Title:
Innenlaufende Rollenführung mit Winkelausgleich
Document Type and Number:
Kind Code:
U1

Abstract:

Schiebetür-Rollenführung (12) mit mindestens einer Rolle (18) und einer Führungsbahn (10) in einer Längsrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (18) innerhalb der Führungsbahn (10) in Längsrichtung läuft und quer zu ihrer Laufrichtung schwenkbar ist, wobei die Führungsbahn (10) quer zur Längsrichtung in Umfangsrichtung ringförmig ausgebildet ist und einen parallel zur Längsrichtung verlaufenden Einschnitt (26) aufweist, durch den sich eine Rollenhalterung (14) erstreckt, die mit der Schiebetür verbindbar ist.





Application Number:
DE202017101296U
Publication Date:
09/27/2017
Filing Date:
03/07/2017
Assignee:
Gebr. Bode GmbH & Co. KG, 34123 (DE)
International Classes:
E05D15/06
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Bauer Vorberg Kayser Partnerschaft mbB, 50968, Köln, DE
Claims:
1. Schiebetür-Rollenführung (12) mit mindestens einer Rolle (18) und einer Führungsbahn (10) in einer Längsrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle (18) innerhalb der Führungsbahn (10) in Längsrichtung läuft und quer zu ihrer Laufrichtung schwenkbar ist, wobei die Führungsbahn (10) quer zur Längsrichtung in Umfangsrichtung ringförmig ausgebildet ist und einen parallel zur Längsrichtung verlaufenden Einschnitt (26) aufweist, durch den sich eine Rollenhalterung (14) erstreckt, die mit der Schiebetür verbindbar ist.

2. Schiebetür-Rollenführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschnitt (26) eine Breite in Umfangsrichtung der Führungsbahn (10) aufweist, und die Breite einem Kreisbogen eines Mittelpunktswinkels α der ringförmigen Führungsbahn (10) entspricht, wobei der Mittelpunktswinkel α zwischen –10° ≤ α ≤ 10°, vorzugsweise zwischen –15° ≤ α ≤ 15°, und ganz besonders bevorzugt zwischen –20° ≤ α ≤ 20°, ist.

3. Schiebetür-Rollenführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im montierten Zustand der Führungsbahn (10) der Einschnitt (26) entweder nach unten oder nach oben ausgerichtet ist.

4. Schiebetür-Rollenführung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebetür-Rollenführung (12) eine Mehrzahl von Rollen (18) aufweist.

5. Schiebetür-Rollenführung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (18) in einem Winkel β zwischen 60° ≤ β ≤ 90° versetzt zueinander angeordnet sind.

6. Schiebetür-Rollenführung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (18) nebeneinander angeordnet sind.

7. Schiebetür-Rollenführung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (18) in Laufrichtung hintereinander angeordnet sind.

8. Schiebetür-Rollenführung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (18) halbkugelförmig ausgebildet sind.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Schiebetür-Rollenführung, insbesondere für eine Schiebetür, mit einer Rolle und einer Führungsbahn, wobei die Rolle innerhalb der Führungsbahn läuft und quer zu ihrer Laufrichtung schwenkbar ist.

Je nach Einbaubegebenheiten und Nutzungsanforderungen kann eine Schiebtür hängend oder stehend gelagert werden.

Schiebetür-Rollenführungen sind allgemein bekannt. In der US 9,388,622 B1 ist beispielsweise eine Anordnung zur Steuerung einer hängenden Schiebetüre beschrieben. An der Schiebetür ist eine Hängevorrichtung angeordnet, wobei die Hängevorrichtung mehrere nebeneinander und hintereinander angeordnete Rollen aufweist. Die hintereinander angeordneten Rollen laufen jeweils auf einer Führungsschiene, die dem Umfangsprofil der Rollen nachgebildet ist. Auf diese Weise werden die Rollen lagesicher auf der Führungsschiene geführt. Einen Winkelausgleich ist durch eine derartige Schiebetür-Rollenführung jedoch nicht möglich.

Bekannte Schiebetür-Rollenführungen mit einem Winkelausgleich werden mithilfe eines Laufrohres ausgeführt. Dabei laufen die Rollen von außen auf dem Laufrohr. Um eine Führung in alle Richtungen zu gewährleisten, können auch mehrere Rollen versetzt zueinander angeordnet werden.

Eine weitere Führungsart mit Winkelausgleich sieht vor, dass Linearlager, sogenannte Wälzlager oder auch Gleitlager, umlaufend auf einem Laufrohr laufen.

Es besteht ein regelmäßiges Bedürfnis die Schiebetür-Rollenführungen weiterzuentwickeln um den Materialbedarf und die Kosten zu reduzieren.

Es ist die Aufgabe der Erfindung eine Schiebetür-Rollenführung mit einer Rolle und einer Führungsbahn anzugeben, die einen möglichst geringen Bauraum aufweist, wartungsarm und preiswert herstellbar ist.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch eine Schiebetür-Rollenführung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben, die jeweils einzeln oder in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können.

Erfindungsgemäß ist eine Schiebetür-Rollenführung vorgesehen, mit mindestens einer Rolle und einer Führungsbahn in einer Längsrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Rolle innerhalb der Führungsbahn in Längsrichtung läuft und quer zu ihrer Laufrichtung schwenkbar ist.

Unter einer Rolle wird vorzugsweise ein Rad und/oder ein Lager verstanden, dass um eine Drehachse rotierbar ist. Eine derartige Rolle weist vorzugsweise eine Lauffläche auf, die zumindest abschnittsweise mit der Führungsbahn im Kontakt ist bzw. auf dieser abrollt. Die Lauffläche ist vorzugsweise in Umfangsrichtung ausgebildet und kann an das Profil der Führungsbahn angepasst sein.

Unter einer Führungsbahn wird vorzugsweise ein Profil mit einer Innenseite und einer Außenseite verstanden. Die Führungsbahn weist eine Längsrichtung auf. Die Längsrichtung muss nicht zwangsläufig gradlinig ausgebildet sein. Die Längsrichtung kann vorzugsweise eine oder mehrere Krümmung aufweisen.

Die Führungsbahn weist eine Längsrichtung auf, entlang der die Rolle verlagerbar ist, um vorzugsweise eine mit der Rolle gekoppelte Schiebetür in Längsrichtung der Führungsbahn zu verlagern. Die mindestens eine Rolle läuft innerhalb der Führungsbahn und ist in einer Richtung quer zur Laufrichtung der Führungsbahn schwenkbar. Die schwenkbare Ausbildung ermöglicht einen Winkelausgleich der Rolle in einer Richtung quer zur Laufrichtung um einen in Längsrichtung der Führungsbahn verlaufenden Drehpunkt. Dabei ist unter dem Begriff schwenkbar eine Verschwenkung der Rolle in der Richtung quer zur Laufrichtung zu verstehen, die über den üblichen Toleranz- und/oder Spielbereich der Rolle in der Führungsbahn hinausgeht. Die innenliegende Ausbildung der Rolle innerhalb der Führungsbahn kann die eine Rolle vor äußeren Einflüssen schützen, wodurch der Verschleiß der Rolle reduziert werden kann. Überdies kann durch die innenliegende Anordnung der Rolle in der Führungsbahn der Bauraum der Führungsbahn in Umfangsrichtung quer zur Längsrichtung reduziert werden. Aufgrund der reduzierten Abmessungen können Material eingespart und Kosten reduziert werden. Auf diese Weise wird eine Schiebetür-Rollenführung angegeben, die einen reduzierten Bauraum aufweist, wartungsarm ist und preiswert herstellbar ist.

Grundsätzlich eignet sich die Schiebetür-Rollenführung für jegliche Arten von Schiebeelementen, die entlang der Längsrichtung der Führungsbahn verlagert werden. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Schiebetür-Rollenführung zum Führen einer Schiebetür, insbesondere einer Schiebetür von schienengebundenen Fahrzeugen, eingerichtet und ausgebildet ist. Über die Schiebetür-Rollenführung ist vorzugsweise eine Schiebetür zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition verlagerbar.

In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Führungsbahn quer zur Längsrichtung in Umfangsrichtung ringförmig ausgebildet ist. Die ringförmig ausgebildete Führungsbahn weist somit einen Mittelpunkt auf. Auf einer dem Mittelpunkt zugewandten Seite umfasst die Führungsbahn eine innere Mantelfläche, wobei die wenigstens eine Rolle zumindest abschnittsweise auf der inneren Mantelfläche läuft. Die ringförmige Ausgestaltung der Führungsbahn ermöglicht der wenigstens einen Rolle, dass diese quer zur Laufrichtung in Umfangsrichtung in einfacher Weise in Umfangsrichtung auf der inneren Mantelfläche schwenkbar ist, wobei vorzugsweise der Mittelpunkt der Führungsbahn der Drehpunkt beim Winkelausgleich ist. Auf diese Weise wird eine Führungsbahn bereitgestellt, die der innerhalb der Führungsbahn angeordneten Rolle eine Schwenkung quer zur Laufrichtung in einfacher Weise ermöglicht.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass die Führungsbahn einen parallel zur Längsrichtung verlaufenden Einschnitt aufweist. Auf diese Weise weist die Führungsbahn in einer Richtung quer zur Längsrichtung vorzugsweise ein C-förmiges Profil auf. Über den Einschnitt kann vorzugsweise eine Rollenhalterung geführt werden, die die mindestens eine Rolle in der Führungsbahn mit einer Schiebetür außerhalb der Führungsbahn verbindet. Auf diese Weise kann ein Winkelausgleich der Rolle durch eine Schwenkbewegung quer zur deren Laufrichtung über die im Einschnitt angeordnete Rollenhalterung auf die Schiebetür übertragen werden. Ebenso kann eine Einwirkung auf die Schiebetür über die Rollenhaltung auf die innerhalb der Führungsbahn angeordnete Rolle übertragen werden und einen Winkelausgleich der Rolle bewirken.

In diesem Zusammenhang sieht eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung vor, dass der Einschnitt eine Breite in Umfangsrichtung der Führungsbahn aufweist, und die Breite einem Kreisbogen eines Mittelpunktswinkels α der ringförmigen Führungsbahn entspricht, wobei der Mittelpunktswinkel α zwischen –10° ≤ α ≤ 10°, vorzugsweise zwischen –15° ≤ α ≤ 15°, und ganz besonders bevorzugt zwischen –20° ≤ α ≤ 20°, ist. Auf diese Weise wird über den Mittelpunktswinkel α die Breite des in der Führungsbahn ausgebildeten Einschnitts angegeben. Bei einer durch den Einschnitt geführten Rollenhalterung, die vorzugsweise die mindestens eine Rolle mit einer Schiebetür verbindet, wird durch die Breite des Einschnitts den durch die Rolle maximal ausübbaren und über die Rollenhalterung auf die Schiebetür übertragbaren Winkelausgleich vorgegeben und/oder begrenzt.

Im montierten Zustand ist die Führungsbahn mit ihrer Längsrichtung im Wesentlichen horizontal angeordnet. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass im montierten Zustand der Führungsbahn der Einschnitt entweder nach unten oder nach oben ausgerichtet ist. Bei einem nach unten ausgerichteten Einschnitt ist die Führungsschiene dazu ausgebildet eine Schiebetür, die vorzugsweise mit der mindestens einen in der Führungsschiene angeordneten Rolle über eine Rollenhalterung verbunden ist, hängend zu lagern. Ist der Einschnitt der Führungsschiene nach oben ausgerichtet, so kann vorzugsweise eine über die Rollenhalterung mit der Rolle verbundene Schiebetür stehend gelagert werden. Auf diese Weise kann abhängig von der Anordnung des Einschnitts eine Schiebetür-Rollenführung für eine hängende oder stehende Lagerung einer Schiebetür bereitgestellt werden.

Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass die Schiebetür-Rollenführung nur eine Rolle aufweist. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schiebetür-Rollenführung eine Mehrzahl von Rollen aufweist. Auf diese Weise kann vorzugsweise das Gewicht einer über die Schiebetür-Rollenführung hängend oder stehend gelagerten Schiebetür auf die mehreren Rollen verteilt werden. Somit kann ein belastungsbedingter Rollwiderstand der Rollen reduziert werden, wodurch die Laufeigenschaft der Rollen verbessert werden kann.

In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Rollen nebeneinander angeordnet sind. Auf diese Weise können wenigstens zwei Rollen in einer Richtung quer zur Laufrichtung nebeneinander angeordnet sein, wobei die Laufrichtung der jeweiligen Rollen in Längsrichtung der Führungsbahn gerichtet ist. Die Lage der Rotationsachse der nebeneinander angeordneten Rollen kann gleich aber auch verschieden sein. Zwischen den zwei Rollen ist vorzugsweise eine Rollenhalterung angeordnet, auf der die Rollen um deren Rotationsachse drehbar gelagert angeordnet sind, wobei die Rotationsachse der Rollen quer zur Laufrichtung der Rollen ausgebildet ist.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Rollen in einem Winkel β zwischen 60° ≤ β ≤ 90° versetzt zueinander angeordnet sind. Bei einem Winkel β von ca. 60° kann eine Belastung der Rollen quer zur Rotationsache reduziert werden, wobei der über die Rollen erzielbare Winkelausgleich reduziert ist. Bei einem Winkel β von ca. 90° ist der durch die Rollen erzielbare Winkelausgleich größer, wobei die Querbelastung auf die Rollen zunehmen kann.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass die Rollen in Laufrichtung hintereinander angeordnet sind. Auf diese Weise kann der Durchmesser der Führungsbahn und somit auch der Umfang reduziert werden, wodurch Material eingespart und neben dem Gewicht auch Kosten reduziert werden können.

Grundsätzlich können die Rollen unterschiedlich ausgebildet sein, wobei vorzugsweise die Lauffläche der Rollen an das Profil der inneren Mantelfläche der Führungsbahn angepasst sein kann. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass die Rollen halbkugelförmig ausgebildet sind. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass die halbkugelförmigen Rollen in einer Richtung quer zur Laufrichtung nebeneinander angeordnet sind, so dass die Stirnflächen der halbkugelförmigen Rollen einander zugewandt sind. Vorzugsweise ist zwischen der Stirnflächen der halbkugelförmigen Rollen die Rollenhalterung angeordnet.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele exemplarisch erläutert, wobei die nachfolgend dargestellten Merkmale sowohl jeweils einzeln als auch in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Es zeigen:

1 einen Schnitt durch eine Führungsbahn einer Schiebetür-Rollenführung quer zur Längsrichtung der Führungsbahn mit einer Rolle in einer Ausgangsposition, gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,

2 einen Schnitt durch die Führungsbahn, wobei die in der Führungsbahn angeordneten Rollen quer zur Laufrichtung in einer ersten Richtung verschwenkt sind, gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,

3 einen Schnitt durch die Führungsbahn, wobei die in der Führungsbahn angeordneten Rollen quer zur Laufrichtung in einer zweiten Richtung verschwenkt sind, gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,

4 eine Ansicht der Schiebetür-Rollenführung mit versetzt zueinander und in Laufrichtung hintereinander angeordneten Rollen, gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,

5 eine Ansicht der Schiebetür-Rollenführung mit halbkugelförmigen Rollen, gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,

6 einen Schnitt durch die Schiebetür-Rollenführung für eine stehende Lagerung einer Schiebetür, gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.

In 1 ist in Schnitt durch eine Führungsbahn 10 einer Schiebetür-Rollenführung 12 quer zur Längsrichtung der Führungsbahn 10 gezeigt. Innerhalb der Führungsbahn 10 sind zwei auf einer Rollenhalterung 14 um jeweils eine Rotationsachse 16 drehbar ausgebildete Rollen 18 angeordnet. Die Rollen 18 sind entlang der Längsrichtung innerhalb der Führungsbahn 10 verlagerbar, um vorzugsweise eine mit der Rollenhalterung 14 gekoppelte Schiebetür (nicht dargestellt) in Längsrichtung der Führungsbahn 10 zu verlagern. Auf diese Weise kann die Schiebetür vorzugsweise zwischen einer Öffnungsposition und einer Schließposition verlagert werden. Die Rollen 18 laufen innerhalb der Führungsbahn 10 und sind in einer Richtung quer zur Laufrichtung der Führungsbahn 10 schwenkbar. Die schwenkbare Ausbildung der Rollen 18 innerhalb der Führungsbahn 10 in einer Richtung quer zur Laufrichtung der Führungsbahn 10 ermöglicht einen Winkelausgleich um einen in Längsrichtung der Führungsbahn verlaufenden Drehpunkt 20. Der Winkelausgleich ist über die mit den Rollen 18 gekoppelte Rollenhalterung 14 auf die Schiebetür übertragbar. Ebenso kann eine Einwirkung auf die Schiebetür über die Rollenhalterung 14 eine Verschenkung der Rollen 18 in einer Richtung quer zur Laufrichtung und somit einen Winkelausgleich bewirken. Die innenliegende Anordnung der Rollen 18 innerhalb der Führungsbahn 10 kann die Rollen 18 vor äußeren Einflüssen schützen, wodurch der Verschleiß der Rollen 18 reduziert werden kann. Überdies kann durch die innenliegende Anordnung der Rollen 18 in der Führungsbahn 10 der Bauraum der Führungsbahn 10 in Umfangsrichtung quer zur Längsrichtung reduziert werden. Aufgrund der reduzierten Abmessungen können Material eingespart und Kosten reduziert werden. Auf diese Weise wird eine Schiebetür-Rollenführung angegeben, die einen reduzierten Bauraum aufweist, wartungsarm ist und preiswert herstellbar ist.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Führungsbahn 10 in einer Richtung quer zur Längsrichtung in Umfangsrichtung ringförmig ausgebildet. Die ringförmig ausgebildete Führungsbahn 10 weist somit einen Mittelpunkt 22 auf, der vorliegend auch der Drehpunkt 20 des Winkelausgleichs ist. Auf einer dem Mittelpunkt 22 zugewandten Seite umfasst die Führungsbahn 10 eine innere Mantelfläche 24, wobei die Rollen 18 zumindest abschnittsweise auf der inneren Mantelfläche 24 laufen. Die ringförmige Ausgestaltung der Führungsbahn 10 ermöglicht ein einfaches Verschwenken der Rollen 18 auf der inneren Mantelfläche 24 in Umfangsrichtung quer zur Laufrichtung und somit einen Winkelausgleich.

Die Führungsbahn 10 weist einen parallel zur Längsrichtung verlaufenden Einschnitt 26 auf, durch den die Rollenhalterung 14 geführt ist, um die innerhalb der Führungsbahn 10 angeordneten Rollen 18 mit der außerhalb der Führungsbahn 10 angeordneten Schiebetür (nicht gezeigt) zu verbinden. Der Einschnitt 26 weist eine Breite in Umfangsrichtung der Führungsbahn 10 auf, die einem Kreisbogen eines Mittelpunktswinkels α der ringförmigen Führungsbahn 10 entspricht, wobei der Mittelpunktswinkel α zwischen –15° ≤ α ≤ 15° ist. Auf diese Weise wird über den Mittelpunktswinkel α die Breite des in der Führungsbahn 10 ausgebildeten Einschnitts 26 definiert. Über die Breite des Einschnitts 26 und der in dem Einschnitt 26 angeordneten, die Rollen 18 verbindenden Rollenhalterung 14 kann ein Winkelausgleich der Rollen 18 begrenzt werden.

Die Rollen 18 sind in einer Richtung quer zur Laufrichtung nebeneinander angeordnet, wobei zwischen den Rollen 18 die Rollenhalterung 14 ausgebildet ist. Weiterhin sind die Rollen 18 in einem Winkel β von 90° versetzt zueinander angeordnet. Der Winkel β orientiert sich vorzugsweise an der Breite des Einschnitts 26 und sollte in etwas drei Mal dem Mittelpunktswinkel α zur korrespondierenden Breite des Einschnitts 26 entsprechen. Auf diese Weise haben die Rollen 18 bei einem Winkelausgleich um den Drehpunkt 20 einen ausreichenden Abstand zum Einschnitt 26.

Im montierten Zustand ist die Führungsbahn 10 mit ihrer Längsrichtung im Wesentlichen horizontal angeordnet. Ausgehend von einer derartigen Anordnung ist im vorliegend Ausführungsbeispiel der Einschnitt 26 nach unten ausgerichtet, was sich vorzugsweise zur hängende Lagerung von Schiebetüren eignet. Vorliegend sind die Rollen 18 und die Rollenhalterung 14 in einer Grundposition gezeigt, bei der noch kein Winkelausgleich stattgefunden hat.

In 2 ist die aus 1 bekannte Schiebetür-Rollenführung 12 gezeigte, wobei die Rollen 18 gegenüber der in 1 gezeigten Lage quer zu deren Laufrichtung verschwenkt angeordnet sind. Vorliegend sind die Rollen 18 in einer Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Der Drehpunkt 20 des Winkelausgleichs der Rollen 18 ist der Mittelpunkt 22 der quer zur Längsrichtung kreisförmig ausgebildeten Führungsbahn 10. Der über die Rollen 18 ausgeübte Winkelausgleich wird über die durch den Einschnitt 26 geführte Rollenhalterung 14 begrenzt, der an einem Übergang zwischen Einschnitt 26 und Führungsbahn 10 anliegt.

In 3 ist die aus 2 gezeigt verschwenkte Lagerung der Rollen 18 gezeigt, wobei nunmehr die Rollen 18 in einer Richtung mit dem Uhrzeigersinn verschwenkt angeordnet sind. Somit kann über die Schiebetür-Rollenführung 12 ein Winkelausgleich in zwei Richtungen quer zur Längsrichtung der Führungsbahn 10 erfolgen.

4 zeigt eine Ansicht der Schiebetür-Rollenführung 12 bei dem die Rollen 18 quer zur Laufrichtung in einem Winkel β von 90° versetzt zueinander angeordnet sind und zudem in Laufrichtung hintereinander angeordnet sind. Auf diese Weise kann der Durchmesser und somit auch der Umfang der Führungsbahn 10 reduziert werden, wodurch Material, Gewicht und Kosten der Schiebetür-Rollenführung 12 reduziert werden können.

In 5 ist Schiebetür-Rollenführung 12 gezeigt, bei der die in der Führungsbahn 10 angeordneten Rollen 18 eine halbkugelförmige Geometrie aufweisen. Die beiden Rollen 18 sind in einer Richtung quer zur Laufrichtung nebeneinander angeordnet, so dass die Stirnflächen der halbkugelförmigen Rollen 18 einander zugewandt sind. Zwischen den Stirnflächen der halbkugelförmigen Rollen 18 ist die Rollenhalterung 14 angeordnet.

6 zeigt die Schiebetür-Rollenführung 12, wobei der Einschnitt 26 in der Führungsbahn 10 nach oben ausgerichtet ist. Auf diese Weise kann eine Schiebetür stehend in der Schiebetür-Rollenführung 12 gelagert werden, wobei die Rollen 18 einen Winkelausgleich über die in der ringförmig ausgebildeten Führungsbahn 10 ermöglichen. Der Drehpunkt 20 des Winkelausgleichs ist dabei der Mittelpunkt 22 der quer zur Längsrichtung ringförmig ausgebildeten Führungsbahn 10.

Bezugszeichenliste

10
Führungsbahn
12
Schiebetür-Rollenführung
14
Rollenhalterung
16
Rotationsachse
18
Rollen
20
Drehpunkt
22
Mittelpunkt
24
Innere Mantelfläche
26
Einschnitt

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • US 9388622 B1 [0003]