Title:
Stabilisierungsvorrichtung zur lösbaren Anordnung einer optoelektronischen Vorrichtung
Kind Code:
U1
Abstract:

Stabilisierungsvorrichtung umfassend
– ein Befestigungsmittel zur Anordnung der Stabilisierungsvorrichtung an den Körper des Anwenders,
– sowie eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme einer Haltevorrichtung für eine optoelektronische Vorrichtung, wobei die Aufnahmevorrichtung im Wesentlichen senkrecht zur Körperachse des Anwenders angeordnet ist.



Application Number:
DE202016107154U
Publication Date:
01/16/2017
Filing Date:
12/20/2016
Assignee:
Gerhardt, Sven, 03130 (DE)
International Classes:
Attorney, Agent or Firm:
Kailuweit & Uhlemann Patentanwälte Partnerschaft mbB, 01187, Dresden, DE
Claims:
1. Stabilisierungsvorrichtung umfassend
– ein Befestigungsmittel zur Anordnung der Stabilisierungsvorrichtung an den Körper des Anwenders,
– sowie eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme einer Haltevorrichtung für eine optoelektronische Vorrichtung, wobei die Aufnahmevorrichtung im Wesentlichen senkrecht zur Körperachse des Anwenders angeordnet ist.

2. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel als Band, Gurt, Gurtband, Klemmsystem, Spangen oder Bügel ausgebildet ist.

3. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die optoelektronische Vorrichtung als eine optoelektronische Sensoreinrichtung ausgebildet ist.

4. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die optoelektronische Vorrichtung als Kamerasystem ausgebildet ist.

5. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die optoelektronische Vorrichtung ein Foto- oder Videokamera umfasst.

6. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Kamerasystem als CCD- oder CMOS-Kamerasystem ausgebildet ist.

7. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung im Wesentlichen stangenförmig ausgebildet ist.

8. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsvorrichtung eine Vorrichtung zur Interkation mit der optoelektronischen Vorrichtung umfasst.

9. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Interaktion als Gerät zur Gestenerkennung ausgebildet ist.

10. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Interkation als akustischer Sensor ausgebildet ist.

11. Stabilisierungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur Interaktion als haptisches Element ausgebildet ist.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Stabilisierungsvorrichtung zur lösbaren Anordnung einer optoelektronischen Vorrichtung. Die Stabilisierungsvorrichtung ist dabei zur lösbaren Anordnung an den menschlichen Körper ausgebildet.

Bekannt sind Halterungsvorrichtungen für Mobiltelefone, Smartphones und Kameras, welche stangenförmig ausgebildet sind, die dem Anwender Selbstaufnahmen ermöglichen. Der Nachteil entsprechender Haltvorrichtungen ist, dass diese mit einer Hand durch den Anwender gehalten werden müssen. Dadurch ist eine volle Bewegungsfreiheit des Anwenders, insbesondere der beiden Hände nicht gewährleistet.

Ebenfalls bekannt sind Kamerasysteme, welche auf dem Kopf des Anwenders angeordnet werden, um bestimmte Sport- und Freizeitaktivitäten aus der Perspektive des Anwenders zu dokumentieren. Die Kamerasysteme sind aber nicht geeignet für Selbstaufnahmen durch den Anwender, da diese Systeme aufgrund der Anordnung im Kopfbereich eine verzerrte Perspektive des Anwenders wiedergegeben wird. Daher sind diese Systeme für eine realistische, perspektivische Darstellung ungeeignet.

Es besteht daher ein Bedürfnis entsprechende optoelektronische Vorrichtung derart an den menschlichen Körper anzuordnen, dass der Anwender seine beiden Hände frei bewegen kann ohne eine Haltevorrichtung zu benutzen. Gleichzeitig soll für den Anwender eine volle Bewegungsfreiheit während der Nutzung der optoelektronischen Vorrichtung gewährleistet werden.

Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche die Nachteile im Stand der Technik überwindet.

Die Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß wird eine Stabilisierungsvorrichtung vorgeschlagen, umfassend ein Befestigungsmittel zur Anordnung der Stabilisierungsvorrichtung an den Körper des Anwenders, sowie eine Aufnahmevorrichtung zur Aufnahme einer Haltevorrichtung für eine optoelektronische Vorrichtung, wobei die Aufnahmevorrichtung im Wesentlichen senkrecht zur Körperachse des Anwenders angeordnet ist.

Erfindungsgemäß wird dabei die Körperachse des Anwenders als imaginäre Achse durch den Körper des Anwenders verstanden, wobei die Körperachse in Schwerkraftrichtung verläuft.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Befestigungsmittel als Band, Gurt, Gurtband, Klemmsystem, Spangen oder Bügel ausgebildet. Das Befestigungsmittel dient der Anordnung der Stabilisierungsvorrichtung an den Körper des Anwenders. Dabei gewährleistet das Befestigungsmittel, dass die Stabilisierungsvorrichtung am Körper angeordnet bleibt und beispielsweise nicht während der Bewegung durch den Anwender verrutscht.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist die optoelektronische Vorrichtung ausgebildet als eine optoelektronische Sensoreinrichtung. Die optoelektronische Sensoreinrichtung kann dabei beispielsweise als optischer Sensor zur Erfassung von optischen Informationen ausgebildet sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die optoelektronische Vorrichtung als Kamerasystem ausgebildet. Bevorzugt umfasst die optoelektronische Vorrichtung ein Foto- oder Videokamera. Das Kamerasystem kann dabei beispielsweise als CCD- oder CMOS-Kamerasystem ausgebildet sein.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Haltevorrichtung im Wesentlichen stangenförmig ausgebildet.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Haltevorrichtung als Haltevorrichtung für Mobiltelefone, Smartphones und Kameras ausgebildet. Vorteilhafterweise können dabei beispielsweise herkömmliche Haltevorrichtungen aus dem Stand der Technik mit der Stabilisierungsvorrichtung kombiniert werden.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst die Stabilisierungsvorrichtung eine Vorrichtung zur Interkation mit der optoelektronischen Vorrichtung. Die Vorrichtung zur Interaktion dient bevorzugt der Steuerung der optoelektronischen Vorrichtung. Aufgrund des Umstands, dass die Stabilisierungsvorrichtung vorgesehen ist, dem Anwender eine freihändige Beweglichkeit zur ermöglichen, ist eine Vorrichtung zur Interaktion als Steuerungsmöglichkeit des optoelektronischen Vorrichtung erforderlich.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Vorrichtung zur Interaktion als Gerät zur Gestenerkennung ausgebildet. Dabei umfasst die Vorrichtung einen optischen Sensor, welche die Gesten des Anwenders erfasst, wobei die erfassten Gesten zur Steuerung der optoelektronischen Vorrichtung verwendet werden. Die erfassten Gesten werden dabei an ein Computerprogramm übermittelt, welches den erfassten Gesten entsprechende Funktionen zur Steuerung der optoelektronischen Vorrichtung zuordnet. Durch eine entsprechende Gestenerfassung ist es somit möglich, die optoelektronische Vorrichtung ohne zu Hilfenahme der Hände zu steuern.

In einer Ausgestaltung der Ausführungsform ist die Vorrichtung zur Interkation als akustischer Sensor ausgebildet. Dabei kann der Anwender mittels Sprachsteuerung die optoelektronische Vorrichtung steuern.

Alternativ kann die Vorrichtung zur Interaktion als haptisches Element ausgebildet sein. Das haptische Element kann dabei beispielsweise ein Touch-Pad sein, welche unabhängig von der Stabilisierungsvorrichtung am Körper des Anwenders angeordnet sein kann. Dabei ist es beispielsweise möglich eine drahtlose Kommunikation zwischen dem haptischen Element und der optoelektronischen Vorrichtung zu gewährleisten.

In einer Ausführungsform der Erfindung weist die Stabilisierungsvorrichtung Anpassungsmittel zur Anpassung der Stabilisierungsvorrichtung an den Körper des Anwenders auf. Diese Anpassungsmittel können dabei beispielsweise bereitenverstellbar, ausziehbar oder teleskopisch ausziehbar ausgebildet sein.

Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Stabilisierungsvorrichtung zur Realisierung der Erfassung von dreidimensionalen Daten des Anwenders mittels der optoelektronischen Vorrichtung.

Mit der erfindungsgemäßen Stabilisierungsvorrichtung ist es dem Anwender möglich, die optoelektronische Vorrichtung, beispielweise ein Kamerasystem derart zu verwenden, dass der Anwender eine vollständige Bewegungsfreiheit erhält, ohne das hierzu eine händische Interaktion erforderlich wäre.

Für die Realisierung der Erfindung ist es auch zweckmäßig, die vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen, Ausführungsformen und Merkmale der Ansprüche in jeder Anordnung miteinander zu kombinieren.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand einiger Ausführungsbeispiele und zugehöriger Figuren eingehender erläutert werden. Die Ausführungsbeispiele sollen dabei die Erfindung beschreiben ohne diese zu beschränken.

Es zeigen die

1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Stabilisierungsvorrichtung, welche am Anwender angeordnet ist, in

2 eine schematische Darstellung beispielhafter Ausgestaltungen der Stabilisierungsvorrichtung und in

3 eine weitere schematische Darstellung beispielhafter Ausgestaltungen der Stabilisierungsvorrichtung.

In einem ersten Ausführungsbeispiel ist in der 1 eine erfindungsgemäße Stabilisierungsvorrichtung 1 dargestellt. Diese weist Befestigungsmittel 2 zur Anordnung an den Anwender 3 auf. Dabei können die Befestigungsmittel 2 beispielsweise als Bügel ausgebildet sein, die um den Rumpf des Anwenders 3 verspannt werden. Die Stabilisierungsvorrichtung weist weiterhin eine Aufnahmevorrichtung 4 auf, welche zur Aufnahme eine Haltevorrichtung 5 ausgebildet ist. Die Aufnahmevorrichtung 4 ist dabei im Wesentlichen senkrecht zur Körperachse 6 des Anwenders 3 an der Stabilisierungsvorrichtung angeordnet. Die Haltevorrichtung 5 ist beispielsweise stangenförmig ausgebildet und dient der Aufnahme einer nicht näher dargestellten optoelektronischen Vorrichtung 7. Die optoelektronische Vorrichtung 7 ist dabei beispielsweise als optischer Sensor ausgebildet. Vorzugsweise ist die optoelektronische Vorrichtung 7 als Kammersystem, etwa als CCD-Kamerasystem ausgebildet.

In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der 2 die Stabilisierungsvorrichtung 1 dargestellt. Diese umfasst als Spannbügel ausgebildete Befestigungsmittel 2, welche dabei das freihändige Fotografieren ermöglichen. Die Stabilisierungsvorrichtung 1 kann mittels der Spannbügel 2 am Körper des Anwenders, zum Beispiel an Bauch, Hüfte, Beine, Rücken befestigt werden. Die Stabilisierungsvorrichtung 1 weist weiterhin eine Aufnahmevorrichtung 4 auf, die der Aufnahme einer Haltevorrichtung 5 dient, welche beispielsweise Selfie-Stick bzw. Selfie Stange ausgebildet ist. Dazu wird der Selfie-Stick bzw. Selfie Stange in eine Öffnung 8 der Aufnahmevorrichtung 5 eingebracht. Dies kann beispielsweise durch eine Steck- oder Schraubverbindung realisiert werden. Zudem weist die Stabilisierungsvorrichtung ein Anpassungsmittel 9 auf, welche beispielsweise bereitenverstellbar, ausziehbar oder teleskopisch ausziehbar ausgebildet sind. Die Anpassungsmittel 9 erlauben damit eine Anpassung der Stabilisierungsvorrichtung an den Körper des Anwenders. Damit kann ein optimaler Halt der Stabilisierungsvorrichtung am Körper des Anwenders gewährleistet werden.

In einem Ausführungsbeispiel dient das Befestigungsmittel 2, beispielweise der Spannbügel, als Mittel zum freihändigen Fotografieren mittels einer Haltevorrichtung 5, beispielsweise eines Selfie-Sticks bzw. Selfie-Stange 5. Auf diese Weise ist es möglich sich selbst oder eine Gruppe von Personen in verschiedenen Positionen zu fotografieren. Das Befestigungsmittel 2 erlaubt eine problemlose Anordnung an den Körper des Anwenders. Auch eine teleskopische Verlängerung der Haltevorrichtung 5 ist denkbar.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist in 3 eine alternative Ausgestaltung der Aufnahmevorrichtung 4 dargestellt, welche ein Gewinde zur Aufnahme der Haltevorrichtung 5 mittels Schraubverbindung aufweist.

Bezugszeichenliste

1
Stabilisierungsvorrichtung
2
Befestigungsmittel
3
Anwender
4
Aufnahmevorrichtung
5
Haltevorrichtung
6
Körperachse des Anwenders
7
Optoelektronische Vorrichtung
8
Öffnung
9
Anpassungsvorrichtung