Title:
Klemmbrett für Mobiltelefone
Kind Code:
U1
Abstract:

Klemmbrett mit einem Dokumentenhalter (4), der eine Auflagefläche (8) aufweist zum Anordnen von Dokumenten (3) auf derselben, mit einem Festhalter (5), mittels dessen das Dokument (3) auf der Auflagefläche (8) des Dokumentenhalters (4) in einer Halteposition festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Dokumentenhalter (4) ein Gestell (6) verbunden ist, das aus einer Nichtarbeitsposition in eine Arbeitsposition bringbar ist, in der eine Halteeinheit (7) für ein mobiles Datengerät (2) in einem vorgegebenen Abstand (a) zu dem Dokumentenhalter (4) angeordnet ist, und dass die Halteeinheit (7) Mittel zur Auflage und/oder Halten des mobilen Datengerätes (2) aufweist.



Application Number:
DE202016105548U
Publication Date:
12/29/2016
Filing Date:
10/06/2016
Assignee:
Bürger, Axel, 34479 (DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE9310455U1N/A1993-09-02
Attorney, Agent or Firm:
Patentanwälte Fiedler, Ostermann & Schneider, 33106, Paderborn, DE
Claims:
1. Klemmbrett mit einem Dokumentenhalter (4), der eine Auflagefläche (8) aufweist zum Anordnen von Dokumenten (3) auf derselben, mit einem Festhalter (5), mittels dessen das Dokument (3) auf der Auflagefläche (8) des Dokumentenhalters (4) in einer Halteposition festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Dokumentenhalter (4) ein Gestell (6) verbunden ist, das aus einer Nichtarbeitsposition in eine Arbeitsposition bringbar ist, in der eine Halteeinheit (7) für ein mobiles Datengerät (2) in einem vorgegebenen Abstand (a) zu dem Dokumentenhalter (4) angeordnet ist, und dass die Halteeinheit (7) Mittel zur Auflage und/oder Halten des mobilen Datengerätes (2) aufweist.

2. Klemmbrett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (6) derart ausgebildet ist, dass das mobile Datengerät (2) in der Arbeitsposition parallel versetzt zu dem Dokumentenhalter (4) verläuft.

3. Klemmbrett nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (6) eine Anzahl von gelenkig miteinander verbundenen Streben (10) aufweist.

4. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (10) in der Arbeitsposition des Gestells (6) derart zueinander angeordnet sind, dass das Gestell (6) in einer Längsebene (L) des Dokumentenhalters (4) parallelogrammartig ausgebildet ist.

5. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (6) Aufstellstreben (10) aufweist, die in der Arbeitsposition sich unter einem spitzen Winkel (φ) von dem Dokumentenhalter (4) in Richtung einer Quermittelebene (Q) desselben erheben.

6. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (6) Feststellmittel aufweist, derart, dass das Gestell (6) in der Arbeitsposition starr gehalten ist.

7. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinheit (7) als ein Halterahmen ausgebildet ist, in dem das mobile Datengerät (2) gehaltert ist.

8. Klemmbrett nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterahmen (7) eine Ausnehmung (17) aufweist, derart, dass Betätigungsmittel (14) des mobilen Datengerätes (2) in der Halteposition zugänglich sind.

9. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (7) einen Boden (12) mit einer Ausnehmung (17) aufweist, in der eine Kameraeingangsschnittstelle des mobilen Datengerätes (2) positionierbar ist.

10. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Randkanten (13) des Halterahmens (7) an die Größe des mobilen Datengerätes (2) anpassbar sind, so dass eine Kante des mobilen Datengerätes (2) an der Randkante (13) des Halterahmens (7) anliegt.

11. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Datengerät (2) als ein Mobiltelefon oder als ein Tablet mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm (20) ausgebildet ist.

12. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Dokumentenhalter (4') einen an die Abmessung des mobilen Datengerätes (2) angepassten Durchbruch (29) aufweist, dass der Dokumentenhalter (4') Befestigungsmittel (35) aufweist zum Befestigen des mobilen Datengerätes (2) an der Auflagefläche (8) des Dokumentenhalters (4'), so dass zumindest eine Kameraeingangsschnittstelle (30, 30') und gegebenenfalls ein berührungsempfindlicher Bildschirm (20) des mobilen Datengerätes (2) den Durchbruch (29) überdecken und dass eine Rückseite (28) des Dokumentenhalters (4') mit einer Spiegelfläche (31) versehen ist.

13. Klemmbrett nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch (29) eine Dimension aufweist, die kleiner ist als die Dimension des mobilen Datengerätes (2) und die größer ist als die Dimension des berührungsempfindlichen Bildschirms (20) des mobilen Datengerätes (2).

14. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Dokumentenhalter (4') randseitig auf der Auflagefläche (8) mit einer Maßstabsdarstellung (32) versehen ist.

15. Klemmbrett nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Dokumentenhalter (4) an einer Randseite mit einer Lochung (33) versehen ist.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Klemmbrett mit einem Dokumentenhalter, der eine Auflagefläche aufweist zum Anordnen von Dokumenten auf derselben, mit einem Festhalter, mittels dessen das Dokument auf der Auflagefläche des Dokumentenhalters in einer Halteposition festlegbar ist.

Aus der DE 93 10 455 U1 ist ein Klemmbrett für papierene Dokumente bekannt, das einen Dokumentenhalter aufweist, auf den das papierene Dokument platziert werden kann. Ferner weist das Klemmbrett einen clipsartigen Festhalter auf, mittels dessen das papierene Dokument in einer Halteposition festlegbar ist. Derartige Klemmbretter erleichtern ortsunabhängig das Arbeiten mit den Dokumenten, insbesondere wenn an den Dokumenten schriftliche Eintragungen vorgenommen werden sollen. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung werden solche Klemmbretter zur Bearbeitung von papierenen Dokumenten immer weniger eingesetzt. Aufgrund der Bedienungsfreundlichkeit ermöglichen Mobiltelefone bzw. Tablets die Bearbeitung von elektronischen Dokumenten ortsunabhängig. Die Bedienperson kann einen Stift oder den Finger zur Hilfe nehmen, um beispielsweise Einträge in den Dokumenten vorzunehmen. Wenn die Dokumente vor Ort erstellt werden sollen, beispielsweise bei einem Kunden im Betrieb, kann es notwendig sein, ein papierenes Dokument mit der Kamera des Mobiltelefons bzw. Tablets zu scannen bzw. ein Foto von demselben aufzunehmen, um es nachher elektronisch weiterbearbeiten zu können. Hierbei stellt sich für die Bedienperson das Problem, das Mobiltelefon bzw. das Tablet so relativ zu dem Dokument zu halten, dass eine zufriedenstellende Fotoaufnahme vorgenommen werden kann, die das Dokument vollständig und ohne Verzerrungen wiedergibt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Positionierhilfe für ein mobiles Datengerät bereitzustellen, so dass mittels einer in dem mobilen Datengerät integrierten Kamera eine saubere und verzerrungsfreie Fotoaufnahme vom Dokument erstellt werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Dokumentenhalter ein Gestell verbunden ist, das aus einer Nichtarbeitsposition in eine Arbeitsposition bringbar ist, in der eine Halteeinheit für ein mobiles Datengerät in einem vorgegebenen Abstand zu dem Dokumentenhalter angeordnet ist, und dass die Halteeinheit Mittel zur Auflage und/oder Halten des mobilen Datengerätes aufweist.

Nach der Erfindung wird ein Klemmbrett mit einer Halteeinheit für ein mobiles Datengerät dazu genutzt, einen definierten Abstand zwischen dem mobilen Datengerät und dem Dokument herzustellen. Befindet sich das mobile Datengerät in einer solchen Arbeitsposition, in der eine Kamera des mobilen Datengerätes optimal zu dem Dokument ausgerichtet ist, kann die Kamera des mobilen Datengerätes betätigt werden, um eine Aufnahme von dem Dokument anzufertigen. Das Dokument, insbesondere ein papierenes Dokument, ist mittels eines Festhalters in einer definierten Position auf einem Dokumentenhalter des Klemmbretts angeordnet. Das Klemmbrett weist einen Festhalter auf, so dass das Dokument unverlierbar und in der definierten Position gehalten ist. Ferner weist das Klemmbrett ein Gestell auf, mittels dessen das in einer Halteeinheit positionierte mobile Datengerät in eine definierte Relativlage zu dem Dokumentenhalter bzw. eingesetzten Dokument bringbar ist. Vorteilhaft braucht die Bedienperson das Gestell lediglich aus einer Nichtarbeitsposition in eine Arbeitsposition bringen. Zusätzlich legt bzw. befestigt die Bedienperson das mobile Datengerät an der Halteeinheit. Durch Auslösen der Kamera des mobilen Datengerätes kann die Bedienperson ein Foto von dem Dokument erstellen und mittels eines Displays des mobilen Datengerätes das Dokument weiter bearbeiten, beispielsweise mittels eines Grafikprogrammes oder durch Weiterleitung des elektronischen Dokumentes über ein Kommunikations- bzw. Datennetz an einen anderen Nutzer. Vorteilhaft ermöglicht das erfindungsgemäße Klemmbrett eine einfache und sichere Positionierhilfe beim Erstellen von elektronischen Dokumenten aus einem körperlichen Dokument.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Gestellt derart ausgebildet, dass das mobile Datengerät in der Arbeitsposition parallel versetzt zu dem Dokumentenhalter bzw. zu dem Dokument verläuft. Vorteilhaft kann hierdurch eine verzerrungsfreie und korrekte Bildaufnahme des Dokumentes erfolgen.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Gestell eine Anzahl von gelenkig miteinander verbundenen Streben auf, so dass es einfach entweder in die aufrechte Arbeitsposition oder in die liegende Nichtarbeitsposition bringbar ist, in der die Streben im Wesentlichen in einer Ebene verlaufen, und zwar in der Ebene des Dokumentenhalters. Das Klemmbrett kann somit platzsparend, beispielsweise in einer Aktentasche, mitgeführt werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung befindet sich das Gestell in der Arbeitsposition zusammen mit dem Dokumentenhalter in einer parallelogrammartigen aufrechten Position. Aufstellstreben des Gestells, die von dem Dokumentenhalter abragen, verlaufen zu einer Quermittelebene des Dokumentenhalters gewandt unter einem spitzen Winkel. Das Gestell weist somit eine Eigenstabilität auf, die ein unerwünschtes Zusammenfallen desselben verhindert.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist das Gestell Feststellmittel auf, so dass das Gestell in der Arbeitsposition starr gehalten ist. Die Feststellmittel können beispielsweise als Rastmittel ausgebildet sein, die von der Bedienperson nach Aufstellen des Gestells betätigt werden. Vorteilhaft ist hierdurch eine gesicherte Arbeitsposition des Gestells bzw. der Halteeinheit gewährleistet.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die Halteeinheit als ein Halterahmen ausgebildet, in dem das mobile Datengerät gehaltert ist. Der Halterahmen weist eine Ausnehmung auf, so dass insbesondere die Kamera des mobilen Datengerätes so frei gelegt ist, dass sie ein Bild von dem auf dem Dokumentenhalter angeordneten Dokument aufnehmen kann.

Vorzugsweise ist das mobile Datengerät als ein Mobiltelefon mit einem berührungsempfindlichen Display (Smartphone) oder als Tablet ausgebildet. Die Bedienung bzw. Betätigung der Kamera erfolgt direkt am Display, so dass die Halteeinheit auf einer dem Dokument zugewandten Seite lediglich eine Ausnehmung für die Kameralinse aufweisen muss. Auf einer dem Dokumententräger abgewandten Seite ist die Halteeinheit offen ausgebildet, so dass das Display vollständig freigelegt ist. Es kann somit einfach die Kamera betätigt werden.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind Randkanten des Halterahmens an die Dimension bzw. Größe des mobilen Datengerätes anpassbar, so dass das mobile Datengerät in einer zu dem Dokumententräger parallelen Ebene unbeweglich anordbar ist. Vorteilhaft können hierdurch mobile Datengeräte unterschiedlicher Größe eingesetzt werden bzw. so positioniert werden, dass das im Dokumentenhalter angeordnete Dokument vollständig aufgenommen werden kann.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Klemmbrett auch für die Aufnahme von Bildern bzw. von Objekten genutzt werden, die außerhalb des Dokumentenhalters angeordnet sind. Hierzu weist der Dokumentenhalter einen Durchbruch auf, an dem das mobile Datengerät gehalten ist. Das mobile Datengerät ist vorzugsweise an der eine Vorderseite bildenden Auflagefläche des Dokumentenhalters befestigt, so dass eine Kameraeingangsschnittstelle (Linse) des mobilen Datengerätes und gegebenenfalls der berührungsempfindliche Bildschirm desselben von einer Rückseite des Dokumentenhalters her sichtbar sind. Zusätzlich ist die Rückseite des Dokumentenhalters mit einer Spiegelfläche versehen. Hierdurch können Objekte, die sich in einer Entfernung zu der Rückseite des Dokumentenhalters befinden, von der Kamera aufgenommen werden, beispielsweise können hierdurch Selfie-Videoaufnahmen erstellt werden. Die Spiegelfläche des Dokumentenhalters dient bei der Erstellung von Selfie-Aufnahmen als Hilfe zum Ausrichten der gewünschten Aufnahmeposition des Objektes. Der Nutzer kann auch bei weiter entfernten Objekten von dem Dokumentenhalter schnell erkennen, ob sich das Objekt in der richtigen Aufnahmeposition befindet.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Durchbruch des Dokumentenhalters größer als die Dimension des berührungsempfindlichen Bildschirms des mobilen Datengerätes und kleiner als die Dimension des mobilen Datengerätes ausgebildet. Das mobile Datengerät liegt vorzugsweise randseitig an einer Anschlagkante des Dokumentenhalters an, so dass ein Durchrutschen des mobilen Datengerätes durch den Durchbruch verhindert wird.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist der Dokumentenhalter randseitig auf der Auflagefläche eine Maßstabsdarstellung, beispielsweise in Form eines Lineals auf, so dass die Daten des aufgenommenen Bildes des Dokumentes später in dem mobilen Datengerät leichter verarbeitet bzw. bewertet werden können.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist der Dokumentenhalter an einer Randseite mit einer Lochung versehen, so dass er einfach im Aktenordner abgelegt werden kann.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Seitenansicht eines Klemmbretts in einer Arbeitsposition,

2 eine Draufsicht auf eine Halteeinheit des Klemmbretts,

3 eine Draufsicht auf einen Dokumentenhalter des Klemmbretts nach einer zweiten Ausführungsform mit einem Durchbruch,

4 eine Rückansicht des Dokumentenhalters gemäß 3,

5 eine Rückansicht des Dokumentenhalters mit einem angesetzten Mobiltelefon zum Erzeugen von Selfie-Aufnahmen und

6 eine Rückansicht des Dokumentenhalters in einer umgekehrten Anlage des Mobiltelefons gegenüber 5.

Ein Klemmbrett 1 dient als Positionierhilfe für ein elektronisches Datengerät 2 relativ zu einem Dokument 3, das an einem Dokumentenhalter 4 festgelegt ist.

Das Klemmbrett 1 besteht im Wesentlichen aus dem Dokumentenhalter 4, einem Festhalter 5, einem Gestell 6 und einer Halteeinheit 7.

Der Dokumentenhalter 4 ist plattenförmig ausgebildet und weist eine Auflagefläche 8 zum Anordnen des Dokumentes 3 auf. Das Dokument 3 ist vorzugsweise ein papierenes Dokument, beispielsweise eine Konstruktionszeichnung, oder dergleichen. Das Dokument 3 weist auf einer Oberseite 9 Informationen, alphanummerische Zeichen, ein Bild, eine Zeichnung oder dergleichen auf, von dem durch das mobile Datengerät 2 ein elektronisches Bild 3' erstellt werden soll.

Damit das Dokument 3 in der vorgesehenen Position auf der Auflagefläche 8 des Dokumentenhalters 4 positioniert und festgehalten werden kann, ist der Festhalter 5 vorgesehen, der beispielsweise als ein Clip ausgebildet sein kann. Eine Bedienperson legt das Dokument 3 auf die Auflagefläche 8 des Dokumentenhalters 4 ab und klemmt das Dokument 3 unter den Clip 5. Das Dokument 3 ist nun unverrückbar bzw. in einer Halteposition relativ zu dem Dokumentenhalter 4 festgelegt.

Das Gestell 6 weist mehrere Streben 10 auf, die jeweils zum einen mit dem Dokumentenhalter 4 und zum anderen mit der Halteeinheit 7 gelenkig verbunden sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind vier Aufstellstreben 10 vorgesehen, die jeweils in einem Eckbereich 11 der Halteeinheit 7 anlenken. In 1 ist eine Arbeitsposition des Gestells 6 dargestellt, in der die Aufstellstreben 10 in einer aufrechten Position zu dem Dokumentenhalter 4 angeordnet sind. In einer quer zu dem elektrischen Datengerät 2 verlaufenden Längsebene L desselben verlaufen die Streben 10 parallelogrammartig, wobei sie sich jeweils in einem spitzen Winkel φ in Richtung einer Quermittelebene Q des Dokumentenhalters 4 zugewandt erstrecken. Wie aus 1 ersichtlich ist, bilden die Aufstellstreben 10 zusammen mit der Halteeinheit 7 und dem Dokumentenhalter 4 in der Arbeitsposition ein Parallelogramm.

Eine Bedienperson kann durch Erfassen der Halteeinheit 7 das Gestell 6 von einer Nichtarbeitsposition, in der das Gestell 6 in der Ebene des Dokumentenhalters 4 verläuft, in die in 1 dargestellte Arbeitsposition verbringen, in der die Halteeinheit 7 in einem Abstand a zu dem Dokumentenhalter 4 bzw. zu dem Dokument 3 angeordnet ist. Aufgrund der parallelogrammartigen Anordnung des Gestells 6, die selbsterhaltend ist, kann die gewünschte Aktion durchgeführt werden. Das mobile Datengerät 2 ist in der Arbeitsposition parallel versetzt zu dem Dokumentenhalter 4 bzw. Dokument 3 angeordnet.

Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform der Erfindung können dem Gestell 6 Feststellmittel zugeordnet sein, so dass Gestell 6 in der Arbeitsposition starr gehalten ist. Beispielsweise können als Verstellmittel Rastelemente vorgesehen sein, die eine Starrheit zwischen den Aufstellstreben 10 einerseits zu der Halteeinheit 7 und/oder andererseits zu dem Dokumentenhalter 4 bewirken.

Die Halteeinheit 7 ist vorzugsweise als ein Halterahmen ausgebildet, in den das mobile Datengerät 2 einsetzbar ist. Der Halterahmen 7 weist hierzu einen Boden 12 und randseitig des Bodens 12 unter einem Winkel, vorzugsweise unter einem rechten Winkel, abragende Randkanten 13 auf. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Halterahmen 7 so dimensioniert, dass ein handelsübliches Mobiltelefon als mobiles Datengerät 2 in dem Halterahmen 7 ablegbar ist. Die Randkanten 13 berühren somit einen umlaufenden Rand des Mobiltelefons 2.

Nach einer nicht dargestellten alternativen Ausführungsform der Erfindung können die Randkanten 13 des Halterahmens 7 auch in der Ebene des Bodens 12 verschiebbar ausgebildet sein, so dass unterschiedlich dimensionierte mobile Datengeräte 2 in den Halterahmen 7 einsetzbar und in eine Arbeitsposition bringbar sind. Vorzugsweise werden die Randkanten hierbei so von der Bedienperson verschoben, dass eine in dem mobilen Datengerät 2 integrierte Kamera auf das Dokument 3 ausgerichtet ist.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel entspricht die Dimension des Halterahmens 7 der Dimension des Mobiltelefons 2, in dem eine Kamera integriert ist und das ein berührungsempfindlichen Bildschirm 20 (Touchscreen) zur Anzeige und zur Eingabe von Informationen bzw. Befehlen aufweist. In 2 ist beispielhaft das Mobiltelefon 2 in den Kameramodus geschaltet, so dass das Dokument 3 und ein Betätigungsknopf 14 für die Kamera sichtbar ist. Dieser ist vorzugsweise in dem berührungsempfindlichen Bildschirm 20 (Touchscreen) integriert. Mit Drücken des Betätigungsknopfs 14 durch die Bedienperson wird das Bild 3' des Dokumentes 3 aufgenommen und in einem Speicher des Mobiltelefons 2 abgelegt. Es liegt somit ein elektronisches Dokument vor, das in dem Mobiltelefon 2 weiterverarbeitet werden kann. Beispielsweise kann das elektronische Dokument über ein Kommunikationsnetz per E-Mail an einen anderen Nutzer geschickt werden.

Das Gestell 6 ist derart ausgebildet, dass der Abstand a zwischen der Halteeinheit 7 und dem Dokumentenhalter 4 zur vollständigen Aufnahme des zwischen den Anlenkungspunkten bzw. Begrenzungspunkten 16 des Gestells 6 an dem Dokumentenhalter 4 angeordneten Dokument 3 erfasst wird. Es ist somit sichergestellt, dass das gesamte Dokument 3 von der Kamera des mobilen Datengerätes 2 erfasst wird.

Damit das Dokument 3 von der Kamera des mobilen Datengerätes 2 erfasst werden kann, weist der Boden 12 eine Ausnehmung 17 auf, die größer als oder gleich zu der Linsendimension der Kamera des mobilen Datengerätes 2 ist. In der Regel ist diese Ausnehmung 17 (Loch) wesentlich größer gefasst als die Linse (Kameraeingangsschnittstelle) der Kamera, so dass bei veränderter Anordnung der Linse in dem mobilen Datengerät 3 gleichwohl eine Erfassung des Dokumentes 3 gewährleistet ist.

Vorzugsweise weist der Boden 12 Hinweismittel auf, so dass die Bedienperson angeleitet wird, das mobile Datengerät 2 in der Halteeinheit 7 so zu positionieren, dass die Linse der Kamera die Ausnehmung 17 überdeckt.

Nachdem das Foto des Dokumentes 3 aufgenommen worden ist, kann gegebenenfalls ein anderes Dokument auf den Dokumentenhalter 4 positioniert werden zur Aufnahme eines weiteren Bildes. Nach Abschluss der Aufnahme wird das mobile Datengerät 2 von der Halteeinheit 7 entfernt und nach gegebenenfalls Entriegeln des Gestells 6 dasselbe in die Ausgangsstellung verschwenkt, wobei die Streben 10 im Wesentlichen in der Ebene des Dokumentenhalters 4 verlaufen. Das Klemmbrett 1 kann somit platzsparend, beispielsweise in einer Aktentasche, transportiert werden.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung gemäß den 3 bis 6 ist der Festhalter durch Gummibänder 35 gebildet, die sich quer über einen Dokumentenhalter 4' spannen und das Dokument 3 auf der Auflagefläche 8 einspannen. Die Gummibänder 35 können beispielsweise in einem stirnseitenahen Bereich des Dokumentenhalters 4' verlaufen und endseitig an demselben befestigt sein.

Das Klemmbrett gemäß den 3 bis 6 unterscheidet sich von dem Klemmbrett gemäß den 1 bis 2 durch die Ausgestaltung des Dokumentenhalters 4'. Die restlichen Bauteile sind gleich. Hiermit ist das Klemmbrett bzw. der Dokumentenhalter 4' nicht nur dazu geeignet, das Dokument 3 auf der Auflagefläche 8 zu positionieren, damit von demselben durch das an der Halteeinheit 7 angebrachte mobile Datengerät 2 eine Bildaufnahme gemacht werden kann. Zusätzlich kann hierdurch das Klemmbrett als „Stativ” für das mobile Datengerät 2 dienen, mittels dessen Aufnahmen von Objekten, beispielsweise Selbstaufnahmen (Selfies), erstellt werden können, die ortsfern von dem Dokumentenhalter 4' angeordnet sind. Hierzu weist der Dokumentenhalter 4' in einem mittleren Bereich einen an die Abmessung des mobilen Datengerätes 2 angepassten Durchbruch 29 auf. Das mobile Datengerät 2, beispielsweise ein Smartphone, wird an der Vorderseite des Dokumentenhalters 4', also an der Seite, auf der sich die Auflagefläche 8 befindet, an demselben befestigt, beispielsweise durch die quer verlaufenden Gummibänder 35. Alternativ können auch andere Befestigungsmittel vorgesehen sein, um das mobile Datengerät 2 in der Festhalteposition zu halten, in der lediglich ein Randbereich des mobilen Datengerätes 2 an einem Rand des Durchbruchs 29 anliegt, während der weitere Bereich in dem Durchbruch 29 freiliegt. Der berührungsempfindliche Bildschirm 20 und die Linse der Kamera des mobilen Datengerätes 2 fluchten somit zum Durchbruch 29.

In einer ersten Variante gemäß 5 ist das Smartphone 2 so an dem Durchbruch 29 gehalten, dass der berührungsempfindliche Bildschirm 20 desselben auf einer der Halteeinheit 7 abgewandten Seite angeordnet ist bzw. in Richtung einer Rückseite 28 des Dokumentenhalters 4' orientiert angeordnet ist. Die Rückseite 28 des Dokumentenhalters 4' ist mit einer Spiegelfläche 31 (schraffiert gezeichnet) versehen.

Wenn eine Bedienperson das Klemmbrett 1 in der Arbeitsposition des Gestells 6 in einem Raum positioniert, kann sie sich von der Rückseite 28 des Dokumentenhalters 4' entfernen, wobei die Spiegelfläche 31 zum erleichterten Ausrichten der gewünschten Aufnahmeposition des Objekts dienen kann. Die Bedienperson sieht bei einer Selfie-Aufnahme durch die Spiegelfläche die Umgebung von seinem Körper und kann somit seinen Körper zu der Kamera des Mobiltelefons 2 einfacher positionieren. Da das Mobiltelefon 2 an dem Klemmbrett 1 bzw. Dokumentenhalter 4' unverrückbar gehalten ist, können hierdurch insbesondere Selfie-Videos einfach und ruckelfrei aufgenommen werden. Das Klemmbrett 1 dient quasi als Stativ für das Mobiltelefon 2.

Während bei der Selfie-Aufnahmen eine Vorderkamera 30 des Mobiltelefons 2, welches sich an der Vorderseite des Mobiltelefons 2 befindet, genutzt wird, kann alternativ – siehe 6 – auch das Klemmbrett 1 als Stativ für die Nutzung einer Hauptkamera 30' des Mobiltelefons 2 genutzt werden, welche an der Rückseite des Mobiltelefons eine Linse aufweist. Durch umgekehrte Anordnungen des Mobiltelefons 2 an dem Dokumenthalter 4' können somit bestimmte Objekte mit unterschiedlichen Kameras 30, 30' fotografiert bzw. gefilmt werden.

Damit der Dokumentenhalter 4' leichter transportiert bzw. abgeheftet werden kann, weist er an einer Randseite eine Lochung 33 auf, so dass er beispielsweise in einen Aktenordner abgeheftet werden kann.

Damit Dokumente 3, die auf der Auflagefläche 8 des Dokumentenhalters 4' positioniert werden, leichter bewertet und in dem mobilen Datengerät 2 weiter verarbeitet werden können, ist randseitig an der Auflagefläche 8 des Dokumentenhalters 4' eine Maßstabsdarstellung 32 angeordnet. Die Maßstabsdarstellung 32 kann beispielsweise als eine Linealdarstellung ausgebildet sein in den Maßstäben 1:20, 1:25, 1:50 oder 1:100. Die Maßstabsdarstellung 32 kann auch bei der Erstellung des Dokumentes auf dem Dokumentenhalter 4' genutzt werden, um Zeichnungen bzw. Skizzen auf dem Dokument zu erstellen.

ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG

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Zitierte Patentliteratur

  • DE 9310455 U1 [0002]