Title:
Befestigung für Wechselobjektive
Kind Code:
U1


Abstract:

Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive umfassend ein im Wesentlichen ringförmiges Befestigungselement, welches auf der vorderen Innenseite einen Anschluss (1) für ein Wechselobjektiv aufweist, und auf dessen Rückseite sich eine Halterung (2) befindet, womit die Vorrichtung lösbar an Gegenständen oder Personen befestigt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss des ringförmigen Befestigungselementes und das mit ihm zu befestigende Wechselobjektiv zusammen einen Objektivanschluss bilden.




Application Number:
DE202017006232U
Publication Date:
01/24/2018
Filing Date:
12/04/2017
Assignee:
Ebert, Lars, 69221 (DE)
International Classes:



Claims:
1. Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive umfassend ein im Wesentlichen ringförmiges Befestigungselement, welches auf der vorderen Innenseite einen Anschluss (1) für ein Wechselobjektiv aufweist, und auf dessen Rückseite sich eine Halterung (2) befindet, womit die Vorrichtung lösbar an Gegenständen oder Personen befestigt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss des ringförmigen Befestigungselementes und das mit ihm zu befestigende Wechselobjektiv zusammen einen Objektivanschluss bilden.

2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss (1) des ringförmige Befestigungselement und das mit ihm zu befestigende Wechselobjektiv zusammen ein Objektivgewinde oder ein Objektivbajonett bilden.

3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (2) eine verschließbare und gegebenenfalls verlängerbare Schlaufe aus einem biegsamen oder elastischen Material ist.

4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (2) einen Klettverschluss oder eine Schnalle aufweist.

5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (2) eine Klemme oder ein Clip aus einem duroplastischen Material ist.

6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige Befestigungselement einen Entriegelungsknopf zur Entriegelung der Arretierung des Objektivs aufweist.

7. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es lösbar an einem Gürtel oder einem Gurt (3) einer Tasche oder eines Rucksacks befestigt werden kann.

8. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung so ausgestaltet ist, dass das ringförmige Befestigungselement (1) und der Gegenstand (3), an dem die Vorrichtung befestigt ist, zueinander einen Winkel von 0 bis 10 Grad oder von 30 bis 90 Grad ausbilden.

9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung so ausgestaltet ist, dass das ringförmige Befestigungselement (1) und der Gegenstand (3), an dem die Vorrichtung befestigt ist, einstellbar zueinander zumindest zwei Einstellungen ermöglicht: Einen Winkel von 0 bis 10 Grad und eine Einstellung von 30 bis 90 Grad.

10. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (2) ein Gürtel ist.

11. Ein Set bestehend aus
(A) einer oder mehreren Befestigungsvorrichtungen
gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, und
(B) einem Kamerakörper, und/oder
(C) gegebenenfalls einem oder mehreren Wechselobjektiven,
dadurch gekennzeichnet, dass die Form und Größe des Anschlusses (1) der Befestigungsvorrichtung im Wesentlichen der Form und Größe des Anschlusses des passenden Kamerakörpers entspricht.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG1. TECHNISCHES GEBIET

Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive umfassend ein im Wesentlichen ringförmiges Befestigungselement, welches auf der vorderen Innenseite einen Anschluss für ein Wechselobjektiv aufweist, und auf dessen Rückseite sich eine Halterung befindet, womit die Vorrichtung lösbar an Gegenständen oder Personen befestigt werden kann.

2. STAND DER TECHNIK

Fotografen oder Filmer mit einer Systemkamera und Wechselobjektiven müssen mehrere Teile ihrer Ausrüstung transportieren, in der Regel ein oder zwei Kameragehäuse, mehrere Objektive und evtl. weiteres Zubehör. Hierfür existieren viele verschiedene Taschen und Rucksäcke auf dem Markt.

Der Zugriff auf die Ausrüstungsgegenstände ist jedoch mühsam und benötigt eine gewisse Zeit. Diese Zeitverzögerung ist insbesondere beim Wechsel des Objektivs kritisch und entscheidet manchmal darüber, ob ein besonders lohnenswertes Motiv fotografiert oder gefilmt werden kann oder nicht.

Notwendige Schritte:

  • 1. Objektivdeckel auf aktuelles Objektiv A aufsetzen
  • 2. Tasche öffnen (evtl. dafür Rucksack/Tasche absetzen)
  • 3. Das gewünschte Objektiv B heraussuchen
  • 4. Objektivrückdeckel von diesem Objektiv B entfernen
  • 5. Aktuelles Objektiv A von der Kamera abnehmen
  • 6. Objektiv B an Kamera ansetzen
  • 7. Objektivrückdeckel an Objektiv A befestigen
  • 8. Objektiv A in Tasche verstauen und Tasche/Rucksack schließen/aufsetzen
  • 9. Objektivdeckel B entfernen (und ggf. verstauen)

Verschiedene Strategien werden von Fotografen genutzt, um diesen Vorgang zu vereinfachen bzw. ganz zu umgehen.

Profifotografen setzen oft mehrere Kameragehäuse ein, die mit verschiedenen Objektiven bestückt sind. Hier wird der Objektivwechsel komplett umgangen.

Amateurfotografen setzen oft aus Bequemlichkeit eine Superzoomkamera ein, also eine Kamera mit einem einzigen Objektiv, das alle Brennweitenbereiche vom Weitwinkel bis zum Supertele abdeckt. Auch hier wird der Objektivwechsel komplett umgangen.

Beide Lösungen haben aber gravierende Nachteile: Kosten und Gewicht bei mehreren Kameras, Verzicht auf Lichtstärke (Freistellungspotential) und Bildqualität bei der Lösung mit nur einem Objektiv. Der Vorteil einer Systemkamera ist ja gerade die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln.

Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zu Grunde eine Befestigungsvorrichtung zur Verfügung zu stellen, die es ermöglicht, Wechselobjektive sekundenschnell und unkompliziert mit nur wenigen Handgriffen zu wechseln und sicher für den Transport zu befestigen. Diese Aufgabe wurde durch die vorliegende Erfindung gelöst.

KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gegenstand der Erfindung ist somit eine Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive umfassend ein im Wesentlichen ringförmiges Befestigungselement, welches auf der vorderen Innenseite einen Anschluss für ein Wechselobjektiv aufweist, und auf dessen Rückseite sich eine Halterung befindet, womit die Vorrichtung lösbar an Gegenständen oder Personen befestigt werden kann, wobei das ringförmige Befestigungselement und das mit ihm zu befestigende Wechselobjektiv zusammen einen Objektivanschluss bilden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine schematische Darstellung der Frontseite einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive.

2 ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive in Seitenansicht.

3 ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive im Einsatz, d. h. befestigt an einem Gürtel.

4 ist eine schematische Darstellung einer stammen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung für Wechselobjektive in Seitenansicht.

5 ist eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung für größere und schwerere Wechselobjektive in Seitenansicht.

6 ist eine schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung, einstellbar für kleine und große Wechselobjektive in Seitenansicht.

7 ist eine Abbildung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung mit einem Wechselobjektiv.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung handelt es sich vorzugsweise um eine einfache Befestigung für Wechselobjektive von Systemkameras namhafter Hersteller (z. B. Canon, Nikon, Leica, Sony, Olympus, Panasonic, Fuji, Pentax und anderen) an einem Gürtel oder einem anderen Gurt, z. B. einem Rucksackgurt.

Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind nachfolgend aufgeführte, wobei

  • (a) der Anschluss (1) des ringförmigen Befestigungselementes und das mit ihm zu befestigende Wechselobjektiv zusammen ein Objektivgewinde oder ein Objektivbajonett bilden
  • (b) die Halterung (2) eine verschließbare und gegebenenfalls verlängerbare Schlaufe aus einem biegsamen oder elastischen Material ist und/oder einen Klettverschluss oder eine Schnalle aufweist
  • (c) die Halterung (2) eine Klemme oder ein Clip aus einem duroplastischen Material ist
  • (d) das ringförmige Befestigungselement einen Entriegelungsknopf zur Entriegelung der Arretierung des Objektivbajonetts aufweist
  • (e) es lösbar an einem Gürtel oder einem Gurt (3) einer Tasche oder Rucksacks befestigt werden kann
  • (f) die Halterung (2) so ausgestaltet ist, dass das ringförmige Befestigungselement (1) und der Gegenstand (3), an dem die Vorrichtung befestigt ist, zueinander einen Winkel von 0 bis 10 Grad oder 30 bis 90 Grad ausbilden
  • (g) die Halterung (2) ein Gürtel ist.

In einer Ausführungsform entspricht das ringförmige Befestigungselement mit dem Anschluss (1) dem zu einem bestimmten Wechselobjektiv gehörenden Objektivrückdeckel, wobei an dessen Rückseite, d. h. an der dem Objektivanschluss abgewandten Seite, eine Halterung angebracht ist.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung an sich ist einfach. Das ringförmige Befestigungselement (1) ist vorzugsweise aus einem Duroplast und/oder Metall gefertigt. Ein handelsüblicher Objektivrückdeckel kann durch Anbringen einer Halterung (2) zur Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendet werden – allerdings weist ein Objektivrückdeckel gewöhnlich keine Verriegelung auf. Andere handelsübliche Produkte wie z. B. Zwischenringe oder Umkehrringe weisen meist eine Verriegelung auf und können deshalb bevorzugt verwendet werden. Die Halterung (2) wird auf der Rückseite der Objektivhalterung durch Kleben, Verschweißen, Nieten, Anschrauben oder durch Durchführen durch Öffnungen daran befestigt.

In einer alternativen Ausführungsform kann das ringförmige Befestigungselement (1) auch seitlich oder auf seiner geschlossenen Rückseite zwei Schlitze aufweisen, durch welche ein die Halterung (2) bildender Gurt hindurchgeführt wird.

An der offenen Seite mit dem Anschluss wird das Objektiv wie in eine Kamera eingeführt und durch Drehen befestigt und gegebenenfalls arretiert. Zum Lösen des Objektivs muss gegebenenfalls zuvor die Arretierung – wie bei der Kamera des entsprechenden Herstellers – gelöst werden.

An der anderen Seite der Vorrichtung befindet sich eine Halterung (z. B. ein Riemen mit einem Klettverschluss oder eine Klemme oder Clip) für einen Gürtel oder einen anderen Gurt, z. B. einen Rucksackgurt.

Ein Prototyp wurde wie folgt hergestellt: Als Basis diente ein handelsüblicher 10 mm Zwischenring zum Anschluss des Objektivs – mit Verriegelung. Dieser Ring wurde mit einem passenden Objektivrückdeckel verklebt. Dieser Objektivrückdeckel wurde mit drei kleinen Schrauben an einem handelsüblichen – 5 cm breiten und 15 cm langen – Klettband befestigt. Das Klettband weist auf der einen Seite Flausch und auf der anderen Seite Haken auf, und kann so in der Weite verstellt und zum Anbringen bzw. Lösen vom Gürtel geöffnet und geschlossen werden.

BESONDERE VORTEILE DER ERFINDUNG

Das Objektiv kann einhändig befestigt, über längere Zeit sicher transportiert und meist auch einhändig – abhängig von der Arretierung des Herstellers – wieder gelöst werden.

Hierbei reduziert sich der Aufwand auf folgende Schritte:

  • 1. Aktuelles Objektiv A von der Kamera abnehmen
  • 2. Objektiv B vom Halter nehmen und an Kamera ansetzen
  • 3. Objektiv A am Halter befestigen

Der Vorgang dauert ca. fünf Sekunden.

Ein Entfernen und Aufsetzen der Objektivrückdeckel entfällt, da hier Objektivrückdeckel und Befestigung zusammenfallen. Auch auf die Objektivfrontdeckel kann in der Regel – vor allem mit aufgesetzter Sonnenblende – verzichtet werden. Das Objektiv an der Befestigung hängt (mehr oder weniger, je nach Gewicht) nach unten und somit ist die Frontlinse vor Regen oder Staub geschützt. Außerdem kommt die Frontlinse nicht mit anderen Gegenständen oder dem Innenmaterial einer Tasche in Berührung.

Das Objektiv kann nur in einer bestimmten Drehposition in die Kamera eingeführt werden. Die Position ist vorzugsweise durch einen farbigen Punkt markiert. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann das Suchen des Punktes bzw. der Drehposition entfallen: Das Objektiv wird genau entsprechend der Kameraposition am Gürtel befestigt: Oben an der Kamera ist oben am Halter. Auch das spart Zeit.

Beim Einsatz von mehreren Haltern könnte man bei umhängender Kamera den Objektivwechsel sogar komplett einhändig durchführen. Die Reihenfolge der Schritte wäre dann: 1-3-2.

Der Erfinder hat einen Prototypen bereits auch bei Regen erfolgreich eingesetzt: Eine Regenjacke bedeckte das Objektiv – bis auf die unempfindliche Gegenlichtblende.

Da die verschiedenen Hersteller von Systemkameras jeweils unterschiedliche Objektivanschlüsse anbieten, muss die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung spezifisch für den bestimmten Objektivanschluss gefertigt werden. Eine Ausnahme bildet das Micro Four Thirds System: Verschiedene Hersteller (z. B. Panasonic und Olympus) nutzen das gleiche Objektivbajonett.

Fremdhersteller von Objektiven, wie z. B. Sigma, Tokina, Tamron bieten Objektive mit den entsprechenden Objektivanschlüssen an, z. B. für Kameras der Hersteller Nikon, Canon, usw. Auch diese Objektive lassen sich natürlich an der erfindungsgemäßen Vorrichtung befestigen.

BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Im Nachfolgenden soll die Erfindung an Hand der Figuren 1 bis 7 detailliert erläutert werden, ohne sie zu beschränken.

1 zeigt die Frontseite eines erfindungsgemäßen Wechselobjektivhalters. Hier wird das Objektiv angesetzt und durch Drehung verriegelt. Der runde Anschluss (1) entspricht dem Kameraanschluss der jeweiligen Kamera. Im Hintergrund sieht man die Halterung für den Gürtel oder einen anderen Gurt (2).

2 zeigt einen erfindungsgemäßen Wechselobjektivhalter in Seitenansicht. Rechts befindet sich der Anschluss (1), links die Halterung für den Gürtel o. ä. (2).

3 zeigt einen erfindungsgemäßen Wechselobjektivhalter im Einsatz, befestigt an einem Gürtel. Man sieht den Anschluss (1), die Halterung für den Gürtel (2) und den Gürtel (3).

4 zeigt einen erfindungsgemäßen Wechselobjektivhalter in Seitenansicht in starrer Ausführung. Rechts befindet sich der Anschluss (1), links die Halterung für den Gürtel o. ä. (2).

5 zeigt die Ausführung eines erfindungsgemäßen Wechselobjektivhalters in Seitenansicht für größere und schwerere Objektive. Das Objektiv kann hier nach unten hängen, ohne die Halterung bzw. den Gürtel zu verdrehen. Rechts unten befindet sich der Anschluss (1), links die Halterung für den Gürtel o. ä. (2).

6 zeigt die Ausführung eines erfindungsgemäßen Wechselobjektivhalters in Seitenansicht, einstellbar für kleine und große Objektive. Für kleine Objektive ist der Anschluss hochgeklappt, wie hier dargestellt. Im ausgeklappten Zustand – für große Objektive – ergibt sich das Bild unter 5. Rechts befindet sich der Anschluss (1), links die Halterung für den Gürtel o. ä. (2). Der Pfeil soll die Richtung andeuten, in die der Anschluss für größere Objektive nach unten geklappt wird.

7 ist eine Abbildung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wechselobjektivhalters mit einem Wechselobjektiv (4). Der Anschluss (1) bildet mit dem Objektiv ein Objektivbajonett und ist mit Hilfe der Halterung (2) an einem Gürtel (3) befestigt.