Title:
Dreipunktlagerung einer Schiebetür
Kind Code:
U1
Abstract:

Vorrichtung zur Führung eines Türelements (12), insbesondere einer Schiebetür für ein Personenbeförderungsfahrzeug enthaltend:
– ein erstes und ein zweites Führungsprofil (14, 16), wobei beide Führungsprofile (14, 16) parallel beabstandet zueinander angeordnet sind,
– insgesamt drei Führungselemente (17, 18, 19) über die das Türelement (12) führbar mit den beiden Führungsprofilen (14, 16) verbunden ist, wobei zwei der Führungselemente (17, 18) an dem ersten Führungsprofil (14) und eines der Führungselemente (19) an dem zweiten Führungsprofil (16) führbar angeordnet sind.



Application Number:
DE202017102755U
Publication Date:
09/19/2017
Filing Date:
05/09/2017
Assignee:
Gebr. Bode GmbH & Co. KG, 34123 (DE)
International Classes:
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Bauer Vorberg Kayser Partnerschaft mbB, 50968, Köln, DE
Claims:
1. Vorrichtung zur Führung eines Türelements (12), insbesondere einer Schiebetür für ein Personenbeförderungsfahrzeug enthaltend:
– ein erstes und ein zweites Führungsprofil (14, 16), wobei beide Führungsprofile (14, 16) parallel beabstandet zueinander angeordnet sind,
– insgesamt drei Führungselemente (17, 18, 19) über die das Türelement (12) führbar mit den beiden Führungsprofilen (14, 16) verbunden ist, wobei zwei der Führungselemente (17, 18) an dem ersten Führungsprofil (14) und eines der Führungselemente (19) an dem zweiten Führungsprofil (16) führbar angeordnet sind.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die drei Führungselemente (17, 18, 19) an dem Türelement (12) V-förmig zueinander angeordnet sind.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste Führungsprofil (14) bezogen auf die Erstreckung des Türelements (12) an einem ersten oberen Ende (11) und das zweite Führungsprofil (16) entsprechend an einem gegenüberliegenden zweiten unteren Ende (13) der Vorrichtung (10) angeordnet ist.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei der Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Führungsprofil (14, 16) im Wesentlichen der Erstreckung des Türelements (12) entspricht.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, wobei das Türelement (12) ein C-förmig ausgebildetes Türelement (12) ist.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, wobei jed es der drei Führungselemente (17, 18, 19) mindestens eine Laufrolle umfasst.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, wobei beide Führungsprofile (14, 16) im Wesentlichen U-förmig ausgebildet sind und eine erste und zweite Anlagefläche aufweisen.

8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, wobei der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Anlagefläche des Führungsprofils (14, 16) dem Durchmesser der Laufrollen entspricht.

9. Personenbeförderungsfahrzeug enthaltend eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8.

Description:

Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Vorrichtung zur Führung eines Türelements, insbesondere einer Schiebetür für ein Personenbeförderungsfahrzeug beispielsweise für Schienenfahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs.

Derartige Vorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Hierbei werden die Schiebetüren in der Regel im oberen Bereich durch ein Führungssystem hängend geführt. Dabei erfolgt eine gezielte Freiheitsbegrenzung translatorisch in allen Achsen und rotatorisch – aufgrund der Aufhängung – horizontal in der Achse quer zur Schieberichtung sowie in der vertikalen Achse. Eine rotatorisch horizontale gezielte Freiheitsbegrenzung in der Achse der Schieberichtung ist wegen des unweit zum Führungssystem liegenden Schwerpunkts der Schiebetür nicht erforderlich. Bei derartigen Vorrichtungen wird die Schiebetür daher im unteren Bereich undefiniert und damit nicht gezielt, beispielsweise in einem U-förmigen Profil begrenzt.

In einer alternativen aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung werden die Schiebetüren im unteren Bereich, beispielsweise mittels Laufrollen, geführt. Auch hierbei erfolgt eine gezielte Freiheitsbegrenzung translatorisch in allen Achsen und rotatorisch – aufgrund des Laufsystems – horizontal in der Achse quer zur Schieberichtung sowie in der vertikalen Achse. Eine rotatorisch horizontale gezielte Freiheitsbegrenzung in der Achse der Schieberichtung weist auch diese Vorrichtung nicht auf.

Ferner ist eine Vorrichtung mit einer (definierten oder undefinierten?) quer zur Schieberichtung liegenden Begrenzung bekannt. Hierbei werden mehrere Laufrollen möglichst im maximalen Abstand zueinander – bezogen auf die Achse der Schieberichtung – an der Schiebetür angeordnet. Wegen der Gefahr eines Verklemmens der Schiebetür, ist eine hohe Genauigkeit des Führungsprofils, in denen die Laufrollen laufen, erforderlich, da die Laufrollen auf dauerhafte Anlage bei der Montage eingestellt werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Vorrichtung zur Führung eines Türelements, insbesondere einer Schiebetür für ein Personenbeförderungsfahrzeug bereitzustellen. Insbesondere hat sich die Erfindung zum Ziel gemacht, eine Vorrichtung zur Führung eines Türelements bereitzustellen, die in allen Freiheitsgraden translatorisch sowie rotatorisch eine gezielte Führung erlaubt.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Varianten der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Vorrichtung zur Führung eines Türelements, insbesondere einer Schiebetür für ein Personenbeförderungsfahrzeug ein erstes und ein zweites Führungsprofil aufweist, wobei beide Führungsprofile parallel beabstandet zueinander angeordnet sind. Ferner weist die Vorrichtung insgesamt drei Führungselemente auf, über die das Türelement führbar mit den beiden Führungsprofilen verbunden ist, wobei zwei der Führungselemente an dem ersten Führungsprofil und eines der Führungselemente an dem zweiten Führungsprofil führbar angeordnet sind.

Eine derartige Vorrichtung mit einer Dreipunktführung erlaubt eine gezielte Freiheitsbegrenzung translatorisch sowie rotatorisch in allen Achsen, so dass dem Türelement nahezu kein Spielraum gewährt wird, der während des Fahrbetriebs zu einem Wackeln des Türelements führt. Insbesondere werden durch die realisierte Dreipunktführung hohe Toleranzen zwischen den beiden Führungsprofilen ausgeglichen, so dass ein Verklemmen des Türelements wirksam verhindert wird. Da keine hohen Genauigkeiten an die Führungsprofile gestellt werden müssen, kann die erfindungsgemäße Vorrichtung gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen günstiger produziert werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante sind die drei Führungselemente an dem Türelement V-förmig zueinander angeordnet. Die drei Führungselemente umspannen somit ein im Wesentlichen gleichschenklig ausgebildetes Dreieck, so dass zwei der Führungselemente in den Ecken des Türelements – bezogen auf die Achse der Schieberichtung – angeordnet sind, vorzugsweise in einem maximalen Abstand zueinander. Das verbleibende eine Führungselement ist sodann – bezogen auf die Erstreckung des Türelements – am gegenüberliegenden Ende des Türelements mittig in Schieberichtung der Achse angeordnet.

Vorzugsweise ist das erste Führungsprofil bezogen auf die Erstreckung des Türelements an einem ersten oberen Ende und das zweite Führungsprofil entsprechend an einem gegenüberliegenden zweiten unteren Ende der Vorrichtung angeordnet, so dass das Türelement über insgesamt zwei Führungsprofile an dem Fahrzeug angebracht ist.

In einer alternativen Ausführungsform kann das erste Führungsprofil an dem zweiten unteren Ende und das zweite Führungsprofil an dem ersten oberen Ende angeordnet sein, d.h. die drei Führungselemente an dem Türelement sind umgekehrt V-förmig zueinander angeordnet.

Vorzugsweise entspricht der Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Führungsprofil im Wesentlichen der Erstreckung des Türelements. Der Abstand der beiden Führungsprofile zueinander ist damit abhängig von der Form des Türelements. Sofern das Türelement flach ausgeführt ist, entspricht der Abstand im Wesentlichen der Länge des Türelements. Sofern das Türelement gebogen ausgeführt ist, entspricht der Abstand im Wesentlichen einer Geraden die die gebogene Funktion an zwei Punkten schneidet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Türelement ein C-förmig ausgebildetes Türelement.

Vorzugsweise umfasst jedes der drei Führungselemente mindestens eine Laufrolle. Das Führungselement kann ferner einen Arm umfassen, wobei der Arm mit einem Ende an dem Türelement fest verbunden ist und am anderen Ende über die Laufrolle in dem Führungsprofil gleitet.

In einer alternativen Ausführungsvariante kann das Führungssystem auch hängend ausgeführt sein.

Vorzugsweise sind beide Führungsprofile im Wesentlichen U-förmig ausgebildet und weisen eine erste und zweite Anlagefläche auf. Hierdurch entsteht innerhalb des Führungsprofils ein Führungskanal, in dem das Führungselement, insbesondere die Laurollen gleitend geführt werden können.

In einer bevorzugten Ausführungsform entspricht der Abstand zwischen der ersten und der zweiten Anlagefläche des Führungsprofils dem Durchmesser der Laufrollen. Insbesondere wird hierdurch in dem Führungsprofil, in welchem das eine Führungselement führbar angeordnet ist, die – in der Achse der Schieberichtung – rotatorisch horizontale Freiheitsbegrenzung nochmals verbessert.

In einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Personenbeförderungsfahrzeug enthaltend die erfindungsgemäße Vorrichtung.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Beispielen erläutert. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Im Einzelnen zeigen:

1 eine frontale Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, und 2 eine Querschnittsdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Schnitt A-A in 1.

1 zeigt frontale Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zur Führung eines Türelements 12, insbesondere einer Schiebetür für ein Personenbeförderungsfahrzeug. Die Vorrichtung 10 weist ein erstes und ein zweites Führungsprofil 14, 16 auf, wobei beide Führungsprofile 14, 16 parallel beabstandet zueinander angeordnet sind. Der Abstand der beiden Führungsprofile 14, 16 entspricht im Wesentlichen der Erstreckung des Türelements 12. Ferner weist die Vorrichtung 10 insgesamt drei Führungselemente 17, 18, 19 auf, über die das Türelement 12, vorzugsweise gleitend mit den beiden Führungsprofilen 14, 16 verbunden ist. Zwei der Führungselemente 17, 18 sind an dem ersten Führungsprofil 14 und eines der Führungselemente 19 an dem zweiten Führungsprofil 16 angeordnet, so dass die drei Führungselemente an dem Türelement eine V-förmige Anordnung aufweisen. Das erste Führungsprofil 14 ist bezogen auf die Erstreckung des Türelements 12 an einem ersten oberen Ende 11 und das zweite Führungsprofil 16 entsprechend an einem gegenüberliegenden zweiten unteren Ende 13 der Vorrichtung 10 angeordnet.

In 2 ist eine Querschnittsdarstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Schnitt A-A dargestellt, die das Türelement 12 in seinem Querschnitt zeigt. Das Türelement 12 ist in der vorliegenden Ausführungsform C-förmig ausgebildet.

Bezugszeichenliste

10
Vorrichtung
11
erstes oberes Ende
12
Türelement
13
zweites unteres Ende
14
erstes Führungsprofil
16
zweites Führungsprofil
17
erstes Führungselement
18
zweites Führungselement
19
drittes Führungselement