Title:
Variabler Gurtcontroller für Zurrgurte
Kind Code:
U1


Abstract:

Gurtcontroller, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Verbund aus Gummimaterial mit mindestens einer zwischenliegenden Textilschicht hergestellt ist und zwei Aussparungen aufweist, durch die der Zurrgurt durchzuführen ist.




Application Number:
DE202016106341U
Publication Date:
11/23/2016
Filing Date:
11/12/2016
Assignee:
Stickel, Jürgen, 72250 (DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Dr. Metzner Rechtsanwälte, 91052, Erlangen, DE
Claims:
1. Gurtcontroller, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem Verbund aus Gummimaterial mit mindestens einer zwischenliegenden Textilschicht hergestellt ist und zwei Aussparungen aufweist, durch die der Zurrgurt durchzuführen ist.

2. Gurtcontroller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Materialdicke zwischen 3 und 9 mm aufweist.

3. Gurtcontroller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er auf einer Seite eine mit dem Gummimaterial verbundene Textilschicht aufweist.

Description:

Die Erfindung betrifft einen variablen Gurtcontroller, der dazu dient, Beschädigung und Verrutschen von Zurrgurten (Spanngurten) zu verhindern, die im Transportwesen benutzt werden. So ist es üblich, Ladungen beispielsweise auf LKW-Ladeflächen mit Zurrgurten zu befestigen, um diese vor dem Verrutschen oder Herunterfallen und den damit verbundenen Beschädigungen zu schützen. Beim Festzurren, aber auch beim Transport schwerer und scharfkantiger Güter treten teils extrem hohe Kräfte auf, die auf Gurt, Ladung und Gurtcontroller treffen. Zurrgurte müssen daher mit Einrichtungen ausgerüstet sein, die ein Abrutschen des Gurtes von der Ladung verhindern, vorliegend variabler Gurtcontroller (Abrutschhemmer) genannt.

Es gibt winkelförmige Kantenschoner für Zurrgurte, vor allem aus Kunststoff. Bekannt sind auch variable Gurtcontroller aus flexiblen Materialien, vor allem als verschiebbare Umhüllung des Zurrgurtes (Schlauchform).

Kunststoffwinkel haben den Nachteil, dass sie nur begrenzt verformbar und bzw. oder schweren Belastungen nicht gewachsen sind. Sie werden teils lose dem Gurt untergelegt oder nur durch Klemmmechanismen mit dem Zurrgurt verbunden. Sie können sich so während des Transportes bei Vibrationen lösen. Zurrgurtschoner aus flexiblen Materialien verschleißen bei schweren Transporten sehr schnell und sitzen teils sehr lose auf dem Zurrgurt, so dass ständige Überwachung und ggf. Austausch der zur Schonung verwendeten Gegenstände nötig ist. Ein Problem ist beispielsweise der Transport einer scharfkantigen Ladung (mit Metallkanten wie z. B. bei Gitterboxen u. a.) über längere Zeit auf schlechten Straßen. Die dauernden Vibrationen der Ladung und die dadurch bedingten kleinsten Beschädigungen zerstören über die Zeit nicht nur die Schutzvorrichtung, sondern können schließlich auch den Zurrgurt durchscheuern. Auch verstärkte Zurrgurte sind bekannt, sie leiden allerdings wie alle Mischformen an dem Mangel, das sie zum einen den Zurrgurt schwerer, teurer und unflexibler machen, nur eine geringe Schutzwirkung haben und über die ganze Länge des Gurtes vorhanden sind, obwohl ein Einsatz stets nur an einzelnen Punkten erforderlich ist.

Die vorliegende Erfindung steht vor mehreren Problemen, die kumulativ gelöst werden müssen. Zum einen muss der Gurtcontroller verhindern, dass der Zurrgurt verrutscht, und daher eine Reibung zwischen Ladung und Zurrgurt erzeugen.

Gleichzeitig darf der Gurtcontroller weder den Zurrgurt noch die Ladung beschädigen und darüber hinaus insbesondere verhindern, dass sich Ladung und Zurrgurt wechselseitig beschädigen, was im Extremfall zum Reißen des Gurtes führen kann. Ferner muss der Gurtcontroller auf dem Zurrgurt verschiebbar sein, damit er an die erforderliche Stelle auf dem Zurrgurt bewegt werden kann. Daneben gibt es Ladungen, wie zum Beispiel Reifen, deren Form und Beschaffenheit es zur Vermeidung von Beschädigungen und einer zuverlässigen Ladungssicherung erfordert, dass sich die Gurtspannung schon beim Verzurren möglichst gleichmäßig nach beiden Seiten verteilt, damit ein optimaler Kraftschluss zwischen Zurrgurt und Ladung entsteht. Insoweit besteht auch das Problem, dass die Gurtcontroller in unterschiedlicher Länge herstellbar sein müssen, um für verschiedene Ladungen geeignet zu sein.

Das Problem wird dadurch gelöst, dass ein rechteckiger Gurtcontroller aus einem flexiblen Gummimaterial hergestellt wird, welches zur Verstärkung der Widerstandsfähigkeit und der Reduzierung der Verschleißanfälligkeit mit einer oder mehreren Lagen Textilgewebe verstärkt ist, und bei dem die Befestigung auf dem Zurrgurt dadurch erreicht wird, dass dieser an seinen Enden durch zwei längsovale oder rechteckige Aussparungen hindurchgeführt wird, die so bemessen sind, dass sie etwas breiter sind als der Zurrgurt und so lang, dass der Zurrgurt knickfrei hindurchgeführt werden kann, jedoch gleichzeitig eine mit ausreichender Kraft festgeklemmt wird. An der Stelle, an der er die Ladung berührt, liegt der Gurtcontroller zwischen Ladung und Zurrgurt. Der Gurtcontroller ist dabei, um die eigene Stabilität zu verbessern und die Kräfte möglichst gleichmäßig zu verteilen, an allen Stellen breiter als der Zurrgurt.

Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der beigefügten Zeichnung ist ein variabler Gurtcontroller (1) nach dieser Erfindung gezeigt, der aus einem Verbundmaterial aus Gummi hergestellt ist, das mit einer zwischenliegenden Textilschicht (2) verstärkt ist und in diesem Beispiel auch auf einer Oberfläche (3) eine Textilschicht aufweist, es sind aber auch Ausführungen möglich, bei denen beide Oberflächen eine Gummi- oder Textilschicht haben. Für stärkere Beanspruchungen ist es auch möglich, Gummimaterial mit mehr (z. B. zwei oder drei) zwischenliegenden Textilschichten zu verstärken. Der Gurtcontroller weist im Ausführungsbeispiel eine Dicke von 6 mm auf, kann jedoch – je nach Zahl der textilen Zwischenlagen – auch ein anderes Maß haben. Durch zwei Schlitze, in der Abbildung mit (4) und (5) bezeichnet, wird der – in der Abbildung gespannte – Zurrgurt (6) durchgeführt, der durch seine Verformung und die Reibung mit dem variablen Gurtcontroller nicht verrutschen kann und die Ladung (7) sichert.

Die Nutzung von Verbundmaterial aus Gummi mit Textilzwischenlagen vervielfacht die Belastbarkeit des Gurtcontrollers überproportional gegenüber herkömmlichen Gurtcontrollern, und kann je nach Einsatzzweck in verschiedenen Stärken und Größen ausgeführt werden.