Title:
Werkzeug mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil und konischem Vorderteil
Kind Code:
U1
Abstract:

Werkzeug (1) mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil (12) und einem sich daran anschließenden konisch zulaufenden Vorderteil (11) mit einer abgerundeten Spitze (13),
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Lichtquellen (21, 22, 23, 24) im Werkzeug (1) als Blendvorrichtung angeordnet sind, wobei den Lichtquellen (21, 22, 23, 24) im konisch zulaufenden Vorderteil (11) angeordnete Lichtaustrittsöffnungen (31, 32, 33, 34) zugeordnet sind,
wobei die Lichtquellen (21, 22, 23, 24) bei Aktivierung mit einer Frequenz von jeweils 3 Hz bis 10 Hz hell und dunkel geschaltet sind.



Application Number:
DE202017100761U
Publication Date:
02/22/2017
Filing Date:
02/13/2017
Assignee:
LXtrade GmbH, 89250 (DE)
International Classes:
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwaltskanzlei Meyer, 89077, Ulm, DE
Claims:
1. Werkzeug (1) mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil (12) und einem sich daran anschließenden konisch zulaufenden Vorderteil (11) mit einer abgerundeten Spitze (13),
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Lichtquellen (21, 22, 23, 24) im Werkzeug (1) als Blendvorrichtung angeordnet sind, wobei den Lichtquellen (21, 22, 23, 24) im konisch zulaufenden Vorderteil (11) angeordnete Lichtaustrittsöffnungen (31, 32, 33, 34) zugeordnet sind,
wobei die Lichtquellen (21, 22, 23, 24) bei Aktivierung mit einer Frequenz von jeweils 3 Hz bis 10 Hz hell und dunkel geschaltet sind.

2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtaustrittsöffnungen (31, 32, 33, 34) beabstandet zueinander angeordnet sind.

3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen (21, 22, 23, 24) jeweils mit einer Frequenz von 4 Hz +/– 1 Hz und/oder 7,5 Hz +/– 1 Hz geschaltet sind.

4. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem dem Vorderteil (11) gegenüberliegenden Ende (14) des Griffteils (12) ein Bedienelement (4) angeordnet ist, vermittels welchem die blinkenden Lichtquellen (21, 22, 23, 24) aktiviert werden können.

5. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Griffteil (12) eine Stromversorgung (6) und eine Steuerung (7) für die Lichtquellen (21, 22, 23, 24) angeordnet ist.

6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (7) die blinkenden Lichtquellen (21, 22, 23, 24) bei kurzer Betätigung des Bedienelements (4) in einem blinkendem Betriebsmodus ansteuert und bei langer Betätigung des Bedienelements (4) im Dauer-An-Betriebsmodus ansteuert.

7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gruppen (31 und 32; 33 und 34) von gegenüberliegenden Lichtaustrittsöffnungen mit entsprechenden Lichtquellen (21 und 22; 23 und 24) vorhanden sind.

8. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Werkzeug (1) ein Gas- oder Flüssigkeits-gefüllter Behälter (8) angeordnet ist, dessen Inhalt über eine im Griffteil (12) vorgesehene Austrittsöffnung (81)
nach Betätigung eines Auslöse-Betätigungselements (82), das eine das Gas im Behälter (8) zurückhaltenden Verschlussvorrichtung (83) eröffnet,
austreten kann.

9. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöse-Betätigungselement (82) durch einen auf dem Griffteil (12) angeordneten, mit der Verschlussvorrichtung (83) zusammenwirkenden Druck-Knopf ausgebildet ist.

10. Werkzeug nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine um das Griffteil (12) herum angeordnete entlang des Griffteils (12) verschiebbare, und so das Auslöse-Betätigungselement (82) verdeckend oder freigebende Manschette (84) vorhanden ist.

11. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein akustischer Signalgeber (5) in oder am Griffteil (12) angeordnet ist, welcher durch die Steuerung (7) aktivierbar ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Stoßen oder Schlagen mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil und einem sich daran anschließenden konisch zulaufenden Vorderteil mit einer abgerundeten Spitze.

Das Werkzeug ist eine Selbstverteidigungswaffe. Ein vergleichbarer Gegenstand ist ein sogenannter der Kubotan, auch unter Kubaton bekannt. Solche Werkzeuge kommen auch in verschiedenen Kampfkünsten wie dem Kobudo, Modern Arnis, ATK, Krav Maga, und Ju-Jutsu, Karate oder Jiu Jitsu zur Anwendung.

Ein solches Werkzeug kommt direkt an einem Kontrahenten zum Einsatz, wobei der konisch zulaufende Vorderteil gegen das Gegenüber gerichtet ist. Nachteilig hierbei ist, dass bereits eine kurze Distanz zum Gegenüber hergestellt werden muss, da das in der Hand geführte Werkzeug Körperkontakt zur Wirkungsentfaltung benötigt.

Wünschenswert ist eine Abschreckung oder Abwehr bereits in größerem Abstand zum Kontrahenten erreichen zu können.

Aufgabe der Erfindung ist es ein Werkzeug zum Stoßen oder Schlagen mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil und einem sich daran anschließenden konisch zulaufenden Vorderteil mit einer abgerundeten Spitze weiterzuentwickeln.

Diese Aufgabe wird durch ein Werkzeug nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass wenigstens zwei Lichtquellen im Werkzeug als Blendvorrichtung angeordnet sind, wobei den Lichtquellen im konisch zulaufenden Vorderteil angeordnete Lichtaustrittsöffnungen zugeordnet sind, wobei die Lichtquellen mit einer Frequenz von jeweils 3 Hz bis 10 Hz hell und dunkel geschaltet sind. Hierdurch wird eine Person, auf die das Licht gerichtet wird stark irritiert und zu defensiven Maßnahmen geführt.

Bevorzugt sind die Lichtquellen sehr hell, damit eine unangenehme Blendwirkung beim Kontrahenten hervorgerufen wird, auf den der abgestrahlte Lichtkegel gerichtet wird.

Bevorzugterweise bilden die Lichtquellen ein asynchrones Stroboskoplicht.

Von Vorteil sind die Lichtaustrittsöffnungen beabstandet zueinander angeordnet. Hierdurch verstärkt sich der irritierende Effekt der unterschiedlich hell und dunkel geschalteten Lichtquellen.

Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Lichtquellen jeweils mit einer Frequenz von 4 Hz +/– 1 Hz und/oder 7,5 Hz +/– 1 Hz geschaltet sind. Versuche haben hier eine starke Irritation von Testpersonen ergeben.

Zur bequemen Bedienung ist nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass an dem dem Vorderteil gegenüberliegenden Ende des Griffteils ein Bedienelement angeordnet ist, vermittels welchem die blinkenden Lichtquellen aktiviert werden können. An dieser Seite kann auch eine Bandschlaufe befestigt sein, sodass das Werkzeug nicht verloren werden kann, wenn es daran am Arm getragen wird.

Von Vorteil ist in dem Griffteil eine Stromversorgung und eine Steuerung für die Lichtquellen angeordnet.

Bevorzugterweise steuert die Steuerung die blinkenden Lichtquellen bei kurzer Betätigung des Bedienelements in einem blinkendem Betriebsmodus an und bei gegenüber der kurzen Betätigung langer Betätigung des Bedienelements im Dauer-An-Betriebsmodus. Hier kann auch eine

Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist zur Verstärkung der Irritation vorgesehen, dass mehrere Gruppen von gegenüberliegenden Lichtaustrittsöffnungen mit entsprechenden Lichtquellen vorhanden sind.

Eine ebenfalls sehr vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass in dem Werkzeug ein Gas- oder Flüssigkeits-gefüllter Behälter angeordnet ist, dessen Inhalt über eine im Griffteil vorgesehene Austrittsöffnung nach Betätigung eines Auslöse-Betätigungselements das Gas im Behälter zurückhaltenden Verschlussvorrichtung austreten kann. Bei dem Inhaltsstoff des Behälters kann es sich im Sinne der Erfindung um ein Abwehrspray jedweder Art handeln (CS-Gas / Pfeffer).

Um eine ungewollte Entleerung des Gas- oder Flüssigkeits-gefüllter Behälters zu vermeiden ist nach einer vorteulhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Auslöse-Betätigungselement durch einen auf dem Griffteil angeordneten, mit der Verschlussvorrichtung zusammenwirkenden Druck-Knopf ausgebildet ist.

Dem folgend ist nach einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass eine um das Griffteil herum angeordnete entlang des Griffteils verschiebbare, und so das Auslöse-Betätigungselement verdeckend oder freigebende Manschette vorhanden ist.

Von Vorteil kann ein akustischer Signalgeber in oder am Griffteil angeordnet sein, welcher durch die Steuerung aktivierbar ist. Ein solcher Schutzalarm wird auch Panikalarm, Alarmpfeife oder Schrillalarm genannt. Ein solcher integrierter Geräuscherzeuger kann auf selbe Stromquelle wie die Lichtquellen zugreifen.

Es kann zusätzlich von Vorteil ein Lichtsignalgeber als Warn-/Notsignal angeordnet sein, der bei einem bestimmter Modus bei Betätigung des Knopfes ein Dauerbetrieb oder SOS Signal abgeben kann.

Ebenfalls kann es von Vorteil sein, dass ein Glasbrecher und/oder Gurtschneider in oder an dem Werkzeug ausgebildet sind.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen oder deren mögliche Unterkombinationen.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen weiter erläutert. Im Einzelnen zeigt die schematische Darstellung in:

1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Werkzeugs mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil und Lichtquellen,

2 eine Ansicht auf das Werkzeug aus 1 in Blickrichtung II,

3 eine schematische Darstellung Werkzeugs aus 1 mit aktivierten Lichtquellen,

4 und 5 eine schematische Darstellung der Hell/Dunkel-Schaltungen der verschiedenen Lichtquellen,

6 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Werkzeugs mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil einem darin ausgebildeten Gasbehälter,

7 eine schematische Darstellung des Werkzeugs aus 6 mit gelöster Manschette zur Entsicherung, und

8 eine schematische Darstellung des Werkzeugs aus 6 mit ausgelöster Gasfreigabe durch Betätigen des Auslöse-Betätigungselements.

Die in den Figuren gleichen Bezugsziffern bezeichnen gleiche oder gleich wirkende Elemente.

1 zeigt ein Werkzeug 1 mit einem mit der Hand zu umgreifenden Griffteil 12 und einem sich daran anschließenden konisch zulaufenden Vorderteil 11 mit einer abgerundeten Spitze 13, wobei wenigstens zwei Lichtquellen 21, 22, 23, 24 im Werkzeug 1 als Blendvorrichtung angeordnet sind, wobei den Lichtquellen 21, 22, 23, 24 im konisch zulaufenden Vorderteil 11 angeordnete Lichtaustrittsöffnungen 31, 32, 33, 34 zugeordnet sind, wobei die Lichtquellen 21, 22, 23, 24 bei Aktivierung derselben mit einer Frequenz von jeweils 3 Hz bis 10 Hz hell und dunkel geschaltet sind.

An dem dem Vorderteil 11 gegenüberliegenden Ende 14 des Griffteils 12 ist ein Bedienelement 4 zur Betätigung der Blendvorrichtung angeordnet. So können die blinkenden Lichtquellen 21, 22, 23, 24 aktiviert werden. Zur Stromversorgung der Lichtquellen 21, 22, 23, 24 ist in dem Griffteil 12 eine Stromversorgung 6 angeordnet. Die blinkende Ansteuerung der Lichtquellen 21, 22, 23, 24 erfolgt über eine Steuerung 7 für die Lichtquellen 21, 22, 23, 24, die auch im Griffteil 12 angeordnet ist.

Im gezeigten Beispiel ist zudem ein akustischer Signalgeber 5 in Griffteil 12 angeordnet, welcher auch durch die Steuerung 7 aktivierbar ist. Beispielsweise kann ein schriller Pfeifton den Kontrahenten zusätzlich verwirren.

In 2 ist die Anordnung der Lichtaustrittsöffnungen 31, 32, 33, 34 beabstandet zueinander gewählt ersichtlich. Mehrere Gruppen 31 und 32; 33 und 34 von gegenüberliegenden Lichtaustrittsöffnungen sind mit entsprechenden Lichtquellen 21 und 22; 23 und 24 versehen.

3 zeigt schematisch die durch die Steuerung 7 aktivierten blinkenden Lichtquellen 21, 22, 23, 24 mit Ihren Lichtkegeln L1 und L2. Eine Aktivierung kann bei kurzer Betätigung des Bedienelements 4 erfolgen, bei langer Betätigung des Bedienelements 4 kann ein Dauer-An-Betriebsmodus der Lichtquellen zur Realisierung einer Taschenlampe angesteuert sein.

4 und 5 zeigen die Schaltung der Lichtquellen (Intensität) jeweils mit einer Frequenz von 4 Hz und/oder 7,5 Hz. Ein Abweichung im Sinne der Erfindung kann +/–1 Hz betragen.

In den 6 bis 8 ist eine zusätzliche Funktionalität des Werkzeugs 1 gezeigt.

In dem Werkzeug 1 ist ein Gas-gefüllter Behälter 8 angeordnet, dessen Inhalt über eine im Griffteil 12 vorgesehene Austrittsöffnung 81 nach Betätigung eines Auslöse-Betätigungselements 82, das eine das Gas im Behälter 8 zurückhaltenden Verschlussvorrichtung 83 eröffnet, austreten kann.

Das Auslöse-Betätigungselement 82 ist durch einen auf dem Griffteil 12 angeordneten, mit der Verschlussvorrichtung 83 zusammenwirkenden Druck-Knopf ausgebildet.

In 7 ist verdeutlicht, dass eine um das Griffteil 12 herum angeordnete entlang des Griffteils 12 verschiebbare, und so das Auslöse-Betätigungselement 82 verdeckend oder freigebende Manschette 84 vorhanden ist. Diese wird durch eine Freigabebewegung F abgestreift.

In 8 schließlich ist gezeigt, wie das Gas G durch die Austrittsöffnung 81 entweicht.

Bezugszeichenliste

1
Werkzeug
12
Griffteil
11
Vorderteil
13
abgerundete Spitze
14
Ende
21
Lichtquelle
22
Lichtquelle
23
Lichtquelle
24
Lichtquelle
31
Lichtaustrittsöffnung
32
Lichtaustrittsöffnung
33
Lichtaustrittsöffnung
34
Lichtaustrittsöffnung
4
Bedienelement
5
akustischer Signalgeber
6
Stromversorgung
7
Steuerung
8
Behälter
81
Austrittsöffnung
82
Auslöse-Betätigungselements
83
Verschlussvorrichtung
84
Manschette
B
Betätigung
F
Freigabebewegung
G
Gas
L1, L2
Lichtkegel