeordneten konzentrischen Leiter anpressen.



Application Number:
DE202017103370U
Publication Date:
09/05/2017
Filing Date:
06/02/2017
Assignee:
igus GmbH, 51147 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE4004802A1N/A1991-08-14
Foreign References:
32619071966-07-19
FR2693024A11993-12-31
Other References:
IEC 62196 Typ 2
Attorney, Agent or Firm:
LIPPERT STACHOW Patentanwälte Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, 51427, Bergisch Gladbach, DE
Claims:
1. Elektrisches Mehrleiter-Kabel mit Kontaktvorrichtung für einen Steckverbinder, insbesondere Leitung mit Ladestecker an einer Ladestation für Elektrofahrzeuge, umfassend:
einen zentralen Kabelkern, eine Anzahl konzentrisch zueinander ringförmig um den Kabelkern angeordneter Leiter aus Einzeldrähten, und jeweils eine Isolierung zwischen den Leitern; dadurch gekennzeichnet, dass
– die Kontaktvorrichtung zwei Klemmschalenteile umfasst, die an ihrer Innenseite mehrere voneinander radial abgestufte Aufnahmen aufweisen;
– in den Aufnahmen zumindest eines Klemmschalenteils jeweils ein Kontaktkörper angeordnet ist, der einem der konzentrischen Leiter zwecks Kontaktierung zugeordnet ist, wobei jeder Kontaktkörper eine Rinnenform mit Längserstreckung und gekrümmtem Querschnittsverlauf um einen Umfangsanteil des zugeordneten Leiters aufweist;
– ein Verschluss zum Verbinden der Klemmschalenteile vorgesehen ist, welcher in einer Schließstellung die Klemmschalenteile aneinander befestigt; und dass
– die Klemmschalenteile in der Schließstellung die Kontaktkörper koaxial zueinander halten und jeden Kontaktkörper zwecks Kontaktierung an den jeweils zugeordneten konzentrischen Leiter anpressen.

2. Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss als:
– werkzeugfrei schließbarer Schnellverschluss, wie z.B. als Schnellspanner, Clipverbindung oder dgl., ausgeführt ist, insbesondere als nicht lösbarer Schnellverschluss;
– als nicht lösbare Nietverbindung; oder
– als lösbare Schraubverbindung ausgeführt ist.

3. Kabel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine flächige elektrische Kontaktierung der Rinnenform der Kontaktkörper mit dem jeweils zugeordneten Leiter überwiegend und insbesondere ausschließlich durch vom Verschluss erzeugte und vom Klemmschalenteil auf den Kontaktkörper übertragene Klemmkraft auf die Umfangsfläche der jeweils zugeordneten Leiter erzielt wird.

4. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnenform der Kontaktkörper sich über einen Umfangsanteil von mindestens 20% bis maximal 80% des Umfangs, insbesondere einen Umfangswinkel von mindestens 120° bis maximal 270°, des zugeordneten konzentrischen Leiters erstreckt.

5. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, insbesondere nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnenform der Kontaktkörper sich über einen Umfangsanteil von ca. 60% bis 95% des Umfangs des zugeordneten konzentrischen Leiters erstreckt, und zwei gegenüberliegende Aufnahmen der Klemmschalenteile jeweils einen solchen Kontaktkörper aufnehmen und anpressen.

6. Kabel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinnenform der Kontaktkörper einen bogenförmig gekrümmten Querschnitt, insbesondere einen kreisbogenförmig gekrümmten Querschnitt; oder einen unstetig gekrümmten Querschnitt aufweist.

7. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, insbesondere nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktkörper jeweils einteilig hergestellt sind.

8. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktkörper in einem ersten Bereich die Rinnenform aufweisen und in einem gegenüberliegenden zweiten Bereich Kontaktstifte oder Kontaktbuchsen für einen Steckverbinder umfassen.

9. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, insbesondere nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmschalenteile der Kontaktvorrichtung Bestandteile eines mehrteiligen Steckverbinder-Gehäuses bilden, wobei das Steckverbindergehäuse vorzugsweise aus den Klemmschalenteilen besteht.

10. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, insbesondere nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmschalenteile in einem ersten Bereich die Aufnahmen aufweisen und in einem gegenüberliegenden zweiten Bereich Gehäuseteile eines Steckers oder einer Kupplung bilden, und insbesondere im zweiten Bereich jeweils mindestens einen endseitigen Kontaktträger für einen Kontaktstift oder eine Kontaktbuchse umfassen.

11. Kabel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass Klemmschalenteile mindestens eine Dichtung an ihrer Schnittstelle und oder eine Zugentlastung am kabelseitigen Ende des ersten Bereichs aufweisen.

12. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, insbesondere nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktvorrichtung genau zwei Klemmschalenteile, insbesondere Formteile aus Kunststoff, aufweist, die als Halbschalen, insbesondere als Gleichteile hergestellt sind.

13. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Anzahl Aufnahmen entsprechend der Anzahl konzentrischer Leiter in jedem Klemmschalenteil vorgesehen ist und zumindest einige Aufnahmen jedes Klemmschalenteils jeweils die Rinnenform eines Kontaktkörpers und den davon umrandeten Umfangsanteil des zugeordneten Leiters aufnehmen.

14. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelkern einen weiteren Leiter aus Einzeldrähten umfasst.

15. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zu jeder Isolierung zwischen einem Paar angrenzender konzentrischer Leiter eine Stützschicht vorgesehen ist, welche ein Eindrücken von Einzeldrähten in die Isolierung verhindert.

16. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Einzeldrähte von einem konzentrischen Leiter zum nächsten konzentrischen Leiter nach außen abnimmt.

17. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Leiter aus verseilten Einzeldrähten besteht, vorzugsweise mit abwechselnd gegenläufiger Schlagrichtung von einem Leiter zum nächsten, und insbesondere auf die zwischenliegende Isolierung verseilt.

18. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei konzentrische Leiter um den Kabelkern angeordnet sind, wobei zwei Leiter mit jeweils einem Gesamt-Ringquerschnitt von mindestens 20mm2, insbesondere über 60mm2, als Stromversorgungsleiter dienen.

19. Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 18, insbesondere nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Signalleiter zur Datenübertragung mit deutlich geringerem Gesamtquerschnitt vorgesehen ist.

20. Kontaktvorrichtung für einen Steckverbinder, insbesondere für bzw. als Teil eines Ladesteckers an einer Ladestation für Elektrofahrzeuge, gekennzeichnet durch die kennzeichnenden Merkmale nach einem der Ansprüche 1 bis 13.

21. Ladestation für Elektrofahrzeuge umfassend ein Kabel bzw. eine Kontaktvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19.

22. Verwendung eines Kabels nach einem der Ansprüche 1 bis 19 als Ladekabel für Elektrofahrzeuge.

Description:

Die Erfindung betrifft allgemein ein flexibles elektrisches Mehrleiter-Kabel mit einem zentralen Kern sowie einer Anzahl konzentrisch zueinander und ringförmig um den Kern angeordneter Leiter aus Einzeldrähten. Die Erfindung betrifft speziell ein derartiges Mehrleiter-Kabel mit einer Kontaktvorrichtung, insbesondere für einen Steckverbinder.

Eine gattungsgemäße Leitung mit konzentrisch um einen Kern angeordneten Leitern ist z.B. aus der Offenlegungsschrift DE 40 04 802 A1 bekannt, mit dem Zweck, hohen dynamischen Beanspruchungen standzuhalten.

Im Patent US 3,261,907 wurde ebenfalls, bei einem Mehrleiter-Stromversorgungskabel für hohe Frequenzen vorgeschlagen, die Leiter aus Einzeldrähten konzentrisch zueinander und ringförmig um einen Kern anzuordnen. Neben dem Hauptvorteil, die Impedanz zu verringern, wird dort auch als Vorteil angegeben, dass eine derartige Leitung einen kompakteren Aufbau ermöglicht.

Ferner wird in der FR 2 693 024 A1 für ein Daten- und Stromversorgungskabel mit konzentrischer bzw. koaxialer Anordnung der Leiter eine Durchmesser-Reduzierung von ca. 30% angegeben.

In der Tat erlaubt die konzentrische Bauweise eine spürbare Reduzierung des Gesamtdurchmessers des Kabels im Vergleich zur üblichen Bauweise mit einer Bündelung nebeneinander angeordneter konventioneller Adern mit entsprechendem Leiterquerschnitt.

Eine Reduzierung des Gesamtdurchmessers erleichtert insbesondere die Handhabung. Dies ist nicht nur aber vor allem in manuellen Benutzeranwendungen, wie z.B. bei Ladeleitungen von Ladestationen für Elektrofahrzeuge, ein relevanter Vorteil.

Besonders bedeutsam wird ein kompakter Kabelquerschnitt mit Blick auf den Wunsch kurzer Ladezeiten, d.h. steigender Ladeströme bis hin zu einigen hundert Ampere, welche u.a. aus thermischen Gründen große Leiterquerschnitte der einzelnen Leiter erfordern, insbesondere bei Gleichstrom. Aktuell übliche Ladekabel, z.B. nach IEC 62196 Typ 2, sind i.d.R. für Ladeströme bis 32A geeignet.

Die vorgenannten Patentschriften bieten im Übrigen keinerlei Lösung für das Konfektionieren von Mehrleiter-Kabeln, insbesondere für die Kontaktierung mit elektrischen Anschlussmitteln, wie z.B. Steckverbindern.

Die FR 2 693 024 A1 bestätigt ausdrücklich, dass gattungsgemäße Mehrleiterkabel als Stromversorgungskabel typisch nicht eingesetzt werden, gerade wegen Schwierigkeiten bei den elektrischen Anschlüssen und der Isolierung (vgl. a.a.O. Seite 5, Z. 23–28).

Auch allgemein fehlt dem Stand der Technik bisher eine effektive, kostengünstige Lösung zum Kontaktieren der konzentrischen Leiter.

Eine erste Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine verbesserte, vereinfachte Kontaktier-Vorrichtung für durchmesserreduzierte Mehrleiter-Kabel mit konzentrischen Leitern vorzuschlagen. Diese soll insbesondere den Aufwand des Anschließens bzw. der Konfektionierung des Kabels mit Verbindern spürbar verringern.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein elektrisches Kabel mit einer Kontaktvorrichtung nach Anspruch 1 und unabhängig hiervon auch durch die Kontaktvorrichtung nach Anspruch 20.

Bei einem elektrischen, vorzugsweise flexiblen Mehrleiterkabel mit einem zentralen Kabelkern, einer Anzahl konzentrisch bzw. koaxial zueinander angeordneter, den Kabelkern umkreisender gegeneinander isolierter Leiter aus Einzeldrähten wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Kontaktvorrichtung mindestens oder genau zwei Klemmschalenteile umfasst, die an ihrer Innenseite mehrere zueinander radial abgestufte Aufnahmen aufweisen, die in Richtung der Kabelachse treppenartig aufeinanderfolgen und z.B. eine trogartige oder muldenförmige Gestaltung haben können. Ferner ist vorgesehen, dass in zumindest einigen Aufnahmen, vorzugsweise in jeder Aufnahme, von zumindest einem Klemmschalenteil jeweils ein separater rinnenförmiger Kontaktkörper angeordnet ist, der einem der konzentrischen Leiter zwecks Kontaktierung zugeordnet ist. Jeder Kontaktkörper hat eine Längserstreckung und einen gekrümmten Querschnittsverlauf, der einen Umfangsanteil des zugeordneten Leiters umgeben soll, um an diesem anzuliegen. In den Aufnahmen des bzw. der Klemmschalenteile können die Kontaktkörper mit ihrer Längserstreckung koaxial zueinander, ebenfalls treppenartig abgestuft gehalten sein.

Als weiteren Aspekt sieht die Erfindung einen Verschluss vor zum Verbinden der Klemmschalenteile miteinander, d.h. welcher in einer Schließstellung die Klemmschalenteile mechanisch fest verbindet. Hierdurch können die Klemmschalenteile in der Schließstellung jeden der vorgesehenen Kontaktkörper zwecks Kontaktierung an den jeweils zugeordneten konzentrischen Leiter anpressen.

Mit der vorgeschlagenen Kontaktvorrichtung können konzentrisch aufgebaute Mehrleiterkabel mit besonders wenig Montageaufwand konfektioniert werden. Das Kabel muss dafür nur entsprechend der Abstufung in der Anordnung der Kontaktkörper stufenweise abgesetzt werden, d.h. treppenartig abisoliert werden so, dass in aufeinanderfolgenden Längsabschnitten ein anderer Leiter freigelegt ist. Hierfür stehen geeignete Werkzeuge bzw. Maschinen bereit. Das elektrische Kontaktieren kann im einfachsten Fall dann allein durch passendes Einlegen bzw. Einführen des stufenweise abgesetzten Kabelendes in die offene Stellung der Klemmschalenteile und anschließendes Schließen der Klemmschalenteile erfolgen. Durch die geeignete Dimensionierung und den Verschluss wird eine ausreichende Anpresskraft zwischen den Kontaktkörpern und der zugeordneten Mantelfläche der Rundleiter erzielt. Es ist dabei insbesondere auch keine herkömmliche Schraub- oder Lötkontaktierung erforderlich.

Kurz ausgedrückt, besteht ein Kernaspekt der Erfindung darin, dass zwei Klemmschalen mit einer abgestuften Anordnung von Kontaktmitteln beim Verschließen gleichzeitig auch das Kontaktieren des stufenweise abgesetzten Kabelendes erzielen. Entsprechende weitere Arbeitsschritte entfallen. Es wird u.a. ein schnelles und wegen der vorgegebenen Zuordnung fehlerfreies Kontaktieren gewährleistet. Der spezielle Aufbau der Leitung mit konzentrischen „Rundleitern“ ermöglicht dabei eine Reduzierung im Außendurchmesser ca. 20% oder mehr gegenüber einer konventionellen Leitung für den gleichen Strombelag bzw. mit den zugehörigen Leiterquerschnitten. Die bekannten Schwierigkeiten der Konfektionierung solcher Spezialkabel werden durch die Erfindung überwunden.

Unter Rinnenform wird vorliegend auch ein kurzer Längsabschnitt aus einer gedachten Rinne verstanden, d.h. die Abmessung in Längserstreckung kann kleiner sein als in Umfangsrichtung, ähnlich z.B. einer Klemmhülse oder Klemmschelle. Als „Einzeldraht“ wird vorliegend ganz allgemein und ungeachtet des Querschnitts jeder leitfähige Draht (Engl. wire, insbesondere im Sinne der IEV ref. 151-12-28) verstanden, u.a. auch ein einzelner Draht in einer Litze oder einem Leiterseil.

Die erforderliche Kraft für die kraftschlüssige Kontaktierung lässt sich über die Dimensionierung der Klemmschalenteile, der Kontaktkörper und oder den Verschluss vorbestimmen oder ggf. auch einstellen. Durch die passende Zuordnung der einzelnen Stufen zueinander kann zudem inhärent eine fehlerfreie Kontaktierung gewährleistet werden, sofern die Lage der Kontaktkörper vorbestimmt wurde. Dies kann ggf. durch einen geeigneten Schutz gegen Vertauschung gewährleistet werden.

In einer Weiterbildung kann dabei der Verschluss als werkzeugfrei schließbarer Schnellverschluss, wie z.B. als Schnellspanner, Hebelspanner, z.B. Kniehebelspanner, Rast-/Clipverbinder oder dgl., ausgeführt sein.

In bevorzugter Ausführungsform ist der Verschluss aus Gründen der elektrischen Sicherheit als nicht lösbarer Schnellverschluss, d.h. nicht zerstörungsfrei lösbare Verbindung ausgeführt. Dies kann z.B. auch mit einem Kniehebelspanner realisiert werden, wenn die Spannhebel passgenau bzw. bündig in eine Aufnahme eintauchen und nachträglich für den Benutzer nicht mehr zugänglich sind.

Auch andere Arten von nicht lösbaren Verbindungen sind denkbar, z.B. eine Nietverbindung oder eine Klebeverbindung, jedoch z.T. mit etwas höherem Montageaufwand verbunden.

Eine kostengünstige Lösung, die hohe Anpresskräfte erlaubt, sieht vor, dass der Verschluss als lösbare Schraubverbindung ausgeführt ist. Dies erlaubt z.B. auch nachträglich Wartungsarbeiten.

Eine flächige elektrische Kontaktierung der Rinnenform an den Kontaktkörpern mit dem jeweils zugeordneten Leiter kann überwiegend und insbesondere bzw. vorzugsweise ausschließlich durch vom Verschluss erzeugte Klemmkraft auf die Umfangsfläche der jeweils zugeordneten Leiter erzielt werden, wobei diese Klemmkraft des Verschlusses vom Klemmschalenteil auf den Kontaktkörper übertragen werden kann. Vorzugsweise werden dabei durch vorbestimmte Dimensionierung alle zugeordneten Kontaktkörper mit im Wesentlichen gleicher Vorspannung auf die jeweilige Mantelfläche des abgestuft freigelegten Leiterabschnitts angepresst. Somit kann die elektrische Kontaktierung flächig und kraftschlüssig ohne weitere Arbeitsschritte erfolgen.

Insbesondere, wenn in jedem von zwei Klemmschalenteilen Kontaktkörper aufgenommen sind, ist es zur hinreichenden Kontaktierung vorteilhaft, wenn die Rinnenform der Kontaktkörper sich über einen Umfangsanteil von mindestens 20% bis maximal 80% des Umfangs, insbesondere einen Umfangswinkel von mindestens 120° bis maximal 270°, des zugeordneten konzentrischen Leiters erstreckt.

Es ist alternativ auch möglich, eine Rinnenform in Art von Klemmhülsen auszuführen, d.h. vorzusehen, dass die Rinnenform der Kontaktkörper sich über einen Umfangsanteil von mehr als 60% bis hin zu 95% oder mehr des Umfangs des zugeordneten konzentrischen Leiters erstreckt. Dabei können zwei gegenüberliegende Aufnahmen der Klemmschalenteile jeweils einen solchen Kontaktkörper aufnehmen und anpressen, z.B. indem der freie Querschnitt der Aufnahmen ein Untermaß gegenüber zumindest der Klemmhülse und ggf. des zugeordneten Leiters aufweist.

Es können also getrennt in jeder Klemmschale Kontaktkörper vorliegen, oder gemeinsame Kontaktkörper für jede Radialstufe, welche durch Zusammenwirken der Klemmschalen auf den jeweiligen „Rundleiter“ gepresst werden, ähnlich Klemmhülsen. Letztere Gestaltung vereinfacht weitergehend die Konfektionierung, z.B. wenn die Kontaktkörper Kontaktstifte oder -Buchsen umfassen, wie weiter unten beschrieben.

In einfach herzustellender Bauweise haben die Kontaktkörper zumindest teilweise eine Rinnenform mit bogenförmig gekrümmtem Querschnitt, insbesondere mit kreisbogenförmig gekrümmtem Querschnitt.

Es ist auch möglich, einen unstetig gekrümmten Querschnitt vorzusehen, etwa einen gewellten oder verzahnten Verlauf der Krümmung um den zugeordneten Leiter. Durch diese aufwendigere Formgebung kann die insgesamt vorhandene Kontaktfläche vergrößert werden und z.B. auch ein „Verhaken“ mit den Einzeldrähten der Leiter z.B. zur Längsarretierung bewirkt werden.

Kostengünstig sind Kontaktkörper, die einteilig hergestellt sind, etwa als umgeformte Blechteile z.B. aus Kupferblech, wobei die umzuformende Grundform durch Stanzen hergestellt sein kann. Alternativ sind auch spanend hergestellte Kontaktkörper möglich, z.B. Kupferfrästeile.

Besonders effektiv und zeitsparend ist eine Weiterbildung, bei welcher die Kontaktkörper in einem ersten Bereich die Rinnenform aufweisen und in einem gegenüberliegenden zweiten Bereich Kontaktstifte oder Kontaktbuchsen für einen Steckverbinder umfassen. Wenn diese Art Kontaktkörper in zumindest einem Klemmschalenteil vorliegt, wird die Konfektionierung des Spezialkabels mit einem Steckverbinder erheblich erleichtert, da die Kontaktierung selbst bereits inhärent den Steckverbinder bereit- oder herstellen kann.

In einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Klemmschalenteile der Kontaktvorrichtung selbst, ggf. mit weiteren Gehäuseteilen, Bestandteile eines mehrteiligen Steckverbinder-Gehäuses bilden. Vorzugsweise kann das für die Anwendung gewünschte Steckverbindergehäuse auch im Wesentlichen aus den Klemmschalenteilen bestehen, so dass weitere Arbeitsschritte zur Steckverbindermontage entfallen. Der Steckverbinder kann z.B. ein Starkstrom-Stecker oder eine Starkstrom-Muffe, wie etwa nach IEC 62196 Typ 2 oder dgl. sein.

Insbesondere bei einer Kombination der beiden vorstehenden Weiterbildungen ist es daher vorteilhaft, wenn die Klemmschalenteile in einem ersten Bereich die Aufnahmen aufweisen und in einem gegenüberliegenden zweiten Bereich Gehäuseteile eines Steckers oder einer Kupplung bilden, und insbesondere im zweiten Bereich jeweils mindestens einen endseitigen Kontaktträger für einen Kontaktstift oder eine Kontaktbuchse umfassen. So kann das Kontaktieren des konzentrischen Leiters in einem Arbeitsschritt zugleich die Steckermontage erzielen.

Für bestimmte Schutzklassen ist es zweckmäßig, wenn die Klemmschalenteile mindestens eine Dichtung an ihrer Schnittstelle aufweisen, z.B. um das Steckverbindergehäuse spritzwasserdicht zu gestalten. So kann eine hohe IP-Schutzklasse z.B. IP67 erzielt werden. Ferner können die Klemmschalenteile auch eine Zugentlastung am kabelseitigen Ende des ersten Bereichs aufweisen, so dass mit dem Verschluss zugleich auch die Zugentlastung und ggf. auch eine Abdichtung am Außenmantel erzielt werden.

Eine weitere Vereinfachung wird erzielt, wenn die Kontaktvorrichtung genau zwei Klemmschalenteile, insbesondere Formteile aus Kunststoff z.B. Spritzgussteile, aufweist, die als Halbschalen hergestellt sind. Diese können dabei auch als Gleichteile hergestellt sein. Mit wenigen Typen von Klemmschalenteilen können so unterschiedlichste Spezialkabel kontaktiert und ggf. konfektioniert werden, wobei nicht in jeder Aufnahmestufe zwingend ein Kontaktköper vorgesehen werden muss. Daher ist in jedem Klemmschalenteil mindestens eine Anzahl Aufnahmen entsprechend der Anzahl konzentrischer Leiter vorgesehen, bzw. es können zumindest einige Aufnahmen jedes Klemmschalenteils jeweils die Rinnenform eines Kontaktkörpers und den davon umrandeten Umfangsanteil des zugeordneten Leiters aufnehmen.

Der Kabelkern kann rein als mechanisches Widerlager ausgeführt sein, umfasst aber vorzugsweise selbst einen weiteren Leiter aus Einzeldrähten zwecks räumlicher Optimierung. Es kann optional zu jeder Isolierung zwischen einem Paar angrenzender konzentrischer Leiter eine Stützschicht vorgesehen sein, welche ein Eindrücken von Einzeldrähten in die Isolierung verhindert. Dies ist insbesondere bei hohen Anpresskräften angebracht.

Zur Durchmesseroptimierung ist es weiterhin vorteilhaft, wenn der Querschnitt der Einzeldrähte von einem konzentrischen Leiter zum nächsten konzentrischen Leiter nach außen abnimmt. So kann z.B. der Drahtquerschnitt entsprechend dem Verhältnis der Radien von einem Leiter zum nächsten reduziert werden, da der Verteilungsumfang für die Einzeldrähte zunimmt. So kann, je nach nominalem Strombelag wahlweise der Leiterquerschnitt durch geeignete Auswahl der Einzeldrähte angepasst werden, um den Gesamtdurchmesser weiter zu verringern. Vorteilhaft wird z.B. der Schutzleiter radial Außen angeordnet, da dieser nach Norm einen geringeren Querschnitt haben kann als die stromführenden Leiter.

Die erfindungsgemäße Leitungs- und Kontaktierungs-Bauweise zeigt sich als besonders vorteilhaft, wenn drei oder mehr konzentrische Leiter um den Kabelkern angeordnet sind, und dabei zwei oder mehr Leiter mit sehr großem Querschnitt, etwa jeweils einem Gesamt-Ringquerschnitt von mindestens 20mm2, insbesondere über 60mm2, als Stromversorgungsleiter dienen. Für Gleichstrom bis 500A sind z.B. Leiterquerschnitte > 90mm2 erforderlich. Die Erfindung bietet auch erhebliche Vorteile bei Mehrzweck-Leitungen, wenn neben den Stromversorgungsleitern auch mindestens ein Signalleiter zur Datenübertragung mit deutlich geringerem Gesamtquerschnitt vorgesehen ist.

Die Herstellung des Spezialkabels kann in an sich bekannter Weise erfolgen. Mechanisch vorteilhaft ist, wenn jeder Leiter aus verseilten Einzeldrähten besteht, und diese vorzugsweise mit abwechselnd gegenläufiger Schlagrichtung von einem Leiter zum nächsten verseilt sind. Wie in DE 40 04 802 A1 beschrieben, können die Leiter z.B. auf die jeweils zwischenliegende Isolierung verseilt werden.

Die Erfindung betrifft auch die Kontaktvorrichtung als solche, insbesondere für einen Steckverbinder, mit den Merkmalen aus einer der vorstehenden Ausführungsformen.

Eine mögliche Anwendung der Erfindung findet sich im Bereich der Ladestationen für Elektrofahrzeuge, wo wegen dem Wunsch höherer Ladeströme und der erforderlichen Handhabbarkeit durch die Endnutzer besondere Vorteile erzielt werden. Auch in anderen Anwendungen mit hohen Stromstärken bietet die Erfindung Vorteile.

Die Erfindung kann jedoch grundsätzlich auf alle Arten elektrischer Mehrleiter-Kabel, einschließlich reiner Datenleitungen, angewendet werden, da eine Durchmesserreduzierung bei gleichzeitiger Verringerung des Montageaufwands in vielen Bereichen wünschenswert ist.

Weitere vorteilhafte Merkmale und Wirkungen der Erfindung werden im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1A1B: rein beispielhaft einen Querschnitt durch ein konventionelles Mehrleiter-Kabel (1B) sowie einen Mehrleiter-Kabel im Sinne der Erfindung (1A);

2A2C: schematische Ansichten eines Ausführungsbeispiels einer Kontaktvorrichtung für ein Mehrleiter-Kabel gemäß 1A; und

3A3B: eine schematische Ansichten von mehreren Kontaktkörpern für eine erfindungsgemäße Kontaktvorrichtung in Seitenansicht (3A) und Frontansicht (3B); und

4: eine schematische Frontansicht eines weiteren Kontaktkörpers.

In 1B ist ein herkömmliches Mehrleiter-Kabel 1 gezeigt, mit drei Adern 2, 3, d.h. Leitern aus Einzeldrähten mit einer jeweiligen Isolierung 4. Diese sind in einem Außenmantel 5 parallel nebeneinander geführt. Je nach benötigtem Leiterquerschnitt der Litzen 2, 3 ergibt sich ein bestimmter Gesamtdurchmesser D2.

Demgegenüber bietet die konzentrische erfindungsgemäße Kabelbauweise nach 1A eine spürbare Reduzierung des Gesamtdurchmessers D1 bei gleichbleibendem Leiterquerschnitt. 1A zeigt ein Mehrleiter-Kabel 10 mit einem ersten inneren Leiter 11 aus Einzeldrähten als Kern, einem konzentrisch auf der Isolierung 14 des inneren Leiters 11 aufgebrachten zweiten Leiter 12, mit im Wesentlichen identischen Leiterquerschnitt wie der Leiter 11. Ferner ist als Schutzleiter auf die Isolierung 14 des zweiten Leiters 12 ein dritter konzentrischer Leiter 13 ebenfalls ringförmig um die Mittelachse (senkrecht zu 1B) des Kabels 10 angeordnet, dessen Leiterquerschnitt geringer sein kann. Im Vergleich zum Gesamtdurchmesser D2 der konventionellen Leitung in 1B hat die Leitung in einen um etwa 20% bis 25% reduzierten Gesamtdurchmesser D1, gemessen am Außenmantel 15. Dies erhöht u.a. die Flexibilität und somit Handhabbarkeit des Kabels 10. Analog können natürlich auch Kabel mit mehr als drei Leitern aufgebaut werden (nicht gezeigt).

2A2C zeigen rein beispielhaft eine erfindungsgemäße Kontaktier-Vorrichtung 20 zum vereinfachten Konfektionieren eines Spezialkabels 10 gemäß 1A.

Die Kontaktvorrichtung 20 hat hier zwei Klemmschalenteile 21A, 21B in Form von Halbschalen mit im Wesentlichen identischen Aufbau, z.B. als Kunststoff-Gleichteile im Spritzguss. Die Klemmschalenteile 21A, 21B haben an der Innenseite mehrere zueinander radial abgestufte Aufnahmen 22-1, 22-2, 22-3, hier etwa trogartig zylindrisch. Der Radius der Aufnahmen 22-1, 22-2, 22-3 nimmt vom kabelseitigen Stirnende nach innen hin stufenweise ab, entsprechend einer abgestuften Abmantelung der einzelnen Leiter 11, 12, 13 des Spezialkabels 10. In 2A2C ist in jeder Aufnahme 22-1, 22-2, 22-3 ein entsprechender Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 aufgenommen, und jeweils einem der konzentrischen Leiter 11, 12, 13 zwecks Kontaktierung mit dem Steckverbinder (s. unten) zugeordnet.

Beispielhafte Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 sind in 34 gezeigt. Jeder Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 hat in einem ersten Bereich im Wesentlichen eine Rinnenform 24 mit einer Längserstreckung (in der Ebene der 3A) und gekrümmtem Querschnittsverlauf (3B/4) entlang eines zu kontaktierenden Umfangsanteils des zugeordneten Leiters 11, 12, 13. In 3B erstreckt sich die Rinnenform 24 über einen Umfangswinkel von ca. 180°, sodass in beiden Klemmschalenteilen 21A, 21B wahlweise ein oder zwei Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 vorgesehen werden können. In einem gegenüberliegenden zweiten Bereich sind integral mit dem Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 und über einen Steg mit der Rinnenform 24 verbundene Kontaktstifte 25 hergestellt (oder auch Kontaktbuchsen). Die Kontaktstifte 25 sind für einen Steckverbinder 26 (2A2B) vorgesehen. In der Bauweise nach 3B wird, je nach Leiter 11, 12, 13 und Lage des Kontaktstifts 25, im fertigen Steckverbinder 26 der passende Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 gewählt bzw. hergestellt. In der Ausführungsvariante nach 4 ist ein Kontaktkörper 23‘ gezeigt, dessen Rinnenform 24 im ersten Bereich sich über ca. 320–340° Umfangswinkel erstreckt, so dass in jeder Aufnahme 22-1, 22-2, 22-3 auch jeweils nur ein Kontaktkörper 23‘ vorgesehen werden kann. Hier kann die Position des Kontaktstifts 25 durch Drehen um die Hauptachse des Kabels 10 bzw. Steckverbinders 26 in der Aufnahme 22-1, 22-2, 22-3 eingestellt werden, so dass ggf. nicht für jeden Leiter 11, 12, 13 ein separater Kontaktkörper nötig ist. Die Rinnenform 24 kann einen kreisbogenförmig gekrümmten Querschnitt (3B/4) zeigen, oder auch einen unstetig gekrümmten Verlauf, etwa mit Verzahnung, sofern eine kraftschlüssig großflächige Kontaktierung mit der äußeren Mantelfläche des jeweiligen Leiters 11, 12, 13 gewährleistet ist.

Wie am besten aus 2A2C ersichtlich, bilden die beiden Klemmschalenteile 21A, 21B zugleich ein Steckverbindergehäuse mit geeignet ausgebildeten Kontaktträgern für die Kontaktstifte 25. Diese liegen im Bereich eines Steckers 26 welcher den Aufnahmen 22-1, 22-2, 22-3, bzw. der Durchführung des Spezialkabels 10 gegenüberliegt. Alternativ zur Gestaltung als Stecker 26, ist vollkommen analog auch eine Buchse möglich, wobei die Klemmschalenteile 21A, 21B beliebige Steckverbinder realisieren können. Die Klemmschalenteile 21A, 21B können somit Gehäuseteile eines Steckverbinders 26 sein.

Als möglicher Verschluss zum festen Verbinden der Klemmschalenteile 21A, 21B, z.B. zu einem geschlossenen Gehäuse, und zugleich auch zum Erzeugen einer elektrisch hinreichend kontaktierenden Anpresskraft der Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 bzw. 23‘ auf die jeweils freigelegten äußeren Fläche des zugeordneten Leiters 11, 12, 13 ist in 2C rein beispielhaft ein Schraubverschluss gezeigt, mit vier eckseitig angeordneten Spannschrauben 27 und Muttern 28. Alternativ kann z.B. ähnlich einer Klemmschelle, an einer Längsseite der Klemmschalenteile 21A, 21B ein Scharnier vorgesehen sein und an der gegenüberliegenden Seite eine Spannhebel-Vorrichtung zum schnelleren und sicheren verschließen der Klemmschalenteile 21A, 21B. Nicht näher gezeigt sind weitere Merkmale, wie beispielsweise eine integrierte Zugentlastung am stirnseitigen ein für Ende für das Spezialkabel 10, Dichtungen für besondere IP-Schutzklassen, die Durchführung und Arretierung der Kontaktstifte 25 usw.

Durch den Verschluss 27, 28 wird beim Verbinden der Klemmschalenteile 21A, 21B in eine Schließstellung (nicht vollständig geschlossen in 2c) jeder Kontaktkörper 23-1, 23-2, 23-3 bzw. 23‘ zwecks Kontaktierung an den jeweils zugeordneten konzentrischen Leiter angepresst 11, 12, 13. Durch die integrale Bauweise wird zugleich auch der Steckverbinder 26 mit den Kontaktstiften 25 hergestellt, so dass eine erhebliche Reduzierung beim Konfektionierungsaufwand erzielt wird und das Spezialkabel 10 sicher kontaktiert ist.

Bezugszeichenliste

Fig. 1A–Fig. 1B
1
herkömmliches Mehrleiter-Kabel
2, 3
Adern
4
Isolierung
5
Außenmantel
10
konzentrisches Spezialkabel
11, 12, 13
ringförmige Leiter
14
Isolierung
15
Außenmantel
D1, D2
Gesamtdurchmesser
Fig. 2A–Fig. 2C und Fig. 3–Fig. 4
20
Kontaktvorrichtung
21A, 21B
Klemmschalenteile
22-1, 22-2, 22-3
Aufnahmen
23-1, 23-2, 23-3
Kontaktkörper
24
Rinnenform
25
Kontaktstift
26
Steckverbinder
27, 28
Verschluss (Spannschrauben)

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

Zitierte Patentliteratur

  • DE 4004802 A1 [0002, 0038]
  • US 3261907 [0003]
  • FR 2693024 A1 [0004, 0009]

Zitierte Nicht-Patentliteratur

  • IEC 62196 Typ 2 [0007]
  • IEC 62196 Typ 2 [0031]